Weihnachtliche Bettlektüre für HC Strache

Ein treuer Besucher meiner Kommentare-Seite machte mich auf einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zum Siedlungsbau im Westjordanland aufmerksam und empfahl diesen HC Strache als Bettlektüre. Nun, vielleicht liest der blaue Hoffnungsträger meinen Blog und fängt endlich an ein wenig über den (Un)Sinn seiner Reise nachzudenken.                                                                                       In einer Pressenotiz von „Yahoo“ zu diesem Bericht heißt es u. a. daß in den USA „zahlreiche von der Steuer befreite Organisationen den jüdischen Siedlungsbau mit hohen Summen unterstützten. Die Regierung in Washington müsse dafür sorgen, dass solche Steuerbefreiungen mit den Verpflichtungen der USA übereinstimmen, die Einhaltung internationalen Rechts sicherzustellen….                                                                               Human Rights Watch weist auf die schwierigen Lebensbedingungen der Palästinenser hin. Sie litten unter „systematischer Diskriminierung“, würden von der Strom- und Wasserversorgung und der Schulbildung abgeschnitten, „während die jüdischen Siedler ganz in der Nähe von all diesen staatlichen Leistungen profitierten“. Überdies müssten die Palästinenser ständig befürchten, aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben zu werden, merkt eine Berichterstatterin an.                                                                                       Im Westjordanland und in Ost-Jerusalem gibt es mehr als 130 jüdische Siedlungen mit rund einer halbe Million Einwohnern. Von der internationalen Gemeinschaft werden die Siedlungen als illegal eingestuft. Der Siedlungsbau ist einer der Hauptstreitpunkte beim Ringen um eine Friedenslösung für den Nahen Osten.

Nun weiß ich noch nicht, was in dem Bericht sonst noch drinnen steht. Aber nicht nur ich weiß, daß die Lage der Palästinenser in diesen wenigen Zeilen nicht wirklich umfassend und drastisch zum Ausdruck gebracht werden kann. Gaza ist nichts anderes als ein riesiges Ghetto, das die Israelis in einen erbärmlichen Zustand gebracht haben, in dem Menschen oft mit dem Nötigsten nicht versorgt werden können, sich täglich vor israelischen Übergriffen ängstigen müssen, eigentlich einem KZ vergleichbar, in dem die Besatzer nach Belieben Gewalt ausüben können. Dann auch noch das Westjordanland, das nach und nach den Palästinensern geraubt wird, und nicht zuletzt die Entrechtung der Palästinenser in Israel selbst und  schließlich die Flüchtlingslager im Libanon und Hundertausend Vertriebene weltweit.                                                                                                                     So, und jetzt spricht Strache den Israelis ein Recht auf Selbstverteidigung zu. Prima!  Wie blind und taub muß man denn sein, um solches sagen zu können? Selbstverteidigung auf besetztem Gebiet? Selbstverteidigung in Form von Landraub und Entrechtung? Es ist einfach nicht zu fassen, der  Obmann einer Partei, die sich freiheitlich nennt, gibt eine Meinung von sich, die einem kommunistischen Führer oder skrupellosen Konzernchef ebenso gut zugestanden werden könnte.                                                                                 Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend, und auch HC Strache hat, zwar bei gewissem selbstverschuldeten Risiko,  noch die Möglichkeit umzudenken. Weihnachten wäre so eine Gelegenheit, zur Besinnung zu kommen. Ob er den Mut dazu hat?

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2 Antworten zu Weihnachtliche Bettlektüre für HC Strache

  1. sozrev schreibt:

    Noch schwerer wiegt es das sich Strache ganz offen auf die Seite der US-Imperialisten geschlagen hat. Strache will sich mit den Vertretern der „Tea Party Bewegung“ treffen.

  2. Helmut Müller schreibt:

    Enttäuscht kann nur sein, wer von Anfang an zu große Erwartungen in den kleinen „Bumsti“ gesetzt hat. Strache ist kein Revolutionär, auch kein selbstloser Held, er spielt nur die Rolle eines Aufmüpfigen.

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