Deutsche, Europäer zweiter Klasse?

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) gedachte der 54 Blutopfer vom 4. März 1919. An jenem Tag schossen tschechische Soldaten in mehreren Orten wahllos und willkürlich auf für das Selbstbestimmungsrecht demonstrierende Sudetendeutsche. Außer den Toten, darunter Frauen und Kinder, junge Männer und ein 80jähriger Greis, gab es 750 Verwundete.                                                                                   Die Deutschen machten auf dem Gebiet der heutigen tschechischen Republik knapp ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus, wovon der Großteil naxch 1945 unter entsetzlichen Umständen vertrieben und/oder entrechtet wurde. Mehr als 200.00 Sudetendeutsche sollen dieser über weite Strecken grausamen ethnischen Säuberung zum Opfer gefallen sein. Soweit die zeitgeschichtlichen Fakten.                                                                                Nun kämpfen die Vertriebenen und deren Nachfahren seit Jahrzehnten um moralische und rechtliche Gleichstellung mit anderen Opfergruppen, also auch um Entschädigung. Im Vergleich zu diesen anderen  allerdings ziemlich erfolglos. Weder Brüssel noch die UNO-Menschenrechtskommission sind gewillt, die berechtigten Forderungen der Sudetendeutschen ohne Wenn und Aber anzuerkennen. Im Gegenteil, die EU hat Tschechien an ihre Brust gedrückt, obwohl man in Prag auf die den Vertreibungsholocaust auslösenden Dekrete auch noch stolz  zu sein scheint. Nicht einmal eine moralische Wiedergutmachung möchte man von tschechischer Seite andenken.                                          Eine Schande für dieses Land und diese Europäische Union, die  schon aus diesen Gründen keine dauerhaft friedliche sein wird können.

Mit Lorbeeren kann sich auch ein weiterer Vertreiberstaat, Slowenien, nicht gerade schmücken. Wohl gibt es nach Jahrzehnten der Ignoranz zwischen Slowenien und Österreich erstmals ein Kulturabkommen, darin zwar Förderungen von Seite Sloweniens für die Deutschen bzw. Altösterreicher vorgesehen, aber nicht zufriedenstellend  geregelt sind. So gehen aus dem dafür vorgesehenen Förderungs-Titel beträchtliche Summen zweckentfremdet auch an Vereine, die mit der deutschen Volksgruppe, die seit 700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Sloweniens ansässig ist, wenig gemeinsam haben.                  Auch im Falle dieser Deutschen, die nach wie vor als Volksgruppe von Laibach nicht anerkannt werden, zeigt der UNO Menschenrechtsrat seine kalte Schulter: Es kann auch die Empfehlung  über die Verbesserung  des Status der deutschsprachigen Gemeinschaft in Slowenien nicht akzeptieren, denn deren Rechte sind bereits mit dem zweiseitigen Abkommen mit Österreich über die Zusammenarbeit in Kultur, Bildungswesen und Wissenschaft entsprechend geregelt«, putzt man sich von dieser Seite ab. Wenn es um Menschenrechte von Deutschen geht, gelten anscheinend ganz allgemein andere Regeln und Gesetze.                                                                                                                                    Alle offenen Fragen rund um vorenthaltene Vertriebenen- und Volksgruppenrechte ob in diesem oder anderen Fällen könnten schon längst erledigt sein, gebe es in deutschen Landen noch national-patriotisch fühlende und handelnde Spitzenpolitiker, die sich mit ihrem Volk und ihrer Kultur noch uneingeschränkt identifizieren können. Darauf angesprochen fängt zwar nicht jeder Spitzenpolitiker gleich zu randalieren an, wie jener unselige Joschka einst im Bundestag, doch endenwollend ist auch der anderen Interesse.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Deutsche, Europäer zweiter Klasse?

  1. Pingback: Deutsche, Europäer zweiter Klasse? « Sache des Volkes

  2. cornelia schreibt:

    Mit dem Volk ist es so wie mit den Politikern. Sie wissen gar nicht mehr wo sie herkommen und wo sie hingehören. Daher haben die Deutschen in diesen Ländern hier keinen mächtigen Anwalt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s