Die Lage ist ernst, sehr ernst!

Als John Kenneth Galbraith vor bald 20 Jahren als einer der führenden Ökonomen Amerikas den wirtschaftlichen Niedergang  seines Landes beschrieb („Die Herrschaft der Bankrotteure“), machte er u.a. das selbstmörderische Treiben der gesellschaftlichen Hoffnungsträger und politische Ignoranz dafür verantwortlich. Damals schon war die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einzig verbliebene Supermacht praktisch Pleite. Und damals schon hätten weitreichende Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Erosion des wirtschaftlichen wie auch des  gesellschaftlichen Systems erfolgen müssen. Statt dessen wurde weiter dem Laissez-faire und der Jagd nach dem schnellen Geld der Vorzug gegeben. Dazu eine abenteuerliche Außenpolitik. Mit dem bekannten Ergebnis, daß  u. a. der Staat  maßlos überschuldet , seine Infrastruktur zerrüttet und sein internationales Ansehen an einem Tiefpunkt angelangt ist. Gut 40 Millionen US-Amerikaner  können nur mit Lebensmittelkarten überleben. Das Staatsbudget ist überhaupt nur mehr über ausländische Anleihen zu finanzieren. Das einstige Wunderland Amerika bald als Ganzes  ein Sozialfall?  Es scheint sich wieder einmal zu bestätigen: Hochmut kommt vor dem Fall.

Jetzt wäre es aber absolut unangebracht in Schadenfreude zu verfallen, denn für uns Europäer heißt es doch:  mitgefangen, mitgehangen. Die amerikanische Krankheit hat uns zwar etwas verspätet, aber dafür um nichts weniger hart erfaßt. Auch hier finden wir, neben den längst bekannten importierten Ursachen, die Tatsache bestätigt, daß, im Gleichschritt mit eigennutzorientierten Bankern, willfährige, kurzfristig denkende Politiker,  bar jeder volkswirtschaftlichen Grundanschauung, sehenden Auges die Krise herankommen ließen. Eine Krise, die bald zur Katastrophe ausarten könnte, wenn man bedenkt, daß selbst der EU-Zahlmeister Deutschland, vorerst durch eine Niedrigzinsphase noch begünstigt, dem Staatsbankrott zusteuert. Allein für die Staatsschulden muß die Bundesrepublik an die 43 Milliarden Euro Zinsen aufbringen, und den 40 Millionen Erwerbstätigen stehen bereits fast 36 Millionen nicht Erwerbstätige gegenüber.                 Zu bedenken sind auch die enormen Kosten, die durch die Zuwanderung entstanden sind, sowie die vielfältigen, kaum überblickbaren  Schutzgeld – oder  Reparations- Zahlungen und Subventionen  für die so genannten Freunde in aller Welt. Was dazu führt, daß Deutschland  die Gewinne aus seinen tollen  Exporterfolgen, nicht dem deutschen Volk zugute kommen lassen kann (darf). So besteht der Verdacht, daß deutsche Arbeitnehmer bis heute dem internationalen  Kapital  zuarbeiten müssen.

Für Österreich, daß mit Deutschland wirtschaftlich stark verflechtet und von ihm diesbezüglich auch abhängig ist, gilt das im Falle der Abhängigkeit Europas von den USA Gesagte. Der Zahltag wird auch für Österreich kommen, das ist so sicher wie das Amen im Gebet. Ein Symptom, das  sehr deutlich für den Zerfall  einer wirtschaftlichen Ordnung spricht, ist, wie schon im alten Rom,  das organisierte Wegbrechen des Mittelstandes.  Und so wie das Römische Reich mit  den aufgehäuften Schulden nicht mehr zu Rande kam, so wird es auch dem österreichischen und dem deutschen Staat sehr bald gehen, sie  werden, so nicht ein Wunder geschieht, den Bankrott anmelden müssen. Die Lage ist ernster als es unsere bestens abgesicherten Politiker zugeben wollen.                                                             Es könnten also harte Zeiten bevorstehen, die wahrscheinlich gesellschaftlich und sozial ungeheuren Druck erzeugen, ja ungeahnte Gefahren heraufbeschwören würden.  Wer klug ist, sorgt, so er dazu in der Lage ist, daher vor, wenn schon die Politik es  für das Ganze nicht mehr kann. Eine solche Vorsorge reicht von der Einlagerung von Grundnahrungsmitteln, die ohne Zweifel  bald teurer werden, bis zu den notwendigsten Anschaffungen im Bereich persönlicher wie materieller Sicherheit.  Es könnte ja auch sein, daß man eines Morgens  vor geschlossenen Bankschaltern steht, während zuhause gerade eingebrochen wird.                                                                                                                              Jetzt aber  sollte  erst einmal Nachdenken angesagt sein, vielleicht führt es noch rechtzeitig zum Widerstand und zu Alternativen (Anregungen willkommen!), ehe die Raffgier internationaler und nationaler  Abzocker  die Mehrheit  zu  Almosenempfängern macht.

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2 Antworten zu Die Lage ist ernst, sehr ernst!

  1. Schuberth Winfried schreibt:

    Dieser Bericht zeigt mehrere unangenehme, aber leider erwiesene Tatsachen auf. Persönliche Kontakte mit nach den USA ausgewanderten Österreichern bestätigen, daß dort jeder fünfte Amerikaner nicht genügend Geld zur Verfügung hat, um sich Nahrung zum Überleben zu beschaffen. Es laufen dort auch eine bisher nie gekannte Anzahl von Menschen mit gut sichtbaren Zahnlücken herum, weil sie sich den Zahnarzt nicht leisten können.
    Durch die weltweite Vernetzung der Finanzmärkte überträgt sich die Armut der USA selbstverständlich auch auf Europa, wie wir ja schon bei der US-Bankenkrise 2007/2008 erfahren haben. Durch diese Krise sind selbst starke Länder wie Deutschland, die Niederlande und auch Österreich geschwächt worden. Bevor jene sich noch davon erholen konnten, kam die Griechenland-Krise, welche bereits auf geschwächte Staaten traf. Und nun trifft uns doppelt geschwächte Staaten auch noch die Irlandkrise, während Portugal und Spanien ihrerseits schon in den Startlöchern scharren. Die Frage ist eigentlich nur mehr, ob uns Nettozahler bereits die Irlandkrise oder erst die Portugalkrise umbringen wird, oder ob wir sogar noch Spanien überstehen und dann erst kollabieren.
    Die Sorge, eines Tages vor geschlossenen Bankschaltern zu stehen, ist berechtigt. Mein Tip: Heben Sie 50% Ihres auf der Bank hinterlegten Geldes ab und legen Sie es in Ihren Safe oder verwahren Sie es an irgend einem anderen sicheren Ort. Sie verlieren dadurch zwar Zinsen und sind zu 100% der Inflationsrate ausgesetzt, aber immer noch besser, als um ein zu 2% verzinstes Geld überhaupt nicht mehr wiederzusehen.

  2. wilhelm peschka schreibt:

    Erst muß der totale Zusammenbruch kommen,ehe es zu einem Neuanfang kommt.Dies ist ,wie Sie wissen,meine eigene langgehegte Meinung.Diese wurde bei einem Vortrag, welcher vergangene Woche stattfand,wieder einmal bestätigt.Marinovic meinte sinngemäß,“die internationalen Finanzjongleure sind unsere besten Verbündeten.“Freilich wird diese Erneuerung aber sehr schmerzvoll verlaufen.
    Diese Tatsachen aber,sind auch den Anderen bewußt,weshalb sie sich auch schon darauf vorbereiten.Vergangenen Sommer,staunte ich nicht schlecht,als ich im ORF,eine Übung des Bundesheeres sehen konnte,welche unter der Annahme stattfand,daß paramilitärische Kräfte ethnische Säuberungen durchführen wollten und diese vernichtet werden sollten!
    Ich fasse diesen Wahnsinn,eher als Drohung gegenüber der eigenen Bevölkerung auf,denn wo gibt es gegenwärtig denn paramilitärische Kräfte in diesem Land und wer wäre in der Lage,ethnische Säuberungen durchzuführen?
    Da passt es auch ins Konzept,die allgemeine Wehrpflicht abzuschaffen,den der Söldner wird wenige Skrupel haben,die Bevölkerung umzubringen!

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