Staat und Gesellschaft: Großer Austausch und Ersatz

 

 Etat et Société: Grand remplacement et substitution

State and Society: Great exchange and substitute

 

Was Nietzsche den Riesen Zufall nannte, dürfte heutzutage auf  bestimmte in verkehrter Richtung ablaufende Ereignisse ganz  und gar nicht zutreffen. Nichts geschieht durch Zufall, dahinter steckt meist eine auf ein bestimmtes Ziel  hin ausgerichtete Absicht. Denn nichts kann ohne Ursache existieren, ja selbst der „Zufall“, so es ihn gäbe, nicht. So wie ja auch alles was wir heute an vom Natürlichen abweichenden  oder  allgemein bedrohlichen Vorgängen in Einzelfällen wahrnehmen, nicht einzig und allein einer geistig-spirituellen Krise anzurechnen ist.

Die registrierten Ereignise können nämlich durchaus, und das  in zunehmendem Maße, als fragmentarische Manifestationen des ideologisch unterfütterten Strategie-Ganzen eines neuen Utilitarismus gesehen werden. Von da ausgehend erfolgt sichtbar ein im Staat und auf allen gesellschaftlichen Ebenen vor sich gehender  umfassender Austausch und auch schon Ersatz. So als gelte es, alles auf den Kopf zu stellen, alle festen Standpunkte zu schleifen, alles Traditionelle zu ersetzen, nicht zuletzt das Volk. In dem Verwurzeltes durch Wurzelloses  ersetzt wird, kommt es natürlich  zu vermehrten Störungen des europäischen Geistes, der Gefahr läuft, auf die Liste bedrohter (Geistes-) Arten gesetzt zu werden.

Homo-Ehe und  Fremden- statt Nächstenliebe  – gesinnungsethisch aufgemotzt und auch staatlich gefördert  –  haben dabei  ihre gleichen einflussreichen Betreiber: Vor allem intellektuelle Mittelschicht und politische Geisterfahrer gehen da mit Finanzelite, Kirchen- und Wirtschaftsführern, auch käuflichen Wissenschaftlern,  ein Stück eines verhängnisvollen  Weges gemeinsam. Der europäische Mensch am Ende dieses Weges in jeder Hinsicht nur mehr vermischtes, wenig intelligentes Produkt mit Ablaufdatum?*  Ein, wie  der Publizist Thor von Waldstein es nennt,  „Agglomerat willkürlich zusammengewürfelter Passinhaber mit und ohne Migrationshintergrund“?

Folgerichtig droht, auch wenn jeder einzelne der Verkehrtherum-Vorgänge in Staat und Gesellschaft Grund zu großer Besorgnis gibt, von der Migrations-Front gewiss jene Gefahr, der auch die Mehrheit ihr größtes Augenmerk derzeit zuwendet. Was auf uns noch zukommen könnte ist in der Tat schier beängstigend, auch weil besonders am Rande so manches Politiker-Verstandes nach wie vor  der Wahnsinn lauert. „Doch Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.“ (Berthold Brecht) Wir sind so weit, daher unsere vorrangige Aufmerksamkeit diesem Verhängnis.

Von Bubi Macron bis zu  Mami Merkel wird  der große Austausch ja heimlich forciert, und man wählt sie dennoch. Niemand im dekadenten Westen des Kontinents zieht die Reisleine. Durch die Bank wird da nur herumgeeiert  und  da und dort mit vereinfachenden Erklärungsmustern  und  viel Polit- Show (Mittelmeer-Route sperren, radikale Islamisten  abschieben usw.) nur  Wählerfang betrieben. Mit Erfolg bisher. An die Wurzel des Übels, Fremdbestimmung unter anderem auch,  traut sich kein politisch Verantwortlicher heran.

Dabei gab es frühzeitig kritische Stimmen hinsichtlich eines gefährdeten Europas, etwa zum Vormarsch des Islam auch. Bereits 1973 soll der spätere Bundespräsident Walter Scheel, gemeint haben, die historische Rolle Spaniens sei es, Europa vor dem Ansturm des Islam zu schützen. Wurde verabsäumt. Und selbst der letzte große Sozialdemokrat, Helmut Schmidt, war ja nicht gerade begeisterter Überfremder. Man ahnte die Folgen, ließ aber die Zeit verstreichen.  Bis heute. Am 30. September vorigen Jahres schrieb Il Giornale: „Das römische Reich ging unter, weil es zu wenig Geburten und zu viele Ausländer hatte“. Sollte jeder Gebildete längst wissen. Allerdings war man damals noch nicht so verblödet, an den  Grenzen des Reichs Willkommen-Partys zu veranstalten.

Völlig zu recht sieht „Wutbürger“  Hermann Mitterer in diesem Zusammenhang  einen entgrenzten  Liberalismus als Sicherheitsbedrohung Europas. Und so mancher Politiker, der sich heute mit liberalen Federn schmückt,  ist nichts anderes als ein Prophet eines finanzoligarchischen Säkularismus, der unsere Zivilisation untergräbt und zerstört.  Doch bleibt ein solches Amt nicht ganz unbelohnt: denn  je größer der Dachschaden, desto schöner die Aussicht zum politischen Himmel bekanntlich. Derselbe  sich allerdings nach einem „Crash“ oder einem Migranten-Tsunami  rasch verdunkeln könnte. Noch scheint die Sonne, und das trügerisch auch anderswo.

So ließ kürzlich der Kabinettsdirektor des algerischen Präsidenten im TV-Sender Ennahar mit seiner Meinung über schwarze Migranten in seinem Land  aufhorchen: Diese Fremden mit illegalem Status sind eine  Quelle von Verbrechen, Drogen und mehrerer anderer Übel. Ein Rassist an höchster (staatssozialistischer) Stelle oder bloß Sprachrohr einer Mehrheit im Lande, die sich Schwarzen gegenüber, um es milde auszudrücken, stets reserviert gezeigt hat?

Und wie es eben so ist, hatte einst am anderen Ufer des Mittelmeeres der große De Gaulle seinerseits keine besonders gute Meinung von Muslimen.** Natürlich war er kein Rassist, aber deshalb nicht frei von Vorurteilen, die ja auch hilfreich sein können. Zum Beispiel im Falle einer unbeschränkten Zuwanderung mit anschließender Kolonisierung. Wer einer solchen huldigt, hat zumindest ein großes Illusionsbedürfnis.

Wenn wir nun Vorurteile, ob berechtigt oder nicht, einmal beiseite lassen und uns eingedenk dessen, was ist,  dem eingangs Angesprochenem wieder zuwenden, dann wird doch klar, dass  Umvolkungs-Strategen und Gender-Ideologen etwas gemeinsam haben: sie ignorieren bewusst naturwissenschaftliche Fakten, Völkerrecht  und die Lehren der Geschichte. Sie sind anscheinend entschlossen, unser genetisches  Erbe  zu manipulieren und die europäischen Identitäten und Völker  der ökonomischen Nützlichkeit und/oder einer fiktiven Ideologie zu opfern.

So entspricht etwa dem Frau-gleich-Mann-Dogma jenes das da lautet, Ausländer ist gleich Inländer oder Bunter  ist gleich Weißer. Insofern  ist es auch nicht verwunderlich, wenn dann der Staat, der die sterile Homo-Ehe zulässt, auch sonst die Grenzen öffnet.*** Aber sämtliche Grenzen, ausgenommen die der Meinungsfreiheit, in einer Zeit überschreiten, wo der geordnete Rückzug auf das Eigene und das Überlieferte doch das Gebot der Stunde wäre?  Dieses auch politische Verkehrtherum liegt eindeutig außerhalb eines rationalen Verständnisses.

Gott sei Dank erwachen immer mehr Menschen und erkennen die Fehlentwicklungen. Besonders  auf  dem Gebiet der Bevölkerungspolitik. Und nicht selten sind es Nachfahren von Einwanderern oder diese selbst, die Klartext sprechen. So bemerkte ein anderer großer Franzose, Charles Aznavour,  unlängst, und das sicher zum Missfallen Macrons, der nach eigenem Befinden keine französische Kultur erkennen kann: Zuerst wurde ich Franzose im Kopf, in meinem Herzen, in meiner Art  zu sein, in meiner Sprache. Das heißt, ich habe einen großen Teil meines armenischen Erbe aufgegeben, um Franzose zu sein. Das gehört sich so oder man muss wieder gehen.

Man nennt das freiwillige Assimilierung, aber diese scheint offensichtlich  nur wenigen möglich. Alles andere aber was uns von Werbung, Politik und Ideologen unter dem Begriff Integration massenhaft unterjubelt wird, ist explosiver Hokuspokus. Und wohl auch geplant.

*Wunschvorstellung des US-Strategen Thomas Barnett: die Europäer sollen eine hellbraune Mischrasse werden mit einem IQ von 90 (laut Prof.M.Vogt).                                                         **De Gaulle zu seinem Sprecher Alain Peyrefitte: „Diese Leute sollen Franzosen sein! So wie die angezogen sind? “                                                                                                                              ***Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera sieht im Gleichstellungswahn „staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen“ (Kath.net-Interview).

 Zum Thema

Prof. M. Vogt:
https://www.youtube.com/watch?v=IHfwVYlqfTc

Gender-Wahn:  https://youtu.be/HeAdj_PPUMA

Charles Aznavour: https://youtu.be/j0oSQrrEPvA

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Ich bin ein „Indianer“

Je suis un „Indien“

I am an „Indian“

 

Als Bub streifte ich gerne durch den heimatlichen Wald, fühlte mich eins mit Fauna und Flora. Sah mich als „Indianer“ und las selbstverständlich Karl May mit Begeisterung. Wie andere Buben auch, faszinierte mich natürlich „Blutsbruder“ Winnetou. Kein Wunder, dass ich mich für die Geschichte der Indianer Nordamerikas, später auch für andere unterdrückte Völker  und Volksgruppen, zu interessieren begann und mit Wehmut ihres schweren Loses gedachte.

Heute, Jahrzehnte später, werde ich daran erinnert, scheint doch in unseren Landen so manches ähnlich zu laufen wie zur Zeit der Eroberung und Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents durch Europäer. Gewiss, die Rollen sind vertauscht und vieles ist und läuft anders heute, aber am Ende könnte uns „Bleichgesichter“ doch das Schicksal der einst despektierlich so genannten „Rothäute“ blühen. Vielleicht gar nicht eine so absurde Vorstellung. Wer die  frühen Aussagen von nordamerikanischen Indianern und spätere Niederschriften dazu zur Kenntnis nimmt, benötigt nur mehr ein wenig Phantasie, um sich zumindest annähernd auch unserer Lage bewußt zu werden.

So wusste  im Jahre 1829 Speckled Snake, ein Creek-Indianer, Folgendes zu erzählen:  Als der weiße Mann zuerst über das Große Wasser kam, war er klein und müde von der Reise, er war hungrig und bat um ein Stückchen Land, darauf sein Feuer zu entzünden. Aber nachdem er sich am Feuer der Indianer gewärmt und sattgegessen hatte, wurde er auf einmal sehr groß. Er überschritt die Berge, seine Füße bedeckten die Ebenen und die Täler. Seine Hand nahm alles, vom großen Wasser im Osten bis zum Großen Wasser im Westen.* Und nicht mehr zu vertuschen: damit einhergehende „Kollateralschäden“, wie eingeschleppte Krankheiten oder wenig erfreuliche Sitten und jede Menge Fanatismus.

Das Schicksal der Indianer kennen wir, unseres aber ist, auch wenn es anders scheint, noch nicht endgültig entschieden. Und doch sehe ich mich angesichts heutiger Zustände und weiterer Migranten-Heere an Europas Grenzen  in gewisser Weise bereits als „Indianer“. Eben gerade im Hinblick der Erfahrungen indigener Völker. Ist es doch auch in unserem Falle  so:  je weiter man zurückblickt, desto weiter sieht man nach vorne. Aber wie schon gesagt, es ist heute ein wenig, ja in mancher Hinsicht völlig anders als zu Winnetous Zeiten. Nicht nur, in zeitlicher Abfolge gesehen,  quantitativ.

Doch  unabhängig von den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Mitteln  sollte die Gefahr für uns, unser Land und unsere Kultur deshalb kaum geringer eingeschätzt werden. Und dann ist ja noch zu beachten: auch unter unseren Häuptlingen gibt es welche, die sich bestechen lassen und mit den verantwortlichen Urhebern der Umvolkung kollaborieren. Also die das Lied des  von den Indianern einst so genannten Großen Weißen Vaters singen, dessen Umfeld  keine Bedenken zu haben scheint, zu dem einen Zweck mit kriminellen Organisationen zusammenzuarbeiten.

Als ein anderer Indianer, Häuptling Inmut-Tooyahlatlat, seine letzten Kampf gefochten und aufgegeben hatte, war sein Herz krank, als er an all die Versprechen dachte, die von den weißen Häuptlingen nie eingehalten wurden. Heute würde man sagen, von Politikern. Was erzählt man uns nicht alles vor Wahlen vornehmlich über Maßnahmen, die den Ansturm der Migranten eindämmen sollen. Ja, vielleicht ein wenig eindämmen, denn völlig aufgeben will man das große Projekt ja doch nicht. Höchstens aufschieben. Dazu gehört die beabsichtigte Umwandlung der Gesellschaft in eine multirassische, wie gelegentlich schon durchsickerte**.

Aber allgemein geht es ja  angeblich nur darum, unsere Pensionen und das Wirtschaftswachstum zu sichern. Wozu eine dynamische und freundlichere Familienpolitik auch genügt hätte. Wollte man anscheinend nicht. 70 Millionen Einwanderer sollen es deshalb laut EU-Migrationskommissar in den nächsten zwanzig Jahren werden. Werden wir dann, wie der vorhin erwähnte Häuptling es zuletzt tat, darum bitten müssen, uns Eingeborenen ein Stück Land zu lassen? Aber vielleicht kommt es erst gar nicht so weit und es tritt vorher ein, was die Schauspielerin Monika Maron für ihre Heimat befürchtet: “Die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin und der Bundesregierung treibt Deutschland in den kollektiven Selbstmord“.

Die Geschichte nicht nur der Indianer: eine von Leid, Tragik und aufkeimender Hoffnungslosigkeit. Aber deshalb resignieren? Das wäre fatal, denn eben dann stünden wir garantiert vor den Trümmern unserer nationalen und europäischen Existenz und zu der Aussage genötigt, wie sie  der Apachen-Häuptling Cochise einmal traf: „Einst waren wir ein großes Volk, jetzt sind wir nur noch wenige“. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen. Verdammt noch mal!

*“Laßt mein Volk leben“, Hoch-Verlag,.1984                                                                               **Präsident Sarkozy, eigentlich Nicolas Sarközy de Nagy-Bocsa, 2008 (siehe unten)

 Zum Thema

Die Indianer https://youtu.be/x7BaPn0tT1Q

Willy Wimmer zu Europa https://youtu.be/IpeKitef_FM

Sarkozy https://youtu.be/koq_8jvPfTA

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Südtirols Autonomie: Ein Lehrbeispiel für ungarische Minderheiten

L`autonomie du Tyrol du Sud: Un example instructif pour minorités hongroises                                                                                                                            South Tyrol´s autonomy: A good example for hungarian minorities

 Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt*

 

Wer sich mit Volksgruppen, nationalen oder ethnischen Gemeinschaften, befasst, stößt bald auf eine „alte Frage im neuen Europa“, wie der Südtiroler Minderheiten-Experte Christoph Pan einmal treffsicher feststellte, nämlich auf die nach den autochthonen Minoritäten. „Alte Frage“, weil sie mit der Formung der „nationalen Idee“ sowie der Herausbildung der Nationalstaaten aufkommt und schließlich Resultat rigider Sieger-Grenzziehung ist: nach dem Ersten Weltkrieg, bei der weder auf Selbstbestimmung noch auf die 14 Punkte des amerikanischen Präsidenten Wilson Bedacht genommen wurde, sondern man die Grenzen willkürlich und nicht nach der Sprach- oder Volkszugehörigkeit zog. Ebenso wie nach dem Zweiten Weltkrieg, da man sie, soweit es Deutsche und Ungarn betraf, mittels „Bevölkerungstransfers“ – will sagen: Vertreibung – ein für alle Mal zu beantworten suchte.

Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus, dessen Regime jede nationale Minderheit zugunsten der „Entwicklung eines neuen Menschentypus“ einzuschmelzen trachtete, zeigt(e) sich vielerorts, welche Explosivkräfte unter der Decke schlummer(te)n: Man denke beispielsweise an die seinerzeit nur durch NATO-Bombardement in Serbien gestoppte „ethnische Flurbereinigung“, welche Belgrad im Kosovo beabsichtigte. Oder eben an Konflikte, die wegen magyarischer Volksgruppen zwischen Ungarn und seinen Nachbarn stehen, besonders zwischen Budapest und Pozsony (Bratislava/Pressburg) sowie Bukarest.

Ungarn kritisieren slowakisches Sprachgesetz

 So ist trotz der seit geraumer Zeit verbesserten Beziehungen zwischen Ungarn und der Slowakei noch immer das umstrittene slowakische Sprachgesetz im Kern in Kraft, das von den hauptsächlich in der Südslowakei beheimateten ethnischen Ungarn und von Budapest zurecht kritisiert wird, wenngleich durch eine leichte Novellierung die Möglichkeiten der Verwendung der Minderheitensprachen im Verkehr mit Behörden erweitert worden sind. Die Novelle, die seinerzeit auf Initiative des von der slowakisch-ungarischen Mischpartei Most’-Híd gestellten Vizepremiers Rudolf Chmel zustande kam, sieht auf kommunaler und regionaler Ebene einen Volksgruppenanteil von 15 (statt bis dato 20) Prozent vor. Der Pferdefuß dabei: Sie gilt allerdings nur dort, wo dieser Anteil in zwei Volkszählungen bestätigt worden ist, deren nächste erst 2021 stattfindet. Womit daher faktisch das alte, restriktive Sprachengesetz noch immer in Kraft ist.

Staatsbürgerschaft für Volksangehörige im Ausland

Vice versa ist jenes ungarische Gesetz strittig, das die Staatsbürgerschaft auch Personen erteilt, die keinen dauerhaften Wohnsitz in Ungarn haben. Hauptzielgruppe sind die mehr als zwei Millionen Magyaren in den Nachbarländern, Nachfahren jener Trianon-Ungarn, die infolge des Friedensvertrags von 1920 zu Minderheiten wurden: in Rumänien (1,4 Millionen), in der Slowakei (550. 000), in der (Karpato-)Ukraine (150.000), in Serbien (290.000), Kroatien (17.000), Slowenien (8.000) und Österreich (40.000 Muttersprachler, laut Volkszählung 6.500).

Das ungarische Staatsbürgerschaftsgesetz, novelliert mit Zustimmung aller im Parlament vertretener Parteien – bei nur drei Gegenstimmen aus den Reihen der Sozialisten –, ist umstritten in der EU. Doch mit keinem anderen Nachbarstaat außer der Slowakei liegt Ungarn wegen dieses Gesetzes in ernsthaftem Streit, nicht einmal mit Rumänien. Im Gegenteil: Bukarest verfolgt in der Staatsbürgerschaftsfrage dieselbe Politik und lässt ethnischen Rumänen, die in der benachbarten Republik Moldova zwei Drittel der Gesamtbevölkerung (knapp 4 Millionen) stellen, die rumänische zuteilwerden.

Rumänien will Ungarn-Anteil in Regionen verwässern

Doch auch über dem rumänisch-ungarischen Verhältnis, das sich mit Amtsantritt der Regierung Orbán unerwartet spannungsfrei gestaltete und von einem zuvor ungekannten Kooperationsgeist gekennzeichnet war, sind wieder Wolken aufgezogen. Ursache: Entgegen allen offiziellen Verlautbarungen aus Bukarest setzt Rumänien vor allem den ethnischen Ungarn im Lande zu, insbesondere dort, wo die der Zahl nach größten magyarischen Bevölkerungsanteile zu verzeichnen sind: im Kreis Mureș immerhin 40 Prozent, im Kreis Covasna (Kovászna) 74 und im Kreis Harghita sogar 85 Prozent. Bukarest plant Makroregionen, womit die traditionellen Siedlungsgebiete der Magyaren zerschnitten und hauptsächlich auf die Nordwestregion Someșana, die Westregion Apușeana und die Zentralregion Mureșana aufgeteilt würden. Folge: Die ethnische Zusammensetzung würde damit so sehr verkehrt, dass selbst die bisher in Mehrheitsposition befindlichen Székler in ihren kompakten Siedlungsgebieten (Székelyföld) in die Minderheit gerieten.

Trotz aller sonstigen politischen Zwietracht wissen sich die rumänischen Ungarn-Verbände und Ungarn-Parteien darin einig, dass die Verwirklichung des rumänischen Vorhabens auf Assimilation der Magyaren hinausliefe – ein Ziel, das nahezu alle Regierungen Rumäniens seit Trianon verfolgten. An den etwa 60.000 Csángos, der vornehmlich im Kreis Bacău beheimateten altungarischen Minderheit katholischen Bekenntnisses in gänzlich orthodoxem Umfeld zeigt sich seit vier Generationen, was Assimilierung bedeutet: allmähliche Verschmelzung mit der Staatsnation.

Missachtung geltenden Minderheitengesetzes

 In Siebenbürgen gibt ein weiterer Vorgang seit Wochen Anlass zu Besorgnis. So wies Zsolt Árus vom Nationalrat der Székler mehrfach auf Fälle hin, in denen ein in Bukarest eingetragener „Verein für Bürgerrechte“ ungarische Bürgermeister im Széklerland dazu aufforderte, ungarische Aufschriften an Gemeindehäusern und Kommunaleinrichtungen ebenso zu entfernen wie Traditionssymbole der Minderheit, wie beispielsweise der Székler- Flagge. Folgen Bürgermeister dem nicht, werden sie von besagtem Verein verklagt. Für 2016 waren 59 solche Fälle zu verzeichnen gewesen. In aller Regel entscheidet die rumänische Justiz erst- und zweitinstanzlich zugunsten des klagenden Vereins. Wenngleich im geltenden rumänischen Minderheitengesetz festgelegt ist, dass bei einem Anteil von 20 Prozent Minderheitenangehörigen an der Gesamtbevölkerung zweisprachige Ortsschilder und Aufschriften vorhanden sein müssen.

 Dennoch wird vielfach gegen diese Norm verstoßen. Dort nämlich, wo es solche zweisprachigen Schilder gibt, wird nicht selten just der ungarische Ortsname beschmiert oder gänzlich unkenntlich gemacht. So unlängst in Maroshévíz/Toplița (deutsch: Töplitz) im Kreis Harghita, wie sowohl der Székler-Nationalrat, als auch der Demokratische Verband der Magyaren Rumäniens (RMDSz) bekanntgaben. Dabei war es erst kurz zuvor dem ungarischen Bevölkerungsteil in der 13.000-Einwohner-Stadt nach jahrelangen Auseinandersetzungen gelungen, den Bürgermeister davon zu überzeugen, zweisprachige Ortsschilder aufzustellen.

Wie aus dem RMDSz verlautete, handele es sich „nicht um Dummejungenstreiche“, denn die Schilder seien an allen Stadtein- und -ausfahrten mit derselben Farbe beschmiert worden. Im Übrigen gebe es in ganz Siebenbürgen dieselben Vorkommnisse, was von einer latent anti-ungarischen Haltung im rumänischen Bevölkerungsteil zeuge. Ignoranz und Untätigkeit der rumänischen Behörden, insbesondere der Gemeindeverwaltungen sowie der Polizei, zeige sich unter anderem daran, dass es noch nie zur Identifizierung der Täter gekommen sei und die kommunalen Instanzen stets alle zur Verfügung stehenden Tricks anwendeten, um zweisprachige Aufschriften überhaupt zu verhindern.

In Rumänien wird damit klar gegen das von Bukarest 1998 ratifizierte Rahmenabkommen zum Schutz nationaler Minderheiten verstoßen. Indes sind sich Bukarest und Budapest weitgehend einig, wenn es um die Interessen ihrer jeweiligen Minderheiten in der Karpato-Ukraine geht. Dort stellen die Magyaren mit 151.000 Personen 12 und die 32.000 ethnischen Rumänen 2,6 Prozent der Bevölkerung.

Serbien schob Ungarn Kollektivschuld zu

Einem gedeihlichen serbisch-ungarischen Nachbarschaftsverhältnis stand einst das unter Serbiens vormaligem Präsidenten Boris Tadić erlassene Restitutionsgesetz entgegen, welches am Kollektivschuld-Prinzip festhielt und daher Nachfahren vertriebener Volksdeutscher und Magyaren von der Entschädigung für enteignetes Hab und Gut ausschloss. Der damalige ungarische Außenminister János Martonyi hatte daher unumwunden angekündigt, Budapest werde sein Veto einlegen, wenn im Europäischen Rat über den EU-Kandidatenstatus für Serbien befunden werde, sollte Belgrad das Gesetz, das er „moralisch, rechtlich und politisch unannehmbar“ nannte, belassen wie es war. Daraufhin wurde es im Belgrader Parlament mit großer Mehrheit novelliert und damit den Budapester Einwänden Rechnung getragen, womit sich nicht nur das Nachbarschaftsverhältnis besserte, sondern Ungarn sich – zusammen mit mehreren Nachbarstaaten – für die Erteilung des EU-Kandidaten-Status aussprach.

Keine Probleme mit Kroatien

Dagegen spielt(e) im Verhältnis Budapests zu Zagreb die Minderheitenfrage kaum eine Rolle. Seit 2002 ist das kroatische Verfassungsgesetz über den Schutz der Minderheiten in Kraft, und 2003 konnten ihre Selbstverwaltungen gewählt werden. Im benachbarten Slowenien verfügen die 8.000 ethnischen Ungarn sogar über ein in der Verfassung verankertes Viril-Mandat.

Irritation über Österreich

Irritiert war man wegen der Minderheiten-Frage in Budapest hingegen von Österreich. Der Vorwurf: Die ungarische sei ebenso wenig wie die kroatische Minderheit des Burgenlandes in Verhandlungen über die Novellierung des Volksgruppengesetzes eingebunden gewesen, welche nach der Einigung mit den Kärntner Slowenen über die Zahl zweisprachiger Ortsschilder in Erfüllung des Artikels 7 des österreichischen Staatsvertrags von 1955 im Vorjahr – 56 Jahre nach dessen Inkrafttreten – nötig war. Dass Gemeinden mit Minderheitenanteil aufgrund einer neuen  Amtssprachenregelung behördliche Vorgänge, welche auch in den Minderheitensprachen zum Ausdruck gebracht werden müssen, an die Bezirkshauptmannschaften als nächst höhere Instanz delegieren dürfen und so Slowenisch, Kroatisch und Ungarisch „amtswegig entsorgt“ werden könnten, befürchte(te)n nicht allein das Österreichische Volksgruppenzentrum (ÖVZ) in Wien, sondern auch Budapest und die Interessenvertretungen der Magyaren im Lande.

Südtirol als Beispiel für Entschärfung derartiger Konflikte

Selbst wenn man sich nur die wenigen Beispiele dieses kursorischen Überblicks ins Bewusstsein ruft – es gibt deren weit mehr! –, so kann im Zusammenhang mit historischen Minderheitenkonflikten, welche in der aktuellen Nachbarschaftspolitik fortwirken, ja sie oft dominieren, nicht oft genug als Vorbild für deren Entschärfung, ja sogar als Vorbild für ihre Beseitigung und Lösung das Beispiel Südtirol vor Augen geführt werden. Insbesondere wenn es sich um Auseinandersetzungen zwischen Nachbarstaaten handelt, die auch noch EU-Mitglieder sind, wie zwischen Ungarn und der Slowakei sowie Rumänien.

Gerade am Beispiel Südtirols lässt sich vorführen, dass national(kulturell)e Zusammengehörigkeit und Einheit sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich sind und mit Erfolg, auch und gerade wirtschaftlichem, praktiziert werden, ohne nationalstaatliche Grenzen zu verschieben. EUMitgliedschaft und gelebter Regionalismus haben just die 1918/19 mit der Teilung Tirols zwischen Österreich und Italien aufgerichteten und nach 1945 beibehaltenen Grenzen weitgehend überwinden lassen, wenngleich sie naturgemäß faktisch und administrativ weiter bestehen.

Um diesen „Modell“-Charakter vor Augen zu führen, ist an dieser Stelle ein gestraffter historischer Exkurs notwendig. Nach dem Ersten Weltkrieg war der südliche Teil Tirols im Friedensvertrag von St.-Germain-en-Laye 1919 Italien zugeschlagen worden, das ihn zuvor waffenstillstandswidrig annektiert hatte. Als das faschistische Italien vom Oktober 1922 an („Marsch auf Rom“) danach trachtete, das „Hochetsch“ („Alto Adige“ gemäß damals verordneter Benennung) zu entnationalisieren, indem es

  • den Namen Tirol verbot;
  • alle Namen (selbst auf Grabsteinen) italianisiert wurden;
  • kein Deutschunterricht mehr erteilt werden durfte;
  • in der Öffentlichkeit nicht deutsch gesprochen werden durfte;
  • die Orts- und Talschaftsmundarten, mithin der Dialekt, verboten war;
  • Italienisch alleingültige Amtssprache wurde;
  • alle österreichischen Verwaltungsbeamten durch italienische und
  • alle gewählten Bürgermeister durch per Dektret eingesetzte italienische Amtsbürgermeister (Podestà) ersetzt und Italiener aus Süditalien nach Südtirol umgesiedelt wurden;

und als diese kolonialistischen Zwangsmaßnahmen nicht den erwünschten Erfolg zeitigten, zwangen (die Achsenpartner) Hitler und Mussolini die Südtiroler mittels eines „Options“- Abkommens, sich entweder für das Deutsche Reich zu entscheiden (und über den Brenner zu gehen) oder in ihrer Heimat zu verbleiben (und damit gänzlich italienisiert zu werden).

Zweifelhafter Minderheitenschutz durch Gruber-De Gasperi-Abkommen

Obschon die meisten für Deutschland optierten, verhinderte der Zweite Weltkrieg die kollektive Umsiedlung. 1946 lehnten die Alliierten die Forderung nach einer Volksabstimmung in Südtirol ab, woraufhin sich in Paris die Außenminister Österreichs und Italiens auf einen Minderheitenschutz für die Südtiroler verständigten, der Bestandteil des Friedensvertrags mit Italien wurde. Das Gruber-de-Gasperi-Abkommen vom 5. September 1946 sah die politische Selbstverwaltung vor, und im Kulturellen wurden muttersprachlicher Unterricht sowie die Gleichstellung der deutschen mit der italienischen Sprache auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens garantiert.

„Los von Trient!“

Zwar erließ Rom 1948 vertragsgemäß ein Autonomie-Statut und deklarierte es – wie zwischen Vertragspartnern und Siegermächten verabredet – zum Bestandteil der italienischen Verfassung. Allerdings wurde die Provinz Bozen-Südtirol mit der Nachbarprovinz Trient in einer Region („Trentino – Alto Adige“) zusammengefasst, ein Trick des Trientiners Alcide De Gasperi, der zur Majorisierung der deutschen und der ladinischen Volksgruppe durch die italienische führte, die im Trentino absolut dominant war. Dagegen und gegen die gezielte Ansiedlung weiterer Italiener zwischen Brenner und Salurner Klause protestierten die Südtiroler 1957 unter der Parole „Los von Trient“. Mit Bombenanschlägen, von denen man heute weiß, dass dabei auch italienische Geheimdienste zur Erzeugung einer „Strategie der Spannung“ die Finger im Spiel hatten, machte der „Befreiungsausschuss Südtirol“ (BAS) die Welt auf die uneingelösten vertraglichen Zusicherungen Roms aufmerksam.

1960 trug der damalige österreichische Außenminister Bruno Kreisky den Konflikt vor die UN. Italien lenkte trotzdem nicht ein, woraufhin die Anschläge im Sommer 1961 ihren Höhepunkt erreichten, Rom 21.000 Soldaten und Carabinieri in den Norden verlegte und Südtirol auch international in den Mittelpunkt des Weltgeschehens rückte, woran sich heute außer der Erlebnisgeneration und Historikern kaum noch jemand erinnert.

Nur knappe SVP-Mehrheit für zweites Statut

Nach etlichen Verhandlungsrunden zwischen Wien und Rom im Beisein von Vertretern Nord- und Südtirols einigt man sich auf die Entschärfung des Konflikts, indem man 137 Einzelmaßnahmen an einen „Operationskalender“ band – einer zeitlichen Vorgabe für die Verwirklichung – und in einer beispielgebenden „Paket-Lösung“ verschnürte. Bevor diese am 20. Januar 1972 als „Zweites Autonomiestatut“ in Kraft treten konnte, musste ihm die Südtiroler Volkspartei (SVP), die seinerzeit maßgebliche politische Kraft der deutschen und ladinischen Volksgruppe, zustimmen; wobei auf deren Parteitag in der Kurstadt Meran 1969 nur eine knappe Mehrheit dafür zustande kam.

Und es sollte weitere zwanzig Jahre dauern, bis die wesentlichen Bestimmungen über die Selbstverwaltung sowie die tatsächliche Gleichstellung der deutschen Sprache verwirklicht werden konnten. So dass am 30. Januar 1992 das „Paket“ für erfüllt erklärt werden konnte, nachdem der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti im römischen Parlament die Zusicherung gegeben hatte, dass Änderungen daran nur mit Zustimmung der Südtiroler vorgenommen werden dürften.

Offizielle Streitbeilegung erst 1992

Es folgte ein diplomatischer Notenwechsel zwischen Rom und Wien sowie schließlich am 11. Juni der formelle Abschluss des Südtirol-Konflikts durch Abgabe der „Sreitbeilegungserklärung“ vor den Vereinten Nationen. Mit dem Beitritt Österreichs zur EU 1995 und mit Inkrafttreten des Schengen-Abkommens fiel das Grenzregime am Brenner-Pass und anderen Übergängen, womit die beiden Teile Tirols wieder näher zusammenrückten als je zuvor seit der Annexion Südtirols 1918.

Nicht zu unterschätzen sind just die wirtschaftlichen Vorteile, welche der grenzüberschreitende Regionalismus bietet, in den das österreichische Bundesland Tirol, die italienische Autonome Provinz Bozen-Südtirol sowie die Autonome Provinz Trient als die beispielgebenden drei Landesteile des „Alten Tirol“ eingebunden sind. Noch vor 50 Jahren war Südtirol ein armes Land, mittlerweile ist es ein reiches. Heute beträgt sein (gänzlich eigenfinanzierter) Provinzhaushalt sechs Milliarden Euro – bei einer Bevölkerung von 530.000 Menschen auf 7.400 Quadratkilometern Fläche, von der wegen der Lage in den Zentralalpen gerade einmal 15 Prozent bewirtschaftungsfähig sind. 90 Prozent des Steuer- und Abgabenaufkommens verbleiben in der Provinz, zehn Prozent werden gemäß Autonomie-Paket an das italienische Staatsbudget abgeführt. Diese autonome Form der regionalen Selbstverwaltung führte also zu Wohlstand und Stabilität, beides liegt im Interesse von Staatsnation – in Südtirol der italienischen Volksgruppe –und Minoritäten.

Engeres Zusammenrücken

 Wenngleich (noch) nicht vollkommen, rückt die Europaregion Tirol – oder „Tiroler Euregio“ –, in der die drei Landesteile (österreichisches Bundesland Tirol; autonome italienische Provinzen Bozen-Südtirol und Trient, zusammengefügt in der autonomen Region Bolzano-Alto Adige) seit den 1990er Jahren organisatorisch zusammenarbeiten, allmählich auch politisch enger zusammen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses „Modell“ – trotz immer wieder von Rom ausgehender Maßnahmen, die Autonomie wenn nicht zu untergraben, so doch zu beschneiden – seine wünschenswerte Wirkung auf andere schwelende Volksgruppenkonflikte nicht verfehlt.

Jeder an positiven Beispielen der Nationalitätenpolitik und des Minderheitenschutzes Geschulte weiß, dass die trotz Grundlagenvertrags zwischen den beiden Donau-Anrainern Ungarn und Slowakei obwaltenden Umstände sowie das von der Minderheitenfrage nach wie vor bestimmte Verhältnis zwischen Ungarn und Rumänien hinter dem alltäglichen Dasein vertraglich geschützter Minderheiten weit zurückbleiben: etwa im Vergleich mit den Schweden auf den zu Finnland gehörenden Åland-Inseln; oder mit der deutschen Volksgruppe in Süddänemark, respektive der dänischen in Schleswig-Holstein; auch mit der Deutschen Gemeinschaft in Ostbelgien; ganz zu schweigen mit den altösterreichischen Deutschtirolern und Ladinern (Nachfahren der rätischen Urbevölkerung) in der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol.

Staatsnationen und ethnische Minderheiten

Auch nach der systemischen Zäsur 1989/90 konnte trotz löblicher Versuche und gewisser rechtlicher Übereinkünfte – vornehmlich im Europarat – die Sprengkraft, die im Verhältnis zwischen Staatsnationen und ethnischen Minderheiten – zuvörderst in Zentralstaaten – steckt, noch lange nicht und vor allem nicht überall gebändigt werden. Das muss angesichts von rund 350 autochthonen Minderheiten mit mehr als 100 Millionen Angehörigen, einem Siebtel der Bevölkerung in den Staaten zwischen Atlantik und Ural, in denen sie beheimatet sind, umso mehr verstören, als sich die Europäische Union (EU) kein wirksames Instrumentarium oder einen Operationsmechanismus geschaffen hat, Minderheitenkonflikte nicht nur einzudämmen, sondern gar nicht erst zum Ausbruch kommen zu lassen. Im Gegenteil: EU-Kommission und Rat schauen eher merkwürdig unbeteiligt zu, erklären sich für „unzuständig“ oder geben beschämend anmutende Empfehlungen ab, wonach beteiligte Konfliktparteien ihren Streit gefälligst „bilateral regeln“ mögen.

Die EU ist gefordert

Das geht an der Wirklichkeit vorbei. Womit wir noch einmal bei Südtirol sind. Was lässt sich aus dessen Entwicklung – gekennzeichnet von jahrzehntelangem, bisweilen dramatischem Kampf um territoriale und kulturelle Autonomie sowie politische Selbstverwaltung – angesichts der heute weithin geltenden Einschätzung, wonach es sich um einen „Modellfall“ mit „Vorbildcharakter für die friedliche Lösung anderer Minderheitenkonflikte“ handele, ableiten? Nichts weniger, als dass EU-Kommission und Rat dafür sorgen müssten, Repräsentanten aller politischen Ebenen von Staatsnationen und Minderheiten-Vertretern so oft wie möglich dorthin zu bringen, damit sie das Neben- und Miteinander von Deutschen (Anteil 69,2 Prozent), Ladinern (4,4 Prozent) und Italienern (26,4 Prozent) trotz aller Unvollkommenheit und des nicht nachlassenden Versuchs der italienischen Politik, die Autonomie – wo es nur irgend geht – zu beschneiden, studieren könnten. Insbesondere National-Slowaken und -Rumänen würden anschaulich erfahren und erleben, dass (das Verlangen nach) Autonomie – sei sie territorial, sei sie kulturell – keinesfalls jenen Schreckbildern entspricht, welche sie in ihrer Heimat davon zeichnen.

 *Der Autor gehörte 27 Jahre der Redaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an und war von 1994 bis 2012 deren Wiener Korrespondent. Seitdem lehrt er an österreichischen und ungarischen Hochschulen.

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Wir „armen Schweine“

Nous „pauvres porcs“                                                                                                            We „poor pigs“

 

Zum Einstieg in ein unerfreuliches Thema mag ausnahmsweise ein einfacher Witz sinnbildlich die  heutige Situation eines Volkes oder einer wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft von Konsumdeppen  als Opfer der Macht- und Geldgier einiger Familien und Konzerne charakterisieren: Zwei Schweine fressen am Trog. Sagt das eine: „Weißt du, dass der Bauer uns nur so gut füttert, um uns zu schlachten?“. Das andere: „Ach du mit deinen ewigen Verschwörungstheorien…“.

Wenn dieses  „Schlachten“  wirklich die Absicht  unserer angeblichen „Wohltäter“  ist, dann sollten wir, um diesem Schicksal zu entgehen, endlich aufwachen und erst einmal erkennen, mit welchen Methoden und Mitteln  und auf welchem Wege wir zur „Schlachtbank“ geführt werden sollen. Und von wem. Was so schwierig nicht sein sollte, sind wir doch angeblich intelligenter als Schweine, die sich noch dazu nicht wehren können.

Wer  sich nun aber auf die Suche begibt und glaubt fündig geworden zu sein, wird sogleich als Verschwörungstheoretiker abgekanzelt. Von den Verschwörungspraktikern und ihren Hilfswilligen. Leicht hat es einer dabei ja wahrlich nicht.  Auch weil: „Es ist ja alles so kompliziert“. Dieser Satz wird einem ehemaligen österreichischen Politiker in den Mund gelegt. Auch wenn er es nicht gesagt hat, es stimmt schon. Und es ist alles sehr komplex geworden.

So bleiben vielen unter uns die Ursachen unserer heutigen katastrophenschwangeren Misere und mögliche Gefahren am Horizont immer noch verborgen. Dazu tragen natürlich Desinformationen und Vertuschungen aller Art, sei es etwa auch das Schuldendebakel oder die CO2-Vermarktung  betreffend, bei. Dass aber die großen Probleme – ob „hausgemacht“ in dem einen, „menschengemacht“ in dem anderen Fall oder nicht – heute nicht mehr isoliert von gewissen Vorgängen in anderen Breitengraden gesehen werden können, sollte eigentlich längst  zum Allgemeinwissen gehören.

Wenn in diesem Zusammenhang die Globalisierung genannt wird, so dürfen wir die Globalisierer nicht vergessen. Wenn möglich, sollten sie beim Namen genannt werden. Wer sind diese und wo sitzen sie? Das herauszufinden ist gar nicht so schwierig, und, abgesehen von ihrer sichtbaren Präsenz in einem zentralgesteuerten Weltwirtschaftssystem, gerade auch an der Herkunft und Entwicklung des Terror und Chaos begünstigenden radikalen Islamismus gar nicht so schwer nachvollziehbar.

Zwar standen ursprünglich die alten Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich an der Wiege desselben, doch wurde, wie Wolfgang Effenberger (siehe Video unten) auch feststellt, die hegemoniale Schlüsselrolle alsbald dem neuen „Global Player“ überlassen. In diesem Fall die USA, deren Elite oder „deep state“ bald erkannte, dass gerade mit machthungrigen radikalen Islamisten etwas anzufangen ist und subversive Unternehmen und asymmetrische Kriegsführung sich dazu eignen.

Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts bot sich, wieder der reichen Erdölvorkommen wegen, erneut der Iran an, wo der von CIA und MI6  ins Amt gehievte Schah plötzlich „nationale“ Ambitionen und das US-„Business“ bedrohende Aktivitäten an den Tag legte. Das Schicksal seines Vorgängers Mossadegh hätte ihm eigentlich Warnung genug sein sollen. Unruhen im Iran und in deren Zuge das Aufkommen einer islamistischen Priesterkaste  kamen da den anglo-amerikanischen Interessensgruppen wie bestellt. Und legten damit die Schiene zum mörderischen Islamismus dieser Tage.

Der angeblich nicht sonderlich gebildete aber äußerst schlaue Agitator Khomeini, dessen ihm von einem höheren Ayatollah zweckdienlich verliehene Titel vor einer Hinrichtung bewahrte, bekam denn auch schnell eine eigene Sendung in der englischen BBC. Zu den Förderern dieser, wie man annehmen darf, willfährigen Schachfigur sollen Bilderberg-Mitglieder, der Club of Rome, das Aspen-Institut und andere Denkfabriken gehört haben. Dass dieser einmal grausamer als der Schah werden könnte, schien keines Nachdenkens wert, so wenig wie gut eine Million Tote im willkommenen Krieg zwischen dem Iran und dem Irak (1980-1988).

Wer sich die Inszenierung, also die Revolution von 1978/1979,  im Iran zu Gemüte führt, der wird sich schnell bewusst, wie doch nachfolgende Machtwechsel in anderen islamischen Ländern über Strecken dem iranischen ähneln und wo ebenfalls britischer MI6 und CIA ihre Fäden zogen bzw. noch ziehen.  Etwa in Libyen, wo die zum Teil von Golfstaaten und vom Westen finanzierten und trainierten, mit Waffen versorgten Rebellengruppen, darunter Al Kaida, gegen Gaddafi und seine Anhänger vorgingen. Dafür jetzt Chaos pur, auch zu unseren Lasten.

Aber natürlich dienen auch der Syrien-Krieg oder der Konflikt mit Katar demselben alten Zweck. Will heißen: Teile und herrsche durch Spaltung, Chaos und Terror. Und falls möglich, Implantierung eines Brückenkopfes. So ist angeblich ein ständiger militärischer Stützpunkt der US-Amerikaner auf kurdisch kontrolliertem  syrischem  Gebiet vorgesehen. Dass Israel mit im Boot der Globalisten sitzt und, wie in Syrien, nicht nur Akteur ist und nebenbei als Schutzpatron des kriegslüsternen designierten saudischen Königs agiert, sollte nicht übersehen werden.

Nach Meinung vieler  ist der Arabische Frühling eine Kreation des US-Departements. Wohl in Absprache mit wichtigen Verbündeten. Primäre Aufgabe der US-Außenpolitik demnach also: Unruhen oder Revolutionen nicht nur  in Europas und Russlands unmittelbarer Umgebung zu provozieren und, wo nicht schon vorhanden, gefügige Regierungen zu installieren. Eben Terror und Chaos, so  auch durch gezielte Flutung Europas mit „Flüchtlingen“ zwecks neuer europäischer Ordnung unter Kontrolle einer Weltelite. Europa, wie zu erwarten, nicht mehr als ein Bauernopfer auf dem Altar Mammons. Europäische Vasallen dürfen bei diesem „Hochamt“ selbstverständlich ministrieren.

Dass das „goldene Kalb“ anbetende globale „Wohltäter“ eine Weltherrschaft anstreben ist, nüchtern gesehen, eine verständliche Sache, dass sich europäische Marionetten dazu hergeben, aber ein absurdes und verwerfliches Ding. Oder auch kriminell, wie immer mehr meinen. Immigration, Terror und das ganze Asylchaos wären zu verhindern gewesen, eine Bereinigung der Überfremdung und ein Einwanderungsstop immer noch möglich, aber es fehlt schlicht der Wille und der Mut dazu. Im Gegenteil, man hilft, im Windschatten von Ablenkungsmanövern (Großsprech vor Wahlen etwa) tatkräftig an dem sich ausbreitenden Chaos mit und arbeitet bereits  still und leise an einer zentralen Machtstruktur.

Nicht nur in Großbritannien (Operation Temperer) und Frankreich (Ausnahmezustand), auch in den USA (Homeland Security Presidential Directive) und in der Bundesrepublik Deutschland (neues Überwachungsgesetz) werden in deren Gefolge bereits totalitäre Strukturen begünstigende Gesetzes-Initiativen gesetzt. Noch mit Unterstützung der Wähler, was in Europa eine Einmischung von Seite ausländischer Geheimdienste mittels Gewalt vorerst erübrigt.

Es wäre naiv anzunehmen, auch nur ein einziger Spitzenpolitiker in dem einst neutralen Österreich oder in dem US-Protektorat Bundesrepublik hätte derzeit eine Chance auf einen hohen Regierungsposten, wenn er nicht die Agenda der Zerstörung, die sich ja auf viele Bereiche, dazu auch unsere Identität als Europäer oder der Genderwahnsinn gehören, bereits erstreckt,  aktiv oder passiv mitträgt. Es wäre gut, vor dem Gang zur Wahlurne rechtzeitig daran zu denken, sofern man nicht als „armes Schwein“ in die Geschichte eingehen möchte.

Zum Thema

Wolfgang Effenberger im Gespräch mit Michael Vogt                                                                Im Zangengriff Teil I  https://youtu.be/UVV2N_ouhxk                                                           Teil II  https://youtu.be/KWWR1knJhDo

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Porzescharte – Skandal und Schande

Porzescharte – scandale et honte                                                                                 Porzescharte – scandal and disgrace

 

Der „Vorfall“ an der österreichisch-italienischen Grenze vor fünf Jahrzehnten (siehe auch Video am Schluss) erinnert zugleich an einen typisch italienischen Justizskandal damals und an das erbärmliche Versagen österreichischer Politiker heute.                                                                      Vor dem Hintergrund neuer Forschungsergebnisse wird dieser „Vorfall“  im nachfolgenden Gastbeitrag dankenswerterweise in ein rechtes Licht gerückt und an Versäumnisse der österreichischen Politik erinnert.

Italienische Manipulationen

50 Jahre nach dem Vorfall auf der Porzescharte wäre es an der Zeit, die damals in Florenz zu Unrecht Verurteilten völlig zu rehabilitieren

 Gastbeitrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt

Am Abend des 24. Juni 1967 steigen der Arzt Dr. Erhard Hartung, der Elektrotechniker Peter Kienesberger und der Unteroffizier des österreichischen Bundesheeres Egon Kufner auf zur Porzescharte.  Am Grenzkamm zwischen dem Osttiroler Bezirk Lienz und der italienischen Provinz Belluno, den der Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) seinerzeit als Nachschub- und Fluchtweg nutzte, wollte die von  Kienesberger geführte Gruppeeinen verwundeten BAS-Aktivisten zur Weiterbehandlung in Österreich übernehmen. Der vereinbarte Funkkontakt bleibt aus, stattdessen gewahrt man ein kurz aufscheinendes Licht und vernimmt Geräusche sowie Stimmen. Weshalb Kienesberger der Sache misstraut, die Aktion abbricht und mit seinen Kameraden in die Ortschaft Obertilliach zurückkehrt. Dort besteigt die Gruppe eine Stunde nach Mitternacht, mithin am 25. Juni,  jenen VW Käfer, mit dem sie gekommen waren.

Just am  25. Juni sollen – so die offizielle und letztlich für die Gruppe verhängnisvolle italienische Darstellung – auf besagter Porzescharte (ital. „Cima Vallona“) vier italienische Soldaten zu Tode gekommen und einer verletzt worden sein. Aufgeschreckt von einer nächtlichen Detonation seien sie  zum Grenzübergang geeilt, wo – wie ein Jahr zuvor – ein Strommast gesprengt worden war. Einer der Männer, der Alpini-Soldat Armando Piva, war diesen Angaben zufolge durch die Detonation einer vergrabenen Sprengfalle schwer verletzt worden und noch am selben Tag gestorben. Angehörigen einer per Hubschrauber eingeflogenen Spezialeinheit sei dasselbe passiert: Carabinieri-Hauptmann Francesco Gentile und die Fallschirmjäger Mario di Lecce und Olivo Dordi hätten eine zweite Sprengfalle ausgelöst: Dabei seien sie getötet sowie ihr Kamerad Marcello Fagnani, ein vierter Angehöriger des Kommandos,  schwer verwundet worden.

Freispruch in Österreich, lebenslang in Italien

Des von Politik, Sicherheitsbehörden und Militär in Italien und Österreich sowie in Medien beider Länder und darüber hinaus so genannten „blutigsten Attentats des Südtirol-Terrorismus“ werden daraufhin  der im Zusammenhang mit früheren BAS-Aktionen namhafte Kienesberger, der bis dahin unauffällige  Dr. Hartung sowie  Kufner bezichtigt, (in Österreich) inhaftiert und schließlich sowohl in Österreich, als auch in Italien angeklagt. In Florenz lautet das Urteil für Kienesberger und Hartung lebenslänglich, Kufner soll für 24 Jahre hinter Gitter.  Die drei  waren durch „Geständnisse“ belastet worden, welche zwei im Keller der Carabinieri-Kaserne in der Bozner Drusus-Straße gefolterte österreichische BAS-Aktivisten unterzeichnet hatten. Die „Behandlungen“ durch mehrere Folterer und in mehrtägiger Dunkelhaft – über einen Tisch gespannt und mit brutalen Schlägen auf die Genitalien  sowie der Drohung der „Erschießung auf der Flucht“ gefügig gemacht, um nur weniges aus dem „Werkzeugkasten“ der besonders gegen Südtiroler angewandten „Cautiocriminalis“zu nennen – ließen sie Protokolle unterschreiben, welche der berüchtigte Bozner Untersuchungsrichter Dott. Mario Martin, den wohl nicht nur der Schriftsteller Rolf Hochhuth einen „furchtbaren Juristen“ genannt hätte,  zu deren Anklage verwendete. Zudem waren sie im Verfahren zu Florenz von Bedeutung.

Die florentinischen Urteilssprüche ergingenin Abwesenheit der Angeklagten und fußten auf Gesetzen aus der Zeit des italienischen Faschismus. Aufgrund späterer  Erkenntnisse/Urteile österreichischer und deutscher Höchstgerichte verstieß das Verfahrenvor allem dadurch, dass die Angeklagten nicht zur Verhandlung geladen wurden und ihnen respektive ihren Rechtsvertretern weder die Anklageschrift noch das Urteil zugestellt worden war, gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).

In Österreich hingegen wurden die drei  freigesprochen. Der  Freispruch war letztlich auf ein mittels Sachverständigengutachten  untermauertes Weg-Zeit-Diagrammder Verteidigung zurückzuführen. Dieses förderte zutage, dass die den Dreien zur Last gelegten Taten im mehrfach bezeugten Zeitrahmen nicht zu bewerkstelligen war. Zu guter letzt stellte der österreichische Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger  auf staatsanwaltlichem Einspruchswege in Gang gesetzte Gerichtsverfahren 1975 endgültig ein.

Neue Forschungsergebnisse stellen vieles infrage

Die florentinische Verurteilung vom 15. Mai 1970 ist indes  nach wie vor in Kraft. Würden Hartung und Kufner nach Italien reisen – Kienesberger ist am 14. Juli 2015 verstorben – müssten sie mit Verhaftung rechnen. Sie gelten nach wie vor als „Terroristen“, „Attentäter“, „Mörder“ – nicht allein im Stiefelstaat und dessen (zumindest unter rechtshistorischem Aspekt) fragwürdiger Justiz, sondern auch weithin in der Publizistik und, was ebenso schlimm ist,  in der wissenschaftlichen Südtirol-Geschichtsschreibung. Die  vor vier Jahren publizierten akribischen Forschungsergebnisse des österreichischen Militärhistorikers  Hubert Speckner („Zwischen Porze und Roßkarspitz…“ Der „Vorfall“ vom 25. Juni 1967 in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten; Wien, Verlag Gra&Wis, 2013 ) zur Causa vermochten daran bisher wenig zu ändern. Zu hoffen bleibt, dass  seine jüngst erschienene Publikation(Von der „Feuernacht“ zur „Porzescharte“. Das „Südtirolproblem“ der 1960er Jahre in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten; Wien, Verlag Gra&Wis, 2016), in welcher er auf nahezu 800 Seiten anhand zahlreicher damaliger Geschehnisse offenlegt, wie Italien (nicht nur) während der „Bombenjahre“ in Südtirol manipulierte und täuschte, das zeitgeschichtliche Bild endlich nachhaltig zu revidieren vermag. Seine langjährigen umsichtigen Quellenstudien – Akten der Staatspolizei (StaPo) und der Justiz sowie einschlägiger Dokumentationen des Entschärfungsdienstes des Innenministeriums und „streng geheimer“ Bestände des Verteidigungsministeriums über den Einsatz des Bundesheeres an der Grenze zu Italien anno 1967 – zeigen nämlich unter Einbeziehung neuerlicher Expertisen von Spreng(mittel)sachverständigen und Erkenntnisse mehrerer militärfachlicher Erkundungen des Geländes rund um die Porzescharte klipp und klar, dass die amtliche italienische Darstellung von einst nie und nimmer der Wahrheit entspricht.

Was gegen Italiens Darstellung spricht

Im Rückblick auf die Geschehnisse von vor nunmehr 50 Jahren ist es Speckners Forschungsergebnissen zufolge höchst zweifelhaft, ob seinerzeit die vier „Attentatsopfer“ überhaupt auf der Porzescharte zu Tode gekommen waren. Weder die österreichische noch die italienische Seite legte in den in Österreich stattgehabten Gerichtsverfahren Totenscheine, Obduktionsbefunde oder eine amtliche Tatortbeschreibung vor. Innenminister Dr. Franz Hetzenauer (ÖVP) und Dr. Stockervon der Sicherheitsdirektion Tirol (Fernschreiben  an das Innenministerium vom 28.06 1967),  sowie der Osttiroler Bezirkshauptmann Dr. Othmar Doblander (Bericht  vom 27.06.1967),  die unmittelbar nach der italienischen Geschehensmeldung  unabhängig voneinander den Tatort besichtigten und dort nichts gewahrten, was nach Tod und Verderben aussah, wurden nicht zu den 1968 beginnenden mehrinstanzlichen Prozessen  geladen und ihre Berichte offensichtlich bewusst zurückgehalten. Diese belegen, dass der angebliche Tatort ungesichert war und anders aussah, als ihn die eingesetzte italienisch-österreichische „Untersuchungskommission“ vorfand, die ihn erst nach zehn Tagen (sic!) in Augenschein nahm.  Was den (parteifreien) damaligen österreichischen Justizminister Prof. Dr. Hans Richard Klecatsky († 23. 04. 2015) davon überzeugt sein ließ, dass es sich bei dem „angeblichen Attentat um eine rein inneritalienische Manipulation auf der Porzescharte“ handelte, womit er aber in der ÖVP-Regierung unter Kanzler Josef  Klaus kein Gehör fand.

Aus den erstmals ausgewerteten österreichischen Quellen  geht hervor,  dass sich in den  Erhebungen dieser „Untersuchungskommission“ zahlreiche Unstimmigkeiten finden und sich vieles von dem, was den damaligen Justizverfahren gegen die „Attentäter“ zugrunde gelegt worden war, so nicht ereignet haben konnte.  Es ergaben sich aus Speckners Untersuchung zudem objektive Befunde, welche den Aussagen von italienischen „Zeugen“ und den Verlautbarungen aus dem italienischen Militär diametral entgegenstehen. Einiges spricht dafür, dass die Getöteten  bei einer Verminungsübung des italienischen Heeres auf dem Kreuzbergsattel einem Unfall zum Opfer gefallen und zur Porze verbracht worden sein dürften.

„Strategie der Spannung“

Politisch nahm Italien das angebliche „Porze-Attentat“ zum Vorwand, um sein Veto gegen den Beginn von Verhandlungen über Österreichs EWG-Assoziierungsbegehr einzulegen. Darüber hinauspasste es im Rahmen der gesamten Südtirol-Problematik auch nurallzugut in die „Strategie der Spannung“. Mit der „strategia della tensione“ trachteten verschwörerische Kreise in Teilen italienischer Dienste sowie des geheimen „Gladio“-Netzwerks des Militärs danach, die gesellschaftliche Unterfütterung zu bereiten für einen (letztlich erfolglos gebliebenen) Wechsel in Italien hin zu einem autoritären Regime. Dabei  gab es durchaus nicht wenige „getürkte“ Attentat(sversuch)e, von denen Senator Marco Boato im 1992 veröffentlichten parlamentarischen Untersuchungsbericht auch auf Südtirol bezogene auflisten ließ. Aufschlussreich ist eine Bekundung desCarabinieri-Obersten Amos Spiazzi, wonach  „der Staatsapparat in den Südtirol-Terrorismus involviert gewesen“ sei.

Oberster Drahtzieher war General Giovanni De Lorenzo, ursprünglich Leiter des Militärgeheimdienstes SIFAR, danach Kommandeur der Carabinieri-Truppe, aus der heraus er Vertrauensleute ins Gladio-Netz einschleuste. Der Gladio-Prozeß in Rom 1994 warf ein bezeichnendes Licht auf die Umtriebe De Lorenzos und seiner Mannen, auch in Südtirol. Angeklagt waren unter anderen General Paolo Inzerilli, ehemaliger SISMI-Chef und Kommandeur der illegalen Gladio-Einheiten sowie das Gladio-Mitglied Francesco Stoppani. Eigens dazu angeworben, sollte Stoppani Kienesberger entweder nach Italien entführen oder liquidieren. Inzerilli hatte in dem Verfahren die früheren Minister Attilio Ruffini und Virginio Rognoni – beide bekleideten in diversen Kabinetten Ministerämter –  beschuldigt, von alldem gewusst zu haben.  Schließlich und endlich stellte Peppino Zangrando,  als Präsident der Belluneser Anwaltskammer von hoher Reputation,  in der „Causa Porzescharte“, in der er jahrelang recherchiert hatte, ein Attentat des BAS  in Abrede. 1994 wollte er den Fall neu aufrollen, sein Wiederaufnahmeantrag scheiterte aber an der Staatsanwaltschaft.

Verfehlte Empfehlungen

Was folgt aus alldem? Der BAS hat 1967 auf der Porzescharte kein Attentat verübt. Die dafür verantwortlich gemachten Hartung, Kufner  sowie (der mittlerweile verstorbene) Kienesberger  sind  zu Unrecht verfolgt worden. Ein halbes Jahrhundert nach dem Geschehen, das sich offenkundig anders denn offiziell dargestellt abspielte, wäre es an der Zeit, das florentinische Fehlurteil aus der Welt zu schaffen, das ihnen ein Kainsmal aufdrückte.

Seit Jahren raten und/oder empfehlen regierende österreichische Bundes- und Landespolitiker (vornehmlich jene Tirols und zuvorderst jene von ÖVP und SPÖ), aber auch Politiker des 1919 von Italien annektierten südlichen Teils Tirols, vorzugsweise jene der Südtiroler Volkspartei (SVP),den wenigen BAS-Aktivisten, denen noch immer die Vollstreckung italienischer Urteile in Italien droht, sie mögen doch bitteschön Gnadengesuche einreichen.   Mit Verlaub – das ist Chuzpe. Die in der „Causa Porzescharte“  unrechtmäßig Beschuldigten und zudem menschenrechtswidrig Verurteilten, von denen nur mehr Univ.Prof. Dr. med. Erhard Hartung und Egon Kufner unter den Lebenden weilen, wären doch von allen guten Geistern verlassen, so sie um Gnade bettelten für eine Tat, die sie nicht begangen haben.  Sollten indes maßgebliche Organe der Republik Österreich, deren damalige Amtsträger  sich  hasenfüßig und gegenüber Italien unterwürfig verhielten,  50 Jahre nach einem „Attentat“, das es Speckners Forschungen zufolge (so) nicht gab, noch immer keine Verpflichtung zur Rehabilitierung politisch und justitiell malträtierter Staatsbürger sehen, so wäre das eine Schande.

 Der Autor gehörte 27 Jahre der Redaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an und war von 1994 bis 2012 deren Wiener Korrespondent. Seitdem lehrt er an österreichischen und ungarischen Hochschulen.

Zum Thema

Porzescharte 1967 https://youtu.be/azXWcLVGPM4

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Was ist denn nun mit dem Klimawandel?

Qu´es-ce qui est maintenant avec le changement de climat?

What is now with the climate change?

 

Donald Trump wird derzeit wegen seiner Drohung aus dem Klimaabkommen von Paris, dem die USA gar nicht als Mitglied angehören, „auszusteigen“, schwer angegriffen. Nun ist der heillos überforderte US-Präsident eine Sache, das anscheinend wertlose Abkommen von Paris eine andere. Interessanter ist, was es mit dem angeblich durch Menschenhand verursachten Klimawandel wirklich auf sich hat.

Professor Dr. Friedrich Karl Ewert, ein Geologe,  hat nach seiner Pensionierung mit methodischer Gründlichkeit begonnen, den Klimawandel zu hinterfragen und will dabei  eine eher unglaubliche Entdeckung gemacht haben: Zwischen den Jahren 2010 und 2012 sollen die seit 1881 gemessenen Temperaturen massiv im Nachhinein verändert worden sein, so dass sich vor allem für den Zeitraum ab 1950 eine deutliche Klimaerwärmung ergibt, die es vorher so nicht gab. Interessant!                                                                                                                                                                  Neben und schon vor Prof. Ewert begannen sich immer mehr Klima-Skeptiker mit dem Phänomen eines CO2-verursachten Klimawandels zu beschäftigen. Etwa der mir persönlich bekannte Atmosphärenphysiker Fred Singer (Uni Virginia).                                    Viele wittern  ja hinter der  ganzen CO2-Geschichte eine Art Verschwörung von Kirche, Atom- und Fossilenlobby und Wirtschaft  – unter Mithilfe von  Wissenschaftlern und Politikern – zum Zwecke  einer gigantischen Geschäftemacherei und vermehrter Kontrolle des Bürgers.

Auch Dipl.Ing. Walter Lüftl zählt zu jenen, die sich intensiv mit der CO2-Frage auseinandergesetzt haben und zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sind als etwa eine  Wissenschaftlerin wie Prof. Kromp-Kolb  https://youtu.be/voXXPDpTEDk .                          Im Folgenden nun Walter Lüftls  Beitrag:

Der Klimawandel und dessen Nutznießer

 

Das Klima hat sich immer gewandelt, und das ohne menschlichen Einfluß. Allein in den letzen 100.000 Jahren gab es  im alpinen Bereich vier Eiszeiten, die Günz=, Riss=, Würm- und Mindeleiszeit. Und da gab es sicherlich noch kein anthropogenes industriell in die Luft abgesondertes„ “Umweltgift CO2”  (lt. deutscher und österreichischer Umweltminister )                                                                                                                              982      besiedelten die Wikinger das einst grüne Land Grönland und betrieben fortan dort Ackerbau und Viehzucht. Im 14. Jahrhundert bescherte das Wetter dann dort ein „kleine Eiszeit“  und die Wikinger verschwanden von Grönland spurlos.

Der Mensch hatte keinen Einfluß auf das Wetter und produzierte, außer  durch Ausatmen, Kochen und Heizen, kein Treibhausgas C02. Damals war der Gehalt an C02 inder Luft etwa 200-250 ppm (parts per million), heute hält er bei etwa 350 ppm und ist leicht steigend. Ein Molekül C02 ist derzeit also von ca. 3000 Molekülen Stickstoff, Sauerstoff und sonstigen Spurengasen umgeben. Und dieses „Waisenkind“ der Luft soll die Infrarotstrahlung der Erde schadensstiftend zurückhalten? Und wenn sich der C02-Gehalt in der Luft in vielen Jahrzehnten auf 700 ppm verdoppelt? Steigt deswegen die Globaltemperatur?

Frau Merkel (eine gelernte Physikerin!) – man glaubt es kaum – will ja erklärtermaßen deren Anstieg auf zwei Grad Celsius beschränken. Größenwahn? Die Sonne, unsere Energiespenderin – -liefert derzeit 15.000mal mehr Energie als die Menschheit erzeugt und verbraucht– wird sich von solchen Absichtserklärungen sicherlich nicht beeeinflussen lassen, und deswegen darf   ja der C02-Gehalt der Luft nicht steigen. Die Globaltemperatur steigt wegen künftigem höherem C02-Gehalt sicher nicht.

Infolge des Hemy’schen Gesetzes (Kennt keiner der „Klimaexperten“) steigt nach einer Erhöhung des C02-Gehaltes- in der Luft gleichartig auch der C02- Gehalt im Meer. Weiß bekanntlich implizit jeder, der mit einer Sodawasserflaschenfüllung und dem Konsum des so produzierten Sodawassers umgehen kann.                                                                                    Im Meer lauern dann die Kokkolithophoriden, denen das vermehrt im Meer  sich lösende C02 zum Fressen gereicht. Die Kokkolithophoriden  (Kernsteinträger) sind winzige (5-30µm große) einzellige Geisealgen (Kalkflagellaten), die ausschließlich im Meer leben (bis 35 Millionen in einem Liter Meerwasser). Ihr Massenauftreten ist ein Anzeiger für gute Fischgründe. Sie sind lebende Kalkfabriken und verwandeln C02 in Kalk. Sie sind in ihrer Masse bedeutende Geschöpfe, etwa als Futter für Millionen an Kleinkrebsen, die ihrerseits wieder Futter für größere Tiere sind.

Als Sauerstoffproduzenten sind sie für Hai und Kabeljau so wichtig wie Bäume für uns Menschen. Haben sie sich in 20 Minuten an C02 sattgefressen, so teilen sie sich und danach fressen 2 ,,Kokkos“ und nach 40 Minuten 4 und nach einer Stunde 8. Bis wieder ein Gleichgewicht an Zustrom und Verspeistem eintritt. Die nicht vom maritimen Getier gefressenen „Kokkos“sterben und sinken auf den Meeresgrund. Sie bilden dort in 1000 Jahren ca. 4 cm Kalksediment, das sind in einer Million Jahre 40 Meter. Und wenn der C02- Gehalt in Jahrzehnten sich verdoppelt, dann verdoppelt sich halt das Kalksediment. Das ist alles.

Und da wollen die präsumptiven Nutznießer des .Klimawandels das „Treibhausgas“C02 aus der Luft abscheiden und komprimiert in Tiefbohrlöchern  und Kavernen unterbringen. „Sequestrierung des C02″nennt man diese unnötige Prozedur. Und dabei sequestrieren seit Millionen Jahren die„Kokkos“ freiwillig das jeweils anfallende C02 in jeglicher Konzentration, sind glücklich dabei und fordern den Fischbestand. Weiß das Frau Merkel?

Klima ist bloß eine Statistik über 30 Jahre Wettergeschehen. Der Mensch kann das Wetter nicht ändern, er kann daher auch das Klima nicht ändern. Das Wetter ist die Wirkung von Wind und Niederschlägen. Das wußte schon Jesus. Im Evangelium des Johannes (3.Kapitel, 8.Vers) sagt er in der Nacht vor seiner Kreuzigung zum Pharisäer Nikodemus: „Der Wind weht wo er will, du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht“.Wir können also fürderhin unbesorgt vergessen, dass das vom Menschen produzierte C02 als „Treibhausgas“ einen Treibhauseffekt mit der Folge Erderwärmung  auslöst.

Wir müssen uns auch nicht vor dem Ansteigen des Meeresspiegels als Folge des Abschmelzens der Polkappen fürchten. Das nördliche Polareis schwimmt bekanntlich, und da steigt bei seinem Schmelzen nichts. Schon wieder ein Gesetz, und zwar diesmal das des Archimedes von dem die Klimaalarmisten nicht zu wissen scheinen. Selbst wenn wirklich einmal in einem sehr heißen Polarsommer das ganze Polareis schmölze, in der darauf folgenden Polarnacht friert alles mit Gewißheit wieder zu. Dann schneit es auf die Eisschicht und dann ist im Frühjahr auch die Albedo (Rückstrahlung der weißen Schneeschichte) wieder da.

Am Südpol hat es nach zwei Grad Temperaturanstieg (Mehr will Frau Merkel ja nicht zulassen!) statt -60 Grad bloß -58 Grad. Was soll da schmelzen? Selbst wenn am Rande der Antarktis gelegentlich Plustemperaturen aufträten: bei der Masse des Südpolareises ist das bedeutungslos da auch hier wieder die bekanntlich langdauernde Polarnacht folgt.

Man will dem zahlenden Publikum, vor allem den steuerzahlenden Bürgern, mit all den Klimamärchen  (,,Religion der Nachhaltigkeit „) nur das Geld herauslocken. Wie klagt  doch der  Salzburger „Jedermann“ knapp  vor  seinem vorzeitigen moralisch  nicht  gerechtfertigtem Tode: „Wollen alle nur dein Geld“.

Die Trittbrettfahrer  des Klimawandels  wollen dem Bürger unter Mithilfe korrumpierter Wissenschaftler  (machst du nicht mit, kriegst du keine Fördermittel!) unnötige Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen überteuert verkaufen. Das unter Mithilfe  staatlicher Stellen, die Regeln erlassen, die dieses, den Bürger  schädigende  Tun noch oktroyieren.

Ein Beispiel ist der extreme Wärmeschutz, der dazu führt, dass sich der Bürger 20 cm Wärmedämm-Material auf das Haus kleben muss (bei 8 cm ist das praktische Optimum), das er nach  der Erreichung der Lebensdauer des Hauses als Sondermüll herunterkratzen und separat entsorgen muss. Die meisten energiesparenden Maßnahmen“ haben überdies eine Amortisationsdauer von 30-50 Jahren, aber eine Lebensdauer von nur 20-30 Jahren. Alles ein negatives perpetuum mobile.

Wer denkt da nicht an das Passivhaus? Das Putzen der rasch verschmutzenden umfangreichen Luftleitungen kostet mehr als an Energie eingespart werden kann. Das gleiche gilt für die uns von Brüssel im Interesse der Industrielobby oktroyierten Brennwertthermen. Deren  Energieersparnis  wird  zum  finanziellen Desaster, betrachtet man die Gesamtbilanz. Und die bestehenden Heizkörper der Radiatorenheizung sind dann zu klein.

Unsere Industrie wird durch den Handel mit C02-Zertifkaten grob behindert. Gewisse Industrien (Zement,Stahl) stoßen produktionsbedingt eben C02 aus. Die vertreibt man aus dem Land. Wir kaufen dann Zement in Kenia und Stahl in China. Aber warum gibt es die C02-Zertifikate? Warum handelt man im wahrsten Sinne mit heißer Luft? Das eigentliche „Treibhausgas“ ist ja nicht das C02, sondern der Wasserdampf. Aber mit Wasserdampfzertfikaten kann man nicht handeln, da müßten die Meere (als Quellen) und die Wüsten (als Senken) eingebunden werden, und das geht nicht. So handelt man halt mit den C02- Zertifikaten.

Alles das verdanken wir der Religion der Nachhaltigkeit, diese sollte nach dem Ende des ,,kalten Krieges“ der Menschheit wieder ,,Ängste“ machen. Nichts gegen sparsamere Maschinen und Energie sparende Methoden. Jede vernünftige Reduzierung an Verbrauch fossiler Energie, Ausbau von Wasserkraft, Solarenergiegewinnung in der Sahara, Windenergiegewinnung in der Nordsee, wirtschaftliche Stromspeicherung usw. sei willkommen. Dagegen hat ja niemand einen Einwand. Aber alles gegen die beabsichtigte Ausplünderung der Bürger mithilfe der Märchens über den angeblichen C02-induzierten anthropogenen Klimawandel.

Ergänzung zum Thema CO 2 (Glaube und Fakten)

Nach der Pseudoreligion der Nachhaltigkeit hängt also das Überleben der Menschheit von der Bekämpfung des Satans (jede Religion bedarf eines Satans!) C02, dem ganz gefährlichen Umweltgift (Copyright diverse Umweltminister!) ab. Ganze Legionen von „Klimaexperten“ jeglicher Genese kämpfen einen wilden Kampf, der in Wahrheit ums Rechthabenwollen  geht und den diversen (höflich gesagt: nicht von Lieferinteressen und üblen politischen Absichten freien) Lobbys dient.  Dazu eine Stimme der Vernunft: Die bayrische Kabarettisten Lisa Fitz: „Ich fürchte mich weniger vor der drohenden Erderwärmung als vor der drohenden Volksverdummung.“ Wie wahr die Dame spricht!

Jetzt aber zur Sache: Die Lösung des Problems des anthropogenen C02 liegt nicht im Pseudotreibhaus mit seinen Pseudotreibhausgasen, sondern in der Botanik.                      Dazu ein paar Fakten:

Ein Buchensamen von 0,2g Gewicht enthält etwa 0,lg Kohlenstoff. Aus diesem Samen geht im Verlauf von 100 Jahren ein Baum von etwa 5OOOkg Gewicht mit 1250 kg Kohlenstoff hervor, der nur aus der Luft gewonnen wird. In dieser ist der derzeit in Form von C02 mit etwa 380 ppm je Liter enthalten. Rund 8 Millionen m3 Luft wurden bei diesem Wachstumsvorgang verbraucht und dabei 8 Millionen m3 Sauerstoff produziert. Die durch die Photosynthese (Assimilation) gebundene Sonnenenergie ist jetzt im Holzenthalten und kann beim Verbrennen im Ofen im nächsten Winter wieder gewonnen werden. Das ist so. Einfach so!

Die Bildung von Zucker und Stärke durch die Fotosynthese hat noch einen interessanten Aspekt: Bei voller Sonneneinstrahlung entstehen in der Stunde pro m2 Blattfläche beispielsweise beim Lauch l,2g, bei der Tulpe 1,3g, beim Tabak 1,4g bei der Sonnenblume 1,8g und bei der Wasserrose gar 2,3g Zucker oder Stärke. Und das alles aus dem „Umweltgift C02″! Und das wollen alle möglichst vermeiden und sogar aufwendig „sequestrieren“ . Ja haben die alle noch ihre Sinne beisammen?

Wozu „sequestrieren“? Das C02, das die Fotosynthese übrig läßt, sequestrieren seit 200 Millionen Jahren die Kokkolithophoriden in der Tiefe der Ozeane. Das Ergebnis dieses Gratissequestrierens“ sind u.a. die Nördlichen und Südlichen Kalkalpen, die Klippen von Dover, in der Normandie und von Rügen.

Warum man also das C02 so verbissen bekämpft (C02-Ausstoß sparen als Folge besserer Energienutzung kann   an sich als lobenswert bezeichnet werden!) bleibt dem in Botanik Versierten verschlossen. Vielleicht sollen alle „Klimaexperten“ sich endlich einmal in ein Lehrbuch der Botanik vertiefen und dann nach dem „Damaskus-Erlebnis“ nicht mehr auf des Verbreiten von „Ängsten“ (Neudeutsche links- gutmenschliche Pluralform) setzen. Die Welt wird diese noble künftige Zurückhaltung gebührend zu würdigen wissen.

Provokantes zum Thema

Prof.Wolfgang Thuene zu CO2 https://youtu.be/ysmt83Gx2TY

„Klima-Lüge“ seit 1961 geplant?:
https://www.youtube.com/watch?v=J8Bj7ZdH5Fw

Klima-Schwindel https://youtu.be/GtBqlRUiP2g

SchrangTV deshalb gesperrt?  https://youtu.be/IcN5aRkvNTc

Andreas Popp dazu https://youtu.be/rPnv1MyhDwI

Das UN-Gremium IPCC ist ein politisches Gremium und kein wissenschaftliches <http://www.epochtimes.de/umwelt/der-co2-schwindel-teil-i-a104126.html>

Maurice Strong – der mächtigste Mann hinter dem CO2- <http://www.epochtimes.de/umwelt/der-co2-schwindel-teil-v-a120128.html> Spiegel-Artikel:
„Radikales Professoren-Plädoyer – „Todesstrafe für Leugner des Klimawandels“:
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/radikaler-professor-todesstrafe-fuer-leugner-des-klimawandels-a-875802.html

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Noch ist Deutschland nicht verloren!

L´Allemagne n´est pas encore perdue                                                                    Germany is not still lost

 

So  manch einer mag darüber staunen, und ich gestehe, ich gehöre dazu, wie es denn möglich sei, dass  das deutsche  Volk anscheinend noch immer zu den bekannt fahrlässig und verantwortungslos handelnden  Regierenden hält, obwohl es doch offensichtlich ist, dass deren Politik eine nachhaltige Katastrophe  zeitigen wird. Und zwar nachhaltiger als die Hitlers. Ist dieses großartige Volk 1918 und 1945 doch wie Phönix aus der Asche auferstanden. Bei Fortsetzung der gegenwärtigen Berliner Politik könnte aber  in spätestens einer Generation das letzte Blatt  erwähnenswerter deutscher Geschichte geschrieben worden sein. Unfassbar für viele Freunde dieses großen Volkes.

Schauerliches Verdienst und zweifelhaften Ruhm dann jenen, die dieses „Germany must perish“ zu Ende geführt haben würden. Wenn in diesem Zusammenhang unweigerlich und nicht ganz unpassend der Name Merkel fällt, so könnte es derzeit anders wohl nicht sein. Vergessen wir aber nicht, die  schelmische Dame aus Herrn Seehofers Bierzelt ist nur die nach vorne geschobene Vollstreckerin. Und hat denn nicht die Mehrheit der  im Bundestag vertretenen Parteien der verhängnisvollen Politik dieser Dame durch aktives oder passives Verhalten ihren Segen gegeben? Wo ist der nationale Held, der  im Berliner „Reichstag“ aufgestanden und für die Sache des Volkes auf die Barrikaden gegangen wäre?

Entsprechend verheerend  sieht –  von der verpatzten Energiewende über die endlose Eurorettung bis hin zum bevölkerungspolitischen Bankrott – das politische Ergebnis von Madame Gnadenlos  aus.  Mit Zustimmung ihrer Kollegen bricht sie Wahlversprechen und Verträge (z. B. Maastricht) nach Belieben,  rettet für ein paar Atemzüge lang, französischen Banken zuliebe, das griechische Desaster, zieht deutsche  Steuerzahler in den EU-Schuldensumpf, halst der  Deutschen Bank praktisch à fonds perdu  eine Billion Euro auf und, wie es den Anschein hat, bastelt nun gemeinsam mit Rothschild-Mann Macron an einer weiteren Belastung Deutschlands. Natürlich fördert das im Verein mit Multikulti die Zentralisierungstendenzen und läuft  mehr oder weniger auf eine EU-Planwirtschaft hinaus.

Aus dem richtigen Blickwinkel gesehen, geht Merkels karnevalesk anmutender  Aufruf im bayrischen Bierzelt irgendwie doch auch in diese ihr einigermaßen vertraute  planerische Richtung. Obwohl, es klingt ja verlockend, aber reichlich spät „Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen“. Bis jetzt geschlafen, Frau Merkel? Oder bloß eine ihrer Blendgranaten? Ausgesprochen erheiternd, denn so streut man seinen Publikum Sand in die Augen. Jahrzehntelang krochen deutsche Politiker nach Washington, übrigens auch in den Nahen Osten. Und jetzt soll damit Schluss sein, nur weil Selbstdarsteller Trump barsch und direkt das sagt („I am the boss here!“), was seine Vorgänger meist noch höflich umschrieben?

Man könne sich auf  andere, gemeint hat Madame ihre US-Amerikaner, nicht mehr verlassen. Welche Überraschung! Nun, wenn  US-„Fan“-Merkel das Gesagte ernst meint, warum fordert sie dann nicht endlich den Abzug der Besatzer-Freunde? Dann kämen wir allerdings zu des Pudels Kern. Doch um den, Selbstachtung und Souveränität, macht man garantiert auch weiterhin einen weiten Bogen. So kann ich dem, was der ehemalige österreichische Nationalratsabgeordnete Gerald Grosz  kürzlich schrieb, nur zustimmen. Dieser meinte nämlich in einem Leserbrief: “Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was tödlicher für unseren Kontinent ist: Die hinterhältige Politik der USA oder die Dummheit europäischer Staatsführer“.

Doch „Dummchen“ Merkel und Konsorten, dazu auch Monsieur Macron zählt, dürften, vermutlich den Vorgaben eines  transatlantischen Netzwerkes folgend, noch Großes für ihre jeweilige Nation vorhaben. Im grellen Licht  der  Trump-„Show“ zwar etwas verdrängt, könnte aber dieses – wie manche meinen – kriminelle Vorhaben  nicht nur Deutschland das Genick brechen. Das Attentat von London hat uns ja die Kollateralschäden dieses großen Unternehmens wieder stärker in den Vordergrund gebracht. Gemeint ist natürlich jenes Unternehmen, das  man in der UNO verharmlosend „Replacement Migration“ und  bei uns schon konkreter   Bevölkerungsaustausch nennt. Es ist nur schwer vorstellbar, dass sich das deutsche wie das gesamte EU-„Establishement“ der  weiteren Folgen nicht bewusst ist.

Dieser unglaubliche, ja verschwörerisch anmutende  vor mehr als einem Jahrzehnt gestartete große Austausch am Heimat- und Selbstbestimmungsrecht der  Völker vorbei ist aber nun an einen Punkt gelangt, der einen sofortigen Einwanderungsstop und ein grundlegendes Überdenken der Asyl- und Sicherheitspolitik bei gleichzeitiger Neuausrichtung deutscher  wie auch europäischer Geburten- und Familienpolitik erforderte. Geschieht dies nicht, würde  nicht nur ein Deutschland, das diesen Namen verdient, endgültig Geschichte sein, sondern zumindest auch der Westen Europas.

Wenn also die traditionellen Parteien heute unübersehbar mit ihrem Latein am Ende sind, und so  ja eigentlich auch die meisten ihrer Politiker, dürfen wir dabei nicht übersehen, dass das System an sich noch so weit intakt ist, um aufkommende patriotische Kräfte eine Weile noch mit neuen Marionetten und Brot und Spielen  bei Laune zu halten. Dennoch ist auch die Wiederwahl eines personifizierten  deutschen Verhängnisses wie Merkel nicht ganz auszuschließen. Aber generell läuft nicht nur ihre Zeit ab. Mögliche Nachfolger laufen sich ja bereits warm, davon einer besonders.

Der Politiker oder die Politikerin der Zukunft jedoch wird nicht diesem politischen System mit seinem tödlichen Virus dienen wollen und auch nicht können, denn er oder sie wird wie Generationen zuvor von Pflichtgefühl und Wahrhaftigkeit geleitet sein müssen. Ein Pflichtgefühl, in diesem Fall  als Lebensprinzip, das sich in Worten und Taten zeigt und das, ideologisch zwar unterschiedlich, sich bei einigen Ausnahmeerscheinungen von Volksvertretern bereits heute  bemerkbar macht. Mögen die vorerst wenigen dafür in Frage kommenden Politiker und Politikerinnen angesichts der  täglichen Anfeindungen und Verlockungen stark bleiben. Noch ist Deutschland nicht verloren.

Zum Thema

Verhängnis Merkel im Bierzelt https://youtu.be/P53FJrsTbRA

Erfrischende Christina Baum (AfD) zum Bevölkerungsaustausch https://youtu.be/Zy8FTsvpbAs

und ebenso couragierte Sahra Wagenknecht (Linke) zur Europapolitik  https://youtu.be/0Rh9tBqqFWs

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