Wie viele Narren verträgt eine Nation?

Combien d’idiots une nation peut-elle supporter?

How many fools can a nation stand?

 

Yves Cochet, Politiker der französischen Grünen, ehemaliger Minister  und von Beruf Mathematiker, mußte sich neulich gewiss keinen Rausch antrinken als er meinte: Es seien die reichsten Länder mit ihrer umweltschädlichen Lebensweise, die als erste demographisch abnehmen müssten. Deshalb, so Cochet,  gehörte auch die an kinderreiche Familien verliehene „Médaille de la famille“ (Familienmedaille) abgeschafft. Worauf er hinaus will: „Die Begrenzung unserer Geburten würde es uns ermöglichen, die Migranten, die an unsere Tür klopfen, besser aufzunehmen“. Wirklich eine großartige Idee! Will heißen, das Leben unserer Kinder ist weniger legitim als das der Migranten.

Gutes tun durch Aufopferung. Damit sind französische Grüne ideologisch nahe deutschen Gesinnungsgenossen,  die unerwünschten Nachwuchs am liebsten  ans NS- Mutterkreuz schlagen möchten. Im Land der selbsterwählten  Knechtschaft genügt ja schon der  Hinweis, dass die Nazis die Familie förderten, um ganz böse auszuschauen.. Diese Erfahrung machte bekanntlich die beliebte Fernsehmoderatorin Eva Hermann, die nach 20jähriger Tätigkeit für den Norddeutschen Rundfunk einer ähnlichen Äußerung wegen eben von diesem vor gut zehn Jahren gefeuert wurde. Monsieur Cochet hingegen hat bereits von diversen Seiten Zuspruch bekommen, von Herrn Cohn-Bendit gewiss auch. Wie viele Narren verträgt eigentlich eine Nation?

Ohne Zweifel hat  das was  seit 1968  als „Rollenklischee“ noch immer dummdreist abgestraft  wird, dem Prinzip der Polarität folgend, in der Nicht-Wertschätzung nicht nur der Mutter, sondern eben besonders auch der  Kinder, seine zeitgeistgemäße Entsprechung  gefunden und mancherorts  gewisss schon klammheimliche Begeisterung hervorgerufen. Mich erstaunt ja immer wieder, wie gerade von  intellektuellen Gestalten der Gesellschaft und deren Nachwuchs, gemeint sind nicht die unabhängigen, ausschließlich  ihrer geistigen Berufung  gerecht werdenden Intellektuellen, dann und wann  unglaublich Dummes gutgeheißen oder beklatscht wird.

Da vertritt eine offensichtlich gehirngewaschene, wohl aus dem abgewirtschafteten  68er-Hintergrund gesteuerte  rotgrüne Jungpolitikerin nicht nur den bekannten „Der Bauch gehört mir“-Standpunkt, sondern fordert  in einem Aufwaschen auch gleich die Tötung des ungeborenen Lebens bis zum neunten Schwangerschaftsmonat. Denn, meint sie, dieses Ungeborene könne doch nicht dieselben Rechte haben wie sie. Eh klar. Der Beifall gleichgeschalteter denkfauler Mitläufer war ihr sicher. Die Mutter dieser anscheinend Hirnlosen dürfte diesbezüglich wohl  noch anderer Meinung gewesen zu sein.

Zwar stimmt es, dass eine ähnlich kranke  Denkweise auch bei anderen Linken noch anzutreffen ist, doch scheinen selbst “rechts“ verortete Zeitgenossen sittlichen, moralischen Abbau mit Fortschritt zu verwechseln. „Liberal“ bis in die Knochen, dulden sie jede Idiotie, anstatt  ihre Stimme gegen den Unsinn dieser Zeit zu erheben. Ist es, dass  die Feigheit heute wieder mehr Verbündete hat als der persönliche Mut?  In der Politik, aber auch  in den Medien, auf jeden Fall.  Es ist geradezu beklemmend, die in Schweigen gefasste Erniedrigung jener  sich liberal gebärdenden Gutmenschen zu sehen, die im selben Atemzug die ach so  hehren Werte unsrer dekadenten Gesellschaft  hoch leben lassen.

Dass nun offensichtlich immer mehr  Zeitgenossen, die gegen den selbstmörderischen Trend dieser Zeit eigentlich aufstehen sollten, bereits Geschmack am Niedergang gefunden haben oder die Vernunft nur mehr am Wert ihrer Aktien oder ihres Ministergehalts zu messen vermögen, scheint gegeben. Somit aber  ist wohl bald alles willkommen, was Todeskult und  Kindesmord rechtfertigten könnte.

Wenn es aber tatsächlich so weit kommen sollte, dass wir auf  historisch einmalig erniedrigende Weise abdanken, und die Politik der Europäischen Union und Aussagen einzelner EU-Politiker lassen solches ja vermuten, dann stellt sich doch die Frage: Wozu sollen wir  Europäer uns denn noch anstrengen, weiter auf vielen Gebieten immer noch Großartiges leisten? Für wen ? Sind wir nur mehr dazu da, um EU-Politikern ihre Pension zu vergolden und Eroberern ein gemachtes Bett von unschätzbarem Wert zu hinterlassen?

Zum Thema

Neudeutsche Familie  https://youtu.be/BORvuO60A08

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Wir werden auch im neuen Jahr an der Nase herumgeführt werden

Nous serons également égarés dans la nouvelle année

We will also be led astray in the new year

 

Wer mit wachem Bewusstsein lebt, wird von vielen Dingen beunruhigt und vielleicht sogar gequält, die in der Welt und unter den Menschen geschehen. Vieles ist für die meisten schwer zu verstehen, nicht in Einklang zu bringen mit ihrem gebildeten Bewusstsein. So auch unsere Situation als Europäer im Niedergang, die, hineingezogen in die globalen Ereignisse und die sie umschwirrenden beängstigenden Nachrichten, die geschichtlichen Zusammenhänge vielfach vergessen haben. Was aber gerade für ein gesundes europäisches Bewusstsein unerlässlich wäre, künstlich aber schwer herzustellen sein wird.  Trotz großem Propagandaaufgebot via Medien, die  überwiegend von den Herren des  Geldes abhängig oder in deren Besitz sind*, will dieses Luft-Projekt  nicht recht gelingen. Umso mehr herrscht Zweckoptimismus von oben.

In Brüssel versucht man daher mittels diesem und  unter Umgehung der erwähnten Zusammenhänge ein  erwünschtes Europabewusstsein heraufzubeschwören. Vergeblich natürlich. Natürlich eines, das voll und ganz ausschließlich im Westen verankert sein soll. Mit demselben Westen ist im Besonderen gewiss Wallstreet, neben der City of London einer der Horte der Hochfinanz, gemeint. Letztere hält sich mit der NATO sogar eine Landsknecht-Truppe** und verfügt mit der Europäischen Union auch über einen politischen Arm. So weit, so schlecht, aber von daher kann immerhin die von Brüssel vorgegebene Politik besser verstanden und als Ergebnis einer anscheinend im Hintergrund waltenden  organisierten Kriminalität einer herrschenden Klasse gedeutet werden.

Nun möchte man doch meinen, in Kenntnis dessen würde  ein für die Herrschenden und deren politische Vertreter gefährlicher Widerstand heranwachsen, und die Ereignisse in Frankreich könnten viele solches vermuten lassen. Das Herrschaftssystem ist jedoch für solche Fälle bestens gewappnet, weiß die maßgeblichen Politiker auf seiner Seite und ist daher  noch immer fähig, den Volkszorn in andere Kanäle umzuleiten und dort versickern zu lassen. Es sei denn, man hat die Absicht, es unter „Mobilisierung“ der Migranten-Massen noch gefährlicher eskalieren zu lassen, um ein genehmes autoritäres Regime als Retter  der Nation an die Spitze zu hieven. Wir sollten daher das Weitere gut beobachten und daraus die richtigen Schlüsse ziehen.

Die politischen Gutsverwalter des  globalen Finanzimperiums pflegen zwar vor nationaler Kulisse scheinbare EU-Unzufriedenheit  und gewisse Bodenständigkeit, betätigen sich aber in Wirklichkeit mehr oder weniger als zwischen Wahlen hin und her gerissene Handlanger des internationalen Kapitals. Gerade jetzt, wo wieder einmal Wahlen zum europäischen Scheinparlament  vor der Türe stehen, wird diese Doppelnatur der Politiker erneut offenkundig werden. Wieder wird, wohl wissend der Unmöglichkeit einer grundlegenden EU-Reform, eben von dieser  großspurig die Rede sein, wieder wird man glauben lassen wollen, man sei dazu in der Lage und befähigt. Und wieder werden viel zu viele an der Nase herumgeführt werden. Wie in weiten Bereichen der Wirtschaft ist auch in der Politik die Täuschung ein taugliches Mittel bei der Verfolgung von Eigeninteressen.

Doch diese EU ist so wenig reformierbar wie der Euro als Einheitswährung noch zu retten sein wird. Aber Brüssel als Selbstbedienungsladen für viele Parteien und deren Funktionäre sowie der Euro als  Spekulationsobjekt für einige wenige, könnten in der derzeitigen Form noch eine Weile überleben und sowohl die Tagträume der Paneuropäer als auch die neoliberale Agenda weiter im Gang  halten. Zum Schaden Europas. Aber das, was immer mehr erhoffen, die Verwirklichung der allgemeinen Meinungsfreiheit statt deren weitere Einschränkung, die Bildung einer neuen europäischen Elite an Stelle von System-Kollaborateuren und -Mitläufern sowie die Selbstbestimmung des seiner kolonialen Fesseln entledigten Europäers, wird diese EU nie liefern können. Und das sollte uns mehr als alles andere beunruhigen und quälen und im Mai dieses Jahres die richtige Entscheidung treffen lassen.

*Nach Meinung des französischen Intelektuellen Gérard Miller befinden sich 90 Prozent der Medien in der Hand von neun Milliardären. Mehr oder weniger dürfte dies auf die gesamte EU zutreffen, womit die Tendenz unseres Zeitalters auf Meinungsmonopol und –Kontrolle ausgerichtet sein dürfte.

**Sicher nicht zufällig wurde ein  Goldmann Sachs-Manager zum Vorsitzenden der NATO-Denkfabrik „Atlantic Council“ gewählt.

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Botschaft der Wintersonnenwende: Organische Einheit des europäischen Ganzen bewahren!

Message du solstice d’hiver : Préserver l’unité organique de l’ensemble européen !

Message of the winter solstice: Preserve the organic unity of the European whole!

Weihnachtszeit ist „Shopping“-Zeit, der Rest ist heute Dekor. Die Glocken von St.Stephan: man vernimmt und ignoriert sie. Erst der Muezzin könnte die träge Masse aus ihrer Denkstarre befreien. Denn Gott, der christliche Gott, ist scheinbar tot. Doch während Nietzsche mit dem Christentum bloß nicht fertig wurde, wird der Islam dieses  locker an sein Ende bringen. Jede Vorstellung von Gott wird uns aber damit nicht ausgetrieben worden sein. Im Gegenteil.  Es tritt nur eine neue Vorstellung an die alte.  Aber so weit sind wir noch nicht. Noch nicht.

Es könnte wohl auch noch anders kommen, obzwar  die Chance äußerst gering scheint: Ein israelischer Hellseher will vorausgesehen haben, dass sich die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam in Europa zu einer einzigen vermischen und diese dann den Kontinent dominieren wird. Das glaube ich weniger.  Die nicht nur der Zahl nach stärkere  Religion würde sich in Wirklichkeit durchsetzen. Und das würde aller Wahrscheinlichkeit nach nicht  ein welkes  Christentum sein.

Was der kürzlich verstorbene  konservative Philosoph Robert Spaemann zur Rettung eines  lasch gewordenen Christentums empfahl, nämlich,  in der Tradition wurzelnd, seine großen Erzählungen zwecks Identitätsstiftung weiter zu geben, sollte kein bloß auf das Katholische beschränktes Anliegen sein. Auch andersgläubige Europäer, etwa die  in der vorchristlichen Tradition beheimateten Anhänger von Naturreligionen, sollten  in einer zusammen geführten gemeinsamen Erinnerung ihren Beitrag zu einer revitalisierten großen  europäischen Erzählung beisteuern können und dürfen.

Aber auch so weit sind wir noch nicht. Jetzt hängt vieles von der Lebenskraft des europäischen Menschen, insbesondere des deutschen,  und seiner Fähigkeit ab, sich noch einmal in die Welt einzuschalten. Doch lässt sich  an der einen oder anderen Kultur, etwa der deutschen, überhaupt noch jener dazu notwendige lebensbejahende  Ausdruck erkennen, der echten Kulturen eigen ist? Und auf Europa bezogen: Ist es noch derselbe Lebensbaum dessen Blätter zwar keineswegs gleich, aber ähnlich  und damit der organischen Einheit des Ganzen dienlich sind?

Dass diese Fragen sich heute geradezu aufdrängen, verdanken wir der Geld-und Machtgier einer an die Stelle der Götter getretenen Minderheit,  die ausgesprochen  kulturfeindlich ist. Sie und ihre ebenfalls von technokratischem Homogenisierungswahn getriebenen politischen Lakaien fördern in Wirklichkeit  den Untergang jenes von ihnen so heuchlerisch beschworenen Europas, das einmal großartige Kulturen und eine einmalige Zivilisation hervorgebracht hat. Dass sie auch noch verkappte Demokratiegegner sind, bezeugt ihre auf Multikulti begründete Superstaat-Vision, denn ein solcher Staat könnte ohne  demokratiefeindliche Gesetze gar nicht funktionieren. Allein die feindlich eingestellten nationalen Regierungen gegenüber kleinen direktdemokratischen Initiativen deuten bereits in dieRichtung, in die es gehen soll.

Anlässlich der Wintersonnenwende, der Wiedergeburt des Lichts, sollten wir uns dagegen etwa einfallen lassen, was durch ein Eintauchen in den tiefen Grund unseres Herkommens erleichtert werden könnte. Wieder in Beziehung kommen zu dem (und es auch leben) was uns innerlich  angehen sollte: Familie, die nächsten Mitmenschen, Volk und Erde und die belebte Gegenwart des Göttlichen in der Natur. Was einst in den ersten religiös gebundenen bäuerlichen Kulturen identitätsstiftend und gemeinschaftsfördernd war, könnte neben dem christlichen Erbe uns und unserer wankenden Kultur neuen Halt und Stütze und Weihnacht und dem lichtstrahlenden Tannenbaum wieder Sinn geben. Und Wärme den aus dem Nest Gefallenen.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Freunden, bekannten und unbekannten Blog-Besuchern,  ein gesegnetes Weihnachts- oder Julfest und ein glückliches neues Jahr. Mögen  uns  die Wärme und die Strahlkraft der unseren heidnischen Vorfahren und allen Christen so heiligen Nächte in unserem Bemühen um ein „Europa den Europäern!“ hilfreich sein.

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Späte Genugtuung für den zu Unrecht Verfemten. Am 21. Dezember wäre Kurt Waldheim 100

Die UNO schlüpft beinahe unbemerkt in die Rolle einer Weltregierung, indem sie jetzt schon Bestrebungen erkennen lässt, das Völkerrecht mittels Migrations- und Flüchtlingspakt zu umgehen. Was würde wohl Kurt Waldheim zur heutigen Politik der UNO sagen, er, der korrekt und loyal dieser Organisation diente? Im Folgenden zeichnet Reinhard Olt ein, so sehe ich es, objektives Bild jenes Mannes, der Jahrzehnte danach immer noch einige nicht kalt lässt. Etwa die jüdische Filmemacherin und Antifa-Aktivistin Ruth Beckermann, die in ihrem Film Waldheims Walzer, Oscar verdächtig dieser natürlich, ihre Waldheim kritische Position von damals  zu bekräftigen weiß. Aber lesen wir einmal, was der von solchen Emotionen weniger heimgesuchte Gastautor zu der Person Waldheim zu sagen hat.  

Satisfaction tardive pour la personne injustement ostracisé. Le 21 décembre, Kurt Waldheim aurait 100 ans. L’ONU se glisse presque inaperçue dans le rôle d’un gouvernement mondial en montrant déjà ses efforts pour contourner le droit international au moyen d’un pacte sur les migrations et les réfugiés. Que dirait Kurt Waldheim de la politique actuelle de l’ONU, lui qui a servi correctement et loyalement cette organisation Par la suite, Reinhard Olt dresse, à mon avis, un portrait objectif de l’homme qui, des décennies plus tard, ne laisse toujours pas froid. Par exemple, la cinéaste juive et antifasciste Ruth Beckermann, qui dans le Oscar-suffisant film La valse de Waldheim, sait comment affirmer sa position critique de Waldheim de l’époque. Mais lisons ce que l’auteur invité, moins affligé par de telles émotions, a à dire sur la personne de Waldheim. 

Late satisfaction for the unjustly ostracized. On 21 December Kurt Waldheim would be 100 The UN is slipping almost unnoticed into the role of a world government by already showing efforts to circumvent international law by means of a migration and refugee pact. What would Kurt Waldheim say about today’s UN policy, he who served this organization correctly and loyally? In the following, Reinhard Olt paints, as I see it, an objective picture of the man who, decades later, still does not leave some cold. For example, the Jewish filmmaker and anti-fascist Ruth Beckermann, who in her Oscar suspiciously-Film Waldheim’s Waltz, knows how to confirm her Waldheim critical position of that time. But let’s read what the guest author, less afflicted by such emotions, has to say about the person Waldheim. 

 

Seit 1998 hängt sein Porträt wieder in der Eingangshalle des Hauptquartiers der Vereinten Nationen (UN) in New York. 1986 war es entfernt worden, als im Zuge einer von führenden SPÖ-Politikern miteingefädelten und vom World Jewish Congress (WJC) quasi zu einer weltumspannenden öffentlichen Erregung aufgeheizten Medienkampagne irgendein Fanatiker (oder Gedungener) ein Hakenkreuz auf die Leinwand des Ölgemäldes gekratzt hatte. Aufwallungen und Auseinandersetzungen um Kurt Waldheims Vergangenheit hatten noch an Schärfe zugenommen, als der amerikanische Justizminister Edward Meese den – trotz oder gerade wegen der Kampagne – zum österreichischen Bundespräsidenten Gewählten 1987 auf die „Watchlist“ setzte, was ein Einreiseverbot nach sich zog.

Kurt Waldheim hat darunter gelitten. Sein gesamtes Wirken als österreichisches Staatsoberhaupt (1986 bis 1992) blieb davon überschattet. Zu Beginn seiner Amtszeit sei es „zu einer Form der politischen Auseinandersetzung gekommen, die in diesem Land nie wieder passieren darf“, sagte er später und fügte bedauernd hinzu, „unter dem Druck massiver und für mich vielfach verletzender Angriffe nicht immer jene Worte gefunden zu haben, die meinem Leben und meinen Gefühlen, dem Schicksal meiner Generation und meiner Heimat, aber auch der Größe der Verbrechen von damals gerecht wurden“.

Ein gefälschtes Dossier

Dennoch war es eine Genugtuung für ihn, dass er – spät, aber doch – durch Werke amerikanischer Sachkenner rehabilitiert wurde: In „Wie man auf die Watchlist kommt“, dem 1997 erschienenen Buch von John R. Mapother, und in Harold H. Tittmanns „Die Verteufelung. Eine Dokumentation der US-Rufmordkampagne gegen Waldheim“ von 2001. Die genannten Autoren führten jeweils den akribischen Nachweis, dass Waldheim zu Unrecht auf die Liste gesetzt worden war. Schlimmer noch: Das dem Justizminister(ium) zuarbeitende Office of Special Investigation (OSI) – WJC-„Ermittler“ Eli Rosenbaum wurde später sogar OSI-Direktor – wusste von der Fragwürdigkeit der Quellen, etwa des berüchtigten, aber von Medien geradezu aufgesaugten „Odluka-Dossiers“ aus der Desinformationsabteilung des tito- kommunistischen Geheimdienstes UDBA (Exkurs: Es handelte sich um ein Konvolut gefälschter Dokumente vom 18.12.1947, welche Belgrad an die Kriegsverbrecher-Kommission in London übermittelt und auch in Verhandlungen mit dem österreichischen Außenminister Karl Gruber über jugoslawische Gebietsansprüche in Südkärnten ins Spiel gebracht hatte, um dessen Sekretär Waldheim zu diskreditieren.)

Waldheims junge Jahre glichen der Jugend vieler seiner Zeitgenossen. Am 21. Dezember 1918 als Sohn eines Lehrers, der den vormaligen Familiennamen Vaclavec hatte eindeutschen lassen, zu St. Andrä-Wördern in Niederösterreich geboren, meldete sich Kurt Waldheim nach der Matura am Gymnasium in Klosterneuburg als Freiwilliger zum Militärdienst im Bundesheer und diente als Kavallerist in Stockerau. Dem Studium der Rechtswissenschaften ging von 1937 bis 1938 der Besuch der Wiener Konsular-Akademie (heute Diplomatische Akademie) voraus – mit dem Ziel, die diplomatische Laufbahn einzuschlagen.

„Stille, präventive Diplomatie“

Wie die meisten der vom gebürtigen Österreicher Hitler dem Deutschen Reich „angeschlossenen“ „Ostmärker“ wurde Waldheim zur Wehrmacht eingezogen, nahm an der Besetzung des Sudetenlandes teil und sah – als Dolmetscher und Ordonnanzoffizier im Stab der Heeresgruppe E – diverse Kriegsschauplätze, vornehmlich auf dem Balkan. 1944 erhielt er Urlaub, um das akademische Studium in Wien (mit der Promotion zum Dr. iur.) abzuschließen und Mag. Elisabeth Ritschel zu ehelichen, die er an der juristischen Fakultät der Universität Wien kennengelernt hatte und mit der er 63 Jahre verheiratet sein sollte; aus der Ehe mit ihr (Elisabeth Waldheim starb im 95. Lebensjahr am 28.02.2017) gingen drei Kinder hervor. Bei Kriegsende schlug sich der Oberleutnant Kurt Waldheim von Triest aus nach Baden bei Wien zu seiner Familie durch.

Noch 1945 trat er in den diplomatischen  Dienst der neu entstandenen, aber (bis 1955) besetzten (und daher im politischen Handeln eingeschränkten) Republik ein und – über die politische Abteilung des Außenamtes – direkt an die Seite des Außenministers Karl Gruber als dessen Sekretär. Später nahm er an den Verhandlungen zum österreichischen Staatsvertrag  (1955) teil, wurde Botschafter in Kanada, vertrat Österreich in den UN. 1968 berief Bundeskanzler Josef Klaus (ÖVP) den Parteiungebundenen zum Außenminister. Als solcher war er seinerzeit auch maßgeblich an den Verhandlungen mit Italien wegen des Südtirol-Konflikts beteiligt, woraus sich 1969 Autonomie-„Paket“ und Operationskalender ergaben sowie 1972 das Zweite Autonomie-Statut mit einer gewissen Gesetzgebungs- und Verwaltungsautonomie für das Land zwischen Brenner und Salurner Klause inkraft treten konnte.

„Stille, präventive Diplomatie“ kennzeichnete das Wirken des UN-Generalsekretärs Waldheim, das ihn zwischen 1972 und 1981 von New York aus an die Krisenherde des Weltgeschehens führte: Namibia, Südafrika, Angola, Bangladesch, Vietnam, Zypern oder Nahost. Sein ehrliches und weithin geschätztes Bemühen um Streitbeilegung und Konflikteindämmung trug freilich angesichts der „Stellvertreterkriege“, die im Schatten des Ost-West-Gegensatzes geführt wurden, nicht immer und nicht überall Früchte.

Eine dritte Amtszeit blieb ihm versagt

Waldheim verärgerte Washington, als er sich gegen die Bombardierung von Deichanlagen in Nordvietnam wandte. Gleichermaßen zog er sich den Zorn Israels und der Vereinigten Staaten zu, als er Arafats Auftritt vor der UN-Vollversammlung verteidigte. Die Auswirkungen sollte der angehende Pensionär, dem (wegen Pekings Veto) die angestrebte dritte Amtszeit am East River versagt blieb, allerdings erst zu spüren bekommen, als ihn die ÖVP, für die er in der Bundespräsidentenwahl 1971 gegen Franz Jonas (SPÖ) schon einmal – allerdings erfolglos – ins Rennen gegangen war, 1986 abermals aufstellte. Gegen den parteifreien Kandidaten für das Amt des Staatsoberhaupts traten führende SPÖ-Politiker, die erstmals seit 1945 den Einzug eines „Bürgerlichen“ in die Hofburg fürchten mussten, und ihnen nahestehende publizistische Organe besagte Hetzkampagne los.

Der leider nicht immer geschickt Agierende, aber von 53,6 Prozent der Österreicher trotzig Gewählte sah sich in den Mittelpunkt von ehrenrührigen Attacken des „World Jewish Congress“ (WJC) gerückt. Selbst der Befund einer internationalen Historiker-Kommission, wonach er keinesfalls persönlich in Kriegsverbrechen, geschweige denn in Judendeportationen verwickelt gewesen sei, konnte das nicht verhindern. Die „Affäre“ überlagerte seine gesamte Amtszeit. Waldheim trat zwar nicht zurück, 1992 aber auch nicht noch einmal an – obwohl das möglich gewesen wäre. Durchaus auch höchst selbstkritisch, da er sich selbst einst als SPÖ-Grande an der Kampagne beteiligt hatte, war daher die Bekundung des damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer 1992 in der Bundesversammlung zu verstehen gewesen, wonach „dem Menschen und dem Bundespräsidenten Unrecht zugefügt wurde“.

Fischer war als späterer Bundespräsident auch eine der letzten politischen Persönlichkeiten, die seinen Vorvorgänger noch bei Bewusstsein sah und mit ihm auf dessen bewegtes Leben zurückblickte, das 89 Jahre währte. Am Juni 2007 verstarb Kurt Waldheim im Kreise seiner Familie. Nicht nur sie gedenkt seiner am 21. Dezember 2018 – aus Anlass seines 100. Geburtstags.

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Von Migranten, Weltrettern und Gelben Westen

Des migrants, des sauveteurs du monde et Gilets Jaunes

From Migrants, World Saviors and the yellow vests

 

Der  gütigen Dame, ihres Zeichens Landeshauptfrau von Niederösterreich, hat es gefallen, ihre barmherzige Hand schützend über eine Gruppe  von „Kindern“ aus fernsten Landen, zu halten. Gelten sie doch höchstens ein wenig aggressiv und sind nur zum Teil vorbestraft. Somit völlig normal. Nun liefen diese  nicht nur Gefahr, ihre Klos nach Benützung  selber putzen zu müssen, sondern auch noch von einem bösen Landesrat am Untertauchen gehindert zu werden, was die Hälfte davon  dennoch geschafft haben soll. Dabei wollen sich solche Jungs ja eh nur  ihrem angestammten Milieu gerecht auch bei uns selbst verwirklichen.

Wofür  nicht nur NGOs und unsere edle Journaille Verständnis zeigen. Diese  mussten daher die Botschaft des Zeitgeistes nicht erst unter den  landeshauptfraulichen lieblichen Riecher halten. Die Dame hatte ja bereits anlässlich der 2015/16er Invasion verstanden, nach welchem Wind man sich zu richten habe. Sehr  zur Freude auch des umsatzstarken Unternehmens  Caritas, das für jeden aufgenommenen minderjährigen Abschiebekandidaten 2.800. Euro monatlich lukrieren darf. Daher:  ihr Kinderlein kommet zu uns und vergesst einmal, dass ihr Moslems seid.

Aber  nur nicht neidisch werden, liebe Landsleute.  Das alles ist ja immerhin von höchster nationaler Dringlichkeit. Die Wirtschaft, und das sind bei Bedarf wir alle, ist schließlich in Not, sie braucht dringend  Fachkräfte: Sagt zumindest die Industrie. Denn Messerschleifer oder Messerwerfer sind im heimischen Arbeitslosenumfeld tatsächlich fast nicht mehr aufzutreiben. Und Migranten-Start ups kämen auch hier zur rechten Zeit. Manche dieser „Flüchtlinge“  spielten nämlich, wie erzählt wird,  am liebsten Unternehmer und seien im Feilschen sehr innovativ.  Da könnten sogar wir noch etwas dazu lernen.

Schwer vermittelbar sind allerdings Tschetschenen, da deren Meinung nach Reinigungsarbeiten ausschließlich Frauensache zu sein hat. In der Logistik des  Drogentransportes könnte aber noch der eine oder andere gebraucht werden. Eng  könnte es bei der  Suche nach geeigneten Experten für die Nachtarbeit werden, da  Muslimas nachts zu Hause bleiben müssen. Integrationsideal wären daher gut bestückte Familienbetriebe. Auch wenn, wie in einem der nachweisbaren Fälle, die österreichischen Arbeitskräfte vorher entsorgt werden müssen. S0 wachsen in Wien unzählige solcher Betriebe aus dem nährreichen Inländerboden,  auf dem  man bald fast ausschließlich unter sich sein kann. Was auch das  gesamte Geschäfts- und Betriebsleben dieser  Migranten ungemein erleichtert. Davon auch Behörden und Finanz nachhaltig beeindruckt sind.

Natürlich wirft  das mangelnde Umweltbewusstsein vieler Migranten noch etwas Schatten auf die Erwartungen der ihnen wohlgesonnene Willkommen-Gesellschaft. Diese, repräsentiert durch unseren, derselben Lobby entstammenden Bundeshäuptling  und seinen einst bodybildnerisch tätigen Schauspielerkollegen aus Hollywood. Beide haben bekanntlich beschlossen, das Klima zu retten. Zu ihnen könnte sich die neue Obfrau der Wiener Grünen gesellen, die ihr Amt gleich als „Weltretterin“ angetreten sein soll. Sie könnten ja gemeinsam die  Sonne zur Mäßigung ihrer Aktivität aufrufen, nachdem ihnen der CO2-Beweis nicht gelingen will.

Erfolgreicher, wenn auch auf einem anderen Gebiet, sind da die Franzosen, sie erfreuen sich des schwindenden Glanzes  ihres „Sonnenkönigs“. Weniger der polizeilichen Gewalt. Doch während die Forderungen der Macron-„Killer“ längst bekannt sind, tappt man bei zwei Fragen noch im Dunkeln:  Wo wird es noch enden  und wer steckt wirklich dahinter? So  ist denkbar, dass Mamis Liebling seine Amtsperiode nicht durchhält, äußerst schwer vorstellbar jedoch scheint mir, dass die Gelben Westen spontan wie aus dem Nichts entstanden sein sollen. Das glaubt nicht einmal der Weihnachtsmann.

Interessant in diesem Zusammenhang ist jedenfalls, dass kurz vor dem Aufflammen der Proteste  im Netz ein dazu anregendes „Widerstand“-Video eines Unbekannten auftauchte, dass innerhalb kurzer Zeit fünf Millionen Franzosen anklickten und weiterverbreiteten. Genial! Wer immer dahinter steckt, Geheimdienste, Militärs oder die Freunde  Rothschilds wie manche vermuten, bleibt da noch die Frage: was war der Grund,  Macrönchen fallen zu lassen? Da böte sich doch jetzt als Sanierer der große europäische Visionär und Soros-Freund Kurz an. Vielleicht auf Leasing-Basis. In der Zeit könnte sein Busenfreud Strache zwischen Windeln wechseln und Frauchen streicheln den Bundesladen schupfen.

Zum Thema

ORF-Tribunal https://youtu.be/0e3hfFbPoZ4

Prof. Shaviv im Deutschen Bundestag   https://www.youtube.com/watch?v=xJSVjCrrCu0
FMD’s TV-Channel

Demo Paris https://youtu.be/S9oe9_5XS08                                                                         Schüler-wie zur Execution  https://lalettrepatriote.com/wp-content/uploads/2018/12/mantes-la-jolie.mp4

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Ist die Alternative für Deutschland noch eine Alternative?

L´Alternative pour l´Allemagne est-elle toujours  une alternative?

Is the „Alternative for Germany“ still an alternative?

Alexander Gauland (AfD) zitierte also (etwas verkürzt) Heinrich Heine: „Der zehnte Teil, was die Menschen in Deutschland erduldet haben, hätte in Frankreich 36 Revolutionen hervorgerufen.“ Auch Josef Stalin schien es zu wissen, als er meinte, in Deutschland könne es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müsste. Man möchte resignierend  hinzufügen, deshalb  reichte es nur zu einer bürgerlichen Alternative.

Und damit bin ich schon bei einer Frage, die nicht nur mich zusehends beschäftigt: Ist die Alternative für Deutschland  eine Partei, die den Erfordernissen der Zeit wie auch der Erwartungshaltung  eines nationalen Publikums noch gerecht werden kann?  Oder schließt sie bereits zu jenen auf, die mit den Wölfen heulen, um als ganz  normale Systempartei zu enden, der nichts anderes übrig bleibt, als die Spielregeln des Systems zu akzeptieren, anstatt dieses zu überwinden versuchen?

Nicht unbedingt, wäre man geneigt zu sagen, zumindest wenn man sich die eine oder andere ausgezeichnete Rede  eines AfD-Politikers oder Politikerin anhört.  Und zweifellos geht es da vielen wirklich um die Sache derentwegen sie  hoffnungsvoll und gewiss auch voll Idealismus angetreten sind. Doch bedenkt man, wie, einerseits,  Geltungssucht oder Machtliebe einen Menschen mit der Zeit verändern oder, andererseits,  die Worte eines Redners mehr die Erregung als das Nachdenken der Zuhörer fördern kann, dann ist es zu jedem Zeitpunkt  geboten, beginnende  Zensur und Ausgrenzungsversuche und die Begleitmusik im Hintergrund nicht zu ignorieren und wachsam zu bleiben.

Ja, natürlich, dazu gehört ein gesundes Misstrauen. Die Zeiten des „Führer befiehl…“ sind ja angeblich vorbei. Es ist daher ja  nicht unerheblich, ob man egozentrischen Glücksrittern folgt oder aufrechten Streitern für die Sache des deutschen Volkes. Wenig erfreuliche Entwicklungen in ähnlichen Parteien sollten deshalb als Mahnung vor  Selbstüberschätzung und Machthybris verstanden werden.

Nun werden  wir im Falle der AfD  aber doch schon mit  nicht mehr ganz so versteckten knallharten Richtungskämpfen konfrontiert.  Und es sieht so aus, als würde eine Seite  ihr politisches Ziel  mit raumfremder  Unterstützung anpeilen und damit neue Abhängigkeiten eingehen, noch ehe die alten aufgegeben  wurden,  während die andere Seite, in moralischer Hinsicht eher glaubwürdig, es aus eigener Kraft schaffen möchte. Dabei könnte sie ruhig alles für die Nation Wesentliche und Dringliche programmatisch etwas radikaler erfassen und sie sollte auf keinem Fall neoliberalen und sonstigen Verlockungen weiter nachgeben.

In ersterem Falle würden Verzichte in nationalen und demokratischen Belangen und die üblichen Canossagänge gemacht werden müssen, in dem letzteren wird mit  der nackten Systemgewalt und Liebesentzug der Journaille zu rechnen sein. Mut und Ausdauer werden dann gefragt sein. Nichts anderes wurde den Vorkämpfern für soziale Gerechtigkeit und nationale Unabhängigkeit einst auch abverlangt. Keine Frage, das authentisch Nationale ist gerade heute ein besonderer Dorn im Auge der Globalisierer, ja es ist, und das haben selbst einige Linke schon erkannt, deren gefährlichster Feind, und damit auch deren Lakaien.

Ein kürzlich auch in meinem Blog veröffentlichte Aufruf  besorgter AfD-Mandatare  und die darauf erfolgte überfallsartige Entgegnung eines AfD-Landesvorstandes (siehe unten im Anhang) sagen diesbezüglich zumindest indirekt  einiges aus. Mutet schon  der  konträr zur gehandhabten Praxis stehende Inhalt der Entgegnung heuchlerisch an, so macht erst recht die Art der Vorgangsweise betroffen.  Denn, obwohl  die Landes-Geschäftsstelle den Aufruf  dem Vernehmen nach bereits Tage zuvor zur Einsicht und zum Weiterversand an alle Mitglieder erhalten hatte, wurde dieser zurückgehalten. Offenbar um eine  Entgegnung des Vorstandes noch vor dem besagten Aufruf an die Mitglieder aussenden zu können. Hinterfotzig nennt man dies  umgangssprachlich in südlicheren deutschen Landen.

Der Landesvorstand  hat anscheinend gar nicht versucht, sich mit den besorgten Unterzeichnern zu verständigen, wie es demokratisch und menschlich üblich gewesen wäre und wie es einen vorbildlichen Parteivorstand auszeichnen sollte. Das gehörte doch, denke ich, zur Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften, auch solidarischen, Vorstandes, der eine Partei und nicht ein „hire and fire“ ausgerichtetes Geschäftsunternehmen leitet. Im Gegenteil, man hat eine offen zu Tage getretene, schon länger schwellende Unzufriedenheit vieler Mitglieder und Mandatare erneut ignoriert und vielleicht sogar mögliche Spaltungstendenzen damit erst verstärkt. Mit Absicht?

Der Verdacht, der sich nun aufdrängt: Geht  es opportunistischen Kreisen in der AfD auch nur mehr darum, im Interesse und im Sinne gewisser Lobbys, das authentisch Nationale, wohl im Zuge eines „Gegengeschäfts“, zu neutralisieren und in Einzelfällen zu „entsorgen“? Dazu kommt, dass durch die Angstmache von oben, wie, zum Beispiel, der Verfassungsschutz beobachte „uns“ , es darüberhinaus schon zu Rückzügen und Gehorsam-Übungen (etwa bei der Parteijugend), vielleicht auch schon zu Denunziationen, wie man ähnliches bisher nur aus der DDR kannte, gekommen sein soll.

Und es sieht ganz danach aus, dass  dieser beunruhigende Aufruf  einigen Karrieristen oder Opportunisten als eine weitere Gelegenheit schien, jemandem und dessen Anhang einen Strick zu drehen. Wenn dem so ist, dann sollte das basisdemokratische nationale Element erst recht zusammenrücken und unerschrocken aber klug, mit Verstand und Herzblut die Sache des deutschen Volkes weiter wie bisher im Rahmen der Gesetze vertreten und verteidigen. Vor allem dafür Sorge tragen, dass der Gemeinsinn nicht durch Unachtsamkeit  verloren geht, denn er ist die Bürgschaft für das Gedeihen und die Blüte  für das Ganze, sogar über die Partei hinaus.

Wenn unbestechliche Mandatare und Funktionäre der Partei  sich nicht behaupten und entscheidend das Schicksal der Partei mitbestimmen, wird die AfD als ganz normale Partei enden, ohne Deutschland näher an die Freiheit herangeführt zu haben.. Eine Revolution wäre dann eines Tages wohl die letzte Alternative, die der deutsche Michel aber wieder einmal verschlafen könnte. Daher sei ungeachtet der Schmähungen und Angriffe schon jetzt die Unruhe erste Menschenpflicht, wie es beim Spanier  Miguel de Unamuno heißt.

Jene gesunde Unruhe, die nicht nur jene fürchten, die sich wie irre an ihre „heiligsten Güter“ (A. Paul Weber)  klammern. Zusätzlich könnte  nämlich diese Unruhe zur Freiheit führen und ein anderes, allen Anti-Deutschen nicht genehmes Deutschland hervorbringen. In diesem Sinne notierte  bereits der junge John F. Kennedy in sein Reise-Tagebuch: „Die Deutschen sind wirklich zu gut – deshalb rottet man sich gegen sie zusammen, um sich zu schützen.“  Sich-schützen darf keine Einbahn sein. Dshalb wäre es an der Zeit, dass sich über Parteigrenzen hinweg auch ein anderes, besseres Deutschland zusammenrottete. Wäre das nicht ein Auftrag für eine strategisch neu ausgerichtete politische Alternative allen anderen vorbildlich voran zu gehen?

 ANHANG

Und hier die meines Erachtens heuchlerische Entgegnung des  AfD Landesverbandes  Baden-Württemberg:

 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, heute wird über den Basismitgliederverteiler der Stuttgarter Aufruf versendet. Die Unterzeichner fordern jedes AfD-Mitglied, das diese Erklärung unterstützt, zur Unterschrift auf. Ziel ist angeblich ein deutliches Signal an die AfD-Vorstände aller Ebenen zur Einigkeit und die Sammlung aller auf eine echte Alternative zu den bestehenden Parteien ausgerichteten Kräfte innerhalb der AfD.

  Der Landesvorstand von Baden-Württemberg nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Den einführenden Worten liegen die in der AFD im Grundsatz- und Parteiprogramm definierten Ideen zugrunde. Dies bedürfte eigentlich keiner erneuten Erwähnung Sie sind unser aller gemeinsames Ziel.  Deren Wortwahl und Ausführung sind grundsätzlich mit dem Wirken und Zielen unserer Partei vereinbar. Lediglich die Schlusserklärung gibt Grund zum Nachdenken.

Der Landesverband in Baden-Württemberg wurde nicht durch Resolutionen geeint, sondern durch eine stets andauernde, intensive, flügel- und strömungsübergreifende Konsenssuche. Das erfordert Dialog, das bedingt Kompromisse, das kostet Zeit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: der Landesverband in Baden-Württemberg steht als bundesweites Vorbild für einen geeinten und prosperierenden Landesverband!

  In Baden-Württemberg gibt es keine nennenswerten internen Kämpfe zwischen den unterschiedlichen Strömungen – die meisten unserer Mitglieder, Funktionäre und Mandatsträger fokussieren sich völlig zu Recht auf die politische Konkurrenz. Und: jede Minute, welche wir in internen Kämpfen verlieren, fehlt uns im Kampf gegen die politische Konkurrenz um die Zukunft Deutschlands!

  Es ist unsere Pflicht als Landesvorstand, Mitglieder, die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen, auszuschließen. Das gilt ebenso für Mitglieder, die sich unzweifelhaft parteischädigend verhalten. Damit schützen wir unsere große Mission und bewahren unsere Mitglieder davor, in Mithaftung genommen zu werden.

 Zum „Stuttgarter Aufruf“ merken wir Folgendes an:

 Im Stuttgarter Aufruf heisst es: „Wir widersetzen uns allen Denk- und Sprechverboten innerhalb der Partei und zeigen allen Vorständen die rote Karte, die sich an Machenschaften beteiligen, den Mitgliedern ihr Recht auf das freie Wort und eine eigenständige Analyse der politischen Zustände zu nehmen.“ Weiter wird behauptet: „Es gibt nur eine rote Linie: das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch“.

 

Das ist eine ausgesprochen unterkomplexe Sichtweise, die den Realitäten nicht gerecht wird. Die rote Linie beginnt dort, wo das Programm, das wir uns selbst gegeben haben, klar überschritten oder missachtet wird. Für Parteimitglieder, Funktions- und Mandatsträger gilt, wie sich aus dem Parteiengesetz und unseren Parteiordnungen zwingend ergibt: die rote Linie beginnt, wo eine konstruktive Umsetzung unserer Programminhalte durch Missachtung der Parteiräson unmöglich gemacht wird.

 Es ist die Aufgabe der Funktions- und Mandatsträger, das Programm der Partei maximal öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Es ist dagegen nicht ihre Aufgabe, einen Aufruhr gegen gewählte Parteiorgane und gegen die Verfassung unserer Partei zu starten. Genauso wenig, wie öffentlich und im Namen der AfD jede beliebige und teilweise gegen unser eigenes Parteiprogramm gerichtete Auffassung zu vertreten, die -vermeintlich- nicht strafrechtlich relevant ist.

 Eines steht fest: eine Partei vertritt immer eine bestimmte Wertebasis, die eben nicht ständig neu ausgehandelt werden kann, sondern die als zentrales Element die Mitglieder verbindet und eint. Wer daher Parteiprogramme, Satzungen und Mehrheitsbeschlüsse der Partei bewusst und gewollt negiert und damit einerseits ein zweifelhaftes Demokratieverständnis offenbart, andererseits aber auch die gemeinsame Wertebasis permanent in Frage stellt, sollte weder Amt noch Mandat innehaben. Denn: Warum noch in der AfD sein, wenn das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch reichen; und die Parteiprogramme, Satzungen und Mehrheitsbeschlüsse nicht verbindlich sind?

 Nicht zuletzt steht fest: rote Linien werden gerade für uns Bürgerlich-Konservative nicht erst von außen durch Gesetze gesetzt, sondern weit davor, aus sich selbst heraus, durch Anstand, gutes Benehmen, vernünftigen und respektvollen Umgang mit anderen Menschen. Wer sich so verhält, ist souverän und unterliegt eben gerade nicht „Denk- und Sprechverboten“. Die Alternative für Deutschland setzt sich wie keine andere Partei für den Erhalt und die Wiederherstellung der Meinungsfreiheit ein. Damit wir wirksam für eine umfängliche Meinungsfreiheit eintreten können, muss es eine starke AfD geben, so stark, dass wir Gesetzesvorhaben, welche die Meinungsfreiheit einschränken wollen, verhindern und wenn möglich, bestehende Gesetze, welche die Meinungsfreiheit bereits einschränken, verändern bzw. abschaffen können.

Unsere Bundessatzung spricht von Grundsätzen der Partei. Indem der Aufruf sich ausschließlich auf Grundgesetz und das Strafgesetzbuch bezieht, stellt er auch mittelbar unsere Bundessatzung in Frage. In dieser hat der höchste Souverän unserer Partei, der Bundesparteitag, festgelegt: „Dabei bejahen wir uneingeschränkt die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, unsere abendländische Kultur und das friedliche Zusammenleben der Völker Europas.“

 Der Stuttgarter Aufruf schürt Misstrauen gegen die Organe der Partei. Zur Korrektur etwaigem Fehlverhaltens von Mitgliedern und Parteiorganen gibt es ein vereinbartes, gesetzlich vorgegebenes Verfahren, welches in unseren Satzungen detailliert beschrieben ist. Es gibt unabhängige Schiedsgerichte, welche vertrauliche Verfahren zum Schutz der Parteien durchführen. Öffentliche Aufrufe oder gar Internetpranger sind ungeeignet.

Die wahre Absicht des Aufrufes offenbart sich für jeden klar erkennbar daran: durch das Weglassen konkreter, verfolgbarer Vorwürfe wird ein subtiles Misstrauen innerhalb der Mitgliedschaft geschürt. Ein solches Vorgehen ist spaltend, schädlich und unwürdig.

Der Aufruf lenkt von der tatsächlichen Bedrohung Deutschlands und der AfD ab. Deutschland steht vor der Unterschrift unter den Global Compact for Migration – einem historischen Verlust von Souveränität. Die Alternative für Deutschland, als einzige politische Kraft, welche sich diesem Vertragswerk entgegenstellt, wird existenziell durch eine mögliche Beobachtung durch den Verfassungsschutz bedroht. In einer solchen Phase einen Aufruf mit parteispaltenden Inhalten zu starten zeugt davon, dass es weder um Deutschland, noch um die AfD geht, sondern um eine persönliche Agenda.

Daher empfiehlt der Landesvorstand diesen Aufruf nicht zu zeichnen. Lassen Sie sich nicht für eine Schwächung unserer AfD instrumentalisieren, sondern gestalten Sie mit uns gemeinsam eine Politik für ein sicheres und lebenswertes Deutschland. 

 In diesem Sinne grüßen wir Sie herzlich,

 Ihr Landesvorstand der Alternative für Deutschland in Baden-Württemberg.

 Noch einige Bemerkungen von mir zum Schreiben des Vorstandes:

Dieser sieht sich also verpflichtet, Mitglieder auszuschließen, die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen. Das Protektorat BRD hat doch gar keine Verfassung, wie soll da einer darauf stehen oder sie gefährden können? Wie sieht übrigens der Verfassungsentwurf der AfD für ein anderes Deutschland aus? Und nebenbei bemerkt: An keiner Stelle des Aufrufs wird die Bundessatzung in Frage gestellt. Eine willkürliche Interpretation.

Weiter heißt es: Aufruhr sei nicht gestattet. Wenn Besorgtheit und kritische Anmerkungen, das freie Wort,  bereits ein solcher sind, dann Gute Nacht AfD. Im Gegenteil, etwas „Aufruhr“ kann sogar heilsam sein, wenn dieser oder Anzeichen dafür im Vorfeld etwas bereinigen, was bereits ausufert und/ oder nachher nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Selbstverständlich kommen bei geltender Gesetzeslage für eine parlamentarische Partei Grundgesetz und Strafgesetzbuch zu allererst in Frage. Deshalb wird die AfD-Führung auch nicht an Verbotsgesetzen rütteln, da mag sie noch so viel für  die Meinungsfreiheit eintreten. Außer die AfD betrachtet sich als eine zu allem entschlossene revolutionäre Partei, das aber ist sie ja sicher nicht.

Man schreibt vom Weglassen konkreter Vorwürfe  und macht dies eben selbst. Nämlich ohne Ross und Reiter zu nennen. Mit dem allgemeinen „Wer…“  könnte an den Unterzeichnern, verdiente Aktivisten, dann doch etwas hängen bleiben. Gewollt? Gerade nicht die feine deutsche Art, von wegen gefordertem „Anstand“ und „gutem „Benehmen“.

Gewiß, der Migrationspakt bedeutete noch mehr Souveränitätsverlust, was aber sagt der Vorstand dazu, daß außer diesem noch der UN-Flüchtlingspakt und die EU-Marrakesch-Deklaration mit ähnlichem Gefahrenpotential im Hintergrund lauern. Rechtlich nicht bindend, gewiss, aber politisch!!! Schon auf der Tagesordnung? Beide Pakte gehörten, wie der UN-Pakt zur Migration, entschieden widerrufen.

Im Wesentlichen agiert der Vorstand – vielleicht gerade mit einer Spendenaffäre beschäftigt – bereits wie einer jener Altparteien, und ganz schnell könnte die AfD zu einer solchen, somit zu einer ganz normalen Partei mutieren. Die auf politisch korrekt eingeschwenkte FPÖ eignet sich diesbezüglich als Studienobjekt.

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Lange Nacht der Halbwahrheiten oder: die verschwiegene Schuld

Die eine Schuld wird unablässig aufgetischt, die andere ebenso beharrlich unter den Tisch gekehrt. Dazu ein Gastbeitrag einer österreichischen Pädagogin* anlässlich des Deutschen Volkstrauertages.

Longue nuit des demi-vérités ou: la culpabilité cachée                                             Une culpabilité est constamment servie, l’autre balayée avec autant d’entêtement sous la table. En outre, une contribution d’un enseignant autrichien * à l’occasion du Jour de deuil national allemand.

Long night of the half-truths or: the concealed guilt                                                         One guilt is constantly being served, the other just as stubbornly swept under the table. In addition, a guest contribution by an Austrian teacher * on the occasion of the German National Day of Mourning.

 

Anlässlich der Gedenkveranstaltungen zum Ende des 1. Weltkriegs/100 Jahre Österreichische Republik im Fernsehen werden die deutsche Wehrmacht und das deutsche Volk erneut nur mit Dreck beworfen. Von den Verbrechen an den Deutschen, weder von diesen nach dem 1. WK noch jenen im und nach dem 2. WK wird nicht gesprochen. Aber scheinbar ist dieses Gedenken wieder ein willkommener Anlass, um den Schuldkult zu befeuern. Sie, das bis heute bestehende Besatzungskonstrukt, hören nicht auf, sie  prügeln das deutsche Volk weiter. Kürzlich wieder im 3 Sat Hauptabendprogramm, zwei Sendungen über Soldaten und Ursachen des 2. WK. Wieder wurde nur von den Verbrechen der Deutschen geredet, und nicht auch von den Verbrechen an den Deutschen, die  lange Nacht der Halbwahrheiten wird fortgesetzt.

Wenn man schon des 1. WK gedenkt, dann sollte man auch einmal von der britischen Seeblockade reden, an der Hunderttausende deutsche/ österr. Männer, Frauen und Kinder verhungerten, vom Massenmord an der deutschen Zivilbevölkerung nach dem Ende des 2. WK durch systematisches Aushungern trotz voller Lebensmitteldepots der US- Army, Verbot von Hilfeleistungen aus dem Ausland;  mehr als eine Million Kriegsgefangene ließ man in den US-Lagern bewusst langsam zugrunde gehen (z. B. Rheinwiesenlager: angeordnetes Massensterben, Verstöße gegen die Genfer Konvention, nach dem sogenannten Kriegsende.Es war kein Kriegsende am 8. Mai 45.

Wie sehr hatten die Deutschen und Österreicher unter der Rache der Sieger zu leiden, kein Wort darüber ist von unseren Politikern zu vernehmen. Nur von “Befreiung” wird ständig gesprochen. Wäre es Befreiung gewesen, hätte man die Gefangenen nach Kriegsende nach Hause gehen lassen. Scheinbar galt für die Befreier: Befreiung = Ermordung, in diesen Lagern des langsamen Todes. Ein Überlebender berichtete, man konnte der Erschießung/Ermordung, oder Folter nur entgehen, wenn man sich in den Kriegsgefangenenlagern möglichst unauffällig verhielt. Dieser Zustand hält bis heute an: Verschonung nur, wer sich möglichst unauffällig verhält. Damals, in den Kriegsgefangenenlagern nach dem 8. Mai 1945 begann die neue Ordnung für die Deutschen. Es hat sich seither nicht viel geändert, nur die Methoden sind perfider geworden. BRD und Österreich – ein fortgeführtes Lager.

Am Sonntag, dem 18. November, ist im US-Protektorat  BRD der Volkstrauertag. An diesem Tag soll auch jeglicher Gewaltherrschaft gedacht werden.  Das heißt, es gibt Anlass, der Gewaltherrschaft in deutschen Landen vom 8. Mai 1945 bis zum heutigen Tag!!! zu gedenken. Denn auch die Umerziehung war und ist nichts anders als Gewalt,  nach welcher laut Stimme eines Experten die geistige Befindlichkeit in Deutschland einen Zustand der Entmündigung erreicht hat”. Diese Entmündigung macht sich seit 1918 in der Weise bemerkbar, dass über den deutschen Volkswillen drübergefahren wird, – und das bis zum heutigen Tag.

Dieses Drüberfahren über die Interessen von Einzelpersonen, sozialen Gruppen oder gar über den Volkswillen gehört zur Demokratisierung” Europas nach 1918. Wie sonst könnte man ein völlig neues Kunstgebilde, diesen Superstaat Europa, gegen den Willen des autochthonen Volkes und gegen jede natürliche Ordnung schaffen wollen? Das Musterbeispiel der Demokratisierung war bereits 1919 die Gründung des Kunststaates und Vielvölkerstaates Tschechoslowakei. Dieser völlig neu errichtete  demokratische Musterstaat gehörte zu der maßgeblich von der USA geschaffenen Nachkriegsordnung in Europa: Er wurde damals schon zu einem ununterbrochenem Konfliktherd. Aber scheinbar gehört es zu gewisser Kräfte Vorstellung von Frieden und Freiheit: Gezielt geschaffenes Chaos, eine Kette von Konflikten bewusst lostretend, im Großen wie im Kleinen,  Völker/Gemeinschaften zu destabilisieren und zu schwächen, damit Volk und Gemeinschaften nicht zur Ruhe kommen und am Ende aller Kräfte die Neue Weltordnung akzeptieren.

Die alliierten Siegermächte hatten beim Umsturz der alten Ordnung Europas 1918 das Selbstbestimmungsrecht der Völker selbst proklamiert und garantiert. Dies, so hieß es später, gelte nicht für die Besiegten, also nicht für Deutschland und Österreich.  Wir gelten immer noch als Besiegte. Eine Erklärung, warum die größte Masse an “Flüchtlingen” Deutschland zugeschanzt werden? In Österreich schweigt man sich über die Zahlen aus. Wurden die Deutschen und Österreicher, das deutsche Volk jemals gefragt, ob es diese Massen überhaupt will? Nein. Der deutsche Volkswille zählt bis heute nicht.

Wieso gelang es Orban, eine Volksabstimmung zur Flüchtlingsfrage abzuhalten? Warum gelingt es den Tschechen, den Polen, der Slowakei und anderen Massenmigration zu verhindern?  Warum wird bei uns in Österreich eine Volksabstimmung durch das neue Regierungsprogramm per Gesetz faktisch verunmöglicht? Wird unsere Entmündigung verschleiert? Eine Volksabstimmung wurde per Gesetz schlau verhindert. Man umgeht somit “demokratisch” das Selbstbestimmungsrecht des Volkes.

Dieses Umgehen des Selbstbestimmungsrechts der Deutschen begann bereits im Jahr 1919 nach dem 1. Weltkrieg: Die Siegermächte schoben dem Anschlussbegehren sofort einen Riegel vor, obwohl nahezu das gesamte  österreichische Volk 1919 einen Anschluss wollte. Man erklärte dem sich auf das Selbstbestimmungsrecht berufenden Staatskanzler Dr. Renner, dass dieses Recht nicht für die Besiegten gelte. Über nahezu ein gesamtes Volk drüberzufahren, sich über den Volkswillen hinwegzusetzen, ist für mich ein Gewaltakt. Es sollte sich nach so vielen Jahren der Mensch doch einmal  die Frage stellen, wer hier am deutschen bzw. österreichischen  Volk wann schuldig geworden ist.

An der Neugründung des Vielvölkerstaates Tschechoslowakei 1919 zeichnet sich schon das Konzept der Neuen Weltordnung ab: Ein Vielvölkerstaat aus Tschechen, Deutschen, Slowaken, Ungarn, Ukrainern,  Juden, Polen und Ungarn, und diverse andere. Drei Millionen Deutsche zwang man von heut auf morgen unter tschechische Oberhoheit. Hier ist schon das oberste Prinzip der “demokratischen” Machtapparate erkennbar:  Beschlussfassung gegen jede natürliche Ordnung, gegen gesunden Menschenverstand und Humanität, die schon bei der Beschlussfassung den Keim andauernder Konflikte in sich trägt.  Drei Millionen Deutsche vom Mutterland zu trennen mit dem Ziel, jahrelange Unruhen, Konflikte zu schaffen, Ausgangspunkt für unzählige Krisen- dies versteht die Neue Weltordnung unter “Frieden und Ordnung”.

Dasselbe Ziel verfolgte man in der Sache mit Danzig und der Abtrennung Ostpreußens vom Reich. Die von den Siegermächten von Versailles bewusst geschaffene Danziger Korridor- Frage, die Abtrennung Ostpreußens vom Deutschen Reich: man wusste in Versailles, dies würde zum Konfliktfall werden. Und tatsächlich wurde es 1939 zu einem der Auslöser des 2. Weltkriegs, und dies wussten die Siegermächte bereits 1919 mit ihrem “Friedensvertrag”, der ohne Beteiligung Deutschlands und Österreichs verfasst worden war. Diese “gewissen” Kräfte, die vorgeben, Frieden und Demokratie in der Welt zu schaffen, sorgen mit ihrem Vorgehen bis heute bewusst für Konflikte, siehe arabische Welt, Naher Osten und Mittlerer Osten.

Bis heute hört man nicht auf, Nazideutschland für alle Schrecken in der Vergangenheit verantwortlich zu machen. So hat sich das Deutsche Reich 1939 durch zahlreiche Zugeständnisse an Polen bis zuletzt bemüht, den 2. WK zu verhindern. Friedensbemühungen von Seiten Deutschlands wurden von der Gegenseite auch später immer wieder abgelehnt. Es ging Letzteren nur um eins: Deutschland und Österreich  zu vernichten, besonders aber Deutschland für immer auszuschalten. Jede Menge Rechtsbrüche wurden von Seite der Siegermächte begangen.  Wieso lebt eigentlich im Identitätsempfinden D/Ö nicht fort, (wie z. B. bei anderen Völkern), was man den Deutschen angetan hat? Weil es durch die Umerziehung ein Denkverbot gibt.

Zurück zur Neugründung der Tschechoslowakei: Die Deutschen des Sudetenlandes im Grenzgebiet zu Deutschland und Österreich kamen gegen ihren Willen zur Tschechoslowakei. Fremdbestimmung mit allen Schikanen. Verbrechen der Tschechen gegen die Deutschen, sie verloren ihre Berufe, Enteignungen, 40 000 deutsche Staatsbeamte aus dem Dienst entfernt, Tschechisch wurde Amtssprache, deutsche Schulen geschlossen und so fort.  Die Siegermächte untersagten eine Volksabstimmung. In einer Denkschrift des tschecischen Staates hieß es:  Der Deutsche als Feind der Menschheit kann das Recht auf Selbstbestimmung nicht nach seinen Bedürfnissen wahrnehmen.” Das war 1919 !!!!, zu der Zeit gab es noch keine Nazis, mit denen man später jedes  Vorgehen gegen die Deutschen legitimierte.  Der Deutsche zum “Feind der Menschheit” erklärt, -und da gibt es immer noch Leute, deren einzige Sorge der Antisemitismus in Europa ist.

20 Jahre Konflikt, materielle Not der Sudetendeutschen, Minderheitendiskriminierung, …für die verfinsterten Gehirne die Idee 1918 vom demokratischen Musterstaat. Es wundert nicht, dass die geplagten Menschen einem Adolf Hitler zujubelten, der Hilfe versprach. Hitlers  Anhängerschaft ist aus dem Mist der eigennützigen alliierten Ideen entstanden. Sogar ein englischer Medienzar schrieb in der Daily mail:  “Ich kann mir nicht vorstellen, dass Großbritannien zwanzig Jahre lang ruhig zugesehen hätte, wie drei Millionen Briten unter der Knute eines durch und durch verabscheuten Volkes leben, das eine fremde Sprachespricht und eine völlig verschieden nationale Weltanschauung hat.“ Die Sudetendeutschen kamen schließlich zum Deutschen Reich, der Preis aber war die zunehmende Isolation des Reiches in der Welt.

Diese Kriegsstrukturen ziehen sich wie ein roter Faden von 1914 bis heute durch die Welt, bis in die zivile Gesellschaft hinein: Bewusst inszenierte, widernatürliche Entscheidungen, die möglichst immerwährendes, nie enden wollendes Konfliktpotential in sich tragen, eine Kette von Konflikten loszutreten, um die Gesellschaft  zu schwächen und zu spalten. Gesteuert? Von wem? Wer sich dagegen zur Wehr setzt, nicht mitspielt, wird vernichtet oder isoliert, sanktioniert. Wer immer glaubt, dass man auf so einem historischen Misthaufen eine gute Zukunft aufbauen kann, der irrt gewaltig. Wir basteln an der Gegenwart, und wundern uns, warum sie nicht gedeihen will. Das Fundament des Zukunftsgebäudes kann nur die geschichtliche Wahrheit sein. Die “lange Nacht der Halbwahrheiten und Lügen” muss ein Ende haben. Das Lügengebäude muss zusammenbrechen wie in  ”Herr der Ringe 3” die Türme des dunklen Herrschers.

*Die Autorin möchte nicht genannt werden.

Zum Thema https://youtu.be/PTOBEp1iRag

Dazu ein Hinweis:  GEDENKVERANSTALTUNG  für die Ermordeten der Rheinwiesenlager in 55559 BRETZENHEIM an der Nahe am 24. November 2018  um 15 Uhr am Mahnmal „Feld des Jammers“.

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