TTIP – Auf dem Weg in die Sklaverei?

TTIP – En chemin dans l´esclavage?                                                                                                    TTIP – On the way in the slavery?

Seit nunmehr drei Jahren verhandeln EU und USA über ein Freihandelsabkommen. Dieses Abkommen sei vorrangig für die USA, wie Präsident Obama stets betont. Man könnte ihm nachfühlen, schließlich ist die Supermacht nach Bill Gates Worten, der größte Profiteur der Globalisierung. Und möchte es natürlich bleiben. Auf unsere Kosten, zu Lasten unserer Umwelt und unserer Gesundheit, und wie die zuletzt veröffentlichten Greenpeace-Dokumente den lange gehegten Verdacht bestätigen, ist höchste Gefahr in Verzug. Auch was die berüchtigten Schiedsgerichte betrifft.

So ein Abkommen kann natürlich nicht getrennt von der Politik gesehen werden, wie einige TTIP-Verteidiger  aber verlangen. Ja sie meinen gar, die Politik dürfe sich nicht einmischen. Womit mit einer todbringenden Schwächung der Nationalstaaten zu rechnen wäre, souveräne Völker sind ein Hindernis. TTIP ist nichts anderes als ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Sklaverei, kontrolliert und überwacht  von einer Weltregierung der Banken und Konzerne. Und man erreichte damit  die Installierung eines einzigen Souveräns in Gestalt  des internationalen Kapitals.

Nachfolgend die Presseaussendung des überparteilichen österreichischen EU-Austrittskomitees zu den nun veröffentlichten Greenpeace-Papieren:

 TTIP: Nur der EU-Austritt schützt Österreich sicher!

Überparteiliches EU-Austritts-Komitee zur Veröffentlichung streng geheimer Verhandlungspapiere

Zeiselmauer (OTS) – Die Enthüllung der bislang geheimen Papiere über das so genannte Freihandelsabkommen TTIP bestätigt das, wovor Kritiker schon längst warnten: TTIP wird die – ohnehin schon niedrigen – Lebensmittel-, Umwelt-, Konsumenten- und Tierschutzstandards der EU noch weiter senken und Massen an US-Gentechnik- und Klonfleisch-Produkten auch nach Österreich bringen. „Der sicherste und wahrscheinlich einzige Weg, diesem Monsterabkommen zu entgehen, ist der Austritt Österreichs aus der EU. Erst dann kann unser Land als souveräner Staat sein Schicksal wieder in die eigenen Hände nehmen“, erklärt heute Inge Rauscher, die Bevollmächtigte des überparteilichen EU-Austritts-Volksbegehrens, welches letzten Juli von mehr als 261.000 Bürgern unterschrieben wurde.

Mag. Klaus Faissner, freier Wirtschafts- und Umweltjournalist, ergänzt: „TTIP bringt – ebenso wie das EU-Kanada-Abkommen CETA – nur Vorteile für Konzerne wie Monsanto & Co. Es ist vorauszusehen, daß die klein- und mittelständige heimische Wirtschaft sowie die österreichischen Bürger dabei völlig unter die Räder kommen. Unabhängige Studien zeigen dies schon lange: Die Tufts Universität in Massachusetts in den USA errechnete z.B., daß TTIP in der EU 600.000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2025 vernichten und zu Einkommensverlusten von 165 bis zu 5.000 Euro pro Person und Jahr führen werde! Auch Steuereinnahmen und Wirtschaftsleistungen würden erheblich schrumpfen.“

EFTA statt TTIP & EU

Das erfolgreiche EU-Austritts-Volksbegehren des Vorjahres war ein erster Schritt zu mehr Wohlstand, höheren Standards und mehr Unterstützung für die heimische Wirtschaft. Jetzt geht es darum, eine Volksbefragung zum Thema zu erreichen. Als wirtschaftliche Alternative zur EU und zu TTIP & Co gibt es die Europäische Freihandelszone EFTA: Sie besteht aus den Nicht-EU-Mitgliedern Schweiz, Liechtenstein, Norwegen sowie Island und hat nach wie vor aktuelle ausverhandelte Abkommen mit Ländern aus aller Welt. Die Mitgliedsstaaten sind politisch in keiner Weise eingeschränkt, und die Landwirtschaft als besonders sensibler Bereich ist ausgenommen. Im Unterschied zur EU geht es hier wirklich um gute Handelsbeziehungen und nicht um das Niederreißen von jahrzehntelang erkämpften Standards.

Noch mehr Tierquälerei, Ausbeutung und Klonfleisch durch TTIP und CETA!

„Diese streng geheim verhandelten Freihandelsabkommen zwischen der USA, Kanada und der EU würden auch weiterer Tierquälerei Tür und Tor öffnen“, ist Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann der Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT, überzeugt. „Noch mehr Freihandel würde Tiere noch rechtloser machen und noch längeren Transporten aussetzen, was auch umweltpolitisch – in Zeiten des Klimawandels – ein nicht hinnehmbarer Wahnsinn wäre. Zudem würden die in der EU ohnehin nicht allzu strengen Tierschutz-Standards weiter reduziert und auf amerikanische Verhältnisse herabgesenkt werden: Monster-Legebatteriebetriebe ab 1 Mio Tieren, Einzelboxen der Kälber oder durchgehende Kastenstandhaltung bei Muttersauen. Außerdem würden uns dann chemische Zusätze und Verfahren in der Lebensmittelproduktion – u.a. die hierzulande in der Landwirtschaft noch verbotene Gentechnik – `beglücken`, ohne Chance dagegen zu klagen! Noch extremere Massentierhaltungen und Tierfabriken wären die `Gewinner` und das seit EU-Beitritt ohnehin immens gewachsene Bauernsterben würde noch weiter verstärkt.“

Wachstums-Hormone und Antibiotika sind in Amerika erlaubt, um eine noch höhere Milchproduktion oder noch schnelleres Wachstum bei den bereits jetzt extrem ausgebeuteten „Nutztieren“ zu erzwingen. Das berühmt gewordene „Chlorhuhn“ kaschiert durch Abtötung von Keimen nach der Schlachtung lediglich noch engere, brutalere und unhygienischere Haltungsbedingungen während der Mastzeit. „Die Lobbys der Fleisch-Industrie wollen das alles `dank` TTIP & CETA auch für den EU-Markt erreichen. Ähnliches gilt für Klonfleisch: Dieses ist in den USA schon jetzt ohne Kennzeichnung in den Regalen, die EU-Kommission möchte dasselbe zumindest für die Nachkommen von Klontieren durchsetzen“, so Dr. Plank abschließend.

Die Mitglieder des überparteilichen EU-Austritts-Komitees fassen zusammen: „Bei TTIP und CETA geht es in Wirklichkeit vor allem um den Abbau aller Standards, egal ob es sich um Umwelt, Lebensmittel, Tierschutz oder Soziales handelt; um private Schiedsgerichte, durch die große Konzerne Staaten verklagen können, weil sie durch strengere Gesetze weniger Gewinne machen würden; um die Prüfung aller neuen Gesetze auf Wirtschaftlichkeit: im sogenannten „Rat für Regulatorische Kooperation“ bekommen Konzerne Gesetzesentwürfe vor den Parlamenten zu Gesicht; und nicht zuletzt geht es um industriefreundliche Zulassungsverfahren: Nicht mehr das Volk oder Politiker würden über die Zulassung entscheiden, sondern alleine Wissenschaftler, die meist eng mit Konzernen zusammenarbeiten bzw. sogar von diesen finanziert werden.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Klaus Faissner
Dr. Franz-Joseph Plank                                                                                                                office@animal-spirit.at
www.eu-austritts-volksbegehren.at

Zum Thema

Greenpeace zu den Veröffentlichungen                                                                                  https://youtu.be/6hDm8DG5h_s

TTIP und Obama                                                                                                                            https://youtu.be/MQNZLuB6Utc

EU-Austrittsvolksbegehren-Interview                                                                                         https://youtu.be/-bFiyJbTdrU

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Integration der Weg, Desintegration das Ziel

Integration le chemin, désintégration la destination                                                     Integration the way, desintegration the destination

In seinem berühmten Buch „Über die Entstehung der Arten“ schrieb Charles Darwin, es gebe Fälle „in denen eingeführte Pflanzen sich in kaum zehn Jahren über ganze Inseln verbreitet haben“. Ähnliches wußte man bald auch von Tierarten zu berichten. Die Neuen kamen ins Land und schlugen, begünstigt  durch besondere Umstände wie die Fähigkeit zu schneller Ausbreitung und zur Reproduktion sowie das Fehlen äußerer Feinde, ihre Wurzeln. Biologische Invasion inzwischen als ein globales Phänomen.

Nicht immer aber gehören die ansässigen Arten und ihre Umwelt zu den Gewinnern dieser Art von Globalisierung, eigentlich immer seltener. Daher ist dort, wo durch  biologische Invasoren autochthone Arten und Naturschätze zu verschwinden drohen, rasches Handeln ein Gebot der Stunde. Artenschutz beginnt im jeweiligen Heimatbiotop, sagen sogar Grüne, sie wollen es aber in keinem Fall auf den Menschen angewandt wissen.

Versucht man es trotzdem, so wird es gefährlich. Man begibt sich auf ein semantisches Glatteis, wo Zensoren darauf bedacht sind,  einen zu Fall zu bringen. Denn im Reich des Homo sapiens hat es nach gutmenschlicher Einschätzung, eigentlich Einbildung, ohne Belang zu sein, wer zuwandert. Die Tüftler eines globalen Miteinanders haben dazu ein Zauberding in der Hand, und dieses heißt Integration. Danach soll es „Uns“ und „die Anderen“ eines Tages einfach nicht mehr geben.

Der Migrant hat keine Bringschuld mehr, die Gesellschaft  ist „als heterogene , vielfältige Gemeinschaft aller, in die alle bedingungslos einbezogen sind“, neu zu denken. Fragen nach typischen Merkmalen oder Verhalten einzelner oder einzelner Gruppen werden mit viel Aufwand an Einschüchterung und hasserfülltem Aktionismus als rassistische oder  faschistische zurückgewiesen. Der  vermeintlich einzig richtigen politischen Überzeugung, ein Dogma, wird der Vorrang vor wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Tagesrealität eingeräumt.

Diese Realität  hat allerdings inzwischen ein Stadium erreicht, das zumindest die vorerst  noch wenigen Einsichtigeren unter den einäugigen Gutmenschen wenn auch mit zusammengebissenen Zähnen zur Kenntnis nehmen wollen. Auch weil dasselbe Stadium den Vormarsch bestimmter Parteien begünstigt. Die aus Gründen des Selbsterhalts längst erforderliche Ausrufung des Notstandes scheitert jedoch an Schönrednern, Bedenkenträgern und Hosenscheißern.

Doch Bandenkriege, Schutzgeldmafia, Vergewaltigungen, Raubüberfälle, Jugendkriminalität und  Drogenhandel entsprechen so wenig wie Sozialmißbrauch oder  Einschleppung von Krankheiten durch Illegale  jener Bereicherung, die uns Politiker und ihre pseudowissenschaftlichen Zuarbeiter versprochen haben. Im Gegenteil, es führt ins totale Chaos. Ausgerechnet ein Migrantenkind, die algerischstämmige Schriftstellerin Malika Sorel, bringt das Problem auf den Punkt, wenn sie sagt, in Wirklichkeit seien die Inländer (aus ihrer Sicht die Franzosen) die wahren Opfer der Einwanderung. Und in dem Ausmaße, in dem diese erfolgt ist und weiter stattfindet, ist Integration nirgendwo mehr möglich.

Dazu weiß eine alte Volksweisheit: wer kommt, ohne vom Hausherrn eingeladen zu sein, für den ist das Haus bald zu eng und ein solcher  erwartet, daß der Eigentümer es ihm überläßt. Aber das scheinen irrlichternde  Politiker, Integrationsfetischisten und linksliberale Bobos, denen mehr als hundert verschiedene Nationalitäten unter einem Dach nicht genug sind, noch nicht kapiert zu haben. So wenig wie  gut behütete liberale und  konservative bürgerliche Stadtbewohner bereit sind, ihren Allerwertesten hoch zu heben, um von ihren liberalen Träumereien Abschied zu nehmen.

Immerhin, der belgische Justizminister sagt, was in Zukunft Sache sein wird: „In absehbarer Zeit werden in Europa praktizierende Muslime zahlreicher sein als Christen“. Doch, so ist er überzeugt, die Europäer seien sich dessen nicht wirklich bewußt. So scheint es in der Tat. Da mag man noch so die Menschenrechte oder das Asylrecht strapazieren, damit wird unsere Lage nicht verbessert, auch nicht mit verallgemeinernden Aussagen à la Kardinal Schönborn: „Wir dürfen nicht vergessen, was wir von den Migranten an Werten geschenkt bekommen“. Weiß der gute Hirte nicht, was im Land los ist?

Und wenn jetzt der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes meint, Österreich sei durch die faktische Entwicklung zum Einwanderungsland geworden, also nicht „freiwillig“ oder „selbstbestimmt“, dann heißt das, wir haben das ganze ohne Widerstand über uns ergehen lassen. Wenn derselbe gute Mann  „aus Notwendigkeit, Dringlichkeit und aus Liebe zum Menschen“  zum Handeln auffordert, dann hat er natürlich nicht uns, die wahren Opfer, sondern die Masse der meist illegalen Einwanderer, denen die Herzen der Sozialromantiker und guten Hirten nur so zufliegen, im Sinne.

Nicht ohne Hintergedanken, denn, so sein Generalsekretär, es gelte „neue Kundengruppen zu erschließen“. Und so auch Überlegungen der  Kirche und von Parteien. Ähnliche Hintergedanken werden  auch beim Pensionsgespenst eingesetzt, um den Widerstand gegen massive Umvolkung zu brechen. Bei dem von der deutschen Industrie ausgerufenen Facharbeitermangel, der sich jetzt als Schimäre herausgestellt haben soll, ging es darum, das Facharbeiter-Angebot zwecks Lohndumping entsprechend zu vergrößern.

Fasziniert von ideologischer Korrektheit die einen, von materiellen Vorteilen die anderen, von Coudenhove-Kalergies Ideen berauscht noch ganz andere,  will man der Mehrheit einreden, daß die in der Evolution angelegte Natur des Menschen, sich abzugrenzen und sich mit seinesgleichen zusammenzuschließen, dem Europäer nicht gut anstünde  und  durch einen von Toleranz geprägten, kulturelle und biologische Fakten ignorierenden Verzicht darauf, eher dem menschlichen Fortschritt diene. Inländerechte  ade?

Meine bescheidene Frage:  Aber scheitern alle Europäermacher nicht doch zuletzt an der Biologie? Ohne jemand beleidigen zu wollen, dazu ein drastischer Vergleich: So wie ein Esel, dem man Eidotter statt Disteln und Kraut aufdrängen wollte, danach keine Eidotter gebiert, sondern wieder nur einen Esel, wie Egon Friedell einmal gemeint hat, so würde auch das zehnte Kind einer vor wenigen Jahren in Österreich zugewanderten afghanischen Familie** nichts anderes als ein Afghane sein (wollen). Und dieser wird sehr stolz auf seine Herkunft sein.

Zwar bleibt auch ein umerzogener Deutscher ein Deutscher, doch anders als viele Autochthone in Österreich und in der Bundesrepublik Deutschland haben eben zugewanderte fremde Ethnien keine Scheu sich zu ihrer Nationalität zu bekennen. Und das ist ja gut so. Etwa auch Edita Malovcic, serbisch-bosnische Schauspielerin und Sängerin: „Ich stehe auf meine Herkunft“ .

Im ZdF –Info meinte ein „Flüchtling“ aus dem Orient, dem die Multikulti-Unterkunft nicht behagte: „Jede Nation hat ihre eigene Kultur. Die Menschen sollten nach Nationalitäten in den Häusern getrennt werden. Nicht alle passen zusammen.“ Anscheinend hat so einer mehr im Hirn als  alle unsere supergescheiten „Diversity“-Pharisäer, die es möglicherweise „geil“ finden, wenn Menschen aufeinander los gehen.

Merke: Ein dauerhaftes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, noch dazu in größerer Anzahl, wird auch im günstigsten Fall schon allein deshalb verunmöglicht, weil  jene Grundwerte, die uns bisher als unersetzlich galten, von den verantwortlichen gesellschaftlichen und politischen Eliten längst in Frage gestellt und ausgehöhlt wurden. Man tabuisiert und relativiert daher lieber und schafft sich „aus Liebe“ zu den Fremden  selbst ab, während die zugewanderten Ethnien ihren natürlichen Ethnozentrismus ausleben (dürfen).

Ja sie werden darin von den edlen Migrantenflüsterern und Einbürgerungsmeistern auch noch bestärkt, dieselben aber der Mehrheit deren  Bestehen auf ihre natürlichen Rechte und Bedürfnisse als Faschismus oder Rassismus ankreiden, gelegentlich auch schon auf gewalttätige Art und Weise  ahnden. Politisch-ideologische Heimtücke und Heuchelei als politische Lebensregel? Auf Dauer kann das nicht gut gehen: Zuviel geheuchelte Humanität tötet Humanität, zuviel mißlungene Integration fördert Desintegration, endet mörderisch.

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* Bis 2030 werden aus 100.000 Asylwerbern 4,6 Millionen, schätzt Thilo Sarrazin.

**Diese zehnköpfige Familie aus Afghanistan bezieht im Traumland Österreich 5682.-Euro an Mindestsicherung und Familienbeihilfe, dazu eine Gemeindewohnung und zusätzlich  zweimal 1285 Euro für zwei behinderte Kinder. Jetzt muß noch ein achtes Kind her, dafür soll der Steuerzahler auch noch die Kosten für die künstliche Befruchtung tragen. .

Zum Thema

Hintergründe

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/11/22/hintergrunde-der-europaischen-integrationsbewegung/

Deutschland gehört Allah

https://www.klagemauer.tv/

Migrantenkrawalle Paris

https://www.youtube.com/watch?v=a0Hsqe6g_4U

Integration fehlgeschlagen

https://youtu.be/KRpomHr1ndk

Neues Schweden

https://vimeo.com/150271055

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Politiker und Parteien in populistischen Zeiten wie diesen

Politicien et partis aux temps populistes comme celui-ci                                       Politician and parties in populist times like this

Der Niedergang der alten Parteien in Westeuropa ist nicht mehr zu übersehen, er zeichnete sich aber für interessierte Beobachter schon vor wenigen Jahrzehnten ab. Nun hat es auch zwei österreichische Vertreter dieser Politsaurier ordentlich erwischt. Nicht übersehen werden darf allerdings,  daß rein altersmäßig auch die Freiheitliche Partei Österreichs nicht mehr ganz so taufrisch ist. Sie wird daher, sollte sie den nächsten Kanzler stellen, noch beweisen müssen, daß sie wirklich ganz anders ist als die anderen, also nicht ausgelaugt, nicht ermattet und auch nicht ziellos, vor allem aber nicht korrupt. Wobei derzeit für Außenstehende noch  unklar ist, welche Ideologie  ihr „Chefideologe“ und Programm-Mitschreiber vertritt und ob er insgeheim diese Funktionen auch als Bundespräsident ausüben möchte. So zwischen Band durchschneiden und Orden verleihen.

Angesichts der Erwartungshaltung der Mediengesellschaft und des allgemeinen Desinteresses für langweilige Programmwälzer, schiene ein solches Unterfangen, bis jetzt zumindest, doch wenig sinnvoll und als  reine Zeitvergeudung. In diesem Sinne waren anscheinend auch die während des Wahlkampfes von den meisten Kandidaten ausgesandten Botschaften mit Trivialcharakter  zu verstehen. Aber werden „Gags“  und gefällige „Statements“, die sich mangelnder Intellektualität wegen jedem kritischen Schlagabtausch  entziehen, in Zukunft noch der  Weisheit letzter Schluß sein können? Man merkt es ja schon: die  Lust  an innerparteilicher Kritik  schießt da und dort bereits ordentlich ins Kraut. Sind doch die  jeweiligen Parteivorsitzenden längst nicht mehr Programm genug, und Abspaltungen und/oder Neugründungen nicht mehr undenkbar.

Und nun merkt man, unabhängig davon ob die jetzige Begeisterung bei den Freiheitlichen nur ein kurz- bis mittelfristiges  Aufflackern ist oder nicht, daß auf der Gegenseite in weiten Kreisen die Leidenschaft und der Optimismus passé zu sein scheinen. Bis auf weiteres jedenfalls. Es war ja auch nicht zu übersehen, daß die Kandidaten von Rot und Schwarz, im Gegensatz etwa zum blauen Herausforderer,  eigentlich recht grau und müde, ja in gewisser Weise sogar melancholisch wirkten. Was phasenweise auch auf den selbsternannten rotgrünen „Heimatschützer“ zutraf. Ob also die gedemütigten Roten und Schwarzen  noch in der Lage sein werden, den jetzt nötigen Antriebstoff für Aktivisten und Wähler zu liefern, steht erst einmal in den Sternen.

Ebenso  muß sich erst erweisen, daß die freiheitliche Führung ihrerseits jene nachhaltigen Sinnbotschaften aussenden kann, die dazu beitragen müßten, den jetzigen Erfolg zu prolongieren und zu verfestigen. Das sollte aus jetziger Sicht eigentlich nicht allzu schwer sein, vor allem wenn  die beiden Koalitionsparteien weiter so dahin dümpeln und keinen „Relaunch“ (VP-Chef Mitterlehner) schaffen. Allen Parteiführungen müßte ohne Ausnahme aber klar sein, daß das Telepublikum endlich nationale Verantwortung und gemeinwohlfördernde Ernsthaftigkeit erwartet und nicht Spaß und „Event“ zur Ablenkung oder Absurdes  zum Aus-der-Haut-fahren. Leider ist zu befürchten, daß, egal welche Regierung am Ruder ist bzw. sein wird, dem  aufkommenden politischen und ökonomischen Sturmtief erst recht vermehrt bloß mit „Show“einlagen begegnet werden würde. Den ganz tiefen und weitgehenden Schnitt oder Eingriff traut man sich ja nicht zu. Dafür gäbe es ja auch keinen Orden von den Globalisierern.

Wir können also bei allen unseren Betrachtungen des politischen Geschehens kaum mehr übersehen, daß  sich etablierte Politiker und ihre Parteien längst beinahe widerstandslos  in das  System der  grauen Eminenzen des globalen Kapitals  einbetten haben lassen und von diesen in für ein Volk verhängnisvoller Weise abhängig geworden sind. Der politische  Handlungsspielraum unserer Politiker wird somit nicht nur durch die EU, die ja ihrerseits „part of  the game“ ist,  begrenzt. Nur jene Aufsteiger, die sich an die  Spielregeln halten und sich  in den vorgegebenen Gestaltungsrahmen einfügen, werden in die Nähe der Macht vorgelassen. Nicht selten werden Politik-Anwärter schon frühzeitig in Stellung gebracht, wobei ihre Korrumpierung bereits ab diesem Zeitpunkt erfolgt sein kann.

https://www.klagemauer.tv/index.php?a=showtodaybroadcast&blockid=6626&id=8061&autoplay=true

Auch wenn bei neu gegründeten oder neu organisierten Parteien eine gewisse Eigendynamik und Unabhängigkeit eine zeitlang möglich ist,  endet so manche, infolge fataler, oft fremdbestimmter Personalauslese und durch die Annehmlichkeiten der Macht und des Geldes angelockt, irgendwann doch als Systempartei. Das heißt, sie landet früher oder später im Prokrustesbett ihrer Gönner,  in dem sie den Rest ihres spezifischen Ethos hingeben darf. Womit sich die Forderung nach einem anderen System und Parteien neuen Zuschnitts von selbst ergibt

Anhang

Chefideologe Hofer: Israels Lebensinteressen als Parteiraison

So wie für Merkel und ihre CDU  die Verteidigung der Lebensinteressen Israels zur Staatsraison gehört, so scheint dieselbe Verpflichtung jetzt Teil auch der blauen Parteiraison zu sein. Was allerdings viele als einen Freibrief für Landraub und die Unterdrückung der Palästinenser sehen. So gesehen sind die Äußerungen des „Chefideologen“ Norbert Hofer sehr befremdend, die, laut ORF (http://orf.at//stories/2329328/), unter anderem lauten:

„Aufhorchen lässt Hofer auch mit dem Vorschlag, den für Ende März geplanten Wien-Besuch des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani auszusetzen, „bis der Iran das Existenzrecht Israels anerkennt“. Es sei ein Fehler gewesen, im Rahmen des in Wien geschlossenen Atomdeals mit dem Iran „nicht auf eine Anerkennung Israels durch den Iran zu pochen“, sagte der FPÖ-Politiker.

Die FPÖ muss eine Partei sein, die Freundschaft zu Israel pflegt“, unterstrich Hofer mit Blick auf die Vorbehalte israelischer Politiker gegenüber seiner Partei. Zugleich sprach er sich klar gegen antisemitische Tendenzen aus, die man „im Keim ersticken“ müsse.

„Jeder, der nach Österreich kommt, muss wissen, dass es keine Toleranz für Antisemitismus gibt, auch aufgrund unserer Geschichte. Denn Österreich trägt eine erhebliche Schuld an dem, was passiert ist“, sagte der Präsidentschaftskandidat. In diesem Zusammenhang sprach sich Hofer auch erneut für eine Beibehaltung des Verbotsgesetzes aus. Österreich sei „noch nicht so weit“, es streichen zu können.“

Zu seinem Schwenk in der Verbotsgesetz-Frage hatte ich mich schon geäußert. Österreich ist noch nicht so weit, es zu streichen, sagt der blaue Vorzugsschüler jetzt. Daß er aber nun als Präsidentschaftskandidat zusätzlich unsere Neutralität ignoriert, die Parteispitze eine fragwürdige Freundschaft zu religiösen Ultras, Rassisten, wie  Kreisky sie nannte, in Israel pflegt und nachträglich quasi die Kollektivschuld ausgräbt, ist schon beachtlich. Unter diesem Gesichtspunkt und unter den zu vermutenden freundschaftlichen Bedingungen könnte  uns eine blaue Regierungsbeteiligung noch ganz schön teuer zu stehen kommen. Ich weiß, in Zeiten des Erfolges wird auch Kritik im Keim erstickt. Das war schon unter Haider so. Das Ergebnis ist bekannt.

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Österreich wählt ein neues Staatsoberhaupt

Autriche élit un président                                                                                                   Austria elect a President

Als Konstantinopel kurz vor dem Fall stand, debattierten in der eingeschlossenen Metropole  christliche Theologen darüber, welchen Geschlechts die Engel seien. Jahrhunderte später, da schon halb Europa den sprichwörtlichen Bach hinunter geht, hatten Kandidaten für das Amt eines österreichischen Bundespräsidenten nichts anderes zu tun, als die Schar der TV-Gaffer  mehr schlecht als recht zu unterhalten.

Man ist versucht, die alpenländische  „Show“  als Satire zu sehen, damit wird sie erträglicher. Ich weiß schon, dazu gibt es geeignete Kabaretts, aber als tragisch-komischer Offenbarungseid einer führerlosen Gesellschaft eignet sie sich immerhin. Es darf daher angenommen werden, daß uns der nächste Präsident nach seinem späteren Ausscheiden,  so wenig abgehen wird wie sein Vorgänger,

Auch in der letzten TV-Runde hatte  sich, aus meiner Sicht natürlich, kein einziger Kandidat als herausragende, mutige Persönlichkeit profiliert. Auch wurde, den Erfordernissen der Zeit entsprechend, kein einziger hoffnungsspendender oder  das Land rettender Gedanke formuliert. Ich nehme daher in meinen kurzen kritischen Anmerkungen keinen Anwärter auf das höchste Amt aus und beginne in der alphabetischen Reihenfolge:

Irmgard Griess

Die angesehene, aber etwas distanziert und kühl wirkende, gewiß intelligente und gebildete  Juristin mit allerdings wenig einnehmender Stimme würde wahrscheinlich als Oberlehrerin der österreichischen Nation das Amt ausüben wollen. Auf Gender- und politisch korrekter Linie wandelnd, ist sie für Homo-Ehe, Einwanderung, Berufsheer, EU und atlantisches Bündnis. Damit wird in diesem Fall die Frage aufgeworfen: was ist Intelligenz eigentlich, und was Bildung?

Norbert Hofer

Nach seinem Verbotsgesetz-Umfaller  leistete sich der blaue Hoffnungsträger einen neuerlichen Schwächeanfall. Zwar weiß er von Kroaten, Ungarn und Roma im Burgenland, aber dann, nach Sekunden der Verunsicherung, zaubert er beinahe stotternd auch „die…die Volksgruppe der Deutschsprachigen“ hervor. Also keine Deutschen oder Deutschösterreicher im Burgenland? Sich übrigens zur österreichischen Nation bekennen, ohne auch die deutsche Kulturnation als leitkulturschaffende gleichberechtigt neben der Staatsnation hervorzuheben, war ein weiteres Versäumnis. Für das Amt eines  österreichischen Staatsoberhauptes oder auch Kanzlers ist er aber dadurch bestens geeignet.

Rudolf Hundsdorfer

Die etwas arrogante Art des Partei- und Gewerkschaftsapparatschiks wie sie, nebenbei bemerkt, bei aus ähnlichen sozialen Verhältnissen stammenden  Leuten mit  ähnlicher Karriere  schon in der Vergangenheit feststellbar war,  ist daher so überraschend nicht. Da Hundsdorfer,  wie schon einmal festgestellt, früher einmal ein wichtiges Dokument ungelesen unterschrieben haben soll, müßte er eigentlich der Wunschkandidat einer jeden Regierung sein.

Andreas Khol

Der Erzkatholik und alte Partei-Haudegen mit Denglisch-Abzeichen („Keep Khol“) am Rock und Sympathien für den Islam („…gehört zu Österreich“) und ebenso viel für die Türkei, hat eine Vorstellung von der Zukunft:  Seine Frau soll schon gut türkisch sprechen. Aber immerhin, er ist gegen TTIP, zumindest jetzt vor der Wahl. Er begeistert nicht wirklich, wenn auch weniger einschläfernd als der nächst Genannte. Ein Auslaufmodell.

Van der Bellen

Der Herr Professor, dem man im Gehen die Hose flicken könnte, aber schnell genug zur Stelle war, als es um dieses lukrative Amt ging, ist als Rot-Grüner natürlich für die zentralistrische und undemokratische  EU und hat, nach eigener Aussage, noch nie ein schlechtes Wort über die NATO gesagt. Er  ist für TTIP, für Türkeibeitritt und Überfremdung  („Ja wir sind eine Ausländerpartei“)-  und er ist nicht zuletzt für ein Berufsheer, am liebsten unter UN-Kommando. Ein komischer Kauz jedenfalls.

Richard Lugner

Der  um den Wirtschaftsstandort Österreich besorgte Ex-Baumeister entsprach den Spaßanforderungen dieses Wahlkampfes  noch am ehesten, da war er schließlich in seinem Revier. Er konnte sich selbst darstellen. Daß er von allen Kandidaten noch am ehrlichsten wirkte und als einziger den Frauen, statt in Heeresuniformen zu schlüpfen, das Kinderkriegen empfahl, spricht keineswegs gegen ihn. Im Amt, in das er zwar nicht gewählt werden wird, hätte er die Lacher sicher auf seiner Seite.

Konstantinopel ist gefallen, Österreich und ganz Europa wird es ähnlich ergehen, wenn die Europäer insgesamt nicht wie ein Mann gegen das  hereinstürmende Unheil aufstehen und die dafür verantwortlichen Schlafwandler zum Teufel jagen. Daß die genannten Kandidaten an unserer Lage keineswegs etwas ändern können und die meisten das gar nicht zu wollen scheinen, ist eine Sache. Daß sie ihre Ohnmacht  ungerne zugeben oder  ihre status quo-Einzementierung gar weiter treiben, ist eine andere Geschichte. Sollte, was ich nicht glaube, einer oder eine dann im Amt doch noch über sich hinauswachsen, dann wäre das immer noch zu wenig, wenn nicht das System, das uns als Konsumsklaven und Globalisierungsopfer am Nasenring führt, in Frage gestellt und überwunden wird.

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Böhmermann – mehr als eine Staatsaffaire

Böhmermann – plus qu´une affaire d´Etat                                                               Böhmermann – more than a state affair

Das Kapitel von der menschlichen Torheit ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Eine aktuelle  Randnotiz in demselben zeigt aber wieder einmal, wie souverän doch ein Dummkopf gesunden Menschenverstand und guten Geschmack zu ignorieren vermag. Nun wird Jan Böhmermann nicht in allen Augen ein Blödmann sein, ein geschmackloser Satiriker ist er ohne Zweifel.  Daß er seinen Mund etwas zu voll genommen hat, wird er spätestens seit der Erkenntnis, was er damit auch für seine persönliche Sicherheit heraufbeschworen hat, wohl begriffen haben.

Nein, mutig war das nicht, eher schon blöd, und nur weil um ihn herum es von solchen Blödmännern und leider auch -Frauen nur so wimmelt, ist das noch lange kein Grund den Nachahmer zu geben, so ein verlockendes Opfer der zu recht kritisierte Erdogan, dessen Türkei mit Sicherheit nicht europatauglich ist, auch sein mag.

Man könnte Böhmermanns Aktion zwar  auch als eine Steilvorlage für Erdogan sehen, aber das war wahrscheinlich gar  nicht die Absicht. Man fragt sich überdies, war der plumpe Satiriker überhaupt der Erfinder des ganzen Schwachsinns? Und da das ganze über einen öffentlich-rechtlichen Sender lief: wer förderte das nicht nur atmosphärisch im Hintergrund und was war der wahre Zweck? Sollte in Erwartung der offiziellen Reaktionen der Graben zwischen der Türkei und der Europäischen Union vertieft oder sollten gar die Fronten zwischen Islam und dem schwächelnden Abendland verstärkt werden?

Wie auch immer, die Konsequenzen der von den Verteidigern der „künstlerischen Freiheit“ als vernachlässigbare Angelegenheit angesehene Böhmermann-Einlage, könnten, auch wenn viele das heute nicht so sehen werden oder können, und selbst wenn vorübergehend eine Beruhigung eintritt, noch unangenehmer Natur sein. Als äußerst unangenehm empfinde ich aber jetzt schon den in diesem Zusammenhang vermittelten jämmerlichen Zustand einer Kulturnation, deren größte Geister angesichts der Niveaulosigkeit ihrer heutigen Kultur-Repräsentanten im Grabe rotieren müssen.

Also haben wir neben einer Staatsaffaire auch einen kulturpolitischen Skandal. Herrn Erdogan es hineinzusagen, dazu gebe es anspruchsvollere geistige Waffen wie auch andere Möglichkeiten, aber dazu ist man sowohl in der Politik als auch im ZDF anscheinend unfähig. Man könnte es auch so sehen: ein solches Gedicht ist darüberhinaus in Wirklichkeit der Ausdruck europäischer Hilflosigkeit, und besonders deutscher à la Merkel.

Dabei drängen sich  in der nämlichen Causa noch andere Fragen auf: Wie wäre es denn, wenn ein deutscher Satiriker ein drittklassiges Schmähgedicht dieser Art dem israelischen oder amerikanischen Präsidenten gewidmet hätte, ja wenn der Autor  gar ein rechter Publizist gewesen wäre? Da nun ja auch schlechter Geschmack angeblich keine Grenzen kennen darf, zumal wenn er sich unter dem Deckmantel der Satire austobt, fragt man sich doch, würde das dann wirklich in jedem anderen  kritischen Falle so gehandhabt werden wie in dem aktuellen? Würden dann die den ZDF-Moderator verteidigenden  edlen Ritter  der freien Meinungsäußerung ihrem Ideal zuliebe auch die giftigste Schmäh-Kröte schlucken? Das würde ich mir dann doch gerne einmal ansehen.

Wagen wir uns bei der Gelegenheit  in andere Gefilde vor, etwa in jenes schwarze Loch der Zeitgeschichte, das manches Aufhellende  zu verschlingen vermag. Würde es da ähnlich wie im konkreten Fall auch heißen können, „die verletzten Gefühle der …. dürften keinen Einfluß auf die Pressefreiheit in Deutschland haben“ (Bloggerin Doering)? Ich habe da meine Zweifel, auch traute sich wohl keiner, sich in einem solchen Falle auf den fälschlicherweise Voltaire zugeschriebenen Gedanken* zu  beziehen.

Daß heute ganz allgemein künstlerische Freiheit immer wieder nur als Vorwand benützt wird, um eine gewisse  Ideologie oder Einstellung zu transportieren und damit gleichzeitig eine konkurrierende hintanzuhalten, sollte dabei nicht übersehen werden. Tun können, was andere nicht dürfen, ist gewiß reizvoll.

Welche Lehren könnten wir also aus dem Fall Böhmermann ziehen? Daß Dummheit und schlechter Geschmack nicht aussterben, haben wir hier schon festgestellt. So weit nichts Neues und nichts Weltbewegendes. Noch nicht. Ich sage das so, weil die Geschichte doch lehrt, daß selbst vernachlässigbar scheinende Dinge ihre Zeit brauchen, aber dann oft nachhaltiger wirken als so manch historisches „Event“.

Nun, wie ich schon sagte, wir werden es möglicherweise noch erleben, auch wenn die heikle Affaire dann  nicht die Hauptrolle spielen würde und Böhmermann, dessen gewundene Rechtfertigung, er habe ja vorher darauf  aufmerksam gemacht, daß man das nicht sagen dürfe, längst vergessen sein wird. Als wenn auch winziger, aber zündender Funke in einem hochexplosiven geopolitischen Gemisch könnte sich der Eklat Rückblickenden aber noch einmal in Erinnerung rufen.

*Ich mißbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.“ – (Eigentlich von Evelyn Beatrice Hall stammend)

Zum Thema:

Darf Satire alles?

https://youtu.be/i7aA7PqXGqg

Unter der Gürtellinie

https://youtu.be/cPwVBIxDQT8

Bei Anne Will

https://youtu.be/iJsTgVtdYHU

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Weit hinten in Afghanistan?

Loin derrière à l´Afghanistan?                                                                                                              Far behind in Afghanistan?

Als ein US- Soldat nach seiner Heimkehr davon erzählte, daß geistliche Würdenträger in diesem Land der Pädophilie frönten, wurde er scharf gemaßregelt. Die Welt soll nur nichts davon erfahren, wohl mit Rücksicht auf afghanische Verbündete, obwohl ein Blick in entsprechende Nachschlagwerke genügte, um zu wissen, daß Päderastie und Pädophilie in den höheren Schichten der muslimischen Bevölkerung des Orients laut Wikipedia immer noch ein Teil der gesellschaftlichen Moral und des Alltagslebens sind. Aber das ist ja weit weg von uns, das geht uns  nichts an. Möchte man meinen. Wir sind doch ganz anders, will man damit sagen. Stimmt nicht ganz.

Denn soeben ist in der Diözese von Lyon ein Pädophilie-Skandal publik geworden, der zwar seit 2006 aktenkundig war, aber nicht weiter verfolgt wurde. Man kennt Ähnliches aus deutschen Landen auch. Der zuständige französische Kardinal soll den Fall so lange vertuscht haben. Dazu gesellt sich die  merkwürdige Aussage des Bischofs von Pontoise, der in diesem Zusammenhang die Pädophilie zwar als etwas Schlechtes bezeichnete, sich aber ernsthaft die Frage stellte, ob sie auch eine Sünde sei. Eingedenk dessen, daß,  außer zur Zeugung, in der katholischen Kirche der  Sex lange Zeit als Sünde gegolten hat, was ist dann heute eine Sünde? Glaubt man deutschen Bischöfen, dann handelt es sich um eine solche, wenn man bei Pegida mitmarschiert oder AfD wählt.

Daß Pädophilie und Päderastie nicht auf die katholische Kirche beschränkt sind, sollte bekannt sein. Doch über die Spätfolgen (seelische Krankheiten, Sprachstörungen, Suchtverhalten, soziale Isolation usw.) sexuellen Mißbrauchs macht man sich in der Öffentlichkeit anscheinend wenig  Gedanken.  Ja man bekommt sogar den Eindruck, daß von Politik und gesellschaftlichen Eliten darüber bewußt der Mantel des Schweigens gebreitet wird und manche Medien bewußt nicht näher darauf eingehen. Was den Verdacht nährt, daß in gewissen Kreisen ein bestimmtes Interesse an diesen Praktiken besteht. Ein empörter Blick in den Orient erübrigt sich daher. Das Böse ist eben „immer und überall“,  wie es in einem EAV-Lied heißt. Einst auch in sozialistischen Kinderheimen Wiens, wie kolportiert wird.

Nun bekommt man obendrein auch noch den Eindruck, das Böse oder Schlechte werde gefördert. Von rot-grünen Vordenkern zum Beispiel. In diesem Sinne kann man  die Initiativen der für das Schulwesen Verantwortlichen in Baden-Württemberg  verstehen. Etwa das offensichtlich von Hochgradspinnern vorgesehene  Spezial-Thema „Schwanz, Muschi blasen“  , das einem Angriff  nicht nur auf die seelische Gesundheit, sondern auch auf die Würde der Kinder gleichkommt. Achtjährige sollen demnach in der Unterrichtsstunde  einen Vortrag über Fellatio und Analverkehr halten dürfen. Geht es irrer? Daß das bebilderte Unterrichtsmaterial pornografischen Charakter aufweist, überrascht dann nicht mehr, geht es  doch letztlich darum, die verhasste bürgerliche Familie zu zerstören.

Nach Österreich ist man jetzt auch in Bayerns Schulen auf der Suche nach der eigenen Geschlechterrolle aktiv geworden, schließlich sollen die Kinder darauf achten, „die eigene sexuelle Orientierung zu erkennen und Diversität  zuzulassen“. Da auch daran gedacht ist, externe Experten von Lesben- und Schwulenorganisationen oder des seltsamen Vereins ProFamilia  im Unterricht zu Wort kommen zu lassen, wird es an sexueller Aufgeklärtheit wohl nicht mangeln. Als ausgewiesenen Experten für Kindererotik könnte man ja noch den Herrn Cohn-Bendit als Gastredner einladen. Oder  die Herren/Frauen Wurst und Beck als Diversitäts-Experten. Sexualerziehung unter Wahrung des natürlichen Schamgefühls,  wie es sich nicht nur der Papst wünscht, wäre der ganze unappetitliche Hokuspokus wahrscheinlich nicht. Aber, nebenbei bemerkt,  wo spielt Scham heute überhaupt noch eine Rolle?

Ob alle Eltern einen auf die Spitze getriebenen Sexualkunde-Unterricht  zu schätzen oder zu danken werden wissen, ist allerdings fraglich. Dafür aber würden sie finanziell zur Ader gelassen für ein Experiment, wofür es in der Geschichte keinen Nachweis darüber gibt, daß daraus einmal glückliche und gesunde Erwachsene hervorgehen. Sicher ist nur daß, wie Goethe schon bemerkte, keine äußere Einwirkung auf Kinder ohne Gegenwirkung bleibt, und wie bisherige Reaktionen auf ähnliche Experimente bereits zeigen,  werden bereits heute tausende Kinder auch damit zu unglücklichen Neurotikern gemacht. Wenn dem so ist, dem auch Konrad Lorenz zustimmen würde, dann haben wir es in solchen Fällen mit einem Verbrechen am heiligsten des Kindes, seiner Seele, zu tun.

Daß sexueller Mißbrauch von Kindern ein widerliches Verbrechen und Päderastie ein strafwürdiges abnormes Verhalten sind, sollte eigentlich gesellschaftlicher Konsens sein. Daß außerdem Mißhandlungen, Manipulationen, Folterungen bis hin zu willkürlicher Kindesabnahme durch Jugendämter („Enteignung der Eltern“ ) als psychologische Kriegsführung zwecks Destabilisierung der Gesellschaft gesehen werden können, darauf hat Elisabeth Kammerlander von „Victims Mission Charity“ (siehe unten) in einem Vortrag vor dem Freundeskreis Initiative in Wien hingewiesen. Hingewiesen hat sie auch auf die Tatsache, daß tausende Kinder  jährlich verschwinden und, etwa in der BRD, pro Jahr zehntausende Abtreibungen vorgenommen werden. Wobei in diesem Zusammenhang auch die Hintergründe und grenzüberschreitende milliardenschwere Komplizenschaft zur Sprache kamen.

Da  nun aber schändliche Praktiken  und Verbrechen an Kindern wie auch Päderastie ganz allgemein längerfristig auf eine Kulturnation und die seelische und moralische Gesundheit eines Volkes insgesamt katastrophale Auswirkungen haben müssen, verwundert es schon, daß sich so viele Mitbürger, vor allem auch Politiker und Journalisten, der Verantwortung durch Duldung, Wegschauen oder Gleichgültigkeit entziehen oder bloß als Randphänomen wahrnehmen wollen. Will man denn das „Ausmisten“  einem neuen Faschismus welcher Couleur auch immer  überlassen oder hofft man naiverweise auf einen gnädigen Urteilsspruch der Geschichte?

Zum Thema

Siehe:  www.victimsmission.com

Schule: https://demofueralle.wordpress.com/film-doku-porno-peitsche-paedophilie-perversion-im-klassenzimmer /                                                                                                   Kinder als Ware:  https://youtu.be/Gpmv5e0SqYI                                                          Kindesmißbrauch: https://youtu.be/d8hqS1bejEA

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Die Alternative für Deutschland auf FPÖ-Kurs?

AfD dans la direction FPÖ?                                                                                                   AfD in direction FPÖ?

In einem Gespräch mit der „Presse“ streute der  von einer anderen Zeitung so genannte Unternehmer und Netzwerker Martin Schlomo Mordechai Joschua Schlaff beachtlich viel Rosen auf  HC Straches politischen Weg. So äußere sich der freiheitliche Obmann schon jetzt in einer Art und Weise, die er unterschreiben könnte, so Schlaff. Und betätigte sich anschließend auch gleich als Prophet, wenn auch nicht biblischem Ausmaßes: „.In ein paar Jahren wird die FPÖ einfach irgendeine Partei sein“, so der Milliardär. Irgendeine Partei – war das denn Sinn und Zweck  der ganzen Strache-“Show“? Das werden sich nicht nur einige alte Kameraden gefragt haben, und das nicht nur in Österreich.

So könnten auch in der AfD einige hellhörig geworden sein, will man sich doch angeblich am Kurs der FPÖ orientieren. Und dort scheint man sich dessen schon sicher: „Blaue Allianz zwischen  AfD und FPÖ“ und „AfD auf Kurs FPÖ“ lauten  inzwischen freiheitliche Schlagzeilen. Ob die blaue Gewißheit da nicht etwas zu früh kommt, scheint doch der Läuterungs- und Abklärungsprozeß in der AfD noch nicht ganz abgeschlossen. Oder irre ich mich?  Wiewohl man von AfD-Seite mit möglicherweise übereilten, vom „Mainstream“ oder wem immer angeleierten Abgrenzungs- und Ausschließungstendenzen  schon einen FP-ähnlichen Richtungsakzent gesetzt hat.

Aber wird man dabei so weit gehen wollen, wie die österreichischen Freunde? Etwa, wie andere Parteien auch, ein die Meinungsfreiheit einschränkendes Verbotsgesetz für gut zu befinden?* Oder sich mit zionistischen Faschos verbrüdern und die Unterstützung der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern als neue Parteidoktrin verordnen?** Beides kommt dem Verrat nationalliberaler Ideale gleich. Auch wenn der sichtlich unter parteiinternen wie öffentlichen Druck stehenden AfD-Chefin  ähnlicher Ehrgeiz wie Strache nachgesagt wird, ließe eigentlich deren hohe Intelligenz andere Zielsetzungen durchaus noch zu. Wahr ist auch, daß allein schon die Aussicht auf Macht etwas sehr Verführerisches hat, jedoch schon vor Erreichung derselben den Keim des Scheiterns in sich tragen kann.

Gewiß, diese AFD  hat es nicht leicht, schließlich muß der Aufstieg finanziert werden und bald einmal ist man auch auf eine freundlichere  Presse angewiesen. Für das und mehr können besondere Freunde  nützlich sein. Keine Frage. Aber angesichts der Fakten  in Palästina wären das in dem bestimmten Fall nicht ganz passende vielleicht.*** Bei einem derartigen Zweckbündnis handelt es sich ja nicht bloß um eine Geschmacksfrage. Ethischen wie moralischen Maßstäben in der Politik wieder mehr Geltung verschaffen, und das bereits bei der Auswahl einflußreicher Unterstützer, wäre doch eine Alternative?  Allerdings, sollte sich die AfD am Ende dazu entschließen mehr deutsches Rückgrat zu zeigen, könnte  ihr politischer Weg ohne Zweifel steinig werden. Aber war jener zu Recht und Freiheit je anders?

* Anders dachte man sieben Jahre nach Kriegsende und auch später noch. So meinte 1952 der damalige Nationalratsabgeordnete und spätere Bundeskanzler Dr. Alfons Gorbach (ÖVP), das Verbotsgesetz sei ein Unrechtsgesetz. So dachte die Mehrheit der Politiker dieser Zeit, aber da hatten sie ja auch noch Format und Rückgrat. Oder wie Dieter Krogman in seinem Blog http://www.denkfabrik-info.de ganz allgemein schreibt: „Unserer Gesellschaft fehlen inzwischen die Männerautoritäten, die ein Vorbild für die nachwachsenden Generationen sein könnten.“

** 2014 meldete die „Presse“: Die Unterstützung Israels wird de facto neue Parteidoktrin (der FPÖ, Anm.). Bis hinunter zum kleinsten Gemeinderat soll diese Haltung verinnerlicht werden. Das Feindbild Islamismus soll dabei helfen.“                                          Ein Feindbild, das vielen sehr gelegen kommt und von denselben Interessensgruppen entsprechend „gepflegt“ wird.-

***In Israel gäbe es, wenn schon,  auch andere Ansprechpartner, die Friedensbewegung etwa. Aber Landräuber und Unterdrücker?

Zum Thema

Großvater erklärt Verbotsgesetz

https://youtu.be/RVQFd_ibUag

Frauke Petry zur FPÖ

https://youtu.be/1a28xK9Om_w

Strache in Israel

https://youtu.be/bW7JRQmvmJc

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