Es riecht nach einem Krieg

Hunderte  prominente Deutsche setzen sich für die Freilassung von zwei deutschen Journalisten im Iran ein. Sie hatten ein angeblich verbotenes Interview geführt. In Deutschland, auch in Österreich, sitzen dutzende politische Gefangene ein, die  ihre „freie“ Meinung zu einem Kapitel der Zeitgeschichte geäußert haben.  Hat sich da schon einmal ein Promi für deren Freilassung eingesetzt?                                                                                        Dieser Vergleich ist insofern interessant, als die allgemeine Lage in Deutschland im Gegensatz zu der im Iran, unterschiedlicher nicht sein könnte. Hier, ein Land, das als das freieste deutsche aller Zeiten gefeiert wird, dort ein Staat, der mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, wie sie in der Bundesrepublik Deutschland oder in Österreich  vorerst einmal undenkbar, auf jeden Fall nicht wünschenswert wären.  Kurz: der Iran befindet sich, anders als Deutschland oder das kleine Österreich,  in einer dramatischen Notlage.               Nun kann man über das politische System im Iran geteilter Meinung sein, auch mir gefällt da nicht alles, es hieße aber blind  oder ungebildet zu sein, wüßte man nicht auch um die Ursachen, die zu dem  iranischen status quo geführt haben. Und wüßte man nicht auch, daß  westliche und israelische Druckmittel wie auch rege Sabotage- und Spionagetätigkeiten US-amerikanischer und israelischer Geheimdienste dazu beitragen, die Lage zu verschlimmern. Es geht längst nicht um Ahmadinedschad oder den Gottesstaat, es geht nur mehr darum, einen zu starken Iran, der  Israel mit seinen 200 Atombomben irgendwie ebenbürtig sein und den korrupten westlich orientierten Regimen in Ägypten oder Saudi-Arabien zur Gefahr werden könnte, niederzuringen. Notfalls mit einem Angriffskrieg. Ein geschwächter Präsident Obama kommt den Kriegstreibern da sicher gerade recht.

Ein  aktueller Anlaß wird sich finden, und ehe die ersten Pulverschwaden sich bemerkbar machen, riecht es, arabischen Quellen zufolge, schon nach Krieg. So soll die Zeitung „Al Quds“  jetzt berichtet haben, daß Großbritannien seine diplomatischen Vertretungen angewiesen habe, die im Nahen und Mittleren Osten residierenden englischen Staatsbürger innerhalb der nächsten zwei Monate zum Verlassen ihres jeweiligen Gastlandes aufzufordern.                                                                                                           Wenn das stimmt, dann kann sich jeder halbwegs intelligente Zeitgenosse ausrechnen, was das zu bedeuten hat. Das hieße nichts anderes, als das Israel mit Rückendeckung der USA  und der EU im Frühjahr gegen den Iran losschlagen könnte. Es muß nicht stimmen, aber es zeigt zumindest, daß die Nerven mancherorts schon blank liegen könnten.                         Ein solches Szenario macht natürlich die ganze Medienkampagne gegen den Islam hierzulande noch verständlicher und erklärt das rege Interesse zionistischer Kreise an fünften Kolonnen in Europa, die, parallel zu geheimdienstlich gesteuerten islamistischen Provokationen und flächendeckenden PR-Einsätzen der israelischen Seite, für ein islamfeindliches Klima in der EU sorgen sollen. Nicht bloß aus politisch-strategischen  Erwägungen.                                                                                                                                                            Im Falle eines Krieges im Nahen Osten, müßte ja unter Umständen doch auch mit israelischen Flüchtlingen oder Zuwanderern gerechnet werden, und die sollten dann, durchaus verständlich, einen gewissen Schutz vor  zu erwartenden islamischen Anfeindungen im Lande genießen können. Etwa in abgesicherten neuen Wohnvierteln, wie sie in Ungarn von israelischer Seite bereits errichtet wurden.  Doch wäre eine Unterbringung auch bei uns möglich (vielleicht  in den, gerüchteweise, hunderten neu renovierten Wohnungen der Kultusgemeinde?).                                                                         In einem zu Denunziation und Spitzeldienst bereiten, durch islamkritische  Propaganda rechtzeitig  aufgeheizten Bevölkerungsumfeld, wäre ein einigermaßen  stabiles Niederlassungsmilieu für solche Zuwanderer gewiß machbar. Da könnten sich so manche rechte Patrioten mit oder ohne Wehrsportler –Vergangenheit noch nützlich erweisen.

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8 Antworten zu Es riecht nach einem Krieg

  1. gustavstrasser schreibt:

    Dass die Kriegstreiber in den Vereinigten Staaten von Amerika seit langem die Messer schleifen, ist bekannt. Dass die „Schurkenstaaten“ ihr Ziel sind, ebenso. Ja, auch ich denke, dass es „nach Krieg riecht“, Pakistan ist geschwächt, die dortige Koalition zerbrochen. Doch für die dafür verantwortlichen Unwetter sind wohl weder Mossad noch der CIA verantwortlich zu machen. Bleibt nur die Frage offen, wie die eigentliche Weltmacht, China, und das wiedererstarkte Russland reagieren werden? Wie ihnen bekannt sein wird, gibt es in keinem anderen vergleichbaren Land einen derart aggressiven und unverhohlenen Antisemetismus wie derzeit in Russland. Sind die US-Amerikaner samt ihren (schwachen) europäischen Kolabourateuren so verrückt, gegen den Willen Chinas und Russlands einen Krieg vom Zaun zu brechen? Glauben Sie das wirklich, geschätzter Herr Müller? Oder gibt es Ihrer Ansicht nach Indizien, dass der „gelbe Mann“ und der „russische Bär“ einem solchen Treiben zusehen würden?
    Herzlichst, Ihr
    Gustav Strasser

  2. Helmut Müller schreibt:

    Russen und Chinesen würden einen israelischen Blitzschlag, der begrenzt geführt werden müßte, nicht verhindern können, wollen es vielleicht auch nicht, schließlich könnten sie die Früchte einer so verhängnisvollen Saat ernten.
    Die Frage stellt sich jetzt, inwieweit wäre der Iran in der Lage angemessen zu antworten und ob der Konflikt auf die beiden Länder beschränkt bliebe. Erst bei Gefahr einer Ausweitung oder unübersehbaren Kollateralschäden würden China und Rußland wohl ihrerseits mit Konsequenzen drohen, wahrscheinlich auch die USA. Israel wird sich also hüten, einen echten Krieg zu führen. Aber niemand weiß, was selbst ein präziser chirugischer Eingriff alles noch zu Tage befördern könnte.

  3. Cornelia schreibt:

    HC Strache mit seiner Paintball-Erfahrung wäre jetzt gefordert, für seine zionistischen Freunde in den Krieg zu ziehen.

  4. gustavstrasser schreibt:

    Nicht böse sein Frau oder Fräulein Cornelia! Aber wer bitte ist schon HC Strache und vor allem, was will der zu politischen Ehren gekommene Zahntechniker aus dem 3. Bezirk auf internationaler Ebene denn ausrichten? Oder ein Herr de Winter oder auch ein Geerd Wilders. Wir sollten das alles nicht überschätzen. Geopolitisch haben schon unser Außenminister, Kanzler oder Vizekanzler nichts zu reden. Bitte nehmen sie Straches Isreal-Besuch nicht wichtiger, als er ist. Kann ja sein, dass dem HC zu Ohren gekommen ist, dass Theodor Herzl „Alter Herr“ der Wr. akad. Burschenschaft Albia war, also ein Verbandsbruder …! Und da gehört es sich halt, seinen Nachfahren Ehre zu gebieten!

  5. zwara schreibt:

    Israel oder jedes andere Land wird sich wohl hüten, einen Präventivschlag gegen den Iran zu führen. Wer mit der Hisbollah nicht fertig wird, kann keinen hochgerüstetesIran angreifen. Der (konventionelle) Gegenschlag würde die paar Quadratkilometer „hl. Land“ wohl umpflügen. Vom weltweiten Schulterschluß der Ummah und den Attentätern ganz zu schweigen. Der TV Sender Arte hat in „Mit offenen Karten“ schon alle eventuellen Szenarien durchgespielt. Da gibt es keine Sieger. Ausser man träumt als Märtyrer vom Paradies.
    Atomare Sprengköpfe stehen sind wohl eher für Selbstverteidigungszwecke gedacht (Abgesehen von Nordkorea, Pakistan, Indien und in Zukunft auch dem Mullah-Staat).
    Selbstverständlich werden die Steinzeitmoslems dann nicht offen zuschlagen, sondern Al Kaida und andere sogenannte Islamisten. Die haben ihre schmutzigen Bomben (oder schlimmeres) dann selbstverständlich von Mossad oder CIA erhalten. Denn eine zerstörte und entvölkerte Welt ist ja sooo gut für’s Geschäft.

    Sollte der Fall der Fälle zufälligerweise doch eintreffen, wäre es für euch natürlich ein Fauxpas für euch, flüchtende Juden aufzunehmen und zu schützen.
    Ich dachte wirklich, diese Zeiten hätten wir hinter uns!
    Pfui Teufel

  6. Karamba schreibt:

    Ach ja, diese armen Verfolgten. Prophylaktisch werden sie jetzt den Libanon angreifen, um dann rückenfrei gegen den Iran losschlagen zu können.

  7. Paul Fischer schreibt:

    Wenn die Hamas, wie heute 14.1.11 berichtet, ihre Truppen an der Grenze zu Israel verstärkt kann dies auf zwei Weisen gedeutet werden:

    1. Sie will die Raketenattacken auf Israel beenden, um gemeinsame mit der PLO mit Israel über einen Frieden zu reden,

    oder

    2. Sie haben Wind von einem israelischen Angriffsplan auf Israel bekommen.

    • zwara schreibt:

      Punkt 1:
      HaHa, der war lustig! Nicht einmal die (ach so gemässigte) Fatah will Frieden. Höchstens einen Waffenstillstand.

      Punkt 2: Das nennt sich aggressive Selbstverteidigung

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