Denkmäler für Kannibalen?

Des monuments pour les  Cannibals?

Monuments für  Cannibals?

 

In verrückten Zeiten wie diesen kommen einem nicht nur Aldous Huxley und George Orwell in den Sinn, aber die besonders auch. „Big Brother“ wird ja sichtlich mehr und mehr zu unserem seiner Vollendung zustrebenden ständigen Begleiter, während die Konturen der hässlichen „schönen neuen Welt“ sich stärker denn je nicht nur an unserem geistigen Horizont abbilden. Und das alles geschieht ohne Verursacher, ohne planende Hand, einfach als Zwangsläufigkeit der Evolution? Der Herzog de la Rochefoucauld (1613-1680) war noch der Meinung, die Welt werde von Zufall und Laune regiert. Das wahrscheinlich auch, aber nicht nur, dafür legen unter anderem gerade Klima- und Corona-Hysterie ein eindrucksvolles Zeugnis ab. Schon möchte man meinen, es könne verrückter nicht gehen. Es geht.

Ray Bradbury, in dessen Roman „Fahrenheit 451“ die Feuerwehr dazu da ist, Brände zu legen, statt zu löschen, und wo sich eine unmündige Gesellschaft in Vergnügungsparks die Langeweile totschlägt, hatte es geahnt. Die Mehrheit heute, aufgepeppt mit Massen-„Events“ und Konsumvielfalt, Drogen- und Gewaltorgien, wohlwollend begleitet von den Medien, und anscheinend nichtsahnend mit Diktatur-Vorboten im Schlepptau, verzichtet auf eigenständiges Denken. Und sieht zu, wie die Politik klammheimlich der Bürgerkriegsfront neue Kämpfer aus dem Asylhinterland zuführt. Eine Entwicklung, insgesamt begünstigt durch Erosion und Preisgabe von überlieferten Werten, Traditionen und Haltungen und den Rückbau der allgemeinen Bildung überhaupt. Eine sozial und ökonomisch wenig verheißungsvolle Zukunft zwar vor Augen, torkelt, den neuen Göttern ergeben, der gefesselte Souverän in das vermeintliche Paradies der Gleichen, dessen bunte aber giftige Früchte vom Baum der zu späten Erkenntnis er dann konsumieren darf.

Doch vorerst stoßen in die immer größer werdende offene Flanke eines einst geordneten nationalen wie sozialen Gemeinwesens die Gutmeinenden mit auf die Spitze getriebenen, meist US-stämmigen Denkmoden hinein, die eben diesem heimischen Kultur-Biotop den Garaus machen sollen. Was am Ende noch dazu führen könnte, dass nicht nur der Kopf eines hoheitlichen kolonialen Gewalttäters, sondern auch der eines Goethe oder Luther noch purzeln könnte. Mit allen daraus folgenden denkbaren Konsequenzen. Doch die möglicherweise als Opfer auserkorene Mehrheit ist sich noch immer nicht bewusst, dass es leider böse Absichten gibt, die lange nicht so gefährlich wären, wenn darin nicht auch eine gute Eigenschaft zu finden wäre. Sogar bei Coudenhove-Kalergie. Und gerade deshalb: Muß man denn dann nicht auch bei Ritual-Aussagen der Freimaurer wie: „Wir lehnen  alles ab, was Menschen gegeneinander  aufbringt“, besonders vorsichtig sein, wenn dasselbe doch durch freimaurerische Willkommens-Politik ermöglicht wird?

In einem ähnlichen Lichte sind zumindest die einer absurden gesamteuropäischen Kolonialschuld zu schuldenden Aussagen und Initiativen selbsternannter Rassismus-Experten zu sehen. Da meint eine sicher gut meinende farbige österreichische „Historikerin“ (besuchte immerhin einige Uni-Vorlesungen) und Mitarbeiterin schräglinker Medien allen Ernstes, wir (sie natürlich ausgenommen) würden durch das System, das „uns“ prägt, „rassistisch sozialisiert“.  Es genüge daher nicht, nicht rassistisch zu sein, man müsse antirassistisch sein, so diese Wortführerin eines exotisch anmutenden Aufbegehrens. Antifa allein genügt also nicht mehr? “Manchmal muß man Gewalt anwenden, um der Allgemeinheit zu dienen“, lässt Michael Köhlmeier die Gutmeinenden in seinen Sagen des klassischen Altertums sagen. Dem werden gut meinende „Black Lives Matter“-Feministinnen im Kampfmodus sicher zustimmen.

Und auch eine aus dem Kongo zugewanderte kampferprobte Wiener Lokalpolitikerin (SPÖ) steht längst an der Anti-Rassismus-Front.  Deren aktuelle Zielscheiben: 1. ein Denkmal wie die uralte Mohren-Apotheke, die, tief betroffen, baldige Namensänderung verspricht. 2. die Kleine Mohrengasse, die dem  „cancel culture“-Diktat (Copyright USA)  hoffentlich widerstehen wird können. Und ob der ebenso unschuldige „Mohr im Hemd“ geköpft werden wird, bleibt vorerst auch noch ungewiss. Besser zuviel als zuwenig Aufmerksamkeit in Sachen Rassismus, meinte zu den antirassistischen Erregungen eine „Mainstream“-Journalistin. Schlecht gemeint. Was zuviel ist, ist zuviel. Diese Erkenntnis scheint sogar ein Konzern wie L´Oreal ignorieren zu müssen, selbst dieser geht unnötig und feige in die Knie. Ja man verzichtet wie von einem Blitz getroffen auf neutrale Bezeichnungen wie „Aufheller“ und „Bleichen“. Geht es noch? Mehr schwarz könnte in Zukunft daher der Trend sein. Und das überall und in jeder Beziehung.

Eigentlich wollte man einmal die beste aller Gesellschaften, ja aller Welten bauen. Wunderbar. Von explizit schwarz oder bunt war aber nicht die Rede. So vernahm man es jedenfalls aus den Parteizentralen, so stand es in Absichtserklärungen. Ein neuer Europäer sollte aus den Trümmern eines großen Krieges hervorgehen. Und lange schien es auch so, Optimismus war spürbar. Doch Jahrzehnte danach sehen wir einst hehre Ideale einem diffusen Universalismus zuliebe Rhein und Donau hinunter schwimmen. Resultat: Pessimismus macht sich breit. Der neue Mensch scheint inzwischen wie der fleischgewordene Verrat am Abendland, und dieses Mal ist es nicht Deutschland, es ist Europa als Ganzes, das in Trümmern der Sorglosigkeit unterzugehen droht. Zu verdanken einer haltlosen Politik und jenen Eliten, die die Naturgesetze, und damit wohl auch den vielleicht bald einmal über eine Impfung genetisch modifizierten Menschen, dem Wahn und der Gier unterzuordnen versuchen. Aber vielleicht baut man ja dann einmal Denkmäler für Kannibalen.

 

 

 

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Ökonomie und Gesellschaft in der Krisis

Économie et société en crise

Economy and society in crisis

 

ZUR DISKUSSION

Ein kritischer Gastbeitrag von Christoph Braunschweig*

Die deutsche Wirtschaft wird weltweit zu Recht wegen ihrer Qualität und Zuverlässigkeit geschätzt und wegen ihres  Erfolges beneidet. Die duale Ausbildung und die hervorragenden deutschen Facharbeiter gelten auf der ganzen Welt als Vorbild. Der Exporterfolg der deutschen Unternehmen spricht für sich selbst! Doch die allgemeinen Rahmenbedingungen vor allem seitens der Politik verschlechtern sich zunehmend und nehmen inzwischen ein beunruhigendes Ausmaß an.

Die Zeichen der allgemeinen Wirtschafts- und Gesellschaftskrisis sind unübersehbar: Überregulierung, wuchernde Staatsbürokratie, groteskes Steuersystem, unverantwortliche staatliche Interventionen und Wettbewerbsverzerrungen, Banken- und Staatsschuldenkrise, überbordende Energiekosten aufgrund wahnwitziger „Umwelt- und Klimapolitik“, allgemeine Fortschrittsfeindlichkeit, ungeregelte Masseneinwanderung, überlastete Sozialsysteme bei gleichzeitig maroder Infrastruktur usw.

Im Zuge der Lockdown-Krise finden Forderungen nach mehr Sozialismus in Form von höheren Steuern, mehr staatlicher Lenkung und mehr Umverteilung immer mehr Anhänger. Die offenbar bereits vor vielen Monaten geplante und nunmehr systematisch betriebene Corona-Hysterie scheint seitens der politisch-medialen Herrschaftsklasse als Vorwand für kommende Zwangsmaßnahmen zu dienen, die unter normalen Umständen nicht umsetzbar wären.

Die Diskrepanz zwischen dem hohen Niveau der deutschen Wirtschaft und der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Realität ist geradezu erschreckend. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands steht seit jeher in bemerkenswertem Kontrast zu seiner politischen Schwäche bzw. Unmündigkeit.

Alle ordnungspolitischen Grundsätze der Marktwirtschaft, wie z. B. der stringente Zusammenhang zwischen Risiko und Haftung, wurden einfach über Bord gekippt. Die Finanzwirtschaft ist in die Hände von zwielichtigen Finanzsyndikaten übergegangen. Wettbewerb und Marktwirtschaft werden zugunsten einer neuen Form von Staatskapitalismus und Planwirtschaft zurückgedrängt. Eine der zwangsläufigen Folgen ist u. a. die deutliche Vergrößerung der Schere zwischen Armen und Reichen.

Seit 2010 versucht die Politik, die Schulden- und Eurokrise irgendwie in den Griff zu bekommen. Doch es ist kein Ende in Sicht – trotz aller Garantien, neuer Kredite und Versprechen. Im Gegenteil: Die Krise frisst sich immer weiter. Die Situation ist gekennzeichnet durch das Zusammentreffen unterschiedlicher, aber eng miteinander verzahnter Krisen. Die Pfeiler unseres Wohlstandes stehen im schlammigen Grund eines riesigen Schuldenmeeres. Die Finanz- und Sozialsysteme steuern dem Zusammenbruch entgegen – sie werden längst nur noch mit budgetpolitischen Tricks aufrechterhalten. Obwohl Steuer- und Sozialabgaben Rekordhöhen erreichen, steigen die Staatsschulden unaufhörlich weiter, werden die Armen immer ärmer, bereichern sich staatlich privilegierte Gruppen ungeniert, schrumpft die Mittelschicht, verlassen immer mehr junge Leistungsträger das Land.

Die EU erodiert wegen der nicht funktionierenden Währungsunion, zudem werden rechtsstaatliche Prinzipien und demokratische Legitimation im Rahmen der angeblich „alternativlosen Euro-Rettung“ einfach über Bord geworfen. Das Ziel der meisten EU-Länder besteht darin, Deutschland als Ressource zu nutzen, und dabei gleichzeitig immer weiter zu verzwergen. Und die Deutschen haben den ihnen zugewiesenen Schuldkomplex verinnerlicht. Selbstverständlich wollen sie „solidarisch“ sein. Solidarisch retten sie korrupte Eliten und Banken, die zu Casinos mutiert sind. Vergessen aber nachzurechnen, ob sie sich dies überhaupt leisten können. Und diejenigen, die tatsächlich unter der Krise leiden, gehen sowieso leer aus.

Der Euro entwickelt sich zudem mehr und mehr zu einem Spaltpilz Europas. Das gilt nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer und kultureller Hinsicht. Großbritanniens ehemaliger Außenminister William Hague: „Es war Wahnsinn, dieses System zu schaffen. Jahrhunderte lang wird darüber als eine Art historischen Monuments kollektiven Wahnsinns geschrieben werden.“ Die EU-Spitzen suchen ihr Heil jetzt offensichtlich in einem staatszentralistischen Moloch. Damit zerstören sie Vielfalt und Wettbewerb – also gerade das, was den Erfolg des freiheitlichen Europas begründet.

Das Corona-Virus ist nicht schuld an der Wirtschafts- und Gesellschaftskrise

Die Akzeptanz der Politik beruht in erster Linie auf ihrer Sinnentleerung, ihrer Reduktion auf die reine Machterhaltung, dem Wegdrücken aller wichtigen und notwendigen Grundsatzentscheidungen. Stattdessen herrschen mehrheitsfähiger Opportunismus und quotenfähiger Populismus, Das Corona-Virus ist nicht schuld an der Wirtschafts- und Gesellschaftskrise, sondern ein Katalysator, der den Regierenden u. a. dazu dient, einerseits die pantagruelische Verschuldung noch weiter zu erhöhen, andererseits Luft aus den Vermögenspreisblasen abzulassen, um den „Crash“ weiter hinauszuzögern.

Die aktuelle internationale Schulden- und Finanzkrise sowie die Eurokrise sind im Grunde die Folge einer seit Jahre andauernden krisenhaften Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft – es handelt sich um eine Krise des dominanten Wirtschafts- und Lebensstil des westlichen Demokratiemodells: Die vorsätzliche Abkehr vom ordnungspolitischen Denken musste zwangsläufig zur Überschuldung führen.

In Politik und Massenmedien wird das Lied der „Kapitalismuskrise“ orchestriert, obwohl es der Staatssektor war, der die Schulden- und Eurokrise verursacht hat. Die von der Occupy-Bewegung angeklagten „Finanzgangster“ sind die Nutznießer und Verschärfer der weltweiten Finanzkrise, nicht aber deren Ursache“, schreibt Wolf Biemann, der nicht gerade als lupenreiner Kapitalismus-Anhänger gilt. Die Voodoo-Ökonomie der internationalen Finanzindustrie hat zur größten Finanzblase aller Zeiten geführt. Die Finanzsyndikate dienen der Politik zur Schuldenfinanzierung und verdienen selber prächtig mit. Sie konnten der Versuchung, Geld nur mit Geld ( und nicht mit der Wertschöpfung von Gütern und Dienstleistungen) zu verdienen, nicht widerstehen. Je mehr sich der hypertrophierte Finanzsektor von der Realwirtschaft abgekoppelt hat, desto mehr Sitten des ehrbaren Kaufmanns gingen dabei zwangsläufig über Bord. Wer von „Kapitalismuskrise“ spricht, muss in Wahrheit von  „Staatskapitalismuskrise“ westlicher Prägung sprechen. Wer mehr ausgibt als er einnimmt, geht Pleite. Karl Marx hätte es gewusst.

Die „Keynesianer“ glauben , dass man sich reich konsumieren und arm sparen kann. Deshalb beruft sich die Politik so gerne auf die „deficit-spending-Theorie von John Maynard Keynes. Friedrich A. von Hayek und die „Austrians“ haben hingegen immer wieder betont, dass nur Wettbewerb, Marktwirtschaft, Privateigentum, Rechtsstaatlichkeit, ein ausgeglichener Staatshaushalt und eine stabile Währung die Massen wohlhabend machen – und somit ihre persönliche Freiheit sichern.

Allzu viele Ökonomen lieben jedoch die falschen Ideen, weil es sich mit ihnen im Schlagschatten der Politik und unter vollen Segeln des Zeitgeistes ganz reputierlich leben lässt. Sie sind zu Kreislaufingenieuren und Technikern der Wirtschaft verkommen und stumpf geworden gegenüber den ungeheuren sozialphilosophischen Fragen unserer Zeit, die auch der streng theoretischen Arbeit der Ökonomie erst Sinn, Würde und Tiefe geben. Sie erkennen nicht, dass man Staat und Währung nicht trennen kann. Ihre überspezialisierte makroökonomische Kurvenklempnerei mutiert zu reinen Hilfswissenschaft des Wohlfahrtsstaates. Sie betreiben mathematisierte Metaphysik statt Ökonomie. Widerspruch wird von den  Mainstream-Ökonomen nicht geduldet. „Man ist viel, viel besser dran, wenn man mit der Mehrheit irrt, statt allein recht zu behalten“, heißt es so treffend bei John Kenneth Galbraith.

Die Ökonomik ist zu einem intellektuellen Spiel geworden

War die Volkswirtschaftslehre früher gerade dafür bekannt, im Sinne Hayeks und der „Österreichischen Schule“ ein umfassendes Verständnis komplexer, fachübergreifender Zusammenhänge zu vermitteln, ist die heute weitgehend in ein zusammenhangloses Spezialwissen ohne erkennbaren Realitätsbezug zerfallen. Besonders auf dem Gebiet der Geldtheorie und Geldpolitik ist das Maß der Ignoranz der staatsfrohen Mainstream-Ökonomen erschreckend. Die keynesianische Staatsverschuldungsmanie und Interventionsgläubigkeit haben langfristig fatale Folgen, aber sie leuchten (leider) dem Kioskbetreiber um die Ecke scheinbar ein, der glaubt, sein Wohlstand hänge vom Gesamtnachfragevolumen ab.

Die Ökonomik ist zu einem intellektuellen Spiel geworden, das nur um seiner selbst willen gespielt wird und nicht wegen seiner praktischen Bedeutung für das Verständnis der wirtschaftlichen Welt. In der Planwirtschaft des staatlichen Wissenschaftsbetriebes werden Kreativität und Verantwortung durch vorgegebene Standards und Sollziffern ersetzt.

Immer mehr Top-Führungskräfte fühlen nunmehr zumindest instinktiv, dass das gesamte westliche Wirtschafts- und Finanzsystem – aufgrund der bewussten Missachtung aller ordnungspolitischen Grundsätze der Marktwirtschaft – in einen regelrechten Modus der Selbstzerstörung geraten ist. Der Zusammenbruch wird de facto nur noch durch permanente „Rettungsmaßnahmen“, die man auch als Konkursverschleppung bezeichnen kann, zeitlich hinausgezögert. Besonders auffällig ist, dass diese ökonomische Krisis einhergeht mit einer allgemeinen gesellschaftlichen Krisis.

Ein Kern unserer Krisis in Wirtschaft und Gesellschaft ist die „demokratische Krankheit“, also die kollektive Unvernunft von Wählern und Politikern, die sich in verhängnisvoller Weise voneinander abhängig zeigen. Für die Politiker ist das Verteilen auf Pump, die Verschuldung zulasten kommender Generationen wegen der sofort wählerwirksamen Auswirkungen über die Maßen verlockend. Der Wähler, der einerseits die Politiker verachtet, hält andererseits mit seinem Anspruchsverhalten ihnen gegenüber genau diesen Teufelskreis in Gang.  Unter der politischen Losung der sozialen Gerechtigkeit kennt die Hybris und Anmaßung der Funktionäre der Sozialstaatsbürokratie keinerlei Begrenzungen.

Die politische Klasse des Wohlfahrtstaates ist von einem sich selbst entfremdeten Populismus beherrscht.

Die Vernunft ist nicht das wesentliche Merkmal des Sozialstaatsbürgers, sondern eher Sklavin seiner antrainierten Leidenschaft nach sozialer Gerechtigkeit. Dem Wettbewerbsprinzip der Marktwirtschaft wohnt laut Winston Churchill das „Laster“ der ungleichen Verteilung der Güter inne; dem Sozialismus hingegen wohnt die „Tugend“ der gleichmäßigen Verteilung der Güter inne. Am Ende wird dann nur noch Mangel verteilt. Der plumpe Sozialneid kleidet sich in die vermeintlich moralisch motivierte Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Der Sozialneid ist eine menschliche Urmacht, er war es zu allen Zeiten in allen Kulturen.

Der von den Massenmedien erzogene und ständig indoktrinierte Bürger degeneriert zum „fröhlichen Sklaven“ (Norbert Bolz). Der Sozialstaat kauft den Bürgern die Freiheit ab – für das Versprechen der Sicherheit und Gleichheit. Es wird ein soziales Gefängnis errichtet, das vorsorgender Sozialstaat heißt. Dieses Gefängnis braucht keine Ketten und Schließanlagen. Die Angst vor der Freiheit – und die damit verbundene Pflicht zur Selbstverantwortung- schließ die Menschen ein. Denn nicht Freiheit wollen die meisten, sondern das Glück der (vermeintlichen) Sicherheit und der Bequemlichkeit. Freiheit dagegen ist anstrengend; man muss sie in heller, wacher Lebensführung leisten. Die verwaltete Welt ist deshalb für viele eine Wunschvorstellung. Der Paternalismus des vorsorgenden Sozialstaates wird ihnen nicht nur aufgezwungen, sondern sie begehren ihn auch, denn er entlastet sie von der Bürde der Freiheit und Selbstverantwortung.

Mit seinem Terror der Wohltaten rückt dann der vorsorgende Sozialstaat den Menschen derart auf den Leib, dass die Distanz der Kritik eingezogen wird. Man hat es dann mit Menschen zu tun, die den Politikern (zu Recht) misstrauen und zugleich alles von ihnen bzw. vom Staat haben wollen. Das bedeutet aber: Nicht die Politikverdrossenheit ist das Problem, sondern die infantile Haltung der Bürger gegenüber dem Staat.

Die politische Klasse des Wohlfahrtstaates ist von einem sich selbst entfremdeten Populismus beherrscht. Pragmatischer und orientierungsloser Machterhalt kennzeichnen diese Postdemokratie, in der Wahlen nichts mehr bewirken. Der Wähler fertigt denjenigen Politikern, die die Wähler nur als Sprungbrett und Goldesel für ihre eigenen Karrieren und/oder für die Erfüllung ihrer ideologischen Zwangsvorstellungen brauchen, brav einen Blankscheck aus, der dann zu Lasten des Wählers eingelöst wird.

Gleichzeitig wird der Bürger zur Sozialstaatsvöllerei gegen jede ökonomische Vernunft verführt bzw. erzogen und mutiert als Steuerzahler zu einem Schuldner mit untilgbarer Schuld. Und das sozial-sozialistische System breitet dann ein graues Schmutztuch der Langeweile und Vulgarität aus, das getreue Abbild unserer trostlosen Führungsfiguren in der Politik.

Diese Art der Wohlfahrtsstaatspolitik erzeugt Unmündigkeit, also genau den Geisteszustand, der den Politiker bzw. den politischen Parteien in die Hände spielt, damit sie sich ihrerseits den Staat regelrecht zur Beute machen können. Der demokratische Despotismus entlastet den einzelnen Sozialuntertan vom Ärger des Nachdenkens genauso wie von der Mühe des Lebens. Ein Netz präziser, kleinteiliger Vorschriften liegt über der Existenz eines jeden und macht ihn auch in den einfachsten Angelegenheiten abhängig von der allmächtigen Sozialstaatsbürokratie. In der Tat bringt die „fröhliche Sklaverei“ unter kapitalistischen Bedingungen fast allen einen akzeptablen Lebensstandard und Lebenssicherheit.

Die meisten Leute neigen zum Sozialismus, weil sie die gleiche Verteilung des Unglücks der ungleichen Verteilung des Glücks vorziehen. Mit der Freiheit verlieren viele den Mut – und mit dem Mut die Motivation. Dann weckt die Freiheit anderer nur noch Wut. Wer die Freiheit als eigene Möglichkeit versäumt hat, hasst die Freiheit anderer. Aber dieser Hass verkleidet sich als paternalistische Wohltat. Der vorsorgende Sozialstaat entzieht seinen Bürgern zwangsläufig die Freiheit, um sie auf nivelliertem Niveau zu versorgen, sie zu erziehen, sie zu steuern und zu kontrollieren und, um sie vor sich selbst zu schützen.

 Zwischen Wellness, Wahnsinn und Wohlleben

Der von der Sozialstaatsbürokratie permanent gegängelte und weitgehend entmündigte Bürger entwickelt im Laufe der Zeit entweder eine Form von Apathie oder eine Form von Frust und Wut, die ihn zum „Wutbürger“ werden lässt. Das Drehbuch der Empörungen schreiben die staatsaffinen Massenmedien. Der deutsche Wutbürger erregt sich über die Zumutungen technischer Großprojekte und angeblicher Ungerechtigkeiten in höchster Negationslust und ist jederzeit bereit zur Selbstjustiz. Vormittags protestiert er empört über Billigfleisch in den Lebensmittel-Discountern, nachmittags kauft er bei Aldi ganz selbstverständlich sein preiswertes Minutensteak ein. Seine Infantilität und Unmündigkeit zeigt sich darin, dass ihn andererseits der schleichende Niedergang der Marktwirtschaft, die ihm einzig Wohlstand und Freiheit garantiert, nicht weiter interessiert. Der deutsche Wutbürger bewegt sich irgendwo zwischen Wellness, Wahnsinn und Wohlleben.

Die stille, nachdenkliche und nüchterne Analyse hat gegen die Empörungsrituale und die Angstmacherei, die in den sorgsam orchestrierten täglichen Fernseh-Talk-Shows zelebriert wird, keine Chance. Das Fernsehen zeigt es jeden Tag: Deutschland ist das Land, in dem die typisch Halbgebildeten anmaßend sind. Und die Halbbildung ist nicht die Vorstufe zur Bildung, sondern deren Todfeind.

Unglück macht Menschen, Wohlstand macht Ungeheuer, heißt es bei Victor Hugo. Die wohlstandsverwahrloste Erbengeneration übt sich in trotziger Realitätsverweigerung, gibt sich einer befremdlichen „Weltfrömmigkeit“ hin, träumt naiv von der „Klimarettung“ und lässt sich gerne von der Unterhaltungsindustrie ablenken. Das Dschungel Camp steht für eine Art von dekadenter Bequemlichkeitsverblödung. Das Auftreten des linken Salonkommunisten und Millionärssohn, Jakob Augstein, in den vielen TV-Quasselrunden zeigt, wie weit die Verdummpöbelung des Publikums bereits fortgeschritten ist. Dummes Zeug reden – ohne sich dafür zu schämen – heißt die Parole. Die inneren Zerfallserscheinungen korrelieren in auffälligem Maße mit dem äußeren Erscheinungsbild der meisten Leute

Diese Gesellschaft, die sich selber gerne als Wissensgesellschaft bezeichnet, ist in Wirklichkeit eine Gesellschaft der Info-Dementen. Die Selbstgefälligkeit der gut-situierten, grün-angehauchten Hedonisten steht für ein müdes Land, das geprägt ist von Saturiertheit, Trägheit, Visionslosigkeit, und einem pervertierten Besitzstandsdenken. Das ehemals klassische Bildungsbürgertum wurde abgelöst durch ein akademisch zertifiziertes, aber intellektuell deformiertes Diplom-Proletariat. Man hat sich in einen Zustand der Lebens- und Denkunfähigkeit hineinpäppeln lassen. Und unser ideologisiertes Bildungssystem mit seiner neuen Lernkultur der „Vermittlung von Kompetenzen“ bringt in zunehmendem Maße „Kompetenzkrüppel“ hervor, die erschreckend wenig wissen, weil sie zwar alles googeln können, aber unfähig sind, sich in Sachverhalte zu vertiefen, geschweige denn in Zusammenhängen (selbständig) zu denken.

Die westlichen Wohlfahrtsstaaten zeigen, dass man demokratisch geführte Länder, friedlich und mit besten Absichten wirtschaftlich und moralisch ruinieren kann – ganz allmählich, sozusagen auf Raten. Das Parlament degeneriert zu einer Entnahmegesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Wohlfahrtsstaat in Form einer „Wählerbestechungsdemokratie“ führt durch seine unsolide Finanzierung sein eigenes Ende herbei. Im weiten Mantel der staatlichen Fürsorge wird die Entmündigung des Einzelnen geschickt verdeckt. Das weiche Klima des herrschenden Sozialprotektionismus korrumpiert die Menschen, die entsprechend radikalen Widerstand gegen jedwede in Aussicht gestellte Leistungsverringerung bekunden.

„Von der Schacherdemokratie“ zum Backschisch-Staat, beschrieb Roland Baader die Moral des modernen Wohlfahrtsstaates. Er spricht von einer Strauchdieb-Ethik jener Sozialprodukt-Mafia, die meist jenseits produktiver Arbeit steht und sich unter den kapitalistischen Wohlfahrtsschirm schnell vermehrt. Charakteristisch für das Prinzip des Wohlfahrtsstaates ist es, dass die ständig wachsende Anzahl von Transferempfängern es in der Hand hat, auch auf Kosten anderer Gruppen (Leistungseliten) zu bereichern. Die Regierung versteht sich diesbezüglich in erster Linie als eine Art Umverteilungsdienstleister.

Eine sich immer schneller drehende Verschuldungsspirale ist die zwangsläufige Konsequenz unseres Wohlfahrtsstaatsprinzips. Dieses Prinzip gilt nun in der EU auch auf Staatenebene: Im Ministerrat der EU können die Nehmerländer die Geberländer überstimmen und zu Zahlungen zwingen. Die Schuldenkrise befindet sich bald im Endstadium, kann sich zeitlich aber noch erheblich in die Länge ziehen. Aller Aktionismus der Politik dient im Endeffekt nur der Konkursverschleppung, wodurch die regierenden Politiker einen Zeitaufschub erlangen, ehe sie die tickende Zeitbombe der Überschuldung an ihre Nachfolger weiterreichen. Letztlich müssen die Staatsschulden gegen die Privatvermögen ausgebucht werden. Erst dann merken die meisten Menschen, dass die Staatschulden ihre eigenen Schulden sind.

Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage!

Die milliardenschweren Geldspritzen der EZB für die Banken haben die grundlegenden Probleme, die Überschuldung von Staaten, Staatsbetrieben, Banken und Bürgern nicht gelöst – vielmehr verschlimmern sie sich nur noch weiter. Die EZB ist auf Geheiß der Regierungen auf Inflationskurs, um Staatsbankrotte um jeden Preis zu verhindern. Sie leiht den Banken extrem billiges Zentralbankgeld, damit diese damit höher verzinsliche Staatsanleihen (vornehmlich der Krisenländer) kaufen und deren Zinsen nach unten drücken. Darüber hinaus kauft die EZB selbst in großem Stil Staatsanleihen und bezahlt mit gedrucktem Geld. Dadurch wird versucht, die Staatsschulden wegzuinflationieren. Früher nannte man in seriösen Finanzkreisen solche Maßnahmen schlicht Finanzpornographie.

Die keynesianisch vergiftete staatliche Wirtschaftspolitik führt in Verbindung mit dem staatlichen Zwangsgeld in die Überschuldung. Der einzelne Bürger versteht nicht, dass er vom Staat nichts geschenkt bekommt – es gibt kein free-lunch. Letztlich wird der nivellierende und schuldeninduzierte Wohlfahrtsstaat genauso enden wir der Sozialismus: in der Pleite!  Der sozial-sozialistische Wohlfahrtsstaat führt durch seine schamlose Verschuldungssucht sein eigenes Ende herbei: Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage!, würde Mephisto sagen.

Es ist nicht zu übersehen: Die zahlreichen Illusionen und Irrtümer unserer (in Teilen) dekadenten Wohlfahrtsgesellschaft gefährden inzwischen Freiheit und Wohlstand ganz konkret. Doch fatalerweise ziehen die meisten Menschen die Gleichheit der Freiheit vor – am Ende verlieren sie dann beides. Herbert Spencer (1820-1903): „Ein sozialer Wohlfahrtsstaat verteilt die Anteile am gemeinsamen Arbeitsertrag nach Bedürftigkeit statt nach Leistung, verhindert so den natürlichen Wettbewerb und führt zu einem Verfall der Gesellschaft. Außerdem entsteht eine totale Bürokratie und die Führer verfolgen vor allem persönliche Ziele.“

Im realen Leben zerfällt die Infrastruktur genauso wie das Bildungssystem. Unser Steuersystem gilt weltweit als Irrwitz, das deutsche Volksvermögen wird in Brüssel verpfändet, die „Political Correctness“ schreibt vor, was man denken und sagen darf. Und allzu viele Bürger sind zu feigen Karriereristen geworden, während selbsternannte Intellektuelle ihr Seelenheil in der bösartigen Verleumdung von Kapitalismus, Marktwirtschaft und bürgerlichem Leben finden. Die schneidigen Manager finden ihr Seelenheil in ihrer Rastlosigkeit und üben sich (zumindest nach außen) in Karriere förderndem Opportunismus. Das Wertemanagement dieser modernen Utilitaristen in den Konzernvorstandsebenen und in der Politik ist ein „Business für Erfolgreiche“ (Gertrud Höhler), die ihre persönliche Interessenlage stets über ein generell verbindliches Wertesystem stellen. Die Abstinenz gegenüber Werten, Normen und Ideen ist geradezu ihr Karrieretreibsatz.

Die politische Klasse regiert nach einer Art Demokratur: Rechtsnormen und Verfassungswerte, Verträge und Wettbewerbsfreiheit, ethische Standards und moralisches Grundkonsens werden bedenkenlos tagesaktueller Politik untergeordnet. Vertrauensbruch, gebrochene Versprechen, Drohungen, Täuschungsmanöver usw. kennzeichnen diesen ethischen Relativismus. Dieses weitgehend wertentleerte Konzept politischer und gesellschaftlicher Führung endet letztlich in einer Aporie: Dem Ruf nach einer vermeintlich rettenden Zentralgewalt.

Die Grundfrage der politischen Philosophie lautete lange: Wer soll regieren? Die viel wichtigere Frage hat offensichtlich Friedrich von Hayek in seinem Werk „Die Verfassung der Freiheit“ gestellt: „Wie kann man eine Regierung einigermaßen unter Druck halten, dass sie keine allzu schlimmen Dinge tut?“ Alexis de Tocqueville:      „Die Menschen schreiten auf zwei verschiedenen Wegen auf die Knechtschaft zu. Der Hang zum Wohlstand hält sie davon ab, sich um die Regierung zu kümmern, und die Liebe zur Wohlfahrt macht sie von den Regierenden immer abhängiger.“

 Deutschland, Kernland des Irreseins

Mit CORONA hat die politisch-mediale Herrschaftsklasse den Schlüssel gefunden, um noch mehr Macht an sich zu raffen. Das Motto lautet:  Nimm den Leuten das Geld weg und lass die freie Wirtschaft brutal vor die Wand fahren. Dann kannst Du beide so umformen, wie du es schon immer wolltest: Aus Bürgern werden arme Schlucker, die auf Staatsknete warten müssen und aus freien Unternehmens werde gehorsame Büttel. Hans Heckel: „Die Lockdown-Republik ist die perfekte Generalprobe für die neue Normalität, und zugleich ihr Einfallstor.“ An hervorragend geschultem Personal für den hierarchischen Duckmäuserstaat mangelt es in Deutschland wahrlich nicht.

Die deutsche Bundesregierung und die Landesregierungen nutzen die künstlich geschürte „Corona-Hysterie“ offenbar, um die bürgerlichen Grundrechte einfach einzukassieren, eine bisher nie dagewesene Überwachung der Menschen, einen Schuldenschnitt sowie den Impfzwang anzuschieben. Noam Chomsky: „Die Mehrheit der Bevölkerung versteht nicht, was wirklich passiert. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht.“Die unheilige Allianz aus „Gutmenschen“, staatlich alimentierter Sozialindustrie und Wirtschaftslobbyisten sorgt dafür, dass Deutschland seine Zukunft verspielt – und es nicht einmal merkt.

Unsere egalitäre Massendemokratie weist inzwischen wirklich verblüffende Parallelen zur Niedergangsphase des Römischen Reiches auf. Es gilt offenbar die Erkenntnis von Gustave Le Bon: „Nie haben die Mensche nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.“

Der britische Politologe Anthony Glees bezeichnete Deutschland denn auch als „Kernland des Irreseins“. Im Deutschlandfunk sagte er, das deutsche Volk gebärde sich „wie ein Hippie-Staat, der nur noch von Gefühlen geleitet wird“, so dass viele meinen, „die Deutschen haben ihr Gehirn verloren“. Eine verquere Gesinnungsethik hat jede Verantwortungsethik verdrängt. Man muss wohl Psychologe sein, wie es Gottfried Benn war, um die „deformierte“ deutsche Seele zu verstehen.

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maatz analysiert den systematischen Missbrauch der „Moralkeule Nazi“ als Diffamierungsstrategie, mit der deren Träger eine nicht persönlich verursachte reale Schuld des eigenen Lebens neurotisch kompensiert. Der „Kampf gegen Rechts“ sei im Grunde mehr Opportunismus als Zivilcourage. Maatz testiert den Deutschen einen Hang zum Mitläufertum zur Kompensation eigener Selbststörungen: „Der deutsche Michel war auch gerne Nationalsozialist, glühender Kommunist und ist heute vor allem ein erfolgssüchtiger Narzisst und in der Krise ein militanter Moralist. Mitläufer zu sein ist die beste Kompensation für die Not und Kränkung früherer Entfremdung.“ Die Demokratie in Deutschland bröckelt von innen. Politiker bekennen sich offen zu antidemokratischen Schlägertrupps. Meinungsmacher sprechen anderen die Grundrechte ab. Das Parlament wurde zum Abnickverein – und zu wenige stört das.

Der namhafte Physiologe Hans Schäfer (1906-2000) hat in einem Vortrag einmal eher beiläufig gesagt: „Die Welt wird nicht untergehen, allenfalls das Abendland.“ So lautet die Botschaft eines Nicht-Katastrophen-Propheten bzw. Nicht- Verschwörungstheoretikers. Sie läuft auf das Gleiche hinaus; man muss nur die leisen Töne hören. Die Ohren dröhnen nicht davon, aber wer genau hinhört, der erzittert unwillkürlich.

1990 haben sich die Menschen aus der DDR aus einem sinkenden Boot auf ein Schiff gerettet, das bereits auch wieder im Sinken ist. Das ganze Sozial-Versicherungssystem ist wie ein Kettenbrief zum Absturz verurteilt. Jeder private Geschäftsmann, der ein solches Geschäftsmodell anbieten wollte, würde sofort als Gauner verhaftet. Spätestens seit CORONA wird nun zumindest dem nachdenkenden Teil der Bevölkerung klar: Es droht die konkrete Gefahr des völligen Verlustes von Wohlstand, Freiheit und auch von persönlicher Sicherheit bzw. Unversehrtheit.

Die verwöhnten und leistungsschwachen Anspruchsenthusiasten aus der Erbengeneration (Ferdinand Piech titulierte diese spaßorientierten Konsumjunkies als „verdammte Erbengeneration“) werden sich vermutlich eines nicht allzu fernen Tages wundern, wenn sie plötzlich in den Abgrund blicken! Die hochkriminellen arabischen Clans wird das alles kaum tangieren – ganz im Gegenteil!

Roland Baader: „Noch tanzt die EU wie an einem schönen Sommerabend. Die Wissenden beginnen aber bereits zu frösteln, denn sie erkennen die dunklen Wolken, die am Horizont aufziehen.“ Am besten hält man es mit dem schwäbischen Theologen Friedrich Christoph Oetinger: „Herr gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

 Konkret bleibt die Hoffnung auf GESARA, die Hoffnung, dass der Kampf der „Whiteheads“ gegen den „Deep State“ erfolgreich sein wird. Der erste Versuch durch John F. Kennedy ist bekanntlich gescheitert, der nunmehr zweite Versuch bringt vielleicht doch noch die Rettung.

*Prof. Dr. Christoph Braunschweig ist Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Jekaterinburg, Autor zahlreicher Fachbücher und Publizist.

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Weiß sein, bald ein Verbrechen?

Être blanc, bientôt un crime?

Being white, soon a crime

 

Viele, wahrscheinlich die meisten Menschen, fühlen sich insgeheim anderen überlegen. Diese überheblich scheinende Selbsteinschätzung soll schon unsere Vorfahren geprägt haben und ist auf keine Kultur oder Volk beschränkt. Ein gewisses Überlegenheitsgefühl soll aber auch etwas Gutes an sich haben, denn es helfe, so heißt es, dem Menschen neue Ziele anzustreben, neue Herausforderungen anzunehmen. Doch schnell kann dieses positive Bild in das Negative kippen, wenn damit die Herabwürdigung und Diskriminierung von Menschen deren äußerer Merkmale wegen einhergeht. Besonders gegenüber Menschen schwarzafrikanischer Abstammung. Aber kurioserweise findet sich dieses Phänomen auch unter Schwarzafrikanern, wo einer ja nicht selten zu seinem Nachteil durchaus schwärzer sein kann als ein anderer. Und nicht ganz nebenbei wird man dabei daran erinnert, dass Ablehnung des Gegenübers nicht nur am Äußeren liegen muss, so im Falle von Weißen, die unter dem Deckmantel des Antirassismus in Sachen richtige Gesinnung  ihren ganz persönlichen Superioritätskomplex gegenüber anderen Weißen gerade jetzt ausleben dürfen.

Nun aber konkret zur Aktualität des Tages, zum Rassismus in einem Land, in dem es diesen ja eigentlich gar nicht geben dürfte. Im Land unserer edlen Befreier sozusagen. Ja sind denn die US-Amerikaner weißer Hautfarbe in Wirklichkeit böse Rassisten und die Schwarzen dort bloß fromme Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden sollen, wie einige Übereifrige uns einreden möchten? Ganz so ist es wohl nicht. Gerade unzählige schwarze US-Karrieren in der Politik, in der Wirtschaft, in Kunst und Kultur, vor allem auch im Sport, vermitteln ein völlig anderes Bild. Und wo immer (nicht nur in den USA) gebildete oder ordentlich erzogene Menschen unterschiedlicher Hautfarbe aufeinandertreffen, ist es eine Begegnung auf Augenhöhe, wenn auch nicht in jedem Fall garantiert vorurteilsfrei. Und immerhin wurde ein Schwarzer gleich zweimal zum Präsidenten gewählt. Aber richtig ist, es gibt (nicht nur dort) diesen Alltagsrassismus.

Realität ist aber auch, dass die Kriminalität, die solchem Rassismus durchaus auch Vorschub leistet, unter US-Schwarzen besonders hoch ist und viele  junge Schwarze direkt oder indirekt von der Schule ins Gefängnis wandern. Laut US-Justizministerium kommen mehr Schwarze durch Schwarze um (70,3%)  als durch Weiße (10,6%). Insgesamt machten 2018 die durch Weiße (60-62% der Bevölkerung) begangenen Verbrechen in den USA 50,2%  aller  Delikte aus, 21,7% werden derselben Quelle zufolge den Schwarzen (12-13%) der Bevölkerung) zugerechnet. Der hohe Anteil Schwarzer unter den Straftätern hat mehrere Ursachen, ob man aber jetzt in diesen aufregenden Tagen oder selbst danach an einer tabulosen, grundlegenden und gar öffentlichen Ursachenforschung sowie der Kenntnisnahme auch unangenehmer Fakten interessiert ist, möchte ich bezweifeln. Hingegen dürfte man da und dort an einer Aufschaukelung des gesellschaftlich angespannten Klimas wohl Interesse haben und dieses mit grünen Scheinchen weiter befeuern.

Angenommen werden muss leider auch, dass viele Schwarze sich, aus unterschiedlichen Gründen wohl, weiter in der Opferrolle sehen wollen; ist ja auch nicht ohne Beispiel andernorts in der Weltgeschichte. Aber ein George Floyd nun als Aufhänger und Schrittmacher für ehrenwert scheinenden politischen Aktionismus oder gar als Märtyrer der schwarzen Sache? Ein Typ, dem Martin Luther Kings Worte, nicht die Hautfarbe, sondern Anstand und Charakter seien entscheidend, wohl wenig geläufig gewesen sein dürften. Und auch nicht jenen anderen, die bei Demos jetzt skandieren: „Tod den Weißen!“. Solches wird natürlich geduldet und von vielen, nicht nur von Weihrauch umnebelten Weißen, anscheinend nicht als Verhetzung angesehen, mancherorts sogar begrüßt. Wie weit die nun ausgebrochene Hysterie mit Gutmenschen-Suada, Chaoten-Randale und Denkmalsturm noch getrieben wird, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Alles ist möglich, auch das, dass eine Gesellschaft von einem Extrem in das andere taumelt. Werden Polizisten im Einsatz gegen Gewalttäter diese künftig erst um Auskunft bieten müssen, ob sie an einer Vorerkrankung leiden, häuslichem Frust ausgeliefert oder ganz allgemein allergisch gegen Polizisten sind, ehe sie diese anfassen dürfen? Währenddessen darf sich der auf tragische Weise zu Tode gekommene George Floyd weltweit inszenierter, vornehmlich weißer Solidarität sicher sein. Doch viele Schwarze sehen den Fall klarer, besonnener und differenzierter. So auch die sympathische Aktivistin Candace Owens (siehe Video am Schluss des Beitrages).

Anders die in den USA lebende Irina Asjowa. Sie schreibt in der bulgarischen Boulevardzeitung 24Tschesa von einem „mit dem Knie am Hals getöteten unschuldigen Schwarzen“. Unschuldig? Er wollte immerhin, wurde gemeldet, kurz zuvor Falschgeld in Umlauf bringen, was ebenso gerne ausgeblendet wird, wie sein beachtliches Vorstrafenregister. Und hatte er sich seiner Verhaftung nicht handgreiflich widersetzt? Gut, über Tote soll man nichts Schlechtes sagen, heißt es zumindest seit alters her. Aber hilft uns dies in der Sache weiter, und muss man gleich übers Ziel schießen und alles nicht dem Idealbild eines Schwarzen Entsprechende ausblenden und dafür einen vom Sockel gestürzten Südstaaten-General womöglich durch George Floyd ersetzen? In Wien wurde ja bereits ein Gedenkstein für einen mutmaßlichen Kleinkriminellen errichtet, da müsste sich doch konsequenterweise für den ebenso „unschuldigen“ George Floyd mindestens ein vergoldetes Mahnmal ausgehen. Jetzt, wo sich sogar demokratische US-Politiker, Wahlen vor der Tür, vor seinem Sarg verneigt und diesen beinahe geküsst hatten, bis dahin aber der jahrzehntelangen grassierenden Gewalt gegen Schwarze wie auch gegen Weiße eher tatenlos oder auch gleichgültig gegenübergestanden sind.

Nur um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich lehne selbstverständlich die im Falle des mehrfach vorbestraften Georg Floyd angewandte und daher zu recht allgemein kritisierte Polizeipraktik kategorisch ab, eine solche hat auch in unseren Breitengraden nichts verloren. Überflüssig wie ein Kropf, könnte man sagen, und höchstens kontraproduktiv, wie die eingeleitete und weitere Entwicklung auf dem gesellschaftspolitischen Schlachtfeld zeigt. Ebenfalls völlig überzogen halte ich, dass jetzt aus der Sicht vornehmlich in Israel ausgebildeter US-Polizisten ein jeder Farbige (oder Muslim) als ein mutmaßlicher Drogenhändler, Gewalttäter, gar Terrorist anzusehen ist. Wenn vorauseilender Pauschal-Verdacht  tatsächlich eine dienstliche Empfehlung sein sollte, dann befindet sich dieses Amerika bereits im Vorhof eines Bürgerkrieges, wenn nicht schon im Krieg mit sich selbst.

Ziemlich sicher darf angenommen werden : mit Blindheit auf der einen und Heuchelei auf der anderen Seite wird ein schwelendes gesellschaftspolitisches, multikulturelles Problem nicht zu lösen sein. Auch nicht dadurch, dass man vor dem opportunen Augenblick in die Knie geht, wo es doch aus langfristiger Gesamtsicht weder angebracht noch wünschenswert ist. Und es ist politisch und moralisch unerträglich,  wenn Politiker dazu schweigen, wenn jemand, wie unter anderem die in Köln geborene schwarze Autorin Alice Hasters, behauptet, „das größte Verbrechen sei die weiße Vorherrschaft“. Auch in Europa natürlich. Wenn dieser Standpunkt sich durchsetzen sollte, könnte auf uns lendenschwache weiße „Verbrecher“ noch einiges zukommen. Schon klopft der Rassismus mit umgekehrten Vorzeichen an unsere Tür, und schon höre ich manche Warmduscher flehentlich rufen: „Verzeiht uns, bitte, dass wir weiß sind“. Eine erbärmliche Einstellung, die sich vor allem bei gewissen deutschen Dumpfbacken, die bekanntlich ihr angeborenes Deutschsein zurückweisen, breitzumachen scheint.

Gewiss, Tatsache ist: die Kolonisierung war für die Schwarzen kein Honiglecken, und auch nicht deren Versklavung. Zumindest aus heutiger Sicht ein Verbrechen, das übrigens nicht nur durch Weiße begangen wurde. Und wahr ist eben auch, dass die Vereinigten Staaten durch Gewalt entstanden sind, die, als man auf Kosten der Lebensrechte anderer  von Coast to Coast sein Ziel  erreicht hatte, nach Wildwestmanier über die nationalen Grenzen hinweg weiterpraktiziert wurde. Das aber war bereits ein Schritt zuviel, auch weil dieser, von den vielen Interventionsverbrechen einmal abgesehen, zu großzügiger Aufnahme unterschiedlicher, zum Teil untereinander verfeindeter Ethnien und Kulturen und damit zu multikultureller Komplexität und zu gesellschaftlichen Spannungen führen musste. Nur massive Polizeipräsenz im eigenen Lande und ablenkende, mit patriotischem, eigentlich nationalistischem Pathos geführte militärische Abenteuer im Ausland waren bis heute ein Garant dafür, dass die hausgemachten Probleme nicht zu einem staatsgefährdenden werden konnten.

Dem imperialen Ruhm des Dollars wurde einfach zu vieles untergeordnet, musste systembedingt untergeordnet werden und droht jetzt hoch zu kommen.  America first! ist ja keine Erfindung des polternden Donald Trump,  könnte aber,  anders als im ursprünglichen Sinne, jetzt innerer Not und äußerem Druck gehorchend, zu einem Rückzug auf sich selbst oder  gar  einmal zu einem Staatszerfall führen. Dann aber mit Sicherheit zum Schrecken der vorerst noch durch die US-Army beschützten US-Lakaien weltweit, denen, wie es scheint, die Knie zu schlottern beginnen und die sich deshalb an der von Washington diktierten strategischen Partnerschaft geradezu festzuklammern beginnen. Doch ist auch diese nur ein Kind der Zeit. Und ein weißes Europa?

Zum Thema

Candace Owens frisch von der Leber: : https://www.new-swiss-journal.com/post/us-aktivistin-owens-george-floyd-war-krimineller-gewaltt%C3%A4ter

Nestride Yumga: Black lives matters is a joke! https://youtu.be/U8uHTFbZXPE

 AfD-Curio spricht Klartext:  https://youtu.be/kxPDA-EZXKA

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Souveränismus – Neue Politik für die Nation und Europa?

Souverainisme – Nouvelle politique pour la nation et l’Europe?

Souverainism – New politics for the nation and Europe?

 

Die mit unterschiedlichen „Players“ im Hintergrund nicht überraschende Eskalation in den USA nach dem Tod eines Schwarzen oder auch die Corona-Krise sollten unser Augenmerk nicht von dem ablenken, was sich in Europa – außer einer sich abzeichnenden größeren ökonomischen und sozialen Krise –  vor allem auch auf dem politischen Schachbrett verändern könnte. Ein Blick dazu nach Frankreich.

Gemäß einem alten Spontispruch, wäre die Zukunft auch nicht mehr das, was sie einmal war. Soweit damit die Zukunft des vorerst noch herrschenden (Neo-) Liberalismus und des  meinungsbildenden Linksliberalismus im Besonderen sowie die dieser Machtstruktur dienliche Globalisierung gemeint ist, stimmen diesem Befund immer mehr kritische Geister zu. Besonders auch französische. Um das nämliche auch noch mit den Worten Alfred Polgars zu charakterisieren: „Gestern noch eine Sache von übermorgen, heute schon eine von vorgestern“. Kinder, wie doch die Zeit vergeht!, höre ich schon den großen Kritiker heutigen Zeitgenossen zurufen, während der augenscheinliche Hass auf den gesunden Menschenverstand die pädagogischen Missionen der linksliberalen Politruks nach und nach auf Anarcho-Grund laufen lässt.

Doch nirgendwo besser als in Frankreich, wo brillante, auf hohem intellektuellem Niveau geführte Debatten auch mit Andersdenkenden noch möglich sind, keimt Hoffnung auf, nicht mit in den drohenden Bedeutungslosigkeits-Strudel gerissen zu werden. Auch wenn wir es vorerst einmal nur mit Pilotversuchen von rechter und – in für mich nicht überraschender Weise – jetzt auch von linker Seite zu tun haben. So kommen jetzt von dort Botschaften des Zugehörigkeitsgefühls, sei es zu gemeinsamer Kultur und Identität als auch zur Nation. Und damit wird die Erwartung vieler, sich Tonnen gesellschaftspolitischen Unflats entledigen und mehr Meinungsfreiheit erreichen zu können, vorerst einmal gestärkt. Erwartungen, die in den besetzten deutschen Landen derzeit kaum berechtigt sind, womit Frankreich zumindest europapolitisch wohl die Nase vorne behalten wird.

Zwei französische Querdenker https://youtu.be/Nz-xYGDMpB0  (französisch)

Während nun jenseits des Rheins die eine, Marion Marechal, abseits ihrer Tante Marine Le Pen und wohl mit Hintergedanken, einen nicht ganz erfolglosen Brückenschlag zu rechtskonservativen Republikanern versucht, hat sich ein anderer, der „linke Gaullist“  Michel Onfray, mit der Gründung der Revue  Front populaire (Volksfront) etwas Besonderes vorgenommen. In dieser Publikation sollen linke und rechte Autoren, die als Souveränisten gegen die Ideologie von Maastricht (Vertrag über die EU) auftreten, eine gemeinsame Plattform finden. Von dort aus sollen etwa die „wilde „Globalisierung, der Verrat an Europa, die Arroganz der Herrschenden, die Medien-Kartelle und  die wachsende Armut im Lande ins Visier genommen werden. Alles in allem: Denkanstöße für „die Tage danach“. Es könnten die Tage nach der Präsidentenwahl 2022 gemeint sein.

Onfray:  libertärer Querdenker, Nietzscheaner, Vielschreiber, Volksaufklärer und jetzt auch Populist, sieht sich als Souveränist zwar in der Tradition von De Gaulle, kokettiert in sozialen und ökonomischen Fragen aber stark mit Pierre Joseph Proudhon, womit er, könnte man sagen, sich nationalrevolutionären Positionen annähert. Also: klare nationale Positionierung, Schutz von Identität und autochthoner Kultur, aber auch Zähmung des Marktes (der solle u.a. nicht in Kultur, öffentliche Gesundheit und Bildung hineinregieren). Gegen den Liberalismus dieser Tage, aber nicht gegen ein solidarisches und soziales Europa, daher raus aus der EU! Ansätze für ein Parteiprogramm? Onfray schließt ein Antreten seiner Front populaire 2022 nicht ganz aus, lasse doch die allgemeine Lage keine andere Alternative zu. Doch als Spitzenkandidat antreten, möchte er nicht, dem immigrationsfreundlichen  linken Jean-Luc Mélenchon („La France insoumise“) und der rechten Marine Le Pen („Rassemblement National“), der er Inkonsequenz gegenüber der EU vorwirft, Stimmen weg nehmen, das schon.

Einig scheint man sich unter den Souveränisten, dazu auch der linke Jean-Pierre Chevènement und der rechte Philippe de Villiers gezählt werden,  darin, dass eine Zivilisation, die sich nicht schütze, verschwinden werde. Anleihe nimmt der Philosoph Michel Onfray bei der jüdischen, die dauere und sich nicht scheue zu bekennen, jene zu bekämpfen, die ihre Identität bedrohten. Die europäische Zivilisation sei aber in einer entgegengesetzten Lage, sie drohe daher zu verschwinden, mit einem Wort, sie schaffe sich selbst ab. Die Demographie spräche eine klare Sprache, sagt, im Dialog mit Michel Onfray, auch der jüdisch-algerischstämmige Meinungsmacher Eric Zemmour, und meint damit den Geburtenrückgang der „weißen“ Bevölkerung Europas einerseits und den Geburtenüberschuss jener mit vor allem islamischem Migrationshintergrund andererseits. Wegen solcher Äußerungen muss sich der zurzeit von linksliberalen Medien* seiner klaren Worte wegen angefeindete Journalist und Essayist den Vorwurf des Rassismus gefallen lassen.

Die nächsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich (2022)  versprechen also äußerst interessant zu werden. Vielleicht sogar explosiv, vor allem in gesellschaftspolitischer Hinsicht. Und werden vielleicht wie nie zuvor von größtem europäischem Interesse sein. Wer oder welche Seite von der Initiative Michel Onfrays, aber auch vom Vorstoß Marion Marechals,  am Ende profitieren wird, bleibt vorerst eine spannende Frage. Wenn es nur Europa wäre.

* A propos:

  • Gegenüber der prestigeträchtigen linksliberalen „Le Monde“, die ihn und sein Projekt unschön vorzuführen versuchte, wurde Onfray nun einigermaßen deutlich, gerade was diese Zeitung und deren Vergangenheit – wohl stellvertretend für andere dem Gutmenschentum verpflichtete Publikationen –  betrifft.  So erinnerte er daran, dass deren Gründer, Hubert Beuve-Méry, von der extremen Rechten kam, 1969 aber gegen De Gaulle und dessen Referendum agitierte, also schnell einmal auf den 68er-Zug aufsprang, wie ich annehme. Während die einst rechte Zeitung heute gegen Rechts polemisiert, es kommen mir dabei „Die Presse“ in Wien und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“  dabei in den Sinn, hatte dieselbe „Le Monde“ nichts dagegen, dass ein ehemaliger Nazi, Walter Hallstein, Präsident der Europäischen Kommission wurde, noch hat man die EU als Ganzes dafür an den Pranger gestellt, wie es in linksliberalen Gutmenschen-Kreisen heute gegenüber politischen Gegnern pauschalierend gehandhabt wird.
  • Mit einigermaßen Überraschung werden einige bürgerliche „Fans“ auch die Tatsache zur Kenntnis nehmen müssen, dass „Le Monde“ gemeinsam mit der linken „Liberation“  1977 eine Petition zu Gunsten von drei Pädophilen unterstützt hat, die drei Minderjährige, davon das oder der  jüngste 13 Jahre alt war, missbraucht haben sollen. Pädophilie-Sympathien traten ja bekanntlich auch schon bei den Grünen zutage. Weitere linksliberale Delikatesse: Zu Zeiten der Chinesischen Kulturrevolution mit ihren hunderttausenden oder gar millionenfachen  Opfern wurde diese in „Le Monde“hoch gejubelt, und ja, natürlich mussten später auch noch die verbrecherischen „Rote Khmer“ (1,7 Millionen Opfer) zu „Le Monde“-Ehren kommen.
  • Nicht zuletzt, aber in einem anderen Zusammenhang, erfahren wir dann noch, dass die Kommunistische Partei Frankreichs vor Jahrzehnten noch gegen Abtreibung und Empfängnisverhütung wetterte und, siehe da, auch eine Anti-Immigrationspartei war. All das nennt Onfray das „Undenkbare der Linken“.
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Kollektivpsychose in der Corona-Diktatur

Psychose collective dans la dictatur corona

Collective psychosis in the corona dictatorship

Gastbeitrag von Christian Zeitz*

 

Wieso konnte es passieren?

Viele Menschen hätten ihr Geld verloren, wenn sie gewettet hätten, dass es unmöglich wäre, ein Land wie Österreich innerhalb von wenigen Wochen in eine autokratische Kommando-Gesellschaft zu transformieren. Nicht, dass es um die Grundrechte und um den Rechtsstaat in Österreich und in Europa in den letzten Jahren allzu gut bestellt gewesen wäre – die verbreitete Beseitigung der Meinungsfreiheit (Stichwort: Migrationskritik) sowie die in Schlüsselbereichen vorangetriebene Umsetzung einer politisierten Justiz (Stichwort: Auseinandersetzung mit dem Islam) seien beispielhaft in Erinnerung gerufen. Doch blieb zumindest der Schein einer demokratischen Ordnung gewahrt und wurde von den politischen Eliten eifrig gepflegt.

Diese Pflege erfolgte zuletzt besonders penetrant mit der ritualisierten 8.-Mai-Folklore zum “Sieg über den Nationalsozialismus”, während gleichzeitig für das Heute, Hier und Jetzt selbst der bloße Schein  von Freiheit und Bürgerrechten mehr oder weniger achselzuckend aufgegeben wurde und dem Diktat des Absolutheitsanspruchs der angeblichen Rettung von Menschenleben weichen mußte. Dass die Grundrechte der Freizügigkeit der Person, der Versammlungsfreiheit, der freien Religionsausübung, der Erwerbsfreiheit, der Meinungsfreiheit und der Unantastbarkeit des Hausrechts sowie der Konsum-Autonomie noch uneingeschränkt in Geltung sind, behauptet nicht einmal mehr die Regierung selbst.

Tatsächlich sind mit dem Beschluß der mittlerweile 6 Covid-Maßnahmengesetze und  48 Verordnungen die krassesten denkbaren Freiheitsbeschränkungen umgesetzt worden: Ausgangssperren, Vermummungspflicht, Kontaktverbote, Bewegungseinschränkungen, Arretierungen in Altenheimen, Konsumverbote u.ä. Damit wurden zweifellos die zentralen Kategorien des Lebensmodells, das für die Menschen der westlichen Welt seit dem 2. Weltkrieg selbstverständlich war, beseitigt.

All das wäre undurchführbar gewesen, wenn die Regierung und die ihr nachgeordneten Behörden nicht im Lavastrom einer zustimmenden öffentlichen Meinung agieren hätten können. Dieser Lavastrom der öffentlichen Meinung ist unter dem Eindruck der drohenden Corona-Gefahr in geradezu unglaublicher Geschwindigkeit kreiert, aufgebaut und geleitet worden. Seine Entstehung hatte eine zentrale Voraussetzung: Die Verschmelzung der Menschen, die sich bisher etwas auf ihre Privatautonomie und ihren Status als selbstbestimmte Staatsbürger zugute gehalten hatten, zu einem amorphen Kollektiv, dessen Angehörige eigene Willensregungen weitgehend aufgeben und auf einem hohen Emotionsniveau gleichgeschaltet werden.

Es begann mit emotionaler Destabilisierung. Nach dem Präludium wochenlanger Medienberichte über Wuhan und die Fledermaus, über Bergamon und die Leichenberge und über kollabierende Intensivstationen in ganz Europa war die Bedrohung plötzlich unmittelbar an der Grenze des eigenen Körpers angekommen: Allgegenwärtige “Exponentialfunktionen” und anschwellende Balkendiagramme signalisierten: Ich selbst kann morgen der Nächste sein. Leer gekaufte Regale im Supermarkt ließen die Frage aufkommen: Wird meine Familie verhungern? Berufliche und private Ziele wurden irrelevant, der Krieg gegen das Virus begann.

Der Rausch des #ZusammenGemeinsamen

Doch Hilfe nahte. Bundeskanzler Kurz: “Alle Menschen in unserem Land sind ein Team.” Die Regierung zeigt es vor: Gemeinsam gegen das Corona-Virus. Schau auf dich, schau auf mich. Retten wir gemeinsam Leben.” (www.oesterreich.gv.at) Die Wirtschaft reagierte buchstäblich innerhalb von Stunden, wie auf Knopfdruck: Billa. “Gemeinsam einen Beitrag leisten. Handdesinfektion. Zusammenhalten. An einem Strang ziehen. Wir sind für euch da.” “Gemeinsam füreinander. Zusammenhalt macht uns stark.” Lidl: Österreich hält zusammen.” #gemeinsamschaffenwirdas “Herz” Hofer: “Wir sind für Sie da!” #gemeinsamschaffenwirdas #mitHerzundVernunft. Erste Bank: #ÖsterreichGlaubanDich. Raiffeisen: “Gemeinsam schaffen wir das.”Der Coca-Cola Podcast: #miteinander daheim.

Die Liste der #gemeinsamzusammenschaffenwirdas-Propagandisten ließe sich beliebig fortsetzen. Nur nebenbei sei erwähnt, dass die repetitive Universalisierung des Gemeinsam-Slogans in der Werbe-Branche auch vor Corona-bedingt gesperrten Staatsgrenzen keineswegs halt machte. Ein kurzer Blick nach Deutschland offenbart wahre Vielfalt: DM: #gemeinsamaufeinanderachten. Corona-Information: “Gemeinsam können wir mehr als stolz sein.” BMG: Wenn wir weiter zusammenhalten und aufeinander achtgeben, machen wir das Beste daraus. Sparkassenzeitung:„Gemeinsam gegen Corona“ Kindernothilfe.de. Penny.de: #erstmalhelfen „Werdet Helden der Nachbarschaft.“

Ein soziopychologisches Grundgesetz

Als Beobachter fragt man sich unweigerlich, ob all die Unternehmungen, die ja gewinnorientierte Firmen und nicht gemeinnützig Vereine sind, dieselbe Werbe-Agentur beschäftigen, nachdem sie alle dieselbe, völlig gleichgeschaltete PR-Strategie fahren. Ihre dem Gewinn verpflichteten Yuppie-Bosse hatten doch bereits im ersten Marketing-Proseminar an der Wirtschaftsuni gehört, dass es immer auf das „Alleinstellungsmerkmal“ ankommt, um Werbebotschaften an den Kunden bringen zu können. Dass sie jetzt auf einmal darauf setzen, gemeinsam mit Konkurrenten im kollektiven Taumel des Einheits-Breviers mitzuschwimmen, ist nicht einfach nur gespenstisch. Es ist vielmehr Ausdruck eines geradezu unter Labor-Bedingungen  stattfindenden Sozialexperiments, mit dem die Bereitschaft zu flächendeckender ritueller Unterwerfung unter das Regulativ der vereinheitlichten Mehrheitsmeinung bewiesen wird oder werden soll. Die Meinung und das Verhalten der tatsächlichen oder vermeintlichen Mehrheit wirkt aggressiv ansteckend, wenn die Opfer dieser Ansteckung sich in einer bestimmten Gefühls- oder Interessenlage befinden. Dieser Umstand kann als ein soziopsychologisches Grundgesetz begriffen werden. Dieses soziopsychologische Grundgesetz manifestiert sich in der Corona-Krise in einer Abfolge von vier Phasen, im Zuge derer sich der Grad der Ansteckung mit der (vermeintlichen) Mehrheitsmeinung von Stufe zu Stufe steigert. Die erste, oben dargestellte Phase kann als „Phase der rituellen Gemeinschafts-Bezeugung“ bezeichnet werden. An sie schließt die „Phase der Danke-Zwangsneurose“ an. Wer seiner Arbeit in einem systemrelevanten Sektor nachging, konnte sich des Einprasselns kollektiver Danke-Devotionen nicht mehr erwehren:

Danke – ihr seid Helden

Diskonter Hofer: „Danke an unsere Mitarbeiter.“„Danke! Zusammen durch die Corona-Krise: Danke, Stadt Wien“. „Wir danken allen Postlerinnen und Postlern …“ (Post-AG-Vorstand)„Wir danken allen Mitarbeitern für de unglaubliche Zusammenarbeit…“ (Lidl lohnt sich) „Österreich hält zusammen … Wir sind stolz, einen Beitrag zu leisten.“„Kann nicht oft genug danken …tolles Team“ (Hofer-CEO-Leitner)„Ein Danke an alle unsere Kollegen…“ (R. Zadrazil, Bank Austria)„Ihnen gebührt großer Dank.“ (Airport-Vorstände Ofner und Jäger) Westbahn-Chef Forster: „Dank an alle Mitarbeiter“ Auch der Verbund sagt: „Vielen Dank!“ „Danke an alle, die helfen!“ (Raiffeisen)

Die Danke-Hysterie ruft förmlich nach mehr. Geradezu organisch wird sie auf die dritte Stufe, die „Phase des Heldenmythos“ hinaufgeleitet. Wieder ist sich Bundeskanzler Kurz seiner Verantwortung als Taktgeber und Moderator der Krisen-Politik bewußt und schreitet kühn mit dem nächsten Emotionsschub voran: „Viele leisten Übermenschliches!“ (27.3.) Flugs ist der Corona-Held geboren: Diskonter Hofer: „Ihr seid Helden #miteinanderzusammen. Herz „Heldinnen im Alltag. Frau im Supermarkt“ Spar: # Helden des Alltags. „Danke an unsere Bauern. Helden der Landwirtschaft.“

Ein Hauch der Würde von Stachanowismus durchzieht das Land. „Jetzt wächst Österreich über sich hinaus. Dank an Helden. Wir packen das.“ (heute-Gratiszeitung 27.3.) Und Heldentum muß belohnt werden: Extra-Geld für Corona-Helden. Handels-Ketten zahlen 15. Gehalt. Der Finanzminister verlangt dafür keine Steuern.“ (25.3.) „Spar, Hofer-Supermärkte zahlen Milliarden an Bonus“ (Österreich 25.3.) Die Menschen sind nunmehr reif für die vierte Phase. Mausi Lugner macht sich zur Helden-Mutter und bettelt um den längst fälligen Schritt: „Sperrt uns endlich ein, um Leben zu retten!“

Aufopferung und Subordination

Auf die „Helden-Phase“ folgt nun notgedrungen als vierte Phase, die „Opfer-Phase“. Denn, wenn jemand ein Held ist, darf ihm auch etwas abverlangt werden. Der Corona-Krieg kann beginnen: Ausgangssperren, Betretungsverbote, Geschäfts- und Lokal-Schließungen, schrittweiser Maskenzwang, Social Distancing, Überwachung und ein drakonisches Strafregime werden schrittweise und in wohldosierter Steigerung verordnet und durchgesetzt. Das, was mit dem sexy Begriff „Lockdown“ umschrieben ist, wird mit einem Wechselbad der Gefühle und einem fein abgestimmten Spiel von Schock, Test, Abminderung und Zuschlag-Schachmatt in sukzessiv erfolgenden Schritten durchgesetzt.

 

30.3. Die Regierung verkündet Maskenpflicht in Geschäften. Aber der Bundeskanzler stellt klar: „Das ist nur eine Übung.“ Ziel sei es, dass der öffentliche Raum nur mehr mit Nasen-Mund-Schutz betreten werden darf. Die erforderliche Einübung der Demutshaltung geht schneller als erwartet: „Ab heute sind wir Maske.“ (heute-Zeitung 1.4.) „So cool vermummt sich jetzt Österreich.“ (Österreich) Mamas Lieblings-Geschenk zum Muttertag: eine Maske mit Blümchen-Design.

 

Qualitäts-Journalismus hat ein untrügliches Gespür für die Wahrheit: Wir tragen nicht Maske, „wir sind Maske“. Entmenschungs-Kollektivismus im Corona-Zeitalter. Alle rinnen ineinander. #zusammengemeinsam. Die vereinheitlicht Glücklichen im Malzeichen des Tieres. Dank an alle Helden, sie haben eine Belohnung verdient. Viele haben ihren Individualismus und ihren ich-bezogenen Hedonismus sowieso schon satt gehabt und wollen Buße tun. Die Masken-Trance hilft. Und die Zombifizierung schreitet voran.

Dennoch will die Herde auch, besonders im Augenblick der Gefahr, rechtgeleitet werden. Die Entscheidungsträger der Elite tragen ihrer Verantwortung Rechnung: Massierung der öffentlichen Polizeipräsenz, Überwachung und Kontrollen, Strafen und Sanktionen. „Bewegungs-App“ und „allgemeine Impfpflicht“ werden immer wieder ins Spiel gebracht und zeigen, wohin die Reise der „Neuen Normalität“ gehen soll.

In der Sukzession der vier Phasen der Corona-Kampagne ist die Bevölkerung kontinuierlich von einer Gesellschaft freier Bürger in ein amorphes Kollektiv von Befehlsempfängern transformiert worden. Individuen wurden zu Plastilin der Herrschenden. Mit getrommelter Gemeinsam-Zusammen-Propaganda, dem Schüren von Schuldigkeitsgefühlen („Danke!“), dem Aufbau von Heldenmythen und der Bereitschaft zum Opfer für die Gemeinschaft sind alle Ingredienzien verfügbar gemacht worden, mit denen noch jede Diktatur einbegleitet wurde. Denn der Diktatur geht stets eine Revolution voraus, in der das Volk selbst die Hauptrolle spielt, wobei das Wesen des Volkes dazu freilich verändert werden muß, um zum Wegbereiter der Knechtschaft zu werden.

Ausnahmezustand und Kriegführung

Die Erzeugung eines Ausnahmezustandes spielt dabei stets eine Schlüsselrolle. Die massivste Form des Ausnahmezustandes ist der Krieg, wobei Kriegsrhetorik auch möglich ist, wenn keine konventionellen Waffen und militärische Bedrohungsszenarien im Spiel sind. „Wir sind im Krieg mit dem Virus!“, ist ein Stehsatz der zur Propaganda degenerierten Medien-Berichterstattung.

Die Kriegführung bedarf symbolisch bedeutsamer Handlungen der führenden Eliten. Sebastian Kurz und seine engsten Getreuen im schlaflosen 24-Stundenmodus in der selbstgewählten Kasernierung der Kanzleramtes – abgeschottet von den Gefahren und Störungen der Außenwelt. Führungskompetenz und Verantwortung übernehmen heißt, die Einsamkeit wählen: ein Mann und seine Aufgabe. Da darf die verantwortungsbewußte Medien-Elite nicht nach stehen. Die ORF-Moderatoren Armin Wolf, Nadja Bernhard, Tarek Leitner und Margit Laufer ziehen mit Zahnbürste und Klopapier bewaffnet für zwei Wochen in einen Isolationsraum am Küniglberg, um ihre Pflicht zu tun. „Ich bin ein Star, holt mich … nicht raus.“ Heldenhafte Opferbereitschaft, zusammen gemeinsam für das Volk. Nur böse Zungen sprachen von „Führerbunker“ und „Luftschutzkeller“. Ausnahmezustand erfordert Ausnahme-Einsatz. Von allen.

Die Verschmelzung der Individuen zum Kollektiv, d.h. zur Ansammlung disponibler Organellen, ist die Voraussetzung zur Ausrichtung der Gesellschaft an einem verbindlichen, alles andere dominierenden Oberziel, für das ein extensiver Absolutheitsanspruch gilt: „Es geht um Menschenleben.“ Alles oder nichts. Wer will da daneben stehen, sich vorwerfen lassen, dass er nur die banausige Ökonomie, das kalte und egoistische Gewinnstreben im Blick hat? Innenminister Nehammer: „Sei Du ein Lebensretter.“ Dieser Imperativ ist wahrhaft kategorisch. Er macht auch klar, was es bedeutet, ihn zu verweigern. Denn der Komplementärbegriff zum Lebensretter ist unzweifelhaft der Mörder. Die politische Kriegsrhetorik der Regierungsvertreter hat genau diese Assoziation hergestellt: Der Lebensretter ist ein Held. Und wie der Komplementärbegriff zum Lebensretter der Mörder ist, ist derjenige des Helden der „Gefährder“. Der Innenminister und andere Politiker haben die Figur des Gefährders ganz gezielt ins Spiel gebracht, wohl wissend, dass dieser terminus technicus für potentielle Terroristen, die als Schläfer des Islamischen Staates nach Europa einsickern, zur Anwendung kam und kommt.

Gefährder, Leugner und Verschwörungstheoretiker

Helden strahlen durch Aufopferung und Selbstverleugnung, Gefährder bedrohen die Gemeinschaft auf terroristische Weise. Die Kriegspropaganda des Kollektivismus sorgt dafür, dass es dazwischen nichts gibt. Dafür ist es unbedingt erforderlich, die Gefahr zu erkennen und ihr ins Auge zu schauen. Niemand darf die Gefahr relativieren, denn damit wäre er ein Kombattant des Feindes. Der hinterhältige Cousin des „Gefährders“ ist der „Leugner“. Der Corona-Leugner ist ein besonders perfider Akteur im Krieg um die Lufthoheit im Corona-Feldzug. Er stellt die offiziellen Daten und Zahlen in Frage, merkt an, dass es neben den verabsolutierten „Experten“ des Corona-Regimes auch renommierte Wissenschafter mit alternativen Einsichten und Forschungsergebnissen gibt und relativiert die verfügten Maßnehmen, indem er neben den Folgen des Virus selbst auch diejenigen, die in der ökonomischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit eintreten, berücksichtigt sehen will. Es ist nur zu konsequent, den Kritiker des totalitären Maßnahmenregimes als „Leugner“ zu bezeichnen, denn dieser Begriff weckt die richtigen Assoziationen, ist er doch aus der Konzeption des NS-Verbotsgesetzes wohlbekannt. Dort werden „Leugnung“ und „Verharmlosung“ des Nationalsozialismus gleichermaßen behandelt und unter Strafe gestellt. Außerordentliche Gefahren erfordern außerordentliche Maßnahmen.

Neben dem „Gefährder“ und dem „Leugner“ ist der „Verschwörungstheoretiker“ der dritte Archetypus der Feindseligkeit gegenüber dem Diktat des Ausnahmezustandes. Aus der Sicht der Obrigkeit sabotiert er die Fokussierung auf das Virus und den Schulterschluß, der zu dessen Bekämpfung nötig ist. Der Verschwörungstheoretiker sieht oder vermutet eine Absicht hinter der Inszenierung des Virus und der gesellschaftlichen Veränderungen, die sich aus dem spezifischen Krieg zu dessen Eindämmung subsequenterweise ergeben. Die Kriegsherren dürfen eine derartige „Wehrkraftzersetzung“ nicht zulassen, und deshalb muß der „Verschwörungstheoretiker“ als Feind betrachtet, verächtlich gemacht und bekämpft werden. Daher ist es nur zu konsequent, Verschwörungstheoretiker mit Rechtsextremisten, Neonazis und Rassisten gleichzusetzen – nicht zuletzt deswegen, weil es der allwissenden Elite ja klar ist, dass in einer „verschwörungstheoretischen“ Bezichtigung „globalistischer Milliardäre“ ja stets auch ein gerüttelt Maß an Antisemitismus enthalten ist (oder sein muß). Dass das ganz evident ist, muss man den wohlwollenden Propagandisten von Big Brother und dem ihm nachgeordneten Medienverbund schon zubilligen.

Unter dem Einsatz der Corona-Maßnahmen und der dazugehörigen Propaganda gelingt es, wie bereits gesagt, die Bevölkerung kontinuierlich von einer Gesellschaft freier Bürger in ein amorphes Kollektiv von Befehlsempfängern zu transformieren. Dieses hat unter den Händen der Herrschaftselite die physikalischen Eigenschaften von Plastilin.

Transformation: vom Individuum zum Aspik

Das Galertartige am Kollektiv muß durch ständige Indoktrination in seinem halbflüssigen Zustand gehalten werden. Dem dient die Allgegenwart von Droh- und Angstparolen im öffentlichen Raum und in praktisch allen Medien, die diese als Inserationsprofiteure bereitwillig multiplizieren. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in besonderem Maß Orte einer gespenstischen Berieselung. Fahrgäste sollen nicht überzeugt, sondern gehirngewaschen werden. Im Minutentakt werden sie geschulmeistert und zwangserzogen und dabei wie Demente oder Kleinkinder behandelt: „Bitte halten sie Distanz zu anderen Fahrgästen und zu unserem Personal. Gemeinsam halten wir Wien mobil.“ „Dear passengers! Please cover your mouth and nose.“ Robert Palfrader lächelt süffisant aus dem Inserat: „Brav sein, daheim bleiben.“ Vom ÖBB-Display im Zug sagt ein Masken-Manderl ohne Unterlaß: Keep your hands clean“ und „Hände waschen oder desinfizieren“.

Und über all dem strahlt das Masterpiece weltweiter Gleichschaltung – die mondiale Durchhalteparole aus dem PR-Labor der Bill- and Melinda-Gates-Siftung: „Please help us, flatten the curve.“ Ein Bild, wie ein Brandzeichen im Kopf. Die Exponentialkurve als Kruzifix der Corona-Religion. Big Brother is Watching You. 1984 ist heute. „Wenn wir so weiter gemeinsam zusammenhelfen, haben wir eine echte Chance.“ (Nehammer am 19.4.) „Haltet noch durch! Gemeinsam schaffen wir es, die Kurve flach zu halten.“ (Rotes Kreuz, 7.4.)

Durchhalteparolen haben sich schon immer an das Kollektiv und nicht an das Individuum gerichtet. Dabei bilden „Social Distancing und kollektivistisches Empfinden nur ein scheinbares Paradoxon. Denn das erste bezieht sich auf den Verzicht auf körperlichen Kontakt, das zweite hingegen auf das fiktive Gefühl vermeintlicher geistiger Zusammengehörigkeit. Beides wird in jeder Diktatur auf spezifische Weise gefördert. Die Menschen sollen nicht physisch beisammen sein, sondern „im Geist in unseren Reihen mitmarschieren“. Verzweiflung und Todesangst halten sie dazu an und sorgen dafür, dass sie in der Krise abartig emotional, rührend, drollig und herzig werden.

In Wien haben sich eine Zeitlang zahlreiche Corona-Gläubige mit Musik-Instrumenten aus dem Fenster ihrer Wohnung gelehnt und sich gegenseitig mit einem Ständchen beschallt. In London treten bis jetzt jeden Donnerstag um 20.00 Uhr Hunderttausende auf die Straße und applaudieren den anderen und sich selbst eine halbe Stunde für etwas, von dem sie nicht genau wissen, was es ist. Durch die radikale Veränderung der Verhaltensweisen und Gefühle werden die Menschen zu Aspik, und in diesem Zustand kann man alles mit ihnen machen. Wer dieses Zauberkunststück zuwege bringt, beseitigt jeden Widerstand gegen die Obrigkeit und etabliert einen umfassenden politischen Totalitarismus.

Kollektivismus und Diktatur

Die Diktatur, in die wir heute hineingleiten, wird nicht rasch wieder verschwinden, denn sie ist auch nicht rasch gekommen. Sie hat sich jahrzehntelang angekündigt, und ihre Voraussetzungen haben sich im Zuge von Entwicklungen, die allesamt auf einen radikalen Bruch mit der traditionellen Ordnung des Christlichen Abendlandes angelegt waren, entwickelt. „Gemeinsam statt einsam.“ Gegen die zwingende Logik dieser EU-Werbung konnte man in Österreich schon unter Kurz-Vorgänger Wolfgang Schüssel nichts einwenden. #zusammengemeinsam. #wirschaffendas. Die Corona-Krise ist der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung, und sie ist damit Teil eines größeren Ganzen. Worin das „größere Ganze“ besteht, ist eine andere Geschichte, die aufzuarbeiten eines weiteren, eigenständigen Analyseschritts bedarf, der demnächst vorzunehmen sein wird.

> Um die Diskussion ein wenig anzuregen, seien aber bereits hier einige Andeutungen gemacht, deren Hintergründe ernsthaft geprüft und dann verworfen oder bestätigt werden sollten:

> Das monetäre System beruht bekanntlich auf der Berechtigung privilegierter Einrichtungen zur Schöpfung ungedeckten Geldes „aus dem Nichts“. Das System schien vor der Corona-Krise an eine Kapazitätsgrenze zu stoßen.

> Die Konzepte des Kultursozialismus (Multikulturalismus, kulturelle Homosexualität und Genderismus, moralischer Relativismus) haben zuletzt in vielen Ländern erkennbaren Widerstand hervorgebracht.

> Multilateralismus und Supranationalismus haben Macht und Ressourcen auf eine immer globalere Ebene gravitieren lassen. Das Konzept einer „Neuen Weltordnung“ scheint sich als logischer nächster Schritt anzubieten.

> Die Folgen akuter Krisen begünstigen in der Regel große, überregional bzw. übernational operierende Wirtschaftsunternehmen, wenn die politischen Maßnahmen zu deren „Bewältigung“ auf eine Vereinheitlichung der Verhaltensweisen der Menschen hinauslaufen.

> Enorme Fortschritte in den Sektoren der Informations-, der Bio- und der Nanotechnologie sowie der Artificial Intelligence haben weitreichende Phantasien in Richtung Transhumanismus begünstigt.

> Seit vielen Jahren existieren mächtige Netzwerke zwischen bestimmten Industriesektoren (z.B. Pharmaindustrie) und politischen Institutionen und deren Entscheidungsträgern. Gewinnstreben lässt sich unter dem Einfluss bestimmter Szenarien leichter bedienen.

> „Verschwörung“ ist ein emotionsgefärbtes Wort für die Pläne von Menschen, deren Wertvorstellung man nicht teilt und deren Ziele man nicht verwirklicht sehen möchte. Wer die seit Jahren artikulierten Absichten von Personen wie Bill Gates, Anthony Fouci u.a. beobachtet, kann nicht in Abrede stellen, dass sie Pläne erstellt haben.

In einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft werden kirchliche Einrichtungen als entbehrlich betrachtet, wenn ihr Betrieb der Verabsolutierung des irdischen Lebens entgegenzustehen scheint. Aber vielleicht sind ja alles nur zufällige Reaktionen auf einen zufällig aus einer Fledermaus entsprungen Virus, der zufällig in einem nahe gelegenen Labor untersucht wurde.

* Mag. Christian Zeitz, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für angewandte politische Ökonomie   http:/institutfuerangewandtepolitischeoekonomie.bimashofer.eu

 

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Corona-Krise –ein gigantischer Fake?

Corona-Pandémie – un gigantesque „fake“?

Corona-crisis – a gigantic fake?

 

Ein Gastbeitrag von Franz Witsch (Hamburg)*

Wenn schon eine ganze Volkswirtschaft lahmlegt werden muss, sollte man erwarten, dass die zuständigen Behörden für eine belastbarere Entscheidungsgrundlage durch vollständige Datenerfassung sorgen.(Florian Nill, habilitierter Mathematikeri.R.) und: Keine der Zahlen, die wir kennen,rechtfertigt die Angst, die in Deutschland geschürt wird (Hamburger Mediziner Schulte-Markwort bei Markus Lanz vom 13. Mai 2020). Die Corona-Krise –ein gigantischer Fake? Kann sein oder auch nicht; auch wenn immer mehr Indizien darauf hindeuten, dass dem so ist. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, man sein Gesicht nicht verlieren will, verdrängt und verleugnet man all jene Anzeichen, die darauf hinweisen, dass wir es hier mit einem “Riesenschwindel” (Shiva Ayyadurai, AySh) zu tun haben, mit dem man die Stilllegung ganzer Volkswirtschaften rechtfertigt, die Vernichtung von Millionen ökonomischer Existenzen allein in Deutschland, einer Vervielfachung von Hartz-IV-Abhängigen, die man dem Corona-Virus in die Schuhe schieben wird, während es der Politik einmal mehr gelingt, sich aus der Affäre zu ziehen.Da beruhigt es dann kaum, dass genau dies nicht gelingen wird: die Realität wird die Politik gnadenlos einholen. Was soll’s, würde Göring sagen,Hauptsache zwölf Jahre gut gelebt.

Darum geht es denen da oben: ein wenig länger noch gut leben auf Kosten der Vielen da unten; durchzusetzen mit einer autoritären – von oben nach unten durchgereichten – Verdrängung und Verleugnung. Mit ihr betreibt man ganz ungerührt und nicht einmal besonders gut versteckt das Ende “multiperspektivischen Denkens”; vielleicht wird man später die jetzige Zeit so charakterisieren;eine Zeit, in der Meinungsvielfallt immer weniger stattfindet? Dabei ist sie Lebenselixier und Grundvoraussetzung einer Demokratie; ihre Aushöhlung freilich human bzw. moralisch motiviert.Wie auch nicht? Gibt es doch einen Weg “vom Gefühl zur Moral”, den impulsiv, ggf. gedankenlos, zu beschreiten das Subjekt nicht umhin kommt (vgl. DP3, Klappentext).Auf diesem Weg möchte man guten Glaubens die Demokratie verteidigen, indes – absurd, aber wahr: indem man ihre notwendigen Vo-raussetzungen zerstört.

Diese etwas umständliche Formulierung scheint mir gerechtfertigt, weil Meinungsfreiheit/ -Vielfallt zwar eine notwendige, aber bei weitem keine hinreichende Bedingung für die Herausbildung einer Demokratie ist. Im Gegenteil: “es gibt gute Gründe zu fragen, ob wir in einer Demokratie leben” (vgl. BB172, S. 183). Doch anstatt zu fragen, reden wir so, als sei es Fakt, dass wir in einer Demokratie leben, nicht zuletzt weil wir uns gern anTatsachen halten. Ein Mythos: das positivistische Denken ist uns in Fleisch und Blut übergegangen, weil wir alle die verdinglichende,“um nicht zu sagen positivistische Verwendung sprachlicher Ausdrücke von Kindheit an verinnerlicht haben. Wie auch nicht? Das passiert von Natur aus in dem Moment, wo das Kind Sprechen lernt. Ein tiefverinnerlichtes Erfolgsmodell, von dem das Subjekt nicht lassen will, das dazu verführt, Begriffe wie Worte in verdinglichender Form zu verwenden” (vgl. T07, S. 90).

Diese kindliche Mentalität kommt u.a. in dem Ausdruck “Faktencheck” zum Ausdruck, der suggeriert, dass ein Faktum etwas beweist, wiewohl es erst in umfassenderen Zusammenhängen seine Bedeutung im Hinblick auf Wahrheitssuche – nicht absolute Wahrheiten – hervorbringt. Diese vermag sich im Kopf auszubilden, sodass die Tatsache im hypothetischen Sinne auf etwas hindeuten kann, auf einen Zusammenhang, der eine eingehendere Untersuchung zu motivieren vermag, etwa um die Frage zu beantworten,wie gefährlich das Corona-Virus tatsächlich sein könnte, nicht sein muss. Bislang werden wir mit Tatsachen lediglich eingedeckt in der Annahme, sie würde etwas beweisen, noch dazu, wenn sie einander widersprechen. Eben gerade werden Untersuchungen (u.a. in der Hamburger UKE-Kinderklinik)laut:Kinder könnten schwerer betroffen sein als bislang angenommen; oder:das Corona-Virus könne sich in verschiedenen Organen festsetzen, vornehmlich in der Niere, und ihren Totalausfall bewirken, Multiorganversagen hervorrufen. Für den ebenfalls im Hamburger UKE forschendenRechtsmediziner Püschel wiederum sei die Angst vor dem Virus “überflüssig”(vgl. Tx03).

Also doch ein gigantischer von oben nach unten durchgereichter Fake, um welche Interessen auch immer zu bedienen? Ja,und bin ich deshalb zusammen mit Herrn Püschel schon Querfront oder ein gefährlicher Verschwörungstheoretiker, weil ich nicht ausschließe, dass wir einem Corona-Fehlalarm aufsitzen, wie aus einem internen Strategiepapier des BMI hervorgeht(vgl. Te01, Te02), und mit dem die Politik die Lahmlegung ganzerVolkswirtschaften rechtfertigt?Ja und dann gehöre ich sicher auch deshalb zur Querfront, weil ich aus der sich liberal gebenden rechtspopulistischen Internet-Zeitung “Tichys Einblick” Informationen heraushole. Da nützt es wenig, wenn ich unentwegt betone, mich Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung einer möglichen Corona-Pandemie nicht zu verweigern, sie mögen noch so unsinnig und überzogen sein. Allein ich hörenicht auf, es für möglich zu halten, dass dasCorona-Virus vergleichsweise harmlos ist, gar auch nicht ansteckender ist als eine gewöhnliche Grippe; wie gesagt: ein gigantischer Fake sein könnte, der exakt darin besteht, dass die exorbitanten Vorsichtsmaßnahmen bis hin zur Lahmlegung ganzer Volkswirtschaften sich mit wachsender Wahrscheinlichkeit als hochgradig unverhältnismäßig herausstellen, psychosomatische Erkrankungen zur Folge haben könnten, z.B.in Gestalt sozialer Isolation, die ein geschwächtes Immunsystem vollends zerstören könnte, das dann schon einer gewöhnlichen Grippe nicht mehr zu widerstehen vermag (vgl. AySh).

Dann könnte es durchaussein, dass wir hier Tote beklagen, welche durch die Maßnahmen selbst verursacht sind.Muss man mich nun wegen dieser Meinung aus den sozialen Medien wegregulieren? Vielleicht Herrn Püschel ja gleich mit. So wie mich Jens Wernicke, Herausgeber von Rubikon, aus dem Rubikon-Verteiler unflätig herausreguliert hat mit den folgenden Worten: “Idiot. 400 Artikel, die BELEGEN, dass es gefährlich wie eine Grippe ist, mit der man Faschismus begründet, aber Du machst auf DUMM und kommst uns blöde. Ich lösche Dich.” Und das, weil ich ihm am 26.04.2020 das folgende geschrieben habe:“Du solltest mal langsam auf den Gedanken kommen, dass Corona sehr gefährlich sein könnte. Das macht Dich glaubwürdiger, weniger nervig, auch wenn ich viele deiner EMail-Infos nicht missen möchte. Außerdem schließt die Möglichkeit eines besonders gefährlichen Virus massive Kri-tik an einem nunmehr gesundheits-motivierten Überwachungsstaat nicht aus, der Dank Corona nunmehr offen propagiert werden kann, der uns in den offenen Faschismus treiben wird.  Und alles nur weil Jens Wernickees nicht ertrug, dass ich die Möglichkeit nicht ausschließen möchte, das Corona-Virus könnte gefährlich sein.

Man soll in der Tat nicht so tun, als habe man, wie Herr Wernicke für sich in An-spruch nimmt, dieUngefährlichkeit des Corona-Virus’belegt, also bewiesen. Bewiesen ist nichts, auch wenn Indizien sich häufen, die darauf hindeuten, dass die Maßnahmen, die Lahmlegung ganzer Volkswirtschaften, vollkommen überzogen sind. Warum darf so eine Aussage nicht ausreichen? Sie schließt ein, mich mit vorerkrankten Nachbarn zu solidarisieren, die am Corona-Virus zugrunde gehen könnten, wie Rechtsmediziner Püschel nicht ausschließt. Solidarität einfach nur, um unnötige Panik bei Nachbarn oderMenschen, denen wir beim Einkaufen begegnen, zu vermeiden. Könnte es sein, dass ich damit in den Augen von Jens Wernicke als Gefährder gelte, wie damals für Stalin Kommunisten, die nicht seiner Meinung waren, Abweichler, Renegaten, die man “löschen”muss? So weit sind wir nicht, wiewohl einige Denk-und Handlungsmuster dazu angetan sind, an äußerst trübe Zeiten zu erinnern. Heute behandelt man uns von oben herab immer noch wie kleine Kinder,die vor “falschen”Autoritäten mit ihren Falschmeldungen oder Falschinterpretationen von eigentlich “richtigen”Fakten beschützt werden müssen, indem man “gefährliche” Fake-News in den sozialen Medien wegreguliert.

So wollen es uns Simon Hurtz und Hannes Munzingerin der “Süddeutschen Zeitung”bedeuten (vgl. Sz02).In ihrem Artikel heißt es unter anderem:Dr. Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi seien “zwei von Dutzenden angeblicher Experten, die derzeit als Corona-Meinungsmacher auftreten. Sie kritisieren die Maßnahmen der Bundesregierung, warnen vor angeblicher Panikmache und sprechen von Hysterie. Die Recherche-Organisation Correctiv und Medien wie das ZDF, die Welt, der Spiegel und der Bayerische Rundfunk haben die Behauptungen geprüft. Das Ergebnis: Was Wodarg und Bhakdi sagen, ist nicht völlig falsch, jedoch vermischen sie Fakten mit Spekulation und Desinformation.”Dabei sondert Dr. Wodarg nur das ab, was Rechtsmediziner Püschel sagt: die Angst vor Corona ist überflüssig; wenn auch meiner Ansicht nach nicht belegt ungefährlich;insbesondere für Vorerkrankte; das ist aber auch eine Influenza nicht: ungefährlich für Vorerkrankte. Fragen über Fragen, die man öffentlich nicht debattieren möchte, um uns Bürger nicht zu verunsichern oder den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht zu gefährden. Das ist Bulls-hit.

Und dann das leere Gerede vom Faktencheck im selbigen Artikel von der SZ (Sz02). Unsere Experten hätten genau überprüft. Doch warum soll man diesen Experten vertrauen, doch nicht etwa,weil sie öffentlich-rechtlich oder von Spiegel oder SZ für vertrauenswürdig erklärt werden? Und was genau wollen sie überprüft haben mit welchen Argumenten.Spielt keine Rolle. Sagen reicht. Wozu mehr? Es sind “richtige”Experten, Autoritäten. Ja, und warum nicht Shiva Ayyadurai, Systembiologe, vertrauen? Weil er nicht das “Richtige” sagt und dazu noch alle Wissenschaftler in Verruf bringt: “Es gibt keine echten Wissenschaftler mehr, nur noch Akademiker, die kuschen”(vgl. AySh).Ich möchte ergänzend hinzufügen: sie kuschentatsachenfetischisierend vor dem Faktum, dasuns “Wahrheit” beweiskräftig nur vorspiegelt, auch wenn die Tatsache Ausgangspunkt einer Hypothese sein mag, nicht mehr und nicht weniger.

Es so zu sagen, ist wissenschaftlich, alles andere vage Kaffeesatzleserei.Worte wie“wissenschaftlich”oderExperte werden zu leichtfertig bemüht. Vor einigen Tagen ging mir eine von Klaus-Jürgen Bruder an mich weitergeleiteteE-Mail zu, in der Prof. Dr. Christof Kuhbandner in vielerlei Hinsicht von einer“fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen” spricht. Auch er glaubt, es seinem Stand schuldig zu sein, das Wort “Wissenschaft” zu bemühen.Das ist legitim, wenn man das Wort etwas eingehender auf seine Verwendung hin spezifizieren würde. Kuhband-ners institutionalisierte Autorität rechtfertigt seine Verwendung nicht mehr zureichend, weil wir, indem wir das Wort “Wissenschaft” inflationär verwenden, es lediglich verinnerlicht haben, gedankenlos, bis es zu einem toten Zeichen gerinnt, ohne “klaren” Gegenstand, der unabhängig vom Innenleben existiert,auf den das Zeichen zeigen kann. Vielmehr zeigt es allzu vage auf einen imaginierten(verinnerlichten) Gegenstand, den es in der Realität tatsächlich nicht gibt, es sei denn als vage Vorstellung, dazu verurteilt, Vorstellung zu bleiben, der man gleichwohl vage Realitätswirksamkeit unterstellt; etwa die Vorstellung (utopischer Sozialisten) von einer zukünftigen idealen Gesellschaft, nach der wir uns dann immerzu nur sehnen können. Dabei entstehen moderne Mythen, das menschliche Leben mythologisierend,wenn die Vorstellung von Realität und tatsächliche Realität nicht strikt auseinandergehalten werden, bzw. im “Modus psychischer Äquivalenz” (vgl. T01, S. 2f) gleichgesetzt werden.

Wir denken so, weil wir, ohne es zu ahnen,an den Positivismus glauben, gedankenlos: wenn wir ihn im selben Atemzugvollmundig kritisieren.Doch was möchte der von Klaus-Jürgen Bruder in die Debatte geworfene Christof Kuhbandner uns genauer sagen mit seiner Abhandlung (vgl. Tx01), die viel Kritik erfahren hat, auf die er sachlich in einem Telepolis-Artikel reagiert hat? Wiewohl seine Thesen auch von einem Professor schon mal eben als “gefährlich” eingeordnet werden. Kuhbandner – ein Gefährder? Er habe, sagt Kristan Schneider, Malaria-Forscher und Professor für Angewandte Mathematik,“richtig erkannt, dass die Zahlen verzerrt sind. Das ist auch jedem Wissenschaftler klar”. Und weiter heißt es, seineAussagen würden anfangs sehr überzeugend klingen, doch mache es das so gefährlich. Denn der Psychologe ziehe viele falsche, logische Schlüsse und unterschätze “die Gefahren durch das Corona-Virus komplett”(vgl. Tx02).

Herr Schneider hält einfacheDebattenbeiträge offensichtlich für gefährlich.Ersollte allerdings daran denken, dass Zahlen nicht verzerrt sind, aber die Realität verzerren können. Vielleicht hat er Recht, und Christof Kuhbandner versucht in der Tat mit Hilfe eines statistischen Glasperlenspiels zu “belegen”, dass das Corona-Virus nicht ansteckender ist als eine gewöhnliche Grippe. Davon ist Kuhbandner überzeugt. Höhere Infektionsraten, mit der man seine Gefährlichkeit begründe, kämen zustande, weil mehr auf Covit-19 getestet werde. Seine gut begründete These. Testet man häufiger, stiegen die Infektionsraten zwangsläufig. Dieser Tatbestand setzt allerdings, wie Kuhbandner selbst einräumt, eine signifikant höhere Dunkelziffer an Covit-19-Infizierten voraus: “Wenn es aber eine hohe Dunkelziffer gibt, dann wird man trivialerweise immer genau automatisch um so viel mehr Neuinfektionen finden, als man die Testanzahl erhöht hat”(vgl. Tp01).

Und diese Dunkelziffer kann bislang nur grob geschätzt werden, auch wenn sie vermutlich sehr hoch ist, vielleicht aber auch doch nicht sehr hoch. Deshalb sind, wie Telepolis-Autor Stefan Schleim in einem Kommentar zuKuhbandners Text zu bedenken gibt, repräsentative Stichproben zur Ermitt lung jener Dunkelziffer unabdingbar. Und exakt diese gibt es derzeit nicht, oder doch nur regional begrenzt, jedenfalls nicht repräsentativ. Für Stefan Schleim ein Rätsel, dass es solche Stichproben nicht längst gibt. Ihm kann geholfen werden: Bill Gates legt auf solche Stichproben vermutlich keinen Wert. Und weil man über die Dunkelziffer einer allgemeinen Covit-19-Durchseuchung nur Vermutungen anstellen kann, sind auch die von Christof Kuhbandner zusammengetragenen Sterbefall-Statistiken der letzten Jahre nur begrenzt aussagekräftig.Man kann beweiskräftig nicht ausschließen, dass die Sterbefälle im April 2020 im Verhältnis zu den Vorjahren (2017-2019) nur so niedrig ausfallen als Folge regierungsamtlicher Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Sehr wahrscheinlich falsch, fügt Florian Nillin einem weiteren Telepolis-Artikel hinzu(vgl. NiFlo): Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covit-19-Pandemie seien sehr wahrscheinlich zu einem Zeitpunkt eingeführt worden, als die Ansteckungsraten ihren Zenit schon überschritten hätten, bewirkten also nicht, was sie eigentlich bewirken sollten. Ein weiterer Hinweis auf ihre komplette Unverhältnismäßigkeit. Zur Untermauerung seiner These, untersuchte Nill das statistische Zahlenwerk vom Robert-Koch-Institut (RKI) im Detail, so dass sich die Frage aufdrängt: gibt es im RKI denn nicht einen ausgebildeten Statistiker, der das RKI-Zahlenwerk im Detail zu deuten versteht? Wieso sorgen Bundesregierung und Landesregierungen nicht dafür, dass das geschieht? Stattdessen verkauft man uns die getroffenen Maßnahmen als Erfolg.Damit Politik und veröffentlichte Meinung nicht im Regen stehen werden, braucht es nun zum Herbst hin unbedingt eine zweite Covit-19-Infektionswelle. Es soll und darf sich nicht herausstellen, dass für nichts und wieder nichts ganze Volkswirtschaften heruntergefahren, Millionen ökonomischer Existenzen, ja möglicherweise Menschenleben vernichtet worden sind.

Alles zum Wohle von “Big Pharma”, wie Shiva Ayyadurai sagt (vgl. AySh); er hätte hinzufügen können,zumWohle einer Elite, deren Privilegien verteidigt sein wollen. Deshalb dürfen sich all die drakonischen Maßnahmen nicht als ungerechtfertigt oder maßlos übertrieben herausstellen, zumal diese mit einiger Sicherheit viele Opfer gefordert haben.Und es sind noch weitere bürgerfeindliche Interessen mit diesen Maßnahmen verknüpft, u.a. das Interesse, dass die Politik sich dem Verdacht nicht aussetzen möchte, sie habe das kapitalistische Wirtschaftssystem nicht im Griff: hätte man schon,will man uns bedeuten,wenn Corona nur nicht wäre. Von “Wirtschaftskrise”möchte man daher nicht reden, es sei denn von einer durch Corona verursachten Wirtschaftskrise, abgekürzt: Corona-Krise. Auf diese Weise kann Steinmeier mit Unschuldsmine so scheinheilig wie salbungsvoll verlautbaren: Wir alle werden den Gürtel enger schnallen müssen.Wegen Corona muss er gar nicht mehr hinzufügen; das machen wir Bürger ganz selbstständig; schließlich hat derBürger seine Lektion – Heute-Moderator Kleber sei Dank – brav gelernt.Dabei ist die Finanzkrise natürlich nicht vom Tisch. Sie könnte uns massiver bevorstehen als je zuvor, mit unkalkulierbaren Folgen für die Realwirtschaft, und zwar exakt dann, wenn Bill Gates zusammen mit den Regierungen negative Zinsen und Bargeldverbot nicht durchsetzen, um uns Bürgernach Strich und Faden auszuplündern.

Doch zwischendurch will man mit der Gesundheit noch schnell ein paar zusätzliche Milliarden einfahren. Nicht dass Bill Gates noch reicher werden wollte. Mehr Geld für sich persönlich interessiert ihn nicht. Vielmehr will er vor uns einfältigen Bürgern seine asoziale Lebensweise legitimiert sehen. Er möchte nicht, dass wir auf die Idee kommen, Entstehung und Legitimität seines Reichtums in Frage zu stellen. Wie Warren Buffet zutreffend sagt, geht es ihm darum, den Krieg (der Reichen) gegen die Armen zu gewinnen. Deshalb geriert er sich alsMenschenfreund, der für uns alle in der ganzen Welt in die Gesundheit investiert. Ja, dann wollen wir ihm seine zusammengerafften Milliarden mal gönnen und nicht denken,dass er sie zum Wohle der Pharma-, Agrar-und Lebensmittelindustrie und zum Nachteil unserer Gesundheit missbraucht.

Shiva Ayyadurai bringt diesen Punkt in seiner 32-minütigen Video-Botschaft auf den Punkt (vgl. AySh): Die Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Menschen folgen dem Geld zum Nachteil unserer Gesundheit. Würde die Gesundheit tatsächlich interessieren, würde man etwas gegen die Fettleibigkeit und andere Zivilisationskrankheiten tun, die wir uns Tag für Tag antun durch unsere Ernährung zum Vorteil der Agrar-und Lebensmittelindustrie. Warum gibt es seit 40 Jahren kein Lock-Down dieser Industrien, obwohl sie unser Immunsystem zerstören. Warum jetzt dieser Lock-Down? Shiva Ayyadurai begründet sehr überzeugend: Träfe das Corona-Virus auf ein intakteres Immunsystem, wäre es sehr wahrscheinlich nicht der Rede wert. Hört man genauer hinein in seine Ausführungen, wird man vielleicht fest-stellen, dass er die Gefährlichkeit des Corona-Virus keineswegs in Abrede stellt; allerdings gefährlich, wenn es auf ein krankes Immunsystemtrifft.

* Buchautor und Filmkritiker. Siehe:www.film-und-politik.de 

Quellen: AySh: Shiva Ayyadurai, Systembiologe: “Es gibt keine echten Wissen-schaftler mehr, nur noch Akademiker, die kuschen”. Der fehlende Part vom 21.04.2020.https://www.youtube.com/watch?v=w0DMuH44h1YBB172:Franz Witsch. Vor unseren Augen kreiert sich ein mörderisches System. http://film-und-politik.de/BB-bis200.pdf(S. 183)DP3: Franz Witsch.Die Politisierung des Bürgers. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt 2017(1. Auflage 2013)NiFlo: Florian Nill. Zur Trödelstatistik und R-Wert Diskussion der Corona Daten. Telepolis vom 15.05.2020. https://heise.de/-4721856Sz01: Pandemie: Corona-Falschmeldungen erreichen einMillionenpubli-kum. SZ vom 10.04.2020. Von Simon Hurtz und Hannes Munzingerhttps://www.sueddeutsche.de/medien/corona-falschmeldungen-youtube-facebook-1.4873470T01: Franz Witsch.Störfall oder das Zeichen will nichts mehr bedeutenhttp://film-und-politik.de/K14.pdf(S. 2-7)T07: Franz Witsch. Die herrschende Sozialtheorie: nicht gesellschaftsfähig.http://film-und-politik.de/K14.pdf(S. 83-99) Te01: Studie aus dem BMI Teil 4: Im Ministerium versandet, Presse ge-horcht.TE vom 11.05.2020. https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/studie-aus-dem-bmi-teil-4-im-ministerium-versandet-presse-gehorcht/        Te02: Corona-Politik-Krise: Studie aus dem BMI Teil 5: Das ganze Dokument. TE vom 11.05.2020.https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/studie-aus-dem-bmi-teil-5-hier-das-ganze-dokument/Tp01: Die Überschätzung des tatsächlichen Anstiegs der Coronavirus-Neuinfektionen. Telepolis vom 02.05.2020.Von Christof Kuhbandner https://heise.de/-4713299Tx01: Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen. Von Christof Kuhbandner auf: SciLogs vom 23.04.2020https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-begruendung-der-corona-massnahmen/Tx02: Covid-19 und Ausgangsbeschränkungen: Fehlen wissenschaftliche Begründungen für Corona-Maßnahmen?MDR.de vom 30.04.2020. Von Matthias Pölshttps://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/fehlt-wissenschaftliche-begruendung-corona-massnahmen-100.htmlTx03: Rechtsmediziner Püschel: “Angst ist überflüssig”NDR.de vom 20.04.2020https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Rechtsmediziner-Pueschel-Angst-ist-ueberfluessig,pueschel306.html                                                                     Nachtrag:Der folgende Artikel von Alexander Unzicker ist eine Frechheit:Dumme Polemik ohne Ende. Titel und Link:Covidioten: Die Pandemie der Infantilität. Telepolis vom 14.05.2020.Link: https://heise.de/-4721153                                                   Der folgende Leserkommentar zum Artikel von A. Schell sagt in aller Kürze schon alles. Er lautet:“Vielleicht sollte sich der Autor darauf besinnen, sich nicht komplett als schäumender Polemiker, rückhaltloser Rechthaber, ahnungsloser Dilettant, willenloser Pharma-und Regierungs-Sklave zu outen. Hatte ich das Attribut verantwortungslos schon vergeben…? Seinen bisher ganz brauchbaren Ruf hat er jedenfalls (…) beschädigt. Kann man ja drauf verweisen, wenn er wieder was schreibt. Einfach nur ärgerlich.”Der Link zum Kommentar:https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Covidioten-Die-Pandemie-der-Infantilitaet/Re-Die-Uebersterblichkeit-in-europaeischen-Laendern/posting-36679163/show/

Ergänzende Quellen:Tp02: SARS-CoV-2 ist ein „Multiorganvirus“. Telepolis vom 1.05.2020. Von Florian Rötzer. https://heise.de/-4723847Tp03: Das Kommunikationsdilemma der Reproduktionszahl RTelepolis vom 19.05.2020. Von Helmut Zecha. https://heise.de/-4722855Ein Text in der Art:“Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen” (Marcel Reich-Ranicki).

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75 Jahre danach – Eine Nachlese zum 8.Mai

Revue d’un événement commémoratif

Review of a memorial event

 

Tief betroffen und „voll Scham“ gedachten unsere Gedenkpolitiker diesen 8.Mai auch der „Befreiung“ des von der SS-Wachmannschaft längst verlassenen Konzentrationslagers Mauthausen. Von einer „offenen Wunde in der Geschichte Österreichs“ sprach der Bundespräsident. Da stellen sich mir im Nachhinein Fragen wie: Muss man sich 75 Jahre danach für etwas schämen, dass man selbst nicht begangen hat? Außerdem: Wie schließt man eine offene Wunde? In dem man ständig darin herumstochert und dabei die junge österreichische Generation immer noch mit dem Kollektivschuld-Mythos infiziert, anstatt sie auch einmal eingehender mit dem Schicksal von Millionen deutschen und österreichischen Opfern dieser verhängnisvollen Zeit zu konfrontieren?

Hat man denn nicht auch anderswo und früher schon Lager wie jenes in Mauthausen gebaut und unliebsame Zeitgenossen hineingesteckt? Ach ja, diese Lager waren nicht so einzigartig, auch nicht die dort verübten Verbrechen. Wer bestimmt eigentlich, was einzigartig zu sein hat. „Ob man Menschen mordet mit einem Knüppel, einem Messer oder durch Regierungsmaßnahmen, ist da ein Unterschied?“,  fragte einst der chinesische Weise Mengzi einen König. Dieser antwortete:„Es ist kein Unterschied“. Das mag einige Zeit auch bei uns so gegolten haben, aber spätestens seit 1945 ist alles anders, und weil das so ist, kennen wir heute gute und böse Täter, schuldige und unschuldige Opfer.

Nicht nur ich werde den Verdacht nicht los, dass entsprechende Vorgaben und diese verordnete gedenkpolitische Scham nur dazu dienen, uns  Spätgeborene und weitere Generationen für NS-Verbrechen mitverantwortlich und erpressbar zu machen und man daher gar kein Interesse daran hat, diese Wunde ein für allemal auszuheilen. Vielleicht auch deshalb, weil das Ganze für die Handlung des einzelnen verantwortlich ist, wie es bei den Juden heißt? Was bei Bio-Deutschen eigentlich zu interessanten Überlegungen führen müßte. Mit von der „Befreier“-Seite wenig erwünschten Konsequenzen womöglich.

Als ich vor etlichen Jahren ein Vier-Augen-Gespräch mit einem an sich redlichen linken Intellektuellen eben zu diesem Thema führte und ich ihn auf Ungereimtheiten und Mängel in der offiziellen Zeitgeschichtsdarstellung aufmerksam machte, meinte er: „Ich weiß ja eh, das da viel getrickst und geschummelt wird“. Seither wurde wohl einiges richtiggestellt, aber eben noch nicht alles. Veröffentlichungen dazu werden in der Regel entweder unterschlagen oder hintangereiht. Wie Bücher von Generalmajor Schultze-Rhonhof* oder „Silberjunge“ Thorsten Schulte**. Beide beleuchten die Kriegsschuld von ganz anderer Perspektive als die etablierte Historikerzunft. Was natürlich nicht sein darf und nach polizeistaatlichen Konsequenzen ruft. Ähnlich wie bei Corona-Kritikern.

Lange vor den beiden Autoren ist ja bekanntlich ein angesehener, lauterer Historiker bereits dem antideutschen Furor zum Opfer gefallen: Ernst Nolte, der den Bolschewismus mit seiner Lager- und Kulakenpolitik als anstoßgebendes Vorbild Hitlers sah. Mehr hatte er nicht gebraucht. Anders scheint es in Frankreich zu sein, wo man sich bei historischen Vergleichen  etwas weiter vorwagen und sogar am „Image“ eines westlichen Verbündeten kratzen darf. Da erschien nämlich kürzlich das Buch*** des Historikers Johann Chapoutot, der einleitend meint, die Nazis hätten nichts erfunden, sie hätten bloß aus der dominierenden Kultur des Westens geschöpft und wären dabei ganz auf dem Boden der Moderne gestanden. Die sie allerdings zu grenzenlosem Übermut verleitete.

Dann aber Chapoutots interessante, aber heikle Erkenntnis:  Hatten denn nicht die Nazis die Eugenik und die Rassenpolitik von den US-Amerikanern, wo Diskriminierung lange Zeit geltendes Recht war, abgeschaut? Chapoutot beruft sich auf den renommierten US-Historiker James Q. Whitman, der, in der Tat, in seinem Buch aufzeigt, wie sich die Nazis – sogar an Ort und Stelle – von der amerikanischen Rassenpolitik inspirieren ließen, aber interessanterweise jenem US-Gerichtsurteil “Ein Tropfen schwarzes Blut und du bist ein Schwarzer“ angeblich gar nichts abgewinnen konnten, es zu krass fanden. Hinsichtlich der Juden fanden sie daher zu einer anderen Betrachtungsweise,  was an deren Los im allgemeinen aber bekanntlich  nur wenig änderte.

Wenn nun in unseren Breitengraden die dunkle Seite der Sieger nicht an die große Glocke gehängt wird, so ist das nicht überraschend. Der Sieger, und als solche fühlen sich nicht nur die „Vier im Jeep“, schreiben nach wie vor unsere Geschichte. Und in diesem Sinne müssen auch Gedenkfeiern, Beiträge und Reden von offizieller Seite verstanden werden. Da stehen selbst  die „unabhängigen“ Medien wie zu Führers Zeiten in Reih und Glied und haben nichts zu melden über Top-Beamte, Top-Journalisten oder Technokraten des Dritten Reichs, die ihre Karriere nahtlos im neuen „Reich“ oder gar in den USA fortsetzen konnten. Da sieht man lieber kleine Fische an der Angel zappeln.

Es ist ja recht und gut, dass man die Politik der Nationalsozialisten aufgearbeitet und deren Verbrechen dokumentiert hat. Aber zu behaupten, die dazu berufenen Historiker, Journalisten oder Zeitzeugen seien frei von Irrtum und Täuschung gewesen, wäre doch etwas verwegen.Was in gewissem Maße wohl auch für die heutigen gelten mag. Und doch wird immer wieder der Anschein erweckt, es gebe nur diese eine richtige Sicht.  Es gehörte wohl zu  moralischer und intellektueller Redlichkeit, dass man auch  widersprechende Aussagen zu einem Zeitgeschehen zur Kenntnis nimmt und berücksichigt und sie nicht automatisch in eine Ecke abschiebt oder die Quelle moralisch verurteilt und, wie so oft, zur sozialen Ausgrenzung Andersdenkender beiträgt. 75 Jahre danach:nichts dazu gelernt?

*1939 – Der Krieg der viele Väter hatte (OLZOG)

** Fremdbestimmt – 120 Jahre Lügen und Täuschung (VFFW)

*** Libres d´obéir (Gallimard)

Weiteres zu dem Thema

Der Krieg, der viele Väter hatte https://youtu.be/pvowQ9J3Q1I

Ken Jebsen im Gespräch mit Thorsten Schulte https://www.youtube.com/watch?v=rOreyR9h8G0

Widerstand 2020  https://youtu.be/MT6fbsH3SBM

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Was der „Tiefe Staat“ mit uns und Europa so vor zu haben scheint

Ce que „l’État profond“ semble faire avec nous et l’Europe

What the „Deep State“ seems to be up to with us and Europe

 

Willst du eines Menschen Charakter kennenlernen, so gib ihm Macht, hieß es schon bei unseren Alten. Dass die Ausübung von Herrschaft Menschen korrumpiert, ist also nichts neues.  Hat nun  der österreichische Bundeskanzler im Zuge der Corona-Krise mit verstörenden und verantwortungslosen Aussagen eine bislang unbekannte Seite seines Charakters sichtbar gemacht? Ein Sitzungsprotokoll der Coronavirus-„Taskforce“ von März, legt jedenfalls nahe, dass die Regierung bewußt Angst und Schrecken verbreiten wollte. Und damit zumindest auch die Auslösung von psychischen Beschwerden oder die Verschlimmerung solcher bei vielen Landsleuten in Kauf genommen. Und dann soll Kurz noch, abgesehen von angeblich verfassungsrechtlich bedenklichen Äußerungen, Maßnahmen-Kritiker und Corona-Skepiker als dumm bezeichnet haben. Vielleicht nach einem seine grauen Zellen lähmenden Besuch eines nur Mitgliedern zugänglichen Clubs in der Wiener Innenstadt?

Sei´s drum, die gelegentliche  Empörung über des Kanzlers Arroganz ignoriert allerdings die Tatsache, dass es in diesem neoliberal angelegten sozialem und politischem System sittliche oder struckturelle Moral ja gar nicht geben kann, da es sich damit selbst abschaffen würde. Daher wird Kurz sagen, hier steh ich, ich kann nicht anders, und bekommt Aplaus und Zuspruch von der Masse der Unwissenden. Währenddessen bemüht sich sein Vize noch etwas unbeholfen damit, eine Raute à la Merkel hinzukriegen. Dass manche unserer Politiker 75 Jahre nach Kriegsende ausgerechnet von entschiedenen Gegnern des Nationalstaates (somit auch eines österreichischen oder deutschen Selbstbestimmungsrechts) besonders geschätzt und auch geherzt  werden, sollte eigentlich deren Wählern doch einmal auffallen. Möglicherweise einmal zu spät.

Wenn nun also heute Polit-Puppen programmgemäß tanzen, muss logischerweise  jemand anderer die Musik dazu machen. Einen näheren Hinweis auf die offenbar in grenzenlosem Reichtum schwelgenden „Musikanten“  bietet dazu eine aufrüttelnde und bekannte Aussage des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, der davon sprach, dass wir „rund um die Welt einer monolithischen und ruchlosen Verschwörung“ gegenüber stünden, einem System, „das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine eng verbundene, komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen kombiniert“. Diesem haben unsere gezähmten Politiker nichts entgegen zu setzen, also haben sie sich mit dem so genannten „Tiefen Staat“, den wahren Mächten, längst arrangiert und sich in deren System komfortabel eingerichtet.

Nun mögen wir ja dem einen oder anderen Politiker zu Beginn durchaus gute Vorsätze zugestehen, sein taktisches Geschick und sein Sich-in-Szene-setzen bewundern, uns über seine salbungsvollen, schönen Worte freuen, dann aber später einmal immer noch glauben, es werde einer oder eine, einmal an der Spitze, aus der Reihe tanzen, wäre so naiv wie der Glaube, die Globalisierung werde sich jetzt gänzlich umkehren. Auf wessen Befehl hin?  Hoch auf dem Regierungswagen kann man zwar, wenn es die Umstände zulassen und die Herren der Welt es gestatten, die Geschwindigkeit in Richtung totale Versklavung etwas drosseln, mehr aber nicht. Einer der Geschmeidigen, Horst Seehofer, meinte  in einer seltenen hellen Sekunde einmal, Gewählte hätten nichts zu entscheiden, und die entscheiden, seien nicht gewählt. Konsequenzen daraus zieht kein einziger Politiker zwischen Wien und Berlin. Und der österreichische Wähler? Scheint zur Zeit eher ein hoffnungsloser Fall, wie sonst könnte ein lockender, schmiegsamer und glatter Politiker, wie auch Kurz einer zu sein scheint, für so viele so verlockend sein.

In Wirklichkeit haben Mächtigere längst entschieden, und unsere Politiker folgen deren Agenda auf unterschiedliche Art und Weise, mit Schmäh in Wien. Geradezu verräterisch waren im Verlaufe der Corona-Krise die stets gleichlautenden „Statements“. Etwa, dass danach alles anders sein werde. Wie konnten unsere Politiker noch bevor ihnen die Natur und das Ausmaß der neuen Grippe bekannt sein  konnte, bereits über geplante Veränderungen im Weltgetriebe Bescheid wissen? Wer hatte es ihnen geflüstert? Und kam das Virus nicht gerade recht, um am wirtschaftlichen Horizont  sich bereits ankündigende Probleme  diesem Winzling in die Schuhe zu schieben ? Ja, gewiss, es kann und es wird vieles anders werden, aber, aus jetziger Sicht, doch etwas anders als es einige unter uns vielleicht erhoffen. Auffällig ist, wie das Inszenierungstalent Kurz, noch bevor die zu   erwartende große Katastrophe eingetreten ist, 1945 bemüht, um im Stile des Leopold Figl Wiederaufbau-Optimismus zu verbreiten. Fehlt dann nur mehr Fräulein Conchita als Trümmerfrau.

Doch dieses Mal ist eher der Beginn einer Epoche der Desillusionierung zu erwarten. Selbst wenn in den kommenden schwierigen Zeiten da und dort Erfolge zu erzielen sein werden, bescheidene Zugeständnisse von den wahren Machthabern zu erwarten sind, gegen die Folgen des „Lockdown“, vor allem aber gegen die Verheerungen durch den so genannten Raubtierkapitalismus und dessen zerstörerische linksliberale Agenda  reichte dies bei weitem nicht. Nichts an den Herrschaftsverhältnissen würde sich ändern, ausgetauscht würden im Bedarfsfall nur die Politiker-Darsteller auf der nationalen oder europäischen Bühne. Eingriffe von außen in staatliche Ordnung und Strukturen, Eigentum Gesetzgebung und Rechtsprechung, etwa durch Geroge Soros über seine bekannten Anhänger beim Europäischen Gerichtshof, würden auch nach einem Crash stattfinden. Und damit das Rad der Ausbeutung von Mensch und Natur  noch besser funktioniert, werden Überwachung und Kontrolle des einzelnen Bürgers in nie gekanntem Ausmaße perfektioniert. Dazu, Ironie der Geschichte, die Partei-Grünen ihr Scherflein beitragen.

Nun denn, was haben die Herren der Welt – mit ihren ihnen dienlichen Organisationen (IWF, IAEA, WHO, Club of Rome, Parteien und  NGOs) –  im Einzelnen vor? Einige Hinweise bietet unter anderem das, was ganz allgemein kein Geheimnis mehr sein sollte und von der Rockefeller Foundation bereits 2010 unter dem Titel Scenarios for the Future of Technology and International Development angedacht wurde. Das damalige „Lock-step“-Szenario schildert eine Coronavirus-ähnliche Pandemie, die der Auslöser für die Verhängung polizeistaatlicher Kontrollen für alle gesellschaftlichen Bereiche wird. Ein Szenario lange vor dem berüchtigten „Pandemie Event 2019 des Johns Hopkins Center mit Bill Gates. Nebenbei und nicht ganz uninteressant: dieselbe Rockefeller Foundation hat sich, obwohl das Stammhaus im Ölgeschäft tätig ist, bereits sehr früh  in der Anti-Co2-Kampagne engagiert. Klingelt es? Somit dürfen wir auch in dieser klimapolitischen Hinsicht noch einiges von dieser Seite erwarten, wobei die jetzt im Zuge des Corona-Hype geübten Maßnahmen wie auch alles weitere zur Umsetzung der „neuen Normalität“ Vorgesehene bei der weiteren Abwicklung der Demokratie und des Rechtsstaates sehr hilfreich sein könnten.

Zu dem – natürlich nur zu unserem Glück und Wohlergehen – Vorgesehenen zählen die bereits diskutierten gewinnbringenden Zwangsimpfungen (auch zur Reduktion der Weltbevölkerung), elektronische Ausweise in Form von Nano-Chips, Sonderrechte für Immune, digitalisiertes Geld, also Schluß mit Bargeld, lückenlose Überwachung und einige Morgengaben mehr. Und als Ergebnis einer schicksalshaft anmutenden Entwicklung werden wir, so die Pläne aufgehen, uns mit einer sinkenden Erwerbsbevölkerung, einem Aushungern des Mittelstandes, steigender globaler Armut, der Priorität für Agrar-und Pharmakonzerne und, nicht zuletzt, einer flächendeckenden, in Städten engmaschigen Installierung von in gesundheitlicher Hinsicht hochproblematischer 5G- und späterer 6G-Mobilfunktechnik anzufreunden haben. Und am vorläufigen Ende einer von Menschen angetriebenen „Evolution“ den menschenähnlichen Roboter als ständigen Begleiter und Wächter an unserer Seite begrüßen dürfen.

Doch weniger in der Zukunft liegt, was derzeit auf der Brüsseler Bühne zumeist vor leeren Publikumsrängen geboten wird. Nicht ganz nebenbei, aber im Windschatten der Covid19-Panikmache und Zahlenschunkelei, hat die EU-Kommission nämlich hinter dem Rücken einer durch Angst und Sorge  abgelenkten europäischen Bevölkerung – dem stets präsenten Virus sei Dank – das unlautere Freihandelsabkommen mit Mexiko abgesegnet  und zusätzlich noch einen auch demokratiebedenklichen neuen Migrationspakt, Dublin IV, zum Vorteil Afrikas (Wunschkonzert für Afrikaner) aber zum Schaden Europas unter Dach und Fach gebracht. Wie gut für Kurz und Kogler, dass das Gros ihre Bewunderer davon nichts erfährt. Zu spüren bekommen werden Letztere es eines Tages dennoch, spätestens dann, wenn die Gewinner dieses Abkommens massenweise vor ihrer Haustür stehen.

Das unsichtbare Covid19-Virus scheint  also (außer dass es die Macht der Politiker in nicht ganz unbedenklicher Art und Weise stärkt und auch als Probegalopp für eine bakteriologische Kriegsführung betrachtet weerden könnte) unfreiwillig zwar, vor allem unserer Freiheit wenig zuträglichen Zwecken zu dienen. Was zusammen mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit und  einhergehendem wirtschaftlichem und sozialem Elend in einem noch nie da gewesenen Unheil für die Mehrheit der Europäer enden könnte. Aber rücksichtsvoll wie unsere Politiker nun einmal sind, lassen sie uns, obwohl bestens informiert, über all das großteils im Unklaren und uns lieber „dumm sterben“. Obwohl hier eine von Vernunft und Verantwortung getragene Aufklärung und eine direktdemokratische Annäherung – wie es normalerweie einst so genannten Volksvertretern zustünde –  sich heilsam für unsere Zukunft erweisen würden, ist mit einem solchen Schritt des politischen „Establishments“ aus vorgenannten Gründen nicht zu rechnen. Also möge sich jeder und jede auf das anscheinend Unvermeidliche jetzt schon gut vorbereiten.

Übrigens: Wahre Macht eines Politikers besteht nicht darin, dass er leicht Wahlerfolge oder tolle Umfrageergebnisse erzielt, sondern darin, dass man ihn nicht ohne große Schwierigkeiten angreifen kann.

Näheres in Bild und Ton zu dem Thema:

Der tiefe Staat https://youtu.be/dr9HLLkDB_M

Wahre Mächte https://youtu.be/L_w1hbu5_i4

Rockefeller und Co https://youtu.be/Lw_olzJAnj0

Bill Gates https://www.youtube.com/watch?v=k1a2EuQWVR0&t=4s

Überwachung https://www.arte.tv/de/videos/083310-000-A/ueberwacht-sieben-milliarden-im-visier/

Gefahr durch 5G https://www.anti-zensur.info/azk16/5g-ankekern

 

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Stalins letzte Opfer aus Österreich und Deutschland

Nuits de Moscou: Dans la fosse commune sans cendres récupérées sont disparu les derniers victimes autrichiennes et allemandes de Staline

Moscow nights: In „the mass grave with not fetched ashes“ disappeared Stalin´s last victimes from Austria and Germany

Moskauer Nächte: Im „Massengrab mit nicht abgeholter Asche“ verschwanden Stalins letzte Opfer aus Österreich und Deutschland

Von Reinhard Olt*

Unlängst beging der weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte und an zahlreichen internationalen Opernbühnen wirkende Tenor Adolf Dallapozza seinen 80. Geburtstag. Kammersänger Dallapozza, Ehrenmitglied der Wiener Volksoper, entstammt einer Südtiroler Familie. Vater Virginius war kunstgewerblicher Maler aus Bozen, die musisch begabte Mutter Gisela, eine gebürtige Bartolotti, aus Branzoll im Südtiroler Unterland. Aus der am 21. Juni 1921 geschlossenen Ehe gingen neun Kinder hervor.

Adolf Dallapozza, der jüngste Sohn, war, wie seine Geschwister, noch in Südtirol geboren worden. Er kam, noch in seinem Geburtsjahr 1940, mit der gesamten Familie infolge des zwischen Hitler und Mussolini geschlossenen Optionsabkommens,zufolge dessen sich die Südtiroler entscheiden mussten, entweder ihre Heimat zu verlassen und ins Reich umzusiedeln, oder in Italien zu bleiben und damit durch erzwungene Assimilation letztlich ihre national-kulturelle Identität an die Italianità zu verlieren, schließlich nach Wien, wo seine internationale Karriere ihren Anfang nahm,und wo er als gefeiertes Ehrenmitglied der Volksoper seinen Lebensabend verbringt.

Anders sein um 15 Jahre älterer Bruder: Emil Dallapozza, am 19. September 1925 noch in Branzoll geboren, ereilte elf Jahre nach der Umsiedlung ein besonders tragisches Schicksal, über dessen nähere Umstände die Eltern – der Vater verstarb 1964, die Mutter 1980 – niemals etwas, die Geschwister, soweit sie noch lebten, erst nahezu 60 Jahre später die Wahrheit erfuhren. Zwar hatte die Familie neun Jahre nach seinem plötzlichen  Verschwinden über Nachforschungen des Roten Kreuzes die Mitteilung erhalten, dass er in der Sowjetunionverstorben sei. Nähere Auskünfte waren aber aufgrund des apodiktischen Hinweises, weitere Nachforschungen seien zwecklos, unterblieben.

Mit Bitterkeit in der Stimme hatte sich Anna-Maria Melichar, eine Schwester, seinerzeit gegenüber Historikern des in Graz ansässigen „Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung“ (BIK), die anhand von Akten aus russischen Archiven den verhängnisvollen Weg nachzeichneten, der für ihren Bruder in einem Moskauer Massengrab endete, und damit den Angehörigen die Augen über das Schicksal des Bruders öffneten, jenes Tages erinnert, da sie ihn zum letzten Mal gesehen hatte: „Er ist in der Früh weggegangen und nie mehr wiedergekommen. Meine Mutter hat immer wieder verzweifelt nachgefragt, aber erst 1960 erfahren, dass er gestorben ist – mehr nicht.“ Es war der 11. Juni 1951, als Emil Dallapozza spurlos verschwand.

Er war in die Fänge von Häschern der sowjetischen Spionageabwehr-Sondereinheit SmerSch (Смерш) – das Akronym steht übersetzt für „Tod den Spionen“ – und damit in die tödliche Mühle von Stalins erbarmungsloser Justiz geraten. Grund seiner Festnahme: „Spionage für den französischen Geheimdienst“. Aus den Akten geht hervor, dass Emil Dallapozza in St. Pölten die Kennzeichen zweier sowjetischer Kraftfahrzeuge notiert sowie Notizen über eine dort stationierte Militäreinheit gemacht hatte und auf „frischer Tat“ beim „Sammeln von Informationen“ ertappt und festgenommen worden war. Laut Protokoll des Militärtribunal bekannte er sich im Verhör in Baden bei Wien, wohin man ihn schaffte, zu seiner Schuld. Am 25. August 1951 verurteilte es ihn zur Höchststrafe, zum Tode durch Erschießen; Grundlage war der berüchtigte Paragraph 58 Absatz 6 des Strafgesetzbuchs der UdSSR.

Man verbrachte ihn ins Butyrka-Gefängnis nach Moskau, eine wegen vorherrschender Brutalität und entwürdigender Haftbedingungen berüchtigte Anstalt. Dort schrieb er ein Gnadengesuch, in welchem er darlegte, dass er nicht aus politischen Motiven gehandelt habe: „Der ergebenst Gefertigte Emil Dallapozza […] macht von der sowjetischen Rechtswohltat Gebrauch und bittet um Umwandlung der Todesstrafe in eine Freiheitsstrafe. Zur Bekräftigung seiner Bitte weist er noch auf seine Unbescholtenheit und seine Parteilosigkeit hin, wodurch erwiesen ist, dass seine Straftat keinem politischen Hassgefühl entsprungen ist.“ Am 29. September 1951 lehnte das Oberste Gericht der UdSSR, am 23. Oktober das Präsidium des Obersten Sowjets sein Gnadengesuch ab. Emil Dallapozza wurde am 10. November 1951 erschossen, sein Leichnam eingeäschert und die Asche auf den Donskoje-Friedhof verbracht.

Wie dem Österreicher aus Südtirol, den die russische Hauptmilitärstaatsanwaltschaft (GVP) am 15.Mai 1998, zehn Jahre, bevor seine Angehörigen durch die Grazer Forscher davon Kenntnis erhielten, förmlich rehabilitierte, erging es auch dem 1923 geborenen Deutschen Herbert Killian. Der 1946 aus amerikanischer Gefangenschaft entlassene vormalige Wehrmachts-Leutnant wurde am 12. April 1950 in Radebeul verhaftet, am 28. September wegen Spionage zum Tode verurteilt und am 12. Februar 1951 in Moskau erschossen. In seinem Gnadengesuch beteuerte er, „nur unter Zwang“ gehandelt zu haben. Dreimal sei er für seinen Auftraggeber in die SBZ (Sowjetische Besatzungszone des geteilten Deutschland, später DDR) gereist. Wegen „Spionage für den amerikanischen Nachrichtendienst“ – dem Sammeln von Datenüber sowjetische Einheiten und Flugplätze in Berlin, Chemnitz, Cottbus, Bautzen und Berlin – verurteilte ihn ein Militärtribunal in Berlin zum „Tode durch Erschießen“. Zusammen mit Killian wurden zwei weitere Deutsche, Erich Reinhold und Felix Müller, zum Tode verurteilt; gegen 21 weitere Deutsche wurden hingegen „nur“ 25 Jahre Arbeitslager im sibirischen GULag alsStrafmaß verhängt. 1994 erklärte die GVP Herbert Killian für rehabilitiert.

Das tatsächliche Schicksal all derer, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg unter solchen oder ähnlichen Umständen ums Leben kamen, war bis vor wenigen Jahren völlig unbekannt. Zwar hatten Angehörige der Vermissten während der „Tauwetterperiode“ und „Entstalinisierung“ unter Nikita Chruschtschow 1956/57 offizielle Todesmitteilungen erhalten, doch die Todesursachen waren allesamt fingiert: Lungen-Tbc, Nierenversagen,Gehirnblutung. Der entscheidende Hinweis auf ihr wahres Ende kam Jahrzehnte später von Arsenij Roginskij,

Chef der einst von Andrej Sacharow gegründeten Bürgerrechtsorganisation „Memorial“. Laut „Memorial“ wurden zwischen 1945 und Stalins Todesjahr 1953 insgesamt siebentausend Menschen in der „Butyrka“ erschossen, unter ihnen mehr als tausend deutsche und 132 österreichische „Spione“. Roginskij nahm Kontakt zu Stefan Karner auf, dem damaligen Leiter des BIK in Graz. Dank „Entgegenkommens des Moskauer Staatsarchivs aufgrund jahrelanger vertrauensvoller Zusammenarbeit“ sei es dann, so Karner, „möglich geworden, die Schicksale dieser besonderen Gruppe unter den letzten Opfern Stalins zu rekonstruieren. Wir haben die Gnadengesuche der zum Tode Verurteilten und die Antworten – sie wurden alle mit einer unvorstellbaren Brutalität abgelehnt.“

Die 24 Jahre alten Buchhalterin Hermine Rotter aus Wien schrieb in ihrem Gnadengesuch: „Ich flehe zu Ihnen, ohne Eltern, ohne Heimat, da ich sonst niemand mehr habe, mein nacktes Leben zu retten und mich von dem grässlichen Tode freizusprechen. Ich schwöre dem russischen Staat meinen heiligen Eid, sollte das Hohe Gericht mir diese Gnade des Lebens erteilen, meine ganze Kraft, Arbeit, Fleiß und guten Willen zu geben und Ihnen in der Sowjetunion zu beweisen, dass ein junges Wiener Mädchen einen großen Fehler begangen hatte, aber als Wiedergutmachung Ihnen ihr Leben durch Arbeit und ein gutes Herz schenkt. Ich zünde für jeden Soldaten Ihres Landes, welcher im Kriege starb, abends in meinem Herzen ein Lichtlein an und denke dabei als Wienerin, alles gutzumachen, was ich an Ihnen verbrochen habe.“

Es half nichts: Am 9. Oktober 1951 wurde Hermine Rotter im Keller der „Butyrka“ erschossen – wegen „antisowjetischer Spionage“. In derselben Nacht wurde ihr noch nicht erkalteter Leichnam im Krematorium auf dem Friedhof des ehemaligen Klosters Donskoje verbrannt. Ihre Ascheschüttete man ins wenige Schritte entfernte Grab Nr. 3, das „Massengrab mit nicht abgeholter Asche aus den Jahren von 1945 bis 1989“, als das es heute offiziell bekannt ist. Ihre Angehörigen erhielten nach dem Abschluss des Staatsvertrages und dem Abzug der sowjetischen Besatzungstruppen aus Österreich 1955 eine

Von 2201 Zivilisten, die sowjetische Organe bis 1955 in Österreich verhafteten, erhielten mehr als tausend hohe Haft- und Lagerstrafen.132 Personen verurteilte das Militärtribunal zum Tode: 39 in den Jahren 1945 bis 1947; 93 zwischen 1950 und Stalins Tod am 5. Februar 1953.1947 hatte Stalin die Todesstrafe vorübergehend ausgesetzt;drei Jahre später führte er sie wieder ein. Niemand in Österreich wusste, dass im Kurort Baden bei Wien derartige „Prozesse“ stattfanden, bei denen die Beschuldigten keine Chance hatten, sich zu verteidigen. Die Anklage war stets dieselbe: Spionage; ebenso das Urteil: Tod durch Erschießen. In den meisten Fällen waren es aber wohl Lappalien, derer sich die Verhafteten „schuldig“ gemacht hatten, getrieben oft aus schierer materieller Not. So im Falle des Stefan Buger.

Buger war Fahrdienstleiter bei der österreichischen Eisenbahn. Im Verhör vor dem Militärtribunal legte er seine „finanzielle und materielle Not“ dar, die ein Angehöriger des französischen Geheimdienstes namens Fuczik „erbärmlich und schändlich ausgenutzt“ habe: „Ich hatte einen Monatslohn von 690 Schilling, auf Lebensmittelkarten nichts bekommen, alles nur am schwarzen Markt. 1 kg Schmalz 400 Schilling, Zucker 220 Schilling, Mehl 45 Schilling, ein Ei 230 Schilling, Fleisch 300–350 Schilling. Meine Familie unterernährt, Kinder hatten Hunger und nicht einmal das Notwendigste an Brot und Fett zuhause“, gab Buger zu Protokoll. Als Gegenleistung für Informationen über Fracht und Häufigkeit des Verkehrs sowjetischer Güterzüge soll Buger „4000–4500 Schilling an Geld oder Produkten wieSchmalz, Mehl, Zucker“ erhalten haben. 1948, nach Fucziks „Verschwinden“, brach er jeglichen Kontakt zum Geheimdienst ab. Was Buger nicht wusste: Fuczik war wegen Spionage zu 25 Jahren GULag verurteilt worden und hatte seinen Namen preisgegeben. Buger wurde am 11. Juli 1952 in Moskau hingerichtet.

Isabella Maria Lederer wiederum wurde die leibliche Verwandtschaft mit einem vormaligen SS-Offizier zum Verhängnis, der für den amerikanischen Geheimdienst arbeitete. Die Grazerin wurde von ihrem Bruder angeworben. Ob sie bloß an Geld kommen wollte, um ihre drei Kinder durchzubringen oder tatsächlich politische Motive hatte, bleibt ungeklärt. Sie fuhr oft nach Wien, um Flugblätter zu verteilen, auf denen namens eines „Nationalen Arbeitskreises“, einer weißrussischen Organisation, dazu aufgefordert wurde, die Fronten zu wechseln. Stets mit dabei waren ihr 17 Jahre alter Sohn Horst und ihre vier Jahre alte Tochter Roswitha. Über ihre Festnahme berichtete im Mai 1952 sogar die „Austria Presse Agentur“. Am 18. Juli 1952 sah Horst Lederer seine Mutter zum letzten Mal im „Gerichtssaal“ des sowjetischen Militärs in Baden. Als die Übersetzung des Urteils verlesen wurde, konnten beide das Gehörte kaum fassen: wegen „antisowjetischer Agitation“ Tod durch Erschießen für die 42 Jahre alte Soldatenwitwe und Mutter dreier Halbwaisen; 25 Jahre „Arbeitsbesserungslager“ für den minderjährigen Sohn. „Sie war wie versteinert“, erinnerte sich Lederer, „ich streichelte ihr die Hand und sagte ‚Es tut mir so leid‘.“

Drei Tage nach dem Urteilsspruch schrieb auch Isabella Lederer ein Gnadengesuch: „Ich bitte aus tiefstem Herzen das Präsidium die verzweifelte Bitte einer Mutter zu erfüllen, das furchtbare Urteil zu ändern und mir die Möglichkeit zu geben, einmal wieder mein Leben bei meinen Kindern zu verbringen.“ Am 11. September wurde die Bitte um Gnade abgelehnt, vier Wochen später vollstreckte Wassilij Michailowitsch Blochin im Keller der Moskauer „Butyrka“ das Urteil. Horst Lederer, sein Leben lang erfüllt vom Schmerz über das Schicksal seiner Mutter, hatte Glück: die Sowjetmacht verfrachtete ihn „nur“ nach Alexandrowsk in Sibirien, im Juni 1955 schickte sie ihn nach Hause.

Wasilij Michailowitsch Blochin war von 1924 bis 1953 für die Exekution von „Staatsfeinden“ verantwortlich. Der Gebieter über das „Untersuchungsgefängnis Nr. 2“ trat dabei stets auf, als wolle er die Delinquenten eher köpfen denn ihnen den Genickschuss zu verpassen; er hatte die Kleidung eines Schlächters angelegt: braune Schirmmütze, lange Lederschürze und Handschuhe, die bis über die Ellbogen reichten. Seine sorgfältig gepflegte Ruhestätte befindet sich keinen Steinwurf entfernt vom Massengrab seiner Opfer.

Dank der Forschungen der Grazer Historiker bekamen sie wie der gebürtige Südtiroler Emil Dallapozza und seinesgleichen zumindest ihre Namen zurück und die Angehörigen sowie die Nachgeborenen Einsichten über ihr gnadenlos- trauriges und menschenverachtendes Schicksal. Tiefschürfende, dokumentierte Befunde und Erkenntnisse darüber bietet das von Stefan Karner und Barbara Stelzl-Marx herausgegebene Buch „Stalins letzte Opfer.Verschleppte und erschossene Österreicher in Moskau 1950–1953“.

*) Der Autor ist deutsch-österreichischer Historiker und Publizist

 

 

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Wem die Stunde schlägt – Covid 19, das System, das Geschäft und das Sterben

 For whom the bell tolls –  Covid 19, the system, business and dying

 Pour qui sonne le glas –  Covid 19, le système, les affaires et la mort

 

 Dieser Klimawandel sei seiner Ansicht nach einer der Gründe für die zunehmende Häufigkeit wissenschaftlichen Schwindels, schrieb der großartige Biochemiker und Altösterreicher Erwin Chargaff einmal. Lebte er noch, hätte er gewiss auch  die Corona-Pandemie als einen solchen gesehen, wie er ja überhaupt der Meinung war, Betrug und Schwindel in der Wissenschaft würden in Zukunft noch zunehmen.                                   Hanna Thiele, dem freien Wort und der Liebe zum Menschen zugeneigte Publizistin, unbestechlich und mutig,  könnte der Erkenntnis Chargaffs gewiss einiges abgewinnen, fing sie doch aus gutem Grunde eines Tages selbst an, einfache Fragen öffentlich zu stellen und das, was sie mit ihren Sinnen an Korruption, Verblendung, Geschäft und Bürgerentrechtung in Staat und Gesellschaft wahrnahm, zu berichten. Ihr nachstehender Kommentar möge ein Anstoß für andere sein, nicht alles als gegeben oder unumstößliches Faktum hinzunehmen und dafür mehr zu hinterfragen.                         Jetzt erst recht, nachdem Dr. Beate Bahner, Anwältin und Corona-Maßnahmen-Kritikerin, wegen ihres friedlichen Engagements für Recht und Gerechtigkeit  in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Audio-Beate Bahner: https://m.soundcloud.com/user-948040119/ra-beate-bahner-verhaftet                         You tube https://www.youtube.com/watch?v=DCn6geRBYPY

 

GASTKOMMENTAR

Von Hanna Thiele

In den siebziger Jahren begann die Wohlstandsgesellschaft verstärkt mit der Errichtung von Alten- und Pflegeheimen, was als lukratives „Geschäftsmodell“ entdeckt worden war. Welche Schwerpunkte in Ausstattung, Komfort und Technik gesetzt wurden, war Sache des Bauherrn, ein Sauerstoff-Anschluss an jedem Bett war schon damals technisch möglich, so wie heute der Internet-Anschluss an jedem Bett. Auch wir als Planer projektierten damals solche Einrichtungen, unter anderem auch für den  Caritas-Verband. Ich erinnere mich noch  gut an den Standpunkt des damaligen Caritas-Direktors in den Vorgesprächen:  „Die Menschen, die hierher kommen, die kommen zum Sterben. Sie brauchen keinen Sauerstoff, sie brauchen  liebevolle Begleitung auf diesem Weg“.

Wie haben sich die Zeiten geändert, statt Nähe in den letzten Tagen des Lebens nun „social distancing“, selbst Trauernden wird das gemeinsame Trauern verwehrt. Warum? Um die Systemrelevanz und Funktionstüchtigkeit  des Gesundheitssystems zu beweisen, indem man die Infektionsdynamik der Entwicklung  der Verfügbarkeit der Verarbeitungskapazität des Gesundheitssystem anpasst? Ist das wirklich der  höchste Gipfel an Ethik und demokratischem Verhalten.

Die Parallelen zur Transformation des Energieversorgungssystems sind nicht zu übersehen, auch da wird das individuelle Tun der Menschen der Zweckdienlichkeit des Systems untergeordnet, seitdem die oberste Richtschnur „Versorgungssicherheit“ gegen das Ziel „Klimasicherheit“ ausgetauscht wurde. Damit haben wir nun zwei wesentliche Systeme, bei denen nationale Entscheidungsspielräume  nicht mehr von supranationalen Perspektiven zu trennen sind, die als höherrangig etikettiert werden, was aber nicht überprüfbar ist.

Die nationalen Entscheider sind in Bezug auf den Umgang mit der  Pandemie auf den Wissensvorsprung der Weltgesundheitsorganisation WHO  angewiesen, sie sind dem Rat der Wissenschaftler quasi ausgeliefert. Nicht anders geht es den Entscheidern zur Energieversorgung, die auf die von den Internationalen Energieagenturen IAEA und IEA initiierten wissenschaftlichen Klimastudien angewiesen sind.

Wenig bekannt ist, dass die ins Zwielicht geratene  WHO als UN-Organisation der privaten Lobbyorganisation „Internationale Atomenergie-Agentur“ IAEA  in Wien unterstellt ist. Denkt man es weiter, so hätten wir damit erstmalig in der Weltgeschichte die Situation,  dass weltweit die beiden bedeutsamsten  Funktionssysteme einem einzigen Imperativ folgen, dem sogar die Kirchen folgen, und dieser  Imperativ  in den Händen einer externen privaten Gruppe liegt, deren einzelne Namen man nicht einmal kennt. In beiden Fällen lautet das Argument „Schutz vor Überlastung des Systems“, hier das  Gesundheitssystem, da das Erd-System.  Und in beiden Fällen werden alle anderen Systeme wie Wissenschaft, Erziehung, Wirtschaft, Medien, Kunst und Sport diesem „Schutz vor Überlastung des Systems“ untergeordnet.

Der Eindruck entsteht, das durch keine Gegenkraft gebremste Macht-Duo Atom-WHO wolle die globale Verunsicherungsenergie der Menschheit über die beiden Themen „Klima“ und „Pandemie“ steuern,  als sei die menschliche Gesellschaft ein Kernreaktor.  An die Stelle des dosierten Einschiebens von Brennstäben treten dosierte Statistiken, begleitet von Heldengesängen und Opferdramen. Die Kettenreaktion darf nicht abreißen, allerdings muß die Kernschmelze vermieden werden, die aber droht, wenn sich die wirklichen Opfer aufbäumen, die  mit Transferzahlungen ruhig gestellt  werden.

Eine öffentliche Diskussion dieser Konstellation ist mehr als überfällig, denn wo bleibt da Platz für den Primat der Politik? Wo bleibt Platz für das Wohl der Menschen, das Gemeinwohl? Aus Schutz vor dem Sterben die Demokratie sterben lassen? Dieser Preis wäre zu hoch, es würden beide Schaden nehmen, vor allem die vom System beschützten Bürger.

Denn es besteht kein Zweifel, dass die Dominanz der IAEA mit ihrem Ziel, das Kernkraftgeschäft weltweit zu befördern, der Verfolgung des Zieles der WHO, die Gesundheit weltweit zu befördern, entgegensteht. Die WHO fügt sich, Geschäft geht vor Gesundheit. Die EU will keine Fragen, kehrt das Thema unter den Tisch. https://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=WQ&reference=E-2002-3662&language=SLfbclid=IwAR37NpQs17RK8LqrSiR1kmdXmE4QMwi_gSUBPNHYLubYJqMBeczzVNim6Ek

Die WHO will es verdrängen, ist in Spaltung geraten https://independentwho.org/en/who-and-aiea-aggreement/  Textauszug: „And to go further, it is also legitimate to regard as a scandal the decision of the UN to have given the IAEA a “commercial” role that should in no case exist in one of its agencies … all the more so as the agencies are encouraged to work together.“  Dieser  Satz der unabhängigen WHO-ler sollte nicht ungehört verklingen.

Die  ganze Bedeutung dieser fragwürdigen Konstellation erschließt sich vor dem Hintergrund der Entscheidung der NATO im Jahre 1969, den militärstrategischen Zielen eine „Dritte Dimension“ hinzuzufügen, nämlich „den Menschen des 20 Jahrhunderts mit seiner Umwelt in Einklang zu bringen.“  Dieses NATO-Ziel deckt sich im wesentlichen mit dem Ziel der WHO,  das Wohlbefinden der Menschen zu  erforschen, seine physische und psychische Gesundheit zu fördern, eine politische Führungsrolle zu übernehmen, um über „gesamtgesellschaftliche Ansätze und Sektor übergreifende Problemlösungen“ einen  „strategischen Vorteil“ zu erzielen. Man wird schwerlich unterscheiden können, ob das, was im Namen von Covid 19 gerade durchexerziert wird, ein militärisches Manöver ist, oder aber wirklich notwendig zum  Schutz der Bürger.

Im Jahre 1969 begründete Präsident Nixon seine Entscheidung für die „Dritte Dimension“ damit, dass die NATO besser geeignet sei, direkt Einfluss auf Regierungsebene auszuüben als zwischenstaatliche Organisationen. Zudem hätte die NATO seit den Fünfziger Jahren militärpolitisch effizient Wissens- und Technologietransfer betrieben, sodaß es de facto um einen  „Markt der Ideen und Techniken auf diesem Gebiet“ ginge. Die rechtlich-argumentative Grundlage sah der damalige NATO-Generalsekretär Manlio Brosio in Artikel 2 des NATO-Vertrages, wonach sich die Vertragsschließenden u.a. verpflichtet hätten, zur weiteren Entwicklung friedlicher und freundschaftlicher internationaler Beziehungen beizutragen, indem sie die Voraussetzungen für innere Festigkeit und Wohlergehen  schufen. Die Zerstörung der Umwelt gefährde genau dieses Wohlergehen, wie am Beispiel der Vereinigten Staaten schon deutlich sichtbar sei.

Wenn nun heute die WHO in Ihrer Agenda  „Gesundheit 2020 – das Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden“  Bürger, Organisationen und Gemeinschaften auffordert,  „konkret jene Akteure herauszufordern, deren Handeln sich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkt“,  kann das wohl kaum rechtlich gedeckt sein, denn es ist eine Aufforderung zur Anprangerung  und erinnert an die fatalen Aufrufe zur Denunziation von „Klimaschändern“. http://www.euro.who.int/de/health-topics/health-policy/health-2020-the-european-policy-for-health-and-well-being/about-health-2020/strategic-objectives/better-governance Der Festigung der Gesellschaft wird es kaum dienen, eher der Spaltung, denn was alles werden Menschen als „Störung des Wohlbefindens“ einordnen und staatliches Eingreifen fordern?

Diese Konstellation einer kastrierten, von der IAEA-abhängigen Weltgesundheitsorganisation WHO offenbart, in welcher Hand  die Befehlsgewalt über Wohl und Gesundheit der Menschen liegt, beim Militär, der NATO.                              Utopia, after all, is not a place one can live in (Hilary Mantel).

Thema-Hinweise:

https://carnegiedge.s3.amazonaws.com/downloads/caldeira/PSAC,%201965,%20Restoring%20the%20Quality%20of%20Our%20Environment.pdf

Dieser Report aus dem Jahre 1965 offenbart, daß wir es bei der Klima-Verunsicherungs-maschinerie mit einem gezielten Planspiel zu tun haben, mit dem ein „organisiertes öffentliches Lügen“ losgetreten wurde. Auf  Report-Seite 112 (im Auszug Seite 10)  trifft man auf die erstaunliche Überschrift „CARBON DIOXIDE FROM FOSSIL FUELS  – THE INVISIBLE POLLUTANT“. Man findet den  Hinweis auf den  Suess-Effekt, auf dem die Schweizer Atomlobby ihr Klimagebäude aufbaute, ebenso den Hinweis auf Fritz Möller von der Uni München, der mit Hilfe des Ex-Atomministers Franz-Josef Strauß aus dem  Physik-unbegabten Kühe-Hütejungen Hartmut Graßl den  Hüter der „Bewahrung der Schöpfung durch CO2-Reduktion“ machte, obwohl die Faktenlage heute nicht mehr hergibt als im Jahre 1965. Graßls Eltern mussten ihren Weidebetrieb am Obersalzberg räumen, als Hitler das Gelände großräumig für seinen Rückzugsort beanspruchte. Den  Graßls wurde eine neue Alm zugewiesen, so wie man heute die Unternehmen im Namen von CO2 zwingt, auf andere Weideplätze zu ziehen.

https://www.novo-argumente.com/artikel/die_deformierte_gesellschaft

https://principia-scientific.org/which-will-die-first-corona-virus-fever-or-climate-change/

https://deutsch.rt.com/meinung/100803-widersprueche-von-politik-und-wissenschaft-im-fall-covid-19/?utm_source=browser&utm_medium=push_notifications&utm_campaign=push_notifications

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