Klassische Schicksalstragödie: Dritter Weltkrieg

Tragédie fatidique classique : la troisième guerre mondiale

Classic Fateful Tragedy: Third World War

Gastbeitrag von Friedrich Legerer*

Die aus dem alten griechischen Theater bekannte Schicksalstragödie, dass der Held einem voraussehbaren oder vorausgesagtem Schicksal entrinnen will und durch seine Handlung, vermeintlich zur Vermeidung, gerade den Lauf beschleunigt, können wir eben beobachten.

Als vor 50 Jahren Henry Kissinger in Bejing war, wurde ihm von der chinesischen Führung bedeutet, dass die US wohl Weltmacht Nr.1 seien, aber auch dass sie ihren Zenit bereits überschritten hätten. Bejings Führung ließ auch keinen Zweifel, dass China zur Weltmacht aufsteigen wolle.

Nun ist es genau hundert Jahre her, dass der zweite Band vom „Untergang des Abendlandes“ von Oswald Spengler erschien; das Buch war heftig umstritten, doch die Prämisse, dass jede Hochkultur einen Anfang und ein Ende hatte, ist unbestritten. Was wir „Abendland“ nennen, ist gerade im beschleunigten Untergehen. 

Nunmehr erleben wir eben einen Krieg:

  • Waffentechnisch (dzt. noch) auf die Ukraine beschränkt,
  • Wirtschaftspolitisch sind wir aber bereits mitten im Dritten Weltkrieg.

Diesen Krieg hat das Abendland bereits verloren durch Verrat, nämlich Verrat an den eigenen immateriellen Werten; dieser immaterielle Verlust führt zwangsweise zu materiellem Substanzverlust ungeheuren Ausmaßes. Die USA werden als Weltmacht Nr.1 abdanken, der Vasall Europa wird nach logischer Konsequenz stärker leiden. Unbestritten ist, dass die Weltmachtposition der USA zum wesentlichen Teil auf der Monopolstellung des US-Dollars als internationale Reservewährung beruht. Die Maidan-Revolte 2015 wäre zweifellos ohne Hilfe des CIA nicht möglich gewesen, sie wurde zur Absicherung oder sogar zur Ausweitung der Vormachtstellung der USA vorgenommen.

Als Russland seine Interessen im Schwarzen Meer durch die Besetzung der Krim absicherte, die auf Grund eines innersowjetischen Staatsaktes zur Ukraine gehörte, aber grundsätzlich durch Geschichte und Bewohner russisch ist (von den Tartaren abgesehen) wurden gegen Russland Sanktionen verhängt, das Staatsoberhaupt wurde zum Buhmann stilisiert, ein Ausweg mit Gesichtswahrung für beide Seiten wurde nicht einmal versucht, obwohl er einfach gewesen wäre, etwa eine Pacht gegen Erdgas (ein Bewohner der Ukraine hätte gewiss mehr von billigem Erdgas als von einem Millionstel Anteil am Kriegshafen Sewastopol).

Die Sanktionen gegen Russland wurden mit Ausbruch der Kriegshandlungen gegen die Ukraine noch verschärft in einem Maß, dass es nicht übertrieben ist, wirtschaftspolitisch vom Dritten Weltkrieg zu sprechen; alles in der Absicht die Weltmachtposition der USA abzusichern, jedoch zum gegenteiligen Resultat führen sie, wenn man konsequent die Folgen bedenkt:

Eine Folge der Wirtschaftssanktionen ist der grundsätzliche Vertrauensverlust in die Banken als Treuhänder, in alle Banken, Notenbanken inbegriffen, weil auch Privatpersonen und Pensionsfonds, mündelsichere Anlagen betroffen wurden. Gut beraten ist somit jedermann, wenn er den Notgroschen heimlich versteckt (dann ist aber bereits Vermögen dem Wirtschaftskreislauf entzogen). Ohne Mitwirkung der Parlamente, rein verwaltungstechnisch wurde das Grundrecht auf Eigentum verletzt.

Hat die Regierung Hitler posthum den Krieg gewonnen?

  • Bekannt ist, dass die Goebbels-Propaganda meisterhaft Hysterie schürte (man betrachte vergleichsweise das „Putin-Bashing“ der Medien)
  • Weniger bekannt ist, dass das Fiat-Money von Dr Hjalmar Schacht, Reichsbankpräsident („die deutsche Mark ist durch die deutsche Arbeit gedeckt“ – eine leere Floskel) erfunden wurde.

Diese Unwerte wurden von der westlichen Kultur einverleibt: Gegen das Staatsoberhaupt der immerhin zweitgrößten Nuklearmacht der Welt wurde in überaus herabsetzender Art seit Jahren in den Medien berichtet, jedenfalls wenig sachlich statt emotionslos die Gründe von Besorgnissen darzulegen. Öffentliche Hysterie führte zum Verlust der Meinungsvielfalt und damit der Toleranz, wofür der Fall Netrebko ein Paradebeispiel ist: die weltberühmte Opernsängerin wollte wohl zum Ausbruch der Kriegshandlungen schweigen, doch wurde sie zur öffentlichen Stellungnahme gegen ihre Heimat genötigt, was eine Ungeheuerlichkeit ist. Ist Nötigung eine abendländische Tugend?

Durch Krieg wird Wertsubstanz vernichtet, während gleichzeitig mittels derBanknotenpresse Geld vermehrt wird: das führt zwangsweise zur Inflation; das gilt nicht nur für die Waffengänge sondern auch für den Wirtschaftskrieg: Ohne besonderes Mitleid mit den pfauenhaft über Londongrad agierenden Oligarchen zu empfinden, können doch die Yachten als Beispiel dienen: Werden sie nicht gewartet, so rosten sie schneller dahin, zusätzlich ist die westliche Besatzung brotlos. Natürlich gilt das für andere Sachgüter, ob zum Luxus oder nicht, genauso.

Die Waffe der Sanktionen beruht auf dem Monopol des US-Dollars als internationale Verrechnungswährung mittels des SWIFT-Systems. Seit Anfang der siebziger Jahre ist der US-Dollar eine Fiat Währung, also lediglich eine Zahl für Verrechnungen, es steht dem Dollar kein realer Gegenwert gegenüber. Solange die Weltwirtschaft quasi-stationär verläuft, also ohne gröbere Turbulenzen, funktioniert dieses System. Bisher konnten Turbulenzen, die früher zu einer Weltwirtschaftskrise geführt hätten, zufolge der Entwicklung der Nachrichtentechnik abgefangen werden, schnelle Korrektureingriffe sind möglich. Im Raum steht allerdings die Frage, ab welchem Ausmaß der Turbulenzen die Elektronik ausgereizt ist.

Ein Vergleich zum Hochmittelalter drängt sich auf: Die Bannbulle der Päpste wirkte zunächst, der Canossagang Kaiser Heinrichs IV. ist als Teil unseres Geschichtsunterrichtes bekannt, doch diese politische Waffe wurde ziemlich bald stumpf.

China hat nun ein eigenes internationales Zahlungssystem, CIPS, als Konkurrenz zum SWIFT errichtet, auf den chinesischen Remnimbi beruhend und eine Goldbasis eingeführt. Natürlich gehört nun Russland, das sehr große Goldvorräte hat, diesem System an. Nun kommt es auf die Annahme dieses Systems durch Notenbanken an. Allein die Größe der Volkswirtschaften von China als das Staatsgebilde mit der größten Population auf der Welt und Russland mit ungeheuren Bodenschätzen macht das auf Gold basierte CIPS-System interessant.

Hingegen ist das SWIFT-System bei gröberen Verwerfungen in der Wirtschaft im Nachteil, schon praktisch einsichtig wegen der Unsicherheit bei Termingeschäften. Unbestritten ist, dass große wirtschaftliche Verwerfungen aus zwei Gründen auf uns zukommen werden, nämlich:

  • COVID-Pandemie Management und
  • Rückkopplung von den Sanktionen gegen Russland

Somit steht uns eine Überlagerung von zwei Effekten ins Haus. Der Effekt der Rückkopplung aus den Sanktionen ist gegenwärtig noch nicht absehbar, aber vermutlich übersteigt er die Folgen aus der Geldschöpfung wegen der Pandemie.

Das führt aber zur Schlussfolgerung:

Wir stehen vor dem Phänomen des klassischen Schicksal-Dramas:

Die von den USA dirigierte Handlung der Sanktionen gegen Russland führt zu ihrem eigenen Niedergang, wobei der Vasall Europa sogar stärker betroffen ist, und sie fördert den Aufstieg Chinas zur Weltmacht Nr1.

Das Abendland wird sich aber auch von der Krise nicht erholen können wegen des elementaren Werteverlustes, nämlich des Verlustes der christlich abendländischen Religion. Diese sei rein säkular betrachtet im Sinne Kaiser Josephs II. (Religion ist nützlich zum Regieren); dabei erwähne ich bloß die sprichwörtliche „Protestantische Arbeits-Ethik“ oder das katholische „Ora et Labora“. Unsere bestehende Gesellschaft stellt zu sehr die Einzelnen und deren Selbstverwirklichung in den Mittelpunkt, die Forderung nach einem Gemeinschaftssinn gilt als faschistisch! Nun denn, lauter Egoisten in einer Krise, das führt zwangsläufig ins Chaos, in eine Anarchie. Damit ist aber der Untergang des Abendlandes erreicht.

*Dipl.Ing. Dr.techn. Friedrich LEGERER, P.Eng.Ziv. Ing. f. Techn. Physik  i.P., Wien

 Noam Chomsky zum Thema: https://youtu.be/JbJQa53-aAI

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Trümmer im Land des französischen „Sonnenkönigs“

Décombres au pays du „roi soleil“ francaise

Debris in the land of of the french „Sun King“

Von Pierre Vial

Macron wurde also mit 38,5 % der registrierten Wähler wiedergewählt (denn die 28 % der Enthaltungen, eine unter der Fünften Republik nie erreichte Zahl, und die 5,2 % der leeren oder ungültigen Stimmen haben eine politische Bedeutung, ob wir wollen oder nicht). Für Macron daher kein Grund zur Prahlerei, zumal er sehr genau weiß, welche wirtschaftlichen, sozialen und politischen Hindernisse vor ihm stehen und wofür die üblichen Predigten nichts nützen werden.

Macron hat im Dienste seiner Interessen und seines pathologischen Ehrgeizes all diejenigen mobilisiert, die innerhalb der Bevölkerung dieses Territoriums, das Frankreich war, die bewussten oder unbewussten Agenten des Todes dieses Landes sind (lesen Sie das bewegende Testament von General Bigeard , Adieu ma France, Editions du Rocher, 2006).

Anti-Frankreich zuerst! Das heißt: Politiker wie Mélenchon (ehemaliger militanter Trotzkist … aber einmal Trotzkist, immer Trotzkist) und die Ideologen, die unser Land, unsere Traditionen, unsere Wurzeln, unser Erbe, unsere Lebensauffassung hassen, weil dieses intellektuelle, spirituelle, physische und moralische Kapital im Widerspruch steht zu ihrem Wunsch nach Entwurzelung, Kosmopolitismus und Globalismus. Wenn Sie es noch nicht getan haben, lesen Sie ein paar Seiten von Jacques Attali und Bernard-Henri Lévy, und Sie werden alles verstehen. Aber diese (und einige andere) sind die Dirigenten, die dafür verantwortlich sind, den Chor aus Journalisten, Lehrern, Filmemachern, Romanautoren und Geistlichen zu leiten, die dafür sorgen, dass das Gehirn des Durchschnittsbürgers mit der Botschaft der Entsagung, der Unterwerfung, der Reue, der Feigheit und des Verrats gefüllt wird … und dazu die Verlockung des Geldes. All dies umhüllt von moralinsaurem Mäusespeck, den die Bourgeois lieben.

Die Zombies und die „Kälber“ (wie De Gaulle sagte), die netten, aber naiven Idealisten, die gehörnten Männer, die Anhänger von König „Geld“: Darauf setzt Macron (für den 75 % der über 65-Jährigen gestimmt haben … während 68 % der Arbeiter Marine Le Pen wählten: Zahlen, die Macrons Strategen zum Nachdenken bringen sollten). Aber im Gegensatz dazu gibt es diese Millionen französischer Männer und Frauen mit französischem Blut, die ihrer Heimat tief verbunden bleiben. Für sie müssen wir den Kampf fortsetzen, ohne uns um diejenigen zu sorgen, die den Komfort in ihrem Elfenbeinturm bevorzugen. In einer totalen und unwiderruflichen Sezession gegenüber einem System, das die Souveränität Frankreichs zugunsten eines Europas des tödlichen Maastricht und eines amerikanischen Imperialismus, die unsere Todfeinde sind, zerstört hat. Also lasst uns, selbstverständlich, weiter kämpfen!

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Für ein anderes Frankreich

Pour une autre France

For a different France

Frankreichs politische Landschaft besteht nicht nur aus traditionellen linken oder rechten Parteien. Zum zweiten Durchgang der Wahlen in Frankreich daher wie angekündigt ein Gespräch mit Louis Alexandre,  französischer Aktivist mit national-revolutionärem Anspruch und Herausgeber der Zeitschrift Rebellion.*

Monsieur, am kommenden Sonntag findet die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen statt, welches Ergebnis erwarten Sie, wie beurteilen Sie die Funktion des Präsidenten und das politische System Frankreichs im Allgemeinen?

LA: Diese Wahl markiert einen Bruch in der Geschichte der französischen republikanischen Institutionen. Anhänger dieses sterbenden Systems beschlagnahmten den Stimmzettel von Anfang an (aus Angst vor der Wiederkehr der Gesundheitskrise und den Folgen des Krieges in der Ukraine). Wir haben die Grenze der repräsentativen Demokratie in diesem von der Macht verriegelten politischen Rahmen erreicht.

Das Fehlen einer wirklichen Debatte über entscheidende Themen hinterlässt das Gefühl, dass wir einer Wahl-Maskerade gegenüberstehen. Die zweite Runde zwischen E. Macron und M. Le Pen hat dieses Spektakel der Konfrontation von Gut und Böse fortgesetzt. Die Annäherung aller Kandidaten des „Systems“ – von der äußersten Linken bis zur liberalen Rechten, über die Ökologen und die Überreste der liberalen Linken – um Macron, sobald die Ergebnisse der ersten Runde bekannt gegeben wurden, nährte diesen Wahn .

Für uns ist jetzt klar, dass wir aus diesem Medien- und Politikerzirkus raus müssen; Wir erteilen keine Stimmempfehlungen. Wir sagen nur, dass es am Tag nach den Wahlen und dem wahrscheinlichen Sieg von Macron notwendig sein wird, ernsthaft eine Antwort darauf vorzubereiten. Der scheidende Präsident verkörpert eine Welt, die wir hassen, jene der globalistischen Finanzen, und Oligarchien, der Ungerechtigkeit und Entfremdung und des Sicherheits-Liberalismus, die unsere lokalen Freiheiten beschlagnahmt. Wir werden alles tun, um ihn aufzuhalten.

Sie und ihre Mitstreiter sehen sich als Alternative zum System, im Wesentlichen ganz im Geiste der  deutschen Nationalbolschewisten  und Nationalrevolutionäre der Zwischenkriegszeit. Was bedeutet das für heute?

LA: Wir wollen tatsächlich dazu beitragen, eine Alternative zum jetzigen System zu schaffen. Unser bescheidener Beitrag zu diesem riesigen Projekt wird theoretisch und konkret vor Ort geleistet. Ein neuer Raum soll für unsere Ideen erobert werden. Der Zusammenbruch der alten Trennlinien ermöglicht nun eine Neuzusammensetzung des politischen Feldes. Wir wollen auf positive und konstruktive Weise zur Schaffung eines Volkslagers beitragen, einer Umgruppierung populistischer Kräfte, die nicht mehr in parlamentarischen Formationen zu finden sind (wie France Insoumise oder Rassemblement Nationale).

Wir haben diese historische Pflicht, aktiv zu werden, um nicht der „transgenen Linken“ (geboren aus der Allianz von Wokismus-Ideologie und den schlimmsten Modeerscheinungen eines wohlmeinenden Großbürgertums) und den „liberal-konservativen Rechten“ das Feld zu überlassen “ –  in Frankreich verkörpert von Eric Zemmour und den Anhängern der „Union der Rechten“, die mit Identitätsthemen die Interessen einer konservativen städtischen Bourgeoisie wahren wollen.

Wie ist ihre Position in Bezug auf die Europäische Union und was ist ihre Meinung zur Ukraine-Krise?

LA: Für uns ist die Europäische Union der Feind Europas. Es wurde gebaut, um kapitalistische Interessen zu verteidigen, es dient nur dazu, ein riesiger globalisierter Wirtschaftsmarkt zu sein und beteiligt sich an der Unterwerfung der europäischen Völker unter das globalistische System. Als Parteigänger eines Europas, das auf radikal gegensätzlichen Prinzipien basiert, wollen wir bekräftigen, dass die europäische Einheit möglich ist, indem wir die lokale und nationale Vielfalt bewahren.

Für uns ist der Konflikt in der Ukraine die direkte Folge der Politik der aggressiven Expansion westlicher Kräfte nach Osten seit 1989. Im Namen der Menschenrechte scheinbar 30 Jahre imperialistische Kriege zu vergessen, ist ein Beweis dafür, dass wir mit neuen Lügen aus dem System  konfrontiert werden, um uns dazu zu bringen, seine neuen kriegerischen Ziele zu akzeptieren. Der Krieg hat nicht erst gestern begonnen, der Donbass kennt seinen Horrorzug seit 2014. Tausende Zivilisten auf beiden Seiten sind in der allgemeinen Gleichgültigkeit gestorben.

Ein Konflikt zwischen Europäern ist das schlimmste Drama, weil er nur den Interessen der Feinde unseres Kontinents dient. Dieser Krieg wird von westlichen Führern gewollt, die bereit sind, alles zu tun, um ihr globalistisches kapitalistisches System zu retten. Sie werden die Menschen niemals in Ruhe lassen. In unserer Größenordnung ist es wichtig zu handeln. Lassen Sie uns die Wahrheit über die Gründe dieses Konflikts verbreiten und die Kriminellen bloßstellen, die uns in den Konflikt hineinziehen wollen, um atlantische Ziele zu unterstützen. Im Kampf um die nationale und soziale Befreiung Frankreichs und Europas stehen wir an einem Wendepunkt.

Überlassen wir die wenigen Idioten aus beiden Lagern, die sich im Internet aufwärmen, ihrem sterilen Gestikulieren. Lasst uns überall Volkswiderstand aufbauen! Indem wir Nein zu diesem Krieg sagen, versperren wir seinen Profiteuren den Weg.

Welches Frankreich oder welches Europa wollen Sie?

LA: Wir wollen ein sozialistisches Vaterland, das heißt föderalistisch, auf Unterstützung und  Gegenseitigkeit beruhend, mit dem Geist der Gemeinschaft und der Autonomie im Mittelpunkt.

Haben Sie Kontakte zu anderen Organisationen mit ähnlichen politischen Ansichten?

LA: Wir haben Kontakte zu den brasilianischen Genossen von Nova Resistência, den Flamen von Zannekinbond und den Kolumbianern von Vanguardia Nacional und Aurora Colombia. Wir haben auch Kameraden in der Schweiz, Quebec und Deutschland.

Danke für das Gespräch.

*REBELLION
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**Nationalbolschewisten und Nationalrevolutionäre der Zwischenkriegszeit befürworteten eine Annäherung an die Sowjetunion. Viele von ihnen standen der Konservativen Revolution nahe und repräsentierten deren linken, radikaleren Flügel. Die wichtigsten Vertreter des patriotischen Sozialismus waren in Deutschland Ernst Niekisch und Karl Otto Paetel. Andere Autoren, Intellektuelle und Aktivisten, wie Ernst Jünger und die Brüder von Salomon, standen den Nationalbolschewiken zwar nahe, ohne sich ihnen anzuschließen. Die Vertreter des Nationalbolschewismus wurden sowohl von den Nazis als auch von der Sowjetunion verfolgt. Nach 1945 ließen sich mehrere Denker und Gruppierungen vom Nationalbolschewismus inspirieren (Nationalrevolutionäre in Deutschland und Österreich). Heute treten die Vertreter eines neu verstandenen Nationalbolschewismus oder der Nationalrevolution für eine multipolare, antikapitalistische und patriotisch-sozialistische Weltanschauung ein. Zu ihnen zählt auch die um Jürgen Schwab organisierte Gruppe von Sache des Volkes in Deutschland: https://sachedesvolkes.wordpress.com

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Putin am NATO-Pranger

 

Der nachfolgende Beitrag von Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof müsste eigentlich jene beschämen, die aus politischen oder kommerziellen Interessen entscheidende Fakten und Fragen zur Beurteilung der Ukraine-Krise unterschlagen und die Sichtweise der NATO und der ukrainischen Regierung übernehmen, aber auch jene anderen, die aus Bequemlichkeit oder Dummheit einer nachweislich manipulierten Berichterstattung noch immer volles Vertrauen schenken.

La contribution suivante du général de division Schultze-Rhonhof devrait en fait faire honte à ceux qui, pour des intérêts politiques ou commerciaux, suppriment des faits et des questions cruciaux pour évaluer la crise ukrainienne et adoptent la perspective de l’OTAN et du gouvernement ukrainien, mais aussi ceux qui, par la commodité ou la stupidité des reportages dont il a été prouvé qu’ils étaient manipulés.

The following contribution by retired Major General Schultze-Rhonhof should actually shame those who, for political or commercial interests, withhold crucial facts and questions about the assessment of the Ukraine crisis and adopt the perspective of NATO and the Ukrainian government, but also those others who, out of convenience, or stupidity of reporting that has been proven to be manipulated.

 

Gerd Schultze-Rhonhof*

Ist Putin wirklich ein Kriegsverbrecher?

Vorwort

Als ich meine erste Abhandlung über das Ukraine-Desaster geschrieben habe, habe ich nicht angenommen, dass der russische Staatspräsident Putin sein Bemühen, die NATO von der Schwelle Russlands fernzuhalten, bis zum Kriege gegen die Ukraine treiben würde. Ich wollte aber auch nicht glauben, dass die USA und mit ihnen die NATO und Staatspräsident Selenskyj so hoch und lange pokern würden, bis sie gemeinsam vor einem Scherbenhaufen stehen würden.
Ich habe das Ukraine-Desaster seit etwa drei Jahren von den deutschen Medien fast ausschließlich aus ukrainischer Perspektive vermittelt bekommen. So habe ich keine „Erste-Hand-Information“ über die Befindlichkeiten der russisch-sprachigen Bevölkerungsanteile im Osten der Ukraine. Ich kenne auch keine Berichte über den mittlerweile acht Jahre andauernden Separationskrieg im Donbass-Gebiet. War die Kriegführung der ukrainischen Armee gegen die Separatisten/Freiheitskämpfer dort fair oder brutal? Wie haben die zerstörten Städte ausgesehen? Gab es Flüchtlingselend? Die vielen „Spezials“ und „Brennpunkte“ der deutschen Fernsehanstalten über den Krieg in der Ukraine haben auf mich als altem Soldat mehr wie ukrainische Propaganda als wie deutsche Nachrichten gewirkt. Ihr Informationswert war nahezu gleich Null. Ihr antirussischer Motivationswert dagegen hoch. So fällt es mir inzwischen schwer, nicht auch russophob zu urteilen.

Die NATO-Osterweiterung Teil I

Ich gehe sehr lange und ausführlich auf die Bedeutung der NATO-Osterweiterung ein, weil sie den Kern des derzeitigen Ukraine-Desasters bildet. Am Anfang des Problems stand das glückliche Ereignis der deutschen Wiedervereinigung und das zunächst damit verbundene Versprechen des amerikanischen Außenministers Baker, dass die NATO danach nicht nach Osten erweitert werden würde. Zunächst meine Auffassung dazu und dann die ihr widersprechenden Meinungen.
Nach monatelangem Verhandeln der Siegermächte und beider deutscher Teilstaaten um den zukünftigen Status Deutschlands wurde dem vereinten Deutschland von Russland der Verbleib in der NATO zugestanden, was heute unstrittig und vollzogen ist. Und es wurde im Gegenzug den Russen zugesichert, dass die NATO ihrerseits auf ihre Ausdehnung nach Osten verzichtet, was heute strittig ist. Der Wunsch der Ukraine und der USA, die Ukraine in die NATO aufzunehmen und die NATO damit bis an Russlands Grenze vorzuschieben, ist nun zum Kriegsgrund und Kriegsanlass geworden. Der Ablauf stellt sich mir so dar:
Am 31. Januar 1990 hat Außenminister Genscher bei einem Vortrag in der Evangelischen Akademie in Tutzing ausgeführt: „Was immer im Warschauer Pakt geschieht, eine Ausdehnung des NATO-Territoriums nach Osten, das heißt näher an die Grenzen der Sowjetunion heran wird es nicht geben. … Der Westen muss auch der Einsicht Rechnung tragen, dass der Wandel in Osteuropa und der deutsche Wiedervereinigungsprozess nicht zu einer Beeinträchtigung der sowjetischen Sicherheitsinteressen führen dürfen.“

Am 8. Februar 1990 hat der amerikanische Außenminister Baker gegenüber Generalsekretär Gorbatschow zugesagt, dass „die NATO keinen Inch weiter nach Osten vorrücken“ werde. Auf Gorbatschows Rückfrage hat er das noch einmal bestätigt. Baker hat seine ursprüngliche Aussage einem Journalisten gegenüber später bestätigt, sie inhaltlich aber zurückgenommen. Er erklärte: „Ich hatte das weder mit dem Weißen Haus noch mit dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt. Zwei Tage nach meinen Äußerungen gegenüber Gorbatschow zur NATO-Erweiterung änderten die USA ihre Position. Die Russen wussten das.“
Bakers Zusage wurde desungeachtet am 17.Mai 1990 durch den deutschen NATO-Generalsekretär Wörner bestätigt, der – obwohl dazu offensichtlich nicht autorisiert – ebenfalls den Verzicht der NATO auf eine Osterweiterung aussprach.
Der britische Außenminister Hurd sagte Gorbatschow am 11.April 1990 bei seinem Staatsbesuch in Moskau zu, dass Großbritannien nichts tun werde, was sowjetische Interessen und die sowjetische Würde beeinträchtige.
Bei einem Besuch Außenminister Genschers bei seinem Amtskollegen Baker gab Genscher einem Journalisten des 1. Deutschen TV-Programms ein Interview. Er sagte, neben Baker stehend, ins Mikrophon: „Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. … Das bezieht sich nicht nur auf die DDR, sondern das gilt ganz generell.“ ( wörtliches Zitat ) Das Interview ist heute noch bei Youtube einzusehen. ( Internet: „Genscher & Baker keine Osterweiterung der NATO“ )
Am 6.März 1991 hat der damalige Leiter des Genscher-Ministerbüros Jürgen Chrobog gegenüber den politischen Direktoren der Außenämter Englands, Frankreichs und der USA bei Überlegungen zur zukünftigen Sicherheit der osteuropäischen Staaten gesagt: „ Wir haben in den 2-plus-4-Verhandlungen deutlich ( clear ) gemacht, dass wir die NATO nicht über die Elbe hinaus ausdehnen werden. Wir können deshalb Polen und den Anderen keine NATOMitgliedschaft anbieten.“

Zusätzlich gab es Erklärungen, deren nachträgliche Wertlosigkeit die heutige russische Führung empört. Am 7. Juni 1990 zum Beispiel übermittelten die im schottischen Turnberry versammelten NATO-Außenminister den zeitgleich in Moskau tagenden Spitzen der Warschauer-Paktstaaten die sogenannte „Botschaft von Turnberry“. In ihr hieß es „Wir reichen der Sowjetunion und allen anderen Staaten Europas die Hand der Freundschaft und Zusammenarbeit. … Wahre und dauerhafte Sicherheit in Europa wird am besten durch die gegenseitige Anerkennung und das Verständnis der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten gewährleistet.“ Die Anerkennung und das Verständnis der legitimen Sicherheitsinteressen haben die Russen natürlich auch auf sich bezogen und für bare Münze gehalten.
Noch drei Jahre später, im Frühjahr 1993 bestätigte US-Präsident Clinton in einer Rede, dass der Verzicht auf eine Osterweiterung der NATO auch seiner Ansicht entspricht. Im Herbst 1997 kam dann die Wende dieser US- und NATO-Politik. Die in Tschechien geborene US-Außenministerin Madeleine Albright hat damals angeregt und durchgesetzt, dass Tschechien, Polen und Ungarn 1999 in die NATO aufgenommen wurden.
Heute wird die ursprüngliche Erklärung der US-Außenministers Baker gegenüber dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow nicht als bindend anerkannt, weil sie nicht schriftlich und vertraglich fixiert worden ist und weil Gorbatschow im Verlauf der folgenden Verhandlungen nicht auf die Aufnahme dieser Bedingung in die Verträge bestanden hat. „Nicht-Widerspruch“ gilt diplomatisch und staatsrechtlich als schweigende Zustimmung. Unter Historikern und Staatsrechtlern gibt es aber auch davon abweichende Beurteilungen der Bindekraft von mündlichen Absprachen.

Nun komme ich zu den Behauptungen, dass es die Baker-Zusage nie gegeben hat.
Herr Teltschik, ein früherer Kanzlerberater bei Bundeskanzler Kohl, behauptet seit geraumer Zeit, dass es eine solche Zusage nie gegeben hat. Er habe Bundeskanzler Kohl bei allen Gesprächen und Verhandlungen begleitet und da sei nie über eine Osterweiterung der NATO gesprochen worden. Teltschik ist in dieser Sache ein untauglicher Zeuge. Er war nur Begleiter von Kanzler Kohl, und er bezieht sich in seinen Aussagen auch nur auf Kohl-Gespräche. Bei den zur Sache entscheidenden Absprachen und Zusicherungen war er nicht zugegen. Bundeskanzler Kohl hat offensichtlich alle Angelegenheiten zur weiteren NATO-Zugehörigkeit des vereinigten Deutschland und zur NATO-Präsenz auf dem Gebiet der ehemaligen DDR Außenminister Genscher verhandeln lassen. Außerdem war Teltschik weder bei dem Baker-Gorbatschow-Gespräch noch bei der Wörner-Äußerung anwesend. Er hat bei einen jüngst gegebenen Interview zur eigenen Bestätigung auch noch hinzugefügt, dass bei den Gesprächen zur deutschen Wiedervereinigung gar nicht über eine NATO-Osterweiterung gesprochen worden sein kann, weil ja zu der Zeit niemand wissen konnte, dass sich die Sowjetunion und der Warschauer Pakt eines Tages selbst zerlegen und Raum für eine Osterweiterung der NATO bieten würden.
Diesen beiden Teltschik-Argumenten schließen sich inzwischen auch der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt Ischinger und der ehemalige Bundesfinanzminister Waigel an. Beide waren beim Baker-Gorbatschow-Treffen im Februar 1990 nicht zugegen. Teltschik, Ischinger und Waigel irren alle drei auch mit ihren Aussagen, dass ab Februar 1990 und erst recht während der 2-plus 4-Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung ab Mai 1990 niemand wissen oder ahnen konnte, dass der Warschauer Pakt und die Sowjetunion auseinander bröckeln würden.

Als US-Außenminister Baker Generalsekretär Gorbatschow am 8. Februar 1990 seine Zusage für die „Nichterweiterung“ gab, rumorte es schon ein und zwei Jahre in den Sowjetrepubliken Lettland und Litauen. In Litauen gab es die Unabhängigkeitsbewegung Sajüdis. Und als am 5. Mai 1990 die erste 2-plus-4-Verhandlungsrunde begann, hatten gerade Litauen ( am 11.3.1990 ) und Lettland ( am 4.5.1990 ) ihre Unabhängigkeit erklärt und Estland folgte nur drei Tage später ( am 8.5.1990 ). Auch im Warschauer Pakt waren die Risse und die wachsende Westorientierung ebenfalls erkennbar. In Ungarn lief der Reformprozess seit 1987, in Rumänien, Polen und der Tschechoslowakei seit 1989. Auch Maggie Thatcher sprach zu der Zeit schon über den „Reformprozess in Osteuropa“. Wenn die drei genannten Herren heute sagen, dass damals niemand hätte sehen oder ahnen können, dass die laufende Entwicklung in Osteuropa in naher Zukunft Raum für eine Neuordnung der Mächte und Bündnisse schaffen würde, schenke ich ihnen keinen Glauben.

Und nun etwas Persönliches. Am 26. September 1989 hatte ich als Kommandeur der Panzertruppenschule in Munster den amerikanischen Botschafter in Bonn Vernon Walters zu Gast und zu betreuen. Wir haben uns intensiv über die Möglichkeit einer deutschen Wiedervereinigung und die Einstellung seines Präsidenten George H. W. Bush dazu unterhalten. Der Botschafter hat mir alle Fragen – wie ich hoffe – offen beantwortet und dabei auch die Einstellung seines Präsidenten erläutert. Nach Walters Antwort auf meine letzte Frage kam noch eine Aussage, nach der ich ihn gar nicht gefragt hatte. Er sagte: „Die deutsche Ostgrenze wird immer hinter der polnischen Ostgrenze herwandern.“ Da wurde im Weißen Haus offensichtlich schon längst über die möglichen Entwicklungen in Osteuropa nachgedacht. Um richtig einzuschätzen, wie genau Walters wahrscheinlich die Überlegungen seines „Herren“ kannte, muss man wissen, dass Bush und Walters früher zeitlich überschneidend CIA-Chef und Vize-CIA-Chef waren. Also, ich lasse die Einwände von Teltschik, Ischinger und Waigel nicht gelten. Den Einwand der deutschen und amerikanischen Politik, dass Absprachen nicht bindend sind, wenn sie nicht vertraglich festgeschrieben sind, nehme ich dagegen ernst. So ist die Realität und so ist es meist wohl auch nicht anders handhabbar.
Man sollte trotzdem nicht übersehen, dass es auch zwischen Völkern und Regierungen so etwas wie Vertrauen und Vertrauensschutz gibt. Eine mehrfach mündlich abgegebene Zusicherung durch amerikanische, deutsche und NATO-Politiker, dass die NATO nicht nach Osten erweitert wird und dass man keine einseitigen Vorteile aus der deutschen Wiedervereinigung ziehen wolle, haben eine russische Erwartungshaltung erzeugt.

Die Nato-Osterweiterung Teil II

Ein zunächst positiver Wandel in den NATO-russischen Beziehungen zeichnete sich ab, als am 7. Juni 1990 die NATO-Außenminister in Turnberry in Schottland tagten und zeitgleich die Spitzen der Warschauer-Pakt-Staaten in Moskau. Die NATO-Staaten-Außenminister sandten damals die „Botschaft von Turnberry“ nach Moskau, „reichten die Hand zur Verständigung“ und garantierten „die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verständnis der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten“. Das mit den legitimen Sicherheitsinteressen haben die Russen natürlich auch auf sich selbst bezogen und die Ukrainer beziehen es sich heute ebenfalls auf sich. Die „Botschaft von Turnberry“ wird heute als Ende des Kalten Kriegs angesehen.
Es folgte am 27. Mai 1997 in Paris die Gründung des NATO-Russland-Rats. In dessen Gründungsakte stehen neben vielen Schwüren zu Frieden und Gemeinsamkeit wieder Grundsätze, die beide Seiten heute für sich auslegen können. Da werden der Schutz der Minderheiten und das Selbstbestimmungsrecht der Völker beschworen, worauf sich Russland heute in Bezug auf die Krim, Lugansk und Donezk zur eigenen Rechtfertigung beruft. Da werden auch der Gewaltverzicht und die territoriale Unversehrtheit und politische Unabhängigkeit der Staaten als gemeinsame Ziele angeführt, worauf sich heute die Ukraine und die NATO berufen. Entscheidend für die NATO-Osterweiterung ist das in der Gründungsakte festgeschriebene „natürliche ( inherent ) Recht der Staaten, den Weg ( means ) zur eigenen Sicherheit selbst zu wählen.“ Die NATO und die ehemaligen, nicht russischen Warschauer-PaktStaaten haben in dieser Formulierung das Zugeständnis des russischen Staatspräsidenten Jelzin zur Osterweiterung der NATO gesehen, obwohl Jelzin in seinem Schlusswort zur Unterzeichnungskonferenz nachgeschoben hat, dass er eine Osterweiterung der NATO ablehnen würde. Am 12. März 1999 traten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei.

Der NATO-Russland Rat hat ansonsten nicht zur viel beschworenen Gemeinsamkeit geführt. Von März bis Juni 1999 haben Nato-Truppen gegen Russlands Willen Jugoslawien angegriffen. Damals war die Rollenverteilung allerdings anders als heute in der Ukraine. Die NATO kämpfte für die Minderheitenrechte und die Abspaltung des Kosovo. Heute kämpfen die Russen für die Minderheitenrechte und die Abspaltung von Lugansk und Donezk. Und seit 2016 streiten Russland und die USA um die Stationierung von nuklearfähigen Mittelstreckenraketen in Polen und Rumänien. Auch hier haben sich die Amerikaner durchgesetzt und sich nicht um die Sicherheitsinteressen Russlands geschert. Die Gründungsakte, die dem NATO-Russland-Rat zugrunde liegt, ist also nur noch ein rissiges Sicherheitsnetz. Bei der letzten Konferenz des NATO-Russlands-Rats am 12.Januar 2022 in Brüssel hat die einst beschworene Gemeinsamkeit nur noch dazu ausgereicht, um sich gegenseitig die „unverhandelbaren“ Maximalforderungen vorzutragen.
Es ist nachvollziehbar, dass sich russische Spitzenpolitiker – zuerst Jelzin und dann Putin – hereingelegt und über den Tisch gezogen fühlen. Ganz abgesehen davon hat die ehemalige Sowjetunion ihre Truppen aus Mitteleuropa abgezogen, während die USA ihre Truppen weiter nach Osten vorgeschoben haben.                                                                                                

Ganz abgesehen davon hat Russland die wirtschaftliche und politische Westbindung der europäischen Warschauer Pakt-Mitglieder und seiner ehemaligen baltischen Sowjet-Teilstaaten akzeptiert. Selbst die wirtschaftliche Umorientierung der Ukraine zur EU hat Russland hingenommen. Auch davon abgesehen ist es strategisch klug, zwischen gegensätzlichen Systemen, Staaten und Staatenbündnissen Abstandszonen d.h. neutrale Pufferstaaten zu belassen. Auch noch davon abgesehen hat schon Reichskanzler Bismarck betont, dass man dauerhaften Frieden nur durch Interessenausgleich erreicht und nicht durch die Durchsetzung der eigenen Interessen. Gegen diese vernünftigen Prinzipien haben amerikanische, deutsche und NATO-Politiker noch nach 1997 mehrfach verstoßen, als Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz erstmals klargestellt hat, wo für russische Sicherheitsinteressen eine „Rote Linie überschritten“ wird, nämlich bei einer weiteren Ausdehnung der NATO bis an die Grenze Russlands.

 Nun hat der „Westen“ versucht, diese Rote Grenze zu überschreiten. Er pocht auf das „Recht auf seiner Seite“, steht zusammen mit den Russen vor einem Scherbenhaufen und zeigt in seiner Selbstgerechtigkeit nicht einmal den Anflug von einem Stückchen Selbstkritik und Eingeständnis einer Mitschuld am Entstehen dieses Krieges.
Man sollte in Deutschland auch nicht vergessen, dass unsere Wiedervereinigung vor 32 Jahren erst durch die Zustimmung Gorbatschows möglich wurde. Und die gab es im Gegenzug zur mündlichen Zusage des amerikanischen Außenministers Baker: „Die NATO wird keinen Inch weiter nach Osten vorrücken.“ Der Verzicht auf eine NATO-Osterweiterung war also ein Teil des Preises für die Wiedervereinigung. Und der Preis ist nie bezahlt worden. Wir sollten auch nicht vergessen, dass der deutsche NATO-Generalsekretär Wörner und der deutsche Außenminister Genscher das in ihren Reden und Interviews bestätigt haben. Wir Deutsche sind, anders als andere NATO-Mitglieder, damit auch die erstrangigen Zeugen dieser frühen amerikanischen Zusage.

Die anfängliche Rolle Putins

Zunächst hat Putin eine Annäherung an den „Westen“ versucht und sich bemüht, die Russische Föderation mit der EU und der NATO zu vernetzen. Er schlug in drei in Deutschland gehaltenen Reden 2001, 2007 und 2010 eine Freihandelszone der EU mit Russland vor und ist damit gescheitert. Und er hat beim Abschiedsbesuch von Bill Clinton in Moskau im Jahr 2000 eine Angliederung Russlands an die NATO ins Gespräch gebracht. Auch wieder ohne positive Resonanz. Das Ende der Annäherungsversuche kam erst nach dem Wandel der Außenpolitik des „Westens“. 1997, noch unter Clinton, setzte die amerikanische Außenministerin Albright die NATO-Osterweiterung durch. 2007 erklärte Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz eine weitere NATO-Osterweiterung auf das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion als das „Überschreiten einer Roten Linie“.

Die Ukraine versucht, sich dem Westen zuzuwenden Die Ukraine hatte im November 2011 ein Freihandelsabkommen mit Russland geschlossen und 2012 und 2013 mit der EU über ein Assoziierungsabkommen verhandelt. Sie hatte versucht, sich den einen Markt zu erschließen, ohne den anderen zu verlieren. So hatte die ukrainische Regierung unter Ministerpräsident Asarow versucht, die EU-Annäherung mit der Mitgliedschaft in Russlands Freihandelszone zu verbinden, was die Russen nach anfänglichem Widerstand bereit waren zu verhandeln, was die EU-Kommission aber immer abgelehnt hat. Die EU hat de facto versucht, für den zukünftigen Außenhandel der Ukraine einen „Alleinvertretungsanspruch“ durchzusetzen. Damit war Janukowytschs ursprüngliche Absicht gescheitert, die Ukraine wirtschaftlich und politisch als Brücke zwischen Ost und West zu etablierten.
Als die Verhandlungen mit der EU in ihre „heiße Phase“ traten, befürchtete Ukraines Staatspräsident Janukowytsch realistisch, dass die Wirtschaft der Ukraine bei der Anpassung an die EU deren Konkurrenzdruck wirtschaftlich und technisch nicht gewachsen sein würde, wie zuvor die DDR der BRD. Er forderte eine 160 Milliarden Euro umfassende Anpassungs-Beihilfe von der EU, und die EU lehnte ab.

Ein zweites Hindernis war, dass sich die Ukraine selbst den Westimporten öffnen sollte, ihr selbst aber nur minimale Ausfuhrquoten zugestanden wurden. Die Ukraine bekam bei Verlust des Russland-Marktes für ihre jährlich 30 Millionen Tonnen Export-Weizen nur 200.00 Tonnen Ausfuhrquote in die EU zugestanden. Das waren 0,7 % des Weizens, auf dessen Ausfuhr und die Einnahmen die Ukraine angewiesen war. Bei Fleischwaren waren es 2% und bei Stahlexporten ähnlich wenig. Daraufhin legte Janukowytsch den Assoziierungsvertrag erst einmal für ein Jahr auf Eis. Der Meinungsdruck in der Ukraine für einen wirtschaftlichen Westanschluss und eine spätere EU-Mitgliedschaft war aber inzwischen in der ukrainischen Bevölkerung so stark, dass Janukowytsch diese Entscheidung nicht überstand. Er wurde abgesetzt, und es kam zum sogenannten Maidan-Aufstand.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat den Versuch der EU-Kommission, „die Ukraine vor die scheinbare Wahl zu stellen, sich zwischen West und Ost zu entscheiden“ damals scharf verurteilt und als größenwahnsinnig bezeichnet. Er hat dabei 2014 schon gewarnt, dass solch‘ Verhalten zu einem Kriege führen kann.

Die wirtschaftliche „Landnahme“ der USA in der Ukraine

Die USA kamen schon 2008 mit Ihrem Vorschlag, die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Es ging und geht dabei offensichtlich um massive wirtschaftliche und militärische Interessen und letztlich um den Hegemonialanspruch der USA in ganz Europa. Die Ukraine hat reichlich Bodenschätze. Sie ist ein beachtlicher Exportmarkt. Sie ist mit ihrer Luft- und Raumfahrtindustrie eine wichtige Ergänzung der gleichen Industrie in Russland, und sie besitzt mit der Krim eine seestrategische Position, aus der heraus das Schwarze Meer beherrscht wird.
Im Windschatten der EU-Verhandlungen griffen amerikanische Firmen und Vertreter von Regierung und Militär eilends zu und nutzten die Schwäche der Ukraine, um dort „Nägel einzuschlagen“. Im November 2013 schlossen der US-Energiekonzern Chevron einen für 50 Jahre geltenden Vertrag über die Erschließung und Förderung von Fracking Erdgas in der nordwestlichen Ukraine. Exxon Mobil verhandelte über Erdgaslagerstätten an der Schwarzmeerküste. Interessant sind auch die geschäftlichen und familiären amerikanischen Verflechtungen mit der Ukraine. Der Sohn des damaligen Vizepräsident Joe Biden, Hunter Biden, und der ehem. Stabschef des damaligen US-Außenministers Kerry Leter und der ehem. Wahlkampfmanager von Kerry Archer wurden im Mai 2014 Mitglieder im Verwaltungsrat der größten ukrainischen Gasfirma Burisma. Hunter Biden erhielt als Vergütung einen festgelegten Dollarbetrag pro 1.000 Kubikmeter Erdgas, das durch die Rohre von Burisma lief. Das waren einer amerikanischen Zeitung zufolge in besten Zeiten 50.000 Dollar jeden Monat. Hier verbanden sich offensichtlich US-nationale Wirtschaftsinteressen mit den familiären Vermögensinteressen der Familie Biden. Zu ergänzen ist da noch, dass Burisma die Schürfrechte für Erdgas im Nordzipfel des abtrünnigen Donezk besitzt.
In der Darstellung des Ukraine-Desasters durch die deutschen Medien fehlen leider die Hintergrundgeräusche. Als im Dezember 2013 die Assoziierungsverhandlungen der Ukraine u. a. am „Alleinvertretungsanspruch“ der EU zunächst gescheitert waren, drohten für die amerikanischen Investoren in der Ukraine unwägbare Risiken. Vier Wochen später – am 1. Februar 2014 – wurde das Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einem Podiumsgespräch zwischen dem damaligen ukrainischen Außenminister Koschara und dem Oppositionspolitiker Klitschko auf den Punkt gebracht. Koschera beantwortete die Forderung Klitschkos nach einer Westorientierung der Ukraine mit dem Satz: „Die Ukraine darf nicht vor die Alternative Europa oder Russland gestellt werden.“

Mit einer solchen Regierungseinstellung in Kiew wollten die USA offensichtlich nicht leben. Sie zogen wenig später ihre Fäden für den Staatspräsidentenwechsel von Janukowytsch zu Poroschenko und den Ministerpräsidentenwechsel von Asarow zu Jazenjuk. Auf einem Pressefoto von der Münchner Sicherheitskonferenz sieht man diese Wechsel vier Wochen vorher schon symbolisch dargestellt. Dort stehen US-Außenminister Kerry in der Mitte und Poroschenko und Jazenjuk links und rechts daneben. Außerdem wurde der alte Finanzminister ausgetauscht. Ihm folgte nach einer Spontaneinbürgerung die US-amerikanische Investment-Bänkerin Natalia Jaresko. Auch wenn Beweise in einem strengen Sinne für einen amerikanisch gelenkten „Regime Change“ fehlen, so sei doch noch die Bemerkung der damaligen Stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland zitiert, die am 13.Dezember 2013 öffentlich erklärt hat, dass die USA seit 1991 über 5 Milliarden Dollar zur Demokratisierung, für den Wohlstand und die Sicherheit der Ukraine ausgegeben haben. Bei dem Wort „Sicherheit“ kann man noch an Rüstungsgüter und Militärberater denken. Was unter Demokratisierung zu verstehen ist, kann man ahnen, wenn man Nulands diplomatisches Bemühen betrachtet, eine proamerikanische Regierung in Kiew zu arrangieren. 2013 hat sie in einem abgehörten Telefonat mit dem frisch ins Amt gekommenen US-Botschafter in Kiew Geoffrey Pyatt die Eignung von prowestlichen OppositionsPolitikern für eine neue Kabinettsbesetzung in der ukrainischen Regierung besprochen.

Zur amerikanischen Strategie ihrer Ausdehnung von politischer Vorherrschaft und dem Erwerb von überseeischen Bodenschätzen gehört auch die Sicherstellung der Seewege zu deren Lagerstätten. 1887 hat der amerikanische Seekriegstheoretiker, Admiral Alfred Mahan, mit seinem Buch „Der Einfluss der Seemacht auf die Geschichte“ das amerikanische strategische Denken bis zum heutigen Tag geprägt. Er schrieb und lehrte, dass zur Weltmacht die Beherrschung der Weltmeere gehöre. Und die bestünde aus einer allen anderen überlegenen Flotte, aus der Beherrschung der Seewege und aus dem Besitz seestrategischer Positionen, also beherrschender Kriegs- und Handelshäfen am Rand der Meere. Der amerikanische Sicherheitsberater George Friedman hat im Februar 2015 in einem Vortrag vor dem Chicago Council of Global Affairs an diese Seite amerikanischer Strategie und Tradition erinnert. Er führte dabei aus: „Die USA haben ein fundamentales Interesse. Sie kontrollieren alle Ozeane der Welt … Aus diesem Grund können wir in andere Länder eindringen, aber sie können das nicht bei uns. … Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und im Weltall ist die Grundlage unserer Macht.“
Bezogen auf die Ukraine und besonders auf die Halbinsel Krim bedeutet das nach amerikanischem Denken und russischen Befürchtungen, dass eine durch die NATO-Mitgliedschaft für die USA geöffnete Ukraine die Dominanz der USA im Schwarzen Meer begründet hätte. Russland hätte seine seestrategische Position mit dem Verlust seines Kriegshafens auf der Krim an die US Navy abgeben müssen und damit auch die Kontrolle über den Seeweg zum größten Handelshafen Russlands Noworossijsk. Auch der Handelshafen der Ukraine Odessa hätte amerikanischer Kontrolle unterstanden. Wenn Putins Anschuldigung stimmt, haben die USA bereits jetzt bei Otschakiw am Nordzipfel der Schwarzen Meers, 150 Kilometer westlich der Krim, ein Schwarzmeerkommando für die US Navy eingerichtet.

Von geringerer Bedeutung und doch erwähnenswert, ist, dass die Amerikaner seit Jahren Militärberater und Söldner der Militärfirmen Greystone und Academy sowie Rüstungsgüter in die Ukraine schicken. Und im Januar 2015 – in der Poroschenko-Zeit – reiste der amerikanische Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, nach Kiew und besuchte die Spitzen der ukrainische Streitkräfte und ihre Truppen und kündigte dort an, dass die USA nun auch offiziell Militärberater schicken würden. Die USA sind also auch ohne NATO militärisch bereits in der Ukraine präsent.

Die Krim-Abspaltung von der Ukraine

Die Bevölkerung der Krim hatte sich schon 1991 bei der Abspaltung der Ukraine aus der Sowjetunion in einem Referendum mit 93 % für einen Verbleib bei Russland entschieden.
Kaum war Janukowytsch abgesetzt und der westlich orientierte Poroschenko im Juni 2014 nachgerückt, forderte der schon nach wenigen Tagen erneut die Assoziierung mit der EU und auch die Aufnahme der Ukraine in die NATO. Nun läuteten im Kreml die Alarmglocken. Putin war klar, dass der EU die NATO und mit ihr die Amerikaner irgendwann auf der Krim einziehen und die US-Navy den russischen Kriegshafen Sewastopol übernehmen würden, wenn es soweit käme. Er zog die Notbremse und annektierte ( westliche Lesart ) im März 2014 die Halbinsel Krim mit ihrer überwiegend russischen Bevölkerung. Vom Ablauf her war es eine Angliederung nach dem Willen der überwiegenden Mehrheit der dortigen Bevölkerung und hatte seine Vorgeschichte.

Am 23. Februar 2014, dem Tag nach der Absetzung von Janukowytsch, hatte eine Interimsregierung ein neues Sprachengesetz erlassen, das Ukrainisch zur alleinigen Staatssprache erklärte und Russisch in Schulen und Ämtern untersagte. Bislang war die überwiegend russischsprachige Bevölkerung der Krim an den Gebrauch des Russischen als zweite Amtssprache gewöhnt. So folgten zwei Wochen später im Lokalparlament der Krim erstmals die Forderung und ein Votum für den Anschluss der Krim an Russland. Eine weitere Woche später stimmte die Krim-Bevölkerung in einem von der EU und den USA für illegal erklärten Referendum mit 97,5 %. ( bei 83 % Wahlbeteiligung ) für einen Anschluss an Russland. ( Die 97,5% entstammen einer Schweizer Berichterstattung. Deutsche Medien nannten geringere Zahlen bis 93 % herunter. ) Das ist die ortsinterne Vorgeschichte der sogenannten „Annexion“ der Krim durch Russland vom 21.März 2014.

Die Übernahme der Krim verletzte zwar das augenblicklich angewandte Völkerrecht, aber sie entsprach einem anderen Prinzip des Völkerrechts, dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Außerdem war die Angliederung der Krim in gewisser Weise mit der Abwehr der sowjetischen Militärbesetzung Kubas 1962 durch die USA vergleichbar. Auch die USA hatten keinen „Gegner“ an ihrer Hintertür geduldet.
Und wir Deutschen sollten uns daran erinnern, dass auch die Deutschen im Teilstaat DDR vor 32 Jahren ihrer rechtmäßigen Regierung den Rücken zugekehrt und sich in einer nach DDR-Recht unrechtmäßiger Weise ihrem Nachbarstaat BRD angeschlossen haben. Sie haben das – wie die Bevölkerung der Krim – mit einem Parlamentsbeschluss und einer Wahl durchgesetzt.
Bald nach der Übernahme der Krim durch Russland wollten sich auch die zwei mehrheitlich russisch bevölkerten Oblaste Lugansk und Donezk von der Ukraine lösen. Sie erklärten ihre Unabhängigkeit, und es kam zu dem nun acht Jahre währenden Bürgerkrieg im Osten der Ukraine.

Des Westens Wortbruch ist der Russen Trauma

Seit der anfänglichen Zusage, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt, hat Russland seit 1999 tatenlos mit angesehen, wie 13 osteuropäische Staaten in die NATO aufgenommen wurden und wie gegen russischen Protest amerikanische Raketen in Polen und Rumänien stationiert wurden. Das war für den Westen ein Export von Demokratie und Freiheit und für Russland ein empfundener Wortbruch, der ein Trauma hinterließ. Außer der NATOAufnahme Polens, Ungarns und Tschechiens fünf Monate vor Putins erstem Amtsantritt als russischer Ministerpräsident fanden alle anderen Erweiterungen und Stationierungen in Putins Amtszeit statt. Er hat – was die amerikanischen Raketenstationierungen betrifft – wiederholt Einspruch dagegen eingelegt und mehrmals gesagt, wo für Russland eine „Rote Linie“ überschritten wird. Auch später, nach der Krim-Übernahme zuletzt im Dezember 2021, hat Putin US-Präsident Biden zweimal aufgefordert, auf Dauer auf eine Aufnahme der Ukraine – direkt vor Russlands Haustür – zu verzichten. Putin hat damit ausgereizt, was man als Diplomatie bezeichnen kann.
Der Westen hat Putin 15 Jahre lang gelehrt, dass legitime russische Sicherheitsinteressen allein mit Diplomatie nicht zu schützen waren. So begann er mit der Krim-Übernahme den ersten Tabubruch nach westlichem Verständnis. Er veränderte eine fremde Staatsgrenze nach dem Willen der betroffenen Bevölkerung.

Abspaltung der Oblaste Donezk und Lugansk

Wenige Wochen nach Abspaltung der Krim rührt sich auch die mehrheitlich russische Bevölkerung in den zwei östlichsten Oblasten der Ukraine. Am 7. und 28. Apr 2014 erklärten sich zuerst der Oblast Donezk mit 75 % russischsprachiger Bevölkerung, dann der Oblast Lugansk mit 69 % russischsprachiger Bevölkerung, zu selbständigen Volksrepubliken. In einem Referendum im Mai 2014 votieren über 90 % der Befragten in beiden Oblasten für ihre Unabhängigkeit von Kiew. Die ukrainische Zentralregierung ordnete daraufhin das Unternehmen „Anti-Terror-Operation“ gegen die „Putschisten“ an und ließ Truppen gegen Donezk und Lugansk marschieren. Seitdem tobt dort ein lokaler Sezessionskrieg mit unklarer russischer Einmischung.

Was zur Beurteilung der Kriegshandlungen der „Anti-Terror-Operation“ fehlt, ist eine Berichterstattung in den westlichen Medien. Nach nicht überprüfbaren Berichten begann die Operation mit einem Einsatz von etwa 100.000 Soldaten der regulären ukrainischen Streitkräfte gegen etwa 30.000 Separatisten. Dabei standen den Regierungstreuen Flugzeuge mit Phosphor- und Streuminenbomben zur Verfügung, die die Separatisten nicht hatte. 80 % der Gefallenen sollen separatistische Kämpfer gewesen sein.
Auslöser war offensichtlich die Politik der Kiewer Regierung der „kulturellen Ukrainisierung“ ihres russischen Bevölkerungsanteils. Ursprünglich gab es ein Sprachengesetz, das Minderheitensprachen dort zur zweiten Amtssprache erklärt hatte, wo mindestens 10 % der Bevölkerung eine Minderheitensprache sprachen. Aber im Februar 2014 erklärte die ukrainische Zentralregierung Ukrainisch mit einem neuen Sprachengesetz zur einzigen Staats- und Amtssprache. Damit verschwand das Russisch in 10 von insgesamt 25 ukrainischen Oblasten aus den Ämtern und den Schulen.
Russland unterstützte zwar die russischen Separatisten in den abtrünnigen Oblasten, aber es griff den territorialen Bestand der Ukraine selbst nicht an. Dennoch behauptete der damalige NATO-Generalsekretär Rasmussen schon damals, im September 2014, „Russland greife die Ukraine an“. Russland versuchte vielmehr auf zwei Minsker Konferenzen im September 2014 und im Februar 2015 ( zusammen mit Frankreich und Deutschland ) eine gedeihliche Regelung für Lugansk und Donezk als halbautonome Oblaste innerhalb der Ukraine zu arrangieren.

Das Minsker Abkommen

Am 12. Februar 2015 kam es auf Vermittlung von Frankreich, Deutschland und der OSZE zum Minsker Abkommen ( Minsk II ) zwischen der Ukraine und Russland als der Schutzmacht der zwei abtrünnigen Oblaste. Das Abkommen sah eine Waffenruhe, vorgezogene Wahlen und ein Gesetz über einen Sonderstatus für Lugansk und Donezk innerhalb der Ukraine vor. Die Waffenruhe hielt allerdings nicht länger als drei Tage. Die ukrainische Zentralregierung hielt daraufhin weder die Wahlen ab noch erarbeitete sie das Gesetz für den zukünftigen Sonderstatus der zwei strittigen Oblaste. Stattdessen erließ die Kiewer Regierung 2018 ein „Re-Integrationsgesetz“ für die zwei Oblaste, verbot jegliche Verhandlungen mit ihnen und untersagte auch weiterhin den Gebrauch der russischen Muttersprache in den Schulen. De facto hat die ukrainische Regierung das Minsk II-Abkommen damit gebrochen. Der Bürgerkrieg im Osten der Ukraine ging dementsprechend unvermindert weiter. Putin sah sowohl das Leiden der Bevölkerung im Kriegsgebiet und den Unwillen oder die Unfähigkeit der Kiewer Regierung, das Abkommen von Minsk mit der Teilautonomie von Lugansk und Donezk einzulösen, und er beobachtete – das wog wohl erheblich stärker – das stete Drängen aus Kiew, in die NATO aufgenommen zu werden.

Putins Anerkennung der Eigenstaatlichkeit von Lugansk und Donezk

Eine Ukraine als großes NATO-Mitglied und mit ihr amerikanische Präsenz direkt an Russlands Grenze war und ist mit Russlands vitalem Sicherheitsinteresse nach Putins Auffassung nicht vereinbar. So ordnete er einen Drohaufmarsch an der Grenze zur Ukraine an und forderte US-Präsident Biden im Dezember 2021 und Februar 2022 zweimal auf, dauerhaft auf die Aufnahme der Ukraine in die NATO zu verzichten. Beiden hat das abgelehnt. Stattdessen hat die NATO nach einem Bericht von Anti-Spiegel am 21.Januar 2022 die ukrainische Regierung eingeladen, an der Erarbeitung des neuen Strategiepapiers „NATO-Agenda 2030“ mitzuwirken. Das war – wenn die Nachricht so stimmt – eine überdeutliche Ankündigung an Putin, dass die NATO-Osterweiterung um die Ukraine in naher Zukunft vorgesehen ist. Dass die Nachricht mit der NATO-Agenda 2030 so stimmt, ist indes nicht unwahrscheinlich, nachdem der amerikanische und der ukrainische Außenminister kurz zuvor, am 10. November 2021, bereits eine Vereinbarung über eine strategische Zusammenarbeit ihrer beiden Staaten besiegelt hatten. Hinzu kommt, dass der ukrainische Präsident Selenskyj leichtsinniger Weise am 19.Februar 2022 in seiner Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz gesagt hat, dass er erwägt, die Ukraine wieder zum Atomwaffen-Staat zu machen. Das war für die Russen nicht nur „Öl ins Feuer“ der schon überhitzten Lage, es war „Dynamit mit Zündschnur“. Das würde Putins weitere Handlungen erklären. Er hat daraufhin am 21. Februar 2022 zum zweiten Mal die Notbremse gezogen. Putin hat die Eigenstaatlichkeit der abgespaltenen Oblaste, sieben Jahre nach deren eigener Unabhängigkeitserklärung anerkannt.
Putin hatte mit dieser Anerkennung das getan, was sich 13 Jahre vorher im Kosovo ereignet hat. Dort hatten die westlichen Staaten auch nach jahrelangem Bürger- bzw. Sezessionskrieg und ohne die Zustimmung des UN-Sicherheitsrats die neuen Grenzen und die selbst erklärte Unabhängigkeit eines serbischen Teilstaats anerkannt und damit den territorialen Bestand Serbiens verändert. Und der Internationale UN-Gerichthof hatte im Fall der Kosovo-Unabhängigkeit am 22.Juli 2010 ausgeführt: „Das allgemeine Völkerrecht enthält kein irgendwie festgelegtes Verbot einer Unabhängigkeitserklärung.“

„Putins Krieg“

Man darf diese Floskel nicht als Zuweisung einer Alleinschuld am UkraineKrieg betrachten. Die Schuldfrage ist ein ganz anderes Thema.
Nach der Anerkennung der Selbständigkeit der zwei „Volksrepubliken“ auf bisher ukrainischem Territorium und der Ablehnung derselben durch die Ukraine, die NATO, die EU-Staaten und insbesondere die USA blieben Putin drei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit wäre Nichtstun und Abwarten gewesen. Damit hätte er kein Problem gelöst. Er hätte den Sezessionskrieg nur verlängert und sein Schutzversprechen an die russische Bevölkerung im Donbass-Gebiet nicht eingelöst. Die zweite Möglichkeit wäre eine russische Besetzung der zwei abtrünnigen Oblaste gewesen. Damit hätte er zwar nur ein Buschfeuer am Rand der Ukraine gelöscht, aber damit den Waldbrand in der ganzen Ukraine verursacht. Eine Kriegseröffnung nur gegen einen Teil der Ukraine wäre außerdem sofort als Kriegseröffnung gegen den Gesamtstaat Ukraine ausgelegt worden und hätte absehbar einen späteren Krieg gegen eine „Koalition der Willigen“ nach sich gezogen. Dass ihm die Zusicherung Bidens, Amerika werde nicht in einen Ukraine-Krieg eingreifen, dabei ohne Wert war, darf man Putin nach etlichen vorherigen amerikanischen Wortbrüchen nicht verdenken. Ein ungewisser Ausgang eines Krieges gegen eine US-geführte „Koalition der Willigen“ hätte auch die Gefahr einer anschließenden NATO-Aufnahme der Ukraine nicht beendet. Die dritte Möglichkeit war, was er getan hat. Mit einem Angriff gegen die Ukraine und einer kurzzeitigen Besetzung Kiews dauerhaft dafür zu sorgen, dass die Ukraine nicht NATO-Mitglied wird und auch in Zukunft keine Amerikaner direkt an Russlands Grenze stationiert werden.
Eine vierte Möglichkeit war vorher schon vertan. Putin hatte 22 Jahre lang vergeblich in Vorträgen, Verhandlungen, Forderungen, Nennung einer „Roten Linie“ und zuletzt kurz vor und nach dem Jahreswechsel 2021-2022 in zwei Telefongesprächen mit US-Präsident Biden versucht, amerikanische Streitkräfte direkt an Russlands Grenze zu verhindern.

Ein Stellvertreterkrieg

Im Ukraine-Krieg handelt es sich im Kern um eine Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland. Mit etwas weiterem Blickwinkel betrachtet, geht es dabei um die Weichenstellung zu einer bipolaren „Friedensordnung“ in Europa mit einem Russland auf gleicher Augenhöhe mit den USA oder zu einer monopolaren Ordnung mit Amerika im Sattel und Russland als Pferdeknecht daneben. US-Präsident hatte ja schon unverblümt geäußert, dass er Russland nur noch für eine Regionalmacht hält und Putin damit für den Streit in der Ukraine „vorgeglüht“. Obama hat so den Anspruch der USA gegenüber allen anderen Staaten in Europa ausgedrückt.
Rein äußerlich spielt sich dieser Streit um Vorherrschaft in Europa jetzt in der Ukraine ab. Das zeigt sich im Streben der USA, ihre Einflusszone und Militärmacht mit Hilfe der NATO ein weiteres Stück in Richtung Russland vorzuschieben und es wird überdies im raschen wirtschaftlichen Zugriff auf die Bodenschätze der Ukraine sichtbar. Es waren die USA, die obwohl regional am weitesten von Europa entfernt, als Erste den Anschluss der Ukraine – und Georgiens – an die NATO forderten, Militärberater in die Ukraine entsandten, Waffen dorthin lieferten und zusammen mit den Niederländern sobald wie möglich nach den dortigen Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten griffen. Die Ukraine ist in diesem Konkurrenzkampf um politischen Einfluss, wirtschaftliche Ausbeute und militärische Positionierung hier nur der Spielball zwischen den zwei großen Konkurrenten. Die Konkurrenz der beiden großen Mächte zeigt sich auch in der Unnachgiebigkeit beider Parteien, wenn es um die zukünftige Rolle der Ukraine geht.
Die USA und die NATO-Länder begreifen sich nicht als Bedrohung Russlands, aber sie sind objektiv betrachtet dennoch eine Bedrohung für jeden autoritär geführten Staat oder Staat mit inneren Problemen. So haben die Amerikaner und in ihrem Gefolge Briten, Franzosen. Italiener und andere in den vergangenen Jahrzehnten „Regime Change Wars“ mit und ohne UN-Mandat gegen Grenada, Serbien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien geführt und sich in die Bürgerkriege und Unruhen fremder Staaten eingemischt, ohne selbst bedroht gewesen zu sein. Der ehemalige amerikanische General und ehemalige Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa ( SACEUR ) Wesley Clark hat am 9.3.2007 in einem Interview offenbart, dass er bereits im September 2001 im Pentagon erfahren hat, dass dort entschieden worden ist, dass in den nächsten 5 Jahren in 7 Staaten Systemwechselkriege geführt werden sollten. Er nannte dazu den Irak, Syrien, Libyen, den Libanon, Iran, Somalia und den Sudan. Wie wir heute wissen, ist diese Liste beinahe komplett abgearbeitet. Man kann das als einen „Master Plan“ bezeichnen.

Es ist jedenfalls die Manifestierung der amerikanischen Absicht, den eigenen Herrschaftsanspruch durch Kriege zu erweitern. Alle diese Kriege wurden durch innere Unruhen vorbereitet, die sich in allen genannten Staaten über die dortigen ethnischen oder religiösen oder sozialen Differenzen und Oppositionsgruppen ohne weiteres schnell von außen her entfachen ließen. Alle diese Kriege, die Demokratie und Menschenrechte exportieren sollten, haben Chaos, Flüchtlingsströme, Tote, ruinierte Familien und zerstörte Städte und Dörfer hinterlassen. So befürchtet man außerhalb des Kreises der USA-Verbündeten, dass die USA bei günstiger Gelegenheit nach eigenen Interessen und Maßstäben kriegerisch in fremden Staaten und dortige „Regierungswechsel“ eingreifen. Putin hat diese Machtverschiebungen natürlich registriert. Er hat gesehen, dass die Ukraine nach dem Regierungs-Machtwechsel von 2014 im Begriff war, ganz in die amerikanische wirtschaftliche Einflusszone zu geraten und dass Russland bei weiterer Entwicklung auch amerikanische Truppen, Mittelstreckenraketen und Flottenstützpunkte an seiner Haustürschwelle haben würde. So ist der jetzige Ukraine-Krieg eine russisch-amerikanische Auseinandersetzung, auch wenn die USA noch nicht am Waffen-Krieg beteiligt sind.
Die EU ist dabei – offensichtlich ohne vordergründige Absicht – der Gleisarbeiter, der die Strecke baut, über die der Zug der NATO anschließend nach Osten fährt, mit den USA vorn auf der Lokomotive.

Die Brutalität von Kriegen

Militärisch ausgetragene Kriege sind immer brutal. Mit der Haager Landkriegsordnung und den Genfer Konventionen hat man versucht, die Kriegsgräuel einzudämmen. Zu den Schutzgeboten beider Regelwerke gehören der Schutz der unbewaffneten Zivilbevölkerung und der Schutz unverteidigter Städte und Dörfer vor Beschießung und Bombardierung. Selbst Zivilisten, die sich bewaffnen und einem Angreifer entgegenstellen, solange das eigene Militär noch nicht aufmarschiert ist, genießen die Schutzrechte, die sonst nur Soldaten zukommen. Das war in diesem Ukraine-Krieg nach 8 Jahren Krieg im Donbass jedoch nicht mehr der Fall.
Wer als Staatsoberhaupt seine zivile Bevölkerung dazu aufruft, MolotowCocktails herzustellen und sich Gewehre zu besorgen, nimmt billigend in Kauf, dass die Schutzregeln für die Bevölkerung nicht mehr gelten. Wer seinem Militär befiehlt, die Städte zu befestigen und zu verteidigen, nimmt wohl kalkuliert in Kauf, dass um die Städte gekämpft wird und dass sie beschossen und bombardiert werden. Wer mit offensichtlichem Stolz vor Fernsehkameras zeigt, wie junge Freiwillige in einem Schulgebäude militärisch ausgebildet werden, darf nicht medienwirksam im Fernsehen über die Brutalität des Gegners klagen, wenn der auf solche Gebäude schießen lässt. Die Alternative ist es, Städte zur „offenen Stadt“ zu erklären und sie von Bomben und Granaten zu verschonen und den Krieg in „Feldschlachten“ auszutragen.
Wer einen Krieg vor seiner Niederlage beendet haben will, muss noch verhandeln können. Und Verhandlungen kann man nur ohne Vorbedingungen eröffnen. Je länger sich ein Krieg hinzieht, desto härter werden nach der Erfahrung die Bedingungen, welche die bis dahin überlegene Kriegspartei stellt.

Ist Putin ein Kriegsverbrecher?

Herr Putin hat derzeit den Zorn und Spott der Welt auf sich gezogen. Politiker und Journalisten überbieten sich mit Beschimpfungen, die alle Schuldzuweisungen enthalten oder seine Zurechnungsfähigkeit bezweifeln. Putin ist weder gewissenlos noch größenwahnsinnig und weder irrsinnig noch leidet er an einer Großmacht-Obsession. Selbst Herr Gysi hat ihm einen verbrecherischen Angriffskrieg vorgeworfen, was ihn auch zum „Verbrecher“ macht. Staatspräsident Putin könnte man gerechter Weise nur als Verbrecher bezeichnen, wenn die vielen westlichen Spitzenpolitiker auch als Verbrecher und Massenmörder bezeichnet würden, die in den vergangenen 30 Jahren vermeidbare Kriege eröffnet haben. Der Unterschied zwischen jenen und Putin liegt in der Wahrnehmung, die uns seinerzeit durch Politikerreden und Medienberichte vermittelt worden ist. Es waren Polizeiaktionen oder humanitäre Einsätze. Es hieß, es ginge um den Sturz von Unrechtsregimen, um die Rettung von Regionen vor dortigen Massenvernichtungswaffen, um den Schutz von Minderheiten, um die Wahrung von Menschenrechten oder um das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die schillernden Etiketten „Für Demokratie und Menschenrechte“ haben uns dabei oft zusätzlich die Sicht verstellt.

Putin wird nun das ganze Elend angelastet, das er mit der Kriegseröffnung ausgelöst hat. Dabei werden seine 22 Jahre andauernden vergeblichen Bemühungen verschwiegen, erst um Annäherung an den Westen, dann seine Bitten, dann seine Forderungen, die Nato-Osterweiterung nicht auf die Spitze zu treiben, dann seine „Roten Linien“. Doch das „Narrativ“ der Politiker und der Medien beginnt erst mit der Krim und mit dem Drohaufmarsch. Da die EU, die NATO und die USA Putin offensichtlich vorher nicht ernstgenommen und das russische Sicherheitsbedürfnis schlicht in Abrede gestellt haben, und da Selenskyj, die NATO-Führung und die Amerikaner zum Schluss zu hoch gepokert haben, blieb Putin nur die Wahl zwischen russischer Selbstbehauptung oder Unterwerfung unter den Hegemonialanspruch der Amerikaner. Es war in Wirklichkeit die Wahl zwischen Unterwerfung oder Krieg, die Wahl zwischen Pest und Cholera. Er hat die Wahl dann unglücklich getroffen.
Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass zu den Verursachern des Ukraine-Krieges auch die gehören, die das „Nicht-NATO-Osterweiterungs-Versprechen“ nicht gehalten haben und die das Selbstbestimmungsrecht der Völker für die Volksgruppen der Auslandsrussen auf der Krim und im Osten der Ukraine nicht beachtet haben. Dazu gehören auch die ukrainische Regierung, die den mit Minsk II vereinbarten Sonderstatus für Donezk und Lugansk verweigert hat, und alle, die zum Schluss hoch gepokert und abgewartet haben, wie Putin in seiner Klemme reagieren wird.

Die Antwort

Jeder Krieg ist ein Verbrechen an seinen Opfern. Wer nach den schuldigen Tätern und Kriegsverbrechern sucht, darf den Strippenzieher im Hintergrund nicht übersehen. Eine Alleinschuld trägt nicht etwa der, der erst gebeten, dann gefordert, dann gedroht und zuletzt mit Gewalt durchgesetzt hat, dass man sein legitimes Sicherheitsinteresse respektiert. Schuldig und letztlich Kriegsverbrecher sind auch die Akteure ( innen ), die von Freiheit der Bündniswahl und Menschenrechten geredet, aber Erdgas, Militärstützpunkte und Marktanteile gemeint haben.

* Gerd Schultze-Rhonhof, Generalmajor a. D. der deutschen Bundeswehr, ist heute erfolgreicher Buchautor (u.a. „1939 – der Krieg der viele Väter hatte“) und begehrter Vortragender.

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Gastkommentar: Dank dem ungarischen Volk!

Merci au peuple hongrois!

Thanks to the hungarian people!

von Eva Maria Barki*

Dank gebührt dem ungarischen Volk, dass es trotz massivster Angriffe aus dem Westen und trotz intensivster versuchter Wahlbeeinflussung, standhaft und unbeirrt die Fortsetzung der nationalen Regierung und damit Freiheit und Selbstbestimmung gewählt und dem neoliberalen Totalitarismus eine Absage erteilt hat.

Das überungarische Wahlergebnis geht in seiner Bedeutung weit über die Grenzen Ungarns hinaus, da es gleichzeitig eine Absage an die von vielen westlichen Politikern immer noch angestrebte Globalisierung im Sinne des konzipierten „Great Reset“, sohin eine Absage an die Schaffung einer unipolaren Weltordnung ist.

Eine gerechte und auf Freiheit beruhende Weltordnung kann nur auf der Grundlage und Achtung des Selbstbestimmungsrechtes alle Völker, deren Kultur, historischen Entwicklung und Tradition, sowie der Souveränität ihrer Staaten im Sinne eines gegenseitigen Verständnisses und respektvollen Umganges bestehen.

Hierbei ist nicht nur die geographische, sondern insbesondere die kulturelle, auf gemeinsamen Werten wie Grund- und Freiheitsrechte, Christentum und Familie Gesellschaftsmodell beruhende Einheit zu beachten und zu bewahren.

Ungarn verteidigt in Entsprechung seiner jahrhundertealten Tradition diese Werte. Vor genau 800 Jahren hat Ungarn die erste kontinentaleuropäische Verfassung, nur 7 Jahre nach der englischen Magna Charta Libertatum verabschiedet, in welcher bereits Grund- und Freiheitsrechte verankert sind, und in weiterer Folge die ersten europäischen Gesetze für Autonomie, Religionsfreiheit, sowie Nationalitätenrecht und Minderheitenschutz.

Die  ungarische Revolution von 1956 hat das Ende der kommunistischen Diktatur und Sowjet-herrschaft eingeleitet und damit die Voraussetzungen für die Wiedervereinigung Europas geschaffen.

Die ungarische Revolution, die ein Kampf für Selbstbestimmung war, hat in der Folge die Selbstbestimmungsdiskussion bei den Vereinten Nationen ausgelöst, mit dem Ergebnis, dass bereits 10 Jahre später, sohin im Jahre 1966 das Selbstbestimmungsrecht der Völker in den beiden Menschenrechtspakten der Vereinten Nationen jeweils in Artikel 1 verankert wurde und seither nicht nur anerkanntes, sondern auch zwingendes Recht ist. Inhaltlich dieses Rechtes können alle Völker frei über ihrem politischen Status entscheiden und in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung gestalten (Artikel 1).

Diese Freiheitsrechte werden heute zunehmend unter angloamerikanischem Einfluss, insbesondere von der Europäischen Union bedroht.

Ungarn widersetzt sich diesem Versuch den Einflussnahme und Einschränkung seiner Souveränität, weshalb es zu Konflikten mit der Europäischen Union kommt, welche die Angriffe auf die Souveränität Ungarns mit der Scheinbegründung zu rechtfertigen versucht, dass in Ungarn Demokratie und Rechtstaatlichkeit gefährdet sind.

Das Gegenteil ist der Fall: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit der Ungarn sind von der sich zu einer Diktatur entwickelnden Europäischen Union gefährdet, nicht von der ungarischen Regierung. Ungarn erfüllt wieder gemäß einem historischen Sendungsbewusstsein seine Pflicht, Freiheit und Recht gegen Willkür und Diktatur, sowie Freiheit und Selbständigkeit gegen hegemoniale geopolitische Ansprüche zu verteidigen.

Das ungarische Volk hat hierzu eine überwältigende Zustimmung erteilt und ist damit Vorbild in Europa, und bahnbrechend für eine Zukunft in Freiheit und Frieden. Dank an alle Ungarn!

*Anwältin und Expertin für Nationalitätenfragen

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„Die Europäische Union bringt Europa um“ – Interview mit Pierre Vial

„L´Union Européene tue l´Europe“ – Entretien avec Pierre Vial

“The European Union is killing Europe” – Interview with Pierre Vial


In Frankreich findet demnächst der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl statt und die Große Nation steht innen- und europapolitisch vor großen Herausforderungen. So wie es aussieht, wird es kein linker Präsident werden. Aus diesem Anlass  habe ich an einen Vertreter der außerparlamentarischen „rechten“ Opposition, Pierre Vial, Präsident von Terre et Peuple*, einige Fragen gestellt. Ich werde versuchen, vor dem zweiten Wahlgang auch einen Vertreter französischer Nationalrevolutionäre und, wenn möglich, auch einen Linken zu Wort kommen zu lassen.

Schicksalstage für die Grande Nation

Pierre Vial im Gespräch

F: Welche Herausforderung wird in den kommenden Jahren die größte für die Grande Nation werden?

PV: Ich bin nicht sehr originell, wenn ich sage, dass für mich die größte Herausforderung für Frankreich die des Großen Austausches ist. Weil es eine tödliche Herausforderung für das Überleben meines Landes, und natürlich anderer europäischer Länder, ist.

F: Zwei vielversprechende rechte Kandidaten bewerben sich nun um die Nachfolge von Macron, Marine Le Pen, die zuletzt etwas unbeholfen agierte, und Eric Zemmour, der wie ein Meteor aufgestiegen ist. Hat Macron schon einen Grund, sich die Hände zu reiben?

PV: Macron hat allen Grund, sich die Hände zu reiben, weil das Ergebnis der Wahl im Voraus bekannt ist: Vorbehaltlich eines Wunders (aber ich glaube nicht an Wunder…) wird Macron wiedergewählt, weil, wie de Gaulle schon sagte: „Die Franzosen sind Kälber“.

F: Der große Austausch, an den laut einer Umfrage 67 % der Franzosen glauben sollen, ist ein großes Thema. Marseille zum Beispiel könnte angesichts des aktuellen Trends bereits in zehn Jahren überwiegend muslimisch sein. Welche Lösung hat Terre et Peuple im allgemeinen für dieses große Problem der Überfremdung in Frankreich?

PV: Es gibt nur eine Lösung, um die Frage des Großen Austausches zu lösen: das große „Reinemachen“. (kurz: der Abzug oder die Zurückdrängung der nicht erwünschten oder nicht integrierbaren Fremden). Dies wird durch einen Krieg geschehen, einen „Rassenkrieg“. Doch wie viele Franzosen wagen es, diese Lösung in Betracht zu ziehen? Die Geschichte wird es zeigen, denn früher oder später wird sich die Frage stellen.

F: Die Europäische Union hat in Frankreich nicht allzu viele Freunde. Wie sieht Ihre Organisation die Union und in diesem Zusammenhang die Ukrainekrise, vor allem auch eine Neuordnung Europas?

P:V: Die Europäische Union bringt Europa um. Diese kann nur als eine Konföderation von wirklichen Ländern, das heißt von Völkern und Vaterländern bestehen. Im Moment ist es nur ein schöner Traum …

F: Was hat Terre et Peuple für dieses Jahr noch geplant, was werden die nächsten Projekte sein und wie läuft die aktuelle Zusammenarbeit mit ähnlichen Organisationen in Frankreich und Europa?

PV: Wir haben geplant, regionale Tage in unseren Provinzen zu organisieren, um unsere Aktivitäten zu dezentralisieren. So wird es zum Beispiel einen Tag der provenzalischen Identität und Tage über die Ursprünge des Globalismus geben. Wir haben brüderliche Beziehungen zu bestimmten Organisationen wie Les Lansquenets von Gabriele Adinolfi.

Ich danke für das Gespräch und füge eine Ihrer Aussagen, die Sie an anderer Stelle einmal zu Papier gebracht haben, als passenden Schluss unseres Gesprächs an:  In dieser Zeit der Schwäche, des Rückzugs, des Widerwillens, der Loslösung, der Unterwerfung sind die Mitglieder von Terre et Peuple die Wächter des Tempels, in dem die Flamme der Treue brennt…Denn wenn alle verraten, werden wir treu bleiben.

Präsidentschaftswahl https://youtu.be/itXJvo25H5I

Pierre Vial https://youtu.be/JWoWWvf5e3A

*Terre & Peuple begreift sich als identitäre europäische Widerstandsbewegung die das Volk angesichts drohender Gefahren auf regionaler wie auch auf nationaler Ebene im europäischen Geiste kulturell aufrüsten möchte: www.terreetpeuple.com Gleichlautende Organisationen gibt es in einigen europäischen Ländern.

Als befreundete Initiative, die in diesem Sinne ähnlich tätig ist, wäre im deutschsprachigen Raum unter anderen das dem Untergang Europas ebenfalls Widerstand leistende Ahnenrad.org von Pierre Krebszu nennen.

 Als Anhang ein gewiss kontrovers zu diskutierender Kommentar zum Ukraine-Krieg von Pierre Krebs: 

Diese Lüge ist nicht mit „weißem Faden “ genäht – wie man in Französisch sagt, sondern mit einer „weißen Kordel “ !

Es genügt, an die elementarste Vernunft zu appellieren.

1. Die Russen sind nicht aus dieser Region geflohen, sie haben sich aus ihr zurückgezogen, weil sie für sie nicht mehr von Interesse war. Die Ukrainer bemerkten dies nicht einmal und bombardierten die Kleinstadt Butchanoch mehrere Tage lang, was die zivilen Opfer, z. B. auf den Straßen erklärt. Die fraglichen Leichen stammen vom 1. April, also nach demAbzug der russischen Armee am 30. März (nicht 400, sondern angeblich 217)

2. Es gibt verschiedene Gruppen von Leichen, solche, die bei Bombenangriffen getötet wurden und solche, die in Kellern hingerichtet wurden. Aber nicht von den Russen, sondern von den Ukrainern, nachdem die Russen weg waren. Es handelt sich bei den Toten um russophileUkrainer, die eine weiße Armbinde trugen und von denen einige auch einesignifikante Wunde tragen, nämlich die des Beinschusses – bei russischen Gefangenen: siehe das von den Ukrainern selbst gedrehte Video.

3. QUI BONO?

a) Welches absurde Interesse hätten die Russen daran gehabt, Zivilisten zu liquidieren, wohl wissend, daß man ihre Leichen finden würde… mit den bekannten medialen Folgen. …?!

b) Das Massaker von Katyn hatte neben dem Schrecken zumindest einen praktischen Nutzen für die Sowjets: Sie wollten sich einer gefährlichen militärischen Elite entledigen.

c) In solchen Situationen ist es nicht der Siegreiche, der diese Gräueltaten begeht (er hat sie nicht einmal nötig), sondern der Verlierer (entweder aus primärer Rache oder, wie in diesem Fall, aus strategischen Gründen : Da die Auslösung des Weltkriegs mit der NATO noch nicht gelungen ist,müssen jetzt Schockbilder herangezogen werden, die vom gesamtenwestlichen Medienapparat vor intellektuell gelähmten Massen verbreitet werden (es gibt heute noch Menschen, die mit Masken in den Supermarktgehen, und zwar viele … obwohl das ab heute nicht mehr vorgeschrieben ist …).

Die Russen können nun tun, was sie wollen, um diese Bilder in den Köpfender Massen auszulöschen, es wird ihnen nur sehr schwer gelingen. Zumal sie in diesem Informationskrieg völlig unterlegen sind, da sie zu naiv und zu ehrlich sind. Die Zahlen des Kriegsministeriums über Verluste usw. sind im Großen und Ganzen sehr objektiv. Die westlichen Medien hingegen sind seit Jahrzehnten auf die gröbsten Lügen trainiert. Ja, in diesem Bereich sind sie unbestreitbar die einzigen großen Meister.Aber vergessen wir nicht: Wenn wir von Massen sprechen, dann sind esdie Massen der (größtenteils degenerierten) Weißen. Die berühmte Weltgemeinschaft gibt es nicht mehr. Russland, China, Indien, Brasilien,sogar kleine südamerikanische Länder (Venezuela) … und Afrika gehören nicht mehr dazu und stehen derzeit in unterschiedlichem Maße auf der Seite Rußlands in seinem Krieg gegen den Westen. So paradox es auch klingen mag, Rußland (mit einigen kleinen Verbündeten in Osteuropa) hat sich ALLEINE gegen den Rest der weißen Welt gestellt! Westeuropa, USA,Kanada, Australien, Neuseeland usw. . Es war die Politik des Westens, die sie dazu zwang, sich Verbündete unter den farbigen Völkern zu suchen wenn sie überleben wollte.

Die russische Armee bereitet sich nun auf die entscheidende Schlacht vor, die Schlacht um den Donbass, die reiche Industrieregion (Mariupolbesitzt das größte Stahlwerk Europas). Die Ukrainer stellen immerhin noch etwa 100.000 Soldaten auf, die von den Vasallen der USA sehr gut ausgebildet, entsprechend bewaffnet und fast ein halbes Jahrhundert langvon der westlichen Propaganda „formatiert“ wurden. Sie werden versuchen (ca. 40.000 aus dem Westen), sich denjenigen anzuschließen,die derzeit im Osten (ca. 60.000) in die Zange genommen werden. Aber die schweren militärischen Mittel sind praktisch zerstört, ebenso wie die Kommunikation (aber das übernimmt die NATO) und die Flughäfen; die Marine existiert nicht mehr und die wenigen Treibstofflager, die sie noch haben, werden regelmäßig von der Luftwaffe zerstört. Andererseits wird sich die russische Armee endlich um die Westgrenze kümmern, um nach und nach alles zu eliminieren, was der Westen ihnen lieferte.

Das Ziel ist nun die Wiederherstellung der „NovoRossija“, diesmal jedoch vom Norden der Ukraine bis in den Süden (Odessa), sozusagen entlang des östlichen Dnepr. Was von der Westukraine übrig bleiben wird, ist einlästig wie ein Kropf (die Oligarchen sind dabei, sie aufzugeben). Die wenigen wertlosen Brocken, die im Westen der Ukraine übrig bleiben …um die kann sich dann die Europäische Union kümmern.

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Wer anderen eine Grube gräbt …

Qui creuse une fosse pour les autres

Who digs a pit for others

Gastkommentar von Werner Königshofer*

Das hätten sich Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck und seine EU-Genossen hinter die Ohren schreiben sollen! Denn jetzt stecken sie selbst in der Grube, die sie in ihrer grenzenlosen Dummheit, Überheblichkeit und fatalen Amerikahörigkeit den Russen geschaufelt haben. Denn Putin hat den Spieß jetzt umgedreht und verlangt nun die Bezahlung von russischem Gas (zwar noch nicht sofort, red.Anm.) in Rubel. Sonst gibt es kein Russengas mehr, hat er unmissverständlich klargestellt. Aber noch immer nehmen die Polit-Dummköpfe im Westen diese Ansage nicht ernst.

Aber was bedeutet das in letzter Konsequenz? Die westlichen Gaskunden müssen dann Rubel, die sie selber nicht besitzen, um teures EURO-Geld bei russischen Banken kaufen, um ihre Rechnungen bei Gazprom und anderen Lieferanten bezahlen zu können. Kurse und Spesen für diese Währungsmanipulation werden dann logischerweise auch die russischen Banken festlegen – und sich dabei ein schönes Körberlgeld verdienen. Der Kurs des Rubel wird sich dadurch wieder erholen und die russischen Lieferanten werden wiederum über jenes Geld verfügen, das sie brauchen, um ihre eigenen Kosten (Personal= und Sachkosten) zu bedienen.

Die westlichen „Experten“ dachten, die Russen würden sich das niemals trauen und deshalb Rubel drucken und damit die Inflation in Russland anheizen. Sie dachten auch in völliger Ahnungslosigkeit, Gazprom und andere Lieferanten ließen sich die Gasrechnungen weiter hinauf ihre, dank westlicher Sanktionen gesperrten, EURO-Konten bezahlen? Wie naiv sind eigentlich diese europäischen Politiker und ihre „Experten“, dass sie sich von einem senilen Biden und seinen „sozialistischen Demokraten“ in eine solche Fallen lockenlassen? Die Profiteure dieser Boykott-Politik sind vor allem die USA und ihre Milliardäre!

Jetzt warten sie auf die große Chance, um ihr dreckiges und teures Fracking-Gas an die EU verkaufen zu können. Die toten Kinder in der Ukraine scheren sie wenig. Hat doch die kürzlich verstorbene Ex-US-Außenministerin Madeleine Albright zum Irak-Krieg und dendamaligen Sanktionen gemeint: 500.000 tote Kinder waren das schon wert. Krieg ist immer schlimm und jeder Krieg hat viele Väter! Auch dieser Krieg in der Ukraine.Bezahlen müssen das wie immer die kleinen Leute. Die Kinder, die Bürger und die einfachenSoldaten auf beiden Seiten – und wir EU-Bürger mit unserem Steuergeld und unseren Ersparnissen aufgrund der Dummheit (oder Käuflichkeit ?) unserer Politiker!

Und rede da ja niemand von einem „sinnlosen Krieg“! Denn dieser Krieg macht sehr wohl Sinn für die Kriegstreiber und Kriegsgewinnler auf beiden Seiten des Atlantiks. Cui bono? So fragten sich schon die alten Römer. Und das sollten auch wir uns fragen und nicht einfach der westlichen Propaganda auf den Leim gehen!

*DDr. Werner Königshofer. NR-Abgeordneter a.D, Historiker, Jurist, Patriot

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Eine Lanze für die Wahrheit

Une lance pour la vérité

A spear for the truth

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges sprach Lord Arthur Ponsonby im englischen Unterhaus über den seiner Meinung nach unmöglichen Wunsch eines Gleichgewichtes der Kräfte in Europa. Dies führe, so Ponsonby zu zwei bewaffneten Lagern, „die sich gegenseitig mit Argwohn, Feindseligkeit und Hass anstarren… und die Menschen bluten lassen um die Rüstung zu bezahlen“. Auch heute gut inszeniert, und der ausgewiesene Pazifist Ponsonby würde wohl darüber staunen, dass dieser Wahnsinn selbst im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen noch möglich ist.Aber“ so las ich es irgendwo, „die bewaffnete Vertretung der Rüstungs-Konzerne, die NATO, hat alles nur Mögliche getan, um in der Ukraine so lange zu zündeln, bis es zum Kriegsbrand kam“. Der belgische Journalist Michel Collon nannte die NATO sogar eine „kriminelle Organisation“.

Und nichts ist beim Zündeln, im Krieg und danach so hilfreich wie Propaganda, wenn man noch dazu die Mehrheit der „unabhängigen“ Medien hinter sich weiß. In seinem Buch „Falsehood in Wartime“ beschrieb der Politiker  und Schriftsteller Ponsonby die auch heute noch gültigen Methoden der Kriegspropaganda der Kriegführenden im Ersten Weltkrieg, darin sich der berühmte Hinweis findet: „When war is declared, truth is he first casuality“ (Nach der Kriegserklärung ist die Wahrheit das erste Opfer“). Seine Darstellung brachte die belgische Historikerin Anne Morelli in ihren „Principes élémentaires de propaganda de guerre“ („Die Prinzipien der Kriegspropaganda“)  in eine übersichtliche, zeitgemäße Form, die aus westlicher Sicht – durch Anmerkungen von mir ergänzt – ganz aktuell dann so aussehen würden:

1.Wir wollen keinen Krieg (wollen nur herrschen) .                                                              2. Der Gegner trägt allein die Verantwortung (Russland heute)
3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel (Putin)
4. Wir kämpfen für eine gute Sache (Demokratie der Konzerne).
5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen (Chemiewaffen , lt. Bush und jetzt  Biden)                                                                            6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich (siehe Hiroshima, Vietnam, Irak u.a.)
7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.                                                                   8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache (wollen sie gefördert werden).
9. Unsere Mission ist »heilig« (gegen das Reich des Bösen)                                                             10. Wer unsere Berichterstattung anzweifelt, ist ein Verräter. (Putinversteher z.B.)

Zum besseren Verständnis hier eine natürlich unvollständige Liste von Kriegen, vor Jahren von Ticinolive präsentiert, die nach dieser Methode von den USA geführt wurden:

Zehn Kriege und zehn Lügen der USA

1. Vietnam (1964-1975)

Die Lüge: Am 2. und 3. August 1964 griff Nordvietnam zwei amerikanische Kriegsschiffe im Golf von Tonkin an.

Die Wahrheit: Der Anschlag hat nie stattgefunden. Er war eine Erfindung der amerikanischen Regierung.

Das Ziel: Die Unabhängigkeit Vietnams zu verhindern und die Vorherrschaft der USA in der Region zu erhalten.

Die Folgen: Millionen von Opfern, genetische Missbildungen, enorme soziale Probleme.

2. Grenada (1983)

Die Lüge: Die kleine Karibikinsel wird beschuldigt, eine sowjetische Militärbasis zu bauen und das Leben amerikanischer Bürger zu gefährden.

Die Wahrheit: Alles falsch. Die Nachricht wurde im Auftrag des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan verbreitet.

Das Ziel: Die sozialen und demokratischen Reformen von Premierminister Maurice Bishop (der im Oktober 1983 erschossen wurde) zu verhindern.

Die Folgen: Brutale Unterdrückung und Konsolidierung der Kontrolle Washingtons.

3. Panama (1989)

Die Lüge: Die Invasion wird durchgeführt, um Präsident Manuel Noriega wegen Drogenhandels zu verhaften.

Die Wahrheit: Obwohl er ein Schützling der CIA war, beanspruchte Noriega die Souveränität über die Gebühren des Panamakanals. Diese Forderung war für die Vereinigten Staaten untragbar.

Das Ziel: Die Kontrolle der USA über den Kanal, einen strategischen Kommunikationsweg, zu erhalten.

Die Folgen: Die US-amerikanischen Bombenangriffe töteten Tausende von Zivilisten, ohne dass die Medien und die Öffentlichkeit dies bemerkten.

4. Irak (1991)

Die Lüge: Irakische Soldaten töteten kuwaitische Frühgeborene, indem sie diese aus ihren Brutkästen rissen.

Die Wahrheit: Eine Erfindung der Werbeagentur Hill & Knowlton, die vom Emir von Kuwait bezahlt wurde.

Das Ziel: Den Nahen Osten daran zu hindern, sich gegen Israel aufzulehnen und sich der US-amerikanischen Kontrolle zu entziehen.

Die Folgen: Viele Kriegsopfer (eine Million, Anm.) und ein langes Embargo, das auch Medikamente betraf.

5. Somalia (1993)

Die Lüge: Der französische Politiker und Arzt Bernard Kouchner inszeniert sich als Held einer humanitären Intervention.

Die Wahrheit: Vier US-amerikanische Unternehmen hatten einen Teil des ölreichen Untergrunds von Somalia gekauft.

Das Ziel: Die Kontrolle über das Öl und eine militärisch strategische Region.

Die Folgen: Da die USA das Land nicht kontrollieren konnten, herrschte in der Region ein anhaltendes Chaos.

6. Bosnien (1992-1995)

Die Lüge: Die US-amerikanische Firma Ruder Finn und der damalige französische Gesundheitsminister Bernard Kouchner inszenierten eine Reihe von serbischen Vernichtungslagern.

Die Wahrheit: Ruder Finn und Kouchner hatten gelogen. Es handelte sich um Lager, in denen Gefangene darauf warteten, gegen andere Gefangene ausgetauscht zu werden. Dies hat Alija Izetbegovic, Präsident von Bosnien-Herzegowina von 1990 bis 1996, zugegeben.

Das Ziel: Das zu weit links stehende Jugoslawien zu zerschlagen, sein Sozialsystem zu beseitigen, die Region den multinationalen Konzernen zu unterwerfen, die Donau und die strategischen Kommunikationswege auf dem Balkan zu kontrollieren.

Die Folgen: Ein vier Jahre dauernder grausamer Krieg zwischen Muslimen, Serben und Kroaten.

7. Jugoslawien (1999)

Die Lüge: Die Serben begehen Völkermord an den Kosovo-Albanern.

Die Wahrheit: Es war eine Erfindung der NATO, wie der offizielle Sprecher Jamie Shea später zugab.

Das Ziel: Die Dominanz der NATO auf dem Balkan durchzusetzen und eine amerikanische Militärbasis im Kosovo zu errichten.

Die Folgen: Tausende von Opfern der NATO-Bombardements. Ethnische Säuberung im Kosovo durch die albanische paramilitärische Organisation UÇK – die «Befreiungsarmee des Kosovo» – die unter dem Schutz der NATO stand.

8. Afghanistan (2001)

Die Lüge: US-Präsident George Bush wollte die Anschläge vom 11. September 2001 rächen und Osama Bin Laden, einen ehemaligen Freund der Vereinigten Staaten und blutrünstigen Anführer von Al-Qaida, gefangen nehmen.

Die Wahrheit: Es gab keinen Beweis für die Beteiligung von Al-Qaida und Bin Laden an den Anschlägen vom 11. September. Nach Ansicht der «Verschwörungstheoretiker» wurden die Anschläge sogar von den amerikanischen Geheimdiensten organisiert.

Das Ziel: Militärische Kontrolle über das strategische Zentrum Asiens, Bau einer Gaspipeline zur Kontrolle der Energieversorgung in Südasien.

Die Folgen: Langfristige Besetzung und ein starker Anstieg der Opiumproduktion und des Opiumhandels.

9. Irak (2003)

Die Lüge: Der irakische Präsident Saddam Hussein besaß Massenvernichtungswaffen, wie General Colin Powell vor den Vereinten Nationen erklärte und mit einem Reagenzglas untermauerte, das angeblich eine gefährliche Substanz enthielt, die in irakischen Labors beschlagnahmt wurde.

Die Wahrheit: Die Regierung in Washington hatte angeordnet, entsprechende Dokumente zu fälschen (Fall Libby) oder zu erstellen.

Das Ziel: Die Kontrolle über das irakische Öl und damit über die Käufer: China, Europa, Japan…

Die Folgen: Im Irak begann ein langer Bürgerkrieg; experimentelle Waffen und Uranmunition richteten mehr genetischen Schaden an als die Hiroshima-Bombe.

10. Libyen (2011)

Die Lüge: Der libysche Oberst Muammar Gaddafi will die Bevölkerung von Benghazi massakrieren. Eine westliche Militärintervention ist notwendig, um ein Blutbad zu verhindern. US-Präsident Barack Obama und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben den Krieg gegen Libyen unter Verletzung der UN-Resolution 1973 begonnen.

Die Wahrheit und das Ziel: Die Kontrolle über das Öl und die Ölgesellschaften im Land, das Ende des ersten afrikanischen Satelliten RASCOM 1, die Beendigung des Afrikanischen Währungsfonds, die Einrichtung einer Africom-Militärbasis in Libyen und die Tötung Muammar Gaddafis.

Die Folgen: Fast 50’000 Libyer wurden bei NATO-Luftangriffen getötet.

Quelle: Ticinolive: Le 10 guerre e le 10 menzogne degli Stati Uniti – 4. Dezember 201

Anmerkung zum Ukraine-Krieg:

Ja, Putin führt Krieg, keine Frage. Aber ist es sein Krieg? Und ja, Kriegsverbrechen sind leider möglich, beiderseits, wobei über jene der Ukrainer (und Herrn Zelenskys Rolle) sicher noch zu reden sein wird. Doch kein Land hat so viele Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg begangen, wie die Vereinigten Staaten, nach Noam Chomsky:“World´s biggest Terrorist“. Dass gerade diese jetzt mit einem Rattenschwanz an Vasallen im Gefolge als Ankläger auftreten, ist eine Verhöhnung von Wahrheit und Gerechtigkeit. Sollte Putin vor Gericht kommen, dann, bitte, auch gleich Biden und alle noch lebenden amerikanischen Ex-Präsidenten dazu.

Zum Thema

Geständnis von Victoria Nuland https://youtu.be/skHJ251ogfA

Klartext Generalmajor Schulze-Rhonhoff https://youtu.be/mHzDonjwYZg

Beim Lügen erwischt https://bachheimer.com/images/2022/aktuell/ukraine_tag14/VID-20220309-WA0003_3.mp4

 

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Der Krieg den einige im Westen wollten

 La guerre que certains en Occident voulaient

The war that some in the west wanted

Nach Heraklit sei der Krieg der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen mache er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien. Das weiß man nur allzu gut. Aber auch das: dass der Krieg zerstört, aber auch neu ordnet. Europa das wieder einmal schlafwandelnd in eine ihm vom großen Bruder gestellte Falle getappt ist, wird diese neue Ordnung in der ihm auf unabsehbare Zeit die Rolle des Nebendarstellers zufallen wird, ganz sicher nicht mehr bestimmen. Dieses Europa könnte aber auch, falls der Druck und die Hetze gegen Russland und alles Russische verstärkt werden und in der Folge die Ereignisse außer Kontrolle geraten, als lebenswerte Heimat für die Erben einer einst großen Zivilisation aufhören zu bestehen.

Dabei fehlte es in all den Jahren nach dem Mauerfall nicht an Warnungen. Max Ottes Quellensammlung entnehme ich dass T. Carpenter (Cato-Institut) bereits 1994 die Osterweiterung eine Provokation gegenüber Russland nannte. Heute, so derselbe, hätten wir den „Preis der Überheblichkeit der USA“ zu bezahlen. 1996 meinte Friedensforscher Frank Blackaby (SIPRI-Institut), jede russische Regierung werde auf eine NATO-Osterweiterung militärisch wie politisch reagieren und Europa werde auf einen Kalten Krieg zusteuern. Ein Jahr später warnten 50 Experten Bill Clinton vor einer solchen Erweiterung, denn sie wäre ein politischer Fehler historischen Ausmaßes. Und der Diplomat George F. Kennan wie auch der Autor des Buches „Die Israel Lobby“ , John J. Mearsheimer , sahen schon sehr früh eine Neutralität der Ukraine als einzigen Ausweg um einen Krieg zu verhindern. Ein Kommentator des „Kurier“ weiß das natürlich besser, denn nach dessen Meinung habe man es mit einer „Mär von der Bedrohung Rußlands durch die nach Osten erweiterte NATO“ zu tun. Hält er seine Leser für Trotteln?

Tatsache ist: die Osterweiterer in ihrem Lauf hielten weder Ochs noch Esel auf, also reagierte Russland. Die für diesen Krieg Hauptverantwortlichen, die mit ihrer auf die Beherrschung des eurasischen Großraumes ausgerichteten Politik eigentlich den heutigen Putin geschaffen haben, hatten für diese Warnungen kein Ohr, sie hatten eben andere Pläne. Dabei konnten sie stets mit ihren Lakaien in der Europäischen Union und korrupten ukrainischen Politikern rechnen. Um am Ende einer von ihnen angestifteten Konfrontation, aus den ökonomisch ausgebluteten Ländern Russland und Ukraine den höchstmöglichen Profit zu erzielen. Wobei neben politisch-geostrategischen Interessen vor allem die wertvollen, zum Teil seltenen  russischen Rohstoffe  im Fokus der Begierde sein dürften. Doch um an das angestrebte Endziel zu gelangen, müsste – wie in anderen Ländern zuvor- auch in Moskau ein „Regime Change“ über die Bühne gehen. Dazu zu könnte ein für Russland verlustreicher Krieg oder gar Putins Niederlage nützlich sein.

Putin der „in seiner ersten Amtszeit eine Chance für Europa war“ (Gabriele Krone-Schmalz) und sich zu Recht betrogen und hintergangen fühlte, hat nun, wohl seiner Logik und seinem Verständnis folgend, den Krieg den der Westen schon längst aggressiv gegen Russland mittels militärischer Einkreisung führte, auf eine ganz andere Ebene gehoben, auf der nun für ihn wie auch für den Westen vieles auf dem Spiel steht. Doch wenn man einen Bären bis zur Weißglut reizt, sollte man sich nicht heuchlerisch wundern, wenn er richtig ausrastet. In diesem Zusammenhang überrascht es mich, dass auch ein profunder Russlandkenner wie Professor Gerhard Mangott Putins Schritt, der  allerdings nicht nur aus westlicher Sicht gewiss bedenklich ist, nicht nachvollziehen kann oder will.

Nun haben wir also einen grauslichen  Krieg und in diesem gibt es nun, für viele anscheinend überraschend, auch Tote. Darunter nicht wenige ukrainische Zivilisten, die zu beklagen sind, die aber in vielen Fällen von einer verantwortungslosen Regierung bewaffnet und vom Präsidenten selbst angefeuert zwar tapfer aus Wohnhäusern oder öffentlichen Gebäuden auf russische Panzer zu schießen pflegen Dass diese das Feuer erwidern, scheint aber nun vor allem westliche Pharisäer zu empören.  Aber immerhin konnten unsere „unabhängigen“ Journalisten Herz zerreißende Bilder übermitteln, von verzweifelten oder toten Menschen und zerstörten Wohnblocks, die Russen mutwillig und aus reiner Bösartigkeit zerstört haben sollen, und von Flüchtlingen, die ihr Heil im Westen zu finden glauben. Dies ist wohl auch keine Überraschung.

Eine solche ist es ebenfalls nicht, wenn nicht zuletzt der Spät-Kreuzzügler und Oberheuchler Joe Biden der Meinung ist, der Russe allein sei schuld an dem Krieg. Da fiel bekanntlich dem republikanischen Senator Lindsey Graham gerade noch ein: Putin sollte mit allen Mitteln beseitigt werden. War zu erwarten, denn in der Beseitigung von ausländischen Staatsmännern hat diese für viele vorbildliche Supermacht ja schon Erfahrung genug. Doch warum nicht zur Abwechslung wieder einmal ein Attentat auf einen amerikanischen Präsidenten? Nur sollte es dann  nicht den falschen, einen wie Kennedy erwischen. Dieser wusste wenigstens Bescheid: „Man dürfe die Russen nicht dämonisieren“.  Genau das geschieht heute im Übermaß, doch schlimmere Potentaten als Putin oder gar der „Schurkenstaat USA“ (Noam Chomsky) selbst werden da eher mit Glacehandschuhen angefasst, wenn überhaupt. Im gegen Jemens Schiiten Krieg führenden  Saudi-Arabien, dem Lieblings-Handelspartner einiger Länder im Westen, finden täglich mehr als 80 Hinrichtungen statt. Schon etwas von Sanktionen gehört?

In unserem offensichtlich von der NATO gesteuerten „Mainstream“ liest man beinahe ausnahmslos vom „Kriegsverbrecher“ Putin,  vergleicht diesen,  wie die einst kriegsbegeisterte Hillary Clinton es tat, mit Hitler, nennt ihn, wie schon Obama, einen „Paria“, verkehrt aber, da es der eigenen Sache oder Karriere nützlich sein kann, ungeniert mit solchen anderswo. Und schon wieder meldet sich der Mann vom „Kurier“ zu Wort und sieht nur mehr den „Verbrecher der sie (Russen und Ukrainer) weiter in tief-sowjetische Finsternis stößt“. Nicht zuletzt bekommt, wie einst die Deutschen,  auch das russische Volk pauschal sein Fett ab. Schadenfreude würde ich der NATO-Journaille dennoch nicht empfehlen, denn Putin fordert den Westen ja nicht nur heraus, er zeigt auch das Ende dessen Vorherrschaft auf. Mit den Worten des  ehemaligen französischen Außenministers Hubert Vedrine : „Der Westen hat kein Machtmonopol mehr“. Und so könnte auch die vom Westen angefangene Globalisierung doch noch als Fiasko enden.

Wenn auch die westlichen, vor allem deutschen Medien sich dessen ungeachtet weiter als folgsam bis zu den Trümmern ihres Endsieges erweisen und vorerst noch reiche Ernte einfahren können. Daher berichtet der „Mainstream“ ja auch kaum etwas über die Schattenseiten der von Oligarchen und westlichen Geheimdiensten unterwanderten und von diesen abhängigen ukrainischen Regierung. So erfährt der Medienkonsument auch nicht, dass der Chefberater des ukrainischen Generalstabchefs nebenbei Kommandant einer rechtsextremen Privatarmee ist, und ignoriert, dass Saboteure, angeblich auf Wunsch des ukrainischen Präsidenten, in einem ukrainischen AKW  Feuer gelegt haben sollen, um es Russland in die Schuhe schieben zu können. Und da in diesem korrupten Land alles möglich sein soll, lässt man von ukrainischer Seite vielleicht auch auf Flüchtlinge schießen, um danach ein solches Verbrechen den Russen anzulasten zu können?  Genauere Recherchen dazu bleiben aus, aber wo sich gerade die „Geliebte“ Putins aufhält, da glaubt man fündig geworden zu sein. Ist ja auch immens wichtig.

Dabei gäbe es durchaus auch Interessantes über die ukrainische „Visage de l´honneur“ (so Macron) namens Zelensky zu berichten der, bevor er Präsident wurde, laut „Pandora Papers“ gemeinsam mit dem jetzigen Sicherheitschef der Ukraine eine millionenschwere Briefkastenfirma in der Karibik betrieben haben soll und angeblich eine Immobilie in London sein Eigen nennen darf. Aus der „Firma“  soll er zwar offiziell ausgeschieden sein, doch seine Frau, die mutig „an der Seite ihres Mannes kämpft“ (so Kanzler Nehammers bessere Hälfte) darf  angeblich freundlicherweise „hart erarbeitete“ Dividenden entgegennehmen. Gewiss nicht im Schützengraben. Wo bleibt da angesichts des ukrainischen Elends eigentlich die viel zitierte hohe Moral des Herrn Zelensky, dem ein Naheverhältnis zu einem milliardenschweren „Gauner mit Format“ (so Putin) nachgesagt wird?

Doch wenn nun einer wie Alexander Onischenko, einst Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Poroschenklo, behauptet, niemanden in der Ukraine zu kennen, der nicht korrupt sei, dann mag das für die politische und gesellschaftliche Elite des Landes, zu der auch eine von westlichen Medien geschätzte korrupte Feindin des Wladimir Putin gehört, stimmen, für die Mehrheit des Volkes sicher nicht. Doch stellt sich immerhin die Frage: mit wem verhandeln EU- oder NATO-Politiker eigentlich in Kiew, mit einer korrupten und milliardenschweren Elite etwa? Und diese „verteidigt die Interessen der zivilisierten Welt“, wie die Aussage eines jungen aber naiven Ukrainers glauben ließe? Dieser junge Mann weiß noch nicht, dass diese zivilisierte Welt gerade den letzten Akt einer Tragödie spielt. Schließlich ist ja nicht nur der Historiker Niall Ferguson vom Untergang des Westens überzeugt; selbst die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern. Und spricht nicht auch dieser schreckliche, selbst zerstörerische Krieg für einen Abgesang des Westens?

Selbstverständlich war es aus heutiger Sicht, selbst wenn man ihn dazu genötigt hat, und unabhängig davon, was uns die Geschichte noch lehren wird,  politisch-strategisch gesehen ein großer Fehler Putins auf diese wenig sinnvolle und anscheinend zu wenig durchdachte Weise vorzugehen. Und auch Kiew hat schwere Fehler begangen, indem es zu leichtsinnig den Versprechungen des Westens vertraut und sich nicht an Vereinbarungen (Ost-Ukraine, Minsk) gehalten hat. Mehr Klarheit wird man allerdings erst später haben, vor allem auch darüber, was der Krieg aus Putin und Russland gemacht haben wird, und, nebenbei bemerkt, auch aus uns. Doch vorerst gebieten das unfaire Verhalten des Westens, vor allem dessen Heuchelei, Putin und Russland nicht die ganze Schuld anzulasten. Und doch: am liebsten würde man Putin schon morgen im Gulag sehen, derweil unsere kriegsgeilen Freunde Bush, Clinton und Obama noch immer frei herumlaufen.

Übrigen hätte ich nichts dagegen, wenn eine hohe Anzahl von hilfs-und schutzbedürftigen Ukrainern vorübergehend aufgenommen,  im Gegenzug aber die selbe Anzahl an Asylbetrügern umgehend abgeschoben würde. 

Zum Schluss noch ein Anhang mit Österreich-Bezug:                                                                       

Nun reiste also eine österreichische Politikerdelegation in die Emirate um anstatt aus dem bösen Russland aus den ach so freundlichen Emiraten sündteures Gas zu beziehen. Noch dazu aus einer Region, wo jederzeit ein Krieg ausbrechen kann, Zusagen halb so viel wert, wie russische  sind und wo aus rechtsstaatlich-demokratischer Sicht die Menschenrechte Tag für Tag missachtet werden. Und was die regierenden Tagträumer ihren Wählern nicht sagen wollen, weiß immerhin der Chef des französischen Energiekonzerns „Total: „Es gibt keine Alternative zum russischen Gas.“ Nous y voila! („Da haben wir den Salat!“)                                                                                   

In sicherheitspolitischer Angelegenheit melden sich plötzlich Politiker, Journalisten und weitere Freunde eines unfreien Österreichs zu Wort, die einen NATO-Beitritt des neutralen Landes empfehlen. Damit wir noch abhängiger von den absteigenden USA und diesen zuliebe noch mehr zur Kasse gebeten werden.                                                                                                                                       

Zuletzt noch das: Eine Bekannte meiner Frau ging mit ihrem Hund im Grünen spazieren. Als sie ihren Hund auf russisch etwas zurief, näherte sich ein Mann und fragte sie, ob sie etwa russisch spreche. Da sie dies bejahte, begann er sie zu beschimpfen und steigerte sich zu der unglaublich beschämenden Aussage: „Alle Russen gehörten aus der Welt geschafft“.  Der Mann hatte anscheinend zu viel „Mainstream“ konsumiert, der es seit Corona geschafft hat, das gesellschaftliche Klima zu vergiften und Menschen aufeinander zu hetzen.

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Kinder Leidtragende der Corona-Maßnahmen

Enfants souffrant des mesures Corona

Children suffering from the Corona measures

In einem Offenen Brief an kanadische Lastwagenfahrer nimmt der US-Wissenschaftler Robert Malone*  Stellung zur Sache Corona (Impfung und Maßnahmen) und beleuchtet dabei die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen, die seiner Meinung nach in dieser schwierigen Zeit ungenügend geschützt wurden. Gerade dieser Teil seiner Ausführungen ist nicht nur für kanadische „Trucker“ von Bedeutung, weshalb ich auszugsweise nachstehend seine Bedenken in dieser Hinsicht bringe. Denn in der Tat, Kinder, der Sinn des Lebens, wie es Moritz Schlick einmal formulierte, haben in dieser vorwiegend materialistisch geprägten westlichen Welt viel zu wenig Schutz, und das gerade auch in Corona-Zeiten in denen Kinder nicht nur einem hochrisikoreichen Experiment ausgesetzt wurden und weiter werden, sondern massenhaft mit depressiven Symptomen, Ess- und Schlafstörungen und mehr zu tun haben.Im Hinblick auf die schützenswerten Kinder schreibt also Robert Malone in diesem Offenen Brief an die kanadischen „Trucker“ Folgendes:

Obwohl ich ein dem hippokratischen Eid zutiefst verpflichteter Arzt bin, bin ich vor allem Ehemann, Vater und Großvater. Ich bitte Sie, mir einen Moment Zeit zu geben, um mit Ihnen über unsere Kinder zu sprechen und über unsere grundlegende Verantwortung, sie zu schützen. Nicht zuletzt müssen wir unsere Kinder erziehen und beschützen. Das ist Aufgabe eins. Es ist Ihre Aufgabe. Es ist mein Job. Es ist nicht ihre (der Kinder) Aufgabe, uns zu beschützen. Und in den letzten zwei Jahren haben unsere Gesellschaft und unsere öffentliche Gesundheit es versäumt, sie zu schützen.

Viele Dinge, die unser öffentliches Gesundheitssystem von uns verlangt, haben ihnen direkt geschadet. Selbstverletzung, Selbstmord und Drogenmissbrauch bei Kindern haben auf der ganzen Welt zugenommen. Angst, Mobbing, Einschüchterung, Nötigung sind zur Norm geworden. Der gemessene IQ bei sehr jungen Menschen ist gesunken. Grundlegende Verzögerungen in der Kindheit lassen sich leicht messen. Und es kommt zu körperlichen Schäden an Kindern durch die Injektion genetischer Impfstoffe, um ältere Menschen vor einem Virus zu schützen. Als Elternteil liegt es letztendlich in Ihrer Verantwortung, Ihre Kinder zu schützen. Wenn sie durch diese genetischen Impfstoffe geschädigt werden, müssen Sie sich um sie kümmern. Und Sie werden diese Last für den Rest ihres Lebens tragen.Im Durchschnitt wird zwischen einem von zweitausend und einem von dreitausend Kindern, die diese Impfstoffe erhalten, kurzfristig mit durch den Impfstoff verursachten Schäden ins Krankenhaus eingeliefert. Erst im Laufe der Zeit wissen wir, welche langfristigen Schäden auftreten können.

Die Impfstoffe schützen unsere Kinder nicht vor einer Infektion mit Omicron und hindern infizierte Kinder nicht daran, andere anzustecken. Im Gegensatz dazu sind die Pharmaunternehmen und die Regierung fast vollständig vor Schäden geschützt, die diese Produkte ihnen zufügen könnten. Wenn Ihr Kind durch diese Impfungen geschädigt wird, werden Sie sowohl mit Ihrer Trauer als auch mit der Bürde der Pflege allein gelassen.

Diese genetischen Impfstoffe können Ihren Kindern schaden. Sie können ihr Gehirn, ihr Herz, ihr Immunsystem und ihre Fähigkeit, in Zukunft Kinder zu bekommen, schädigen. Und viele dieser Schäden können nicht repariert werden. Ich bitte Sie daher, sich über die möglichen Risiken zu informieren, dass Ihre Kinder durch diese experimentellen Medizinprodukte geschädigt werden können. Lassen Sie sich von niemandem sagen, was zu tun ist. Denken Sie selbst. Denn es liegt in Ihrer Verantwortung, sie zu schützen und zu pflegen. Wenn sie Schaden erlitten haben werden, wird Ihnen keine Landesbehörde, kein Gesundheitsamt, kein Fernseharzt helfen. Sie, Ihre Familie und Ihr Kind müssen die Last selbst tragen.

Anmerkung: Ich füge hier noch eine Aussage von Robert Malone an, mit der er gewiss allen freiheitsliebenden Menschen aus der Seele spricht:

„Alternative Stimmen werden von einem wahren Wahrheitsministerium stigmatisiert, das mit „Faktenprüfern“ überfüllt ist. Die Meinungsfreiheit wird durch verschiedene Formen der Zensur und Selbstzensur eingeschränkt; Das Selbstbestimmungsrecht der Menschen wird durch Zwangsimpfstrategien verletzt, die der Gesellschaft eine bisher undenkbare soziale Ausgrenzung und Segregation auferlegen.“

*Robert Wallace Malone,  US-amerikanischer  Virologe, Immunologe und Molekularbiologe, Mitentwickler der mRNATechnik, in letzter Zeit  wegen seiner Warnungen bezüglich der mRNA-„Impfungen“  Zielscheibe der  Corona-Profiteure in Politik und Medien.

 

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