Rot-„grüner“ Häuplsalat am Koalitionstisch

Wiens Bürgermeister will oder muß, so heißt es, mit seinen mehr roten als grünen Schwestern und Brüdern im Geiste koalieren, kurz, wie der  Wiener  sagen würde, sich mit ihnen „dsam auf a Backl haun“. Das hat bei vielen einigermaßen  Erstaunen, aber auch Ärger und Spott bei  in dieser Hinsicht zu kurz gekommenen Mitbewerbern ausgelöst. Aber, seien wir ehrlich, Überraschung ist das wirklich keine, es kommt halt zusammen, was eh irgendwie zusammengehört. Und mehr Unheil als die Schwarzen schon  einmal  in einer Stadt-Koalition, z. B. auf dem Einbürgerungs-Sektor, angerichtet haben, dürfte den „Grünen“, zumindest unter Bürgermeister Häupl, nur schwer gelingen. Dieser ließe sich auf diesem Felde gewiß nur ungern überholen.

Doch nach ihm könnte es allerdings noch etwas  grauslicher werden. Anders als in Oberösterreich ist bei den rotgrünen Wienern ja nicht bloß der Spalt-Pilz drinnen, sondern bei ihnen  ist der gesellschaftspolitische Ansatz ein viel radikalerer, nicht zu reden  vom etwas verschrobenen Persönlichkeitsprofil einiger  Möchtegern-Revoluzzer.  Ob der merkwürdige Herr Professor und seine nicht uncharmante Griechin ihre  keineswegs homogene Truppe eine ganze Legislaturperiode im Griff behalten werden können, kann heute wohl niemand mit Sicherheit sagen.

Nun heißt es, wie man so landläufig sagt, abwarten und Tee trinken. Geduld  wird vor allem die Opposition aufbringen müssen. Die nächsten Wien-Wahlen sind nun zwar keine Lichtjahre entfernt, könnten aber dieser wie eine Ewigkeit scheinen.  Nun gilt es also, den nächsten Angriff auf das Rathaus vorzubereiten, wobei notwendige Verbesserungen in der Organisation, Umbauten im Funktionärskader  und strategische Verfeinerungen oder gar Neuausrichtungen da und  dort  vor zunehmen sein werden. Der längste Wahlkampf aller Zeiten könnte immerhin bevorstehen, und sollte dieser rot-„grüne“ Häuplsalat  nicht frühzeitig verderben, werden die Angreifer mit hartem  Widerstand bis zum Ende rechnen müssen.

Versucht man die Lage aus militärischer Sicht einzuschätzen, so  kann die Zeit bis zur alles entscheidenden Schlacht  in drei Phasen eingeteilt werden. Besonders die letzten zwei, nach dem Beginn des eigentlichen Angriffs,  werden allseits Ausdauer abverlangen. Die zweite Phase etwa, die der Zermürbung, wird enorme Belastungen für alle bringen. Im Endkampf schließlich, also dem eigentlichen Wahlkampf, könnte dann jene Partei obsiegen, die die letzten „ Schüsse“ abgeben kann. Von Kollateralschäden  wird dann mit Sicherheit zu sprechen sein.

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Eine Antwort zu Rot-„grüner“ Häuplsalat am Koalitionstisch

  1. Benny schreibt:

    Rot-grün, warum nicht? Jeder soll die Chance einmal haben. Ich glaube nicht, daß die Blauen wirklich was Entscheidendes herbeiführen könnten. Die predigen ja auch Wasser und trinken Wein. Gerne auch hochprozentiges.

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