Politiker – Traumberuf für Selbstdarsteller und Sprücheklopfer

Politicien – emploi de rêve pour egomaniacs et bagout marchands
Politician – dream job for egomaniacs and patter merchants

Viel reden, wenn der Tag lang ist, und wo am Ende nicht viel Positives oder Gescheites dabei herauskommt.Wer denkt da nicht an aktive Politiker? Und es sind ihrer wenige, die wenigstens im Alter oder nach ihrem Ausscheiden aus der Politik plötzlich von bemerkenswerter Einsicht geplagt würden. Daher gehen heute unzählige Mandatare, so wie sie ihr Amt ausgeübt hatten, mit Blindheit geschlagen, aber bestens versorgt, in die Luxusrente oder wechseln bloß den Einkommensstandort.

Noch aktiv in der Politik, spielt sich aber so mancher Sprücheklopfer als narzistischer Edler von Gut auf, derselbe aber seine Wähler in Wirklichkeit geringschätzt und diese auch noch hinten und vorne belügt. Zum Beispiel, wenn er die ach so hehren Absichten der Putschisten in der Europäischen Union der Konzerne ins Treffen führt. Oder als bestellter und geschätzter CO2-Märchen-Erzähler der Atom-Lobby wärmstens zuarbeitet.Da kann natürlich jede Polkappe nur so dahinschmilzen.

Der französische Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Präsidentenberater Jaques Attali, gibt kein Geheimnis preis, wenn er sagt, ich zitiere aus der Erinnerung: Politiker seien in Wirklichkeit entpolitisierte Marionetten und frönten dem Spektakel. Sie hätten keine Visionen für eine klare Zukunft, sondern bloß leicht hingeworfene Worte, die man morgen schon wieder vergessen oder ignorieren könne. Attali, zwar auch nicht über jeden Verdacht erhaben, hat ja ausnahmsweise nicht ganz unrecht. Für ihn wie für einige andere auch gilt: Nachher ist man meistens klüger.

Ob das auch auf Helmut Kohl zutrifft? Der protzte 1998 im Bundestag nämlich damit: „Meine Damen und Herren, nach der vertraglichen Regelung gibt es keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedsstaaten und keine zusätzlichen Finanz-Transfers.“ Und sein der D-Mark ebenbürtige Euro, wie er ihn – wie auch die ehemalige österreichische Staatssekretärin Ederer – zu preisen wußte, erweist sich im Nachhinein als Seifenblase. Lug und Trug ist der Politik Acker und Pflug, sagten die Alten. Und beim Dichter heißt es: das Volk ziehe den Karren, auf dem die Politiker ihr Theater aufführen.

In Österreich erweisen sich derzeit parlamentarischer Untersuchungsausschuß und Steuerreform als kabarettistische “Events”. Und „Sowohl-als-auch“-Minister und Vizekanzler Mitterlehner fordert den gesunden Hausverstand der Mehrheit heraus, wenn er meint, das Bundesheer könne in eine (Anm. gewiß der Nato dienliche) europäische Armee integriert werden – was eine weitestgehende Professionalisierung voraussetzte – und Österreich gleichzeitig seine Neutralität bewahren.

Zur gleichen Zeit aber wettert Mitterlehners Partei gegen des Verteidigungsministers Berufsheer-Ambitionen. Man fragt sich da ja nur mehr, wer ist mehr gespalten, der Minister oder seine eigene Partei. Gerade beim Thema Sicherheit gehen EU-Politiker auffällig oft mit eigenartigen Ideen hausieren, die sich bei näherem Hinsehen nicht selten als Bankerotterklärung der Politik erweisen.

So tönte es von Seite des deutschen Innenministers Thomas de Maiziere: “Wir müssen materielle Anreize für die Bürger schaffen, damit sie den Einbruchschutz in ihrem Haus oder ihrer Wohnung verbessern.“ Aha, anstatt dafür zu sorgen, daß die Ursachen der ausufernden Kriminalität beseitigt werden, sollen die Bürger tief in die Tasche greifen, um sich gegen die von der Politik verschuldete und sich vergößernde Gefahrenlage abzusichern. Daß dazu Otto Normalverbraucher dann auch noch aufgefordert wird, irgendwelche wildfremden Asylanten bei sich zuhause aufzunehmen, ist doch ein starkes Stück Chuzpe.

Wie kommen Politiker dazu, so locker daher zu plaudern, über die wahren Anliegen des Volkes drüber zu fahren? Die Antwort hätte schon Konfuzius-Schüler Mengzi gewußt. Er nämlich sagte, „sie“, die Verantwortlichen im Staate, „nehmen ihre Worte so leicht, weil sie nicht zur Verantwortung gezogen werden.“ Wie recht er doch hat.

Im Gegenteil, für ihr oft fahrlässiges, verantwortungsloses Verwalten und ihre gelegentlich mörderische Verachtung des Gemeinwohls, werden solche Politiker nach ihrem Ausscheiden noch zusätzlich belohnt. Nicht selten als Regierungsberater oder Geschäftspartner eines orientalischen Potentaten, als Ausichtsratsmitglied einer Schweizer Bank oder Vorstandsmitglied eines dankbaren Konzerns.

In der Tat zeigen die heutigen politischen Eliten in überwiegendem Maße überhaupt keine Bereitsschaft Verantwortung für jene Voraussetzungen und Grundbedingungen zu übernehmen, ohne die eine hochstehende Zivilisation nicht überleben kann. Sie leben weder hohe Ideale, noch haben sie irgendein Gefühl für historische oder gemeinschaftliche Pflichten. Außer für jene, von fremden Herren und Meistern ihnen auferlegten oder anempfohlenen.

Dafür läßt es sich privilegiert auf dem Rücken des von ihnen geistig bereits beiseite geschobenen Volkes prächtig leben. Ausnahmen gibt es, doch die zahlen für ihr Nicht-Mitspielen den Preis der Nicht-Beachtung. Darben müssen aber auch sie nicht später in der Pension.

Wohin man kommt, wenn es an Verantwortung fehlt, glaubt der zitierte Jacques Attali im Fall Deutschland vorauszusehen. Dieses Land, meint er, werde in 20 Jahren der ‚kranke Mann‘ in Europa sein, weil man die Schwäche einer Nation an der Demographie messe und an der Fähigkeit zu langfristigen Strategien. Deutschland hat keine langfristige Strategie […] Das deutsche Bankensystem sei bankrott und Deutschland „ein veraltendes Land mit katastrophalen Grundschulen und sinkender Produktivität, weil die meisten Exportprodukte gerade kopiert werden.“ Da könnte was dran sein.

Es ist nicht einmal ein schwacher Trost, wenn ich meine, Frankreich sei nicht so viel besser dran. Wohl deshalb hat der Franzose Attali berechtigte Angst, schließlich sitzt man im selben Boot, das man mit vereinten Kräften noch zum Kentern bringen könnte. Und während der sprichwörtlich kleine Mann in immer größere Bedrängnis gerät, hat sich die politische Elite eine luxuriöse Parallelwelt aufgebaut. Da wie dort.

Wenn es in deutschen und anderen Landen noch keine vorrevolutionäre Stimmung gibt, wie sie Attali übrigens für Frankreich bereits zu bemerken glaubt, dann liegt es wohl an einer Zeitverzögerung. Aber daß der allgemeine Groll bald auch in unseren Landen spürbar werden könnte, daran habe ich keine Zweifel.

Zum Thema

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Sterben für Wall Street?

Mourir pour Wall Street?
Die for Wall Street?

An und für sich ist in den USA nicht alles schlecht. Aber immer mehr. Ausgesprochen verhängnisvoll ist die vom Finanzkapitalismus diktierte US-Außenpolitik, gerade für Europa auch. Nicht ganz unberechtigt fragen sich immer mehr Europäer: Was haben die US-Amerikaner eigentlich noch bei uns verloren? Ihre Jungfräulichkeit sicher nicht, denn die haben sie bereits vor ewiger Zeit bei Wounded Knee* und auf den Plantagen Louisianas abgelegt. Also: Wozu dienen US-Atomsprengköpfe in Deutschland und in Norditalien, wozu weitere US-Truppen auf europäischem Territorium? Um die US-Bundesverfassung zu schützen?

Natürlich nicht, obwohl naive US-Amerikaner, und die soll es ja in großer Anzahl geben, das annehmen könnten. Selbst die Anhänger des inzwischen verblichenen erzkonservativen „New American Century“ haben absolut nichts mit dem Schutz der Verfassung zu tun bzw. dem, was die Verfassungsväter einst im Sinne hatten: Freundschaft mit allen Nationen, Friede, Handel, das auch, aber keine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten. Dieses schöne Bestreben hatte allerdings keine lange Lebensdauer, abgedreht von der Gier des großen Geldes nach mehr.

Washington, sobald an der Leine der Oligarchen der Hochfinanz, hatte bereits sehr früh begonnen die eigene Verfassung zu brechen. Ab dem Zeitpunkt, von dem an das „big business“ die Macht übernahm, wird – aus altruistischen Bestrebungen selbstverständlich – interveniert, bombadiert, geputscht, getötet und gefoltert. Was man im Namen von Freiheit und Demokratie nicht selbst erledigen kann, besorgen willige politische Handlanger, militärische Söldner oder vollenden mörderische Stellvertreterkriege.

Heute sind die USA in raubkapitalistischer Absicht in gut 150 Ländern der Erde militärisch aktiv oder passiv präsent, kein Winkel der Erde, der nicht abgehört wird und wo man nicht US-Interessen verletzt oder angegriffen sieht. Zwecks Desinformation und zur Rechtfertigung einer direkten oder indirekten Intervention bietet man ein Heer westlicher Lohnschreiber auf, die dann behaupten, die Nato-Osterweiterung sei “russische Propaganda” und der Putsch in Kiew sei in Wirklichkeit eine „echte Revolution“ gewesen. So „His Masters Voice“ Hans Rauscher im Standard.

Diesem etwas drolligen Standard-Kommentator gewiß zur Freude, könnte bald schon Caracas ein Schicksal à la Kiew blühen, stehen doch für die USA schon wieder„nationale Sicherheitsinteressen“ auf dem Spiel. Wirklich beeindruckend, wo überall es das Böse zu besiegen gilt. Washington hat auf diese selten feine Art oft genug seine von ihm verkündeten hehren Werte um ein paar Dollar mehr ins Gegenteil zu verkehren gewußt. So viel Chuzpe hat die Welt noch nicht gesehen, und seit 1945 auch nicht so viel vergossenes Blut im Zeichen des Sternenbanners.

Dennoch will kein Strafgericht für himmelschreiende US-Gewalttaten zuständig sein. Und die selbsternannte EU-Wertegemeinschaft schweigt dazu. Dafür hört sie auf Ezzes neuer Kalter Krieger wie Zbigniew Brzezinski (Sicherheitsberater) oder George Soros (Spekulant). Letzterer tönt laut Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de so: „Alle verfügbaren Ressourcen (der EU) sollten eingesetzt werden in einer Kriegsanstrengung, auch wenn das zu Haushaltsdefiziten führt.”

Na prima! Daß Herr Soros für eine ganze Riege seiner Art spricht, ist anzunehmen. Folgerung: All das geschieht also um die Superreichen bei der Ausbeutung der weniger Vermögenden und Armen – und das auch in den USA! – zu unterstützen? Daß ein Prozent der Menschheit mehr besitzt als die 99 Prozent anderen, reicht den Finanzkannibalen anscheinend noch nicht.

Zu diesem Zwecke ließ man mehr Kriege als irgendein anderer Staat auf der Erde führen. Und das ganz ohne Reue. Ja, warum auch? Immerhin ist man durch die „Macht des Gebets“ (G.W. Bush), legitimiert und damit auf dem richtigen wenn auch Holzweg. Alle Interventionen und kriegerischen Handlungen sind US-logischerweise „bedeutende Akte der Nächstenliebe“, wie sich ein  Chefredakteur von US News & World Report * einmal hinsichtlich des US-Vorgehens in Vietnam ausgedrückt hat. Bei den Sowjets sprach man übrigens in solchen Fällen ähnlich, „brüderliche Hilfsaktion“ hieß es da.

Ob die USA in Sachen Propaganda von ihren damaligen Lieblingsfeinden etwas abgeschaut haben? Jedenfalls arbeitet man auch im „goldenen“ Westen längst mit Angstparolen (der „gefährliche“ Putin) und mit den Mitteln der Nötigung (z. B.über EZB und IWF) um die Schutztruppe des US-Geldadels, bis an die russische Grenze vorrücken lassen zu können. Nicht ausschließlich nur um Putin einzuschüchtern oder zu beseitigen, nein, es dient gewiß auch dazu – bei gleichzeitigem Schüren von Krisen – dem US-Brückenkopf EU die Etablierung US-amerikanischer Staatsstrukturen unter Nato-Schutz zu erleichtern. Der „american way of Schlamassel“ soll also in Europa fortgesetzt werden. Kostenmäßig selbstverständlich mindestens Halbe-halbe.

Wenn man die wahre Natur der von Kapitalinteressen gesteuerten Politik des Weißen Hauses richtig verstehen will, dann lohnt es sich immer wieder auch den unbestechlichen Norman Mailer zu zitieren. Dieser schrieb: „Dieses Land wird längst von den Großkonzernen beherrscht. Die Vorstellung, daß wir über eine aktive Demokratie verfügen, die sich um unser Wohl und Wehe kümmert, ist falsch…..Amerika ist in einen Machtrausch geraten, bei dem nur ein kleiner Teil des Volkes dabei sein darf“. ** Das gilt auch überall dort, wo in diesem Sinne und unter US-Schutz dasselbe System implantiert ist.

Was aber, wenn es sich die machtberauschten USA einmal wirklich mit der ganzen Welt verderben? Da hilft eine der üblichen Behelfskrücke-Aussagen des George W. Bush weiter, der laut Mailer gemeint haben soll: “Es kann so weit kommen, daß nur mehr wir übrig sind…Mich stört das nicht. Wir sind Amerika“ . Damit hat Bush gewiß nicht das einer ungewißen Zukunft entgegengehende US-amerikanische Volk gemeint. Sicher aber werden die Wege der “High Financial Society” mit feinem Golde gepflastert sein. Hallelujah!

Kommt denn in den Worten des Zynikers Bush nicht einer herrschenden Klasse Chauvinismus und deren Verachtung für den Rest der Welt zum Ausdruck? Dazu ein weiteres Beispiel moralischer Bodenlosigkeit: Als Madeleine Albright, damals US-Botschafterin bei der UNO, in einem CBS-Fernsehinterwiew gefragt wurde, ob eine halbe Million toter irakischer Kinder (durch das Embargo) den Preis wert gewesen sei, antwortete sie, „Wir glauben, es ist den Preis wert “. Hat man solche Opferzahlen auch beim Rußland- oder Iran-Embargo einkalkuliert? Und taugt nicht auch Europa als Schlachtfeld besser als teure US-Heimaterde. Gewiß, man muß nur eins und eins zusammen zählen können.

Doch was der ehemalige Notenbankchef Alan Greenspan preiszugeben hat, müßte selbst ein Analphabet verstehen: „Wir haben das Glück, dass die politischen Beschlüsse in den USA dank der Globalisierung größtenteils durch die weltweite Marktwirtschaft ersetzt wurden. Mit Ausnahme des Themas der nationalen Sicherheit spielt es kaum eine Rolle, wer der nächste Präsident wird.“ *** Der letzte Satz ist übrigens ident mit einer Aussage eines Vertreters der Rotschilds in einer österreichischen Tageszeitung hinsichtlich des französischen Präsidentenamtes. Und das gilt wohl auch für andere Regierungen. Das neue Evangelium heißt eben ganz schlicht und einfach: „Wer das Gold hat, der schafft an“ (Frank Stronach). Niemand hat die Botschaft besser verstanden als geld- und machtgierige EU-Politiker.

Denkt dabei unsereiner an das für die US-Konzerne maßgeschneidert scheinende TTIP- Abkommen, drängt sich doch die Frage auf: Haben wir es auf EU-Seite möglicherweise mit modernen Sklavenhändlern zu tun, die uns auf Dauer an das angloamerikanische Kapital verschachern wollen? Ohne Zweifel sieht es so aus, aber es gehört immer einer dazu, der es sich gefallen läßt. Daher: Was wir brauchen sind Politiker, die, im Sinne Kants, die Entschlossenheit und Mut aufbringen, sich ohne US-Leitung seines europäischen Verstandes zu bedienen. Dazu ist es höchste Eisenbahn.

Eingedenk US-Amerikas eigener, selbstverschuldeter Mega-Probleme und Defizite muß ja immerhin angenommen werden, daß bei deren Nichtbewältigung das Dollar-Imperium außer Kontrolle gerät. Und das von Zbigniew Brzezinski so genannte „Protektorat Europa“? Es bliebe davon gewiß nicht verschont, bekäme aber bei kluger Politik die Chance, sich aus einer jahrzehntelangen finanzkapitalistischen Umklammerung zu befreien und neu zu organisieren. „Ich sehe die größte Chance für ein Umdenken durch den Zwang der Natur” schreibt einer im Internet. Er könnte recht haben.

* Am 29. Dezember 1890 töteten Soldaten des 7. US-Kavallerieregiments Männer, zwischen 150 und 350 Frauen und Kinder der Lacota-Sioux Indianer.
** William Blum: Schurkenstaat, Kai Homilius Verlag, 2008
***Norman Mailer: „Heiliger Krieg – Amerikas Kreuzzug“ , Rowohl, 2003

Zum Thema

Michael Moore über US-Geldelite                                                                        https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=9Foo0wcC5K8#t=2   Friedensforscher Alfred Mechtersheimer: Weg vom US-Imperialismus! https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=xBCBLM9bcEo#t=0
Ein Hauptziel des „big business“

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Endziel: Verzicht auf das Recht auf die Heimat?

Destination finale: Renonciation au droit à la patrie?
Final destination: Abandonment of the right to one’s homeland?

In den alten Tagen, und die sind erst einige Jahrzehnte her, da bekannten sich deutsche Politiker noch im Sinne des Völkerrechts zum ganzen Deutschland in den Grenzen von 1937. So bekräftigte noch Theodor Waigel 1989 am Schlesiertag in Hannover, daß die Gebiete jenseits von Oder und Neiße weiter Teil der deutschen Frage seien.

Aber spätestens ab da wurden solche Bekenntnisse vom Gros der politischen Klasse und den Medien in die rechtsextreme, revanchistische Ecke abgelegt. Das war nicht erst der Beginn eines Prozesses, an dessen Ende die Ignorierung und die Verleugnung völkerrechtlicher Ansprüche des deutschen Volkes stehen sollten.

Damit sind aber nicht nur uralte deutsche Siedlungsgebiete, sondern auch die von dort vertriebenen und die in Resten noch dort lebenden Deutschen betroffen. So auch die Sudetendeutschen, deren Stimmen nun nicht mehr so viel zählen wie noch vor Jahrzehnten. Es braucht jetzt nur mehr darauf gewartet zu werden, daß die letzten Alten wegsterben und deren Nachfahren jeder Sinn für die alte Heimat ihrer Eltern oder Großeltern endgültig ausgetrieben worden ist.

Aber noch leben sie, die Alten, und nicht alle sind weiter gewillt Stimmvieh für jene zu spielen, die sie und ihre Rechte auf dem Altar der so genannten Versöhnung opfern wollen. Und endlich begreifen sie, und auch immer mehr Junge, daß einige ihrer Spitzenfunktionäre, nicht ihre Interessen in erster Linie, sondern in Wahrheit fremde oder jene einer Partei vertreten.

Was nun vielen als ein deutsches Randphänomen erscheinen mag und von der großen Politik und den meisten großen Medien so gehandhabt wird, ermöglicht in dessen intensiveren Wahrnehmung auch einen Blick sowohl auf die geistige und charakterliche Verfassung der heutigen deutschen politischen Klasse als auch auf die – EU- und NATO-Interessen folgend – aus dem Hintergrund orchestrierte Demontage des Menschenrechts auf die Heimat wie auch des Völkerrechts insgesamt.

Dabei gilt es zu bedenken, daß dies ja auch nichts Gutes für alle nichtdeutschen Volksgruppen in Europa bedeuten kann, über deren Rechte in Zukunft ebenso nach Willkür verfahren werden könnte, wenn es in höherem politisch-strategischen Interesse Dritter läge. In diesem Sinne könnte auch ein Interview verstanden werden, daß die Junge Freiheit mit dem ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus geführt hat: Auf einer ganzen Seite nicht ein Wort über das deutsch-tschechische Verhältnis und die Sudetendeutsche Frage.

Die Sudetendeutschen, um die es aus aktuellem Anlaß auch im weiter unten stehenden Beitrag vornehmlich geht, sind, wie alle anderen vetriebenen Deutschen, entgegen mancher Meinung keine Revanchisten und beabsichtigen auch nicht in Tschechien einzumarschieren um ihre Rechte mit Gewalt durchzusetzen. Im Gegenteil, sie haben als erste die Hand ausgestreckt und in vielen Privatinitiativen den Weg der Verständigung und Versöhnung mit tschechischen Nachbarn beschritten. Aber niemand kann und darf ihnen das Recht auf ihre alte Heimat absprechen und Vermögensansprüche verwehren, auch nicht in kleinen Schritten,wie man aus kürzlich erfolgten Satzungsänderungen der Sudetendeutschen Bundesversammlung in München (siehe Beitrag unten) schlußfolgern könnte.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft Österreich ( http://www.sudeten.at ) hat sich die neue Sicht ihrer deutschen Schwesterorganisation lobenswerterweise nicht zu eigen gemacht. In einer Aussendung des Sudetendeutschen Pressedienstes (SdP) heißt es u.a.:
„Der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) und die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) werden sich immer für das Recht auf Heimat einsetzen und sich niemals anmaßen, Heimatvertriebenen das Recht auf Heimat, Vermögen und Wiedergutmachung abzusprechen – weder den Flüchtlingen der Welt von heute noch selbstredend den eigenen heimatvertriebenen Landsleuten“…. Und weiter: Jede Vertreibung von Menschen aus ihrer angestammten Heimat aufgrund ihrer Ethnie ist im Sinne des Völkerrechtes als ein Verstoß gegen ein Menschenrecht zu werten….

Im Folgenden nimmt Gernot Facius im Sudetendeutschen Pressedienst (Wien) zu einem für viele unverständlichen Schritt der Sudetendeutschen Bundesversammlung in der Bundesrepublik Deutschland  Stellung.

Die „stille Revolution“ des Bernd Posselt

von Gernot Facius

La „révolution tranquille“ de Bernd Posselt
The “quiet revolution” of the Bernd Posselt
Eines haben Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Verbände gemeinsam: Ihnen allen macht das Überalterungssyndrom zu schaffen. Es fehlt an vielen Stellen die junge und mittlere Generation. Organisationen, die sich bislang einem politischen oder gesellschaftlichen Mainstream widersetzten, trifft das besonders hart. Einen Königsweg, die Auszehrung zu stoppen, gibt es nicht. Selbst die aus der Not geborenen „niederschwelligen”, das eigene Profil verwässernden Angebote haben meist keine Trendwende bewirkt. Vielleicht geht auch den Initiatoren der heftig umstrittenen, manche sagen: durchgepeitschten Satzungsänderung der Sudetendeutschen Landsmannschaft schon bald ein Licht auf, daß diese Operation keineswegs zu einer geistigen Investition in die Zukunft” führt, wie der SL-Sprecher Bernd Posselt meint, sondern eher die Marginalisierung vorantreibt.

Um nicht mißverstanden zu werden: Es gibt gute Gründe, von der antiquierten, aus einer anderen Zeit stammenden und heute mißverständlichen Forderung nach „Wiedergewinnung der Heimat” Abstand zu nehmen. Satzungen von Parteien, Vereinen und Verbänden sind keine in Stein gemeißelten Gesetze, sie können nicht Ewigkeitscharakter beanspruchen. Die Frage ist nur: Welches Signal wird mit einer Aktualisierung beziehungsweise Anpassung an veränderte Gegebenheiten gesetzt? Und da fängt es bei dem SL-Beschluß an, fragwürdig zu werden. Denn gleichzeitig mit diesem „Abschied von der Heimat”, wie einige Zeitungen titelten, hat die SL-Bundesversammlung am letzten Februar-Wochenende in München, just vor dem 4. März, an dem jährlich der Todesopfer der Demonstrationen gegen die 1919 verweigerte Selbstbestimmung gedacht wird, auch die alte, wohlbegründete Forderung nach „Restitution oder gleichwertige Entschädigung” aus der Satzung gestrichen. Ein fatales Signal.

Faktisch wird der tschechischen Seite alles zugestanden, was in ihrem Sinne ist, ohne überhaupt eine ernsthafte Diskussion darüber zu eröffnen, was an Heilung des an der sudetendeutschen Volksgruppe begangenen Unrechts möglich ist. Stattdessen wird etwas nebulös auf die Grundrechtscharta der Europäischen Union verwiesen, die in all ihren Teilen für alte Mitgliedsstaaten uneingeschränkt verbindlich gemacht werden soll. „Verstöße gegen diese Rechte wie Völkermord, Vertreibungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, menschen- und völkerrechtswidrige Enteignungen sowie Diskriminierungen” seien „weltweit zu ächten und dort, wo sie erfolgten, auf der Grundlage eines gerechten Ausgleichs zu heilen.”

Das klingt gut. Soll diese Erklärung aber mehr sein als die übliche Funktionärs-Phraseologie, bedarf es allerdings einer operativen Politik, die diese Heilung ohne Wenn und Aber auch für die Vertriebenen aus Böhmen, Mähren und Sudeten-Schlesien einfordert – zumal in mehreren Ländern des ehemaligen Ostblocks sich Ansätze einer Unrechts-Heilung abzuzeichnen beginnen. Nur „Bindeglied im deutsch-tschechischen Dialog” zu sein und grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den Tschechen zum zentralen Ziel der SL-Arbeit zu erklären, ist zu wenig. Vor allem muß man selbstbestimmt handeln. Das Tempo, in dem die gegenwärtige Führung der Landsmannschaft auf die „stille Revolution” (Überschrift in bayerischen Gazetten) hinarbeitete und bei der „Reform” der Satzung möglicherweise Formfehler in Kauf nahm, spricht eher für etwas anderes: für Fremdbestimmung.

Die Neuausrichtung, schreiben Kommentatoren nicht ganz zu Unrecht, vollziehe sich im Gleichklang einer Kurskorrektur im bayerisch-tschechischen Verhältnis. Noch unter Edmund Stoiber hätten sich bayerische und tschechische Politiker ängstlich gemieden, das habe sich mittlerweile grundlegend geändert. Mit anderen Worten: Bayerns vierter Stamm”, vertreten durch die Organisation SL, hat Positionen geräumt zugunsten bayerischer Interessen im Nachbarland und der Nebenaußenpolitik von Horst Seehofer. Selbst die Forderung nach eindeutiger Ächtung der rassistischen Beneš-Dekrete, welche die Grundlage für die kollektive Entrechtung und Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Heimat bildeten, kommt nur noch in weichen Moll-Tönen daher. Die Prager Reaktion auf den „revolutionären Quantensprung bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft” (Tageszeitung „Die Welt“) fiel indes bescheiden aus. Der Tenor: Alles längst überfällig.

Konsequenz? Zunächst keine. „Hochachtung” zollte hingegen der ehemalige Außenminister und gescheiterte Präsidentschaftskandidat Karel Schwarzenberg den Münchener Verzichts-Beschlüssen. Er empfahl den Regierenden an der Moldau, jetzt ihrerseits Zeichen zu setzen”. Wieder einmal gilt das Prinzip Hoffnung.

Daß die Satzungsänderung (und die Art und Weise ihres Zustandekommens) von vielen Landsleuten als Skandal empfunden wird, bedarf eigentlich keiner näheren Begründung. Wahrscheinlich führt sie zu Resignation oder gar zu Austritten aus der SL, vor allem von Angehörigen der Erlebnisgeneration. Wird eine solche Entwicklung von der SL-Spitze bewußt hingenommen, um die Landsmannschaft auf einen politisch-korrekten, politisch-homogenen Dialog-Verband zu trimmen, der dem sprunghaften „Schirmherren” Seehofer applaudiert? So abwegig ist die Frage nicht. In Internetforen melden sich Enttäuschte zu Wort: So macht man sich überflüssig, die SL kann sich eigentlich auflösen.”

Auf der anderen Seite entsteht angesichts des Medienechos auf die SL-Entscheidungen ein „großer moralischer Druck auf die Regierung in Prag, sich ebenfalls zu bewegen. „Wenn sich Prag in der nächsten Zeit weiter unbeweglich zeigt, hat es eine große Chance auf die Lösung der siebzig Jahre offenen Themen Raub und Vertreibung vertan” (SLÖ-Bundesobmann Gerhard Zeihsel). Die große Probe, ob Posselts „geistige Investition in die Zukunft” tatsächlich eine die Vertriebenen zufriedenstellende politische Rendite abwirft, steht noch aus. Hoffnungen und Versprechungen hat es seit der samtenen Revolution vor mehr als einem Vierteljahrhundert genug gegeben, und noch mehr Enttäuschungen.

Selbst die im Jahre 1997 unter Assistenz des „Schirmlandes” Bayern zustandegekommene Deutsch-tschechische Deklaration wurde als Aufbruch in ein besseres Miteinander gefeiert. Schon bald darauf mußte Bernd Posselt eingestehen, daß die Erklärung kein einziges der offenen tschechisch-deutschen oder gar tschechisch-sudetendeutschen Probleme” gelöst habe und auch nicht die von beiden Regierungen beschworene Versöhnungswirkung entfalte. Wird der nun gestrichene „Anspruch auf die Heimat” mehr bewirken? Geschichtliche Altlasten sind giftig wie verseuchte Böden, man muß sie entsorgen. Die Entsorgung verfehlt allerdings ihr Ziel, wenn sie auf einen Teil des kontaminierten Areals beschränkt ist. Prag ist nun wirklich am Zug, historischen Ballast wegzuräumen.

Bebilderte Berichte finden Sie auch im Internet unter http://www.hausderheimat.at

Zum Thema

Das Sudetenland

Vertreibung der Sudetendeutschen

Waigel beim Schlesiertreffen 1989                                                      https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=FYPrcAzGg1A#t=2

Geschichte der Oder-Neiße-Linie

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Schuldknechtschaft oder das ewig gleiche Spiel

La servitude pour dettes ou le meme vieux jeu
Debt servitude or the same old game

Im Juni 2011 warnte der  seiner unverblümten Ausdrucksweise und  haltlosen Anschuldigungen gegen seine Person wegen inzwischen aus seiner Partei ausgeschlossene freiheitliche Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer davor, „Griechenland mit einem Kaputtsparplan in die Rezession und in noch mehr Schulden zu treiben. Am Ende dieses Weges stünde ein hochverschuldetes Land, ohne Staatsvermögen, mit rezessiver Wirtschaft und einem demotivierten Volk. Das wäre die reine Schuldknechtschaft, die wegen der dramatischen Entwicklung der Staatshaushalte letztlich den allermeisten Völkern in der EU drohen würde“, so Königshofer. Ein Linker hätte das auch so sagen können.

Vier Jahre später hat die von der EU-Troika (EZB, IWF und EU-Kommission) verordnete Sparpolitik die wirtschaftliche Lage Griechenlands alles andere als verbessert. Die Forderungen der Geldgeber, dazu Gehalts- und Pensionskürzungen oder der Kahlschlag im Gesundheitswesen zählen, haben das soziale Gefüge eher noch mehr belastet als ein wünschbares Ergebnis gebracht. So wurde im Zuge dessen die Kluft zwischen Arm und Reich noch vergößert. In dieser Situation sind überhebliche Wortmeldungen eines arroganten Deutschen, wie Finanzminister Schäuble einer zu sein scheint, eher fehl am Platze.

Daß man als Dritter einem stolzen Volk wie den Griechen nicht einfach so drüberfahren kann, sollte sich eigentlich bis Brüssel und Berlin durchgesprochen haben. Besonders bei Belehrungen von deutscher Seite ist man in Athen, dessen politische und wohlhabende Klasse durchaus kritikwürdig war und noch  ist, leicht allergisch. Obwohl, und das mutet beinahe schon wieder irrwitzig an, es vor Jahrzehnten ausgerechnet ein NS- Sonderbeauftragter war, der den richtigen Zugang zu den damals ebenfalls wirtschaftlich gebeutelten Hellenen zu finden schien. Hermann Neubacher, so hieß der Mann, hatte damals erkannt, „daß in diesem Lande, noch dazu unter den gegebenen Verhältnissen, eine Marktregelung nach deutschem Muster völlig falsch sei.“ *

So plädierte der damalige Sonderbeauftragte Berlins unter anderem dafür, die Versorgung der deutschen und italienischen Besatzungstruppen aus dem Lande auf ein Minimum zurückzuschrauben, der Hausse-Spekulation nicht mit Höchstpreisen und Strafbestimmungen , sondern nur mit Ware, Lebensmitteln vornehmlich, entgegenzutreten. Schließlich empfahl er finanztechnische Maßnahmen, die eine Geldknappheit erzeugten, und nicht zuletzt befürwortete er die Freigabe der Preisbildung. Der Verfall der Drachme sollte damit aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden. Der weitere Kriegsverlauf änderte natürlich alles.

Als Neubacher zu Beginn seiner Mission mit dem Reichsaußenminister seine Schlußbesprechung führte, sagte dieser zu ihm: „Das Wichtigste ist, daß Sie sofort ein Dutzend Großspekulanten aufhängen lassen!“ Neubacher darauf: „Davon halte ich nichts. Ich kenne das Land ein wenig. Die bisherigen drakonischen Strafbestimmungen haben die Hungersnot nur verschärft, weil das Risiko des Schwarzhandels auf die Preise geschlagen wurde. Ich werde etwas anderes versuchen: eine Lage herbeizuführen, welche die Großspekulanten veranlaßt, sich selbst aufzuhängen “.

Von Letzterem hält die EU-Troika gewiß nichts. Diese wird alles dran setzen, daß die Großspekulanten, darunter auch jene Bank, die Griechenland in die EU geschleust hat, mit einem ordentlichen Reibach davonkommen werden. Das angebliche Einvernehmen zwischen Konzernlobbyist Juncker und Tsipras läßt diesbezüglich ja schon ärgste Befürchtungen aufkommen. Nicht nur was eine etwaige Verpfändung der Gas-oder Ölvorkommen in der Ägäis betrifft. Aber die griechische Regierung steht unter gewaltigem Druck, was auch ihre wenig realistischen Wiedergutmachungsforderungen an Deutschland verstehen läßt. Aber auch in Athen weiß man nur zu genau, wo in Wirklichkeit der gemeinsame Feind angesiedelt ist.

Ist es nicht so, daß, wie der weiter oben zitierte Ex-FP-Mandatar erst vor Kurzem schrieb, in Wirklichkeit alle im Würgegriff der Banken sich befinden, die bis Ende Juni ihre faulen (auch griechischen) Staatsanleihen an die EZB loswerden wollen? Dazu, so Königshofer, >müssen< die Griechen jetzt nochmals sieben Milliarden Schulden vom EURO-Block nehmen, um ablaufende Anleihen bedienen zu können um nicht vorzeitig in die Staatspleite zu fallen. Wenn dann die Banken ihre “Tücher im Trockenen haben” … so gegen Ende Juni … dann kann der GREXIT gerne kommen, dann verlieren ja die europ. Steuerzahler und nicht mehr die Banken.“ In der Tat, wir alle werden wie die Geschröpften dastehen.

Das ewig gleiche Spiel: Schuldknechtschaft. Und es ist nicht abzusehen, wie man aus dem Schlamassel, das ja längst nicht nur ein europäisches ist, wieder hinaus käme. Im Gegenteil könnten uns allen noch schlimme Dinge bevor stehen. Von der schleichenden Enteignung des Privatvermögens durch verschiedene Maßnahmen bis hin zur radikalen Euro-Abwertung ist alles schon denkbar. Die Aufrechterhaltung der Kredit-Schulden-Spirale muß von den dem globalen Finanzkapital zuarbeitenden Politikern und Bankern gewährleistet werden.

Die Völker sind somit einer nimmersatten global tätigen Finanzkrake ausgeliefert, deren verschiedene Namen aus gutem Grund niemals in der Forbes-Liste der Superreichen zu finden sind. Und diese Krake wird sich heute weniger denn je selbst aufhängen.

*Hermann Neubacher: Sonderauftrag Südost, 1940-1945, Bericht eines fliegenden Diplomaten, 1956, Musterschmidt-Verlag, Göttingen

Zum Thema

Die Griechenland-Lüge

Das Hohe Haus des Geldes

Veröffentlicht unter Uncategorized | 8 Kommentare

Das andere Reich der Desinformation

L´autre Empire de la désinformation                                                                                   The other Empire of disinformation

Bevor die US-Armee massiv in Vietnam einfiel waren bereits US-Militärberater vor ihr im Land. Das hat Tradition, und die setzt sich global fort bis in unsere Tage. Jetzt hat man nämlich die Entsendung von solchen Beratern in die bekanntlich nicht an die USA angrenzende Ukraine angekündigt. Eine Provokation für den tatsächlichen Ukraine-Nachbarn Rußland, der, zur geheuchelten Empörung der Westler, entsprechend reagiert. Doch die NATO-Falken sind offenbar entschlossen, Europa an den Rand eines größeren Krieges zu bringen.

Angesichts der wahren Fakten hört sich nun eine Aussage des stellvertretenden ukrainischen Außenministers geradezu als die eines Scherz- oder Trunkenbolds an. So meinte er allen Ernstes: „Wenn durchsickert, daß Präsident Putin einen Krieg gegen die freie Welt und deren Prinzipien begonnen hat…“ Oh Gott, oh Gott! Da verschlägt es einen ja beinahe den Atem. Wirklich ein goldiges Kerlchen dieses anderen Reichs der Desinformation.

Jedenfalls eine Marionette ganz nach dem Geschmack der kleinen und großen Strategen im Westen. Dort, genauer in Brüssel,  schien man die wohl bestellte Botschaft  bereits ungeduldig erwartet zu haben. Denn schon fordert der zwielichtige EU-Kommissionspräsident eine eigene Armee gegen die angebliche Gefahr aus Rußland. Dieser Herr, außer großzügiger Gastgeber für Konzerne, jetzt auch noch beflissener Laufbursche für die NATO?

Lassen wir die gestern schon verratenen hehren Prinzipien dieser freien Welt, in der das freie Wort im Mund umgedreht oder bereits verfolgt wird, sowie diesen an sich unnötigen Herrn Juncker einmal beiseite. Bestaunen wir stattdessen die Berichterstattung unserer „unabhängigen“ Medien. So läßt die Presse am Sonntag Johannes Voswinkel, ein den Atlantikern offenbar affiner Journalist, zu Wort kommen.

Zunächst schwärmt dieser von jenem neuen Rußland als die Sowjetunion kurz zuvor ihr Dasein beendet hatte. Eine Zeit, in der für Journalisten die Kasernentore „weit offen“ standen und noch viel „palavert“ werden konnte. Ist Letzteres jetzt etwa verboten? Lächerlich. Wenn ich mich nicht irre, war das aber auch eine Zeit, in der US-Konzernabgesandte  vor der Kreml Tür mit künftigen Oligarchen mächtig palaverten und  Übernahme-Projekte schmiedeten. Und so nebenbei die Korruption unter Jelzin richtig aufblühte.

Aber gerade das wird in dem Presse-Beitrag nicht erwähnt. Mit dem Weglassen von solchen „Kleinigkeiten“, glaubt man vielleicht als Journalist oder Herausgeber einer Zeitung seinen ganz bescheidenen indirekten Beitrag zu einem „Regime change“ auch in Rußland beitragen zu können. Was sich auszahlen mag, ungeachtet dessen, daß die ganze westliche Aggression, und eine solche ist es ja von Anfang an, ob nun militärisch oder nicht, noch blutiger über die Bühne gehen könnte als es schon bisher geschehen ist.

Doch scheint diese Aussicht kein wirklich besorgniserregendes Thema für „embedded“ Journalisten des Westens zu sein, deren Medien ansonsten geradezu nach Blut lechzen. Und wir lesen über Putins Rußland in der Presse weiter: „Doch bald, ( nach Schnapsbruder Jelzin, Anm.) wurde das innenpolitische Klima rauer“ und das „Mißtrauen wuchs beständig“. Für den Autor schwer zu verstehen. Unbekannt scheint ihm zudem, daß längst westliche Maulwürfe als NGOs getarnt  in großer Anzahl in Rußland subversiv präsent waren.

Nicht nur das: Unsummen Dollarbeträge aus dem Westen sollen geflossen sein  und die NATO (will heißen: die USA) hat  ihr Versprechen, nicht weiter nach Osten vorzurücken, ab 1997 mit Beitrittsverhandlungen und folgenden Abkommen kaltschnäuzig gebrochen. Natürlich kein Thema. Umso mehr beklagt unser Berichterstatter das Ansinnen einer russischen Initiative, die Schülern jeden Morgen zu Schulbeginn das Absingen der Nationalhymne empfiehlt, damit ihnen das Gefühl des Stolzes, Bürger Rußlands zu sein, beigebracht werde.

Das ist für einen in nationaler Sache auf komfortablen Entzug befindlichen neudeutschen Journalisten gewiß „beängstigend“. Und schon gar nicht kann so einer die antiwestliche Haltung vieler Russen verstehen, wo doch dieser Westen es so gut mit ihnen meint. Oder ihren Ressourcen. Ob des Autors aus antinationalen Reflexen oder woraus immer gespeiste Beängstigung einer mangelnden geistigen Fitness zu schulden ist? Was natürlich bedauerlich wäre.

Nein, so wird es aber nicht sein, der Mann wird genau wissen, was er schreibt. Und warum etwas so und nicht anders sein darf. So diagnostiziert er, Rußland befände sich in einem Informationskrieg. Ja klar, aber dann sollten auch sämtliche Ursachen die dazu führten, offen gelegt werden. Er aber schreibt munter so uneinsichtig wie möglich weiter: In Rußland sei „jede Grundlage für ein Gespräch vernichtet“, und: „Im Fernsehen haben sie gestern gesagt…, lautet die Argumentation oft. Jede Seite hat ihre Informationen, angebliche Fakten und gefällte Urteile, die mit denen der andere Seite überhaupt nicht abgleichbar sind.“Aha, kommt irgendwie bekannt vor.

Was fiele schließlich einem hellhörigen Mitteleuropäer  dazu ein? Ginge es nämlich nicht um Rußland, hätte zumindest ich vermutet, Voswinkel meinte damit sein engere Heimat. Sollte denn der Herr Kollege übersehen haben, daß seit 1945 im Westen gleichgeschaltete Medien installiert sind, die zu bestimmten Themen ein und dieselbe Meinung zum Tag verkünden und nach Belieben zensieren? Seien wir uns dessen gewiß, es handelt sich im Falle dieses Presse-Beitrages auch nicht um einen Dummejungenstreich. So dumm kann doch einer, der schon für die US-hörige „Zeit“ und den obskuren „Stern“ geschrieben hat, ja nicht sein, daß er die jeweilige Journalisten-Losung für den Tag nicht kennen sollte..

Doch wie bei vielen seiner Kollegen dürfte auch sein Wahlname daher wohl Hase lauten. Und selbst die einst honorige, jetzt einer Seite noch mehr liebdienerische Wiener Presse sollte inzwischen schon wissen, daß das von ihr auf der Titelseite derselben Ausgabe erwähnte „Reich der Desinformation“, gemeint ist Rußland, nirgendwo perfekter organisiert ist als im auch von ihr hoch besungenen Westen. Wo man – in Nachfolge der verblichenen Sowjetunion – in diesem Desinformations-Metier durchaus auf der Höhe der Zeit ist.

Etwa wenn kolportiert wird, Putin wolle das untergegangene Sowjetreich wieder errichten. Dabei stützt man sich wahrscheinlich auf eine bestimmte Aussage desselben. Nur hat Putin nichts dergleichen gesagt, er sprach lediglich davon, daß jeder, der den Untergang der Sowjetunion nicht bedauere, kein Herz habe, daß aber einer, der diese wiedererrichten wolle, keinen Verstand haben könne. Aber man will,  wie anderswo auch, die ganze Wahrheit den Medienkonsumenten natürlich nicht zumuten. Wo käme man da bloß hin?

So gilt daher auch hier:  Es kann nicht sein, was nicht sein darf.  Putin, über den man durchaus geteilter Meinung sein kann,  muß diskreditiert  und weiter als Schurke vorgeführt werden. Erst wenn dieser weg ist, wie es sich auch der im Westen gemütlich eingerichtete und von diesem hofierte Schachprofi und Putin-Feind Garri Kasparow erträumt, „kann Rußland ein freies, starkes und unabhängiges Land sein“. Wie die von US-Truppen besetzte nicht souveräne Kunterbuntrepublik namens Deutschland?

Weiterführende Beiträge zum Thema Rußland und Ukraine finden sich bei:               http://www.Kritisches-Netzwerk.de                                                                    http://www.Schaebel.de

Zum Thema

Prof. John J. Mearsheimer spricht Klartext                                                        https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=cYF464C5cQc#t=3
Prof. Gabriele Krone-Schmalz zum UkraineKonflikt http://viralvideochart.unrulymedia.com/facebook?id=859041097475685                              Die Kanzlerakte                                                                                                    https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=jfat32txi98#t=22

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Ein Islamgesetz macht noch keinen Frühling

Une loi pour encadrer l’islam ne fait pas le printemps
A law on Islam does not make a spring

Heiß umfehdet, wild umstritten ist das österreichische Islamgesetz. Das bereits seit 1912 existierende Gesetz wurde dem Druck der Verhältnisse folgend, den Erfordernissen der Zeit angepasst. Bisherigen Gepflogenheiten, Finanzierung der Imame und Vereine durch Ankara etwa, wurde ein Riegel vorgeschoben. Ist nun alles paletti, also bestens geregelt? Ganz und gar nicht, hört man von betroffener Seite. So sei zu hinterfragen, ob die Gleichstellung mit anderen Religionen, etwa der israelitischen, gegeben ist. Dieses Fragezeichen könnte in der Tat noch unerwünschte Antworten von jenen Muslimen zeitigen, die sich jetzt diskriminiert fühlen.

Das besonders strittige, von Erdogan aus innerislamischen als auch innenpolitischen Gründen scharf kritisierte Kapitel der Finanzierung könnte sich ohnehin als heiße Luft erweisen. Ankara oder Riad und die ihnen verbundenen islamischen „Communities“ werden genug Phantasie aufbringen können, um das Finanzierungsverbot mehrfach zu umgehen. Der Chef der türkischen Religionsbehörde soll ja auch schon eine Idee dazu haben. Ich sehe daher dieses groß herausgestellte Verbot eher als eine reine Beruhigungspille für eine besorgte Mehrheit der Österreicher.

Das bisher geltende Islamgesetz hätte eigentlich im Wesentlichen genügt, wenn rechtzeitig in der Immigrationspolitik der Rückwärtsgang eingelegt und gleichzeitig eine Obergrenze für nicht integrier- oder nicht assimilierbare Fremde, ob Muslim oder nicht, eingeführt worden wäre. So aber wird mit jedem weiteren Schritt in die falsche Richtung eine Politik* zementiert, die, eingedenk weiterer Asylantenströme, über Nacht zu offenen ethnisch-sozialen Konflikten führen wird. Da kommen dann die heimgekehrten oder als “Flüchtlinge” eingesickerten Dschihadisten gerade recht. Den Zulauf zu diesen wird auch keine „Mütterschule“* dauerhaft verhindern können.

Die Ängste der Inländer sind, auch hinsichtlich der Inkompetenz ihrer Politiker, absolut berechtigt. Und Horrorbilder aus Syrien oder Libyen sind auch nicht dazu angetan, den Islam als Ganzes sympathischer erscheinen zu lassen. Dazu kommt die oft in Gewalt ausufernde Uneinigkeit unter eingewanderten Muslimen, je nach Herkunftsland oder Glaubensrichtung. So stehen sich Sunniten und Schiiten, Konservative und Reformer, Sufis und Salafisten, Araber und muslimische Schwarzafrikaner oder Tschetschenen und Türken auch in ihrem jeweiligen Gastland nicht gerade immer freundlich gesinnt gegenüber.

Kurz und weniger gut: Viele Einwanderer bringen, wie leidgeprüfte Inländer längst bemerkt haben, ihre Rivalitäten und Konflikte in das Gastland mit. Einige Inzucht pflegende Ethnien, übrigens nicht nur islamische, schleppen auch noch Erbkrankheiten ein und bringen auch schon körperlich oder geistig Behinderte mit ins Land. Von Bereicherung kann da kaum mehr gesprochen werden. Der Nachschub von Importbräuten aus der eigenen Familie oder der Verwandtschaft, zum Beispiel, hätte nie erlaubt werden dürfen. Überhaupt ist der ganze Familiennachzug ein Irrsinn. Aber über geistesschwache Politiker und Sozialromantiker soll hier nicht weiter räsoniert werden.

Vom kulturell-identitären Aspekt einmal abgesehen, wäre der Islam als Religion ja kein wirkliches Problem, würden sich alle Muslime nur auf jenen Teil des Korans beschränken, der zur Zeit Mohammeds in Medina entstanden ist. Da wird Gott nicht so sehr als rachsüchtiger, denn eher als ein barmherziger dargestellt. Diese eher moderaten Texte können unschwer ihre Nähe zum jüdischen und christlichen Gedankengut verheimlichen. Würde man die Gewalt verherrlichenden Texte aus dem Koran entfernen oder für tabu erklären, bliebe noch immer genug übrig, was für Muslime anbetungswert wäre.

Ein solch radikaler Einschnitt in Gottes Wort wird zwar nicht geschehen, aber einzelne Stimmen im Orient lassen doch eine gewisse Bereitschaft für reformerische Schritte erkennen. Wie immer diese aussehen und wie weit diese auch gehen werden, daß bestimmte islamisch geprägte Ethnien dennoch Gewalt gegenüber Dritten als legitimes Mittel weiter anwenden würden, kann auch damit nicht verhindert werden. Auch dann nicht, wenn diese vom Islam ganz ließen, denn in gewißer Hinsicht ist es mehr ein kulturelles denn eine religiöses Problem, vielleicht auch eine Frage der Biologie.

So könnte denn auch trotz einer Reform nicht verhindert werden, daß Irrgeleitete und Verrückte wie Berserker weiter wüteten. Dazu fallen einen automatisch die Taliban und der so genannte Islamische Staat ein, die sich nebenbei als Kulturgutvernichter gebärden. Aber, seien wir ehrlich, neigten in der Vergangenheit nicht auch Atheisten und Christen dazu? So manche aufgehetzte Soldateska des Zweiten Weltkrieges wäre in Bezug Untaten mit den IS-Kriegern oder jenen der Boko Haram durchaus auf Augenhöhe gewesen.

Nun haben die islamistischen Gotteskrieger interessanterweise längst ihre Verwandten im Geiste unter uns Europäern. In so manchen aktuellen ideologisch motivierten Straßenumbenennungen oder in der Verächtlichmachung traditioneller Werte scheint sich der totalitäre Ungeist – wie er auch jener maoistischen Viererbande eigen war – widerzuspiegeln. Verrückte und kriminelle „Gotteskrieger“ gehen nur spektakulärer, ungehemmter vor. Aber sonst? Die einen bemühen ihren antifaschistischen Wertekanon,  was in Kenntnis der antifaschistischen Verbrechen* ohnehin pervers anmutet, um ihre Verfehlungen zu rechtfertigen.  Die anderen berufen sich in selektiver Weise auf unzeitgemäße oder falsch interpretierte  Koransuren und beschämen damit den Islam insgesamt.

Im Grunde genommen könnte man eigentlich alle Politiker, auch Lohnschreiber und Intellektuelle, die auf unterschiedliche Art und Weise unsere Kultur und unsere Identität entweder zu verdrängen versuchen oder absichtlich verächtlich machen, mit dem Etikett Taliban versehen. Daß ihr verabscheuenswertes Wirken zwar nicht weniger unverschämt jedoch raffinierter und von der großen Öffentlichkeit beinahe unbemerkt über die Bühne geht, ist Tatsache. Und es muß, auch wegen der nachhaltigen Folgen, gefährlicher eingeschätzt werden als jeder einzelne islamistische Anschlag. Während muslimische Extremisten bekämpft werden oder als Selbstmordattentäter enden, kommen die Schreibtischtäter dieser Tage ungeschoren davon und können ihren „Job“ (vom Ausland?) hoch entlohnt weiter ausüben.

*Mütter sollen in Unterrichtsstunden dahingehend aufgeklärt werden, wie sie ihren Nachwuchs davon abhalten können, sich Islamisten anzuschließen. Ein fragwürdiges Unterfangen, gelingt es vielen Erziehungsberechtigten nicht einmal, ihre Kinder von Drogenkonsum und ähnlichen Narreteien abzuhalten.

**Brüssel hat die ehemalige italienische Integrationsministerin Cecile Kyenge, eine Schwarzafrikanerin (!), zur Sonderbeauftragten für Immigration und Integration ernannt. In einem Interview meinte dieselbe, Europa müsse sich verändern, seine Grenzen öffnen und mehr für Immigranten und gegen ihre Diskriminierung tun.

***Vor siebzig Jahren begingen Antifaschisten (Partisanen) vor dem Barbara-Stollen in Huda Jama bei Lasko/Tüffern in Slowenien einen Massenmord, dem Tausende (Slowenen, Deutsche u.a.m)  zum Opfer fielen. Im Gedenken daran findet am 13. Juni um 11 Uhr eine Gedenktrauerfeier statt. Näheres dazu: 00 386590 55750 oder roman@leljek.si

Zum Thema

Islamgesetz

Angst vor dem Islam

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Tyrannei ante Portas!

La tyrannie ante portas!
Tyranny ante portas!

Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten hätten dann kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau würde strafbar, selbst im eigenen Garten. Wieder so ein Angriff auf die Freiheiten der Bürger. Wundert es einen da noch, wenn einer Umfrage zufolge 40 Prozent der EU-Bürger kein Vertrauen mehr in diesen illegalen Superstaat haben?

Vorerst spricht sogar vieles dafür, daß sich eines Tages der Unmut über die hohen Damen und Herren in Brüssel und in den nationalen Regierungen in unüberhörbarer und unübersehbarer Weise noch steigern könnte. Denn unbemerkt von der großen Öffentlichkeit werden ja neben TTIP usw. schon wieder neue Schweinereien ausgeheckt (siehe: Zum Thema, unten). Ein weiterer Probegalopp für kommende Tyrannen?

Was nun den aktuellen organisierten Widerstand gegen die aufkommende Tyrannei der die EU beherrschenden Geldmächte betrifft, hat das kleine Österreich immerhin so etwas wie eine Pionierrolle.* Nicht wirklich seine längst die Neutralität verletzende und  im Doppelspiel erprobte Regierung. Auch nicht die eine oder andere regierungsnahe Zeitung mit Öko-Engagement. Auch keine der ernst zunehmenden Parteien. Zumindest nicht in der Hinsicht, daß man den Austritt aus diesem korrupten Brüsseler Verein propagierte bzw. anstrebte.

Es ist wieder einmal eine Privatinitiative, die mit ihrem EU-Austritt-Volksbegehren* lobenswert auf sich aufmerksam macht. Selbstvertsändlich, entgegen deren Auftrag, vollkommen ignoriert von den meisten Medien, besonders auch von dem mit Gebühren seiner Hörer und Seher finanzierte ORF. Also wundert es  weiter nicht, wenn diskret verschwiegen wird, worauf das Endziel dieser Europäischen Union hinausläuft: Geplant ist eine „autoritative Weltregierung“, eine Superregierung, wie sie schon von dem Kriegstreiber Winston Churchill propagiert wurde.

Dazu braucht man diese Europäische Union, dieselbe den autoritativen, jetzt schon eher autoritären und womöglich zukünftig totalitären Charakter einer solchen Weltregierung bereits  scheibchenweise vorwegnimmt. Nach und nach sollen die Nationalstaaten völlig entmachtet, die Bürger an Ermächtigungsgesetze gefesselt, überwacht und kontrolliert werden. Was die wenigsten noch glauben mögen, dafür gibt es bereits eine Menge Hinweise. Man muß als Verantwortungsträger sie nur wahrnehmen wollen, darauf entsprechend reagieren und nicht weiter verstecken spielen.

Gewiß, wir leben in einer Welt komplexer Systeme, und es sind derer nicht viele, die sich damit auseinanderzusetzen vermögen und sie zu verstehen versuchen. Das westliche Herrschaftssystem ist ein solches, und dazu umfangreich vernetzt, also ein vernetztes System. Doch ist zu befürchten, daß bis zu dem Zeitpunkt, wo die Mehrheit verstanden haben wird, wie dieses funktioniert, ineinander wirkt und wozu es da ist, auch  die ganz großen Katastrophen schon längst da sein könnten.

Noch ehe die europäischen Völker begriffen haben würden, wer die Fäden zieht und auf welches Endziel hin, könnten nämlich die unzulängliche Demokratie von heute und die jetzt schon zunehmend eingeschränkten Freiheiten der Bürger abgeschafft, die Verwüstung von Natur und nationaler Kultur zu Ende gebracht und uferlose Geldentwertung und Arbeitslosigkeit großen Stils unumkehrbar geworden sein. Daher lieber ein EU-Ende mit Schrecken als ein EU-Schrecken ohne Ende!

* Am 17. Dezember 2014 erfolgte die offizielle Einreichung des EU-Austritts-Volksbegehrens mit insgesamt 9.791 gemeindeamtlich bestätigten Unterstützungserklärungen, um über 1.500 mehr als gesetzlich gefordert. Ab 100.000 Unterschriften ist das Volksbegehren (Eintragungswoche vom 24. Juni 2015 bis 1. Juli 2015) ein Gesetzesantrag des Volkes. Offizielle Webseite: http://www.volksbegehren-eu-austritt.at

Zum Thema

12 Gründe für einen EU-Austritt https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=rVpmTAZnFbw#t=4

Europäisches Rahmenstatut

Die Lunte brennt

Geld regiert die Welt

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare