Bestandteil der israelischen Strategie

Willkommen im Klub? Es sieht ganz so aus als würde das Lager der dem Zionismus zugeneigten  Rechtspopulisten De Winter, Strache und Co. Verstärkung bekommen. Marine Le Pen hat zwar noch einige Hürden zu schaffen, aber das dürfte ihr auch noch gelingen, und zwar an der Klagemauer einen ganz besonderen Wunsch zu deponieren: Beim nächsten Präsidentenschaftswahlkampf Sarkozy aus dem Rennen zu werfen.

Anders als ihr Vater hat sie längst nicht nur Kontakt zur jüdischen Gemeinde Frankreichs gesucht und zumindest, wohl auch mit Hilfe ihres jüdischstämmigen Generalsekretärs, vereinzelt auch schon geknüpft, etwa zur Jüdischen Verteidigungsliga. Und sie hat auch schon einige verbale Vorleistungen erbracht. Etwa die, daß Israel ein Recht habe, sich gegen Terroristen (sprich Hamas usw.) zu verteidigen.

Marine Le Pens diesbezügliche Anbiederungen  gefallen natürlich nicht allen. So haben der kurzfristig beim Front National gelandete linksnationale Schriftsteller und Filmemacher Alain Soral sowie der gebürtige Algerier Farid Smahi, ehemaliges Mitglied des Politbüros der Partei Le Pens, unisono erklärt, Marine stehe jetzt auf der Lohnliste Israels. Nur sie? Außerdem meint Alain Soral: Die Zionisten wollen sich im Kampf gegen den Islam nicht selbst exponieren, daher haben sie sich dafür die Rechtspopulisten an die Brust genommen.

Ähnlich klingt es auch beim Vordenker der einst Neuen Rechten, Alain Benoist, wenn er sagt, Islamophobie und Rechtsextremismus seien Bestandteil der israelischen Strategie. Benoist verfolgt dennoch Marine Le Pens Auftritt bis auf weiteres mit kritischer Sympathie, auch wenn er deren Absichten noch nicht vollends zu kennen glaubt. Aber daß sie sich gegen den Wirtschaftsliberalismus und für eine eigene nationale Währung ausgesprochen hat, gefällt ihm vorerst einmal.

Dann aber stellt sich, und das nicht nur für Alain de Benoist, doch die Frage: Sieht sich Marine Le Pen im Spiegel eines Kampfes der Kulturen oder  ist sie eine entschiedene Gegnerin einer Neuen Weltordnung, die diesen Kampf der Kulturen nur benützt, um die Vorherrschaft der USA und Israels zu verstärken. Diese Frage müssen natürlich genauso alle anderen Rechtspopulisten noch unmißverständlich beantworten.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Bestandteil der israelischen Strategie

  1. Paul Fischer schreibt:

    In den sechziger Jahren haben Vertreter der Altnazis gesagt: „Wenn wir gewusst hätten, wie sich Israel entwickelt und dass die modernen Israelis, die Sabras, etwas ganz anderes darstellen, als das, wogegen wir ankämpften, dann hätte es diese Judenfeindlichkeit bei uns nie gegeben.“ Kurz gesagt, Moshe Dayan hat den Helden des Unternehmens Barbarossa mächtig imponiert.

    Wenn sich das rechte Lager heute neu orientiert, dann spielt wahrscheinlich diese Logik neben anderen Erwägungen noch immer eine Rolle.

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Unsere leuchtende Zukunft sieht also vermutlich so aus: 1. Wir lassen uns freudig umvolken. 2. Niemand ist mehr mit sich selbst identisch.3. The winner takes it all. – Marine Le Pen, Strache und Wilders werden dann wohl keine Player mehr sein.

  3. Pingback: Bestandteil der israelischen Strategie « Sache des Volkes

  4. Arnaud Pierquin schreibt:

    Je crois que nous sommes bientôt appelés à travailler ensemble.
    Gruss
    Arnaud

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s