Westliche Menschenrechtsheuchelei

Eine von österreichischen Rechten  als „Stimme Israels“ bezeichnete Tageszeitung titelte nach dem UNO-Beschluß gegen Tripolis: „Feuer frei auf Gaddafi“. Wo sind wir denn, im wilden Westen?  Eine andere Zeitung wiederum, die „Presse“,  feiert im Zusammenhang mit dem Luftangriff auf Libyen bereits die „Auferstehung des Westens“ und die Rückkehr der „universellen Menschenrechte“. Schöne Träumerei!  „Auferstanden“ unter heuchlerischen Umständen, um seine als universelle Werte getarnten Ambitionen (Öl und prowestliches Regime),mit Bomben und Granaten durchzusetzen. Während man im Falle anderer Despoten zwischen Pjöngjang und Abidjan, menschenrechtlich gesehen, ein Auge zudrückt.                                                                                                                                             Es gibt also nichts zu feiern, denn ein an Überalterung und Geburtenmangel leidender „Westen“ kann mit die Volkssouveränität einschränkenden universellen Werten, denen es u. a. auch an anthropologisch und theologisch überzeugender Begründung und Definition mangelt, nur scheitern. Längst haben die nicht zum Westen zählenden Völker verstanden,  daß es sich bei diesen Werten um  scheinheilige Moralvorstellungen handelt, die bloß zur Durchsetzung westlicher, vor allem zionistischer Interessen dienen.

Ein Westen, der dem Sinn des Lebens abgeschworen hat und sich selbst nicht an die von ihm geschaffenen universellen Werte (u.a. freie Meinungsäußerung, Selbstbestimmung, Menschenwürde) hält, kann kein glaubwürdiges Vorbild für andere sein. Daher wird, was immer dieser marode Westen tut, jede seiner Empfehlungen und Handlungen, und sei es eben, um, wie „Clown“ Sarkozy meint, „das libysche Volk frei über sein Schicksal entscheiden“ zu lassen, folgerichtig als eine Einmischung von außen empfunden werden. Längerfristig auch von jenen, die den Westen notgedrungen um Beistand ersuchen, danach aber zum Teufel wünschen werden.

P. S. „20minutos“ meldet aus Spanien, Sarkozy soll gedroht haben, er werde Deutschland es noch büßen lassen, daß es nicht mit dabei ist Vielleicht in Allianz mit Freund Cameron und der „Force de Frappe“ im Rücken, Deutschland ökonomisch in die Knie zwingen? Es wird Zeit, daß dieser Herr abgewählt wird.                                                                                Über die wahren Hintergründe dieser Intervention und das Zustandekommen dieser militärischen Koalition ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Stimmen die Meldungen, daß Mitglieder von „Blackwater (eine US-Privatarmee) bei Ausbruch des Aufstandes in Bengasi gesehen worden seien, dann erklärte das allein schon einiges.

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5 Antworten zu Westliche Menschenrechtsheuchelei

  1. zwara schreibt:

    Nun, die Firma Blackwater gibt es nicht mehr. Wurde in Xe Services umbenannt. Das wird in den Büchern „Blackwater: Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt“ und in
    „Krieg als Dienstleistung“ beschrieben.

    Doch abgesehen davon, würde ein Agent Provocateur dieser Firma wohl kaum im T-Shirt mit der Bärentatze herumlaufen. Ich selbst bin wohl alles andere, als ein Unterstützer des Krieges gegen Libyen, doch (Augenzeugen) Berichten von Arabern ist einfach nicht zu trauen.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sie hier so unkritisch Meldungen übernehmen.

  2. Helmut Müller schreibt:

    Ich habe es nicht als Gewißheit hineingestellt. Aber Blackwater, oder wie immer die Firma jetzt heißt (ihr Chef soll sich nach UEA)abgesetzt haben), hat in der Vergangenheit genau solche Aufträge gehabt.
    Aber für einen prägenden US-Beitrag der anderen Art zu den arabischen „Revolutionen“ gibt es interessante Hinweise., über die ich noch berichten werde. Zu glauben, das alles käme aus dem Nichts und ohne Unterstützung aus, wäre wirklich naiv.

  3. zwara schreibt:

    Nein, so naiv bin ich nicht. Da haben Sie ganz Recht. Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass es nur nicht SO offensichtlich gemacht wird.

    Was ein ehemaliger Evangelikaler, der zum katholischen Glauben übergetreten ist in Abu Dhabi zu suchen hat, ist mir aber ein Rätsel.

  4. Waltraut Kupf schreibt:

    Rußland und China haben gegen den Militärschlag starke Vorbehalte geäußert. Wenn Sarkozy und Cameron nicht erkennen, was das bedeuten kann, ist ihnen nicht zu helfen. Leute, die Gadaffis Aktionen Mord an der Zivilbevölkerung nennen und diese vorgeblich schützen wollen, ihre eigenen Tötungen von Teilen der Zivilbevölkerung als Kollateralschaden bezeichnen, werden früher oder später erzielen, daß zuletzt noch Gadaffi als der Sympathischere erscheinen wird. Wenn Sarkozy, wie gerade in den Nachrichten gemeldet wurde, Merkel ausrichtet, sie werde es noch bereuen, hier nicht mitgewirkt zu haben, so möge der mutige Herr einmal überlegen, ob nicht er es sein wird, der seine Initiativen zu bedauern haben wird, da es ja schließlich Machtblöcke gibt, die gegenüber den USA und der EU wirtschaftlich auf dem längeren Ast sitzen, und das gibt letztlich den Ausschlag. Man spricht vom Schutz der Zivilbevölkerung und meint das Öl. Es verdichtet sich der Eindruck, daß die Rebellionen in Nordafrika, ähnlich wie jene im Grenzbereich von Rußland, von Amerika lanciert waren, um dort ein strategisches Standbein hinsetzen zu können. Die USA lassen jetzt Frankreich und England die Kastanien aus dem Feuer holen.

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