Bundespräsidentenwahl – Nachlese und Ausblick

Election présidentielle – relit et perspective                                                                      Presidential elections – reads up and look out

Alles hat seine Zeit – und Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Erhalten bleiben uns die alten Probleme, zu denen sich neue, größere noch, gesellen werden. In Erinnerung bleibt ein Wahlkampf im Sinne der Kultur des Spektakels mit ihren Plattitüden und Nebensächlichkeiten, etwas garniert mit zuweilen bis zur Selbstverleugnung getriebenem  Opportunismus. Man war eben bemüht, in der Beliebtheitsskala ganz vorne zu landen. Zwischen Angstszenarien  und vorgefaßten Meinungen, auch der jeweiligen Anhänger, hat es dann einer dann doch, wenn auch knapp geschafft. Die Erwartungen an die nächsten Jahre sind jetzt groß, vielleicht zu groß, und so manchem könnte das Grinsen noch vergehen.

Rückblickend erweist sich jedenfalls, daß angesichts der Lage die Ratlosigkeit der Politiker doch zum Greifen nahe ist. Obwohl selbst gelegentlich schöne Phrasen und der an der Leine des Zeitgeistes  geführte Wahlkampf anderes vermuten ließen. Unangenehmes wie die Pläne Brüssels, der Atomenergie vermehrtes Interesse zu schenken oder  die abenteuerliche Anleihen-Politik der Europäischen Zentralbank, die für den Steuerzahler nichts Gutes verheißt, wurden praktisch ignoriert. Und das bei Rekordarbeitslosigkeit und Rekord-Staatsschulden, die der  materiell gut abgesicherten Staatsspitze kaum schlaflose Nächte bereiten dürften, wohl aber  den Jungen ohne Zukunftschancen.

Eine weitere Baustelle, das Thema Bildung, hätte in diesem Wahlkampf erst recht eine Vertiefung verdient, und in diesem Zusammenhang die Verwahrlosung des öffentlichen Lebens und auch des Geschichtsbewußtseins. Und so mancher für den blauen „Vorzugsschüler“ aufgelegte Elfmeter, wurde von diesem ignoriert. Als sich der Grüne für ethnisch und kulturell „Vermischtes“ erwärmte, hätte man gerne gewußt: Multikulti auch in des Grünen Heimat Kaunertal?  Und als derselbe mit 70 Jahre Frieden in Europa hausierte, fielen der Jugoslawien-Krieg ebenso unter den Tisch wie der von der EU-mit angestoßene Ukraine-Konflikt. Nebenbei auch die bürgerkriegsähnlichen Zustände in manchen  Großstädten.

Nicht nur im Krieg, auch in der politischen Arena ist die Wahrheit oft das erste Opfer. Und die Aufrichtigkeit. Vielleicht auch ein Grund, weshalb große Problemlösungskompetenzen bei den Wahlkämpfern nicht wirklich ausgemacht werden konnten, desgleichen keine echten Visionen. Hat wahrscheinlich auch niemand erwartet, und der ORF, der diesbezüglich Anstöße hätte geben können, übte sich lieber im skandalisieren. Es war der neue Kanzler, der bei seiner Antrittsrede  aussprach, was ein zukünftiger Bundespräsident hätte wiederholt und laut sagen müssen: Daß man politische Inhalte nicht durch taktischem Opportunismus ersetzen solle und Menschen auf Grundsätze und Haltungen „brennten“. Sein Wort in Gottes Ohr. Aber, und da gebe ich, allerdings mit Einschränkung, dem Herrn Hofer recht, wichtiger ist, was man tut. So gesehen, werden wir uns in Zukunft noch zur Genüge grün und blau ärgern können?

Hinweis                                                                                                                                             zu einer Veranstaltung, die auch den  neu gewählten Bundespräsidenten  interessieren sollte:

1.Internationales  Symposium                                                                             Kindeswegnahme (Entführung) in Europa – eine kritische Analyse  Zerstörung der Familie durch Kindeswegnahme                            Menschenrechte und Verantwortung                                                                      Samstag, 28 Mai 2016  um 11 Uhr                                                                                           im Grand Hotel Wien, Kärntner Ring 9, 1010 Wien  4.Stock/Raum 4

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Südtirol – Gebt Freiheit, Sire!

Tirol du sud – donnez  liberté, Sire!                                                                               South Tirol – give freedom, Sire!

 

Wenn Pharisäer ihrer nach Selbsteinschätzung hochedlen Empörung Luft verschaffen, ist anschließende Frischluftzufuhr  angeraten. Mit übel riechender Empörung sind diese unter anderem auch dann zur Stelle, wenn ihre  politischen oder ideologischen Gegner in Sachen Selbstbestimmung eines Volkes die Probe aufs Exempel versuchen. Etwa wenn dieselben Autonomie und direkte Demokratie zum Beispiel in Südtirol auf den Prüfstand stellen und dann wegen Negativbefund das Selbstbestimmungsrecht für die Südtiroler einfordern. Umgehend erweist sich dann, daß der einzige Beweis der Demokratie-Heuchler für die Lauterkeit ihrer  Bekenntnisse einzig in ihrer Lautstärke liegt.

Da meinte ein künstlich oder sonstwie empörter Extremkraxler, mit dem Ruf nach der Tiroler Einheit zerstöre man Europa. Wie das? Ein anderer, dieser ein rotgrünes Chamäleon in Erwartung  höherer Weihen, empfindet das Begehren der Südtiroler nach direkter Demokratie als eine EU-konforme „absurde Schnapsidee“. Dieser aus einer nostalgischen Ecke stammende Herr läßt sich augenscheinlich von vergilbten Zentralismus-Sehnsüchten leiten. Aber selbst der nicht nur  in Rom gut vernetzte Südtiroler Landeshauptmann kann sich einem solchem Begehren seines Volkes  nach mehr Freiheit nur verschließen. Muß er vielleicht, wie österreichische Spitzenpolitiker auch. „Graut“ ihnen doch – Ui-jui-jui-au-au-au! – „vor einer Wiederkehr der  Nationalstaaten“. So die Pflichtansage des Trentiner Landeshauptmannes.

Alles liebliche Töne in den Ohren der „One World“ – Strategen. Anderes wollen dieselben nicht hören. Etwa, daß sich  im Süd-Tiroler Landtag inzwischen bereits 11 von 35 Abgeordneten offen für die Selbstbestimmung des Landes aussprechen sollen. Geradezu ignoriert wird eine im März 2014  im Auftrag des Südtiroler Heimatbundes in Italien durchgeführte Umfrage der zufolge von 1012 befragten Italienern  sich 71,8 Prozent für das Selbstbestimmungsrecht der Süd-Tiroler ausgesprochen hatten. Ignoriert wird natürlich auch das in Artikel 1 der UNO-Menschenrechtspakte verbriefte  Recht auf Selbstbestimmung. Übersehen wird auch, daß selbst in Südtirol lebende Italiener bereits die Nase voll haben von Rom.

Gewiß, gewiß, dieses vielgeprüfte Land hat schon schlechtere Zeiten gesehen. Viel schlechtere, aber auch bedeutend weniger Warmduscher. Die Südtiroler Heimat überlebte nur dank  großer Kämpfer und ihrer Förderer. Zu letzteren zählte schon früh auch der Schriftsteller und spätere Emigrant Alfred Kerr. Er schrieb einst:“Das schönste Deutschland liegt am Brennerhang. Uns genommen durch Kriegsrecht, uns geblieben durch Menschenrecht. Keiner kann es entfremden, keiner darf es enteignen. Dies deutsche Sprachland; dies deutsche Weinland; dies deutsche Blumenland; dies deutsche Lichtland. Der Ruf soll ergehn: „Heraus damit! „ –  solange noch unsereins Worte hat; und eine Feder; und eine Sehnsucht; und einen Willen.“*

Das war Ende der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und heute? Heute lobt man mancherorts das Unrecht und die Unterdrückung. Besonders wenn es das Eigene und ganz allgemein das Deutsche betrifft. Könnte ja die verordnete „Harmonie“ in der EU stören, dieselbe sich ja gerade, sehr „friedensstiftend“ natürlich, bemüht, im Schlepptau der Globalisten gegen den Mehrheitswillen allerlei Buntes und Vermischtes zu implantieren und neue Kriege, auch Bürgerkriege,  zu ermöglichen. Doch in Südtirol könnte wider alle grauslichen Quertreibereien etwas gelingen, was richtungsweisend für ein friedliches Europa in Einheit und Vielfalt werden könnte. Wenn nur die Sehnsucht und der Wille noch vorhanden sind.

*Alfred Kerr: „Es sei wie es wolle, Es war doch so schön!“ (S.Fischer-Verlag, 1928)

Zum Thema

Tatsachen über Südtirol: https://youtu.be/ZQPSUkULsXU                                                Südtiroler Feuernacht: https://youtu.be/0uD0-E3KUPQ                                        Verfassungsreform gegen Autonomiepaket: https://youtu.be/ACKe3ntejIw                       Runder Tisch mit Eva Klotz: https://youtu.be/V7n7__jlpFE                                           Autonomie Konvent: https://youtu.be/KMFxcuMKC9w

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„Vor dem Hintergrund unserer Geschichte“

„Dans le contexte de notre histoire“                                                                                      „Against the background of our history“

Diesen 8. Mai beging ein Teil des  offiziellen Österreichs unter anderem  als „Tag der Freude“. Es hätte auch ein Tag der Trauer sein können. Oder, der Wahrheit näher, beides gleichzeitig, wenn, ja wenn die wahre politische Macht im eigenen Lande liegen würde. Doch Vasallen sind zwecks Erhalts der ihnen geliehenen Macht einzig und allein darauf fixiert, vor dem viel zitierten Hintergrund einer auf sieben bzw. zwölf Jahre reduzierten Geschichte, das ihnen anvertraute Volk mit schlechtem Gewissen weiter zu belasten und jede  patriotische Erhebung im Keim zu unterdrücken.

Der obligate Sager  der politisch Korrekten  „Vor dem Hintergrund unserer Geschichte“ scheint dabei alles rechtfertigen zu können. Vor allem, wenn es der Karriere, der  jeweiligen Stellung oder dem Geschäft dient. Daß im Zuge dessen eines der Grundrechte, das Recht auf freie Meinungsäußerung* bewußt- ignoriert oder mit Strafe bedroht  wird, treibt logischerweise keinem einzigen der betroffenen Politiker die Schamröte ins Gesicht. Dazu kommt, daß die Opportunisten unter ihnen vielfach keine persönliche Gesinnung, sondern bloß jene einer Lobby oder Parteiführung vorzuweisen haben.

So konnte auch diesen 8.Mai wieder die  übliche, einem dogmatischen „Absolutismus des Geschichtsverständnisses“ (Ernst Nolte)  zugrunde liegende Ungleichbehandlung (der Opfer) festgestellt werden. Nicht ohne Schützenhilfe dozierender Geschichte- und Geschichtenerzähler, die sich weder durch Unbestechlichkeit der Erkenntnis noch durch versöhnende Arbeit auszeichnen, umso mehr aber Ankläger spielen und, nicht überraschend, extreme Scheu vor der vollen Wahrheit an den Tag legen.

Dank ihnen und eines Großteils der  „Qualitätsmedien“ und Staatspädagogen weiß besonders die junge Generation noch immer zu wenig oder gar nichts vom Bombenterror, dem „geplanten Tod“ oder der „verschwiegenen Schuld“ ** der Besatzer und auch nichts oder wenig vom wahren Ausmaß der Vertreibung (beim Flagellanten Weizsäcker bloß „erzwungene Wanderschaft“),  vom „Töten auf tschechisch“***  und ähnlichen Begebenheiten, wovon uns ein  ehemaliger KZ-Insasse, der ungarische Halbjude Sandor Kovacs,  eine zu schildern wußte.

Kovacs  in Ingomar Pusts Buch „Schreie aus der Hölle ungehört“ (Kopp-Verlag): „Als ich im Mai 1945 auf dem Rückmarsch in meine Heimat in Prag vom Ausbruch des tschechischen Wahnsinns überrascht wurde, erlebte ich ein Inferno menschlicher Armseligkeit und moralischer Tiefe, gegen das meine KZ-Zeit fast eine Erholung gewesen war. Frauen und Kinder wurden bei lebendigem Leib mit Petroleum übergossen und angezündet, Männer unter unvorstellbaren Qualen ermordet. Dabei mußte ich ausdrücklich feststellen, daß sich die gesamte Bevölkerung an diesem Verbrechen beteiligte, nicht nur der übliche Mob. Ich fürchtete mich vor einem deutschen Wiedererwachen. Denn was den Deutschen geschah, ist unbeschreiblich!“

Aber, so meine ich, wir kennen auch kein Volk, daß Freud und Leid anderer Völker wie diejenigen seines eigenen empfindet. Daher ist diese Furcht vor einem deutschen Wiedererwachen alten Musters unbegründet. Ja, es sind schreckliche Verbrechen in diesem Zweiten Weltkrieg geschehen, auf beiden Seiten. Aber warum müssen gerade  die Deutschen als einzige seit sieben Jahrzehnten dem Flagellantentum frönen? Dabei stehen wir in Europa längst vor Problemen, die mit der Festschreibung der sich als  nutzlos erwiesenen „Niemals wieder“ und „Niemals vergessen“ nicht zu lösen sind, sowie dieselben Mahnrufe neue Gewalt nicht verhindern.

Noch  funktioniert die organisierte Gedankenkontrolle der Beherrschten. Aber letzten Endes  sind ständige Ermahnungen und Abschreckung, wovor immer,  keine Erziehungsmittel. Diese büßen ihre Wirksamkeit nach und nach ein. Davon abgesehen, läßt sich die Masse der Zugewanderten damit am wenigsten beeindrucken. Die ganze Wahrheit wird sich also eines Tages ja doch bis in die noch immer breite deutsche Masse hinein durchzusetzen wissen.

Alles Wesentliche und Bedeutende, was in einer mehr als tausendjährigen Geschichte enthalten ist, tritt dann hinzu. Und führt früher oder später im Rahmen eines neuen gesamteuropäischen Ausgleichs- und Verständigungssystems zu neuen Einsichten und Bekenntnissen. Nicht zuletzt zu ausgewogeneren, der ganzen Geschichte gerecht werdenden 8.Mai-Gedenken, so hoffe ich.

*Die Freiheit der Meinungsäußerung ist eine der wesentlichen Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft und eine der Grundvoraussetzungen für ihren Fortschritt und für jede Selbstverwirklichung des Individuums. Dabei geht es nicht nur um „Information“ oder „Ideen“, die positiv aufgenommen oder als harmlos oder als gleichgültig betrachtet werden, sondern auch um Aussagen, die schockieren, beunruhigen oder beleidigen. Das sind die Forderungen des Pluralismus, der Toleranz und Offenheit, ohne die es keine „demokratische Gesellschaft“ gibt.                                       ** „Der geplante Tod“ und „Verschwiegene Schuld“ des Autors James Bacque  (Kopp-Verlag)                                                                                                                                                         ***  DVD – „Töten auf tschechisch“ – Die verschwiegenen Massaker an den Sudetendeutschen (Kopp-Verlag)

Worüber man nicht gerne spricht:

Rheinwiesenlager: https://youtu.be/77QLzCmiF5I

Vertreibung: https://youtu.be/7p1W6HFkK44

Dresden: https://youtu.be/-Nfsstlc6QM

Massenvergewaltigungen: https://youtu.be/jO_qDLsFKrQ

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TTIP – Auf dem Weg in die Sklaverei?

TTIP – En chemin dans l´esclavage?                                                                                                    TTIP – On the way in the slavery?

Seit nunmehr drei Jahren verhandeln EU und USA über ein Freihandelsabkommen. Dieses Abkommen sei vorrangig für die USA, wie Präsident Obama stets betont. Man könnte ihm nachfühlen, schließlich ist die Supermacht nach Bill Gates Worten, der größte Profiteur der Globalisierung. Und möchte es natürlich bleiben. Auf unsere Kosten, zu Lasten unserer Umwelt und unserer Gesundheit, und wie die zuletzt veröffentlichten Greenpeace-Dokumente den lange gehegten Verdacht bestätigen, ist höchste Gefahr in Verzug. Auch was die berüchtigten Schiedsgerichte betrifft.

So ein Abkommen kann natürlich nicht getrennt von der Politik gesehen werden, wie einige TTIP-Verteidiger  aber verlangen. Ja sie meinen gar, die Politik dürfe sich nicht einmischen. Womit mit einer todbringenden Schwächung der Nationalstaaten zu rechnen wäre, souveräne Völker sind ein Hindernis. TTIP ist nichts anderes als ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Sklaverei, kontrolliert und überwacht  von einer Weltregierung der Banken und Konzerne. Und man erreichte damit  die Installierung eines einzigen Souveräns in Gestalt  des internationalen Kapitals.

Nachfolgend die Presseaussendung des überparteilichen österreichischen EU-Austrittskomitees zu den nun veröffentlichten Greenpeace-Papieren:

 TTIP: Nur der EU-Austritt schützt Österreich sicher!

Überparteiliches EU-Austritts-Komitee zur Veröffentlichung streng geheimer Verhandlungspapiere

Zeiselmauer (OTS) – Die Enthüllung der bislang geheimen Papiere über das so genannte Freihandelsabkommen TTIP bestätigt das, wovor Kritiker schon längst warnten: TTIP wird die – ohnehin schon niedrigen – Lebensmittel-, Umwelt-, Konsumenten- und Tierschutzstandards der EU noch weiter senken und Massen an US-Gentechnik- und Klonfleisch-Produkten auch nach Österreich bringen. „Der sicherste und wahrscheinlich einzige Weg, diesem Monsterabkommen zu entgehen, ist der Austritt Österreichs aus der EU. Erst dann kann unser Land als souveräner Staat sein Schicksal wieder in die eigenen Hände nehmen“, erklärt heute Inge Rauscher, die Bevollmächtigte des überparteilichen EU-Austritts-Volksbegehrens, welches letzten Juli von mehr als 261.000 Bürgern unterschrieben wurde.

Mag. Klaus Faissner, freier Wirtschafts- und Umweltjournalist, ergänzt: „TTIP bringt – ebenso wie das EU-Kanada-Abkommen CETA – nur Vorteile für Konzerne wie Monsanto & Co. Es ist vorauszusehen, daß die klein- und mittelständige heimische Wirtschaft sowie die österreichischen Bürger dabei völlig unter die Räder kommen. Unabhängige Studien zeigen dies schon lange: Die Tufts Universität in Massachusetts in den USA errechnete z.B., daß TTIP in der EU 600.000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2025 vernichten und zu Einkommensverlusten von 165 bis zu 5.000 Euro pro Person und Jahr führen werde! Auch Steuereinnahmen und Wirtschaftsleistungen würden erheblich schrumpfen.“

EFTA statt TTIP & EU

Das erfolgreiche EU-Austritts-Volksbegehren des Vorjahres war ein erster Schritt zu mehr Wohlstand, höheren Standards und mehr Unterstützung für die heimische Wirtschaft. Jetzt geht es darum, eine Volksbefragung zum Thema zu erreichen. Als wirtschaftliche Alternative zur EU und zu TTIP & Co gibt es die Europäische Freihandelszone EFTA: Sie besteht aus den Nicht-EU-Mitgliedern Schweiz, Liechtenstein, Norwegen sowie Island und hat nach wie vor aktuelle ausverhandelte Abkommen mit Ländern aus aller Welt. Die Mitgliedsstaaten sind politisch in keiner Weise eingeschränkt, und die Landwirtschaft als besonders sensibler Bereich ist ausgenommen. Im Unterschied zur EU geht es hier wirklich um gute Handelsbeziehungen und nicht um das Niederreißen von jahrzehntelang erkämpften Standards.

Noch mehr Tierquälerei, Ausbeutung und Klonfleisch durch TTIP und CETA!

„Diese streng geheim verhandelten Freihandelsabkommen zwischen der USA, Kanada und der EU würden auch weiterer Tierquälerei Tür und Tor öffnen“, ist Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann der Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT, überzeugt. „Noch mehr Freihandel würde Tiere noch rechtloser machen und noch längeren Transporten aussetzen, was auch umweltpolitisch – in Zeiten des Klimawandels – ein nicht hinnehmbarer Wahnsinn wäre. Zudem würden die in der EU ohnehin nicht allzu strengen Tierschutz-Standards weiter reduziert und auf amerikanische Verhältnisse herabgesenkt werden: Monster-Legebatteriebetriebe ab 1 Mio Tieren, Einzelboxen der Kälber oder durchgehende Kastenstandhaltung bei Muttersauen. Außerdem würden uns dann chemische Zusätze und Verfahren in der Lebensmittelproduktion – u.a. die hierzulande in der Landwirtschaft noch verbotene Gentechnik – `beglücken`, ohne Chance dagegen zu klagen! Noch extremere Massentierhaltungen und Tierfabriken wären die `Gewinner` und das seit EU-Beitritt ohnehin immens gewachsene Bauernsterben würde noch weiter verstärkt.“

Wachstums-Hormone und Antibiotika sind in Amerika erlaubt, um eine noch höhere Milchproduktion oder noch schnelleres Wachstum bei den bereits jetzt extrem ausgebeuteten „Nutztieren“ zu erzwingen. Das berühmt gewordene „Chlorhuhn“ kaschiert durch Abtötung von Keimen nach der Schlachtung lediglich noch engere, brutalere und unhygienischere Haltungsbedingungen während der Mastzeit. „Die Lobbys der Fleisch-Industrie wollen das alles `dank` TTIP & CETA auch für den EU-Markt erreichen. Ähnliches gilt für Klonfleisch: Dieses ist in den USA schon jetzt ohne Kennzeichnung in den Regalen, die EU-Kommission möchte dasselbe zumindest für die Nachkommen von Klontieren durchsetzen“, so Dr. Plank abschließend.

Die Mitglieder des überparteilichen EU-Austritts-Komitees fassen zusammen: „Bei TTIP und CETA geht es in Wirklichkeit vor allem um den Abbau aller Standards, egal ob es sich um Umwelt, Lebensmittel, Tierschutz oder Soziales handelt; um private Schiedsgerichte, durch die große Konzerne Staaten verklagen können, weil sie durch strengere Gesetze weniger Gewinne machen würden; um die Prüfung aller neuen Gesetze auf Wirtschaftlichkeit: im sogenannten „Rat für Regulatorische Kooperation“ bekommen Konzerne Gesetzesentwürfe vor den Parlamenten zu Gesicht; und nicht zuletzt geht es um industriefreundliche Zulassungsverfahren: Nicht mehr das Volk oder Politiker würden über die Zulassung entscheiden, sondern alleine Wissenschaftler, die meist eng mit Konzernen zusammenarbeiten bzw. sogar von diesen finanziert werden.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Klaus Faissner
Dr. Franz-Joseph Plank                                                                                                                office@animal-spirit.at
www.eu-austritts-volksbegehren.at

Zum Thema

Greenpeace zu den Veröffentlichungen                                                                                  https://youtu.be/6hDm8DG5h_s

TTIP und Obama                                                                                                                            https://youtu.be/MQNZLuB6Utc

EU-Austrittsvolksbegehren-Interview                                                                                         https://youtu.be/-bFiyJbTdrU

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Integration der Weg, Desintegration das Ziel

Integration le chemin, désintégration la destination                                                     Integration the way, desintegration the destination

In seinem berühmten Buch „Über die Entstehung der Arten“ schrieb Charles Darwin, es gebe Fälle „in denen eingeführte Pflanzen sich in kaum zehn Jahren über ganze Inseln verbreitet haben“. Ähnliches wußte man bald auch von Tierarten zu berichten. Die Neuen kamen ins Land und schlugen, begünstigt  durch besondere Umstände wie die Fähigkeit zu schneller Ausbreitung und zur Reproduktion sowie das Fehlen äußerer Feinde, ihre Wurzeln. Biologische Invasion inzwischen als ein globales Phänomen.

Nicht immer aber gehören die ansässigen Arten und ihre Umwelt zu den Gewinnern dieser Art von Globalisierung, eigentlich immer seltener. Daher ist dort, wo durch  biologische Invasoren autochthone Arten und Naturschätze zu verschwinden drohen, rasches Handeln ein Gebot der Stunde. Artenschutz beginnt im jeweiligen Heimatbiotop, sagen sogar Grüne, sie wollen es aber in keinem Fall auf den Menschen angewandt wissen.

Versucht man es trotzdem, so wird es gefährlich. Man begibt sich auf ein semantisches Glatteis, wo Zensoren darauf bedacht sind,  einen zu Fall zu bringen. Denn im Reich des Homo sapiens hat es nach gutmenschlicher Einschätzung, eigentlich Einbildung, ohne Belang zu sein, wer zuwandert. Die Tüftler eines globalen Miteinanders haben dazu ein Zauberding in der Hand, und dieses heißt Integration. Danach soll es „Uns“ und „die Anderen“ eines Tages einfach nicht mehr geben.

Der Migrant hat keine Bringschuld mehr, die Gesellschaft  ist „als heterogene , vielfältige Gemeinschaft aller, in die alle bedingungslos einbezogen sind“, neu zu denken. Fragen nach typischen Merkmalen oder Verhalten einzelner oder einzelner Gruppen werden mit viel Aufwand an Einschüchterung und hasserfülltem Aktionismus als rassistische oder  faschistische zurückgewiesen. Der  vermeintlich einzig richtigen politischen Überzeugung, ein Dogma, wird der Vorrang vor wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Tagesrealität eingeräumt.

Diese Realität  hat allerdings inzwischen ein Stadium erreicht, das zumindest die vorerst  noch wenigen Einsichtigeren unter den einäugigen Gutmenschen wenn auch mit zusammengebissenen Zähnen zur Kenntnis nehmen wollen. Auch weil dasselbe Stadium den Vormarsch bestimmter Parteien begünstigt. Die aus Gründen des Selbsterhalts längst erforderliche Ausrufung des Notstandes scheitert jedoch an Schönrednern, Bedenkenträgern und Hosenscheißern.

Doch Bandenkriege, Schutzgeldmafia, Vergewaltigungen, Raubüberfälle, Jugendkriminalität und  Drogenhandel entsprechen so wenig wie Sozialmißbrauch oder  Einschleppung von Krankheiten durch Illegale  jener Bereicherung, die uns Politiker und ihre pseudowissenschaftlichen Zuarbeiter versprochen haben. Im Gegenteil, es führt ins totale Chaos. Ausgerechnet ein Migrantenkind, die algerischstämmige Schriftstellerin Malika Sorel, bringt das Problem auf den Punkt, wenn sie sagt, in Wirklichkeit seien die Inländer (aus ihrer Sicht die Franzosen) die wahren Opfer der Einwanderung. Und in dem Ausmaße, in dem diese erfolgt ist und weiter stattfindet, ist Integration nirgendwo mehr möglich.

Dazu weiß eine alte Volksweisheit: wer kommt, ohne vom Hausherrn eingeladen zu sein, für den ist das Haus bald zu eng und ein solcher  erwartet, daß der Eigentümer es ihm überläßt. Aber das scheinen irrlichternde  Politiker, Integrationsfetischisten und linksliberale Bobos, denen mehr als hundert verschiedene Nationalitäten unter einem Dach nicht genug sind, noch nicht kapiert zu haben. So wenig wie  gut behütete liberale und  konservative bürgerliche Stadtbewohner bereit sind, ihren Allerwertesten hoch zu heben, um von ihren liberalen Träumereien Abschied zu nehmen.

Immerhin, der belgische Justizminister sagt, was in Zukunft Sache sein wird: „In absehbarer Zeit werden in Europa praktizierende Muslime zahlreicher sein als Christen“. Doch, so ist er überzeugt, die Europäer seien sich dessen nicht wirklich bewußt. So scheint es in der Tat. Da mag man noch so die Menschenrechte oder das Asylrecht strapazieren, damit wird unsere Lage nicht verbessert, auch nicht mit verallgemeinernden Aussagen à la Kardinal Schönborn: „Wir dürfen nicht vergessen, was wir von den Migranten an Werten geschenkt bekommen“. Weiß der gute Hirte nicht, was im Land los ist?

Und wenn jetzt der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes meint, Österreich sei durch die faktische Entwicklung zum Einwanderungsland geworden, also nicht „freiwillig“ oder „selbstbestimmt“, dann heißt das, wir haben das ganze ohne Widerstand über uns ergehen lassen. Wenn derselbe gute Mann  „aus Notwendigkeit, Dringlichkeit und aus Liebe zum Menschen“  zum Handeln auffordert, dann hat er natürlich nicht uns, die wahren Opfer, sondern die Masse der meist illegalen Einwanderer, denen die Herzen der Sozialromantiker und guten Hirten nur so zufliegen, im Sinne.

Nicht ohne Hintergedanken, denn, so sein Generalsekretär, es gelte „neue Kundengruppen zu erschließen“. Und so auch Überlegungen der  Kirche und von Parteien. Ähnliche Hintergedanken werden  auch beim Pensionsgespenst eingesetzt, um den Widerstand gegen massive Umvolkung zu brechen. Bei dem von der deutschen Industrie ausgerufenen Facharbeitermangel, der sich jetzt als Schimäre herausgestellt haben soll, ging es darum, das Facharbeiter-Angebot zwecks Lohndumping entsprechend zu vergrößern.

Fasziniert von ideologischer Korrektheit die einen, von materiellen Vorteilen die anderen, von Coudenhove-Kalergies Ideen berauscht noch ganz andere,  will man der Mehrheit einreden, daß die in der Evolution angelegte Natur des Menschen, sich abzugrenzen und sich mit seinesgleichen zusammenzuschließen, dem Europäer nicht gut anstünde  und  durch einen von Toleranz geprägten, kulturelle und biologische Fakten ignorierenden Verzicht darauf, eher dem menschlichen Fortschritt diene. Inländerechte  ade?

Meine bescheidene Frage:  Aber scheitern alle Europäermacher nicht doch zuletzt an der Biologie? Ohne jemand beleidigen zu wollen, dazu ein drastischer Vergleich: So wie ein Esel, dem man Eidotter statt Disteln und Kraut aufdrängen wollte, danach keine Eidotter gebiert, sondern wieder nur einen Esel, wie Egon Friedell einmal gemeint hat, so würde auch das zehnte Kind einer vor wenigen Jahren in Österreich zugewanderten afghanischen Familie** nichts anderes als ein Afghane sein (wollen). Und dieser wird sehr stolz auf seine Herkunft sein.

Zwar bleibt auch ein umerzogener Deutscher ein Deutscher, doch anders als viele Autochthone in Österreich und in der Bundesrepublik Deutschland haben eben zugewanderte fremde Ethnien keine Scheu sich zu ihrer Nationalität zu bekennen. Und das ist ja gut so. Etwa auch Edita Malovcic, serbisch-bosnische Schauspielerin und Sängerin: „Ich stehe auf meine Herkunft“ .

Im ZdF –Info meinte ein „Flüchtling“ aus dem Orient, dem die Multikulti-Unterkunft nicht behagte: „Jede Nation hat ihre eigene Kultur. Die Menschen sollten nach Nationalitäten in den Häusern getrennt werden. Nicht alle passen zusammen.“ Anscheinend hat so einer mehr im Hirn als  alle unsere supergescheiten „Diversity“-Pharisäer, die es möglicherweise „geil“ finden, wenn Menschen aufeinander los gehen.

Merke: Ein dauerhaftes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, noch dazu in größerer Anzahl, wird auch im günstigsten Fall schon allein deshalb verunmöglicht, weil  jene Grundwerte, die uns bisher als unersetzlich galten, von den verantwortlichen gesellschaftlichen und politischen Eliten längst in Frage gestellt und ausgehöhlt wurden. Man tabuisiert und relativiert daher lieber und schafft sich „aus Liebe“ zu den Fremden  selbst ab, während die zugewanderten Ethnien ihren natürlichen Ethnozentrismus ausleben (dürfen).

Ja sie werden darin von den edlen Migrantenflüsterern und Einbürgerungsmeistern auch noch bestärkt, dieselben aber der Mehrheit deren  Bestehen auf ihre natürlichen Rechte und Bedürfnisse als Faschismus oder Rassismus ankreiden, gelegentlich auch schon auf gewalttätige Art und Weise  ahnden. Politisch-ideologische Heimtücke und Heuchelei als politische Lebensregel? Auf Dauer kann das nicht gut gehen: Zuviel geheuchelte Humanität tötet Humanität, zuviel mißlungene Integration fördert Desintegration, endet mörderisch.

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* Bis 2030 werden aus 100.000 Asylwerbern 4,6 Millionen, schätzt Thilo Sarrazin.

**Diese zehnköpfige Familie aus Afghanistan bezieht im Traumland Österreich 5682.-Euro an Mindestsicherung und Familienbeihilfe, dazu eine Gemeindewohnung und zusätzlich  zweimal 1285 Euro für zwei behinderte Kinder. Jetzt muß noch ein achtes Kind her, dafür soll der Steuerzahler auch noch die Kosten für die künstliche Befruchtung tragen. .

Zum Thema

Hintergründe

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/11/22/hintergrunde-der-europaischen-integrationsbewegung/

Deutschland gehört Allah

https://www.klagemauer.tv/

Migrantenkrawalle Paris

https://www.youtube.com/watch?v=a0Hsqe6g_4U

Integration fehlgeschlagen

https://youtu.be/KRpomHr1ndk

Neues Schweden

https://vimeo.com/150271055

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Politiker und Parteien in populistischen Zeiten wie diesen

Politicien et partis aux temps populistes comme celui-ci                                       Politician and parties in populist times like this

Der Niedergang der alten Parteien in Westeuropa ist nicht mehr zu übersehen, er zeichnete sich aber für interessierte Beobachter schon vor wenigen Jahrzehnten ab. Nun hat es auch zwei österreichische Vertreter dieser Politsaurier ordentlich erwischt. Nicht übersehen werden darf allerdings,  daß rein altersmäßig auch die Freiheitliche Partei Österreichs nicht mehr ganz so taufrisch ist. Sie wird daher, sollte sie den nächsten Kanzler stellen, noch beweisen müssen, daß sie wirklich ganz anders ist als die anderen, also nicht ausgelaugt, nicht ermattet und auch nicht ziellos, vor allem aber nicht korrupt. Wobei derzeit für Außenstehende noch  unklar ist, welche Ideologie  ihr „Chefideologe“ und Programm-Mitschreiber vertritt und ob er insgeheim diese Funktionen auch als Bundespräsident ausüben möchte. So zwischen Band durchschneiden und Orden verleihen.

Angesichts der Erwartungshaltung der Mediengesellschaft und des allgemeinen Desinteresses für langweilige Programmwälzer, schiene ein solches Unterfangen, bis jetzt zumindest, doch wenig sinnvoll und als  reine Zeitvergeudung. In diesem Sinne waren anscheinend auch die während des Wahlkampfes von den meisten Kandidaten ausgesandten Botschaften mit Trivialcharakter  zu verstehen. Aber werden „Gags“  und gefällige „Statements“, die sich mangelnder Intellektualität wegen jedem kritischen Schlagabtausch  entziehen, in Zukunft noch der  Weisheit letzter Schluß sein können? Man merkt es ja schon: die  Lust  an innerparteilicher Kritik  schießt da und dort bereits ordentlich ins Kraut. Sind doch die  jeweiligen Parteivorsitzenden längst nicht mehr Programm genug, und Abspaltungen und/oder Neugründungen nicht mehr undenkbar.

Und nun merkt man, unabhängig davon ob die jetzige Begeisterung bei den Freiheitlichen nur ein kurz- bis mittelfristiges  Aufflackern ist oder nicht, daß auf der Gegenseite in weiten Kreisen die Leidenschaft und der Optimismus passé zu sein scheinen. Bis auf weiteres jedenfalls. Es war ja auch nicht zu übersehen, daß die Kandidaten von Rot und Schwarz, im Gegensatz etwa zum blauen Herausforderer,  eigentlich recht grau und müde, ja in gewisser Weise sogar melancholisch wirkten. Was phasenweise auch auf den selbsternannten rotgrünen „Heimatschützer“ zutraf. Ob also die gedemütigten Roten und Schwarzen  noch in der Lage sein werden, den jetzt nötigen Antriebstoff für Aktivisten und Wähler zu liefern, steht erst einmal in den Sternen.

Ebenso  muß sich erst erweisen, daß die freiheitliche Führung ihrerseits jene nachhaltigen Sinnbotschaften aussenden kann, die dazu beitragen müßten, den jetzigen Erfolg zu prolongieren und zu verfestigen. Das sollte aus jetziger Sicht eigentlich nicht allzu schwer sein, vor allem wenn  die beiden Koalitionsparteien weiter so dahin dümpeln und keinen „Relaunch“ (VP-Chef Mitterlehner) schaffen. Allen Parteiführungen müßte ohne Ausnahme aber klar sein, daß das Telepublikum endlich nationale Verantwortung und gemeinwohlfördernde Ernsthaftigkeit erwartet und nicht Spaß und „Event“ zur Ablenkung oder Absurdes  zum Aus-der-Haut-fahren. Leider ist zu befürchten, daß, egal welche Regierung am Ruder ist bzw. sein wird, dem  aufkommenden politischen und ökonomischen Sturmtief erst recht vermehrt bloß mit „Show“einlagen begegnet werden würde. Den ganz tiefen und weitgehenden Schnitt oder Eingriff traut man sich ja nicht zu. Dafür gäbe es ja auch keinen Orden von den Globalisierern.

Wir können also bei allen unseren Betrachtungen des politischen Geschehens kaum mehr übersehen, daß  sich etablierte Politiker und ihre Parteien längst beinahe widerstandslos  in das  System der  grauen Eminenzen des globalen Kapitals  einbetten haben lassen und von diesen in für ein Volk verhängnisvoller Weise abhängig geworden sind. Der politische  Handlungsspielraum unserer Politiker wird somit nicht nur durch die EU, die ja ihrerseits „part of  the game“ ist,  begrenzt. Nur jene Aufsteiger, die sich an die  Spielregeln halten und sich  in den vorgegebenen Gestaltungsrahmen einfügen, werden in die Nähe der Macht vorgelassen. Nicht selten werden Politik-Anwärter schon frühzeitig in Stellung gebracht, wobei ihre Korrumpierung bereits ab diesem Zeitpunkt erfolgt sein kann.

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Auch wenn bei neu gegründeten oder neu organisierten Parteien eine gewisse Eigendynamik und Unabhängigkeit eine zeitlang möglich ist,  endet so manche, infolge fataler, oft fremdbestimmter Personalauslese und durch die Annehmlichkeiten der Macht und des Geldes angelockt, irgendwann doch als Systempartei. Das heißt, sie landet früher oder später im Prokrustesbett ihrer Gönner,  in dem sie den Rest ihres spezifischen Ethos hingeben darf. Womit sich die Forderung nach einem anderen System und Parteien neuen Zuschnitts von selbst ergibt

Anhang

Chefideologe Hofer: Israels Lebensinteressen als Parteiraison

So wie für Merkel und ihre CDU  die Verteidigung der Lebensinteressen Israels zur Staatsraison gehört, so scheint dieselbe Verpflichtung jetzt Teil auch der blauen Parteiraison zu sein. Was allerdings viele als einen Freibrief für Landraub und die Unterdrückung der Palästinenser sehen. So gesehen sind die Äußerungen des „Chefideologen“ Norbert Hofer sehr befremdend, die, laut ORF (http://orf.at//stories/2329328/), unter anderem lauten:

„Aufhorchen lässt Hofer auch mit dem Vorschlag, den für Ende März geplanten Wien-Besuch des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani auszusetzen, „bis der Iran das Existenzrecht Israels anerkennt“. Es sei ein Fehler gewesen, im Rahmen des in Wien geschlossenen Atomdeals mit dem Iran „nicht auf eine Anerkennung Israels durch den Iran zu pochen“, sagte der FPÖ-Politiker.

Die FPÖ muss eine Partei sein, die Freundschaft zu Israel pflegt“, unterstrich Hofer mit Blick auf die Vorbehalte israelischer Politiker gegenüber seiner Partei. Zugleich sprach er sich klar gegen antisemitische Tendenzen aus, die man „im Keim ersticken“ müsse.

„Jeder, der nach Österreich kommt, muss wissen, dass es keine Toleranz für Antisemitismus gibt, auch aufgrund unserer Geschichte. Denn Österreich trägt eine erhebliche Schuld an dem, was passiert ist“, sagte der Präsidentschaftskandidat. In diesem Zusammenhang sprach sich Hofer auch erneut für eine Beibehaltung des Verbotsgesetzes aus. Österreich sei „noch nicht so weit“, es streichen zu können.“

Zu seinem Schwenk in der Verbotsgesetz-Frage hatte ich mich schon geäußert. Österreich ist noch nicht so weit, es zu streichen, sagt der blaue Vorzugsschüler jetzt. Daß er aber nun als Präsidentschaftskandidat zusätzlich unsere Neutralität ignoriert, die Parteispitze eine fragwürdige Freundschaft zu religiösen Ultras, Rassisten, wie  Kreisky sie nannte, in Israel pflegt und nachträglich quasi die Kollektivschuld ausgräbt, ist schon beachtlich. Unter diesem Gesichtspunkt und unter den zu vermutenden freundschaftlichen Bedingungen könnte  uns eine blaue Regierungsbeteiligung noch ganz schön teuer zu stehen kommen. Ich weiß, in Zeiten des Erfolges wird auch Kritik im Keim erstickt. Das war schon unter Haider so. Das Ergebnis ist bekannt.

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Österreich wählt ein neues Staatsoberhaupt

Autriche élit un président                                                                                                   Austria elect a President

Als Konstantinopel kurz vor dem Fall stand, debattierten in der eingeschlossenen Metropole  christliche Theologen darüber, welchen Geschlechts die Engel seien. Jahrhunderte später, da schon halb Europa den sprichwörtlichen Bach hinunter geht, hatten Kandidaten für das Amt eines österreichischen Bundespräsidenten nichts anderes zu tun, als die Schar der TV-Gaffer  mehr schlecht als recht zu unterhalten.

Man ist versucht, die alpenländische  „Show“  als Satire zu sehen, damit wird sie erträglicher. Ich weiß schon, dazu gibt es geeignete Kabaretts, aber als tragisch-komischer Offenbarungseid einer führerlosen Gesellschaft eignet sie sich immerhin. Es darf daher angenommen werden, daß uns der nächste Präsident nach seinem späteren Ausscheiden,  so wenig abgehen wird wie sein Vorgänger,

Auch in der letzten TV-Runde hatte  sich, aus meiner Sicht natürlich, kein einziger Kandidat als herausragende, mutige Persönlichkeit profiliert. Auch wurde, den Erfordernissen der Zeit entsprechend, kein einziger hoffnungsspendender oder  das Land rettender Gedanke formuliert. Ich nehme daher in meinen kurzen kritischen Anmerkungen keinen Anwärter auf das höchste Amt aus und beginne in der alphabetischen Reihenfolge:

Irmgard Griess

Die angesehene, aber etwas distanziert und kühl wirkende, gewiß intelligente und gebildete  Juristin mit allerdings wenig einnehmender Stimme würde wahrscheinlich als Oberlehrerin der österreichischen Nation das Amt ausüben wollen. Auf Gender- und politisch korrekter Linie wandelnd, ist sie für Homo-Ehe, Einwanderung, Berufsheer, EU und atlantisches Bündnis. Damit wird in diesem Fall die Frage aufgeworfen: was ist Intelligenz eigentlich, und was Bildung?

Norbert Hofer

Nach seinem Verbotsgesetz-Umfaller  leistete sich der blaue Hoffnungsträger einen neuerlichen Schwächeanfall. Zwar weiß er von Kroaten, Ungarn und Roma im Burgenland, aber dann, nach Sekunden der Verunsicherung, zaubert er beinahe stotternd auch „die…die Volksgruppe der Deutschsprachigen“ hervor. Also keine Deutschen oder Deutschösterreicher im Burgenland? Sich übrigens zur österreichischen Nation bekennen, ohne auch die deutsche Kulturnation als leitkulturschaffende gleichberechtigt neben der Staatsnation hervorzuheben, war ein weiteres Versäumnis. Für das Amt eines  österreichischen Staatsoberhauptes oder auch Kanzlers ist er aber dadurch bestens geeignet.

Rudolf Hundsdorfer

Die etwas arrogante Art des Partei- und Gewerkschaftsapparatschiks wie sie, nebenbei bemerkt, bei aus ähnlichen sozialen Verhältnissen stammenden  Leuten mit  ähnlicher Karriere  schon in der Vergangenheit feststellbar war,  ist daher so überraschend nicht. Da Hundsdorfer,  wie schon einmal festgestellt, früher einmal ein wichtiges Dokument ungelesen unterschrieben haben soll, müßte er eigentlich der Wunschkandidat einer jeden Regierung sein.

Andreas Khol

Der Erzkatholik und alte Partei-Haudegen mit Denglisch-Abzeichen („Keep Khol“) am Rock und Sympathien für den Islam („…gehört zu Österreich“) und ebenso viel für die Türkei, hat eine Vorstellung von der Zukunft:  Seine Frau soll schon gut türkisch sprechen. Aber immerhin, er ist gegen TTIP, zumindest jetzt vor der Wahl. Er begeistert nicht wirklich, wenn auch weniger einschläfernd als der nächst Genannte. Ein Auslaufmodell.

Van der Bellen

Der Herr Professor, dem man im Gehen die Hose flicken könnte, aber schnell genug zur Stelle war, als es um dieses lukrative Amt ging, ist als Rot-Grüner natürlich für die zentralistrische und undemokratische  EU und hat, nach eigener Aussage, noch nie ein schlechtes Wort über die NATO gesagt. Er  ist für TTIP, für Türkeibeitritt und Überfremdung  („Ja wir sind eine Ausländerpartei“)-  und er ist nicht zuletzt für ein Berufsheer, am liebsten unter UN-Kommando. Ein komischer Kauz jedenfalls.

Richard Lugner

Der  um den Wirtschaftsstandort Österreich besorgte Ex-Baumeister entsprach den Spaßanforderungen dieses Wahlkampfes  noch am ehesten, da war er schließlich in seinem Revier. Er konnte sich selbst darstellen. Daß er von allen Kandidaten noch am ehrlichsten wirkte und als einziger den Frauen, statt in Heeresuniformen zu schlüpfen, das Kinderkriegen empfahl, spricht keineswegs gegen ihn. Im Amt, in das er zwar nicht gewählt werden wird, hätte er die Lacher sicher auf seiner Seite.

Konstantinopel ist gefallen, Österreich und ganz Europa wird es ähnlich ergehen, wenn die Europäer insgesamt nicht wie ein Mann gegen das  hereinstürmende Unheil aufstehen und die dafür verantwortlichen Schlafwandler zum Teufel jagen. Daß die genannten Kandidaten an unserer Lage keineswegs etwas ändern können und die meisten das gar nicht zu wollen scheinen, ist eine Sache. Daß sie ihre Ohnmacht  ungerne zugeben oder  ihre status quo-Einzementierung gar weiter treiben, ist eine andere Geschichte. Sollte, was ich nicht glaube, einer oder eine dann im Amt doch noch über sich hinauswachsen, dann wäre das immer noch zu wenig, wenn nicht das System, das uns als Konsumsklaven und Globalisierungsopfer am Nasenring führt, in Frage gestellt und überwunden wird.

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