„Wunderwaffe“ als Bumerang?

Was macht Israel, wenn hunderttausende Palästinenser an seiner Grenze aufmarschieren und die Grenze friedlich überschreiten wollen? So viele wird die israelische Armee schwerlich massakrieren können. Also, was tun? Genau vor dieser Frage  steht der Zionistenstaat, nachdem tausende Palästinenser unlängst an seiner Nordgrenze aufmarschiert waren und hunderte die Grenze sogar überschreiten konnten.                                                                                                                                                 Der gewaltlose Aufstand in Tunesien und Ägypten hat die Phantasie des palästinensischen Volkes beflügelt, und Israel muß mit der neuen Situation erst fertig werden. Gegen einen Massenaufmarsch von hunderttausenden gibt es vorerst kein Patentrezept. Somit könnten die von dem amerikanischen Politologen Gene Sharp gelieferten Anleitungen zum gewaltlosen Widerstand gegen „Diktatoren“  zwar zur „Wunderwaffe“ für die einen, zu einem Bumerang aber für die zionistische Seite werden. Waren doch die erwähnten Anleitungen keinesfalls zum Aufrollen der „einzigen Demokratie“ im Nahen Osten gedacht.                                                                                                                                                Jetzt stellt sich für viele natürlich die Frage, wer ist dieser Gene Sharp  und was hat es mit seinem Albert Einstein Institut in Boston auf sich?

Der Gründer dieses Instituts ist ein unscheinbarer älterer  Mann der besonders mit zwei Büchern  „The Politics of Nonviolent Aktion“ und „From Dictatorship to Democracy“ (letzteres in 30 Sprachen erschienen) Methoden u. a. des gewaltfreien Protestes, des Boykotts und des Streiks weltweit bekannt gemacht hat, die zuletzt in Osteuropa, einigen arabischen Ländern, aber auch in Venezuela und Mittelasien erprobt wurden.                    Als Verbindungsmann wirkte und wirkt  ein ehemaliger Oberst der US-Armee, Robert Helvey, der u.a. von dem (von Reagan zur Finanzierung seiner versteckten Kriege gegründeten)  International Republican Institut (IRI)  zur serbischen Oppositionsbewegung Otpor entsandt wurde,  um diese zu beraten, die dann ihrerseits eine Beratungs- und Unterstützungstätigkeit (z. B. für ägyptische und venezolanische „Rebellen“)) entfaltet hat.

Nach Recherchen von Eva Golinger , New-Yorker Anwältin und Autorin, („Bush versus Chavez“) und anderen wird das Albert Einstein  Institut von dem halbstaatlichen National Endowment for Democracy (NED) und dem bereits erwähnten IRI finanziert. Gollinger will sogar Verbindungen des Instituts zu Leuten, die Chavez töten wollen, herausgefunden haben. Was Sharp natürlich dementiert. Genauso den Vorwurf, sein Institut sei eine CIA-Gründung, was etwa der französische Autor Thierry Meysson behauptet. Interessant ist auch, daß das Institut zur selben Zeit gegründet wurde wie IRI und NED. So ein Zufall, nicht?                                                                                                                                   Querverbindungen zu ähnlichen Institutionen mit denselben Zielen, etwa zu Freedom House und deutschen US-geneigten Stiftungen, ergeben sich da natürlich von selbst.  Alles in allem ein Netz von auch subversiv tätigen Organisationen und Instituten die westliche, sprich amerikanische Demokratie und amerikanischen „way of life“ weltweit durchsetzen möchten. Aber wie für Israel könnte  es auch für Washington noch zum Bumerang werden, denn wer kann schon sagen, was mit diesen Initiativen alles geweckt wurde und  noch geweckt wird.

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