St.Germain en Laye 1919 – Das Friedensdiktat

St.Germain en Laye 1919 – Le dictat de paix

St.Germain en Laye 1919 – The peace dictat

Am 10. September 1919 wurde in St. Germain en Laye das Friedensdiktat von der Delegation aus Wien und von den Alliierten unterschrieben. Jenes Diktat, das Hitlers Aufstieg ermöglichte und den Nährboden für den Zweiten Weltkrieg aufbereitete und dessen westliche Sieger kraft der von ihnen erfundenen „Alleinschuld“ Deutschlands, dieses seit 1945 politisch am Boden halten und jetzt, noch ohne Weltkrieg, ökonomisch in die Schranken weisen können.  Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Wolfgang Schimank, bringe ich hier nachstehend seinen Beitrag zum Thema Friedensdiktat, der im Debatten-Magazin www.theeuropean.de  veröffentlicht wurde.

 

Der Weg bis zur Unterzeichnung des Vertrages von St. Germain en Laye

von Wolfgang Schimank*

Nachdem 1918 die Staaten der Mittelmächte Deutschland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und das Osmanische Reich gegenüber der Entente militärisch kapitu-lieren mussten, wurden von den Siegermächten sich die einzelnen Staaten vor-geknöpft, um ihnen die Friedensbedingungen zu diktieren.

Der Reigen begann mit dem Deutschen Reich. Deutschland musste äußerst harte Bedingungen hinnehmen. Entgegen europäischer Gepflogenheiten wurde dem ehemaligen Kriegsgegner kein Verständigungsfrieden angeboten. Persönliche Rachegelüste der französischen Politiker Raymond Poincaré und Georges Clemenceau sowie finanzielle Begehrlichkeiten der angloamerikanischen Finanzelite (Bezahlung der Interalliierten Kriegsschulden), alles verbrämt mit moralischen Floskeln und einseitigen Schuldzuweisungen, prägten die Verhandlungen zum Versailler Vertrag.

Frankreich war an einer Schrumpfung Deutschlands interessiert, damit es ihm militärisch nicht mehr gefährlich werden konnte. Großbritannien ging es mit der territorialen Verkleinerung vornehmlich darum, einen wirtschaftlichen Konkurrenten empfindlich zu schwächen. Deutschland verlor ein Territorium von ungefähr 75.000 km², was ungefähr der Fläche des heutigen Österreichs entsprach, und durfte nur ein stehendes Heer von 100.000 Mann haben. Dieses Friedensdiktat unterschrieben dann die deutschen Vertreter am 28. Juni 1919 in Versailles.

Es mussten am 27. November 1919 in Neuilly sur Seine die Bulgaren, am 11. Mai 1920 in Sevres die Türken und am 4. Juni 1920 in Trianon die Ungarn ebenso harte Friedensbedingungen akzeptieren. In Wien war die Regierung über den Inhalt des Versailler Vertrages mehr oder weniger informiert. Ihr war bewusst, dass auch an den Deutsch-Österreichern der Kelch nicht vorbeigehen würde. Fraglich war nur, in welchem Ausmaß.

Am 21. Oktober 1918 bildete sich als Reaktion auf die Proklamation des Völkermanifestes durch Kaiser Karl aus den deutschen-österreichischen Abgeordneten des Reichsrates die Provisorische Regierung. Am 11. November 1918 dankte Kaiser Karl I. ab. Da nun eine konstitutionelle Monarchie als Regierungsform nicht mehr möglich war, wurde die Republik Deutsch-Österreich ausgerufen. Nach den Wahlen vom 16. Februar 1919 konstituierte sich der neue Nationalrat, der dann Dr. Karl Renner erneut zum Staatskanzler wählte. Im deutsch-österreichischen Parlament waren einerseits Politiker von Gebieten vertreten, die die anderen Völker der ehemaligen k.u.k. Monarchie nicht wollten und worauf das junge Deutsch-Österreich Gebietsansprüche stellte. Hierzu zählten Südtirol, Sudetendeutschland, Teile von Schlesien, deutsche Sprachinseln in Mähren und das Burgenland, welches einst zur ungarischen Reichshälfte gehörte.

Die tschechoslowakische Regierung intervenierte massiv bei den Alliierten, weil sie die „Zerreißung“ ihres beanspruchten Territoriums verhindern wollte… Im Süden Deutsch-Österreichs stellte das frisch gegründete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen Gebietsansprüche auf Kärnten und die Steiermark. Es ging zuweilen auch militärisch vor, um vor Abschluss des Diktats von St. Germain Tatsachen zu schaffen. Deutsch-Österreich war zu diesem Zeitpunkt ein Staat mit einem undefinierten Staatsgebiet.

Am 2. Mai 1919 erhielt die deutsch-österreichische Regierung vom „Obersten Rat der Entente“ eine Vorladung. Sie solle sich unverzüglich nach St. Germain en Laye, einem Vorort von Paris, begeben. Am 14. Mai 1919 fand sich die nach zähen Diskussionen zusammengestellte Delegation dort ein. Sie wurde in der Villa Reinach und in zwei naheliegende Gebäude einquartiert. Ihre Unterkunft wurde hermetisch abgeriegelt. Die Deutsch-Österreicher durften, wenn sie ins Freie wollten, sich lediglich auf dem Hof aufhalten. Ansonsten herrschte eine absolute Nachrichtensperre. Selbst die Kommunikation nach Wien funktionierte nur stockend. Während die Delegationsmitglieder der Völker der ehemaligen k.u.k. Monarchie, außer die Ungarn, mit den Alliierten und den Medien auf verschiedenste Weise in Kontakt treten durften, war es der deutsch-österreichischen Delegation untersagt.

Wie sich später herausstellte, wurden die Deutsch-Österreicher viel zu früh eingeladen. Die Alliierten waren sich über einige Details der Friedensbedingungen noch nicht einig. Für die Delegation hatte es die mentale Auswirkung, als sei es eine absichtliche Taktik der Demoralisierung der Unterlegenen. Und so vergingen quälende Wochen des Abwartens, bis am 2. Juni 1919 um 12:15 Uhr mittags der französische Kriegsminister und Ministerpräsident Georges Clemenceau als Vorsitzender der Friedenskonferenz der deutsch-österreichischen Delegation den noch unfertigen Entwurf des Friedensdiktats übergab. Es fehlten noch Aussagen zu den Themen Finanzen, Armee und Reparationen und über den Status von Welsch- und Südtirol.

Die Delegation unter Staatskanzler Renner lehnte den ersten Entwurf ab, mit der Begründung, dass nicht die Republik Deutsch-Österreich für den Krieg zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Sie sei wie die anderen neu entstandenen Staaten aus Österreich-Ungarn hervorgegangen. Die Alliierten und Clemenceau ließen dieses Argument nicht gelten. Zudem wurde den Deutsch-Österreichern eine direkte Teilnahme an der Friedenskonferenz untersagt. Ihnen wurde lediglich die Möglichkeit eines schriftlichen Gedankenaustauschs mit Clemenceau gestattet. Als Staatskanzler Renner den noch unfertigen Entwurf des Friedensvertrages las, war er zutiefst entsetzt. Erschüttert schrieb er an die in Wien verbliebenen Regierungsmitglieder und Parlamentarier:

“Der Friedensvertrag vollendet die Verstümmelung, welche die militärische Besetzung deutschen Landes durch die Nationalstaaten begonnen hat. Nahezu alle Länder, selbst Niederösterreich, werden verstümmelt. Das letztere, indem künftige Wasserstraßen an der March ihm einfach weggenommen wird. Alle Bahnlinien, alle Straßen, Flußläufe werden verstümmelt. Fast nirgends ist die Paßhöhe die Grenze, sondern überall eine Linie unter den Paßhöhen. Wo eine blühende Stadt reinen deutschen Charakters sich dem fremden Sprachgebiet nähert, wird sie einfach annektiert, so Klagenfurt, Marburg [an der Drau] und Feldsberg. Die Westmächte haben, durch die sechs Monate, einseitig durch unsere beutegierigen Nachbarn beraten, diesen einfach ein weißes Papier hingelegt. Die älteren völkerrechtlichen Grundsätze, so daß ein Grenzfluß jedem Nachbarn bis zur Mitte gehört, daß eine Stadt nicht von ihren Gemüsegärten und ein Bauer nicht von seinem Flurstück getrennt werden dürfte, sind unbeachtet geblieben. Straßen, die nur einen Sinn haben, wenn sie einheitlich verwaltet werden, sind zerrissen.

Nun sind die Engländer und Amerikaner praktische Leute und würden sich meines Erachtens nie dazu entschlossen haben, solche Unsinnigkeiten zu unterschreiben, wenn sie eben Zeit und Gelegenheit genommen hätten, uns zu hören. Ich glaube nicht, daß sie eine sadistische Zerstörung aller Verkehrsadern und damit eines lebendigen Wirtschaftskörpers billigen werden, wenn sie erfahren, was da in ihrem Namen gesündigt wird.

Es wird so rasch wie möglich den Führern der Entente klar gemacht werden, daß sie, wenn sie Deutsch-Österreich zur Fertigung dieses Friedensvertrages zwingen, ihren Triumph gefährden, indem sie eine Leiche auf ihren Triumphwagen laden.”

Der Schriftverkehr mit den Mächten der Entente hatte wenig bewirkt. Der tschechische Außenminister Edvard Beneš, der nach dem Zweiten Weltkrieg einmal eine unrühmliche Rolle spielen sollte, beschwor die Alliierten, an die deutsch-österreichische Delegation keine Zugeständnisse zu machen. Die endgültige Fassung des Vertrages von Saint Germain-en-Laye lag am 2. September 1919 vor. Das Ergebnis war niederschmetternd:

Das österreichische Schlesien, das Sudetendeutschland, die deutschen Sprachinseln in Mähren wurden der Tschechoslowakei zugeschlagen. Damit wurden mehr als 3 Millionen Deutschen die Inanspruchnahme des Selbstbestimmungsrechts verweigert. Welsch- und Südtirol gingen an Italien. Die Zerreißung Tirols war und ist schmerzhaft, besonders aber der Verlust von Südtirol. Denn Südtirol war seit mehr als 1000 Jahren kulturell mit dem nördlichen deutschen Sprachraum verbunden. Aus dieser Gegend kam auch der berühmte Minnesänger Walther von der Vogelweide.

Deutsch-Österreich wurde neben Ungarn als einziger Staat, der aus Österreich-Ungarn hervorgegangen war, zu Reparationen herangezogen. Es durfte eine Berufsarmee von 30.000 Mann halten, wobei auch ihre Ausrüstung von den Alliierten vorgeschrieben wurde. Obwohl in Deutsch-Österreich eine Hungersnot herrschte, wurde es genötigt, an Italien, an das Reich der Serben, Kroaten und Slowenen und an Rumänien ungefähr 19.000 Stück Vieh zu liefern. Die Fischfangflotte, die Handels- und Kriegsschiffe sowie alle Flugzeuge gingen in das Eigentum der Alliierten über. Sämtliches staatliches Eigentum im Ausland galt als verfallen.

Für die Deutsch-Österreicher gab es 3 Gründe, warum sie zu fast 100% dafür waren, sich Deutschland anzuschließen:

  1. Seit mehr als 1000 Jahren gab es mit dem nördlichen deutschen Sprachraum bei aller Verschiedenheit eine kulturelle Bande.
  2. Weil die Landesteile des jetzigen Deutsch-Österreich im ehemaligen Österreich-Ungarn die Bodenschätze vor allem aus Böhmen und Obst, Gemüse und Getreide aus Mähren und aus der ungarischen Tiefebene bezogen und diese Landesteile nun verloren hatten, sahen die Menschen den jungen Staat nicht als wirtschaftlich überlebensfähig an.
  3. Die meisten deutschen Sprachinseln waren nur über Deutschland erreichbar.

Für die Sozialdemokraten gab es noch einen weiteren Grund. Hierzu möchte ich das „Historische Lexikon Bayerns“ bemühen. Dort ist zu lesen: „Ihr Ziel war die Bildung einer Einheitsfront mit den deutschen Sozialdemokraten, wie es in einem Wahlaufruf vom 4. Februar 1919 hieß: „Wir wollen uns mit dem roten Deutschland vereinen. Vereinigung mit Deutschland bedeutet jetzt Vereinigung mit dem Sozialismus.““

Die Durchsetzung des Willens der Deutsch-Österreicher, sich dem Deutschen Reich anzuschließen, wurde durch Artikel 88 des sogenannten Friedensvertrages vereitelt. Sie durften ihren Staat auch nicht „Deutsch-Österreich“ nennen. Die deutschfeindliche Handschrift Clemenceaus zog sich durch den ganzen Vertragstext. Der einzige Lichtblick im Vertrag war, dass das Burgenland Österreich zugeschlagen wurde. In den südlichen Gebieten Kärntens und der Steiermark durften Volksabstimmungen über den Verbleib bei Österreich oder den Abgang an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen abgehalten werden. Aus einem Riesenreich mit ungefähr 50 Millionen Menschen wurde ein kleiner Rumpfstaat mit 6,5 Millionen Bewohnern, wobei um die 2 Millionen in Wien lebten. Die Fläche schrumpfte von einst 340.000 km² auf nur 84.000 km².

Die Alliierten widersprachen mit diesen Friedensbedingungen ihren eigenen Prinzipien, für die sie angeblich in den Krieg eingetreten waren.

Am 6. September 1919 tagte in Wien ein letztes Mal das Parlament in der Zusammensetzung, in der es nicht mehr zusammentreten wird, mit den Abgeordneten der Ländereien, die laut den Vertrag von St. Germain anderen Staaten zugeschlagen wurden. Es wurde über diesen Vertrag, an dem es kein Vorbei gab, heftig diskutiert und abgestimmt. Letztendlich wurde unter Protest zugestimmt, wobei das Land Tirol wegen der nun feststehenden Zerreißung seines Landes sich der Stimme enthielt. Ein letztes Mal durften die Abgeordneten der verloren gegangenen deutschsprachigen Gebiete vor dem Parlament eine Rede halten. Es waren sehr emotionale Momente, gepaart mit dem Gefühl einer unendlichen Trauer und der Ohnmacht. Am bekanntesten waren die Reden von Rudolf Ritter Lodgman von Auen, Abgeordneter von Mähren und Österreichisch-Schlesien, und von Eduard Reut-Nicolussi, Abgeordneter von Südtirol. Hier ein Auszug der Rede von Reut-Nicolussi:

„Jedes Pathos ist heute zwecklos. Es ist unmöglich, jene Gefühle zu schildern, welche einen Mann beseelen, der in den Reihen der Tiroler Jäger [Tiroler Kaiserjäger] gegen Italien gekämpft und sein Blut vergossen hat und nunmehr mit seinen Brüdern in die Knechtschaft wandert.

Gegenüber diesem Vertrage haben wir mit jeder Fiber unseres Herzens, in Zorn und Schmerz nur ein Nein! Ein ewiges und unwiderrufliches Nein!“ „Es wird jetzt in Südtirol ein Verzweiflungskampf beginnen um jeden Bauernhof, um jedes Stadthaus, um jeden Weingarten. Es wird ein Kampf sein mit allen Waffen des Geistes und mit allen Mitteln der Politik. Es wird ein Verzweiflungskampf deshalb, weil wir – eine Viertelmillion Deutscher – gegen vierzig Millionen Italiener stehen, wahrhaft ein ungleicher Kampf. Sowohl aus den Worten des Staatskanzlers Dr. Renner als auch aus denjenigen des Präsidenten Hauser hat das Versprechen geklungen, daß Sie die Solidarität der Sprache, der Kultur und der Geschichte, die Deutsch-Südtirol bisher mit den Deutschen Österreichs verbunden hat, wahren wollen, und daß Sie nicht auf uns vergessen werden. („Nie! Nie!“ von allen Seiten des Hauses.) Wir nehmen Sie bei Worte! (Stürmischer Beifall und Rufe: „Wir werden unser Wort halten!“) Wenn wir jetzt in die finstere Zukunft hineingehen, so soll das unser einziger Trost sein, daß wir Landsleute und Volksgenossen besitzen, die uns in der Stunde der Not nicht vergessen, die uns in diesem entsetzlichen Ringen ihre Hilfe leihen werden. Ich erinnere daran, daß Jakob Grimm vor 71 Jahren in der Frankfurter Nationalversammlung als 1. Artikel der Deutschen Verfassung die Worte vorgeschlagen hat: Alle Deutschen sind frei und deutscher Boden duldet keine Knechtschaft. Und selbst der Fremde und Unfreie, der ihn betritt, ist frei.“

Eduard Reut-Nicolussi sollte mit seinen düsteren Prophezeiungen Recht behalten. Am 10. Oktober 1920 gliederte Italien unter Missachtung „historischer Grenzen“, wie im 14-Punkte-Programm des US-Präsidenten Woodrow Wilson gefordert wurde, Südtirol unter dem Namen „Alto Adige“ ein. Mindestens seit dem Bozner Blutsonntag am 24. April 1921, aber spätestens seit Ettore Tolomei einen Maßnahmekatalog zur Italianisierung Südtirols im Bozner Stadttheater im Juli 1923 vorstellte, begann eine Unterdrückung und Bevölkerungsumschichtung, die seinesgleichen sucht. 1928 wurde das Buch „Tirol unterm Beil“, welches Reut-Nicolussi verfasste, veröffentlicht. Zwei Jahre später wurde es ins Englische übersetzt. Das Buch beschreibt die Entnationalisierungspolitik der italienischen Faschisten. Sein Werk löste in der Welt großes Aufsehen und Entsetzen aus. Allerdings wurde in Italien diese Politik unbeirrt fortgesetzt, bis Ende der 1960-er Jahre…

Am 10. September 1919 wurde in St. Germain en Laye das Friedensdiktat von der Delegation aus Wien und von den Alliierten unterschrieben. Am 16. Juli 1920 erfolgte in Paris die Ratifizierung des Vertrages. Die Vertreter der USA verweigerte die Ratifizierung. Sie schlossen mit Österreich am 24. August 1921 einen separaten Vertrag ab (StF: BGBl. Nr. 643/1921). Auf die Beweggründe der Nichtratifizierung des Vertrages von St. Germain durch die USA möchte ich näher eingehen: In den Mainstreammedien und in der meisten Literatur wird diese Verweigerung damit begründet, dass die Vertreter der USA die Art und Weise, wie mit den Verlierern des Ersten Weltkrieges umgegangen wurde, missbilligten. Das mag zum Teil stimmen.

Meine These ist, dass die USA den Vertrag deshalb nicht ratifiziert hatten, weil einerseits große Vertragstextteile Bezug nehmen auf die Kontrolle der Einhaltung des Friedensdiktates durch den Völkerbund und andererseits die USA auf keinen Fall in den Völkerbund eintreten wollten. Die Sowjetunion war übrigens auch nicht Mitglied des Völkerbundes. Die USA wurden sich anscheinend immer bewusster, dass sie die Rolle als Weltmacht von Großbritannien übernommen hatten und sich deshalb von niemanden etwas vorschreiben lassen wollte.

Der Vertrag von St. Germain und das Heimatrecht (pertinenza)

Da Österreich-Ungarn ein Vielvölkerstaat war, ergab sich automatisch nach dem Zerfall des riesigen Reiches das Problem der Staatsbürgerschaft. Der Vertrag von St. Germain ging darauf ein in den Artikeln 70 bis 82. Alle Personen, die auf dem Gebiet des ehemaligen Österreich-Ungarn gewohnt hatten, erhielten das Recht, die Staatsbürgerschaft von dem jeweiligen Staat anzunehmen, der sich an dieser Stelle herausgebildet hatte. Die entscheidungsberechtigte Person muss über 18 Jahre alt sein. Bei der Ehe / Familie war der Ehemann / der Familienvater mit seiner Entscheidung ausschlaggebend, welche Staatsbürgerschaft die Ehefrau / die Kinder bekamen. Artikel 78 gab die Möglichkeit, sich innerhalb eines Jahres für eine andere Staatsbürgerschaft zu entscheiden.

Der Vertrag von St. Germain und das Anschlussverbot

Artikel 88 verbietet sinngemäß den Anschluss Österreichs an Deutschland oder an anderen Staaten. Auch wenn die Verfasser in diesem Artikel bei der Formulierung sehr allgemein blieben und den Anschluss nicht wörtlich nannten, hatten sie wohl die Vereinigung beider deutscher Staaten im Hinterkopf. Nur mit Zustimmung des Rates des Völkerbundes wäre diese möglich. Vielmehr wurde dort die Unabänderlichkeit der Unabhängigkeit Österreichs betont.

In der damaligen politischen und wirtschaftlichen Konstellation in Europa schränkte dieser Artikel des Friedensdiktats die Handlungsfähigkeit Österreichs in einer gewissen Weise ein. Österreich kam in den 1920-er Jahren wirtschaftlich gesehen auf keinen grünen Zweig. Es gab in dieser Zeit viele internationale humanitäre Hilfsaktionen für Österreich und auch Kinderverschickungen. Der ständige Argwohn der Nachbarstaaten trieb Österreich Ende der 1920-er Jahre in die Hände des faschistischen Italiens. Mussolini gewährte Österreich großzügige Kredite und hielt möglicherweise so dieses Land am Leben.

Am 6. Februar 1930 unterschrieben die politischen Vertreter Österreichs und Italiens einen Freundschafts-, Vergleichs- und Schiedsgerichtsvertrag. Hier wurde durch Wien erstmals eine schwerwiegende Abwägung getroffen zuungunsten des Selbstbestimmungsrechts der Südtiroler. Italien wurde gewissermaßen zur „diplomatischen Schutzmacht“ Österreichs, wie es Erika Kustatscher in ihrem Buch „“Berufsstand“ oder „Stand“?: Ein politischer Schlüsselbegriff im Österreich der Zwischenkriegszeit“ nannte.

Als es 1930 / 1931 mit Deutschland Verhandlungen für eine Deutsch-österreichische Zollunion gab, scheiterte das Projekt am erbitterten Widerstand Frankreichs, Italiens und der Tschechoslowakei. Diese Staaten befürchteten eine Vorbereitung zum Anschluss an Deutschland und eine Zunahme der ökonomischen Vormachtstellung der Deutschen in Europa. Österreich fielen auch die „Genfer Protokolle“ vom 4. Oktober 1922 auf die Füße. Der Hintergrund: Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Deutsch-Österreich eine Hyperinflation. Um der Inflation der Krone und eine damit verbundene Verarmung breiter Bevölkerungsteile entgegenzutreten, sollte eine Währungsumstellung erfolgen. Hierzu sollte die Krone abgeschafft und der Schilling eingeführt werden. Da das wirtschaftlich schwache Österreich dieses Vorhaben finanziell allein nicht stemmen konnte, bekam es vom Völkerbund eine Anleihe in Höhe von 650 Millionen Goldkronen. Dafür musste Österreich seine immerwährende Unabhängigkeit zusichern. Das Kuriose ist, dass nicht über Artikel 88 des Vertrages von St. Germain die geplante Deutsch-österreichische Zollunion erfolgreich verhindert wurde, sondern über die „Genfer Protokolle“…

Der Vertrag von St. Germain und die Reparationsverpflichtungen

Im Vertrag von St. Germain wurde Österreich zur Zahlung von Reparationen verpflichtet. Dort sind aber keine konkreten Zahlen genannt. Eine Reparationskommission sollte diese so schnell wie möglich festlegen. Da das staatliche Eigentum Österreich-Ungarns an die einzelnen neu gebildeten Staaten fiel, gab es im „Rest“, den, um den bekannten Spruch Clemenceaus zu verwenden, keiner haben wollte, wenig Konkursmasse. 1921 sollte die Ratenzahlung beginnen und 1951 enden. Da sich Österreich jahrelang in einem desaströsen wirtschaftlichen Zustand befand, wurden die Zahlungsverpflichtungen Jahr um Jahr verschoben. 1929 hatte die Reparationskommission selbst die Stundungsversuche aufgegeben. Thomas Olechowski, ein österreichischer Rechtshistoriker, wies in einer Vorlesung an der Universität in Innsbruck auf eine in der Öffentlichkeit wenig bekannte Tatsache hin: Österreich hatte keine einzige Krone bzw. keinen einzigen Schilling als Reparation bezahlt!

War Österreich-Ungarn ein Völkergefängnis?

Die Tatsache, dass in Österreich-Ungarn zwölf Nationen lebten, wurde von den Entente-Mächten im Ersten Weltkrieg dazu genutzt, diesem vor der ganzen Welt als „Vielvölkergefängnis“ zu geißeln. Die Ausrufung des Selbstbestimmungsrechts der Völker im Januar 1918 durch US-Präsident Woodrow Wilson war ein Mittel, um in erster Linie Österreich-Ungarn zu destabilisieren. Beim Deutschen Kaiserreich konnte diese Botschaft wenig Wirkung entfalten, da seine Staatsbürger zu mehr als 90% Deutsche waren.

Ich möchte anhand von zwei Beispielen beweisen, dass in Österreich-Ungarn mit den Menschen unterschiedlicher Nationen relativ liberal umgegangen wurde:

Beispiel 1:

Österreich-Ungarn bestand aus zwei Reichshälften, aus der deutschen (Cisleithanien) und aus der ungarischen (Transleithanien). In beiden Reichshälften galten unterschiedliche Rechtssysteme. Während in Transleithanien die Menschen vor Gericht und in staatlichen Behörden nur ungarisch reden und schreiben mussten, war es in Cisleithanien anders: Nach Artikel 19 des „Staatsgrundgesetzes über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger“ waren alle Sprachen gleichberechtigt. Deshalb durfte ein Welschtiroler bis in die letzte Instanz in Wien seine Muttersprache benutzen. (In Welschtirol lebte eine vorwiegend italienisch sprechende Bevölkerung.) Der österreichische Rechtshistoriker Professor Olechowski teilte mir mit, dass es diesbezüglich immer wieder Versuche gab, die Gerichtsverfahren auf Deutsch zu führen…

Nun möchte ich einen Sprung in die Gegenwart machen und meinen Fokus auf das von Italien einverleibte Südtirol richten: Die Südtiroler dürfen beim Landes- und beim Oberlandesgericht, welche sich in Südtirol befinden, deutsch reden und schreiben. Findet der Gerichtsprozess in einer Region außerhalb von Südtirol oder gar in Rom statt, so wird der Prozess auf Italienisch abgehalten. In Südtirol wird das Gebot der Zweisprachigkeit in vielfacher Weise hintertrieben, sei es bei Formularen von Versicherungspolicen, bei Beipackzetteln von Medikamenten, im Gesundheitswesen, ohne dass der italienische Staat eingreift. Wie zu erkennen ist, war Österreich-Ungarn zumindest in der deutschen Reichshälfte im Vergleich zu vielen anderen Staaten zu dieser Zeit liberal zu seinen Völkern.

Beispiel 2:

Die Provinz Bukowina gehörte zur deutschen Reichshälfte (Cisleithanien). Dort lebten viele Juden friedlich mit Deutschen, Ukrainern (damals unter dem Sammelbegriff „Ruthener“ genannt) und Rumänen zusammen. In Tschernowitz, der Hauptstadt der damaligen Provinz Bukowina, befindet sich der größte jüdische Friedhof Mittel- und Osteuropas. Für mich ist das ein Indiz, dass Kaiser Franz Joseph I. eine liberale Nationalpolitik betrieb.

Der Vertrag von St. Germain besiegelte das Auseinanderbrechen von Österreich-Ungarn. Damit verschwand eine der fünf Großmächte Europas von der Bildfläche. Das Pikante an der Geschichte ist, dass an Stelle von Österreich-Ungarn mehrere Vielvölkerstaaten entstanden, in denen es den nationalen Minderheiten in unterschiedlichem Maße schlecht ging. Hierzu zählen Italien, Jugoslawien, Rumänien, die Tschechoslowakei und Polen. In Italien litten besonders die Südtiroler, in Rumänien die Juden, Ungaren und Ukrainer, in der Tschechoslowakei die Ungaren und Ukrainer und in Polen die Juden, Ukrainer und Weißrussen. Beim Völkerbund gingen diesbezüglich bittere Klagen ein.

Da der Völkerbund von Frankreich, Großbritannien und Italien dominiert wurde, kann sich jeder ausrechnen, dass von dort entweder keine Reaktion oder nur dürre unverbindliche Aussagen kamen. Insofern wäre die heutige Wissenschaft gefordert, Licht in die Geschichte bezüglich der nationalen Minderheiten in Europa in der Zeit zwischen 1919 und 1939 zu bringen… Die Verträge von Versailles, St. Germain und Trianon haben zwar einige Völker in die Unabhängigkeit geführt. Sie haben aber mehr Leid, Ungerechtigkeit und Unfrieden angerichtet, als vor dem Ersten Weltkrieg bestanden hat. Der Zweite Weltkrieg war zwar nicht eine zwingende Folge, die Lunte hierzu wurde aber allemal gelegt.

Der Zweck der Installation dieser Staaten war, dass sie Vasallenstaaten der Entente-Mächte waren. Wie die Geschichte später zeigte, konnte Frankreich insbesondere Rumänien, die Tschechoslowakei und Polen erfolgreich für seine geostrategischen Zwecke gegen Deutschland instrumentalisieren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Deutschland wechselseitig von Frankreich und von Polen militärisch bedroht. Die Verhinderung einer Deutsch-Österreichischen Zollunion ist ein weiteres Beispiel. Die Zerstörung Österreich-Ungarns und die Eindämmung des deutschen Machtbereichs war auch ganz im Sinne der britischen Geopolitik und Geostrategie, der Heartland-Theorie von Halford Mackinder, und des britischen Finanzadels.

Hierzu fällt mir eine Episode ein, die die Sache auf den Punkt bringt: Im Sommer 2018 unternahm ich eine Urlaubsreise nach Cornwall. Ich besuchte auch London. Bei der Stadtrundfahrt ging es unter anderem durch das Finanzviertel, welche in der City of London liegt. Es ist das älteste Stadtteil Londons und grenzt nördlich an der Themse. Südlich führen Brücken über die Themse. Die City of London besitzt noch heute administrative Sonderrechte und einen eigenen Bürgermeister. Die Eingänge zur City sind mit kleinen silbern-roten gusseisernen Drachenstatuen versehen, die nach draußen schauen. Der Drachen ist das Wappentier der City of London, nicht explizit das des Finanzviertels. Nach den Worten des Reiseführers sollen die Drachen unter anderem das Finanzviertel vor bösen Geistern von draußen beschützen. Er fände es gut, die Drachen umzudrehen, um die Welt vor den bösen Geistern der Finanzelite zu schützen. Wie Recht er hat!

*Wolfgang Schimank wurde in Potsdam geboren. Er studierte in der Lutherstadt Eisleben „Industrielle Elektronik“ und arbeitet seitdem als Elektronik-Ingenieur derzeit an der Freien Universität Berlin.

https://www.theeuropean.de/wolfgang-schimank/der-vertrag-von-saint-germain-en-laye/

 

 

 

 

 

 

 

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Alles Wahnsinnige oder was?

„Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele.
Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das Wahnsinnige daran.“ John Lennon

„Notre société est dirigée par des gens fous, avec des objectifs fous. Je crois que nous sommes poussés par des fous vers une fin folle, et je pense que je suis enfermé en tant que fou parce que je le dis. C’est la chose folle à ce sujet.“  John Lennon

 „Our society is run by crazy people, for crazy goals. I believe we are driven by madmen to an insane end, and I think I’m being locked up as a madman because I say that. That is what’s insane about it.“  John Lennon

 

Wenn man morgens die Zeitung aufschlägt, drängt sich sofort der Gedanke auf,  unsere Welt sei ein „Hotspot“ des organisierten Wahnsinns, verwaltet von Psychopathen, oder, wie John Lennon sich ausdrückte, geführt von Verrückten. Und tatsächlich findet man  in der Spitzenpolitik nicht wenige dieser irren Typen, die wie ein Trabant nur um ihre eigene Mitte kreisen. Das heißt noch nicht, dass jeder narzistische Politiker deshalb gleich eine Gefahr für die Gesellschaft oder ein Land bedeuten muß, entscheidend ist wohl, wie stark ausgeprägt dessen psychopathisches Verhalten und wie gefestigt dessen Machtbasis ist.

Es heißt auch nicht, dass Psychopathen vornehmlich in autoritären Systemen anzutreffen wären, aber ihrer eigensüchtigen Entfaltung kommt ein solches gewiss am besten entgegen. Oder sie sind überhaupt maßgebliche Initiatoren oder Gründer eines Systems dieses Zuschnitts. Doch sobald sich deren Selbstverliebtheit und Bewunderung in fanatischer, ja besessener Weise auszutoben beginnt, wird es gefährlich. Und es sind „dank“ der Emanzipation nicht mehr nur Männer, wie der eitle Monsieur Macron oder Rundumschläger Trump oder auch Latino-Macho Bolsonaro.

Möchte man daher irrationales oder  idiotisches Verhalten auch an einer weiblichen Person festmachen, kommt man an einem sehr merkwürdigen menschlichen Wesen (und dessen eingeschworenen „Fans“) kaum vorbei: Angela Merkel. Die Dame habe, so der bekannte Psychiater und Psychoanalytiker Hans Joachim Maaz, das Zeug zu einem psychischen oder psychosomatischen Zusammenbruch.  Die „narzisstische Grundproblematik“ der Dame gefährde die Gesellschaft, so derselbe. Das ist inzwischen ja kaum mehr zu ignorieren, außer eben von besagter Dame. Denn noch zittert sie sich durch.

Dass solcherart anscheinend kranke und eigentlich bedauernswerte  Menschen sich schwer tun, die Realität wahrzunehmen und gegenüber jedweder  Kritik stur bleiben, dafür gibt es genug Beispiele auch in unserem Alltag. Dass man sie, also  in diesem Fall die auch in anderer Hinsicht schwer angeschlagene Bundeskanzlerin, gewähren ließ und noch weiter läßt, spricht nicht gerade für die Intelligenz oder Moral ihrer engeren Umgebung, aber auch nicht für die Vernunft jener Wähler, die nicht nur bisher weiter an ihr festhielten, sondern anscheinend – bis zum Endsieg? – an ihr festhalten möchten. Der Schaden für Deutschland und selbst Europa kann mit jedem weiteren Amtstag der Dame nur zunehmen.

Von der Politik nicht ganz abgekoppelt, machen auf einem weiteren Terrain, dem der künstlich angefachten Klimahysterie, kalt berechnende Psychopathen auf sich aufmerksam. Aus der Art und Weise, wie ein kleines Mädchen für sehr fragwürdige Zwecke manipuliert und missbraucht wird, könnte auf eine gewisse kriminelle Energie dahinter geschlossen werden. Das beinahe emotionslos scheinende, heilsversprechende kindliche „Phantom“ aus der Trickkiste der Atom-Industrie – von dem sich nicht nur die Verfechter eines grünen Faschismus neue Inspirationen holen, um damit in die obere Korruptions-Liga aufsteigen zu können –  könnte gewiss auch noch vor der UN-Generalversammlung eine Rede halten.

Doch während sie, also die kleine Greta mit ihrer dem Autismus zu schuldenden gewiss ungewöhnlichen Wahrnehmungsverarbeitung, in dem gigantischen Marketing-Laufrad ihrer geschäftstüchtigen Manager weiter voran- und vielleicht eines Tages auch noch in die Psychiatrie getrieben wird, frohlocken politische und öknomische Profiteure ob der ins Haus stehenden Dividende. Und währenddessen die große Masse der hinter dem Greta-Phänomen hinter her hatschenden, sich eines menschengemachten Klimawandels schuldig fühlenden Gläubigen bei der CO2-Ernte-Messe zum Klingelbeutel gebeten werden wird, steht die AKW-Nachfolge-Generation bereits in den Startlöchern und die Grünen, aber nicht nur sie, längst am Glaubwürdigkeits-Prüfstand.

Wenn es nun aber so ist, dass durch das irrationale oder auch verantwortungslose Verhalten von Politikern (oder die „Show“ einer Klima-Ikone) die Gefahr besteht, dass ein Industrieland wie Deutschland in eine fatale Richtung abgleiten könnte, was erst, wenn die Gesellschaft als Ganzes eine mit „Fakes“ konstruierte Faktenlage zu spät durchschaut? Dabei sollte der  seit Menschengedenken in unterschiedlicher Form ablaufende Klimawandel eigentlich die geringste Sorge sein, eher dient er als Ablenkung von weit größeren Gefahren. Sowohl im Weltmaßstab („Crash“, Atomkrieg, Umweltkollaps, totale Digitalisierung und Kontrolle) als auch auf regionaler und staatlicher Ebene (Bevölkerungsaustausch, Einschränkung der Meinungsfreiheit, Armutsfalle) wetterleuchtet es gehörig mehr, und hier gehörte eingegriffen und vorgebeugt.

Aus bisheriger Erkenntnis lautet die Frage dann doch so:  können wir von Psychopathen mit ihrem geringen Einfühlungsvermögen und ihrem Dominanzverhalten, und mit solchen haben wir es in Staat und Gesellschaft anscheinend zunehmend mehr zu tun, überhaupt noch eine Wende zum Guten erwarten? Skepsis ist angebracht.Was nun also? Ich meine, wenn ein Boot sich nach einer Seite neigt, wer könnte uns als Souverän daran hindern, uns auf die andere Seite zu setzen, um ein Gegengewicht zu schaffen? Nur wir selbst –  soferne wir als Idioten untergehen möchten. Das hoffe ich dann doch nicht. Setzen wir daher ein Zeichen des zivilen Widerstandes, der durchaus von Wahlboykott bis zu vernünftigem Konsumverzicht reichen kann. Es liegt in unserer Hand, dem ganzen Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

 Zum Thema

Jo Conrads Ansprache https://youtu.be/ZKAwVfL9Vmk

Entlarvung der CO2-Jünger https://www.youtube.com/watch?v=AeTQW2XGocA&feature=em-uploademail

Unfruchtbarkeit https://youtu.be/D-xTCTb0SWo

Selbstmord Europas https://youtu.be/LvnAMCKF9h8

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Der schöne, jugendfrohe Anfang der Diktatur


Replik auf den teils wahnhaften und fatalen (Medien-)Hype um die Jugend

Gastkommentar von Rudolf Hänsel

Bereits vor über 2.300 Jahren soll der antike griechische Philosoph Platon (427–347 v. Chr.) die Mitbürger in seinem Werk „Politeia“ (Der Staat) darauf hingewiesen haben, welche Folgen es für die Heranwachsenden selbst und für die demokratische Verfassung des Staates haben würde, wenn die Älteren, Väter wie Lehrer, die Jungen einfach gewähren lassen wie sie wollen und sie nicht in den gemeinsamen Traditionen ihrer Gesellschaft und in den demokratischen und persönlichen Tugenden erziehen. Und schon vor Jahrzehnten erforschte die US-amerikanische Entwicklungspsychologin Diana Baumrind die förderlichen Bedingungen einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Doch heutzutage wird medienwirksam eine aufsässige Jugend glorifiziert, die sich den Älteren gleichstellt, gegen sie in Wort und Tat auftritt, keine Unterordnung mehr verträgt und Gesetze verachtet. Die Folgen sind absehbar, denkt man an ähnliche gesellschaftliche Experimente in der Vergangenheit. Platon brachte sie in „Politeia“ in wenigen Sätzen auf den Punkt.

Der Jugend Halt und Orientierung geben

Kinder und Jugendliche stehen im Laufe ihrer Entwicklung vor vielfältigen Anforderungen, die sie in der Regel gut bewältigen. Um aber die Lebensaufgaben mutig angehen zu können, ist der Heranwachsende auf die Einbettung in eine haltgebende Umwelt als Lebenswelt und in eine einbindende Kultur angewiesen. Halt und Orientierung erfährt er, wenn in der Familie Werthaltungen und Tugenden wie Mitmenschlichkeit, Friedensfähigkeit, Gemeinschaftssinn und Besonnenheit gelegt werden, die die gesellschaftlichen Institutionen wie Kindergarten und Schule verstärken und konsequent durchsetzen.

Auch die Beziehung zwischen den erwachsenen Orientierungspersonen einschließlich der Eltern und den Kindern und Jugendlichen ist für eine gelingende Persönlichkeitsentwicklung von Heranwachsenden von ausschlaggebender Bedeutung. Diana Baumrind, weltbekannte Forscherin auf dem Gebiet der Kindererziehung hat bereits 1987 das adoleszente Risikoverhalten untersucht und kam aufgrund vieler Langzeitstudien zu zukunftsweisenden Ergebnissen:

„Ich habe dargelegt, dass Heranwachsende sozial kompetent und moralisch entwickelt sind, wenn sie ‚interdependent‘ (wechselseitig gebunden) funktionieren. Die Hauptaufgabe der Adoleszenz ist somit nicht die Bewegung weg von der familiären Abhängigkeit zur Unabhängigkeit, sondern vielmehr zur wechselseitigen Gebundenheit, der Interdependenz. Ich habe behauptet, dass Persönlichkeitsentwicklung (individuation) nicht die emotionale Distanzierung der Jugendlichen von ihren Eltern erfordert, sondern vielmehr ein Neuaushandeln von Rechten und Pflichten der Familienmitglieder. Schließlich habe ich festgestellt, dass die Persönlichkeitsbildung des Jugendlichen nicht nur durch einen innerlich sich vollziehenden moralischen und kognitiven Entwicklungsprozess erreicht wird, sondern durch eine aktive Bindung an einen Beruf oder die Schule, an Freunde und moralische Ideale.“ (1)

Die Glorifizierung einer aufsässigen Jugend als neuer Hype

Selbstverständlich haben die Forschungsergebnisse von Diana Baumrind nach wie vor ihre Gültigkeit und Berechtigung. Doch heutzutage greift eine immer abgehobenere Glorifizierung aufsässiger Jugendlicher um sich, die von den Mainstreammedien dankbar aufgegriffen und weiter verstärkt wird.

So sorgen seit Jahresbeginn Fridays-for-Future-Prozessionen während der Schulzeit für eine Hysterisierung der Klimadebatte und kirchliche Würdenträger setzen Greta Thunberg blasphemisch mit Jesus gleich. „Mich erinnern die Freitagsdemos ein wenig an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem“, sagte Bischof Koch mit Blick auf den Palmsonntag, an dem Jesus in Jerusalem eingezogen war. Greta wird sogar vom Papst empfangen und überdies für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Vielleicht sollte man Bischof Koch das Bibelzitat Marcus 13, Vers 24 entgegenhalten: „Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist der Messias, oder: Seht, dort ist er!, so glaubt es nicht! Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten und sie werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten irrezuführen. Ihr aber, seht euch vor! Ich habe euch alles vorausgesagt.“

Doch nicht nur der Hype um die Klima-Ikone Greta nimmt immer wahnhaftere Züge an. Generell lässt sich das Schüren eines Generationskonflikts beobachten, der den eh schon brüchigen Zusammenhalt der Gesellschaft sprengen wird: Die Jungen werden gegen die Alten ausgespielt. Der Historiker und Kindheitsforscher Michael Hüter zum Beispiel schreibt im „RUBIKON“ vom 13.07.2019 von der „Diktatur der Alten“ und ist der Auffassung, dass die Jugend von einem ignoranten Establishment in ihrem Lebensrecht beschnitten wird und es gut sei, dass sie sich nun erhebt.

Rentner werden inzwischen auf übelste Weise als „Friedhofsgemüse“ diskriminiert, denen man das Wahlrecht entziehen und den Führerschein abnehmen sollte, bevor man sie letztendlich zugunsten der zukunftswürdigen Jungen „entsorgt“. Und kein Aufschrei geht durch die Bevölkerung!

Hat man in der Vergangenheit nicht schon des Öfteren die Jugend – entgegen jeglicher pädagogischen Verantwortung – für quasi höhere politische Ziele politisiert und instrumentalisiert? Ich denke dabei sowohl an die chinesische Kulturrevolution mit ihren verheerenden Folgen für das leidgeprüfte Volk als auch an die so genannten 68er-Revolten in Europa, als man die Söhne gegen ihre Väter und das verhasste Establishment aufbrachte.

Wohin soll das Ganze führen? Wer sind die treibenden Kräfte? Wem beziehungsweise welcher politischen Partei zum Vorteil – Cui bono? Ist das inszenierte Chaos die „Schock-Strategie“ (Naomi Klein), die zu der „Neuen Weltordnung“ (NWO) führen soll? Der wirtschaftliche Abschwung ist bereits weltweit in vollem Gange und die Welt gleicht inzwischen durchaus einem Irrenhaus (Sigmund Freud).

Doch die wichtigste Frage ist: Wie wirkt sich dieser irrationale, teils wahnhafte Hype um die Jugend auf die Betroffenen selbst aus und welche Folgen hat das für unsere Demokratie? In den USA nehmen sich inzwischen immer mehr Teenager und junge Erwachsene wegen Angstzuständen, Depressionen und wirtschaftlicher Not das Leben. Selbstmordstatistiken melden einen Höchststand von „Todesfällen aus Verzweiflung“ (2). Ein verstörender Weckruf an uns alle!

Dem griechischen Philosophen Platon, Schüler von Sokrates, wird der folgende fiktive, literarisch gestaltete Dialog zugeschrieben, in dem er sich über die aufsässige Jugend und die fatalen Folgen äußert, die ein verantwortungsloses Verhalten von Vätern und Lehrern nach sich zieht. Dem ist meines Erachtens auch aus heutiger Sicht nichts hinzufügen.

„Und das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei.“

„Wohlan, mein lieber Freund, wie steht es mit der Diktatur? Ist es nicht so, dass sich die Demokratie selber auflöst durch eine gewisse Unersättlichkeit in der Freiheit? Wenn sich die Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu lassen, wie sie wollen und sich vor ihren erwachsenen Kindern geradezu fürchten, ein Wort zu reden, oder wenn die Söhne schon sein wollen wie die Väter, also ihre Eltern weder scheuen noch sich um ihre Worte kümmern, sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen und selbständig zu erscheinen.

Und auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern und schmeicheln ihnen lieber, statt sie sicher mit starker Hand auf einen geraden Wege zu führen, so dass die Schüler sich nichts mehr aus solchen Lehrern machen.

Überhaupt sind wir schon so weit, dass sich die Jüngeren den Älteren gleichstellen, ja gegen sie auftreten in Wort und Tat. Die Alten aber setzen sich unter die Jungen und suchen sich ihnen gefällig zu machen, indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie ja nicht den Anschein erwecken, als seien sie Spielverderber oder auf Autorität versessen.

Auf diese Weise werden die Seele und die Widerstandskraft aller Jungen allmählich mürbe. Sie werden aufsässig und können es schließlich nicht mehr vertragen, wenn man nur ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt. Am Ende verachten sie dann auch die Gesetze, weil sie niemand und nichts mehr als Herr über sich anerkennen wollen.

Und das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei.“ (3)

Quellen:

(1) Baumrind, D. (1987). A Developmental Perspective on Adolescent Risk Taking in Contemporary America. In: Irwin, C.E. (ed): Adolescent Social Behavior and Health. New Directions for Child Development. San Francisco
(2) “RT Deutsch” vom 24.06.2019: „Selbstmordrate unter jungen Erwachsenen in den USA auf Rekordniveau.“
https://deutsch.rt.com/nordamerika/89493-usa-selbstmordrate-unter-jungen-erwachsenen/
(3) Plato, aus „Die Aufsäßigen“
http://bgd1.com/archiv/udh073g3.html

Dr. Rudolf Hänsel ist Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe.

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Kulturengulasch durch Migration

Cultures goulasch par la migration

Cultures goulash through migration  

 

Die seit längerem zu beobachtende politische und gesellschaftliche Entwicklung macht gewiss nicht nur mich sprachlos. Kein Gebiet, kein Bereich, der nicht durch unfassbare Vorkommnisse und chaotische Zustände im Land in Mitleidenschaft gezogen wird. Beinahe wäre ich in Anlehnung an Karl Kraus geneigt zu sagen, dazu mir fällt nichts mehr ein. Leider oder Gott sei Dank, dann doch.

Es betrifft also  in besonderer und schon erschreckender Weise die im Zuge der Neubevölkerung und Inbesitznahme unseres Landes durch Fremde  zu registrierenden Ungeheuerlichkeiten. Diese sind in manchen Fällen besorgniserregender als es sich viele unter uns je vorgestellt hatten oder noch immer nicht eingestehen möchten. Aber die dafür Verantwortlichen reden dazu schön, faseln von liberaler und offener Gesellschaft, die es doch ohne gesicherte Grenzen gar nicht geben kann.

Das mag auch ein Grund dafür zu sein, dass immer mehr Bürger zu resignieren scheinen, alles über sich ergehen lassen, wo es nichts zu dulden gibt. Hinnehmen, dass Tag für Tag EU-weit Frauen und Mädchen vergewaltigt, Menschen erstochen, Häuser und Wohnungen geplündert werden, Kinderbanden auf Raubzug gehen, schließlich auch akzeptieren, dass kein Krankenhaus, kein öffentliches Bad mehr vor Gewalttätern sicher sein kann, gewisse Straßen, Plätze und Parks besser gemieden werden sollten und schließlich dem Autochthonen gelegentlich schon Verachtung und Spott entgegenschlägt. Weil er sich und sein Eigen durch Gleichgültigkeit schutzlos preis gibt. Es war nicht immer so.

Stets hatte eine Zivilisation Grenzen gesetzt, beachtet und auch sorgfältig gepflegt. Alle Hochkulturen haben mit einer Mauer oder einem Zaun begonnen, weil diese ihr Eigentum und ihre Heimat schützten und der Gemeinschaft Geborgenheit  vermittelten. Das ist spätestens seit 2015 nicht mehr der Fall, oder sagen wir, zumindest seit Merkels keineswegs zittrigem Willkommensattentat, Schnee von gestern.

Wenn nun eine vom „Mainstream“ angeleitete Mehrheit dies so hinnimmt und  in Zukunft darauf verzichtet, sich selbst in Abgrenzung zu anderen zu definieren, dann darf sie sich nicht wundern, wenn eines Tages über sie millionenfach hinweggetrampelt wird. Und dies nachdem man dem Gast alle Rechte gewährt, aber kaum Pflichten eingefordert und zuvor als westliche Aggressoren ganze Kulturkreise in Grund und Boden gebombt hatte. Wozu?  Vielleicht um eine globale Gesellschaft ohne eine bestimmte Kultur zu schaffen, die nicht mehr eine nationale und grenzenlos wäre und nur nach einem einzigen überall gültigen Gesetz existierte? Gefährliche Träumerei, was sonst.

Allerdings werden mit dem massenhaften Zustrom Fremder ohnehin schon wieder Grenzen gesetzt, Gesetze beachtet, allerdings andere, neue, und es sind nicht unsere. Etwa jetzt schon von Seite  krimineller nahöstlicher Clans in Bremen, Berlin oder weiter nördlich. 2017 gab es in Schweden bereits 61 von Drogen und Gewalt heimgesuchte No-go-Areas. Auch Deutschland und Frankreich können sich mit solchen schon brüsten, und in Großbritannien soll es bereits Scharia-Gerichte geben.

Wie weit soll, kann, darf das gehen? Bis dahin, dass die  Generationen später so zu betrachtenden Nichtdazugehörigen, die Destabilisierten, also die „Eingeborenen“,  in Reservaten, in denen verschiedene Dialekte und verhunzte Sprachen gesprochen werden, ihr restliches Dasein fristen dürfen? Der Countdown dazu scheint ja schon begonnen zu haben, und die Mehrheit darf  brav mitzählen.

So ist bereits jeder dritte Wiener im Ausland geboren, 51 Prozent der Wiener Schüler haben nicht Deutsch als Muttersprache, deutlich mehr bei Jugendbanden. Deutsche Städte opfern sich ebenfalls: In Offenbach haben nur noch 37 Prozent der Einwohner keinen Migrationshintergrund, in Frankfurt knapp 47 Prozent. Dabei finden bereits eingebürgerte Afrikaner und Asiaten in diesen Statistiken gar keine Berücksichtigung.

Zwar betrifft dies vorerst vor allem die Ballungsräume, aber nach und nach sickert so manche Schlepper-Kundschaft auch schon in die ländlichen Gebiete durch. Und diesen Neuen folgen, wie Schlepperschiffen im Mittelmeer, sofort weitere. Der durch globale Verteilungskämpfe, Überbevölkerung und Kriege verursachte Migrationsdruck und das lakaienhafte Verhalten unserer Politiker lässt nichts anderes erwarten.

Dabei hat die durch staatliche Entgrenzung der letzten Jahre entsprechend geförderte Einwanderung in den Sozialstaat außer fiskalischen und psychischen Kosten für die  Einheimischen  auch Folgen für die Umwelt und besonders für die ohnehin bereits durch Umerziehung und Globalisierung entgrenzte einheimische Kultur: Auch sie wird heimatlos.

Die Neuen kommen ja schließlich nicht als unbeschriebene Blätter die man nach Gutdünken bekritzeln und ausmalen kann. Sie, großteils Männer, die evolutionär-biologisch gesehen kräftig zu sein scheinen, also nicht gerade wie  Hungerleider aussehen, bringen Eigenes mit und wollen dieses auch in ihren neuen Stützpunkten hegen und pflegen, nicht unseres, wohlgemerkt, und sich vermehren können.

Doch die Politik und der ganze Rattenschwanz an selbsternannten guten Menschen leugnen und ignorieren sowohl die menschliche Natur des Migranten wie auch das in soziologischer und kultureller Hinsicht nicht Anpassungsfähige. Die Frage, wie viele Fremde, wie viele nicht bis schlecht Integrier- oder gar Assimilierbare kann unser Land  verkraften? wird gar nicht gestellt. Und wirklich uneingeschränkt akzeptiert wird eine Kultur, fremde oder eigene, von bestimmten Narren  ohnehin nur, wenn diese mit ihrem ideologischen Glaubensdogma übereinstimmt.

Wie zu erwarten, folgt die Ernüchterung aber auf den Fuß:  Die „armen Asylanten“ sind ja, o Schreck, in Wirklichkeit eben ganz anders als sie im Wunschbild eines Multikulturalisten  zu sein hätten. Von grundlegenden menschlichen Bedürfnissen einmal abgesehen, haben Vertreter einwandernder fremder Ethnien nicht selten ein anderes Verständnis von Raum und Zeit. Auch dass die Frau bei einigen Völkern oder im Islam einen anderen Stellenwert als hierzulande hat oder da und dort die Bedeutung von Ehe und Familie und den einzelnen Funktionen der Familie unterschiedliche Bedeutung beigemessen wird, kann nicht mehr ignoriert werden.

Das ganz Andere, ist es das, was wir erwarten?  „Ich will nicht, dass Kulturen fusionieren. Ich will, dass sie miteinander kommunizieren. Wenn man sie  mischt, hat man ein Gulasch“, meint der bekannte österreichstämmige Grafikdesigner  Henry„Hans“ Steiner aus Hongkong. Seiner Meinung, die auch die meinige ist,  werden sich gewiss zunehmend  mehr Menschen anschließen wollen. Besonders gilt dies hinsichtlich der Einwanderer aus Ländern mit steinzeitlich anmutenden Verhaltenskodexe.

Denn dass die Scharia Spielräume zur Auslegung offen läßt, ändert ja nichts am Grundsätzlichen.  Und es berührt auch grundlegende Formen der in groben Nuancen unterschiedlichen Konfliktaustragung in islamischen und anderen exotischen Regionen, wie sie nun aber vermehrt in unsere Gesellschaften hinein gepflanzt werden. Abgesehen davon ist es doch bemerkenswert, dass bei einigen Ethnien Afrikas das Wort Verantwortung angeblich völlig anders verstanden wird oder in deren Wortschatz überhaupt nicht vorkommen soll.

Und ignorieren wir nicht aus politisch- korrekten Gründen: Nicht nur bestimmte  Fähigkeiten und Talente, auch Krankheiten und der Intelligenzgrad einer Ethnie wandern mit ein. Nicht immer als Bereicherung. Daher geschieht jetzt die  in verantwortungsloser Weise weiter praktizierte massenweise Aufnahme von so genannten Flüchtlingen  mehr verdeckt und nach Salamitaktik,  auf die Weise, dass der Einheimische das sich verändernde ethnische Kräfteverhältnis innerhalb der Gesellschaft zu spät wahrnehmen soll. Daran kann (oder will?) auch ein Herr Kurz nichts ändern.

Tatsache ist: die auf der Gleichheit aller Menschen basierende Idee eines Großteils der Einwanderungslobby, hat, was nicht überraschen sollte, in der Praxis geradezu in das Gegenteil umgeschlagen. Nun haben wir bereits multikulturelle Kriminalität und Konflikte, und morgen schon  vielleicht auch Kriege,  eben der vielen ignorierten Ungleichheiten wegen. Vor allem dann ganz sicher, wenn man die Politiker und Leute wie dieses übergeschnappte Migranten-Lockvögelchen Rackete so weitermachen lässt.

Dass es so vorgesehen ist, dafür spricht, wenn es aus Brüssel vielversprechend heißt: „Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sollen sich zukünftig stärker an der Neuansiedlung von Flüchtlingen aus Drittstaaten außerhalb Europas beteiligen und die Abstimmung untereinander verstärken.“  Und schon arbeitet man bereits still und leise daran, den UN-Migrationspakt für alle rechtsverbindlich zu machen. Bilderberg-von der Leyen wird das gewiss noch besser vorantreiben, ist sie ja als Halbsouveräne selber schon längst eine Getriebene.

Wie immer wir das verräterische Unternehmen zur Umkremplung Europas  benennen, es ist politisch so gewollt und so geplant und es wird sehr wesentlich aus rein ökonomisch-strategischen Interessen so herbeigeführt. Dass man als Mehrheit daran ein Interesse haben könnte, im eigenen Land zur Minderheit zu werden oder als Hochkultur und Industrienation freiwillig abzusteigen, scheint mir aber doch irgendwie masochistisch und pervers zugleich.

Eine vorerst wie in Blei gegossen scheinende Mehrheit sollte, um Himmels willen, doch endlich in der Lage sein, eine dem Eigeninteresse dienende und an qualitativen Kriterien ausgerichtete Bevölkerungspolitik von ihren einst noch zu recht so genannten Volksvertretern einzufordern. Dass in einer volksnahen Politikgestaltung weder eine weitere kulturelle Überfremdung, noch ein gezielter Austausch des Mehrheitsvolkes durch „Flüchtlinge“ auch nur angedacht werden oder gar Platz haben sollten, hätte längst allgemeiner und heilender Konsens dieser bedrohlichen Tage zu sein.

PS. Im Übrigen ist Migration kein Menschenrecht und Flüchtlingsschutz heißt temporärer Schutz. Dies sollte nicht schwer zu begreifen sein, verstehen es doch meine von mir geschätzten persönlichen Freunde aus dem Orient und dem Fernen Osten auch.

Zum Thema

Carola Rackete fordert  https://youtu.be/0UQFsxpjJ8I   

Flüchtlingshelferin spricht https://youtu.be/7wztJNRnHeA

Zur Massenmigration https://youtu.be/w1p8wbyy1BQ

Sind das Flüchtlinge? https://youtu.be/MOfn1fi3XKU

 

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Eine Mauer rund um Europa?

Un mur autour de l´europe?

A wall around europe?

 

Menschen retten ist kein Verbrechen, tönt es aus Berliner und anderen  hauptstädtischen Elfenbeintürmen. Hat auch niemand behauptet. Menschen schleppen, deren Gesundheit und Sicherheit durch Verzögerungstaktik gefährden und schließlich eine risikoreiche Anlandung erzwingen, aber schon. Ja, man kann sagen, Schlepper-Kapitänin Rackete hat mit dem Leben der Passagiere gespielt. Auch wenn die fehlgeleitete Menschenrechtsrakete Carola, die in Italien nachhaltig eingeschlagen haben dürfte, bei der Aufnahme der Illegalen nach internationalem Seerecht gehandelt hat, wäre es ihre Aufgabe und Pflicht gewesen, auch sonst nach rechtlichen Vorgaben zu handeln. Hat sie aber nicht.

Also: nachdem kein Recht auf Einreise in ein fremdes Land wie Italien besteht und es für dieses Land auch keine rechtliche Verpflichtung gibt, eine solche Anlandung zu gestatten, hätte die „Sea Watch“ einen nächstliegenden Hafen in einem afrikanischen Land ansteuern müssen. So aber gefiel es  der PR-geschulten Kapitänin, freilich unter Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit der illegalen Passagiere, die italienischen Behörden tagelang herauszufordern. Anstatt sich jetzt ihrer „Gutherzigkeit“ zu rühmen und sie zu vermarkten, hätte sie rechtzeitig ihren Verstand bemühen sollen.

Aber immerhin, zumindest kurzfristig könnten sich Provokation und Gesetzesbruch  der ehrgeizigen „Dame“ ausgezahlt haben. Der Verein „Sea Watch“, zuletzt mit Überschuss wirtschaftend, könnte mit dieser Spendenanlockung, das heißt, mittels Rackete-Inszenierung, mit deutlichem finanziellen Gewinn aussteigen. Was beim Spendenverwalter, dieser, Schatzmeister einer kirchlichen Stiftung, jetzt schon höchste Genugtuung auslösen muss, sind doch bereits nach kurzer Zeit mehr als 1,3 Millionen Euro zusätzlich in der himmlichen Kasse. Mittelfristiges politisches Ziel der treibenden Kräfte dahinter: mit solchen und ähnlichen Aktionen die EU, die in Hinterzimmern daran arbeitet, den Globalen Migrationspaklet auch für jene rechtsverbindlich zu machen, die ihn nicht angenommen haben, jetzt schon  zur Schaffung eines legalen „Fluchtweges“ zu bewegen.

Doch dahinter lauert ja noch eine ganz andere Gefahr: Nachdem die Abschaffung der Nationalstaaten ein erklärtes Ziel der EU-Granden und ihrer Hintergrundkräfte ist, versucht  man durch solche und ähnliche Inszenierungen die nationale Souveränität eines Landes auszuhöhlen. Gibt Italien nach, wird nicht nur als erstes dem Schleppergeschäft und damit dem Sterben im Mittelmeer neuerlich Auftrieb gegeben und der unaufhaltsam scheinende Zuzug Fremder in legale Bahnen geleitet, sondern die nationale Souveränität angegriffen und weiter geschwächt.

Es ist daher  Vorsicht angebracht, wenn sich Fanatiker, Egomanen oder über jeden Verdacht stehend sich wähnende Gutmenschen auf Biegen und Brechen einer an sich so scheinenden guten Idee oder Sache ihre ganze vermeintlich uneigennützige Kraft widmen,  sich dabei aber, bewußt oder unbewußt, als „nützliche Idioten“ in den Dienst einer in Wirklichkeit menschen- und völkerfeindlichen Sache oder Idee  stellen. Und wenn  maßgebliche Politiker, Kirchenführer und Journalisten der übrigen Welt Mores lehren wollen, kurz, wenn dieselbe in Sachen Menschenrechte aus Gutmenschen-Sicht säumige Welt am neudeutschen Wesen genesen soll, sollten bei Demokraten die Alarmglocken schrillen.

Dass maßgebliche Medien  einen ungebremsten Zuzug favorisieren –  und damit im Sinne der Einwanderungs-Agenda von EU und UNO agieren –  dafür spricht, dass sie in diesem Zusammenhang ausschließlich von „Flüchtlingen“ berichten, obwohl es sich in deren überwiegenden Mehrheit nicht um solche handelt. Aber gewiss, Menschenrechte gelten für alle Menschen, ob Flüchtling oder nicht, im Westen zumindest. Aber die Komplexität des Asylrechts verleitet auch zu Fehlinterpretationen, Desinformation und Missbrauch, letzteres nicht zuletzt durch Asylsuchende und deren Unterstützer. Umgekehrt, es versuche doch  einmal ein vor einem afrikanischen, arabischen oder südostasiatischen Gericht stehender Europäer sich auf die angeblich universellen Menschenrechte zu berufen.

Für eine Trendumkehr im Migrationswesen ganz allgemein und dem in jeder Hinsicht ausufernden Asyl-Unwesen im Besonderen, wären im Lichte der sich abzeichnenden tödlichen Gefährdung Europas, rasche und für den Anfang harte Schritte nötig. Oberste Handlungsmaxime sollte sein, knallharte Bedingungen dafür zu schaffen, dass keine Anreize zum illegalen Überqueren des Mittelmeeres mehr vorhanden sind.  Gleichzeitig mit einem Einwanderungsstop gilt es Sorge dafür zu tragen, dass angesichts zunehmender Gewaltexzesse durch Migranten und Asylantragsteller das Gros der Illegalen und nicht Integrierbaren das jeweilige Gastland ehestens verlässt. Danach mag eine  Neuausrichtung der   nationalen (europäischen) Außenpolitik auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts und der Nichteinmischung gegenüber Dritt- bzw. Nicht-EU-Staaten kommen. Mit und in dieser von Konzern-Lakaien verwalteten EU wird dies wohl nicht so leicht möglich sein, wenn überhaupt.

In einem Gespräch mit dem bereits verstorbenen Verhaltensforscher und Konrad-Lorenz-Schüler Otto König, darüber ich an anderer Stelle schon einmal berichtet hatte, meinte dieser hinsichtlich der afrikanischen Probleme halb ironisch zu mir, es wäre am besten, um Afrika eine Mauer zu errichten und die Afrikaner ihrem Schicksal zu überlassen. Nun da die Zeit leider bereits zu weit fortgeschritten ist, erschiene da nicht, im Hinblick einer nicht allzufernen möglichen Invasion und vor allem auch angesichts der ausufernden migratorischen und multikukturellen Gewalt, der Bau einer wie immer gearteten „Mauer“ rund um Europa nicht schon erwägenswert? Mag dies jetzt vielen als Witz oder Provokation erscheinen, eine spätere Generation könnte, sofern ihr noch Zeit und Kraft zur Verfügung stehen, durchaus einmal ernsthaft zu solchen und noch weiter gehenden Überlegungen kommen, wie sie etwa John Lanchester in seinem Roman „Die Mauer“ in Bezug auf Großbritanniens Zukunft anstellt.

.Zum Thema

Zu Carola Rackete https://youtu.be/7DI6g43a-Hw

Migrantengewalt https://youtu.be/Vsx-r6FD99o

Asylmissbrauch https://youtu.be/GhPf-6-iaNk

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Gesunder Menschenverstand auf Urlaub?

Le bon sens en vacances?

Healthy common sense on holiday?

 

Die Hitze bringt mich zwar nicht wie viele Klima-Hysteriker um den Verstand, wohl aber um die Schreiblust. Das eine oder andere möchte ich aber dennoch nicht für mich behalten. Zum Beispiel:

Von allem, was Politiker so von sich geben, geschieht das meiste anscheinend gedankenlos. Da käme jemandem ja glatt der eine oder andere Politiker sofort in den Sinn. Der etwas impulsive und eitle im Weißen Haus etwa. Um allem Missverständnis auszuweichen und neuem vorzubeugen: Ich gehöre nicht zu seinen Anhängern, wenn ich sage, gelegentlich sagt er auch etwas Richtiges. Doch zuweilen scheint er völlig von der Rolle zu sein und liebt es anscheinend auch, umgangssprachlich gesagt, die Pferde scheu zu machen. Und riskiert, dass sie durchgehen.

Sowohl im Falle des Iran wie auch in jenem der Palästina-Frage. Natürlich spielt da die etwas überhebliche Art des Hegemons eine gewisse Rolle, der da noch immer glaubt, alles und alle seien käuflich. Vielleicht in Bogota oder Brüssel, nicht zuletzt in Washington? Bei den Iranern aber, Mullahs hin oder her, da  hat er sich wohl verkalkuliert. Und zu glauben, in dem man den Palästinensern Milliarden verspricht, ihnen sozusagen das hungrige Maul stopft, dann könne man ihnen nachher jede politische Lösung verkaufen, ist doch etwas naiv. Wie Washington aus dem nahöstlichen Labyrinth wieder heraus kommt, ist vorerst nicht abzusehen, doch könnten sowohl die Wahlen in Israel, so sie tatsächlich stattfinden,  als auch die in den USA neue Bewegung ins Spiel bringen. Aber ohne gerechte Lösung der Palästinenser-Frage und ohne diplomatischerem Geschick gegenüber Teheran wird ein Krieg nur wahrscheinlicher. Mit allen erdenklichen Konsequenzen auch für uns.

                                                                  *

Mag schon sein, dass das Klima sich da und dort umstellt, doch wenn je einmal in dem menschengemachten Klima-Drama dieser Tage eine gute Portion Aberwitz für alle sichtbar zum Ausdruck kommen wird, so spätestens vielleicht dann, wenn  sich herumgesprochen hat, dass zwischen Grönland und Patagonien, selbst in Neuseeland die Gletscher wachsen und  die Antarktis-Polkappe um 135 Milliarden Tonnen pro Jahr zunimmt. Zur Rechtfertigung der heutigen Klima-Dressur gibt es kaum Vergleichbares. Es sei denn, man schlägt bei den Schildbürgern nach, denn nur diese hätten die verrückte Idee gehabt, das CO2 die Temperatur steuern zu lassen, wo doch längst fest gestellt wurde, dass, umgekehrt, das CO2 erst nach einer Temperaturerhöhung steigt.

Sämtliche „Mainstream“-Berichte über einen menschengemachten Klimawandel beziehen sich bloß auf Simulationen und Modelle. Fakt ist allen Medienvertuschungen zum Trotz: es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens in dieser Frage, ja selbst das nicht über jeden Verdacht erhabene, bei der UNO angesiedelte IPCC (Intergovernment Panel on Climat Change) gibt zu, dass keine endgültigen Vorhersagen gemacht werden können. Dass, wie es von anderer  Stelle heißt, „es gar kein globales Klima gibt, nur Klimazonen von tropisch bis polar, dass unaufhörlich sich ändernde Phänomene wie Wetter und Klima nicht geschützt werden können“, ficht unsere Klimakämpfer nicht an. Ganz im Gegenteil: man treibt  Greta weiter wie eine heilige Kuh durchs globale Dorf und geht – gefolgt von anscheinend bereits „klimageschädigten“ grünen und weiteren politischen Statisten und Trommlern jedweder Couleur – mit dem Klingelbeutel hinterher. So viel Chuzpe kann einen doch nicht kalt lassen.

                                                                             *

Ein weiteres Thema, bei dem vielen Heuchlern auch so richtig warm ums Herz wird, ist die gleichgeschlechtliche Liebe. Da komme nur keiner, dem das keine Herzensangelegenheit ist. Wie jenem Boxer mit Migrationshintergrund – in diesen Hintergründen ist man diesbezüglich ja noch „rückständig“ – der sich einen heterosexuellen Sohnemann wünscht. Und sich das unlängst zu sagen getraute. Mehr hatte er nicht gebraucht, und schon brach ein „Shitstorm“ über ihn herein. Was nach solchen und ähnlichen Sturmangriffen einer digitalen SA meist unweigerlich folgt, kennen wir bereits aus anderen Beispielen: Sofort sah sich auch in diesem Fall der arme „Normalo“ genötigt, seine Solidarität mit Homosexuellen beteuern zu müssen und zu versichern, er  habe ja gar kein Problem mit Schwulen.

Übrigens, auch ich nicht, ich habe nur etwas gegen eine totalitären Modellen nachempfundene Erziehungsdiktatur einer politisch korrekten Minderheit, der es womöglich ein Anliegen ist, dass man eines Tages in der Schule oder am Arbeitsplatz auch danach benotet wird, ob und wie geneigt in solchen Dingen man ist. Doch wer jedwedem Gesinnungsdruck, der eigentlich einer Erpressung gleichkommt, nachgibt und glaubt, seine aus biologisch-evolutionärer Sicht ganz normale Einstellung mit erzwungenen moralischen Rechtfertigungen untermauern zu müssen, untergräbt meiner Meinung nach seine eigene Würde.

Wie schon gesagt, ich habe kein Problem mit Homosexuellen, so wenig wie mit der Verschiedenartigkeit der Menschen im allgemeinen, aber ich sehe in der Homosexualität an sich nicht unbedingt ein dringliches Anliegen der Evolution oder der Schöpfung. Dass wir nicht genügend Nachwuchs haben und jenes andere Sexualverhalten, vor allem dessen übersteigerte Herausstellung,  nichts zur Lösung dieses Problems beitragen kann, sollte eigentlich einleuchten. Aber das ist wahrscheinlich schon wieder eine diskriminierende oder gar nazistische Einstellung, die aber mit den von der „Bien pensant“- Lobby herbeigerufenen Migranten ohnehin zusehends an Boden gewinnt und die heutige offizielle Sichtweise nicht nur in dieser Frage überhaupt in ihr extremes Gegenteil verkehren könnte. Wenn das das Ziel der Gutmensch-Szene sein sollte, dann frage ich mich, haben wir es denn mit Irren zu tun?

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Weltfrieden oder Krieg und Terror, das ist die Frage

La paix mondiale ou la guerre et la terreur, telle est la question

World peace or war and terror, that is the question

 

Washington treibt ein gefährliches Spiel, an sich nichts Neues, aber mit einem „Gambler“ wie Trump an der Spitze ein doppelt gefährliches. Der irre Versuch, Russland einzukreisen und zu isolieren, China ökonomisch in die Knie zu zwingen und gleichzeitig in Venezuela, im Nahen und Mittleren Osten und am Balkan zu zündeln, kann mit einem Fiasko der US-Aussenpolitik oder in einem größeren Krieg enden. Drohungen nun auch gegen Deutschland wegen dessen Kooperationsbereitschaft mit Russland und Bemühungen, die vollständige Kontrolle über den Balkan zu erlangen, sollten uns Europäer wach rütteln.

Die aggressiven Ziele und Interventionen der aufeinanderfolgenden US-Regierungen waren und sind keine Unfälle oder Fehler, sondern ein bewusster und notwendiger Bestandteil der  US-Aussenpolitik, wobei die NATO, wie auch Putin richtig feststellte, ein Instrument derselben ist. Dieselbe NATO, die in Serbien und den angrenzenden Regionen für eine todbringende Hinterlassenschaft verantwortlich ist. Durch den Einsatz Uran abgereicherter NATO-Munition im Krieg gegen Serbien sind die Krebserkrankungen im Land in beängstigender Weise angestiegen.

Von unseren Medien völlig ignoriert wurde die Gedenkveranstaltung zum 20 Jahrestag der NATO-Aggression gegen Jugoslawien (FRJ)  in Belgrad, vom 23.-24. März 2019 bei der Klartexte-Gastautor Rudolf Hänsel pädagogisch-psychologische Anmerkungen zum Kongressthema „Global Peace and Development vs. Wars and Domination” („Weltfrieden und globale Entwicklung versus Kriege und Machtdominanz“). machte, die, auch angesichts ausufernder Gewalt in unserer Gesellschaft, aktueller nicht sein könnten.

 Rudolf Hänsel

 Den Gemeinsinn zur leitenden Idee erheben

Krieg ist ein uraltes Menschheitsübel, die größte Geißel der Menschheit. Dieses Problem der Gewalttätigkeit ist von der Menschheit bisher nicht gelöst worden. Krieg entspricht nicht der Natur des Menschen. Krieg ist heute nicht mehr verantwortbar. Angriffskriege sind Verbrechen: Wegen der zerstörerischen Wirkung der mörderischen Waffensysteme führen sie in der Regel zum Völkermord, zum Genozid. Serbien hat das im Jahr 1999 auf bittere Weise erlebt.

Wir sind auch gegen Machtdominanz. Die Ideologie der Macht, dieser fürchterliche Irrtum des Menschengeschlechts, vergiftet die Atmosphäre unserer Kultur, und die allseitige Infektion durch den Bazillus der Machtgier führt immer wieder zu epidemischen Auswüchsen wie Krieg und Terror, die Millionen von Menschen dahinraffen wie die Pest des Mittelalters. Die Machtgier derer, die innerhalb der Völker als Obrigkeit fungieren und durch ihre soziale Stellung vom Geist der Gewalt durchdrungen sind, führt ständig neu zu kriegerischen Auseinandersetzungen, in denen die Völker zugunsten ihrer Herren und Ausbeuter verbluten.

Aber wir sind für globalen Frieden und globale Entwicklung. Es stellt sich jedoch die Frage, wie die Menschheit dieses hohe ethisch-moralische Ziel erreichen kann? Die Gründerstaaten der UNESCO – sie ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) – zogen aus den Erfahrungen des ZweitenWeltkrieges folgende Lehre: „Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.“

Weiter aus der Präambel der Verfassung der UNESCO: „Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.“ Das heißt meines Erachtens: Globaler Frieden und globale Entwicklung müssen in den Gedanken und den sittlichen Handlungsprinzipien der Menschen und in der Solidarität, im Zusammengehörigkeitsgefühl, in der Brüderlichkeit, im Gemeinschaftsgefühl der Menschen verankert werden.

Aus der Einsicht um die Zusammengehörigkeit aller, die Menschenantlitz tragen, erwuchsen die Lehren der sittlichen Führer der Menschheit, die Weisheit des Laotse, das Gebot der Nächstenliebe und die unzähligen Formen des gesellschaftlichen Lebens und Verhaltens, in denen der Gemeinsinn zum Ausdruck kommt. Kulturentwicklung besteht im Wesentlichen darin, dass sich die Stimme des Menschheitsgewissens mehr und mehr Gehör verschafft und dass der Geist der Verantwortlichkeit an die Stelle der Gewalttätigkeit tritt.

Für Alfred Adler , den Begründer der Individualpsychologie, besteht die „tiefste Idee aller Kultur“ (…) ,,in der endgültigen Verwerfung des Strebens nach Macht und in der endgültigen Erhebung des Gemeinsinns zur leitenden Idee.“ Das sagte er bereits vor 100 Jahren. Alle unsere Bestrebungen in der Welt und der Wissenschaft sollten das Leitmotiv haben, in Zukunft einen Menschentypus hervorzubringen, für den – wie es Alfred Adler formulierte – Gemeinschaftsgefühl und mitmenschliche Verbundenheit ebenso selbstverständlich sind wie das Atmen, Aufklärung und Erziehung.

Da die Politik in den Köpfen und Herzen der Menschen vorbereitet wird und die Menschen morgen so handeln, wie sie heute denken, braucht es vor allem Aufklärung. Der Sinn der aufklärerischen Bemühungen ist die Reinigung des menschlichen Bewusstseins von individuellen und kollektiven Vorurteilen.

Die Zukunft unserer Kultur wird wesentlich davon abhängen, ob es genügend „Aufklärer“ geben wird, die imstande sein werden, den breiten Volksmassen jene Vorurteile zu nehmen, die der ideologische Hintergrund der Menschheitskatastrophen sind. In der heutigen Zeit, in der die Selbstvernichtung der Menschheit möglich erscheint, bedürfen mehr denn je der „freien Geister“ , die uns lehren, was Wahrheit und was Lüge ist. Die Intellektuellen sollten sich dieser Verantwortung stellen.

Wichtiger noch als die Aufklärung aber ist das Problem der Erziehung. Die tiefenpsychologische Einsicht hat uns deutlich gemacht, welch ungeheure Tragweite die Erziehung hat. Wir wissen heute, dass der Mensch in einem derartigen Maße das Produkt seiner Erziehung ist, dass wir die Hoffnung hegen dürfen, durch bessere, das heißt psychologische Erziehungsmethoden Menschen heranbilden zu können, die gegen die Verstrickungen des Machtwahns gefeit sein werden.

So hat die Pädagogik in Elternhaus und Schule auf das autoritäre Prinzip – das Jahrhunderte lang als fraglos gültige Grundlage des erzieherischen Verhaltens angesehen wurde – und auf Gewaltanwendung zu verzichten. Erzieher haben sich mit wahrem Verständnis dem kindlichen Seelenleben anzupassen, haben die Persönlichkeit des Kindes zu achten und haben sich ihm freundschaftlich zuzuwenden. Eine solche Erziehung wird einen Menschentypus hervorbringen, der keine „Untertanen- Mentalität“ besitzt und darum für die Machthaber in unserer Welt kein gefügiges Werkzeug mehr sein wird.

In der heutigen gewalttätigen Kultur gerät der Weg des Einzelnen jedoch unweigerlich in den Einflussbereich des Macht- und Herrschaftsstrebens. Alle Vorbilder und Ideale, unter denen das Kind unserer Kulturkreise aufwächst, sind vom Machtwillen gefärbt. Der Drang des Menschen nach Selbstvervollkommnung nimmt so unwillkürlich die Leitlinie der Machtgier an: groß sein, mächtig sein wird zum Ziel, das sich der Schwache setzt, um stark zu werden. Das Blendwerk der Gewalt ergreift von der Seele des Einzelnen bereits zu einem Zeitpunkt Besitz, wo er noch weder über bewusste Einsicht, noch über ein ausgebildetes Gerechtigkeitsgefühl verfügt.

Der Abbau der Machtgier und des Gewaltstrebens ist deshalb kein Postulat von Moralpredigern: er ist die schlichte Notwendigkeit des  gemeinschaftlichen Lebens. Man kann die Mahnrufe des menschlichen Gemeinschaftsgefühls wohl unterdrücken; gänzlich ausmerzen kann man sie nie, denn das Geschenk der Evolution besteht im sittlichen Bewusstsein des Einzelnen, in der Einsicht in die Verantwortung aller gegenüber allen.

Unsere Aufgabe für die Zukunft scheint deshalb vor allem die Pflege und Verstärkung der Gemeinschaftsgefühle zu sein . Kein Mittel darf uns zu gering sein, keine Anstrengung zu mühsam, um den Menschen besser in das soziale Gefüge einzuordnen, ihn zu lehren, dass Gewalt und Machtgier nur ins Verhängnis führen können.

Zum Thema

Prof. Dr. Danica Grujicic zur  NATO-Hinterlassenschaft  https://youtu.be/LcJAABtTsjQ

„Bitte lassen Sie die NATO verschwinden“, ist daher der verständliche Wunsch der Neurochirurgin und Vorsitzenden der Serbischen Krebsgesellschaft Dr. Danica Grujicic, die unter anderem weiter ausführt:

 „Was haben sie meinem Land angetan? Wer hat darüber zu  entscheiden, dass ich möglicherweise sterben muss?Der Krieg selbst ist ein Verbrechen, aber weit darüber hinaus werden Boden, Mensch und Natur für Generationen durch den Einsatz von abgereichertem Uran (DU-Munition mit abgereichertem Uran) geschädigt.Dies betrifft nicht nur die serbische Bevölkerung, d. h. die Bürger Serbiens, sondern auch Nachbarländer wie Bulgarien, Griechenland und Rumänien, die NATO-Mitglieder sind.Hinzu kommt, unabhängig von einer Karte der Gefahrenstellen, die Bombardierung der chemischen Industrie,  deren Freisetzung von Toxinen die Umwelt auf Generationen hinaus  schädigt. Wir sprechen hier – wie der senegalesische UN-Berichterstatter Bakari Kante 1999 – von einem Ökozid. Nach 20 Jahren ist die Zeit reif für eine wissenschaftliche Untersuchung der entstandenen Schäden, die nichts mit einer „humanitären Intervention“ zu tun haben.“

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