Europa den Afrikanern?

L´Europe aux Africains?

Europe to the Africans?

 

Zunächst eine Nachricht, die  nie eintraf: Nach den verheerenden Unwetterkatastrophen in Österreich und in Italien hatten sich Tausende kräftige junge Asylwerber und solche mit Asylstatus bei den Behörden gemeldet, um auf freiwilliger Basis bei den Aufräumarbeiten mitzuhelfen. Diese Nachricht konnte deshalb nicht eintreffen, weil es den  Willkommens-Politikern bloß davon geträumt hat, dass es so gewesen sei. Es ist nicht verbürgt, dass unsere selbstlosen Diener am europäischen Zerstörungswerk inzwischen aufgewacht sein könnten. Vieles spricht dagegen, und so träumen sie wahrscheinlich weiter und versuchen den einen oder anderen Traum doch noch Realität werden zu lassen, uns aber  zum Albtraum: Etwa durch die Ausrufung eines herbeigesehnten Klimanotstandes zum Schnäppchenpreis von drei Billionen Euro.

Das heißt: über Grundrechte und parlamentarische Entscheidungsfindung hinweg eine Art Ermächtigungsgesetz, das unser weiteres Leben im Sinne der Göre Greta regeln und unsere Heimat auf den Entwicklungsstand eines afrikanischen Landes zurückwerfen soll? A propos: an hilfreichen Geistern würde es in diesem Fall nicht fehlen, hat doch die Polit-Showtruppe im EU-Parlament erst einige Monate zuvor eine etwas andere, aber ebenso hirnrissige  Nummer abgezogen. Und zwar nach erprobter EU-Vorgangsweise, will heißen: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ (Juncker) Und das funktioniert!

Im Laufe des heurigen Jahres sollen nämlich durch das still und leise an den europäischen Völkern vorbei praktizierte „Resettlement-Programm“ der UNO  zur Umsiedlung von sogenannten Flüchtlingen bereits  Zehntausende neue „Gäste“ aus vornehmlich afrikanischen Ländern mit Flugzeugen direkt  nach Europa gebracht worden sein. Doch im Windschatten dieser an vergangene Zeiten erinnernde Umsiedlungen verabschiedete der EU-„Reichstag“ (als Erfüllungsgehilfe der Führer in Brüssel) bereits am 26. März 2019 eine einem völkerrechtswidrigen Bevölkerungsaustausch dienliche Entschließung zu den „Grundrechten von Menschen afrikanischer Abstammung in Europa“ (siehe unten „Zum Thema“).

Da werden in Erwägung diverser Einzelfälle und willkommener Ausnahmen den Afrikanern in Europa Rechte zugestanden, die man getrost als Spezialrechte bezeichnen kann. In völliger Ignorierung der Tatsache, dass national wie international bereits Grundrechte, die selbstverständlich auch für Afrikaner gelten, gesetzlich zugesichert werden. Wozu also noch diese EU-Extrawurst, sind denn am Ende doch nicht alle Menschen gleich, Afrikaner gleicher als Europäer oder Asiaten? Und dann fällt einen dazu noch ein: Wie sieht es denn mit den Rechten der Europäer, besonders auch deren Sicherheit in einigen afrikanischen Staaten, etwa in Südafrika, aus? Schweigen im Walde.

Da wird nun in diesem Nacht und Nebel-Entschließungsantrag bedauert, dass Afrikaner – nur sie? – in unteren Einkommensschichten überproportional vertreten seien, am Wohnungsmarkt diskriminiert würden, in einkommensschwachen Gebieten mit schlechter Qualität leben müssten, in politischen und gesetzgebenden Organen massiv unterrepräsentiert seien und gefordert, dass das Lehrpersonal in Schulen in jeder Hinsicht angemessen ausgebildet werden sollte und so weiter und so fort. Natürlich ohne alle dafür in Frage kommenden Gründe und Ursachen herausgearbeitet zu haben. Dazu noch die Überraschung bei der Abstimmung des Antrages: sogar die freiheitlichen Abgeordneten sollen dem Vernehmen nach nicht dagegen gestimmt, sondern sich opportun enthalten haben.  Um nur nicht vom Mainstream oder von Gutmenschen jedweder Art als Rassist oder Fremdenfeind punziert zu werden? Aber auch sie sollten endlich wissen, was jemand einmal so formulierte: „Nein, wir Europäer sind den vielen Migranten die Aufnahme nicht schuldig!“

Dabei soll, was die so genannte Bereicherung auch durch Schwarzafrikaner hierzulande oder anderswo betrifft,  durchaus nicht unterschlagen werden, dass es in Einzelfällen diese Bereicherung, etwa auf dem Fußballfeld,  in der Musikszene oder im sozialen Bereich durchaus gibt, auch gefallen mir schwarzafrikanische Lebensfreude und Familiensinn. Diese positiven Aspekte rechtfertigen aber keine durch Sonderrechte möglich werdende Masseninvasion wie sie einigen experimentierfreudigen aber von der autochthonen Mehrheit abgehobenen politischen und gesellschaftlichen Kreisen vorschweben mag. Schaufeln wir uns mit unserem vielfach einem abstrakten Schuldgefühl zu schuldendem pseudohumanistischen Getue  nicht  unser eigenes sprichwörtliches Grab? Ohne dabei, nebenbei bemerkt, die Lage in den Herkunftsländern der Migranten verbessert zu haben.

Ich will hier gar nicht näher darauf eingehen, wie manche an afrikanische Migranten, aber nicht nur an solche vermietete Wohnungen nach deren Auszug ausgesehen haben, wie oft ich schon Zeuge war in Fällen, wo Autochthone von aggressiven Typen provoziert und dann angepöbelt wurden. Auch meine Wenigkeit übrigens. Ich muss wohl auch nicht ausführlicher erwähnen, wie prominent vertreten (neben Mitgliedern anderer Einwanderergruppen)  Nord- oder Schwarzafrikaner in der Kriminalitätsstatistik sind. Und erfährt man nicht auch von interethnischen oder religiös motivierten Konflikten in Asylunterkünften: Sunniten gegen Schiiten, Afghanen gegen Tschetschenen, Muslime gegen Christen usw.? Und das alles später im gesellschaftlichen Großversuch?

Selbstverständlich darf  deshalb niemand alle Afrikaner (oder Migranten insgesamt) in einen Topf werfen, aber was ist, muss auch gesagt werden dürfen. Es ist eben nicht alles Gold, was aus allen möglichen Himmelsrichtungen kommt, und es ist auch nicht „genug Heimat für alle da“, wie eine prominente deutsche Vertreterin des politisch-korrekten Mainstreams einmal zu behaupten wagte und ein Echo nicht nur bei Chaoten findet. Doch diesbezüglich anderer Meinung zu sein, ist indessen bereits ein Wagnis. Inzwischen fragen sich ja bereits viele: wie lange wird es überhaupt noch möglich sein, gegen das mörderische multiethnische Experiment gefahrlos zu opponieren, während Selbsthass und Nestbeschmutzung geduldet, auch gefördert und der Bevölkerungsaustausch in einigen Kreisen und Medien bereits wie von Geistesgestörten bejubelt werden.

Nun ist Bayern damit vorgeprescht, dass etwa „rassistische, fremdenfeindliche…oder sonstige menschenverachtende Beleidigungen“ künftig auch, man höre und staune, „ohne Strafantrag“ verfolgt werden sollten. Warum nicht gleich Straßenjustiz für den gutmenschlichen Hausgebrauch?  Gilt dann ein überschäumendes jugendliches Bekenntnis wie „Weiß ist super!“ als rassistisch, hingegen das bekannte „Black is beautiful“ nicht ? Muß man bald jeden nigerianischen Mädchenbetreuer wertschätzen, gar lieben? Bestimmt demnächst was  Beleidigung ist, der fremde, unserer Kultur ferne  Migrant, eine vom EU-Parlament oder eine andere von Herrn Soros favorisierte NGO oder irgendein linksliberaler Schnösel? Ich wäre, in Abwandlung eines Zitats des Quantenphysikers Anton Zeilinger überrascht, wenn uns eine anscheinend masochistische Politikkaste in Zukunft nicht mit noch absurderen  Entschließungen und Gesetzen als schon bisher überraschen würde. Und das immerhin in Kenntnis der uns bedrohenden Fakten.

2019 lebten in Afrika gut eineinhalb Milliarden Menschen, 2050 könnten es bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum bereits zweieinhalb Milliarden sein. Aber vorher schon könnten hundert bis zweihundert Millionen Europas Grenzen entweder gestürmt oder mit EU-Duldung legal passiert haben. Eben dank der vom EU-Parlament geforderten und vielleicht später von den nationalen Parlamenten in Gesetz gegossene Spezialrechte für Afrikaner. Dass einige afrikanische Spitzenpolitiker die von europäischer Seite empfohlene Geburtenregelung als „rassistisch“ oder „imperialistisch“ zurückweisen, ist eine probate Methode, die verhindert, dass einige wenige noch glaubwürdige, aber weniger mutige  EU-Politiker dieses Grundübel gegenüber afrikanischen (aber auch gegenüber  anderen Regierungen) deutlich hörbar ansprechen und Konsequenzen fordern. Auch in Folge dessen wird daher vermehrt auch von afrikanischer Seite die Kollektivschuld-Keule geschwungen, die ihnen (den afrikanischen Eliten vornehmlich) Milliardengewinne verspricht.

In einem so scheinenden vorauseilendem Gehorsam fordern die EU-Abgeordneten in ihrer Entschließung daher auch schon die Öffnung der Kolonialarchive. Das könnte, obzwar nur einige EU-Staaten direkt betreffend, insgesamt gar nicht lustig werden, wenn es auch für  Österreich oder Ungarn eher ein lachhaftes Kapitel wäre. Allerdings nur bis zum Zahltermin, gilt doch besonders in dieser EU: mitgefangen, mitgehangen. Kurz und weniger gut, wenn es einerseits mega menschelt, andereseits dies die Kasse klingeln läßt, wird diesseits und jenseits der Grenzen die rächende Furie Vergeltung nicht zu halten sein. Mit entsprechenden Folgen, die man sich ausmalen kann.

Das EU-Scheunen-Tor wird  daher noch weiter geöffnet werden. Ganz geschlossen wurde es ja nie: Zwischen 2010 und 2017 sollen allein aus Subsahara-Gebieten pro Jahr 100.000 Migranten offiziell in Europa eingereist sein. Das soll aber nun schneller und reibungsloser gehen, fordert doch das EU-Parlament in seinem Antrag die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, „unter Berücksichtigung der bestehenden Rechtsvorschriften und Verfahren dafür zu sorgen, dass Migranten, Flüchtlinge und Asylbewerber auf sicherem und legalem Wege in die EU einreisen können“. Da werden auch der Fantasie keine  Grenzen mehr gesetzt und „Verschwörungstheorien“ sowieso. Wen würde es wundern?

Wenn man der UNO und dem Flüchtlingsproduzenten Number One nahestehenden Medien  glauben darf, kommen ohnehin nur die Besten. Dabei wurden allein 2017 Zehntausende Tatverdächtige darunter eben leider auch Afrikaner, gezählt, Dunkelziffer unbekannt. Dass obendrein die Bildungssituation in Subsahara eine der schlechtesten weltweit ist, wird im Rahmen der Willkommen-Politik  in vornehmer Zurückhaltung unterschlagen.  Und inwieweit infektiöse Krankheitserreger eingeschleppt werden, auch darüber wird hinweggesehen. Aber genau dieses nicht aussprechen, dieses offensichtliche Verdrängen von möglichen Nachteilen und Gefahren für die heimische Bevölkerung, aber auch das Mißverhältnis zwischen manipulierten Statistiken und gefühlter Tagesrealität nährt erst richtig das Mißtrauen der Mehrheit.

Was sich daher Politiker von einer Invasion Ungebildeter mit unbekanntem Intelligenzquotient (den Herr Kurz aber zu kennen glaubt)  und mit ebenso unbekannter psychischer und physischer Verfassung erwarten, wollen sie uns selbstverständlich nicht verraten. Eher verraten sie ihre größere Heimat Europa, oder? Eine mögliche türkis-grüne Regierung in Wien könnte da möglicherweise zumindest zitzerlweise schon Augen öffnender tätig werden. Wenn eben auch nicht gerade in die Richtung, wie sie noch vor Erdogan vom damaligen algerischen Präsidenten Boumedienne einmal vorgegeben wurde: „Eines Tages werden Millionen Männer die südlichen Breitengrade verlassen, um sich in den nördlichen Breitengraden niederzulassen, und sie kommen nicht als Freunde hierher, denn sie ziehen aus, um zu kämpfen und zu siegen, und sie werden durch ihre Söhne siegen, die Gebärmütter unserer Frauen werden uns den Sieg bringen.“ Das ist Klartext, der der Zukunft gerecht wird, und keinesfalls können dies schöngeistiges Geschwätz einer Regierung oder die betörenden Sirenengesänge der EU-Elite sein.

Wer immer jetzt – spät aber doch – dies zum Anlass nehmen sollte, intensiv nach einer Lösung eines bedrohlichen Jahrhundert-Problems zu suchen, wird zuallererst bedenken müssen, dass bereits zu viele solcher zu allem entschlossene Männer hier sein könnten. Sind sie meiner Meinung nach auch schon, und das zu einem Zeitpunkt, wo, wie Imre Kertész einmal schrieb, die Zivilisation in einem Zustand der Überreife „sich nicht mehr verteidigen kann, sondern auf eine scheinbar begreifliche Art auch die eigenen Feinde züchtet“. Wohl darf angenommen werden, dass die neuen „Barbaren“ den weisen Spinoza zwar nicht gelesen haben, aber doch instinktiv „wissen“, dass „das Bestreben nach Selbsterhaltung die erste und einzige Grundlage der Tugend ist.“ Nach dieser zu streben, müssten die Europäer wieder lernen, und da führt am nationalen Primat kein Weg vorbei.

PS.  „Afrika den Afrikanern“ stand auf der großen Tafel am Strassenrand als ich mich zu Zeiten Gaddafis vom Flughafen kommend der libyschen Hauptstadt näherte. Heute ist der Gedanke Allgemeingut in Afrika. Wenige Jahrzehnte danach sollten die Europäer das Wesentliche noch immer nicht begriffen haben oder  leben sie in einer Diktatur, wo solches Gedankengut, viellleicht bald bei Strafe, unerwünscht ist?

Zum Thema

Entschließung: http://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-8-2019-0239_DE.html

Frankreich https://webmail.mymagenta.at/appsuite/api/mail/video_2019-11-22_17-49-48.mp4?action=attachment&folder=default0%2FINBOX&id=173976&attachment=3&user=2&context=48447&decrypt=&sequence=1&delivery=view

Deutschland https://youtu.be/eRtse8QhbAA

Soros und Europa https://youtu.be/5wgCQb4DPPM

Sellner: Bevölkerungsaustausch https://youtu.be/1VlzUwKb-yc

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Wir und die Welt: Es sieht nicht gut aus

Nous et le monde: Ca n´a pas l´air bien

We an the world: It does not look good

 

Es sieht nicht gut aus in der Welt. Das ficht aber die große Mehrheit in der Alpenrepublik scheinbar nicht an. Denn hierzulande scheint vieles noch heil zu sein. So sind einer Umfrage zufolge, die Österreicher die zweit-zufriedensten Menschen in der EU. Österreich, du hast es besser, mögen manche Auswärtige denken. Aber sind die Österreicher auch glücklicher?  Von einem beschaulichen Krähwinkel aus und unter einem ausschließlich materiellen Aspekt gesehen, vielleicht nahe daran.

Auch dann, wenn man als wohlbestallter EU-Europäer mit dem Rücken zum Abgrund steht und das Leid und die Nöte vor sich mit seiner eigenen vermeintlich komfortablen Lage gleichsetzt. Dann enden alle Ratschläge und Warnungen von anderer Seite als Hirngespinste. Mit dem Hinweis schließlich, man habe den Weltuntergang schon mehrmals prophezeit, werden nicht nur die Ängstlichsten unter den scheinbar Ahnungslosen den großen Knall nach hinten zu verschieben wissen.

Von einer Apokalypse soll aber hier gar nicht die Rede sein, denn in dieser Hinsicht ist Rettung nahe. Die Fridays for Future“- Weltrettungsgemeinschaft und der mit dieser und den geistigen Vätern des „menschengemachten Klimawandels“ und dessen Profiteuren sympathisierende Franziskus zu Rom verheißen ja Heilsbringung. Das beruhigt übrigens ungemein. Gemeinsam mit den restlichen CO2-Berauschten werden sie eine Katastrophe biblischen Ausmasses gewiss zu verhindern vermögen.

Leider scheint sich nun aber auf einem anderen Gebiet etwas zusammenzubrauen um sich bald einmal, man spricht unter Kennern von zwei, drei Jahren, über unseren Häuptern zu entladen. Dieses gar nicht bescheidene „etwas“ hat nicht überraschend einen ausgesprochen materiellen Aspekt. Wenn die Prognosen stimmen, dann haben wir in naher Zukunft, und das wahrscheinlich nicht nur europaweit, die Wahl zwischen, nein, nicht Eiszeit und Backofen, wohl aber zwischen Inflationierung und Bankrott. Also heißt die Losung: Rette sein Vermögen, wer kann. Und wer keines hat?

Das müsste jenen, die außer gesundem Hausverstand auch noch etwas Geschichtsbewusstsein besitzen, doch vertraut sein. Und selbst weniger Gebildeten, die naiverweise noch ihr sauer Erspartes auf einem Bankkonto liegen oder eine Lebensversicherung haben, müssten eigentlich langsam Zweifel darüber aufkommen, ob denn wirklich noch Grund zur Zufriedenheit vorliegt. Umso mehr, da nicht einmal Ex-Kanzler Kurz zu wissen scheint, wohin die Reise geht.

Wäre im Fall einer Weltwirtschaftskrise das Unheil erst einmal politisch-ökonomischer Natur, so käme umgehend Moralisches und  geistig-seelisch Begründbares ins Spiel, etwa die fatalen Folgen eines schwindenden eigenständigen kulturellen Humus und fehlender Nachkommenschaft, durch die, verstärkt durch Sicherheitsdefizite, das Elend der einstigen Großen Depression in den Schatten gestellt werden könnte. Aber so weit wollen wir noch nicht denken. Nicht als abhängiger Politiker, als der man die dahin lenkenden Kräfte wohl kennt und ihnen folgen muß.

Und siehe da: überall sehen wir die Handschrift ein und derselben globalen Elite der Volks- und Staatssouveränität, Tradition und Selbstbestimmung ein Dorn im Auge sind. Nun da die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte eine globale Kreditblase und grenzenloses Schuldenmachen begünstigt hat und Massen-Immigration dem anscheinend erwünschten Chaotischen zuträglich ist, scheinen da der Welt-Elite Hoffnungen auf ein endgültig unterworfenes Europa nicht irgendwie berechtigt?

Zwar erfolgen Maßnahmen gegen den nationalen Widerstand noch ohne größere physische Gewaltanwendung, schließlich hat man führende EU-Spitzenpoliiker auf seine Seite gebracht, aber dass man im Falle des Falles nicht zimperlich wäre, dafür liefert gerade Bolivien nach vielen anderen Ländern ein weiteres Beispiel. Anscheinend konnten Internationaler Währungsfonds und Weltbank als weltweit größte Verursacher von Armut und Ausbeutung sowohl von Menschen als auch von Ressourcen den zuletzt möglicherweise etwa unklug agierenden  Evo Morales nicht in die Knie zwingen, also mußte ein Putsch her.

Wer nun aber noch immer glaubt, die Europäische Union  könnte oder wollte sich ernsthaft aus einer ähnlichen, aber komplexeren Umklammerung befreien, hängt Illusionen an, sind doch auf dieser von US-Vasallen geleiteten Dauerbaustelle Europa ausgerechnet jene Kräfte im Hintergrund noch immer tätig, die einst über ihre gut bezahlten Handlanger Kalergi und Monnet das europäische Projekt in Gang gesetzt haben und dieses heute noch im Wesentlichen kontrollieren. Darauf hatte ich schon einmal hingewiesen, noch ehe der französische Politiker Philippe de Villiers* unumstössliche Fakten in seinem jüngsten Buch dazu präsentieren konnte.

Damit sind wir bei einem europäischen Kernproblem angelangt: Die Europäische Union kann keine Probleme im Sinne Europas und der Europäer lösen, da sie selbst das Problem ist. Sie ist als Handlungsmasse des US-Außenministeriums und der Hochfinanz sogar eine Gefahr für das was einmal Abendland genannt wurde. Das mag schlecht oder falsch Informierten abenteuerlich klingen, ist aber so und wäre nachweisbar, was immer die parteipolitisch eingefärbten Laufburschen der anglo-amerikanischen Finanzindustrie und deren Vasallen-Medien von sich geben.

Die Ja-Sager in den Regierungskanzleien, voran Frau Merkel, sind daher mitverantwortlich nicht nur für die Unterdrückung ureigenster europäischer Interessen und für die Crash-Politik der Europäischen Zentralbank, sondern auch und besonders für die in einigen Weltregionen geführten Interventionen und Kriege, für Hunger- und Armutskatastrophen und nicht zuletzt für Millionen Tote. Wir registrieren somit eine unter einem humanitären Deckmantel angelegte heuchlerische EU-Politik bei gleichzeitigem Gesinnungsterror gegen alle die für die nationale Souveränität ihrer und anderer Heimat auftreten.

Mehr noch: Versucht gar eine Regierung, eine eigenständige nationale Politik zu machen, wird gleich die Populismus-Keule herausgeholt, hilft das auch nicht, „kommen juristische Verfahren und politische Drohungen zum Zug“, wie Hannes Hofbauer in seinem Beitrag in dem Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu“ **schreibt. Diese Union zerstört aber nicht zuletzt, wie auch Philippe de Villiers richtig bemerkt, das Innenleben der Union. Sie sei eine „körperlose, undemokratische Architektur“ so der rechtskonservative Politiker.

Noch haben die Österreicher was die EU betrifft,  das richtige Gespür. So ist doch trotz aller Propaganda die Ablehnung dieser Zwangsunion bei uns nach wie vor groß. Diese missglückte Architektur ohne Herz und Seele, aber mit europäischen Hilfswilligen (davon einige. wie der deutsche Merz oder der Italiener Draghi, als Vertraute amerikanischer Finanzkonzerne) sollte so rasch wie möglich durch eine neue, aus dem innersten Kern Europas hervorgegangene Europaordnung ersetzt werden.

Eine solche wäre machbar, so wie der Niedergang des US-Imperiums unausweichlich ist, der aber, wenn sich Europa nicht rechtzeitig auf die eigenen Füße stellt, unseren Kontinent noch ins Verderben reißen könnte. Deshalb also die Dringlichkeit einer neuen Ordnung in Europa, eine von freien Völkern und Nationen getragene und kein Mega-Finanzeliten-Projekt mit Pseudo-Parlament, und auch keine Weltregierung. Global gesehen eine neue „Welt von morgen, eine Welt der Entglobalisierung und damit der Souveränität des Rechts der Völker auf historische Kontinuität und der Grenzen, die die Frieden bringenden Filter der Zukunft sind“ (Philippe de Villiers).

PS. Es ist nicht alles falsch, was ein erzkonservativer Franzose sagt. So wie ja auch von so manchem Linken bereits vernünftige Ansichten dazu kommen. Ob der zu bestimmtem Zweck künstlich erhöhte und in diesen Tagen sowohl geförderte als auch spürbarer werdende Gegensatz zwischen links und rechts einmal in eine dem Frieden dienende nationalrevolutionäre Alternative einmünden wird, mag die Zukunft zeigen.

*Philippe de Villiers: „J´ai tiré sur le fil de mensonge est tout est venu“ (Ich zog am Faden der Lüge und alles kam“) **Ulrich Mies (Hg.): “Der tiefe Staat schlägt zu“ (Promedia)

Zum Thema

Strategie gegen Europa https://youtu.be/k3Intsw_QAg

Größter Crash https://youtu.be/8dPDGzv_pMs

IWF-Putsch https://youtu.be/fAW6PaWKMAA

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Zwei Buchbesprechungen: erhellend die eine, brisant die andere

Deux Critiques de livres: éclairant l´un, explosif l´autre

Two book reviews: illuminating  the one, explosive the other

 

Reinhard Olt

Konspirative politische Händel

Helmut Golowitsch legt Österreichs bisweilen heuchlerische Südtirolpolitik offen

 

Ob unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich die Chance für die in vielfachen eindrücklichen Willensbekundungen der Bevölkerung sowie die in politischen und kirchlichen Petitionen zum Ausdruck gebrachte Forderung nach Wiedervereinigung des 1918/19 geteilten Tirols bestand, ist umstritten. Unumstritten ist, dass das Gruber-De Gasperi-Abkommen vom 5. September 1946 in Paris, Grundlage für die (1969/1972 erst errungene) Autonomie der „Provincia autonoma di Bolzano“, dem die regierenden Parteien sowie der zeitgeistfromme Teil der Opposition in Wien, Innsbruck und Bozen heute den Rang einer „Magna Charta für Südtirol“ zubilligen, sich für Österreichs Politik jahrzehntelang als „furchtbare Hypothek“ (Bruno Kreisky) erwies.

Allem Anschein nach fügte sich der österreichische Außenminister Gruber seinerzeit ebenso seinem italienischen Gegenüber Alcide De Gasperi wie den drängenden Siegermächten, um überhaupt etwas mit nach Hause bringen zu können. Es waren jedoch nicht allein die Unzulänglichkeiten des damals zur Pariser Friedenskonferenz entsandten österreichischen Personals sowie das mitunter selbstherrliche Gebaren Grubers respektive der Druck, den die (west)alliierten Siegermächte auf die Beteiligten ausübten, die schließlich ein anderes als das von den (Süd-)Tirolern erhoffte Ergebnis zeitigten. Eine soeben abgeschlossene, aus drei voluminösen Bänden bestehende Dokumentation zeigt, dass auch hinter den Kulissen Akteure emsig und weitgehend inkognito am Geschehen beteiligt waren.

So übte der Kärntner Unternehmer Rudolf Moser, enger Freund Kanzler Leopold Figls, einen fatalen Einfluss aus. Sein lautloses Mitwirken inkognito erstreckte sich nahezu auf den gesamten für den Südtirol-Konflikt zwischen Österreich und Italien bedeutsamen Geschehensablauf vom Kriegsende bis zur sogenannten „Paket“-Lösung Ende der 1960er Jahre, bisweilen lenkte er ihn in bestimmte Bahnen. In Italien, wohin seine Firma „A. Moser & Sohn, Holzstoff- und Pappenfabrik, Sachsenburg“, gute Geschäftskontakte unterhielt und sich Moser häufig für länger aufhielt, stand er mit namhaften Persönlichkeiten des Staates in engem Kontakt; Papst Pius XII empfing ihn mehrmals in Rom persönlich. Insofern nimmt es nicht wunder, dass sich der absolut diskret agierende Moser nach 1945 geradezu ideal für die Aufnahme, Pflege und Aufrechterhaltung einer trotz Südtirol-Unbill dennoch äußerst belastbaren Verbindung zwischen ÖVP und Democrazia Cristiana (DC) eignete, die sich weltanschaulich ohnedies nahestanden. Dazu passte, dass er sich der Rolle des (partei)politischen Postillons und verdeckt arbeitenden Unterhändlers mit geradezu missionarischem Eifer hingab.

Das für das Nachkriegsschicksal der Südtiroler fatale Wirken Mosers ergab sich im Frühjahr 1946. Während nämlich die österreichische Bundesregierung offiziell – besonders Kanzler Figl, der in seiner Regierungserklärung am 21. Dezember 1945 vor dem Nationalrat gesagt hatte: „Eines aber ist für uns kein Politikum, sondern eine Herzenssache, das ist Südtirol. Die Rückkehr Südtirols nach Österreich ist ein Gebet jedes Österreichers“ – die Selbstbestimmungslösung mittels Volksabstimmung verlangte, was Außenminister Gruber gegenüber den Siegermächten und dem Vertreter Italiens in Paris bis dahin einigermaßen aufrecht erhalten hatte, wurde Rom auf der Ebene parteipolitischer Beziehungen vertraulich darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich Wien gegebenenfalls auch mit einer Autonomielösung anstelle eines Plebiszits einverstanden erklären könne. Das Signal dazu gab Figl via Moser, der den gebürtigen Trientiner De Gasperi am 3. April 1946 zu einer ausgiebigen geheimen Unterredung traf.

Dieses widersprüchliche politische Gebaren sollte sich, wie die Publikationen des Historikers und Publizisten Helmut Golowitsch zeigen, unter allen auf Figl folgenden ÖVP-Kanzlern bis in die für das österreichisch-italienische Verhältnis äußerst schwierigen 1960er Jahre fortsetzen, unter der ÖVP- Alleinregierung unter Josef Klaus ihren Kulminationspunkt erreichen und darüber hinaus – wie man als Beobachter späterer Phasen hinzufügen muss – gleichsam eine politische Konstante bilden, der in aller Regel die beanspruchte Schutz(macht)funktion Österreichs für Südtirol untergeordnet worden ist. Allen damals führenden ÖVP-Granden stand Rudolf Moser als emsig bemühtes, lautlos werkendes und wirkendes Faktotum zur Seite: Sei es als Organisator konspirativ eingefädelter Spitzentreffen inkognito – mehrmals in seinem Haus in Sachsenburg – , sei es als Emissär, mal als besänftigender Schlichter, mal operierte er als anspornender Impulsgeber. Mitunter war er verdeckt als Capo einer geheimen ÖVP-Sondierungsgruppe unterwegs oder auch gänzlich unverdeckt als Mitglied einer offiziellen ÖVP-Delegation auf DC-Parteitagen zugegen. Und nicht selten nahm er die Rolle eines Beschwichtigerers von ÖVP-Politikern und -Funktionären wahr.

Über Inhalt und Ergebnis geheimer Treffen und konspirativer Begegnungen wurden weder Süd- noch Nordtiroler Politiker informiert. Während des gesamten Zeitraums, für die Golowitschs Dokumentation steht, agierten ÖVP-Kanzler und ÖVP-Parteiführung unter gänzlichem Umgehen der dem südlichen Landesteil naturgemäß zugetanen Tiroler ÖVP. Das ging sogar so weit, dass der legendäre Landeshauptmann Eduard Wallnöfer wegen „wachsender Unstimmigkeiten mit der Wiener Parteizentrale“ – insbesondere während der Kanzlerschaft des Josef Klaus – eine „Unabhängige Tiroler Volkspartei“ (nach Muster der bayerischen CSU) ernsthaft in Erwägung zog.

Mosers Engagement ging so weit, dass er sich nicht scheute, daran mitzuwirken, hinter dem Rücken des damaligen Außenminister Kreisky (SPÖ) sozusagen „christdemokratische Geheimdiplomatie“ zu betreiben und dessen mit Giuseppe Saragat ausgehandeltes „Autonomie-Maßnahmenpaket“ zu desavouieren, welches die Südtiroler Volkspartei (SVP) dann auch am 8. Januar 1965 für „zu mager“ befand und infolgedessen verlangte, es müsse nachverhandelt werden. Schon am 6. Januar 1962 hatte er in einer an ÖVP-Politiker und Funktionäre verschickten „Südtirol-Denkschrift“ bemerkt, Kreisky betreibe „eine dilettantisch geführte Außenpolitik.“ Das bezog sich just auf den seit den verheerenden Auswirkungen des Pariser Abkommens ersten zielführenden Schritt der Wiener Südtirol-Politik, nämlich den Gang Kreiskys 1960 vor die Vereinten Nationen.

Die Weltorganisation zwang mittels zweier Resolutionen Italien zu „substantiellen Verhandlungen zur Lösung des Streitfalls“ mit Österreich, womit der Konflikt zudem internationalisiert und der römischen Behauptung, es handele sich um eine „rein inneritalienische Angelegenheit“ die Grundlage entzogen ward. In den Rom-freundlichen Kreisen der Bundes-ÖVP war dies jedoch mit Unwillen registriert worden. Staatssekretär Ludwig Steiner (ÖVP) versuchte ebenso wie (der spätere Außenminister) Kurt Waldheim, Kreisky zu bewegen, „ die „österreichische UNO Initiative zurückzunehmen“.

Ging es Golowitsch in Band 1 ( „Südtirol – Opfer für das westliche Bündnis. Wie sich die österreichische Politik ein unliebsames Problem vom Hals schaffte“; Graz (Stocker) 2017, 607 Seiten, 34,80 €) darum, aufzuzeigen wie es Rom gewissermaßen unter Mithilfe aus Wien ermöglicht wurde, die betrügerische Scheinautonomie von 1948 zu verfügen und wie das „demokratische Italien“ unter Führung der DC skrupellos die faschistische Politik der Entnationalisierung der Südtiroler fortsetzte, so steht in den Bänden 2 ( „Südtirol – Opfer geheimer Parteipolitik“; 462 Seiten, 29,90 €) und 3 ( „Südtirol – Opfer politischer Erpressung“; 528 Seiten, 29,90 € ) – beide 2019 ebenfalls im Stocker- Verlag, Graz erschienen – das geheime Zusammenspiel zwischen ÖVP und DC sozusagen en Detail im Mittelpunkt. Dies insbesondere während der für den hauptsächlich vom „Befreiungsausschuß Südtirol“ (BAS) mit anderen als „nur“ politischen Mitteln von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre und gelegentlich darüber hinaus getragenen Freiheitskampf. Hierin zeigt Golowitsch Punkt für Punkt die – ja, man muss es in aller Deutlichkeit vermerken – Ergebenheitspolitik der ÖVP (-geführten respektive Allein-Regierung(en) gegenüber Italien anhand getroffener geheimer Absprachen zwischen ÖVP- und DC-Politikern auf.

Die römische Politik stand damals unter wachsendem Druck des BAS, dessen in Kleingruppen operierende Aktivisten Anschläge auf italienische Einrichtungen in Südtirol, vornehmlich Hochspannungsmasten, verübten. Trotz Massenverhaftungen und Folterungen von gefangenen BAS- Kämpfern in den Carabinieri-Kasernen wurden die italienischen Behörden dieser Bewegung nicht Herr. Italien erpresste infolgedessen Österreich mit dem Einlegen seines Vetos gegen die anstehende EWG-Assoziierung, indem es verlangte, in enger Zusammenarbeit mit den italienischen Sicherheitsdiensten den Südtiroler Widerstand zu brechen und gänzlich zu eliminieren. Woraufhin die ÖVP-Alleinregierung unter Kanzler Klaus in Südtirol-Fragen zunehmend auf italienischen Vorstellungen einschwenkte.

Dies zeigte sich insbesondere zufolge des sogenannten „Porzescharten- Attentats“, bei dem angeblich vier italienische Militärs zu Tode gekommen sein sollten. Aufgrund überzeugender Archivstudien und Analysen des (Militär-) Historikers Hubert Speckner sowie dreier Gutachten öffentlich bestellter und vereidigter Spreng(mittel)sachverständiger besteht indes heute kein ernstzunehmender Zweifel mehr daran, dass die offizielle Geschehensdarstellung für das „Attentat, das keines war“, als Konstrukt italienischer Dienste gelten muss. Golowitsch breitet Speckners Erkenntnisse in seiner eingängigen Dokumentation noch einmal minutiös und detailreich vor uns aus.

Was folgt aus all dem? Der BAS hat 1967 auf der Porzescharte kein Attentat verübt. Die dafür verantwortlich gemachten Personen (Prof. Dr. med. Erhard Hartung, Egon Kufner sowie der bereits verstorbene Peter Kienesberger) sind zu Unrecht verfolgt und von Italien zu gewissenlosen Terroristen gestempelt worden. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Geschehen, das sich offenkundig anders denn offiziell dargestellt abspielte, wäre es an der Zeit, das florentinische Schandurteil aus der Welt zu schaffen, mit denen sie gänzlich wahrheits- und rechtswidrig für eine offenkundig nicht begangene Tat verurteilt und damit zu blutrünstigen Mördern gestempelt worden sind.

Es versteht sich daher eigentlich von selbst, dass die trotz Freispruchs (in Österreich) nach wie vor mit dem Makel der Täterschaft behafteten und in ihrer persönlichen (Reise-)Freiheit eingeschränkten Personen endlich offiziell und überdies öffentlich vernehmlich zu rehabilitieren sind. Doch mehrere aus FPÖ-Parlamentsfraktion heraus an den damaligen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sowie den vormaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer gerichtete Versuche erwiesen sich als ergebnislos. Faymann erklärte in seiner schriftlichen Antwort das Kanzleramt für unzuständig. Und Fischer verwies die „Betroffenen“, deren Taten – seien sie bewiesen oder  unbewiesen; seien sie begangen oder nicht begangen; seien sie von BAS-Aktivisten verübt oder diesen durch italienische Manipulationen unterschoben worden – bereits ein halbes Jahrhundert und länger zurückliegen, darauf, sie sollten doch bitteschön Gnadengesuche einreichen. Mit Verlaub – das ist Chuzpe.

Die zu Unrecht beschuldigten und zudem menschenrechtswidrig – wie österreichische und deutsche Höchstgerichte feststellten – in Florenz verurteilten Drei der „Causa Porzescharte wären doch von allen guten Geistern verlassen, so sie um Gnade bettelten für eine Tat, die sie nicht begangen haben. Dass indes maßgebliche Organe der Republik Österreich, die sich damals schon hasenfüßig und Italien gegenüber unterwürfig verhielten, auch 50 Jahre danach noch ihrer Fürsorgepflicht für zwei ihrer jahrelang politisch und justitiell verfolgten Staatsbürger (offenkundig) nicht nachkommen (wollen), darf man mit Fug und Recht eine Schande nennen.

Eine Schande für die österreichische Politik war es auch, die von Rom unter ständigen Hinweisen auf das EWG-Veto verlangte „Präventivhaft“ – wie sie in Italien auf der Grundlage fortbestehender faschistischer Rechtsnormen möglich war – über geflüchtete Südtiroler zu verhängen und sogar deren Auslieferung zu verlangen, füglich zu umgehen. Weil dies die österreichische Rechtsordnung nicht zuließ, erdachte man im Wiener Innenministerium einen Rom entgegenkommenden Ausweg:

Die von den italienischen Stellen namhaft gemachten Südtiroler wurden kurzerhand in Schubhaft genommen. Gelang es diesen Schubhäftlingen, eine gerichtlich verfügte Aufhebung ihrer Inhaftierung zu erreichen, sperrte man sie unter einem neuen Schuldvorwurf wieder ein. Derartige und andere unschöne Vorgehensweisen stehen im Zentrum von Helmut Golowitschs Dokumentation zur Südtiroler Zeitgeschichte, welche den Maximen von Wahrheit und Gerechtigkeit verpflichtet ist. Seine Tatsachenschilderung und Beschreibung der Zusammenhänge in einer quellengesättigten, dreibändigen historisch-politischen Darstellung führt zu einer notwendigen vertieften, korrigierenden Sicht auf die österreichischen Südtirolpolitik, der weite Verbreitung zu wünschen ist.

​Moishe A. Friedman

Der Rabbi, der Mossad und der Mord an Jörg Haider –

und Hintergründe der IBIZA-Video-Affäre

 Man kann schon sagen, Mut hat er der ehemalige Oberrabbiner Friedman. Wer sich gleich mit zwei mächtigen Institutionen, Kultusgemeinde und Mossad, anlegt, der muss wohl seine guten Gründe dafür haben. Und die führt der Autor, Moishe A. Friedman, dem Leser ohne viel Rücksichten auf sich selbst detailliert vor. Wenn einer, wie er ausführt, ständig gemobbt und samt seiner Familie bedroht wird, seine Kinder der Schule verwiesen werden und er, in seiner Existenz bedroht, mit Sack und Pack praktisch fluchtartig das Land verlassen muss, dann kann man seinen Groll irgendwie nachvollziehen. Aber auch das, dass sich kaum ein Verlag finden ließe, der seine Geschichte veröffentlichten würde; ein heißes Eisen wie dieses traute sich kaum jemand anzufassen. Also musste das Buch im Selbstverlag, sozusagen im Do-i-yourself-Verfahren publiziert und auf diese Weise an die vorerst wohl begrenzte Öffentlichkeit gebracht werden. Doch zumindest die palästinensische Mediengruppe Maan- News  http://m.maannews.net/Content.aspx?id=998593 wußte unter anderem über „Die wahre Geschichte von Ibiza“ lang und breit zu berichten.

Aber nun geht es in dem Buch  – wie schon angedeutet – nicht nur um des Autors Schicksal und ein mehr als befremdliches Verhalten der Kultusgemeinde sowie Mossad-Aktivitäten in Wien, sondern es finden sich im zweiten Teil durchaus interessante Details zum Verhältnis Mossad-Freiheitliche Partei, die dieser gerade in diesem Augenblick nicht wirklich gelegen kommen können. Dass der Autor schließlich auch noch die mutmasslichen Mörder Haiders beim Namen nennt, das allein hätte genug Sprengstoff in sich. Und gewiss damit auch gewisse  Gefahren für den Autor.

Zu beziehen im Selbstverlag von oberrabbiner.friedman@gmail.com

 

 

 

 

 

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Österreichs grüne Pharisäer im Kommen?

Les pharisiens verts d’Autriche à la hausse?

Austria’s green Pharisees on the rise?

 

Das offizielle Österreich beging also seinen Nationalfeiertag. Das Volk von Österreich, soweit es meine Beobachtung zuließ, eher irgendeinen. An das Herz gewachsen ist er ja verständlicherweise nur wenigen. Doch immerhin konnten Bedenkenträger und Klugscheißer ihren üblichen Kren dazu reiben. Und wie gewohnt erwiesen sich hoher und höchster Würdenträger Wortspenden wieder als hohle oder zumindest dürftige Worthülsen.  Auch unser spät ergrünte linksliberale Bundespräsident wusste etwas zu sagen. Das Übliche nämlich: Frieden und Wohlstand seien unser. Amen.

Kein Wort von ihm zu der vom Volk gewiss nicht herbeigesehnten drohenden Invasion  fremder Völkerschaften. Aber schönfärbende Worte in Krisentagen der Messerstechereien, wachsender (versteckter) Armut und Aussicht auf Bürgerkrieg.  Tabu auch die am Horizont sich abzeichnenden sozialen und ökonomischen Grauslichkeiten. Schon demnächst in diesem Theater mit wechselnden Schauspielern auf der politischen Bühne?   Lebe hoch! die Politik der Europäischen Union, die all dies ermöglichen soll und von der der Herr in der Hofburg viel hält?

Vielleicht auch noch Applaus seinen grünen Companeros, die im Gleichschritt mit anderen politischen und gesellschaftlichen Hilfswilligen im Staat bei diesem großen Friedensvernichtungswerk nicht untätig bleiben wollen? Dass gerade Grüne, eigentlich Rotgrüne, dabei Mehrheitsrechte und – ihren heiligen Ideologiekühen zuliebe –  sogar den gesunden Hausverstand bewusst ignorieren, ist immerhin bemerkenswert, aber auch nachweisbar. Es ist ihnen allerdings hoch anzurechnen, dass sie zumindest in dieser das Überleben der Europäer entscheidenden Frage mit ihren Absichten nicht hinterm Berg halten. So weiß man wenigstens woran man bei ihnen ist. Aber sind sie  deshalb schon glaubwürdig?

Nehmen wir die Sache mit dem Klimawandel: Selbstverständlich wird auch die grüne Führungsspitze wissen, dass der Mensch wohl kaum etwas dafür kann. Aber weder die Tatsache, dass EURATOM die Klima-Politik in Gang gesetzt und die AKW-Industrie, der Grünen angeblich liebster Feind nach den Rechten, die CO2-Mär erzählen lässt, scheint sie zu interessieren. Auch dass, laut NASA, sogar auf Mars, Pluto und Neptun seit Jahrzehnten ein Klimawandel stattfindet scheint sie nicht zu irritieren. Zumindest so lange nicht, so lange die von reichen und mächtigen Abzockern abhängigen Medien den Unsinn vom menschengemachten Klimawandel weiterhin verbreiten und die gelenkte Hysterie damit aus Eigeninteresse am Köcheln halten.

Wie weit man es in dieser Hinsicht bereits gebracht hat, davon zeugt eine von Attac, Deutscher Umwelthilfe, „Friday for Future“ und diversen Natur- und Umweltvereinen unterstützte Veranstaltung, die jüngst  vor dem Porsche-Museum in Zuffenhausen bei Stuttgart stattgefunden hat.  Da forderten die Klima- und Umweltaktivisten nicht mehr und nicht weniger als dass man lieber nur mehr zu Fuß gehen oder, wenn schon, öffentliche, natürlich klimaneutrale  Verkehrsmittel benützen und, statt mehr Autos zu produzieren, mehr Sex machen solle. Ob mit oder ohne Verhüterli wurde nicht gesagt. Hätten sie dabei doch bedenken müssen, dass ein Kleinkind pro Jahr angeblich 58 Tonnen CO2 produziert. Ja, und was den fahrbaren Untersatz angeht, da spornte sie ihre Phantasie noch zu dem Vorschlag an, man möge die Autos doch auf den Mond verfrachten. Vielleicht auch einmal Konzentrationslager für Autofahrer?

Kurzum, es gibt „Verbesserungspotentiale  auf allen Ebenen“,  so eine „Friday for Future“- Vertreterin in Österreich anlässlich des Nationalfeiertages. Aber wo sonst, wenn nicht in den Gehirnen grüner Aktivisten gäbe es in dieser Hinsicht einiges zu verbessern?! Und das ganz dringend, könnten unsere EU-begeisterten Sozialromantiker ja demnächst in einer türkis geführten Regierung unterschlüpfen. Doch wäre das natürlich noch keine Garantie, dass mit einem solchen „Learning by doing“ schon alle rotgrünen Flausen vertrieben werden könnten. Zwar gibt es da und dort Einzelfälle, wo grünes Mitregieren noch keinen Weltuntergang produziert, aber in Summe bleibt immer noch der Eindruck, man hätte es bei der grünen Menschenwelt mit einer Mischung aus Kindergarten und Irrenhaus zu tun.

Es wird also nicht genügen, nur die grüne Oberfläche zu polieren. Diesbezüglich haben sie ja eigentlich mit den Freiheitlichen etwas gemeinsam, ähneln sie sich doch in ihren oft zu sehr auf die Spitze getriebenen jeweiligen romantischen Neigungen. Wobei sich die Frage stellt, welche der beiden die gefährlichere sei, die auf Souveränität ausgerichtete nationale oder die von der EU betriebene plattmachende  internationalistische.

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Ende unserer Zivilisation?

Der Historiker David Engels, und nicht nur er, zählt die Invasion von Barbaren zu jenen Merkmalen, die zum Zusammenbruch des Römischen Reiches geführt haben. Steht Europa heute vor einer ähnlichen Situation und was kennzeichnet diese sonst noch? Antonin Campana befasst sich in nachstehendem Beitrag* mit den Überlegungen des Historikers, wobei die gegen Ende seines Beitrages im Besonderen für Frankreich geltenden hier nicht Berücksichtigung finden. Der ganze Beitrag ist auf http://www.autochtonisme.com zu finden.

 

DAS ENDE DER EUROPÄISCHEN ZIVILISATION IM WESTEN

LA FIN DE LA CIVILISATION EUROPÉENNE EN OCCIDENT

THE END OF THE EUROPEAN CIVILISATION IN THE WEST

von Antonin Campana

 

In der Geschichte der Zivilisationen gibt es immer wieder Marker für Niedergang, Verfall, Zusammenbruch oder, vielleicht besser gesagt, Entropie. In seinem Buch über den Fall der Römischen Republik vergleicht David Engels, Historiker und Inhaber des Lehrstuhls für Römische Geschichte an der Freien Universität Brüssel, die verschiedenen Erscheinungsformen dieses Zusammenbruchs in Rom mit denen, die derzeit in den Ländern der Europäischen Union beobachtet werden.** Die Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Welten, die jedoch alles, die Jahrhunderte, aber auch den Entwicklungsgrad trennen, sind sehr auffällig. Tatsächlich finden wir hier und dort die gleichen Indikatoren für einen Untergang. Hier seien die wichtigsten genannt:

Einwanderung

Bereits 167 v. Chr. trafen sich Menschen aus ganz Italien, die Steuern vermeiden und von der Verteilung von billigem Weizen profitieren wollten, in Rom. Sie wurden schnell von Sklaven unterstützt, die bald befreit und zu „Bürgern“ wurden, Kriegsgefangene und Einwanderer, darunter eine Vielzahl von „Griechen“ (eigentlich hellenisierte Orientalen). Rom wird danach als „Abstrakt des Universums“ bezeichnet. Für Juvenal lassen sich die Brände, Streitigkeiten und Raubüberfälle durch die Anwesenheit vieler Ausländer erklären. Die kulturelle Identität Roms scheint bedroht zu sein. David Engels beobachtet eine „radikale Rekonfiguration der ethnischen Zusammensetzung der täglichen Umgebung, die bei den Ureinwohnern ein Gefühl der Seltsamkeit hervorruft, angesichts der Transformation einer Umgebung, die von ihren Vorfahren geschaffen und zunehmend durch das Handeln von Menschen aus anderen Horizonten geprägt ist“. Er stellt fest, dass diese „Rekonfiguration“ nun die Länder der Europäischen Union betrifft.

Dekonstruktion der Familie und Vernachlässigung der Moral

Scheidungsfälle nehmen zu. Das Verfahren wird flexibler gestaltet, die Ehe wird zu einem einfachen Zusammenleben und die Trennung der Ehepartner auf Initiative des Mannes oder der Frau unterzeichnet ihre Auflösung. David Engels stellt fest, dass „Freiheit der Moral“ diese Entwicklung begleitet. Scheidungen und Ehebrüche werden alltäglich, während die Ehe als Institution an Bedeutung verliert. Die Ablehnung der Ehe wird zu einer sozial verankerten, ja sogar philosophisch legitimierten Lebensweise, meint Engels. Entscheidend sei das „persönliche Wohlbefinden“. Wir verlieren das Interesse an der Bildung von Kindern, die wir anderen anvertrauen. Das Kind wird als Last empfunden. Petron*: „Hier zieht niemand Kinder groß, denn jeder mit natürlichen Erben wird nicht zu Dinners oder Shows eingeladen. Er ist von allen Freuden ausgeschlossen und lebt dunkel unter den Schurken. Im Gegenteil, diejenigen, die nie eine Frau genommen haben und keine engen Verwandten haben, erreichen die höchsten Ehrungen.“   Es ist wie das Lesen einer aktuellen Beschreibung des Phänomens „kindfrei“!

Geburten- und demographischer Rückgang

Während in archaischen und klassischen Zeiten das Bevölkerungswachstum „massiv“ ist (Engels), bemerken römische Autoren ein phänomenales Defizit der Demographie. Dieses spiegelt das mangelnde Interesse an der Planung und Bildung von Kindern wider. Tacitus: „Ja, früher, wurde in jeder Familie, der Sohn einer keuschen Mutter nicht in dem engen Raum eines gekauften Kindermädchens aufgezogen, sondern an der Brust und in den Armen einer Mutter (…) Heute, im Gegenteil, unmittelbar nach der Geburt, wird das Kind irgendeinem griechischen Diener überlassen. Tacitus stellt fest, dass die Menge der Sklaven (die eingewanderte Bevölkerung) überproportional wächst und dass die freie Bevölkerung (die Einheimischen) jeden Tag abnimmt. Die massive Praxis der Empfängnisverhütung und Abtreibung, die in der späten Republik deutlich zugenommen hat, erklärt zum Teil die Denatalität: „….auf einem goldenen Bett gibt es kaum schwangere Frauen, so effizient sind Praktiken und Drogen, die Frauen steril machen und Kinder im Schoß ihrer Mütter töten“, schreibt Juvenal.

Der Niedergang der traditionellen Religion

Die angestammte Religion wird diskreditiert, während fremde Religionen und Philosophien in den sozialen Körper eindringen. Ursprüngliche Überzeugungen und Traditionen, Kulte, weltliche religiöse Institutionen gehen zurück und verschwinden. Der Atheismus breitet sich aus, alte Mythen werden verspottet. Es werden nicht genügend Priester rekrutiert, so dass die Bedeutung der Riten schnell vergessen wird. David Engels spricht von einer „realen Identitätskrise der römischen Religion“. Die Verbindungen zwischen der traditionellen Religion und der Römischen Republik lösen sich, und einige sehen darin den Grund für die Krisen; gerechte göttliche Strafen, die aus dem Schwinden der Frömmigkeit resultieren. Die Natur hasst die Leere: Während die traditionelle Religion verblasst, wuchern die Kulte an fremde Gottheiten.

Rückgang der „Aborigine“-Kultur

Rom wird zu einer kosmopolitischen Stadt, zu einer „Volks-Versammlung der Welt“, eine  Welt, die an einem einzigen Ort komprimiert ist (Plinius). Hier entwickelt sich eine globalisierte Kultur, die tief greifende Auswirkungen auf die Identitätserfahrung der einheimischen Römer haben wird, jener Römer, die in ihrer eigenen Stadt langsam zur Minderheit werden (Engels). Die römische Elite wurde hellenisiert und die Bevölkerung orientalisierte sich. Traditionalisten müssen kämpfen, um sicherzustellen, dass Latein seinen Platz als Amtssprache in Rom und dem Reich behält. Man versucht, das „lateinische Modell“ durchzusetzen, aber es ist endlich eine hybride griechisch-römische Kultur, die sich durchsetzen wird.

Uns wurde oft gesagt, dass die politischen, kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Umwälzungen, die wir in der westlichen Welt sehen, Folge von „Modernität“ und „Fortschritt“ sind, so als wären diese Veränderungen logischerTeil einer linear konzipierten Geschichte. Denatalität, demographischer Rückzug, die Dekonstruktion der Familie, die Auslöschung der Religion, kulturelle Veränderungen, Einwanderung, Individualismus…. wurden durch unseren Entwicklungsstand, die Globalisierung und die Revolutionen der Verkehrsmittel, der Produktionsmittel, der Kommunikationsmittel oder der Informationsmittel erklärt. Die Störungen, von denen wir sprechen, wären keine Störungen an sich, sondern vielmehr soziale Anpassungen an eine zunehmend technologische, vernetzte, offene, fließende und sich verändernde Welt. Diese Störungen wären daher die natürliche Folge einer Welt, die einen hohen Grad an Zivilisation erreicht hat. Aus diesem Grund seien die Störungen, die wir sehen, im 18. Und 19. Jahrhundert mangels Hochgeschwindigkeitszüge, Überschallflugzeuge, Mobiltelefone, Internet und Start-ups, nicht aufgetreten. David Engels‘ Buch erschüttert diesen untauglichen Mythos. Die Römer, noch ohne Flugzeuge oder Bildschirme, erlebten die gleichen Symptome der Dekadenz wie wir!

*Zuletzt erschienen bei: Ex. Newsletter de SYNERGIES EUROPEENNES – 11 octobre 2019 (euro-synergies.hautefort.com  oder robertsteuckers.blogspot.com )

**David Engels, „Le Déclin“, Edition du Toucan, 2013, erhältlich als Taschenbuch.

Ebenfalls zu zu dem Thema:

Douglas Murray:  Der Selbstmord Europas https://youtu.be/LvnAMCKF9h8

David Engels: Le Declin  https://youtu.be/aF5Yu8qiGzg

David Engels im Gespräch: https://youtu.be/rylio3-G_4w

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Nach den Wahlen: Ungemütlich wird es auf jeden Fall

Après les élections : Dans tous les cas, ce sera inconfortable.

After the elections: In any case it will be uncomfortable

 

Kurz, so ein ÖVP-„Insider“, soll am Tag nach der Wahl noch nicht gewusst haben, wie er die Sache denn richtig angehen solle. Das bezweifle ich, obwohl die Zurufe aus den Bundesländern und aus dem näheren und fernen Ausland doch einigermaßen irritierend sein müssen. Aber eines glaube ich schon, so komfortabel wie zuletzt würde es ohne die Blauen wohl nicht mehr werden. Im untergehenden Zeitalter des Narzissmus und des „anything goes“ warten Herausforderungen, die zu meistern, einem im wirklichen Leben wenig erprobten Politiker schon einiges  abverlangen könnten, wo doch selbst alte Polit-Füchse, siehe Füchsin Merkel, mit ihrem Latein zu Ende sind.

Der türkise  Schönwetter-Kanzler kann sich aber damit trösten, dass zumindest bis auf weiteres und besonders in einer Hinsicht, jener der Geschlossenheit einer Partei, er nicht ganz so schlecht dran ist, wie andere es derzeit sind. Was nämlich auf Rendi-Wagner (SPÖ) und Norbert Hofer (FPÖ) wartet, darum können die beiden kaum von einem politischen Gegner beneidet werden. Allein der in beiden Parteien erschollene Ruf nach Neuaufstellung gleicht eher einem verzweifelten, denn einem Hoffnung verheissenden. Wie soll das auch gehen?, bleiben doch in beiden Lagern die gewissen Seilschaften am Futtertrog und drängen vor allem bei den Roten zeitgeistig Verblendete zu demselben.

Aber sind die Grünen, die man ja auch schon zu den Altparteien rechnen kann, um so viel besser dran? Momentan ist ihnen die Euphorie ja kaum zu nehmen. Dank einer maroden SPÖ und kraft des ganzen Klima-Schwindels konnten sie sich in solche Höhen „schwindeln“. Aber eines haben sie mit den vorher erwähnten Parteien immerhin gemeinsam: Sie alle haben sich von ihren jeweiligen weltanschaulichen Urquellen längst entfernt und dienen, enfremdet auch von der Leitkultur ihrer Heimat, beinahe ausnahmslos und frei von schlechtem Gewissen und Schadenersatzansprüchen ihrer Wähler, nur mehr dem Mammon.

Und Strache? Mögen ihn auch viele bloß als Vertreter eines bestimmten Politiker-Typus, wie er in allen Parteien anzutreffen ist, sehen, so tritt eben gerade bei ihm dieses unmoralische Agieren und jedem Bildungsbürger verhasste Prolo-Verhalten besonders krass zu Tage. Und wie so oft gilt auch hier, dass ein relativierendes oder verharmlosendes Kommentieren eines verantwortungslosen und in bestimmter Hinsicht auch unglaubwürdigen Verhaltens schlimmer ist als dieses selbst. Der gefallene Blaue will jetzt ein Buch schreiben, möglicherweise mit Selbstmitleidstränen. Sollte er, wie viele Politiker, leicht vergesslich sein und sich an die eine oder andere „bsoffene Geschichte“ nicht mehr erinnern können, in meinem interessanten Archiv könnte er fündig werden.

Im Übrigen wird die Welt so schnell nicht untergehen und auch der CO2-Schwindel wird bald einmal noch offensichtlicher werden. Aber ungemütlich wird es auf jeden Fall. Vielleicht sollten sich auch Grüne und Rote noch rechtzeitig jenem Problem widmen, das alle anderen bald in den Schatten stellen könnte: die Abschaffung von Volk und Nation, schließlich die Zentralisierung Europas als Vorstufe zu einer Welt-Regierung wie sie nach vorliegenden Indizien und getätigten Aussagen von einer internationalen Elite angedacht wird. Mit Unterstützung einer verstärkten Migration, die entgegen verblendeter Auffassung vieler aber absolut kein Menschenrecht ist.

Zum Thema

Regierungsbildung https://youtu.be/L_fWcp4gXCU

Kein Recht auf Migration https://youtu.be/QN4URWLq2qE

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Wahlzeit ist „Showtime“! Und dann, mein Österreich?

Période des élections est „Showtime“! Et ensuite?

Voting time is Showtime ! And then ?

 

Ein Schauspiel für Götter wird es (wieder einmal) sein, wenn, natürlich erst eine geraume Zeit nach den Wahlen, die Wirklichkeit mit den vor dem Wahltag gebotenen Polit-Kasperliaden zu vergleichen sein wird. Ist es doch, würde Robert Musil sagen, vornehmliches Bestreben der Politiker, selbst zu leuchten und nicht im Lichte zu sehen. Weit zu sehen, womöglich. Doch von der Befriedigung des eigenen Ego einmal abgesehen, ist es ohne Zweifel vorteilhafter und vor allem beruhighender, nicht alles zur Kenntnis zu nehmen  um dann „reinen Gewissens“ dem immer noch blauäugigen Publikum die beste aller Welten versprechen zu können, die einträte, sofern man sie, die einzig  Wahr- und Wehrhaften, nur wählen würde.

Die Erkenntnis des wieder einmal gelackmeierten Untertans der Hintergrundherren wird aber  nach den Wahlen nicht anders sein wie sonst auch: Weiterhin wird er, ob bürgerlicher oder proletarischer  Lastenkuli, weil die schlechten Erfahrung der Vergangenheit ignorierend,  den Karren ziehen dürfen, auf dem die Politiker erneut ihr altes Theater spielen. Gelegentlich auch mit gezinkten Karten, fürwahr. An diesem Vorgang hat sich eben die letzten Jahrzehnte kaum etwas geändert. Nun werde ich jetzt nicht mit der Moralkeule herumfuchteln, sondern darlegen zu versuchen, woran sich der ernüchternde Lage-Befund einer offensichtlich fremd gesteuerten politischen  Machthaberei jetzt schon ablesen ließe.

Ich habe mir zunächst einmal dazu im Fernsehen, zumindest in der Anfangszeit des Wahlkampfes, die gut eingeübten Laienschauspiele unserer Politiker ohne eingeschalteten Ton angesehen. Es genügte mir, vom hemdsärmeligen Grünen bis zur spät pubertierenden Roten,  Gesten und Mimik der teilnehmenden Politiker genüßlich zu Gemüte zu führen. Lange vorher hatte ich ja  bereits an anderer Stelle deren eigenhändig geleistete Unterschriften studieren dürfen. Das allein hätte zur Typencharakterisierung eigentlich schon genügt.  Nicht zuletzt wollte ich dann aber doch auch wissen, was sie zu sagen haben oder, was ja viel wichtiger ist,  was sie unterschlagen, nicht gesagt oder nur am Rande gestreift  haben. Und komme, trotz des einen oder anderen Lichtblicks, und obwohl ich ein solches eigentlich immer scheue, zu einem unerfreulichen Pauschalurteil.

So scheint ihnen (eigentlich Brüssel) die wehrhafte Direkte Demokratie nach wie vor kein besonders wichtiges Anliegen zu sein, und, ganz aktuell!, nichts wollen sie anscheinend von einem immer offensichtlicher werdenden CO2-Schwindel gehört haben. Nicht beunruhigt scheinen sie auch ob der Tatsache, dass der Euro Europa zerstört, und kaum der Rede wert ist ihnen wohl auch die Präsenz einer unbekannten Anzahl (in Deutschland sollen es mehr als zehntausend sein) von illegal eingewanderten Gefährdern auf österreichischem Staatsgebiet. Ignoriert wird somit auch, dass Österreich kein Einwanderungsland ist und in diesem Zusammenhang nur ein EU-Austritt bei – gleichzeitiger Stärkung  unserer seit Generationen überlieferten und gelebten Leitkultur – uns davor bewahren könnte. Also kam logischerweise auch kein überzeugender Vorschlag, wie das land- und staatsgefährdente Geburtendefizit behoben werden könnte, was wohl nur bei Aufgabe eines  materialistisch-morbiden Welt- und Menschenbildes realisierbar wäre. Alles in allem wäre zu sagen, dass keiner der Spitzenkandidaten das höchste und umfassenste Ziel eines Staates, sich mit einer Religion oder Ideologie zu durchsetzen, zu nennen wußte oder wagte. So blieb alles an der Oberfläche und nach diesem Ebenbild wird auch ihre weitere Politik ausschauen.

Doch die ganze Polit-„Show“ könnte diesmal sogar alle bisherigen übertreffen, wenn eintreffen würde, was ein Gerücht dieser Tage besagen will: Danach soll es zu keiner Koalitionsregierung kommen, sondern die jetzige bloß durch einige, wahrscheinlich türkise Minister ergänzt werden. Somit wäre der Staatsstreich vom Juni dieses Jahres bereits im Rahmen einer längerfristigen Weichenstellung zu sehen. Diese,meint man, könnte in Richtung einer EU-Diktatur deuten. Kurz aber könnte dann später mit der Rolle eines Kommissars abgefunden werden. In diesem Zusammenhang wären auch die Kampagnen gegen den Brexit und die ÖXIT-Bestrebungen in Österreich zu sehen. So das Gerücht.

Nun sind Gerüchte zwar Gerüchte, aber so glaubwürdig wie ein Politikerversprechen sind sie allemal. Doch sieht es vorerst ohnehin eher danach aus, dass es zu einer wie immer gearteten Kurz-Regierung kommen wird. Wie weit dabei Norbert Hofers Andienen von Erfolg gekrönt sein wird oder am Ende gar das Ende dieser FPÖ bedeuten würden, läßt sich derzeit nicht voraussagen. Fakt ist, er, der Herr Hofer, bemüht sich und setzt systemergeben und staatsmännisch herausgeputzt alles daran, wenigstens Herrn Van der Bellen, mit dem er den Irrglauben an den menschengemachten Klimawandel gemeinsam hat, zu beerben. Ob ihm dabei die Rolle eines „Ehrenritters“ des dem Hause Habsburg nahen St.Georgs-Orden helfen wird, bleibe einmal dahin gestellt. Und auch, ob der Spaltpilz, den er jetzt durch panikartiges Durchgreifen weiter genährt hat, am Ende nicht doch noch weiter emporschießen könnte. Wie auch immer, es rächen sich die Versäumnisse, und zwar seit Haider, der freiheitlichen Partei ein Tradition und Moderne verbindendes, glaubwürdiges und revolutionäres  Profil zu verleihen. Dass einem solchen weder Luxusknabe Strache noch der nicht minder eitle „Habsburger“ Hofer entsprechen können, sollte eigentlich klar sein

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