Nichts Neues im Westen

Die NATO hat, ganz im Zeichen eines schwer faßbaren Terrors,  getagt  Auf der Tagesordnung u.a. die Errichtung  eines Raketenschildes  gegen Angriffe aus dem Iran. Hat dieser je gedroht, Europa anzugreifen? Natürlich nicht, vorstellbarer wären da schon eher Racheengel  in Form von Atomraketen aus einer ganz anderen Ecke. Wie auch immer, zumindest die Rüstungskonzerne haben wieder einmal ihr Ziel erreicht.                            Natürlich  ging es in Lissabon auch um die US-amerikanische Vorherrschaft, die in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise arg in Frage gestellt wird. Da heißt es eben mit neuen ökonomischen und militärischen Druckmitteln dafür wieder bessere Voraussetzungen zu schaffen.  Schließlich gilt es, sich gegenüber China zu behaupten, und da hat man den Rücken selbstverständlich frei zu halten, d.h. die europäischen Verbündeten  in die Pflicht zu nehmen. Was bei  Obama weniger entschieden  klingt, hat er doch, anders  als die Präsidenten vor ihm, keine ausgesprochen europäische Schlagseite, er ist mehr Asien und Afrika zugeneigt. Was nicht eine Marotte von ihm ist, sondern auch im demographisch bedingten Wandel der US-Innenpolitik seine Erklärung findet. Aber als Hilfstruppen und Abnehmer amerikanischer Produkte sind die an sich hilflosen Europäer doch noch  irgendwie zu gebrauchen.

Im Hintergrund dieser und anderer internationaler Konferenzen geht es wohl auch nach wie vor um eine neue Weltordnung. Noch steht dem  US-Imperialismus  ein diesbezüglich günstiges Zeitfenster zumindest  kurzfristig offen. Aber Eile tut not, denn ohne Rußland, China und weitere Staaten wird bald nichts mehr wie geschmiert  gehen. Sehr bald werden diese Staaten entschiedener als bisher bei  der Gestaltung der Welt mitreden. Spätestens dann könnte sich die Frage nach einer anderen oder zumindest erneuerten globalen Organisationsform, etwa eine Weltregierung,  stellen. Ob eine solche dann an der Spitze einer Welt-Konföderation oder eines Imperiums stehen sollte?                                           Eine Konföderation entstünde durch Verträge und Ausgleich zwischen gleichberechtigten nationalen Staaten, die ihre Souveränität (v.a. Armee und Währung) bewahren würden. Hingegen würde ein Reich im globalen Maßstab wahrscheinlich von einem  Regime (à la Brüssel oder Peking) bzw. einer einzigen großen  Nation (oder auch Religion) beherrscht werden, nachdem alle anderen sich unterwerfen mußten. Was  auf gewalttätige oder erpresserische Art und Weise erfolgen könnte.                                                                               Doch so wie sich die Lage und die Interessen derzeit darstellen, wird es wohl noch eine Weile so bleiben wie es ist. Und Europa weiter ein US-Protektorat.

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Eine Antwort zu Nichts Neues im Westen

  1. anonymus schreibt:

    Nichts anderes ist zu erwarten bei einer feigen, korrupten Politikerklasse.

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