Alles Verschwörungstheorien – oder was?

Vieles in der Welt läuft gewiß  nicht ganz so, wie es sich der kleine Max vorstellt, manches aber  gerade genau so.  Es ist wohl nicht zu weit hergeholt, zu behaupten, es gebe der Öffentlichkeit verheimlichte oder  nicht allgemein zugängliche Aktivitäten und Prozesse im Hintergrund des Weltgeschehens. Hinweise und Indizien dafür  können  natürlich Stoff für  echte oder vermeintliche Verschwörungsthesen bzw. Verschwörungstheorien  hergeben, aber immer öfters , auch dank Internet-Hilfe,  treffen diese  ins Schwarze.

Es liegt nun einmal  in der Natur der Sache, daß man für  auffällige Vorkommnisse und rätselhafte Erscheinungen oder außergewöhnliche  Katastrophen  in der realen Welt Erklärungsmodelle sucht, wobei eben auch sich anbietende Zusammenhänge nicht außer Acht gelassen werden können. Das geschieht, zum Beispiel, jetzt  im Falle der Katastrophen im Nordwesten Japans.

Nun  muß nicht alles stimmen, was mancherorts diesbezüglich an Schlüssen gezogen wird.  Deshalb zunächst einige Fakten: Bei den Wahlen 2009 löste die Demokratische Partei Japans die seit 1955 herrschende Liberaldemokratische Partei als Regierungspartei ab. Als erstes fand man bisher unüblich scharfe Worte für Nordkorea, und gleich danach stellte man US-Amerika die Rute ins Fenster: Man sollte das Bündnis mit der Supermacht überdenken, hieß es plötzlich. Doch es kam noch unangenehmer für die USA: Der Vorsitzende des außen- und verteidigungspolitischen Ausschusses der Partei, Y. Fujita, bezweifelte die offizielle US-Version zu 9/11 und stellte den darauf gründenden „Krieg gegen den Terror“ in Frage.

Solche Kritik von Seite eines Verbündeten ist, wie nachfolgende US-Zeitungskommentare zeigten,  unerwünscht. Vielleicht sogar folgenreich. Was einige Beobachter zu dem Schluß kommen ließ: Die USA könnten deshalb Japan, das noch dazu den US-Markt mit seinen Autos überschwemmt,  mittels künstlich ausgelösten Erdbebens einen Schuß vor den Bug gegeben haben. Das scheint weit hergeholt. Aber wie kommt man darauf?

Des Rätsels Lösung liegt in dem Kürzel H.A.A.R.P (High Frequency Active Auroral Research Program), ein Forschungsprogramm der US-Militärs auf Hochfrequenzbasis im Norden Alaskas. Dieses angeblich voll funktionsfähige Programm soll (mit ca. 180 in die Ionosphäre wirkenden Einzelantennen) in der Lage sein, nicht nur Wetter und Klimakatastrophen in bestimmten Regionen oder  Erdbeben in seismographisch sensiblen Zonen auszulösen, sondern, so wird vermutet, selbst Vorgänge im menschlichen Organismus zu beeinflußen oder Lahmlegungen von ganzen elektronischen Systemen zu ermöglichen. Das klingt, in der Tat, abenteuerlich. Aber so ähnlich unvorstellbar für den Laien war vieles in der Frühzeit der Kernforschung wohl auch.

Bei der Gelegenheit ist es vielleicht nicht uninteressant, und könnte die Phantasie mancher noch beflügeln, anzumerken, daß im Falle Tschernobyl jetzt von einem der Reaktorkatastrophe vorausgegangenen Erdbeben die Rede ist.  Der russische Nuklearforscher Konstantin Tschetscherow ist nach eingehender Überprüfung sowohl der Reaktorruine wie auch entsprechenden Beweismaterials, das am Geophysikalischen Institut in Moskau aufliegen soll, auch davon überzeugt. Und ganz allgemein derselbe: Daß das, was von Tschernobyl erzählt wird, „mit der Wahrheit nichts zu tun hat“.

Interessant ist auch, daß ein Geophysiker (auf den sich Tschetscherow beruft), der die erwähnten Dokumente gesichert hat und ein Bebenzentrum direkt unter dem Reaktor für möglich hielt, seit 1995 verschwunden ist. Mysteriös ist auch, daß die Beschäftigten im AKW, die  kurz vor der Katastrophe ein Beben registriert haben wollen, dazu nichts aussagen durften. War es vielleicht kein normales Beben? So wie ja  auch von manchen vermutet wird, daß die Waldbrände des Sommers 2010 in Rußland auf elektromagnetischem Wege ausgelöst worden seien. Einmalig waren sie ja allemal.

Wie auch immer, es scheint sich wieder einmal zu bestätigen, daß mehr zwischen Himmel und Erde passiert als wir zur Kenntnis nehmen können oder dürfen. Und auch wenn jene, die in Staat und Gesellschaft den Herren des Kapitals zuarbeiten, alles was prüfend, kritisch oder anklagend vorgebracht wird pauschal mit der Verschwörungstheorie-Keule abtun, sollten wir „Lämmer“ – bei selbstverständlich nötiger Fähigkeit zu Objektivität und Selbstkritik – doch weiter wachsam bleiben.

Ganz allgemein aber:  Sich selbst weiter so umfassend wie möglich informieren und uns wichtig scheinende Informationen oder gewonnene Erkenntnisse jedweder Art an andere weitergeben. Gerade der Fall Fukushima zeigt ja, daß man sich in außergewöhnlichen Situationen keineswegs ausschließlich auf Politiker und Manager verlassen sollte.

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3 Antworten zu Alles Verschwörungstheorien – oder was?

  1. Fritz schreibt:

    Ist es nicht interessant, wie schweigsam europäische Politiker, oppositionelle inbegriffen, in dieser Hinsicht sind? Sie wissen sicherlich mehr, haben aber anscheinend die Hose voll bei dem Gedanken, den großen Beschützer oder dessen Geldverleiher deshalb zu kritisieren. Aber dafür reden sie ständig über Freiheit, die uns die EU garantiert. Welche EU? Die am Gängelband der USA!

  2. Paul Fischer schreibt:

    Eine Verschwörungstheorie wird nicht dadurch glaubhafter, dass unzählig neue hinzuerzählt werden. H.A.R.P. ist genauso an den Haaren herbeigezogen wie das vermeintliche Faktum, dass Kondensstreifen am Himmel der Beweis dafür seien, dass dunkle Regierungsstellen die Atmosphäre impfen, um die Erderwärmung zu stoppen. ETC. ETC.

    • hardy schreibt:

      du bist ein elendiger dummschwaller ,der scheinbar rein gar keine ahnung hat,dies aber meterweit raushängenlassen muß,in der sicheren gewissheit,die dummgehaltene masse hinter sich zu wissen,so dumm,daß du nicht mal den begiff h.a.a.r.p richtig schreiben kannst.melde dich doch gleich bei der blödzeitung als neuer dummschreiber fürs blöde volk.

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