Der Markt hat dem Menschen zu dienen!

Erst Griechenland, jetzt Irland, bald auch noch andere Pleitestaaten. Immer mehr entpuppt sich diese Europäische Union als eine Abzockergemeinschaft großer Finanzinstitute und Konzerne. Diese hatten sich ja besonders für die Schaffung der EURO-Zone eingesetzt und haben selbstverständlich kein Interesse diese Goldmine so schnell aufzugeben. Marionetten in der Politik sorgen dafür, daß Verluste und Belastungen auf das Volk abgeschoben werden können. Die Polit-Bonzen, egal ob linke oder rechte, werden dafür hoch belohnt, während das Volk blechen muß. Ein jeder Ethik Hohn sprechender krimineller Vorgang, der entsprechende Konsequenzen politisch wie ökonomisch zeitigen müßte. Denn daß man es nur mit der Gier einiger Manager zu tun habe, wird ja kaum jemand mehr behaupten wollen.                                                                     Weitere Fragen, die sich am Ende des Tages also stellen, lauten daher: Haben wir es bloß mit einer zeitweisen Entartung des kapitalistischen Systems oder mit einem grundsätzlichen Fehler desselben zu tun?  Ist ein Kapitalismus mit menschlichem Antlitz überhaupt noch möglich oder braucht es etwas völlig Neues? Welches ethische Fundament könnte denn ein gemeinschaftlich ausgerichtetes, verantwortungsvolles Wirtschaften garantieren und wie dieses organisiert werden, ohne Extreme in der einen oder anderen Richtung zuzulassen. Das Kapital hätte dem Menschen zu dienen, nicht umgekehrt.

An Orientierungshilfen fehlt es nicht: Von Aristoteles´ Warnung vor dem Übermaß über Karl Marx´ Kapitalismuskritik bis hin zur protestantischen Ethik und darüberhinaus bis zu den nationalrevolutionären Alternativen der 70er Jahre reichen die theoretischen, auch praktischen Beispiele, die sowohl zur Erklärung von Fehlverhalten und Systemfehlern als auch als Basiswissen für alternative Gesellschafts-bzw. Wirtschaftssysteme herangezogen werden können.                                                                                                                                 Wie immer man aber das nicht ganz so alte Problem sieht, unweigerlich stößt man bei der Suche nach den Ursachen gesellschaftlicher oder ökonomischer Mißstände auf den aus ethischer Sicht richtig oder falsch handelnden Menschen in einer von ihm geschaffenen oder durch ihn (auch per Stimmabgabe) ermöglichten, je nachdem,  unsolidarischen  oder solidarischen Umwelt. Gerade aber von Solidarität wird in unseren Breitengraden ganz allgemein bald so wenig zu sprechen sein wie von einer allgemein noch gültigen Ethik.       Wenn daher mancherorts nach (nationalen oder nationalrevolutionären) Auswegen gesucht wird, sollte dieser Tatsache Rechnung getragen werden, denn ideologisch fundierte politische Lenkung und Kontrolle des Marktes allein würden  erfahrungsgemäß weder sittliches Handeln garantieren noch die ökonomische (oder auch soziale) Frage  auf Dauer zufriedenstellend lösen.

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2 Antworten zu Der Markt hat dem Menschen zu dienen!

  1. anonymus schreibt:

    Der Markt hätte den Menschen zu dienen. Sehr richtig! In Wirklichkeit sind wir die dummen Schafe dieses wildgewordenen freien Marktes, die, wenn notwendig, geschlachtet werden.

  2. Pingback: Der Markt hat dem Menschen zu dienen! « Sache des Volkes

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