Rückzug am Heldenplatz

Die Asylanten plünderten gerade Rom und wollten danach gleich in Österreich einmarschieren. Da ereilte Österreichs Kreuzritter Strache der Hilferuf aus dem Süden wie gewünscht. Oder bestellt.                                                                                                             Wann immer ein mutiger Mann gefragt ist, wird bald keiner mehr an HC vorbei kommen. Und so war denn auch, dank seines einstudierten  Retourgangs, die Asylantengefahr aus dem Süden rasch gebannt. Daher gönnte man ihm von Herzen danach ein lässiges Paintball-Spiel mit Putin, den HC, da er das Spiel verlor, auch gleich zum Tafelspitz bei Ex-Schwiegervater Plachutta einladen durfte.

Nun, ganz so war es nicht, aber dennoch fragt man sich, was denn in ihn so plötzlich gefahren sein könnte, daß er neben seinen Kameraden vor allem „unsere Opfer“ so mir nichts, dir nichts in Stich ließ und den Heldenplatz den Feinden seines Volkes überließ.        So über Nacht werden doch keine wichtigen politischen Treffen einberufen. Außer: siehe oben.                                                                                                                                          Ausreden ziemen sich daher wirklich nicht für einen, der mit dem Anspruch auszog, anders zu sein als die anderen Politiker. Und kneifen gehört sich schon gar nicht für einen, der sich ständig auf den Mut und die Opferbereitschaft der 1848er beruft.

Wie Haider steht sein Nachfolger vor dem Problem Diener zweier Herren sein zu müssen. Erschwerend kommt hinzu, daß man glaubt, schon dazu zu gehören. Nicht nur das. Man glaubt zu schieben und wird geschoben. Was ich im Fall Haider bereits einmal festgestellt hatte.                                                                                                                                               Und wohin wird man geschoben? Bis an dem Punkt, an dem man sich endgültig entscheiden muß. Vor dieser Aufgabe müßte Strache eigentlich jetzt schon weiche Knie bekommen. Sofern er selbstkritisch genug ist.                                                                               Ich möchte nicht schon wieder Kassandra sein, aber Prügel sind mir auch so wieder gewiß. Oder erneut betretenes Schweigen, wenn die Lächerlichkeit für alle sichtbar an den Tag gekommen sein wird.

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2 Antworten zu Rückzug am Heldenplatz

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