Gleich und gleich gesellt sich gern

„Ungestört seiner Art treu und sich selber beständig bleiben“, war einer der vielen beachtenswerten Kernsätze des  leider zu früh verstorbenen Wiener Schriftstellers Walter Berger. So richtig und gut dies auch ist, nicht allen schmeckt so ein Motto. Vor allem jenen nicht, die zwar mit Gleichgesinnten oder  Gleichstämmigen danach streben oder bereits so leben, es bei anderen aber als „Nazi“-Ideologie verteufeln und  ihnen statt dessen Untergehen in bunter Gesellschaft verordnen möchten.                                                               So auch einer dieser ach so guten Menschen, Autor eines Theaterstücks, der in einer lachsfarbenen selbsternannten Qualitätszeitung des Linksliberalismus bedauert, daß  „der Weg zu einer farbenblinden Gesellschaft…nach wie vor verhindert“ werde. Was seiner Meinung nach damit zusammenhänge, daß in Österreich die Nürnberger Rassengesetze allseits „nachwirken“. Aha, wirklich geistreich. Sein als „Polemik“ gekennzeichneter Beitrag schließt gewiß nahtlos an jene an, die – wenn es um Fremdenkult geht – ihren Grad  der mitmenschlichen Bezogenheit bis zum Siedepunkt treiben. Daß da einer bei so viel Dampfentwicklung sichtbehindert  ist, versteht sich.                                                              Eine  ebenso der Wirklichkeit nicht gerecht werdende Sichtweise stellt sich aber auch schon bei ideologisch nicht ganz so Quergestellten ein. So begeht der evangelische Bischof von Österreich, wie viele vor ihm, den Fehler, die Integration und den Umgang mit Fremden, über den Leisten der Monarchie, diesem Vielvölkerstaat, zu schlagen.             Wann begreifen denn diese gar so klugen Leute endlich einmal, daß dieser „Völkerkerker“ nicht nur aus den von allerlei Gutmenschen ins Treffen geführten Herzensgründen untergegangen ist, sondern bis zum dem Zeitpunkt nur von der deutschen Leitkultur, von der man heute aus Opportunität oder Feigheit nichts wissen möchte,  zusammengehalten wurde.                                                                                                                                         Warum sprechen wir nicht einmal ganz offen darüber, Herr Bischof? Da kämen wir ja auch gleich darauf, warum Integration heute nicht funktioniert, und morgen noch weniger.

Geradezu bizarr auch mutet die Ansicht eines Autors der Jüdischen Allgemeinen, Vladimir Vertlieb, an, der meint, Sarrazin und auch der FPÖ ginge es nur „um Uniformität, die sich in einem ethnisch-kulturellen Kontinuum manifestiert“. Und die von Menschen umgeben sein wollen, „die ähnlich aussehen, ähnlich denken und ähnlich träumen wie sie….und sich fleißig vermehren“. Also ganz anders als die  Menschen in jener tatsächlich fleißig sich vermehrenden Gemeinschaft, der sich der aus St.Petersburg nach Wien zugewanderte Herr Vertlieb ohne Zweifel zugehörig fühlen dürfte.                                                            Schon einige Ausgaben später wird  in derselben Zeitung ohnehin eine ganze Seite dem Thema „Jude sucht Jüdin – Wie man in Deutschland einen passenden (jüdischen) Partner findet“ gewidmet . Liest Herr Vertlieb nur seine eigenen Beiträge und weiß er nicht, was sich in seinen Gemeinden in gemeinschaftlicher Sache tut?                                                         Um nicht mißverstanden zu werden, nichts gegen jüdische Solidarität und Artsicherung, alles vorbildhaft, gewiß,  aber warum wird anderen ein ähnliches Streben des Füreinanderseins bei gleichzeitigem identitätsbezogenem Eigenwertstreben verwehrt, warum wird für  uns Leben im von Gegensätzen geprägten Chaos zur Pflicht?                        Nein, so wird es nicht ewig laufen, und die Anzeichen mehren sich, daß der Wind sich dreht. Da erinnere ich mich eines Interviews, daß der französische Soziologe Michel Maffesoli vor Jahren dem Figaro Magazine gegeben hat. Darin gab er seiner Überzeugung Ausdruck, daß gegenüber einer zunehmend materialistischen, kalten Gesellschaft für die jüngere Generation die Hinwendung zum Stamm oder auch zu gleichgesinnten Bünden  immer mehr an Bedeutung gewinne.                                                                                                            Also lassen wir doch die „Hunde“ des Zeitgeistes bellen, die national gestimmte Karawane zieht weiter,  Oasen der  Gemeinschaft zu.

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6 Antworten zu Gleich und gleich gesellt sich gern

  1. Waltraut Kupf schreibt:

    Unterschiede jedweder Art sind (offiziell) generell verpönt. Wenn man hier ins Treffen führt, dass eine Art natürlicher Impuls Gleichartiges im eigenen Umfeld dem Fremdartigen vorzieht („fremdartig“ oder gar „artfremd“ gelten bereits als der Nazi-Ideologie entstammend), so ist das ein ebenfalls geächteter „Biologismus“. Auch der Unterschied der Geschlechter wird negiert und gilt als „anerzogen“, weshalb das Androgyne „trendy“ ist und der ständige Kleinkrieg zwischen Frauen und Männern geschürt wird. Wagt jemand, auf irgendwelche Geschlechtsunterschiede hinzuweisen, verhält er sich „sexistisch“. Mutterschaft gilt als „diskriminierend“, und an die Stelle der Biologismen tritt dann vielfach ein Thanatologismus insoferne, als die Früchte (hetersexueller) Aktivität in einschlägigen Ambulanzen beseitigt werden. Damit solche Früchte gar nicht erst entstehen (denn es gibt ja schließlich die Überbevölkerung), wird schon in den Schulen die Homosexualität als „völlig normal“ propagiert. Das alles ist verwirrend und inkonsequent, soll es aber auch sein. Um ein identitätsloses Völkermischmasch zu erzeugen nimmt man sogar in Kauf, dass die innig herbeigewinkten Zuwanderer ja selbst jene Ansichten vertreten, die hierzulande verpönt sind. Von daher gesehen müssten sie einem ja geradezu sympathisch sein, nur wird seitens der „Eliten“ damit kalkuliert, dass letztlich niemand mehr Grundsätze irgendwelcher Art hat. Oder das Zusammenleben wird eben nicht funktionieren. Frau Coudenhove-Calerghi, in deren Familie ja das Unus-Mundus-Projekt seinen Ursprung hat, hat sich bereits zu Worte gemeldet, damit ja nicht eine Stagnation in der Völkerwanderung eintrete. Ein Unterschied wird aber immer sein dürfen: der Unterschied zwischen den „Eliten“ und der wenig- bis nichtsahnenden Bevölkerung.

    • Siegfr. Eder schreibt:

      Volle Zustimmung zum Artikel von Helmut Müller, und auch zu Ihren Feststellungen, Frau Kupf. – (Nur das Wort „Thanatologismus“ ist mir unbekannt.)

      • Waltraut Kupf schreibt:

        Bios (altgriechisch) heißt Leben, thanatos (ebenfalls altgriechisch) heißt Tod. Ich habe das quasi analog angewendet.

  2. Paul Fischer schreibt:

    Das Nationale bleibt für ewig, bzw. für die nächsten 50 Milliarden Jahre, solange das Universum existiert und nachdem wir bereits zehnmal die Sonne gewechselt haben.
    Aber es wird gewiss in eine globale Kooperation eingepasst sein – in den Vereinten Nationen und mehr noch in der Europäischen Union. Dazu gehört seit Jahren auch der Trend zu mehr Lokalem und auch hier wieder Kooperation über die Grenzen hinweg. Auch gleiche Normen für den Wettbewerb sind eine Notwendigkeit, ob in der WTO oder EU ist einerlei. Ein gewaltiger Irrweg jedoch ist die Gleichmacherei der Europäischen Kommission und auch auch des Europäischen Parlaments. Zu dem sehr vernünftigen Subidiaritätsprinzip gehört noch eines verankert: das Volksgruppenprinzip. Es muss dem Recht auf freie Niederlassung in Europa gegenübergestellt werden und höherrangig sein. Freie Niederlassung ist OK, wenn drei Studenten beschließen in Oslo studieren zu wollen, oder wenn 100 Mauer sich um einen Job in Hamburg bewerben. Aber der Spaß hört sich auf, wenn in meinem Heimatort, die lokale Papierfabrik zusperrt und sich zugleich 1000 Zigeuner und 10.000 Moslems niederlassen. Überfremdung und Umvolkung können nicht das Grundrecht der Europäischen Union ausmachen. Die Union bietet viele Vorteile, aber wir dürfen Brüssel nicht selbst überlassen. Wir können den Stimmzettel für Heimatrechte einsetzen, zur Not können und werden wir auch demonstrieren. Tun wir das bevor jemand zur Waffe greift.

    • Waltraut Kupf schreibt:

      Was Sie vertreten ist m.E. die Quadratur des Kreises. Die EU ist nicht verbesserungsfähig, schon allein deswegen, weil dort mehrheitlich wegen Unfähigkeit aus dem lokalen Bereich dorthin abgeschobene Politiker sitzen, die dort auf der Stelle treten und Verweser ihrer selbst sind. Wer etwas ideologisches Unterfutter hat, vertritt insgeheim das Unus-Mundus-Projekt, für dessen Verwirklichung (mit Zentrale in Übersee) die EU lediglich ein Instrument und Wegbereiter ist.

  3. karl malden schreibt:

    Umvolkung ist aber das Programm der Programm-Macher in Brüssel und Washington.

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