Die im Dunkeln sieht man doch

Zunehmend mehr politisch aktive Europäer nehmen eine kritische bis ablehnende Haltung gegenüber der hier ausreichend behandelten Palästina-Reise einiger Politiker aus dem rechten Spektrum ein. Zuletzt meldete sich der Vorsitzende der französischen „Nouvelle Droite Populaire“, Robert Spieler, zu Wort. Auch er ist der Meinung, daß sich die Hoffnungen dieser Jerusalem-Pilger letztlich als ein großes Hirngespinst erweisen werden.                                                                                                                                                 Welches Interesse, fragt sich der elsässische Politiker, hätten denn die Europäer, sich in die Politik des Nahen Ostens einzumischen, schließlich seien nicht die Palästinenser, Iraner oder Taliban für die islamische Einwanderung in Europa verantwortlich zu machen. Trotzdem, so Spieler, habe einer der Reiseteilnehmer davon gesprochen, Israel sei der Vorposten des freien Westens, deshalb müßten „wir unsere Kräfte einen und den Islam gemeinsam in Israel und Europa bekämpfen“.                                                                                Ein Irrtum, so Spieler, denn „wir hätten unsere Kräfte zur Wiedereroberung Europas allein hier und nicht in Israel  zu sammeln. Unsere Soldaten hätten keine Lust für Washington oder Tel Aviv ihr Leben zu lassen, und vergessen wir nicht,  daß jene Lobbies, die Israel ohne Wenn und Aber verteidigen, dieselben sind, die die Einwanderung in Europa maßgeblich zu verantworten haben“.

Ich habe ja schon in meinen vorangegangenen Kommentaren davon gesprochen, daß man diese Kontaktanbahnungen  in einem größeren Zusammenhang sehen muß. Nämlich im Kontext der US-amerikanischen und israelischen globalen Interessen, vornehmlich auch des Großkapitals. Und in dessen Konzept fügt sich beinahe nahtlose nicht nur diese Jerusalemer-Erklärung, sondern auch die  bekundeten Absichten einiger Populisten, die Tea-Party-Bewegung zu besuchen.                                                                                                  Da lohnt es sich doch, einige Zeilen über diese Bewegung und deren Hintergrund zu verlieren. Interessant wird es, wenn man die Hauptsponsoren dieser Bewegung auskundschaftet. Es sind die Milliardäre Charles und David Koch, deren konzerneigene Strategieplaner die Tea-Party-Bewegung maßgeblich aufgebaut haben und unterstützen. An das Tageslicht gebracht hat diese Tatsache Taki Oldham mit seinem Film „Astro(Turf)Wars“. Zu den Denk“fabriken“ des Koch-Imperiums (ein Mischkonzern) gehören u.a.  das  bekannte Cato-Institut und das Mercatus Centre an der George Mason-Universität.                                                                                                                                          Nun ist es irgendwie verständlich, daß sich Politiker, vor allem aufstrebende, zum großen Geld hingezogen fühlen. Die Gefahr besteht jedoch, daß man sich von diesem verführen und am Ende an der langen Leine führen und für US- und israelische Interessen einspannen läßt. Das ist ein weiterer, nicht unwesentlicher Faktor, den es zu beachten gilt, wenn man sich mit gewissen Kreisen solidarisiert.

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Eine Antwort zu Die im Dunkeln sieht man doch

  1. Plautus schreibt:

    Wenn ich das lese, muss ich sofort an die „Protokolle“ denken.

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