Von der Dummheit der Regierenden

De la bêtise des dirigeants
From the stupidity of the rulers

Dummheit ist jenes Wort, das einen stets einfällt, wenn man den Regierenden auf die Finger schaut. Was leider viel zu wenig geschieht, denn vielfach regiert weiter Gleichgültigkeit gegenüber essenziellen Fragen von Staat und Gesellschaft und herrscht Verantwortungslosigkeit der Regierenden gegenüber den ihnen anvertrauten Aufgaben, was auch durch die Korruption sichtbar wird. Grundübel ist: es herrscht ein Vakuum an einem Regieren nach sittlichen Grundsätzen. 

Da jedoch ein homo politicus im platonisch-aristotelischen Sinne nicht so schnell  zu finden sein wird, ist es - wie Alexis de Tocqueville bereits feststellte - naheliegend die gewählten Autoritäten nicht ohne fortwährende Aufsicht handeln und ohne Hemmungen regieren zu lassen. Noch dazu wo heute vielfach immer mehr Mittelmäßigkeit und Dummheit den Ton in der Politik angeben, die Selbstgefälligkeit und Unmoral, auch deren Macht nicht zu unterschätzen ist, breiten Raum geben. Selbst dort wo man es nicht vermuten würde.

Ein aktuelles Beispiel zumindest politischer Dummheit lieferte kürzlich Österreichs neuer Bundeskanzler. Er, der routinierte Diplomat und politisch nicht ganz Unerfahrene benahm sich im Haus der Volksvertreter einerseits wie ein hirnloser Getreuer seines Herrn (Kurz habe nichts falsch gemacht), gleich danach aber wie einst ein selbstherrlicher Schlossherr gegenüber Leibeigenen (Opposition in diesem Fall). 

Was ist denn ihn den gebildeten Spross einer ehemaligen adeligen Familie bloß gefahren? Ist Alexander Georg Nicolas Christoph Wolfgang Tassilo Schallenberg, so sein ganzer Name, der Versuchung erlegen, einem bestimmten Umfeld zu gefallen oder gelten einfach ab einer gewissen Sphäre andere moralische Standards?  Oder ist es so, wie Barbara Tuchmann („Die Torheit der Regierenden“) ganz allgemein feststellt, dass die Macht häufig auch dumm macht und Torheit erzeugt? Ein politisches Reifezeugnis sieht jedenfalls anders aus.

Eine solches Reifezeugnis vermeinte auch der mit externer Unterstützung von seinen Medien hochgejubelte Sebastian Kurz bereits in der Tasche zu haben. Aber er ist, nachdem er als Pandemie-Krisenmanager schon versagt hatte, nicht zuletzt aus persönlicher, vielleicht auch institutioneller Dummheit knapp davor gescheitert. Was bedeutet: Auch Deutschland braucht einen wie ihn nicht mehr. Gut so, zählt doch ein dummer Mensch zu den gefährlichsten in der Politik. Auch in Deutschland und anderswo.

Glaubte denn wirklich jemand, die „Show“ eines Zauberlehrlings könne große Politik ersetzen? Wobei sich natürlich eine andere Frage aufdrängt: Wie dumm muss man erst sein, um solches zu glauben? Ich räume aber ein, dass wir mit den Wählern des smarten Herrn Kurz mehr Nachsicht üben sollten als mit ihm, dessen Hochmut durch die eitle Art seines Auftretens und seine demonstrative Gefälligkeit nie zu übersehen war. Wenn man nur wollte.

Nirgendwo aber hat die Dummheit ihre Pflöcke fester eingeschlagen als in der Migrationspolitik. Die Auswirkungen der nicht nur von Madame Merkel zu verantwortenden Politik auf diesem Gebiet, und natürlich nicht nur auf diesem, wird die Mehrheit der Deutschen, und nicht nur sie, erst in den nächsten Jahren in ihrem vollem Umfang zu spüren bekommen. Obwohl es doch längst schon reichen sollte.

Dass jetzt Heidi Kastner, die bekannte österreichische Psychiaterin und Buchautorin („Dummheit“) zur Migranteninvasion von 2015, in einem Interview im Sinne Merkels meint, ein Land wie Deutschland werde natürlich die Integration dieser Menschen schaffen, beweist wieder einmal, dass, betrachtet man hier die verschiedenen Erscheinungsformen der Dummheit, auch intelligente Menschen, selbst Nobelpreisträgerinnen wie Elfriede Jelinek davor nicht gefeit sind. 

Aber abgesehen davon wird auch Österreich die Integration nicht schaffen, noch dazu, wo aus Dummheit, so es nicht schon Absicht und Methode ist, geduldet wird, dass täglich Hunderte Illegale die Masse der bereits eingesickerten Großgruppen aus Asien und Afrika weiter anschwellen lassen, deren Mitgliederzahl jene der seit Generationen hier siedelnden und anerkannten mitteleuropäischen Volksgruppen längst in den Schatten stellt.  Wird hier kein für eine Seite schmerzvolles Machtwort gesprochen, haben wir in spätestens zwei Jahrzehnten Chaos pur im Lande.

Nicht zuletzt erlebten und erleben wir eine Abfolge von Dummheiten im Zuge dieser sogenannten Pandemie, wo sich dieselbe Dummheit unter anderem in den unzähligen „Lockdown“-Narreteien und Zahlen-Hokuspokus der Regierungsexperten manifestiert. Aber schon allein, dass man dabei die Menschen für ausgesprochen dumm verkauft, verdient das Prädikat hirnrissig und das politische Aus für die dafür verantwortlichen Politiker. Keiner dieser Politiker ist so großartig und unentbehrlich, dass sein Verlust groß bedauert würde. 

Insgesamt verfestigt sich also zunehmend der Eindruck, dass die Regierenden, egal auf welchem Gebiet, nur mehr nach dem Motto „Nach uns die Sintflut“ regieren können. Aus diesem Grunde sollte sich bald jenes von vielen ersehnte Gelegenheitsfenster öffnen, durch das der Dienst am Ganzen der Gemeinschaft in ihrer Generationenfolge  als politische Aufgabe von dazu befähigten Politikern endlich wahrgenommen werden könne.  
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Politischer „Retro-Look“ als Zukunftsmodell?

Le look rétro politique comme modèle pour l’avenir ?

Political retro-look a model for the future?

Um Macht und des schnöden Mammons Willen passieren so viele bemerkenswerte Dinge in dieser im Umbruch befindlichen Welt, dass man kaum Zeit für etwas anderes hätte, wollte man sie alle täglich unter die Lupe nehmen und kommentieren. Während Chinas Aufstieg noch einige Rätsel aufgibt, ist es in Deutschland einigermaßen klar: es verändert sich etwas und es bleibt doch, wie es ist. Doch abseits der großen Politik geschieht auch Bemerkenswertes, wenn auch nicht Unerwartetes: Österreichs Kanzler Kurz wird demaskiert und in der steirischen Landeshauptstadt geschah etwas mit Symbolcharakter. Und Graz ist auch der Anstoß zu diesem Beitrag.

Als ich in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts für meine Schrift „Der Vormarsch des Islam“ * recherchierte, befasste ich mich auch mit den Muslimbrüdern und deren Erfolgslauf, vornehmlich in Ägypten. Damals kam mir der Gedanke, gäbe es in Deutschland oder Österreich eine aus den Fehlern der Vergangenheit lernende national gesinnte politische Bewegung die sich ebenso energisch und selbstlos für die sozialen Schwachen einsetzte wie die Muslimbrüder damals in den Slums von Kairo, müsste ihr eigentlich ein ähnlicher Erfolg beschieden sein. Selbstverständlich ohne Übernahme des auf Grundlage des Islam basierenden Gesellschaftskonzepts der fanatischen Brüder.

Drei Jahrzehnte später gibt es aber doch eine Partei, die einen ähnlich starken sozialen und vielfach selbstlosen Einsatz an den Tag legt, und, siehe da, sie hat Erfolg. Bis auf Weiteres, denn sie hat mit jenen islamischen Fanatikern leider noch etwas gemeinsam: ihr weltanschaulicher Hintergrund führt mit Punkt und Beistrich umgesetzt früher oder später in eine totalitäre Sackgasse, in der – siehe China – ein Überleben nur unter zu Hilfenahme kapitalistischer Methoden und Mitteln des durch die Technik verfeinerten Gesinnungsterrors zwar eine Zeit lang möglich aber nicht endlos machbar ist. Es hat ja wie jedes andere System letztlich auch das chinesische Modell sein Ablaufdatum, die Frage ist bloß wann. Es kann sehr lange dauern, aber durch eine sich bildende Eigendynamik unterschiedlicher sozio-ökonomischer Prozesse könnte es auch sehr schnell gehen. In diesem China hat der Kommunismus wie wir ihn kennen längerfristig keine Zukunft. In Graz schon?

Der ewiggestrige Beigeschmack ist nämlich der ins Auge springende wunde Punkt bei den Grazer Kommunisten. Allein der mit dem Blut von rund hundert Millionen Opfern weltweit befleckte Name ist ein ausgesprochener Hohn für alle unter dem Zeichen von Hammer und Sichel Geschundenen, Gedemütigten und Ermordeten. Gestern wie heute. Und der Grazer KPÖ-Aktionismus deshalb ein politischer Fehltritt, und das sollten vor allem die jugendlichen Anhänger dieser Partei – denen die Misere der Zeit und das Versagen der etablierten politischen Elite, nicht nur in Graz, Flügel verleiht – bei allem guten Willen, der sie auszeichnet, bald verstehen lernen.

Ich bin deshalb kein Kommunistenfresser, auch kein Islamhasser, das große Fressen und Hassen überlasse ich anderen, und ich gestehe, dass in den politischen Konzepten von Kommunisten und islamischen Fundamentalisten da und dort auch weiteres Annerkennungswertes aufzufinden ist. Aber nicht doch auch im Nationalsozialismus? Von da aber bis zur Nachahmung oder „Relaunch“ eines ganzen diskreditierten Systems samt der ihm innewohnenden Intoleranz gegenüber Andersdenkenden – ein gerade in diesen Tagen auch in demokratischen Gesellschaften vertraut Scheinendes – trennt mich eine, wie es der französische Staatstheoretiker Montesquieu einmal im Falle von Laster und Tugend nannte, „unendliche Grenze“.

Dass viele eine verloren gegangene Zeit zurückholen möchten, kann ich angesichts der derzeitigen Geistesverfassung unserer blinden und tauben, auch schon korrupten Eliten so wie der Lage im Allgemeinen verstehen. Doch dieses Vergangene im Dunkel der Geschichte wird wie das Fallende der Jetztzeit irgendwann dennoch einem neuen Morgen Platz machen müssen, muss durch etwas Neues ersetzt werden, und nur dieses, erfüllt von einem erfrischenden von ganzheitlicher Sicht beseelten Geist, ermöglichte vielleicht eines Tages doch noch von einer neuen Generation getragene zukunftsweisende politische und gesellschaftliche Entwürfe für eine lebenswerte Zukunft. In diese könnten durchaus wertvolle Details und einzelne Bausteine aus anderen Zeiten zur Bereicherung und zum Nutzen auch der nächsten Generationen einfließen.

Mögen Wiedergänger auch weiterhin in der Mythologie ihren Platz haben, als Fanatiker in verzweifelten rückwärtsgewandten Geister- und sonstigen Beschwörungen haben sie in der Politik nichts verloren. Zudem kämen sie ohnehin nur mehr auf dem Rücken ihres Erzfeindes voran, und eine dadurch mögliche erfolgreiche Inszenierung auf der politischen Bühne würde trotzdem parallel zum Todesmarsch einer von Dekadenz angefaulten westlichen Zivilisation stattfinden müssen. Kann doch das fundamentalistische Personal der einen oder anderen Seite alles andere als vernünftige und ganzheitlich durchdachte Alternativen vorweisen. Die Flucht in totalitäre Heilskonzepte der Vergangenheit ist nicht die Lösung. Aber immerhin: Eine in für ein Volk wesentlichen Lebensfragen ohnmächtige Politik kommt solchen Unternehmen durchaus entgegen. 

* Helmut Müller: Der Vormarsch des Islam, Eckartschrift 138, 136 Seiten, Eckartschriftenverlag 1996 (1.u.2.Auflage vergriffen)

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„Zukunft Deutsch“ – aus der Sicht eines Querdenkers

„Future allemand“ du point de vue d´un penseur latéral

Future German“ from the perspective of a lateral thinker

„Für ein anderes Deutschland“ hieß vor Jahrzehnten eine Schrift des Mitgründers der Grünen in Deutschland Rolf Stolz, der sich seit einiger Zeit als „dissidentischer Linker“ zwischen den Fronten“ versteht. Als Dissidenten zwischen den Fronten könnte man auch den von rechts kommenden politischen Theoretiker Jürgen Schwab bezeichnen, der, ebenfalls wie Stolz, publizistisch tätig ist und jetzt in einem mir bis dato unbekannten Verlag sein neuestes Buch mit dem Titel „Zukunft Deutsch“ * auf einen für ihn eher begrenzten Markt gebracht hat. So wäre es, zum Beispiel, schon eine Überraschung erschiene in der von ihm wahrscheinlich systemkonform eingeschätzten und daher von ihm sicher kritisch beäugten rechtskonservativen „Jungen Freiheit“ ein Beitrag oder gar ein Buch von ihm, hingegen Rolf Stolz dort als Autor durchaus willkommen zu sein scheint.

Nun wäre es allerdings in der Situation in der sich der von den westlichen Siegermächten geschaffene Staat Bundesrepublik Deutschland (BRD) und mit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) von Moskaus Gnaden neu vereinte deutsche Staat heute befindet und auch anlässlich von bevorstehenden Bundestagswahlen interessant, von „rechter “ alternativer Seite etwas zum Thema neue Deutschlandpolitik und zu dem politischen System im Allgemeinen zu vernehmen. Und so scheint in Anlehnung an die Vorstellungen der Nationalrevolutionäre des 20. Jahrhunderts der Theoretiker Jürgen Schwab zu zahlreichen gesellschaftspolitisch relevanten Fragen die eine oder andere interessante, vor allem für ihn richtige Lösung gefunden zu haben.

Zwar decken sich Schwabs Vorstellungen nationaler Politik in einigen Bereichen durchaus mit jenen von anderen außerparlamentarisch tätigen rechts einzuordnenden politischen Aktivisten und Publizisten, etwa in der Frage des Nationsverständnisses oder der Abstammungsgemeinschaft als Kern des Nationalstaates, doch schon in der Beurteilung der wahren Ursachen der gesellschaftlichen und nationalen Misere als Ausgangspunkt aller Überlegungen ziehen Schwabs messerscharfe Analysen die Richtigkeit der inhaltlichen Zielsetzungen jener anderen Nationalen in politisch-strategischer Hinsicht in Zweifel. So sieht er die seiner Meinung nach nicht weiter und tiefer gehenden Ansätze von einigen rechten Aktivisten eher wie „Wunschzettel an das Christkind“.

Wenn nun der Autor in diesem Zusammenhang es als wichtig erachtet die Begriffe vorerst zu klären (z.B. Volk, Staat, Nation), so scheut er sich dabei nicht politisch und gesellschaftlich Geächtetes, so auch die Rasse, nicht abwertend an- und in seine Überlegungen einzuführen, wobei ihm Beifall auch von ganz rechts sicher sein dürfte. Andererseits wird er von derselben Seite Widerspruch oder gar Misstrauen erwarten können, wenn es ihm darum geht, den Kapitalismus auf der Ebene der Produktions- und Eigentumsverhältnisse zu überwinden. Ein neuer deutscher Nationalstaat könne nicht an die Eigentumsbedingungen der Volksgemeinschaft der 1930er Jahre anknüpfen, denn Produktions- und Geldkapital könne man nicht mehr trennen, so Schwab, der demselben die Invasion der Migranten und damit einhergehend deren Ausbeutung anlastet. Und die, wenn arbeitslos, mit bedingungslosem Grundeinkommen ruhiggestellt werden sollen.

Zankapfel im rechten Lager wohl auch, dass sich der sozialrevolutionäre Nationalist Schwab bei der Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse immer wieder auf Karl Marx bezieht. Und, in letzter Konsequenz, „seinem“ Sozialismus die Zukunft prophezeit. Eine starke Ansage. Auch die Aussage „den Islam“ gebe es nicht, wird viele Rechte stark irritieren. Hingegen könnte seine Einschätzung, dass dem Klassenkampf von oben, mit einem von unten begegnet werden sollte, Zustimmung von linker Seite durchaus gewiss sein. Aber schon bei seiner Definition von Gleichheit würde diese ihm eine solche Zustimmung nicht mehr so leicht gewähren. Auch wenn bei einigen alternativen Linken in der nationalen Frage schon einiges in Bewegung gekommen ist, wird sich eine Annäherung wohl bei der Frage der Gleichheit spießen. In einem könnten sie sich aber gewiss einig sein: der Kapitalismus ist, wie Schwab meint, nicht mehr reparaturfähig.

Man muß ihm nicht in allem zustimmen, aber eines kann man Schwab nicht aberkennen: Er gehört zu den wenigen „Rechten“, die konsequent zu Ende denken und damit natürlich nicht nur bei politischen Gegnern wenig Sympathien finden. Etwa eben, wenn er dem Rechtspopulismus dessen inhaltliche Schwäche in politisch-strategischer Hinsicht vorhält. Er weiß aber sehr gut, dass in diesem System der Handlungsspielraum selbst für Parteien wie die AfD oder  FPÖ aus verschiedenen Gründen sehr eng ist. Dadurch, dass sich der politische Querdenker selbst als Sozialrevolutionär bezeichnet, wird zumindest erkenntlich worauf, neben dem nationalen Primat, das Schwergewicht seiner Überlegungen beruht. Antikapitalistisch sind diese auf jeden Fall, und das heißt aus seiner Sicht: Überwindung des „warenproduzierenden Systems“.

Dennoch hätte man gerne die eine oder andere Frage die hier ungenügend erörtert wird umfassender beantwortet gehabt, was bei der Komplexität des Themas Deutsch vielleicht zu viel verlangt ist. So etwa: Was genau ist deutsch, was wäre ein identisches Deutschsein? Dennoch, Schwab weiß einen weiten Problem- und Fragebogen zu spannen, der unter anderem ein Plädoyer für ein organisches Gemeinschaftsverständnis ebenso umfasst wie eine grundsätzliche Kritik der liberalen und linken Menschenrechtsideologie. Nicht zuletzt widmet Schwab auch Europa breiten Raum das losgelöst von raumfremden Mächten als Staatenbund auf nationalstaatlicher Basis neu zu ordnen sei, wie er meint.

Grundsätzlich aber geht es dem gewiss unbequemen Querdenker erst einmal um ein anderes Deutschland. Wem immer dies ebenso ein Anliegen sein sollte, der möge sich das Buch besorgen, und sei es auch nur, um bei einem auch für Europa so wichtigen Thema umfassender mitreden zu können. Denn es wird kaum mehr zu leugnen sein: Ohne ein anderes Deutschland wird es auch keine Renaissance Europas geben. Wie aber dieses andere Deutschland dann tatsächlich aussehen und organisiert sein würde, geht derzeit nicht über eine Vision hinaus, was für Europas Zukunft ähnlich gilt. Eine weitere Zukunftsvision könnten andere linke oder rechte Querdenker in eine längst fällige Diskussion einbringen. Jürgen Schwabs Überlegungen könnten sogar ein Anstoß zu einem Lager übergreifenden Gedankenaustausch sein. Ob die Bereitschaft dazu da und dort schon vorhanden ist oder persönliche Befindlichkeiten und ideologische Borniertheit dies weiter verhindern werden?

* Jürgen Schwab: Zukunft Deutsch – Möglichkeiten nationaler Politik im 21. Jahrhundert, Sturmzeichen-Verlag, Dortmund 2021, 283 Seiten, ISBN 978-3-9820324-2-9, Euro 22.-

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Neue Menschlichkeit: Impfung macht frei!?

Nouvelle humanité: la vaccination rend libre!?

New humanity: Vaccination makes you free!?

 

Die Herren der Welt haben einiges vor, doch vorher müssen noch einige Dinge in Ordnung gebracht, auch Schäfchen geschoren werden. Dazu bedient man sich der psychologischen Kriegsführung, wobei von im Vordergrund Stehenden bestimmte Schlüsselwörter eingesetzt werden. Eines davon: Menschlichkeit – ein großes Wort, derzeit allgegenwärtig und schon inflationär. Es wird von unterschiedlichen Akteuren gerne an die eigene Brust geheftet oder zumindest andern empfohlen. So auch vom deutschen Bundesphilosophen Steinmeier, der die Pandemie als eine Prüfung der Menschlichkeit sieht. Also ein Stich als Gütesiegel einer  neuen Menschlichkeit.

Im Namen derselben Menschlichkeit bemüht der bisher die Nächstenliebe nicht übermäßig strapazierende Journalist Heribert Prantl sogar die Krippe von Bethlehem. Sie wird es aushalten. Aber auch österreichische Politiker und Journalisten, mit rühmlichen Ausnahmen, fühlen sich Appellen an die neue Menschlichkeit verpflichtet. Mit der eigenen, selbstlosen Umsetzung spießt es sich noch ein wenig. Wissen denn unsere Vertreter eines postreligiösen Moralismus eigentlich, dass zu wahrer Menschlichkeit auch Selbstlosigkeit und Verzicht, am wenigsten aber ideologische Scheuklappen gehören?

Es sei besonders bestimmten Politikern und Journalisten wohl erlaubt sich direkt oder indirekt zwar nicht ihres Verstandes wohl aber ihrer Gutherzigkeit zu rühmen, zu messen sei diese aber letztlich doch an ihrer Haltung insgesamt und ihrer vorurteilsfreien, unparteiischen Gesinnung gegenüber allen Menschen, in erster Linie gegenüber dem Nächsten, nicht zuletzt an ihrem eigenen sicht- und messbaren selbstlosen Engagement. Es erfordert natürlich gelegentlich auch unglaublich viel Mut. Als ein diesbezügliches Beispiel sehe ich einen von Viktor Frankl geschilderten Fall, wo ein SS-Mann unter Gefahr aus eigener Tasche hohe Geldbeträge für Medikamente einsetzte und auch Kleider für ehemalige Häftlinge organisierte.

Aber selbst der ansonst anständige Mensch irrt sich nicht selten, wenn er sich einbildet, der Zweck seiner Aussage oder Handlung sei rein uneigennützig und dass er die Mitmenschlichkeit als solche liebe. Aber wie so oft liebt er nicht diese, sondern das hohe Ansehen und den dadurch zu erlangenden Vorteil. Doch Vorsicht! Von der gutmenschlichen oder auch der von Kalkül getragenen Absicht bis zur Kathedermenschlichkeit und darüber hinaus zum Kadavergehorsam, der heute, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, anscheinend von Impfkritischen und Impfunwilligen erwartet wird, ist es gar nicht so weit.

Bleiben wir bei der „Impfung“: Vorerst begnügen sich die Heroen der neuen Menschlichkeit – bei Ignorierung der lebensbedrohlichen Nebenwirkungen* und den möglichen Spätfolgen – noch damit, Ungeimpfte „bloß“ zu schmähen, zu verunglimpfen, ihnen zu drohen, sie zu kennzeichnen und gewaltig unter Druck zu setzen. So hat es aber schon einmal angefangen. Impfung macht frei? Von Stich zu Stich?  Der rechtsstaatlich und demokratiepolitisch unzulässige Druck auf Ungeimpfte, aber besonders die Fesselung der Geimpften mag für eine Seite gewinnbringend sein, von Mitmenschlichkeit oder medizinischer Notwendigkeit getragen ist es nicht, eher schon von unmenschlicher Zumutung.

Dieser ständige Druck nimmt gerade schon groteske Züge an: So möchte ein Pausenkasper der deutschen Medienöffentlichkeit den Impfunwilligen gar schon die Mattscheibe verbieten, während Österreichs Finanzminister die Impfunwilligen für die langsame ökonomische Erholung verantwortlich macht und eine „liberale“ NEOS-Politikerin dieselben zu Deppen erklärt. Nicht zuletzt bemüht man zwecks Herdendisziplin sogar schon einen im Rudelverhalten von Hunden und Wölfen versierten anscheinend dankbaren Biologen an die feindliche Front. Das Rudel der Unwilligen somit im Fokus der Verhaltenforschung. Herbeigebetene Unterstützung für mit Totalitärem kokettierende Antifa-Sympathisanten und türkise „Heimwehr“-Nostalgiker?

Nicht nur atmosphärisch anders gelagert ist die Frage der Mitmenschlichkeit allerdings auf dem Gebiet der Migration, und da besonders was die Lage am Hindukusch und im Mittelmeer betrifft. Aber auch da gilt, was vorhin zur Mitmenschlichkeit bereits gesagt wurde, aber ich ergänze: Keine Frage, es sind gewiss menschliche Tragödien, die sich da mitunter abspielen, aber es sind nicht die einzigen auf dieser Welt. Sich über jede einzelne zu betrüben wäre ein Ding der Unmöglichkeit, aber im idealen Einzelfall ein Gefühl der Menschlichkeit und Beweis eines guten Herzen. Aber keine Pflicht der Tugend!

Der Zwang zu solcher Tugend ist Terror, und jene die diesen ausüben sind Tugendterroristen. Und es kommt diesem Terror nahe, jenen, die bei den Stichwörtern Kabul oder Moria nicht gleich in Traurigkeit versinken eine „inhumane, menschenverachtende Haltung“ anzulasten – wie die anscheinend vom Halbmond geblendete deutsche Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth es für nötig erachtet. Zu der Hatz auf Impfunwillige und der Anmaßung politischer Lakaien ein passendes Schluß-Zitat eines mir unbekannten Autors: „Wer bist Du denn, oh Gesellschaft, um mich irgendetwas zu zwingen: Welcher Gott hat Dich, Gesellschaft, zu meinem Herrn gemacht?“

*Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) berichtet von schweren und gefährlichen Nebenwirkungen, und sogar die Hersteller warnen vor lebensbedrohlichen Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen, Kapillar-Leck-Syndrom, Thrombozytopenie u.a.. Diese scheinen aber in den Augen eines „Presse“-Kommentators „eher geringe Nebenwirkungen“ zu sein. Auch ein „Bild“-Möchtegern-Experte will „keine dramatischen Nebenwirkungen“ erkennen. Kein Thema auch für das politische „Establishment“, im Gegenteil, manche Politiker positionieren sich gerade als Impfwüteriche. Würde die große Masse endlich begreifen, wem Verantwortungsträger in Politik, Medien, Wissenschaft, auch Medizin heute dienen, würde sich vieles schlagartig zum Vorteil der Mehrheit ändern lassen.

Zum Thema

Corona-Lügen  https://youtu.be/c6h0GaskXMA

Sucharid Bhakdi-Klartext https://youtu.be/WrUvEnp06TA

Herbert Kickl bei Fellner https://youtu.be/wMqvauM4nyg

Afghanistan-Realität https://youtu.be/tyaBx_-4jhg

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Sind nicht einige Politiker gefährlicher als das Virus?

Certains politiciens ne sont-ils pas plus dangereux que le virus ?

Aren´t some politician more dangerous then the virus

Die wahre Größe eines Politikers zeigt sich nicht darin, dass er schnelle und grosse Wahlerfoge erringt, sondern darin, dass man ihn nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten in die Defensive bringen oder gar aus dem Amte entfernen kann. Der Fall des ehemaligen Vizekanzlers Strache bringt einen diese Erkenntnis wieder einmal in Erinnerung. Auch Joe Biden dürfte noch, nicht nur wegen Afghanistan, in weitere Rückzugsgefechte verwickelt werden. Selbst der mit einer nur in Diktaturen üblichen Zustimmungsrate neu gewählte ÖVP-Chef  und Kanzler Kurz könnte der Preis der auch mit Unredlichkeit errungenen leichten Siege (gilt auch für Frau Merkel) am Ende seinem Ansehen gemäß noch teuer zu stehen kommen. Den höchsten Preis hat in solchen Fällen allerdings dann das Volk zu zahlen.

Erfahrungsgemäß haben schwere politische Fehler mit ebenso schweren Folgen für die Mehrheit wohl mit der Zunahme der Macht eines Politikers oder einer Partei und den sich bietenden Gelegenheiten und Verlockungen zu tun. Im Laufe einer längeren Amtszeit bieten sich eben auch immer mehr offene Flanken an, wo man angegriffen werden kann. So kommt es dann, dass Saurier des politischen Geschäfts am Ende eines vielfach von Ohnmacht geprägten politischen Wirkens, in gespielter Demut oder gelegentlich auch mit beleidigter Miene, aber doch mit Luxuspension, im letzten Moment davon zu kommen versuchen, um nicht mit Schimpf und Schande oder bestenfalls mit einer schlechten Nachrede aus dem Amte gejagt zu werden.

Je mehr man nun den einen oder anderen aktiven Politiker studiert, desto weniger begreift man, wie einer in einem oft von Halbwahrheiten und Lügen durchseuchten Amte mit sich überhaupt noch in Frieden leben kann. Man fragt sich auch, warum Politiker, anders als noch vor Jahren, so urplötzlich um unsere Gesundheit besorgt sind und möglichst alle anscheinend blind folgende „Lämmer“ gestochen sehen möchten. Anders gesagt: selbstbestimmte, freiheitsliebende Menschen mittels Erpressung und Nötigung vorerst einmal krank therapiert werden sollen. Rechnet man etwa damit, dass viel später bei Geimpften, anders als bei Ungeimpften, die von Kritikern befürchteten, nicht wieder gut zu machende gesundheitliche Schäden auftreten, sodass eindeutig der Impfstoff als Verursacher infrage käme und sich dann erst recht die Frage nach Verantwortung und Haftung stellte?

Die „Impf“-Eile soll aber bekanntlich noch andere hier auch schon angesprochene Gründe haben. Sogar Günther Anders mag dies bereits früh in seinem Buch von der „Antiquiertheit des Menschen“ vorausgeahnt haben als er 1956 von der „Obsoleszenz“ des Menschen, der Zerstörung des Immunsystems und des Bildungswesens schrieb, und davon, wie Widerstandsfähige gegen eine menschenfeindliche Diktatur als Terroristen behandelt werden. Sind wir bald so weit und soll dazu der Widerstand bereits im Vorfeld gebrochen werden? Jahrzehnte nach Anders meint der weise Noam Chomsky: „Die ganze Geschichte der Kontrolle eines Volkes lässt sich so zusammenfassen: Isolierung der Menschen, die einen von den anderen, denn hält man sie lange genug isoliert, kann man mit ihnen machen, was man will“. Und so wie es derzeit aussieht, funktioniert es.

Ich habe es ja auch schon einmal angedeutet: Es scheint das ganze Projekt – vor allem bei Weiterem Fortschritt der Technik – auf eine Art elektronisch-digital organisierten Gulag ausgelegt zu sein, ja könnte selbst auf eine  „Selbstauslöschung“ des jetzigen Menschen hinauslaufen, der bei den Auftraggebern oder Organisatoren der Pandemie bereits als antiquiert gelten dürfte. Inzwischen wird ja schon der nächste „Lockdown“ angedroht und auch die im Einzelnen, schleichend in Etappen eingeführte Zwangsimpfung für eine Gesellschaft, deren Mehrheit sich von einer Impfung eine Freiheit erhofft, die es in Wirklichkeit längst nicht mehr gibt, könnte entgegen den Beteuerungen der Politik bald Wirklichkeit werden. Womit sich aber nicht nur bezüglich der Pandemiemaßnahmen längst die Frage stellt: haben wir es denn im Falle der dafür verantwortlichen Politiker bloß mit rationaler oder doktrinärer Dummheit zu tun? Gefährlich ist die eine wie die andere.

Kurz und gut, die Vorgänge rund um diese P(l)andemie bestätigen darüber hinaus wieder einmal eine weitere alte Erkenntnis: Geht es um Geld oder Macht oder auch um vermeintliche persönliche Vor- oder Nachteile, dann zeigt sich meist der wahre Charakter eines Menschen. Ganz aktuell im Umgang mit Kritikern dieser abenteuerlich anmutenden Impforgie, der bei Weiterführung weitere gefährliche Mutanten und unzählige Schwerkranke und Tote zu verdanken sein werden. Eine umfassende Gesamtbilanz des laufenden Menschenversuchs wird aber noch zu machen sein, dass daraus eine internationale Abrechnung mit möglichen Tätern hervorgehen könnte, ist vorstellbar.

PS: Im Übrigen bezweifle nicht nur ich, dass die Mehrheit der Verantwortungsträger in Staat und Gesellschaft, aber auch Ärzte und Wissenschaftler, mit einem der angepriesenen Impfstoffe gegen Covid 19 geimpft wurden.

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In Zukunft verarmt in Reservaten, aber glücklich?

Pauvres en réservation à l´avenir, mais heureux?

Impoverished in reservation in the future, but happy?

Also sprach vor langer Zeit einer: „Der Präsident in Washington lässt uns wissen, dass er unser Land zu kaufen wünscht. Aber wie kann einer den Himmel kaufen oder verkaufen? Das Land? Der Gedanke ist uns fremd….Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“ So begann angeblich die berühmte, wahrscheinlich nicht detailgenau übersetzte Rede von Häuptling Seattle, nach dem die Stadt in den USA benannt ist. Im Sinne des allzu gütigen Herrn Schwab vom Weltwirtschaftsforum hätte eine Antwort des Präsidenten wahrscheinlich so lauten können: „Seid unbesorgt, großer Häuptling, ihr werdet zwar nichts besitzen, aber glücklich sein in Reservaten.“ Durch solche – mehr als ein Jahrhundert nach dem Völkermord in Nordamerika – die europäischen Nationalstaaten vielleicht einmal ersetzt werden könnten. Dahin die Absichten der global herrschenden Familien deuten mögen.

Die wenigen damals und später von Gier und Naturfremdheit getriebenen Familien sind im Wesentlichen die gleichen geblieben. Während immer mehr Verlierer sich heute von Notdurft zu Notdurft des Tages mühen, bestimmen diese modernen Raubritter über ihre Mehrheitsanteile an den nomadisierenden „Global Players“ (ganz aktuell dürfen die sich gestiegener Pharma-Aktien erfreuen) beinahe schon jeden Aspekt des Lebens von Milliarden Menschen. Über diese Mächtigen liest und hört man in „unseren“ Medien nichts, da herrscht wie bei der Mafia das Gesetz des Schweigens, sind die großen Medienverlage und Nachrichtenagenturen doch über ein unübersichtliches Geflecht von Tochtergesellschaften bereits in deren Besitz. Was zudem gleichlautende Politikerstimmen, Medien-Berichte und Kommentare etwa zur Migration oder zur Pandemie stark vermuten lassen. 

Über die zwei größten Finanzgesellschaften, Blackrock und Vanguard, wo sie natürlich auch die Mehrheitsaktien innehaben,  haben sie, die mit Adel, Kirche und Zionisten gut vernetzt und dem Vernehmen nach teils auch schon versippt sind,  praktisch überall meist mehrheitlich ihre spekulativen Finger drinnen. Selbst in den Unternehmen und Unternehmenskonglomeraten der von den Medien mit Absicht stets präsentierten „zehn Reichsten“ – darunter der in Sachen Virus schelmisch vergnügte „Junge“ Bill – die regelmäßig fälschlich als solche präsentiert werden. Desinformation pur. Die Superreichen im Dunkeln kommen selbst kaum ans Tageslicht, und wenn, dann höchstens als edle Ritter der Barmherzigkeit in der Spendierhose. So möchte man wahrgenommen werden um die durch ihre Gier und Gewinnsucht entstandenen Krisen und Kriege, Not und Elend in der Welt vergessen zu lassen.

Da ganze Volkswirtschaften von deren Entscheidungen und Spekulationen an Markt und Börse abhängen, ist leicht vorstellbar, wie sich der Einfluss dieser Familienklans auf die Politik und die Politiker eines Landes auswirkt. Beispielhaft dafür: etwa wie sich die mit offensichtlich seliger Armut im Geiste beladenen Regierungen – ähnlich der Einfalt eines Dorfes bei einem Vertragsabschluss – von Pfizer zum Schaden der Bürger über den Tisch ziehen ließen. Wem zuliebe wohl? Ich zitiere dazu wieder einmal ein Mitglied eines auch in Frankreich residierenden Familienclans: „Solange eine Regierung nicht gegen unsere Interessen handelt, ist es uns gleichgültig wer regiert“. Auf den Punkt brachte es einmal Frank Stronach: „Wer das Gold hat, der bestimmt die Regeln“. Will heißen: wie weit und mit wem Politiker gehen dürfen und was und wie in den Medien berichtet werden darf.

Nun liegt es aber nahe, dass man in einer komplexen und chaotischer werdenden Welt als herrschende Elite im Hintergrund die Dinge nicht gerne entgleiten lassen möchte. Die Vorhaben für eine den Interessen der Familienklans und deren engere und weitere Umgebung dienliche neue Weltordnung liegen allem Anschein nach seit Längerem fertig skizziert in der Schublade. Diese erfahrenen Investoren und Planer (starken Indizien nach auch in der Sache Covid) könnten unter Mithilfe diverser demokratisch nicht legitimierter Organisationen, dazu neben anderen das Weltwirtschaftsforum, die  EU-Kommision, einige NGOs und die Bilderberger, aber auch Legionen „nützlicher Idioten“ jedweder Couleur  gehören, nach und nach noch in diesem Jahrzehnt konkretisiert auf dem Tisch einer dann durch Krisen und „Lockdowns“ längst ermatteten Öffentlichkeit landen.

Allerdings muss vorher noch, koste es was es wolle, das mit schweren Nebenwirkungen und möglichen Spätfolgen (wie Spontan-Abtreibungen, Gefäß- und Nierenschäden bis hin zur Verdummung) gesegnete Covid-Experiment durchgezogen, das wissenschaftlich nicht abgesicherte und von der Atomindustrie massiv unterstützte CO2-Projekt finalisiert, Europa mit „Flüchtlingen“ durchmischt und eine ahnungslose, unkritische Masse in die Verarmung und, dann von gnädigem digitalem Zentralbankengeld abhängig, gefügiger und markttauglicher gemacht werden. Im Krieg der Reichen gegen die Armen zeichnet sich also möglicherweise die von dem Großinvestor Warren Buffet prognostizierte verheerende Niederlage Letzterer ab, so sie sich nicht mit letzter Kraft dagegen aufraffen und ein entschiedenes Nein! ihren Verderbern entgegenschmettern. Denn: geimpft und verarmt, aber„glücklich“ in Reservaten, ist doch nicht das, was wir wirklich wollen, oder?

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Wacht auf und werdet!

Réveillez-vous et devenez!

Wake up and become!

Mit einem Bruchteil des Geldes, das man bisher staatlichen Erpressern und illegalen Migranten in deren hungrigen Rachen gestopft hat, hätte Deutschland den vorbildhaftesten Umwelt- und Katastrophenschutz aufbauen können. Da hätte, neben anderem Ungemach, die jüngste deutsche Flutkatastrophe ein Weckruf sein können. Böte sich doch die Gelegenheit, sich von der politischen Spreu nachhaltig zu trennen. Wenig wahrscheinlich, dass es dazu kommt.

Da muss wohl erst jene von unseren internationalen Freunden verursachte und von Brüssel sehnsüchtig erwartete Flüchtlings- und Migrantenflut aus aller Welt die deutschen Grenzen überschreiten. Und dann vielleicht noch als Zugabe ein aus Massenimpfungen hervorgegangenes „Killervirus“ für ein in Bälde von sozialen und ökonomischen Krisen gebeuteltes Deutsch-„Lockdown“land. Wir schaffen das? Ein Hoch der Phantasie!

Themenwechsel: Die üblichen von Politik und dem großen Geld abhängigen Kommentatoren in den „Qualitätsmedien“ versuchen zwar mit allen Mitteln die tatsächlichen Fakten zu verschleiern oder Kritiker der Maßnahmen zu zensieren, zu verleumden oder lächerlich zu machen, aber die Opferzahlen nach Impfungen nehmen nun einmal unwiderlegbar stetig zu. Selbst die pharmanahe EMA muss im Zusammenhang mit Impfungen unglaublich viele schwere Nebenwirkungen und Todesfälle zugeben.

Was nicht nur den Pandemie-Machern ziemlich egal sein dürfte. Hieß es bei anderer Gelegenheit bisher immer, jeder einzelne Tote sei schon zuviel, wird in diesem Fall von Medien und Politik großzügig über jeden Verblichenen wie auch über ein möglicherweise sich anbahnendes Massensterben als Spätfolge hinweggesehen. Übrigens: Wer von der Impflobby in Politik, Medien und Medizin ließ sich denn bereits mit einem der angepriesenen „(tod)sicheren“ Impfstoffe nachweislich beglücken?

Ein Einschub:  Impfe nie in eine Pandemie! (Med. Lehrbuch) – Impfstoff schützt nicht vor Infektionen (Virologe Hendrik Streeck) – Umgang mit Zahlen verantwortungslos (Medizinstatistiker Gerd Antes) –  Delta nicht einmal 20% tödlicher als Vorgänger (Public Health,GB) – In Pandemie hineinimpfen macht Covid19 zu „Killervirus“ (Dr.Gerd Vanden Bosche)  – USA verwirft PCR-Test – Impfung ist nicht sicher (Prof. Stefan Hockhertz) –  Der Impfstoff ist nicht dazu da, mitten in einer Pandemie einfach durch die Bevölkerung zu fegen. Das ist ein falscher Ansatz (Prof.Peter MCCullough) – Hier stinkt eindeutig etwas zum Himmel (Pharmakologe Mike Yeadon) Diese Impfung gehört vor ein Tribunal. Sie ist nicht ausreichend geprüft. […] Das wird das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte (Prof.Sucharid Bhakdi).

Auf eine hypothetische Frage, die da lautet: „Soll ich diesen da aufwecken oder ihn schlafen lassen, damit er glücklich sei?“ antwortet Antoine Saint de Exupery in seinem Buch „Citadelle“: „Ich kenne nichts vom Glück, aber sollte Nordlicht sein, würdest du deinen Freund schlafen lassen? Gewiss, dieser da liebt seinen Schlaf und rollt herum: Jedoch entreiße ihn von seinem Glück und wirf in hinaus, damit er werde.“ Ja, liebe Österreicher, Deutsche, Europäer: erwacht und werdet! Denn Böses hat man mit euch vor.

 Ein Nachtrag: Soeben komme ich von einer Teststation wo mir ein dort beschäftigter junger Mann vertrauensvoll erzählt, ein Kollege von ihm sei nach der zweiten Impfung positiv getest worden und liege jetzt auf einer Intensivstation. Das ergänzt ähnliche Wahrnehmungen, darunter zwei Todesfälle. Soviel zur „sicheren“ Impfung. Über die Spätfolgen wird noch zu reden sein.

Lumpen am Werk https://www.bitchute.com/video/TV8jvmHFZ12W/

Kopf in den Sand? https://www.youtube.com/watch?v=r_t1exvRW58   

Arzt redet Klartext https://auf1.eu/videos/watch/64c41af7-b698-44aa-b73e-cd3a875b2088?title=0&warningTitle=0&peertubeLink=0

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Offener Brief an sichere Freunde: „Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht!“

Lettre ouverte aux amis sûrs: „Non, une frontière a un pouvoir tyrannique !

Open Letter to Safe Friends: „No, a Border has a Tyrant Power

Von Rudolf Hänsel*


„Einen sicheren Freund erkennt man in einer unsicheren Situation.“ (Amicus certus in re incerta cernitur.) Mit diesen Worten des römischen Philosophen Marcus Tullius Cicero (106 bis 43 v. u. Z.), wende ich mich heute an sichere Freunde, die seit Anfang Jahr 2020 auf jede erdenkliche Art versuchen, Mitbürger darüber aufzuklären, was in der Welt vor sich geht.

Gut gemeinte Appelle verhallen weitgehend

Eltern und Lehrpersonen werden angefleht, die Gesundheit ihrer Kinder und Schüler nicht durch Gesichtsmasken, soziale Distanzierung und Impfprogramme zu gefährden und ihre Seelen zu töten. An alle Erwachsenen wird appelliert, Ihre Autoritätsgläubigkeit und den daraus resultierenden Gehorsam aufzugeben und zum Beispiel zu den neuen Killer-Impfstoffen und zum Masterplan Eugenik endlich NEIN zu sagen. Jede Berufsgruppe wird aufgefordert, nicht gegen die eigene Berufsethik zu verstoßen, weil das die Menschheit ins Elend stößt. Nicht zuletzt werden alle Ärzte an ihren geleisteten hippokratischen Eid und die zehn Gebote des Nürnberger Kodex von 1947 erinnert.

Doch gut gemeinte Appelle verhallen, als wären sie in den Wind gesprochen. Intellektuelle Wortklaubereien dienen als Rechtfertigung für Nichtstun. Politiker verbreiten unter den Bürgern weiterhin Ängste vor Krankheit und Tod und erhöhen den Druck, sich „aus Solidarität mit den Mitbürgern“ unbedingt „impfen“ zu lassen. Die Massenmedien sind dabei willige Helfer. Die Bildung und weitere natürliche Bedürfnisse der Jugend werden nach wie vor in unverantwortlicher und nicht wieder gut zu machender Weise missachtet. Jung und Alt werden verbriefte Rechte seit über einem Jahr rechtswidrig vorenthalten.

„Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht!“ (Schiller)

„Alle Menschen sind klug“, meinte der französische Aufklärer Voltaire (1694 bis 1778, „die einen vorher, die anderen nachher“. Aufgeklärte und wache Bürger sollten meines Erachtens rechtzeitig eine „Graswurzelbewegung“ (Chossudovsky) ins Leben rufen und den ewig Zögernden ein Beispiel geben, anstatt weiter auf deren Einsicht und Unterstützung zu warten – bis es für eine Umkehr zu spät ist.

Die offen geäußerten Pläne der diabolischen Sippschaft um den WEF-Gründer Klaus Schwab (Big Money, Big Pharma, Big Tech, Big Foundations etc.), auf die gegenwärtige Gesundheitsdiktatur eine Klimadiktatur folgen zu lassen, sollten ernst genommen und verhindert werden.

Wegen des Gebots der Solidarität sollte das großartige Expertenteam des deutsch-amerikanischen Rechtsanwalts Dr. Reiner Füllmich, Mit-Begründer des deutsch-internationalen Corona-Auschusses, öffentlichkeitswirksam unterstützt werden, damit seine internationale Anklage Erfolg haben wird.
Wir Menschen sollten uns alle solidarisch verhalten und uns, als erstes Gebot, von der Angst trennen, und als zweites, Nicht-Gehorchen zur Tugend machen. Das kann unsere Überlebenschance sein.

*Dr. paed. Rudolf Hänsel, Dipl.-Psychologe

Coronna-Ausschuss – Sitzung 45:
https://youtu.be/w_0BYa0CP0A

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Ein großes Experiment, ein großes Geschäft und dahinter ein ganz großer Plan

Une grande expérience, une grande affaire et un très grand plan derrière elles

A big experiment, a big business and a very big plan behind it

Was ist das Besondere an dieser Zeit? Wir leben, so scheint es mir zumindest, spätestens seit Wuhan in einer globalen Versuchsstation in der das derzeit zwischen Ignoranz und Angst angesiedelte Individuum bald nur mehr als statistische Einheit wahrgenommen werden könnte. In wesentlichen Bereichen wird heute schon, in Vorbereitung auf die neue Normalität, das Wirkliche von den Gauklern der Medien und der Werbung verfälscht, mit dem Ergebnis, dass die virtuelle Wirklichkeit von vielen längst als die wahre wahrgenommen wird und das Wesentliche vom Belanglosen, das Normale vom Gegensätzlichen nicht mehr unterschieden werden kann. Was die Herde nicht nur leichter führen lässt, sondern jetzt schon auch äußerst gewinnbringend sein dürfte. Nicht nur für eine Reihe von vermögenden „Philanthropen“.

Nun gibt es in diesen Corona-Zeiten zwar auch massenweise Verlierer, wird mehr Leben vernichtet als durch Maßnahmen gerettet, doch andererseits brauchen sich die Überlebenden in dieser Scheinwelt endlich keine Gedanken mehr über die Bestimmung des Lebens und das wahrhaft gute Leben zu machen, das freilich schon irrtümlicherweise in einer „befreienden“ Gentherapie gesucht wird. Und es ist nicht mehr abwegig anzunehmen, dass der im Zuge der Corona-Kampagne erfolgte Angriff auf die Psyche von Jung und Alt und die scheinbar unaufhaltsam fortschreitende Auslöschung des selbständigen Denkens wie des Privaten im Allgemeinen längerfristig – parallel zu einer angeblich beabsichtigten Entvölkerung – die Entmenschung zum Ziele haben könnte. Und das immerhin auf „demokratischem“ Wege. Aber ganz so demokratisch ist es eben wieder nicht.

Eine der Fiktionen, die uns Politiker und Medien vorgaukeln, ist ja die Vorspiegelung wir lebten in der besten aller Demokratien, weil im jetzigen Politmodell die Politiker öfter ausgewechselt werden können als in einem anderen System. Welch ein Trugschluss! Die Politiker kommen und gehen, das System bleibt, bleibt so lange, bis es an das bereits sich abzeichnende Ende eines allem Irdischen bestimmten Zyklus gerät oder vorzeitig nach einer Revolution, einem großen oder Bürgerkrieg oder einem ökonomischen Super-Gau durch ein neues abgelöst werden könnte. Und schon sind ja einigen Experten zufolge, die Chancen zumindest für eine Mega-Inflation mit zu befürchtenden sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen im Steigen.

Doch ein eher evolutionärer Übergang von einem in ein anderes System, wie von manchen erträumt, bedürfte zumindest mutiger und unbestechlicher großer Staatsmänner mit einer zukunftstauglichen Vision, aber diese sind vorerst nicht in Sicht. Gewiss, wir haben in Europa einige wenige Politiker, die dem sich formierenden von Globalisten angestrebten neuen Totalitarismus zumindest teilweise Widerstand leisten und zu einer radikalen, aber positiven Wende befähigt scheinen, doch ohne Alternative zu diesem planwirtschaftlichen finanzkapitalistischen System in dem sie agieren und ohne dessen Überwindung, werden sie, wie die jüngere Geschichte lehrt, früher oder später von diesem selbst „überwunden“ werden. In manchen Fällen sogar eher als gedacht.

So ist etwa, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, Marine Le Pen eine bemerkenswerte Kehrtwendung gelungen, die Umfragen und natürlich ihrem Drang nach vorne zu schulden war. Die französische Präsidentschaftskandidatin hat sich im Blick auf bürgerliche Wähler nämlich neu erfunden: also nicht mehr so ganz EU-kritisch, keine Brachialrhetorik mehr gegen die da oben, auch Migrantenschreck möchte sie angeblich auch nicht mehr sein. Im Großen und Ganzen auf der Schokoladeseite unterwegs. Dafür nimmt sie das Risiko auf sich, dass viele ihrer Anhänger bei der Wahl zu Hause bleiben könnten, denn diese erwarten doch dass sie weiterhin so spricht, wie sie selber denken. Enttäuschte werden also nicht zu verhindern sein, und vielleicht gehört sie am Wahlabend dann selbst dazu. Eine klassische Zwickmühle für die Tochter von Jean Marie le Pen, der in nationalen Fragen mit seiner Meinung bekanntlich nicht hinter dem Berg hielt.

Doch Anpassungsübungen machen natürlich vor nationalen Grenzen nicht halt. Also frage ich mich schon: ist das jüngste Abstimmungsverhalten der Freiheitlichen zur Gleichstellungsbehandlung bereits als eine diesbezügliche Vorschussleistung Herbert Kickls zu deuten? Nicht auszuschließen, dass auch in der Pandemiefrage noch blaue Überraschungen möglich sind. Man wird sehen, aber auch auf der Hut bleiben müssen wenn, wie im Falle Marine Le Pen, plötzlich Lob von politischen Gegnern oder dem „Mainstream“ käme. Für die Zukunft stellt sich somit die Frage: Wird der einst treue Knappe Haiders dessen ursprüngliche Absicht weiter verfolgen (können und dürfen) oder wird er am Ende bloß rechtspopulistischer Sterbebegleiter eines morbiden Systems gewesen sein? Aber auch er weiß: Nur „der Mut ist der Wind, der zu neuen Ufern treibt“ (Ernst Jünger).

Und nun komme ich zurück auf die eingangs erwähnten Absichten einer Elite, die, laut dem Historiker Carroll Quigley, schon gleich nach dem Zweiten Weltkrieg den Plan hatte, die Nationen loszuwerden und die USA und West-Europa über die NATO-Allianz in einer Atlantischen Union (Bundesstaat) zu vereinen. Sollten Regierende nicht endlich diese Möglichkeit und die von mir eingangs in den Raum gestellte aufziehende Gefahr eines neuen Totalitarismus in der Öffentlichkeit thematisieren und Alternativen aufzeigen? Werden sie nicht, sind sie doch nicht einmal bereit oder fähig im Falle dieser „Pandemie“ ehrlichen Klartext zu reden und vermeiden darüber hinaus jeden Dialog mit kritischen Experten. Was den Verdacht erhärtet, dass die Politik von dieser Elite längst abhängig ist und darüber hinaus die Pandemie braucht wie einen Bissen Brot, um in dieser Form zu überleben.

Daher könnte was der unbestechliche Dr. Wolfgang Wodarg in Richtung Wissenschaft und Medien sagt, in gewisser Hinsicht auch für die Politik gelten: „Inzwischen ist nicht mehr zu übersehen, dass große Teile der Wissenschaft und der Nachrichtenmedien in erschreckendem Maße zu käuflichen Dienstleistern oder zu Forschungs- und Entwicklungsabteilungen privatwirtschaftlicher Interessen mutiert sind…“  . Und, meine ich, die durch hochrisikoreiche Massenimpfungen (absichtlich?) geschaffenen Mutationen sorgen dafür, dass das „große Experiment“ (Prof.Bakhdi) das ganz große Geschäft dieses Jahrzehnts wird, währenddessen der verängstigte Mensch an der Impfleine zum großen Ziel geführt wird.

Im Übrigen wäre ich nicht überrascht, wenn sich diese Pandemie und der ganze Maßnahmenzauber einmal als der größte Kriminalfall unserer angeblich aufgeklärten Zeit erweisen sollte.

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60 Jahre Feuernacht

Von Reinhard Olt

AUSPIZIEN DES SÜDTIROLER FREIHEITSKAMPFS

Ein Reisebus verlässt Innsbruck. Die Insassen begeben sich auf „Exkursion“ nach Verona. „Pro arte et musica“ heißt ihr Programm, auf das sie Günther Andergassen, Hochschullehrer am Salzburger Mozarteum, mitnimmt. Doch sie sind keine gewöhnlichen Ausflügler, ihre Fahrt am 10. Juni 1961 dient der Tarnung. Auch Herlinde Molling, die an diesem Tag ihr Sport-Coupé  mit dem Münchner Kennzeichen M-LE 333 gen Süden chauffiert, um in Vilpian, einem Ort zwischen Bozen und Meran, auf ihren Mann Klaudius zu treffen, der zu besagter Reisegruppe gehört, ist nicht wirklich zum Vergnügen unterwegs. Im Kofferraum transportiert sie Sprengstoff. Sprengstoff führen auch die „Exkursionsteilnehmer“ in Rucksäcken mit sich. Auf Almhütten, Waldlichtungen, selbst in einem Gasthof mitten in Bozen trifft man sich mit Landsleuten aus dem südlichen Teil Tirols und übergibt ihnen die portionierten „Mitbringsel“.

Donarit und Zeitzünder

Am Spätabend des 11. Juni verlässt Luis Steinegger seinen Hof und fasst oberhalb von Tramin das dort in einer Höhle verwahrte Donarit, welches einer der Exkursionsteilnehmer überbracht hat. Mit seinem Freund Oswald Kofler präpariert er zwei Strommasten in Altenburg. Sie befestigen den Sprengstoff, legen die Zündschnur lose um die Stahlträger. Dann wird der Zeitzünder, Marke Eigenbau, scharf gemacht. Die Uhr der Dorfkirche schlägt zehn Mal, als Steinegger den Zünder auf eins stellt. Pünktlich um ein Uhr  detonieren die Ladungen, die Strommasten krachen in sich zusammen. Dasselbe in Sinich nahe Meran, wo Sepp Innerhofer von Schenna aus mit dem Feldstecher beobachtet, wie die von ihm „geladenen“ Masten unter widerhallendem Getöse wie Streichhölzer umknicken.  Auch in Bozen durchbricht um dieselbe Zeit ein lauter Knall die nächtliche Ruhe. Das donnergleiche Grollen, dem weitere Detonationen folgen, reißt viele aus dem Schlaf. Zwischen eins und halb vier blitzt und knallt es rund um den Bozner Talkessel, krachen stählerne Ungetüme zu Boden. (Zeitzeugenberichte aus dem 2011 im Innsbrucker Tyrolia-Verlag erschienenen Buch „Südtirol 1961, Herz Jesu-Feuernacht …“ von Birgit Mosser-Schuöcker und Gerhard Jelinek)

Ausnahmezustand, Haft, Folter, Tod

Am Morgen des 12. Juni, des „Herz-Jesu-Sonntags“, wird das Ausmaß dessen ersichtlich, was die „Feuernacht“ bewirkte: 37 Hochspannungsmasten, acht Eisenbahnmasten und zwei zu Kraftwerken führende Hochdruckwasserleitungen sind in die Luft geflogen: Eine effektvolle konspirative Gemeinschaftsaktion des „Befreiungsausschusses Süd-Tirol“ (BAS) mit dem Ziel der größtmöglichen Schädigung Italiens unter Schonung von Menschen und Privateigentum. Die Weltöffentlichkeit soll auf das Südtirol-Problem aufmerksam gemacht und auf die als Besatzungsregime  empfundene italienische Staatsmacht Druck ausgeübt werden. Dem BAS gehören etwa 200 Aktivisten aus beiden Teilen Tirols an: „Wir fordern für Südtirol das Selbstbestimmungsrecht! (…) Europa und die Welt werden unseren Notschrei hören und erkennen, dass der Freiheitskampf der Südtiroler ein Kampf (…) gegen die Tyrannei ist.“ Doch ihr Aufruf zum Kampf erfährt erst breitere Unterstützung, als die Bevölkerung die Reaktion Roms auf die Feuernacht direkt verspürt: es verhängt den Ausnahmezustand über die Provinz, das gesamte IV. Armeekorps – 24 000 Soldaten – sowie zusätzlich 10 000 Carabinieri – kasernierte Polizeikräfte – werden nach Südtirol verlegt. Bis Ende Juli werden die meisten Südtiroler BAS-Mitglieder inhaftiert, darunter auch Sepp Kerschbaumer, ihr Kopf. Seine Mitstreiter Franz Höfler und Anton Gostner erliegen grausamen Folterungen in der Carabinieri-Kaserne von Eppan. Jetzt erst kommt es zu einer Welle der tätigen Solidarität. Auch von politischer Seite in Österreich.

Was treibt die „Bumser“ an, wie die Attentäter noch heute im Volksmund genannt werden? Sie wollen ein markantes Zeichen setzen, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf das ungebrochene neokolonialistische Gebaren Roms zu lenken. Der südliche Landesteil Tirols ist Italiens Kriegsbeute, Belohnung dafür, dass es aus dem Dreibund (mit Deutschem Reich und Österreich-Ungarn) zu Beginn des Ersten Weltkriegs ausschert, sich anfangs als „Neutraler“ geriert, um 1915 auf der Seite der Entente-Mächte England und Frankreich als Verbündeter in den Krieg eintritt. Vor dem Untergang der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie war es – wie „Welschtirol“ (Trentino) für fünf Jahrhunderte Teil der „gefürsteten Grafschaft Tirol“ und also Habsburger-Kronland. Nach dem Friedensdiktat von Saint-Germain-en-Laye (10. September 1919) gliedert das Königreich Italien am 10. Oktober 1920 das Land bis zum Brenner ein. Mit der Machtübernahme Mussolinis 1922 soll das „Alto Adige“  („Hochetsch“) entdeutscht und kulturell italianisiert werden. Das römische Verwaltungssystem wird eingeführt, die italienische Sprache zur alleinigen Amts- und Unterrichtssprache erklärt. Infolge gezielter Ansiedlung von Unternehmen und Beschäftigten aus Altitalien verdreifacht sich bis 1939 die Zahl ethnischer Italiener in Südtirol. Schließlich verabreden die Diktatoren Mussolini und Hitler,  „Achsenpartner“ im bald darauf entfesselten Krieg, das sogenannte Optionsabkommen: damit zwingen sie die Südtiroler, sich entweder für „das Reich“ zu entscheiden und die Heimat zu verlassen, oder zu bleiben und in der Italianità aufzugehen.

Die verfälschte Autonomie

Nach dem Zweiten Weltkrieg verwerfen die Alliierten die Rückgliederung Südtirols an Tirol und das wieder erstandene Österreich, wie es mehr als 175 000 im Geheimen gesammelte und in Innsbruck an Kanzler Leopold Figl übergebene Unterschriften fordern. Zwar gesteht ein zwischen Außenministern Karl Gruber und dem italienischen Ministerpräsidenten Alcide de Gasperi im September 1946 zu Paris geschlossenes Abkommen den Bewohnern der Provinz Bozen weitgehende sprachliche und kulturelle Rechte sowie eine gewisse Selbstverwaltung zu. Doch Rom führt diese Übereinkunft im ersten Autonomiestatut von 1948 dadurch ad absurdum, dass es seine Gültigkeit für die Region Trentino-Alto Adige festlegt, worin die beiden Nachbarprovinzen zusammengeschlossen und die Südtiroler von der Dominanz der ethnischen Italiener des Trentino majorisiert sind. Dagegen und gegen die auch vom demokratischen Italien quasi in Kolonialherrschaftsmanier bruchlos fortgesetzte Ansiedlung von Süditalienern – in neuerlichen Wohnbau- und Industrieprojekten – wenden sie sich in der vom nachmals legendären Landeshauptmann Silvius Magnago initiierten „Los von Trient“-Bewegung. Die 1950er und 1960er Jahre sind daher vom  Aufbegehren gegen die  römische Politik erfüllt. Vorläufer des BAS ist die „Gruppe Stieler“; auch sie hält sich strikt an das Gebot „Gewalt lediglich gegen Sachen“.

Gleichwohl kommt es am Tag nach „Feuernacht“ durch unglückliche Umstände zum ersten Opfer; ein italienischer Straßenwärter entdeckt nahe (der Provinz- und Sprachgrenze an der Landenge von) Salurn an einem mächtigen Baum einen nicht detonierten Sprengsatz, mit dem der Baum gefällt und die Straßenverbindung gen Trient sinnfällig-zeichensetzend unterbrochen werden sollte, der ihn während seines Entfernungsversuchs tötet. Infolge späterer Anschläge sind – auf beiden Seiten – insgesamt 25 Todesopfer zu beklagen. Jüngere Forschungen haben indes gezeigt, dass davon nicht wenige auf das Konto konspirativer Anschläge unter maßgeblicher Beteiligung italienischer Geheimdienstleute sowie des italienischen Zweigs „Gladio“ der verdeckt operierenden Nato-Geheimorganisation „Stay behind“ gehen.

150 BAS-Aktivisten wird man habhaft, einige können entkommen und setzen ihre Aktivitäten von Nord- und Osttirol aus fort. Im Mailänder Sprengstoffprozess 1963 gegen 94 Angeklagte (87 aus Südtirol, 6 aus Österreich, einer aus der Bundesrepublik) werden zumeist langjährige Haftstrafen ausgesprochen. Ein halbes Jahr später stirbt Sepp Kerschbaumer in einem Veroneser Gefängnis; 15.000 Südtiroler folgen seinem Sarg.

Viel ist seit jener „Feuernacht“ in Südtirol  geschehen. Aufgrund zweier Deklarationen der Vereinten Nationen (UN), vor die der damalige österreichische Außenminister Bruno Kreisky den Südtirol-Konflikt trägt, wird in zähen Verhandlungen zwischen Rom, Bozen und Wien schließlich eine Lösung in Form eines neuen Autonomiestatuts gefunden, der die seit 1945 im Lande dominante Südtiroler Volkspartei (SVP) 1969 mit knapper Mehrheit zustimmt. Verbunden mit „Paketmaßnahmen“ und „Durchführungsbestimmungen“, deren Verwirklichung sich aufgrund römischer Finten immer wieder verzögert, wird der Konflikt mit der von der Schutzmacht Österreich vor den UN abgegebenen „Streitbeilegungserklärung“ gegenüber Italien erst 1992 völkerrechtlich beigelegt. Heute gehört die Provincia autonoma di Bolzano – Alto Adige Autonome Provinz Bozen-Südtirol zu den prosperierenden Gebieten Italiens und darüber hinaus, weshalb diejenigen, die  mit den obwaltenden Verhältnissen, in denen sie sich mehr oder weniger komfortabel einrichteten, zufrieden sind und sie, wie allem Anschein nach die heutige Führung der nach wie vor regierenden Mehrheitspartei SVP – und mit ihr alle Parlamentsparteien des „Vaterlands Österreich“ außer der oppositionellen FPÖ – quasi als politischen und rechtlichen Endzustand erachten sowie als „Vorbild für die friedliche Beilegung von Minderheitenkonflikten“ propagieren. Alle anderen Südtiroler deutscher und ladinischer Zunge, die deutschsüdtiroler Opposition ohnedies, die austro-patriotischen Vereinigungen wie Heimatbund (SHB) und Schützen (SSB), aber auch diejenigen wenigen in der SVP, die die Autonomie nicht als „Endstadium“, sondern lediglich als Zwischenschritt auf dem völkerrechtlich möglichen und menschenrechtlich gebotenen Weg zur Selbstbestimmung betrachten, welche 1919 und 1946 verweigert wurde, setzen sich nach wie vor für die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts ein.

Kein „Ende der Geschichte“

Ist der „Feuernacht“ eine politische Bedeutung und zukunftsgestalterische Wirkkraft

eigen? Stets lehnten Magnago und die engere SVP-Führung  Anschläge als prinzipiell verwerfliche Taten ab. Ebenso wie österreichische Politiker aus der Erlebnisgeneration bestritten sie, von deren Vorbereitung gewusst oder mit den Aktivisten zu tun gehabt oder gar zusammengewirkt zu haben. Das darf jedoch in dieser Pauschalität füglich bezweifelt werden, weil wir heute wissen, dass und welche Persönlichkeiten in Nordtirol, in anderen österreichischen Bundesländern, auch im benachbarten Bayern sowie in der damaligen Bonner Politikerriege und selbstredend auch in Südtirol hinter ihnen standen, ihr Tun wenn nicht ausdrücklich guthießen so doch mit Sympathie – und vereinzelt sogar über das Ideelle hinaus – begleiteten. Später hieß es dann,  die Anschläge seien als „Anstoß für die Änderung der italienischen Südtirolpolitik“ zu sehen, an deren Ende die „Paket-Lösung“ von 1969 und das Zweite Autonomiestatut von 1972 standen. Das sei letztlich jenen zu verdanken (gewesen), die mit dem Einsatz ihres Lebens wesentlich dazu beitrugen, die Heimat vor Italiens ins Werk gesetztem fait accompli, nämlich  einebnende, entnationaliserende Assimilierung, zu bewahren. Magnago äußert einmal, die Anschläge hätten „einen bedeutenden Beitrag zum Erzielen einer besseren Autonomie für Südtirol“ geleistet.

Doch Autonomie als Zustand und Wert an und für sich, wie sie Magnagos politische Enkel  innerhalb und außerhalb seiner SVP geradezu verabsolutieren, weil es ihrem wohlgefälligen Mehren selbstbetrügerischen Zufriedenheitsempfindens frommt und das kompromisslerische Arrangement mit Rom sowie die schleichende Italophilie begünstigt, oder gewissermaßen gar als eine Art „Ende der Geschichte“ betrachten, wie nicht wenige Angehörige der politischen Klasse Österreichs – all ihren Sonntagsreden von der „Herzensangelegenheit Südtirol“ zum Trotz – wollten just die Freiheitskämpfer nicht. Weder jene, derer die italienische Staatsmacht 1961 und in den Jahren danach habhaft wurde, sie als „Terroristen“ verurteilte und manche sogar zu Tode schund; noch die damals Entwischten und in Abwesenheit menschenrechtswidrig zu lebenslänglicher oder mehrjähriger Haft Verurteilten und die seitdem ihre Heimat nicht mehr gesehen haben. Und schon gar nicht all jene, die sich ihnen und ihren Zielen auch heute und in Zukunft weiter verbunden und diesseits wie jenseits des Brenners durchweg ihrem Erbe verpflichtet fühlen.

Selbstbestimmtes „Los von Rom

Ihr Ziel war und bleibt die Selbstbestimmung, das ideelle, materielle, politisch-rechtliche „Los von Rom“. Zu welchem Behufe und in welcher völker- oder staatsrechtlich geregelten Form, ob als nurmehr absolut lose mit Italien verbundenes, über Kulturhoheit, Jurisdiktion und Polizeigewalt verfügendes autonomes Territorium mit weitestgehendem Eigenstaatlichkeitscharakter, ob als von Österreich und Italien gemeinsam verwaltetes Kondominium mit Eigenrecht, ob als gänzlich unabhängiger souveräner Kleinstaat, ob als zehntes Bundesland Österreichs oder ob mit dem Bundesland Tirol und also Österreich wiedervereint, ist und bleibt offen. Klar muss allerdings sein, dass über das südliche Tirol und dessen Zukunft allein diejenigen zu befinden haben, die weder 1918/19 noch 1945/46 gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt worden sind, nämlich die Südtiroler deutscher und ladinischer Zunge – und zwar in freier, gleicher und geheimer Ausübung ihres unverbrüchlichen Rechts auf Selbstbestimmung.

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