Präsidentschaftswahl in Österreich:                               Alexander van der Bellen soll es wieder werden?

Elections présidentiélles en Autriche:                                                 Alexander van der Bellen doit le redevenir?

Presidential election: Alexander van der Bellen shall be again?

Eigentlich wollte ich mich zur bevorstehenden Bundespräsidentenwahl nicht äußern, doch die immer wiederkehrenden Auslassungen und „Fouls“ des derzeitigen Amtsinhabers  gehen letztendlich doch auch an mir nicht ganz unbemerkt vorüber. Wir haben es allem Anschein nach mit einem in zweifacher Hinsicht alten Rotfuchs zu tun, der nach eigener Aussage, nicht nur die Kunst des „Verschweigens, Vernebelns und gegen die eigene Überzeugung reden“ für zielführend hält, sondern, der ehemalige KPÖ-Wähler van der Bellen dürfte durchaus auch von Anmaßung und Anpatzen einiges verstehen. Was so gar nicht zu einem Präsidenten der ehrwürdigen Republik Österreich passt.

Nun amtiert der „grüne“ Präsident aber nicht nur in der Hofburg, ja er scheint sich dort tatsächlich auch ein wenig wie der alte Kaiser zu fühlen. Es war zwar ein Privileg der englischen Königin, ein Interview oder Gespräch zu verweigern, doch mehr als liebäugeln mit diesem königlichen Vorrecht ist es schon, wenn van der Bellen nun eine Fernseh-Konfrontation mit anderen Bewerbern um das höchste Amt im Staate mit Herablassung zurückweist. War es Angst, so wie vielleicht auch unlängst in New York, wo er sich nicht getraut haben soll, den iranischen Präsidenten auf den Fall eines in Polizeigewahrsam verstorbenen Mädchens anzusprechen. Um nun aber auf ehemals königlichem Parkett zu überzeugen und zu reüssieren, dazu fehlt ihm doch die eine oder andere Eigenschaft.

So fällt es dem Herrn mit migrantischem Hintergund doch auch etwas schwer, als ein im berüchtigten Jahr 1968 sozialisierter Linker, bei mit seinen ideologischen Kernanliegen nicht zu Vereinbarendem die Zähne zusammenzubeißen und lieber den Mund zu halten. Andererseits hätte er sich oft genug an mancher Stelle zu gewisser Zeit lautstark melden dürfen, ja müssen. Dass bundesweit vor allem ältere Menschen sich nicht mehr das Heizen leisten können, Armut ganz allgemein sich ausbreitet, sich Frauen und ältere Menschen des Nachts nicht mehr allein auf die Strasse trauen, wöchentlich hunderte Illegale die Grenze überschreiten, zu all dem schweigt der höchste Repräsentant zu laut. Und was schließlich den Ukraine-Krieg betrifft, da hört man auch von ihm nur die europaweit gültige einseitige NATO-Erzählung. Was hat das mit neutral zu tun?

Ein dreifaches Nein! – dieser Herr Van der Bellen ist nicht mein Präsident und könnte es auch in Zukunft nicht sein. Ein Präsident und Kandidat, der nachweislich schon einmal die Halbierung des Bundesheeres forderte, die Souveränität unseres Landes für überholt und dreißig Prozent der Österreicher für rechtsextrem hält, bei einem lebensbedrohlichen Experiment die Impflicht befürwortet und „Putinversteher“ der Kollaboration mit diesem verdächtigt und zu Genderwahnsinn und Zensurkultur („Cancel Culture“) nichts Gescheites einfällt,  ist aus  meiner Sicht ein Verhängnis für meine Heimat, dieselbe und die Liebe zu ihr von der grünen Jugend des dazu, meines Wissens, öffentlich schweigenden Herrn Präsidenten schon einmal  mit „Scheisse“ gleichgesetzt wurde. „Von ganzem Herzen Österreich“, läßt er jetzt immerhin plakatieren. Beinahe möchte man es ihm abnehmen.

Also, wenn nicht der etwas seltsame Herr Professor in der kaiserlichen Hofburg, wer soll es dann werden? Natürlich mache ich es mir nicht so einfach wie manche und sage, jeder andere wäre vorzuziehen. Realistisch gesehen, auch auf ihre Inhalte abgeklopft, kommen eigentlich nur mehr zwei der Mitbewerber, zumindest aus meiner „national(-revolutionären)“ Sicht, in Frage. Doch nach einer aktuellen unseriösen Attacke des Präsidenten der Wiener Kultusgemeinde gegen einen der beiden, schiene mir dieser eine haltlos Beschuldigte, immerhin ehrenhafte Mann, der sich bereits als Volksanwalt bewährt hat, erst recht durchaus würdig für dieses Amt. Nicht ein ehrgeiziger Funktionär einer Minderheit, die ich also solche durchaus schätze und respektiere, sondern das österreichische Volk soll das letzte Wort haben.

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Nord Stream-Attentat: Cui bono?

Attentat contre Nord Stream: Cui bono?

Nord Stream Attack: Cui bono?

Wenn man den Maßstab, der an Putin angelegt wird, auch an Oberheuchler Joe Biden anlegt, dann ist auch dieser ein Kriegsverbrecher. Als Senator und späterhin als Vizepräsident unter Obama hat er die völkerrechtswidrigen Kriege der USA (Irak bis Serbien, mit Millionen von Opfern) entscheidend befürwortet und mitgetragen. Auch seine Rolle bei der Entfachung des Ukraine-Kriges ist, wie längst bekannt, nicht die eines Saubermannes, und vielleicht weiß er auch mehr über das jüngste Attentat auf zwei Unterwasser-Piplines. Über Twitter verbreitete Äußerungen Bidens lassen zumindest diesen Schluss zu: Biden zu einem Reporter in einem Inteview:  

„There will be no longer a Nord Stream 2. We will bring an end to it.“ REPORTER: „How will you do that, exactly? Since the project and control of the project is within Germany’s control?“ BIDEN: „I promise you we’ll be able to do it.“

Phantastisch, Mr. Biden, wäre man versucht zu sagen. Dass jetzt Donald Trump in der Sache Ukraine zwischen den Konfliktparteien vermitteln will, wird den im Kalten Krieg sozialisierten Biden gar nicht schmecken.

Der Vorfall vor der Insel Bornholm erinnert ja nicht ganz nebenbei an die Zeit als Schwedens Premier Palme eine verbesserte Gesprächsbasis mit Moskau suchte, was durch vor der schwedischen Küste operierende unbekannte U-Boote, sowjetische wie man mutmaßte, erschwert wurde. Heute scheint es als gesichert zu gelten, dass es keine sowjetischen, sondern NATO-U-Boote waren, um Schwedens Politik umzustimmen. Anzunehmen ist in diesem Zusammenhang wohl auch, dass hinter der Ermordung Palmes nicht der KGB stand. Und wem nützt jetzt eine Sprengung der auch für Russland äußerst wichtigen Pipelines? Auf stratediplo fand ich nachstehenden interessanten Beitrag dazu:

Wer hat die Unterwasserpipelines, die russisches Gas nach Deutschland transportieren oder transportieren können, gekappt?

Durch separate, aber koordinierte gewaltige Unterwasserexplosionen wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag eine der beiden Leitungen der Ende letzten Jahres fertiggestellten und gefüllten Gaspipeline Nord Stream 2 und am Montagnachmittag die beiden Leitungen der seit 2011 in Betrieb befindlichen Gaspipeline Nord Stream 1 durchtrennt. In den Terminals in Deutschland wurde sofort festgestellt, dass kein Gas mehr ankam, dann stellten Dänemark und Schweden große Lecks fest und verhängten lokale Schifffahrtsverbote in der Nähe der Insel Bornholm, und schließlich erklärte der schwedische seismologische Dienst, dass er starke Explosionen registriert hatte.

Die deutsche Regierung ist davon überzeugt, dass es sich aufgrund der Gleichzeitigkeit und der Wirksamkeit der Explosionen, die eine zufällige Ursache ausschließen, nur um einen Angriff eines Drittstaates handeln kann, und auch die russische Regierung vermutet dies. Noch bevor man sich fragte, wem das Verbrechen nützt, beeilte sich die nicht befragte US-Regierung zu erklären, dass es niemandem nützen würde, selbst wenn es sich Gerüchten zufolge, die sie zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigen konnte, um Sabotage handelte. Im Übrigen hatte niemand die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika aufgefordert, die Erklärungen der deutschen und der russischen Regierung über Havarien in dänischen und schwedischen Gewässern zu bestätigen oder zu dementieren. Aber auch niemand hat die enormen Anstrengungen vergessen, die die USA unternommen haben, um den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zu verhindern und später die Inbetriebnahme zu verbieten.

Denn wer hat jahrelang massiven politischen Druck ausgeübt, um der deutschen Regierung den Baubeginn zu verbieten und ihn dann von den Ländern der durchquerten Gewässer blockieren zu lassen? Wer hat, nachdem er auf diplomatischem Wege gescheitert war, im März 2018 eine ganze Reihe rechtswidriger (und von der Welthandelsorganisation verbotener) Zwangsmaßnahmen gegen jedes legale Unternehmen in einem souveränen Drittland beschlossen, angekündigt und umgesetzt, das im Verdacht steht, direkt oder indirekt rechtmäßig am Bau der von der deutschen und der russischen Regierung beschlossenen und von den Regierungen der betroffenen Anrainerstaaten genehmigten Nord Stream 2-Pipeline beteiligt zu sein? Wer hat Ende 2018 von seinem Parlament Gesetze verabschieden lassen, um sich selbst zu ermächtigen, in den USA befindliches Eigentum von jedem Unternehmen zu „beschlagnahmen“ (zu stehlen), das am Bau dieses Bauwerks beteiligt ist, das Gegenstand von Ausschreibungen der deutschen Regierung ist, von jedem Subunternehmer für Dienstleistungen, jedem Lieferanten von Ersatzteilen, jedem Unternehmen für Unterwasserarbeiten, jeder Versicherungsgesellschaft oder jeder Bank, die eines der Unternehmen unterstützt, die von der deutschen Gasgesellschaft den Zuschlag erhalten haben? Wer hat auf diese Weise zahlreiche Unternehmen abgeschreckt und es geschafft, den Bau dieser Pipeline (der dreimal so lange dauerte wie der Bau von Nord Stream 1) um vier Jahre zu verzögern, übrigens mit offensichtlicher Komplizenschaft der deutschen Regierung und der Europäischen Kommission, die gegen all diese rechtswidrigen Angriffe nicht protestiert haben?

Wer veranlasste Deutschland, darauf zu warten, dass Russland Ende letzten Jahres die beiden Leitungen von Nord Stream 2 mit 2,5 Millionen Kubikmetern Druck füllte, bevor es ankündigte, dass es die Inbetriebnahme der Leitung nun doch ablehne? Wer erklärte am 7. Februar in Washington, dass Nord Stream 2 nicht mehr existieren würde, wenn Russland in die Ukraine einmarschieren würde? Wer hat ein Interesse daran, dass die Preise für Schiefergas, das selbst mit Subventionen nicht rentabel ist, in den USA in die Höhe schnellen und zahlreiche Bohrlöcher geschlossen werden? Wer hat ein Interesse am Höhenflug der Preise für Flüssiggas, dessen Einfuhren nach Unipop seit einem Jahr mengenmäßig um 40% gestiegen sind und sich voraussichtlich noch verdoppeln werden, und zwar auf dem sehr teuren kurzfristigen Markt im Vergleich zu langfristigen Verträgen mit gesicherten Preisen?

Was die Gaslieferungen auf dem Landweg betrifft: Wer hat Polen dazu gebracht, den Transit durch die Jamal-Pipeline zu unterbrechen? Wer hat die Ukraine davon überzeugt, die Erhöhung des Gastransports durch die Pumpstation Sokhranovka hartnäckig abzulehnen, die von Gazprom regelmäßig als Ergänzung zur Station Sudja beantragt wird, um den Rückgang des Transports auf Nord Stream 1 aufgrund der aufeinanderfolgenden Ausfälle der Kompressoren in Portovaya auszugleichen, und wer hat die Europäische Kommission dazu gebracht, die Wartung der genannten Kompressoren zu verbieten, damit sie nacheinander ausfallen und nicht mehr einsatzfähig sind? Wer hat die kanadische Regierung aufgefordert, die Rücksendung des Kompressors nach Russland zu verbieten, den der deutsche Hersteller Siemens an seine kanadische Tochtergesellschaft zur Reparatur geschickt hat? Wer bezahlt die ukrainische Regierung dafür, dass sie den zunehmenden Verkehr durch Sokhranovka verbietet, selbst wenn sie dafür auf die Erhöhung der lukrativen Maut verzichtet, die sie auf das Gas im Transit zwischen Russland und Polen erhebt?

Wen sollte der interne (parlamentarische und populäre) Druck auf die deutsche Regierung, endlich die Gaspipeline Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen, der seit der kürzlichen Schließung von Nord Stream 1 wegen Kompressorausfällen noch größer geworden ist, beunruhigt haben? Wer wollte Deutschland wohl jede materielle Möglichkeit nehmen, seine Entscheidung, russische Energierohstoffe zu boykottieren, rückgängig zu machen?

Denn die Ukraine verfügt außerhalb des Schwarzen Meeres über keine Unterwasserkapazitäten und in der Ostsee über keine Marinepräsenz. Die russische Flotte ihrerseits steht unter strenger Beobachtung der Ostseeanrainerstaaten. Estland und Finnland kündigten Anfang August an, die Ostsee zu einem „NATO-Binnenmeer“ machen zu wollen, indem sie die russische Flotte in ihren Häfen blockieren, und das kleinste Schnellboot, das aus St. Petersburg oder Kaliningrad ausläuft, wird sofort von den feindlichen Unterwasser- und Satellitenflotten gejagt. Wer hat also freien Zugang zur Ostsee, abgesehen von den Anrainerstaaten, die heute über die ökologischen Folgen des Methanaustritts besorgt sind?

Und um in den Tiefen des Meeres zu bleiben: Wer hat die Kursk versenkt? Wurde sie versehentlich von der Toledo gerammt, die ihr zu dicht auf den Fersen war, oder von der Memphis (oder sogar von der Splendid) versenkt, um die Toledo freizubekommen? Und wer versenkte zwanzig Jahre später die Locharik? Bedeutete die Gleichzeitigkeit der eilig einberufenen Krisensitzungen im US-amerikanischen und im russischen Präsidentenamt am Abend des 2. Juli 2019, dass die Locharik als Vergeltung für das Abfeuern eines Torpedos durch ein russisches U-Boot versenkt wurde, um ein anderes U-Boot freizubekommen, das von einem US-amerikanischen U-Boot vor Alaska abgefangen worden war, wie die israelische Infox-Website Debka vermutete?

Also, cui bono?

Quellen: www.stratediplo.blogspot.com               https://twitter.com/townhallcom/status/1490791554088321024

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Der laufende Weltkrieg und die Versklavung der europäischen Völker

La guerre mondiale en cours et l´asservissement des peuples européens

The ongoing world war and the enslavement of the european peoples

Von Luciano Lago

Die anhaltenden internationalen Spannungen, Konflikte und Veränderungen im globalen Szenario liefern unwiderlegbare Beweise für die sich verschiebenden Gleichgewichte in der internationalen Ordnung, die die Welt derzeit durchläuft.

Man kann sagen, daß ein neuer Weltkrieg längst begonnen hat, weil die Vereinigten Staaten als hegemoniale Supermacht ihre verlorene Führungsrolle auf der internationalen Bühne aufrechterhalten wollen.

Man könnte sich einen solchen Krieg als eine nukleare Konfrontation zwischen den Supermächten vorstellen, wohingegen der Schlagabtausch heute mit ganz anderen Methoden ausgetragen wird.

Heute versuchen die Vereinigten Staaten verzweifelt, ihre Führungsrolle durch zerstörerische Aktionen nicht nur gegen ihre Gegner, sondern auch gegen Verbündete zu behaupten, und zwar in alle möglichen Richtungen. Dies zeigt sich sowohl an den zahlreichen bewaffneten Konflikten und Aggressionen in der ganzen Welt, die von den Vereinigten Staaten angezettelt wurden, als auch an den Sanktionen, die gegen die Länder verhängt wurden, die sich den Weisungen Washingtons nicht beugen wollen und nicht akzeptieren, Marionetten der amerikanischen Supermacht zu sein. Ganz zu schweigen davon, daß diese Sanktionen unter Verletzung allgemein anerkannter Normen und ohne die Zustimmung internationaler Organisationen verhängt werden.

Washington kümmert sich nicht um die Position dieser Länder, geschweige denn um die verheerenden Auswirkungen, die diese Sanktionen oft auf die Bevölkerung haben, sondern setzt im Gegenteil sein Diktat durch und fühlt sich als Schiedsrichter und Weltpolizist gegenüber denjenigen, die sich nicht an seine Regeln halten. Immer mehr Länder stellen sich jedoch gegen diese Politik und distanzieren sich von den Entscheidungen der USA und ihrer Verbündeten auf der Grundlage ihrer eigenen nationalen Interessen, wie die Weigerung der meisten Staaten der Welt, sich den Sanktionen gegen Rußland anzuschließen, zeigt.

Angesichts des Auftretens neuer Mächte wie China, Rußland und Indien versuchen die USA, die Länder, die sich weigern, sich ihrer politischen, finanziellen und militärischen Dominanz anzuschließen, mit der Erpressung von Sanktionen an den Rand zu drängen.

Die Machtclique in Washington ist entschlossen, dafür zu sorgen, daß die unipolare Welt für immer unipolar bleibt. Dies ist die beste Voraussetzung für die Hegemonisten, da dies für ihre Geschäfte optimal ist. Monopolisten wissen, daß es nichts Besseres gibt als ein auf Dauer gesichertes Monopol. Dieser Zustand erlaubt es ihnen, viele Gewinne anzuhäufen, nach Belieben Dollars zu drucken, um ihren Konsum zu finanzieren, ihre Kriege zu finanzieren und auf Kosten der anderen zu leben.

Obwohl die erklärte außenpolitische Strategie der USA offiziell nur Rußland und China als Gegner benennt, impliziert die grundlegende US-Strategie zweifellos, daß auch die europäischen Verbündeten, wie unterwürfig sie auch sein mögen, auf der Liste der Konkurrenten ihres Monopols stehen.

Washington setzte alles daran, die europäische Einheit nach dem alten Prinzip “Teile und herrsche” zu untergraben, und versuchte vor allem, die Kapazitäten der deutschen Industrie, die als Konkurrent der USA angesehen wurde, mit allen Mitteln zu reduzieren.

Die größte Gefahr für Washington bestand in der Verschmelzung der industriellen und technologischen Kapazitäten Deutschlands mit der Energie- und Bodenschatzmacht Rußlands, und folglich zielte die gesamte Außenpolitik der USA darauf ab, einen möglichst tiefen Graben zwischen Rußland und Europa zu schaffen.

Der von Washington geschürte und angezettelte Konflikt in der Ukraine dient diesem Ziel: die Beziehungen zu Rußland abzubrechen und sowohl Deutschland als auch Europa völlig abhängig von den USA zu machen.

Mit diesem Ziel vor Augen war es für Washington unabdingbar, den Aufstieg zutiefst schwachsinniger und leicht manövrierbarer Figuren wie Ursula von der Leyen, Charles Michel und Josep Borrell in Spitzenpositionen der EU-Institutionen zu fördern, damit sie die europäische Politik im Sinne der Interessen der USA und unter völliger Mißachtung der Interessen Europas als Ganzes, geschweige denn ihrer Heimatländer, beeinflussen können.

Noch größer ist die Kontrolle über den potenziellen Konkurrenten der USA, Deutschland, dank seines schamlosen und schwachen Vorsitzenden Olaf Scholz und der antirussischen und USA-freundlichen Lobbyarbeit der Grünen, einer echten fünften Kolonne der USA in Deutschland, die den Krieg gegen Rußland predigt und die Regierung der Unentschlossenheit bei der Lieferung von Waffen an die Ukraine bezichtigt.

Die massive Propaganda- und Desinformationskampagne der systemhörigen Mega-Medien hat in Europa eine starke “Russophobie” ausgelöst, die die EU dazu veranlaßt hat, alle bestehenden Wirtschaftsabkommen mit Moskau aufzukündigen und die Energieimporte aus Rußland auszusetzen, was der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie schweren Schaden zufügt, die politische und soziale Lage in den europäischen Ländern destabilisiert und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter verringert.

Das ist genau das, was Washington wollte, und was die europäische Wirtschaft irreversibel schädigt.

Die Folgen der Energiekrise, die durch die von Washington angestrebten Sanktionen gegen Rußland ausgelöst wurden, werden im nächsten Winter am stärksten zu spüren sein, und dann werden wir die Proteste auf den Straßen und die Unterdrückung von Regierungen erleben, die den US-Interessen ausgeliefert sind. Dies wird der Moment der Wahrheit sein, in dem sich zeigen wird, ob die Völker Europas aus ihrer Erstarrung erwachen und die Verteidigung ihrer Interessen wieder aufnehmen können.

Quelle: http://www.ideeazione.com

http://euro-synergies.hautetfort.com/archive/2022/09/18/la-guerre-mondiale-en-cours-et-l-asservissement-des-peuples-europeens.html

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Von westlicher Schurkerei und einem möglichen bitteren Ende für Europa

De la scélératesse occidentale et d’une possible fin amère pour l’Europe

Of Western villainy and a possible bitter end for Europe

Man kann unterdrückte Nachrichten nicht oft genug wiederholen. Zu diesem Zwecke hole ich etwas weiter aus: Im März dieses Jahres berichtete „Ukrain´s Global Voice“, die Kyiv Post, von einer Veranstaltung unter dem Titel „Free Nations of Russia“ (Generalsekretär Wadim Schtepa, seines Zeichens „Poet“) an der Teilnehmer aus Polen, Litauen, England, USA und natürlich der Ukraine gesichtet wurden. Für die Ukraine soll ein ehemaliger Außenminister, für die USA der Chefberater der Kommission für europäische Sicherheit und Zusammenarbeit, Paul Massaro, teilgenommen haben. Letzterer soll für mehr HIMARS und , kaum zu glauben, auch für militärische Schläge gegen Militärbasen in Rußland eingetreten sein.

Wohl nicht zufällig warnte Biden indessen bereits Putin durch die Blume, nicht mit atomaren Gefechtsköpfen (etwa in solchen Fällen?) zu antworten. Man möchte also den russischen Bär bis zum höchstmöglichen Einsatz reizen. Dass, laut New York Times, hochrangige US-Beamte wie Stabschef Mark Milley und Jake Sullivan, der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, mit ihren (wohl auch britischen, Anm.) ukrainischen Kollegen in Kiew die „Gegenoffensivstrategie“ entwickelt (und mittels geheimdienstlicher und militärischer Unterstützung der USA, Anm.) ermöglicht hatten, sei hier zusätzlich erwähnt.

Wie in einigen anderen Krisenregionen auch werden die im Falle Rußland und Ukraine unter falscher Flagge laufenden „Regime change“-Initiativen nicht nur geheimdienstlich und militärisch, sondern auch von US-amerikanischen sogenannten Denkfabriken wie der Jamestown Foundation, dem Freedom House und National Endowment for Democracy angestossen und finanziell gefördert. Und natürlich darf dabei auch die Open Society Foundation des umtriebigen Milliardärs Soros nicht fehlen.  

 Aber schon wenige Monate nach der konspirativen Veranstaltung des eingangs erwähnten Forums (dieses erinnert an den berüchtigten CIA-Kongress für Kulturelle Freiheit in Paris) soll sich die Schtepa-Runde in Prag erneut getroffen haben, und zwar, wie es ganz bescheiden  hieß, zwecks Ausradierung des jetzigen Rußland. Ganz im Stil der anmaßenden politischen Elite in Kiew sprach der ukrainsche Abgeordnete Oleg Dunda, ein Spezi des von Washington geschätzten und vom britischen Geheimdienst gut beschirmten Herrn Zelensky, in einer Sendung des ukrainischen Kanal 24 sogleich Klartext: Man müsse die Welt davon überzeugen  dass Rußland als Staat verschwinden muß. Basta! Schöne Freunde, die sich die Laienschauspielerin in Brüssel und ihre betuchten Freunde da ausgesucht haben und bis zum letzten Ukrainer mit Geld und Waffen unterstützen möchten.

Ich frage mich schon längst: was haben die USA als Besatzer in Europa eigentlich noch verloren, und was sagt Deutschlands außenpolitische Schnellfeuerkanone Baerbock dazu, dass ein ukrainischer Politiker die Vernichtung Rußlands fordert? Nichts! Schweigen auch in von der NATO anscheinend besetzten heimischen Chefredaktionen, man hört von ihnen ja auch nichts zu der allgemeinen Schurkerei machtgeiler US-Eliten. Mit wenigen Ausnahmen, etwa in Österreich ServusTV, vernimmt man am ehesten noch aus den USA oder aus Frankreich kritische Anmerkungen zu den Kriegstreibern in Kiew und im Westen. So meinte im Hinblick auf  die Ukraine-Krise und deren Folgen Charles Gave, französischer Investor und Präsident  des „Institut des libertés“ sehr treffend: „Wir haben Feiglinge gewählt und zahlen für das Ergebnis“. Dieses wenig schmeichelhafte Urteil gilt leider wohl für das Gros der EU-Spitzenpolitiker.

Dieses Urteil kann übrigens im Zusammenhang mit jenem Faktum gesehen werden, das Wesley Clark, ehemaliger NATO-Oberkommandierender, 2007 bei einem Vortrag in San Francisco ins rechte Licht rückte: „Rücksichslose Typen haben die Führung unserer Außenpolitik übernommen“. Richtig! Und die treiben ihre Vasallen in der EU vor sich her, um Washingtons imperiale Ziele im Sinne der Teile und herrsche-Methode durchsetzen zu helfen. Übrigens, und das zur Erinnerung, machte Wesley Clark damals eine weitere zum Verstehen der Vorgangsweise Washingtons bemerkenswerte Aussage. Demnach sei bereits zehn Tage nach dem berüchtigten 11. September die Invasion des Irak, Lybiens, Afghanistans und weiterer  islamischer Länder fertig geplant gewesen. Interessant, nicht? Daraus folgende Fragmentierung und Chaos in diesen Ländern habe man bewußt eingeplant, so Clark.

In einem der US-Armee nahestehendem Journal wurde damals erst einmal eine Karte mit einem neu geordneten Nahen- und Mittleren Osten (Etwa: Freies Belutschistan, Großjordanien, Irak dreigeteilt ) abgebildet und Länder wie die Türkei, Syrien, Saudiarabien, Iran und Afghanistan mit Gebietsverlusten hervorgehoben. Aber da man gerade so schön beim geostrategischen Träumen war,  kam noch einiges hinzu: So wurde gleich auch an einer Fragmentierung Chinas gebastelt und das Ergebnis erneut auf einer Karte vorgestellt. Gleich vier Territorien, nämlich Ostturkestan, Süd-Mongolei, Tibet und Taiwan, werden da neben „Klein“-China als neue Staaten ausgewiesen. Oppositionelle aus diesen vorgesehenen neuen Ländern werden seit vielen Jahren unterstützt. So soll der Dalai Lama, wie längst bekannt, von der CIA jährlich 1, 7 Millionen Dollar erhalten haben. George Bush wiederum empfing 2008 im Weissen Haus immerhin die damalige Vizepräsidentin des Uigurischen Weltkongresses, Rebiya Kadeer, zu einem Gespräch über Demokratie, Autonomie und all die schönen Dinge eines freien Lebens.

Klingt ja alles recht schön und gut, und wäre es nur auch so gemeint auch unterstützenswert. Doch Gefallen finden an solchen Schalmeientönen von Seite eines Schurkenstaates, der jahrzehntelang blutige Regime bei ihrer unbarmherzigen Unterdrückung von Minderheiten und Oppositionellen unterstützt  hat? Erinnert sei bei dieser Gelegenheit daran, dass die Verhaftung Nelson Mandelas und dessen jahrzehntelange Inhaftierung erst mit CIA-Unterstützung ermöglicht wurde und heute noch Landraub in Palästina gedulded wird. Dass in den weiteren Umbauplänen der in Sachen Freiheit scheinheiligen USA der einst auch in ideologischer Hinsicht große Nachbar Chinas mitberücksichtigt wurde, war ebenso nicht mehr lange zu verheimlichen. So zeigte eine von der CIA gefertigte Karte an Stelle des einen Russland gleich acht neue Staaten, gnädigerweise einschließlich einer „kleinen“ Republik Moskau. In den Augen unserer außenpolitischen Kommentatoren anscheinend nicht der Rede wert.

Aber damit war der Machthunger einer neokonservativen Elite und der dahinter stehenden anglo-amerikanischen Finanz-Oligarchie noch nicht gestillt. Also warum nicht auch gleich endlich den Umbau der Europäischen Union, eine Zergliederung deren Nationalstaaten in Angriff nehmen? Eine schon alte Idee mit Pferdefuss, die nicht nur von Seite der deutschen Grünen geschätzt und diesmal von Think tank-Boten, wie der russischsprachige Wadim Schtepa vom erwähnten Forum einer ist, in westlichen Regionen (z.B. Elsass) propagiert wird. Autonomie, Selbstbestimmung, bin auch ich dafür. Aber Zergliederung zu dem Zwecke um noch mehr vom Hegemon vereinnahmt und gegen diesem Missliebige aufgehetzt zu werden? Wie im Falle der Ukraine eben auch.

Doch die Ukraine ist vorerst einmal nur Mittel zum Zweck. Zum einen: Schwächung Russlands und späterhin vielleicht als gegen Russland (und China) gerichtetes militärisches NATO-Hauptaufmarschgebiet, dass uns einen Krieg gegen China oder gar Dritten Weltkrieg endlich näher brächte. Zum anderen: Die westliche Hilfe wird für das ukrainische Volk nicht nur auf dem Schlachtfeld ihren hohen Preis haben. Aber da kommen die reichen Bodenschätze der Ukraine, davon ein Teil in von Russen besetztem Gebiet lagern, gerade recht. Immerhin sollen sich US-amerikanische Konzerne bereits ein Drittel der Agrarfläche fix gesichert haben. Nicht zuletzt, möglicherweise auch schlechte Aussichten bei einem EU oder NATO-Beitritt, käme das Land doch unweigerlich in den Sog der auf Fragmentierung und Kolonialisierung spezialisierten US-Außenpolitik, der eine zu große und erstarkte, womöglich unabhängige  Ukraine nicht unbedingt ins Konzept passen könnte. Und so könnte es doch sein, dass Kiew bei einer Verständigung mit Russland (die man ja von US- und Zelensky-Seite mehrmals abgelehnt hat) immer noch besser ausgestiegen wäre.

Wie auch immer, der Krieg in der Ukraine ist, da mögen der „Mainstream“ und seine Gläubigen (Neudeutsch: Mainstreamlinge) noch so auf Putin hinhauen, eine Folge der schamlosen NATO-Erweiterung und der notorisch der Vertragsuntreue und des Verhandlungsunwillens verdächtigten unter anglo-amerikanischem Einfluß handelnden Regierung in Kiew. Biden hätte, wie der US-Ökonom Jeffrey Sachs in einer einst mit CIA-Hilfe aus der Taufe gehobenen österreichischen Tageszeitung feststellte, „den letzten Ausgang, der diesen Krieg hätte verhindern können, nicht genommen“, aber schon seine Vorgänger Bush und Clinton hatten kein Interesse an einer Zusammenarbeit der Europäischen Union, vor allem Deutschlands, mit Rußland. Aus den bekannten Gründen, die hier nicht wiederholt werden müssen. Dank der grenzenlosen Dummheit europäischer Politiker ist es am Ende Washington gelungen, Europa aus mehreren Gründen in den ökonomischen und sozialen Selbstmord und Rußland in die Arme Chinas zu treiben.

Es ist ein weiterer Franzose, der Politiker Nicolas Dupont-Aignan, der diesbezüglich, nicht als einziger übrigens, Wesentliches auf den Punkt bringt, nämlich, dass eine Partnerschaft mit Rußland für Europa fundamental sei und Waffenlieferungen an die Ukraine an Verrücktheit grenze. Werden wir vielleicht von Psychopathen regiert? Die Geschehnisse dieser Zeit könnten es einen glauben lassen. So viel zumindest scheint sicher: Man kennt zwar den angeschlagenen Oberschurken, kriecht aber noch immer vor ihm, bis man eines Tages als Nation und Europa als Ganzes selbst dazu nicht mehr in der Lage sein wird.

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Neulich bei Maischberger

Récemment chez Maischberger

Recently at Maischberger

Von Jürgen Schwab*

Euer Krieg

Sigmar Gabriel meinte kürzlich bei „Maischberger“ (ARD) in einem verächtlichen Ton, daß wir Deutsche jetzt alle mal „frieren“ und ansonsten die „Klappe halten“ sollten. Der frühere Bundesvorsitzende der SPD brachte den harten Winter 1947/48 ins Spiel. Man glaubt es nicht, diese Systemschranze kramt Hitlers „Volksgemeinschaft“, die damals noch nachwirkte, aus, um uns alle zu BRD-Bütteln zu machen.

Gabriel versucht uns weiszumachen, daß wir alle gemeinsam gegen Rußland einen Stellvertreterkrieg in der Ukraine mit samt Wirtschaftssanktionen zu führen hätten. Nicht jeder ist so blöd, darauf hereinzufallen. Die Handwerkerschaft in Halle an der Saale hat es doch klar und deutlich gesagt, daß das „nicht unser Krieg“ ist. Das ist vielmehr euer Krieg, der Krieg der Gabriels, Scholzʼ, Habecks, Strack-Zimmermanns, Merzʼ und dergleichen mehr um „westliche Werte“.

Wir hungern und frieren gern, wenn es dem deutschen Volk nutzt. Aber euere Werte-Kriege, die den USA und Briten nutzen, unterstützen wir nicht. Dafür gibt es kein Opfer. Euere dilettantischen Versuche, jetzt unter BRD-Vorzeichen so etwas wie eine „Volksgemeinschaft“, „konzertierte Aktion“, oder wie auch immer formuliert, herbeizuschwurbeln, ist einfach nur peinlich. Ganz im Gegenteil, euere Niederlage in diesem Krieg wäre unser Sieg über euch.

 Habecks Blackout

Literaturwissenschaftler sind Laberfürsten. Ich kenn mich darin aus. Nicht umsonst steht Robert Habeck in Umfragen auf Platz eins der beliebtesten Politiker in der BRD. Er ist eben der Typ „Schwiegersohn“ bzw. „Hausfreund“. Literaturwissenschaftler schwurbeln gerne über Themen, in denen sie sich auskennen und in denen sie sich eigentlich nicht so gut auskennen. Neulich hatte Habeck, zu Gast bei Sandra Maischberger (ARD) genau das, was uns Deutschen wohl im Winter allgemein bevorsteht: einen „Blackout“.

Der Bundeswirtschaftsminister wußte nicht, wie man „Insolvenz“ erklärt. Na klar, als Habeck Wirtschaftsminister wurde, ging er davon aus, daß die deutsche Wirtschaft auch mit einem inkompetenten Wirtschaftsminister brummt, er selbst nur zuständig für den Klimawandel sei. Aber mit dem Rußland-Ukraine-Krieg ist nun auch Habeck gefordert, die deutsche Wirtschaftspolitik zu erklären.

Als Germanist hätte er sich folgender sprachwissenschaftlicher Strategie erinnern sollen: Fremd- oder Lehnwörter, die man nicht durchschaut, in gutes, germanisches Deutsch übersetzen.  (Das heißt, ein Unternehmer, der (lateinisch) „insolvent“ ist, ist schlichtweg zahlungsunfähig, gegenüber seinen Gläubigern (Banken, Lieferanten usw.), eben nicht flüssig). Klar, wäre Habeck in seinem Büro gewesen, hätte er das Lehnwort gegoogelt, bei Maischberger war dies nicht möglich. Vielleicht sollten Wirtschaftsminister aus dem Kreis der Diplomkaufleute und Volkswirte gewählt werden, die ein solches Wort ohne zu googeln erklären können.

*Jürgen Schwab ist Mitgründer der Plattform Sache des Volkes und mehrfacher Buchautor. Zuletzt erschien von ihm „Gemeinschaft und Gesellschaft bei Martin Walser. Eine Werkanalyse“ (Arnshaugk-Verlag, Neustadt an der Orla 2022). Schwab tritt für die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, den Austritt Deutschlands aus der NATO und die Schaffung eines europäischen Verteidigungsbündnisses ein.

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Die Freiheitlichen als einzige parlamentarische Opposition?

Les nationaux-libéraux la seule opposition parlementaire ?

The National Liberals as the only parlamentary opposition ?

„Die FPÖ als einzige parlamentarische Opposition“, Gesprächsthema eines demnächst stattfindenden Seminars einer antiimperialistischen Gruppierung. Es hört sich, so für sich alleine stehend, durchaus als eine Anerkennung der Blauen als ernst zu nehmender oppositioneller politischer Faktor durch eigentlich politische Gegner an. Etwas verwirrend für manche, nehme ich an. Wie auch immer, wer Herbert Kickl in den „Sommergesprächen“ des öffentlichen Österreichischen Rundfunk und Fernsehens (ORF) gesehen und gehört hat, müsste bei entsprechender Unvoreingenommenheit zu einer ähnlichen Einschätzung der von Kickl geführten Partei kommen.

Aber ehrlich, scheint denn nicht der freiheitliche Spitzenpolitiker derzeit tatsächlich der einzige Oppositionsführer zu sein, der in scharfem Kontrast zu den beinahe alternativlos bis im Einzelnen das Allgemeinwohl schädigende Spitzen der Regierung, ja eigentlich zu diesem korrupten politischen System insgesamt steht? Wenn nun so ein Politiker den regierungsamtlichen oder den meist gleichlautenden von Brüssel oder NATO eingefärbten Erzählungen in den Medien etwas entgegensetzt, dann gerät er, wie nicht anders zu erwarten, im Handumdrehen in ein mediales Trommelfeuer, das sich gewaschen hat. Doch Kickl hielt bisher erstaunlich gut dagegen, und es ist zu hoffen, dass dahinter nicht bloß Oppositionstaktik zu Profilierungszwecken steckt.

Eine vorbildliche Haltung zeichnete den Politiker Kickl ja schon in der Vergangenheit wiederholt und zuletzt auch in der inquisitorisch anmutenden Fragestunde des erwähnten öffentlich-rechtlichen Mediums aus. Hatte man denn von ORF-Seite tatsächlich geglaubt, die von den „Print“-Medien noch nicht zu Fall gebrachte rhetorisch brillante blaue Speerspitze einem ohnehin bereits mit der Desinformationswalze gequältem Publikum als Dampfplauderer und Radaubruder vorführen zu können? Wenn ja, dann erwies sich dieses jedem journalistischen Ehrgefühl fernstehende Bemühen als Bumerang, war es doch am Ende der erprobte Kletterer steiler Wände, der die auf ihn angesetzten beiden Interviewer auf dem politischen Sommernachtsgipfel wie journalistische Erstklassler verdient in die zweite Reihe verwies.

Diese Schmach wollte man unter privilegierten Schwestern und Brüdern der Umverteilung von unten nach oben natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und so ergoss sich gleich anschließend an die Fragestunde in den ORF-Analysen und anderntags im restlichen „Mainstream“ die übliche Systemsauce über den freiheitlichen Politiker. Ein für die Gegenseite anscheinend unverzichtbarer Alleserklärer kam denn auch zu dem nicht überraschenden Befund, Kickl sei zu „rabiat“. Weil Kickl nicht um jeden Preis koalitionsgeil ist und zudem die Festtagslaune der ihren Besitz wahrenden Kräfte gestört zu werden droht? Wohl aus ähnlichen Gründen wurde Kickls Partei, weil impfkritisch,   ja schon einmal von saturierter bürgerlicher Abgeordnetenseite mit dem Kompliment  „Fetzendeppert“ (so viel wie strohdumm) ausgezeichnet. Aber bitte, nur weiter so,  heißt es denn nicht seit altersher, in den Augen eines Idioten als Dummkopf zu gelten, sei ein Vergnügen? Ein noch viel größeres allerdings wäre es allerdings, jemanden der einen als Dummkopf bezeichnet, eben als solchen eines Tages vorführen zu können.

In den Genuss einer solchen Befriedigung könnten nämlich bald einmal jene gelangen, die zuvor abwechselnd als Klimaleugner, Putin-Versteher, Covididioten oder gar (weil nicht sein kann, was nicht sein darf) als Wissenschaftsfeinde abgestempelt wurden. Denn erstens: das Klima und seine Fähigkeit zu wandeln, leugnet niemand und es ist – bis zum naturwissenschaftlichen Beweis des Gegenteils – auch nicht von Menschen gemacht;  zweitens: den Ukraine-Krieg kann nicht Putin beenden, sondern nur der Anstifter und Hauptgewinner (mit Großspender Rüstungsindustrie im Rücken) im Weissen Haus; und drittens: Das Covid19-Impfexperiment scheint nach den bisherigen Erfahrungen wohl eher im mit hunderttausenden Impfgeschädigten und unzähligen Toten bedeckten Jammertal gelandet zu sein. Hunderte Ärzte und Wissenschaftler weitweit könnten dazu als Zeugen aufgerufen werden. Über die Verantwortung der Politiker in dieser Sache wird noch gesprochen werden müssen. Kickl in der Rolle des politischen Anklägers, scheint mir daher bis auf weiteres durchaus glaubwürdiger als seine moralinsauren Kritiker mit ihrer unglaublich dreisten Impfpropaganda.

Nun wird aber, nehme ich an, die Mehrheit noch nicht wirklich wissen, wo der freiheitliche Politiker und mutige Impfexperimentkritiker Kickl letzten Endes hin will. Noch ist ganz allgemein die Meinungsbildung nicht abgeschlossen, und sein Bild schwankt ja vorerst zwischen individueller Augenblickswahrnehmung und dem Zerrbild der Medien. Daher stellen sich für aufmerksame, kritische Beobachter verständlicherweise Fragen wie: berücksichtigt sein politisches Denken auch Haidersche Entwürfe, kurz, hat er andere Möglichkeiten als seine Gegner für die Gestaltung der Lebens- und Sozialsysteme für die Zeit danach im Talon? Welches Weltverständnis prägt ihn persönlich, bleibt sein politisches Modell ein authentisch national-freiheitliches mit gemäß der Zeit verstärkten sozialen, kulturellen, ökonomischen, ökologischen und demokratiepolitischen Anliegen?

Angesichts der gigantischen Probleme dieser Tage und den bekannten Unwägbarkeiten ist zumindest vorstellbar, dass zur Lösung des einen oder anderen Problems so manche klassische Denkform, vor allem als absolut gesetzte, in Kickls politischem Projekt über Bord geworfen werden könnte. Vorstellbar ist aber auch, dass ein notwendiger, mit der Zeit einhergehender politisch und gesellschaftlich relevanter Umdenkanstoß vor allem in der Partei selbst nicht nur auf Zustimmung stoßen würde.

Somit ergibt sich auf dem Weg zum nächsten möglich scheinenden Gipfelsieg (am Bundesparteitag), eine besondere, vielleicht fundamentale Herausforderung für den angeblich auch von innerparteilichen Gegnern misstrauisch beäugten Parteiführer, eine Herausforderung die, anders als der „gütige“ österreichische Bundespräsident es meinte, im Fall der Fälle mit lockerem „Zähne zusammenbeißen“, erfolgreich und ohne größere Blessuren zu bewältigen sein müsste. Alles andere wäre eine Enttäuschung für Kickls Anhänger und zugleich möglicherweise ein neuerlicher Rückschlag für die Freiheitlichen.

Zum Thema

Sommergespräche https://youtu.be/c7nS_OIykRY

Dr. Reiner Füllmich bei AUF1: https://gegenstimme.tv/w/89HrrKMMiRuhcdTuenFnEe

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Gewappnet für den „Blackout“?

En forme pour le blackout?

Fit for the blackout?

Im Zusammenhang mit einer möglichen größeren Energiekrise scheint die Gefahr eines großflächigen  Zusammenbruchs der Stromversorgung etwas in den Hintergrund geraten zu sein. Glaubt man aber Experten, so ist ein solcher zeitlich ziemlich nahe gerückt. Doch ist man für einen solchen auch wirklich gewappnet? Im folgenden Diskussionsbeitrag soll auf bisher eher vernachlässigte Probleme aufmerksam gemacht werden. Mögen sich vor allem der eine oder andere Experte oder Verantwortungsträger, aber nicht nur sie,  darüber ihre  Gedanken machen,

Gedankensplitter zur Energiesituation

Von F. J. Legerer*

Im Folgenden werden einige Probleme aufgezeigt, die Aufmerksamkeit verdienen, ohne bisher in den Brennpunkt gestellt worden zu sein.

Elektrische Energieversorgung

Seit einigen Jahren wird ein möglicher „Black-Out“, ein Zusammenbruch des Stromverteilungsnetzes diskutiert, es werden Vorratshaltungen u.a. an Mineralwasser und an Lebensmittel empfohlen, allerdings vermisst der Autor einige Maßnahmen die in den Bau- und den Betriebsanlagen-Ordnungen ihren Niederschlag finden sollten.

Puffer für Lebensmittelkühlanlagen und Umwälzpumpen für Wärmeverteilung, allenfalls, soweit eben möglich solar gestützt:

Im ersten Schritt sollte gewerberechtlich bei der Genehmigung von Betriebsanlagen,beispielhaft Supermärkte, vorgeschrieben sein, dass die Kühlanlagen für verderbliche Lebensmittel an einem gesonderten Stromkreis hängen, der im Fall des Spannungszusammenbruchs im öffentlichen Netz, von diesem getrennt wird und durch einen Batteriepufferspeicher mit Wechselrichter weiter versorgt wird. Die Batterieaufladung könnte auch solargestützt sein. Als nützliche denkbare Variante sollte man die Netzeinspeisung bei Verbrauchspitze zusätzlich vorsehen: Anders als für einen Haushalt ist im Gewerbetarif die Grundgebühr durch den während 15 Minuten gemessenen Spitzenverbrauch bestimmt. Damit würde man die Betriebskosten etwas mildern, dennoch sollte ein solche Investition eher als Versicherung gegen Lebensmittelverderb wegen Power-Blackout betrachtet werden.

Aus der Erfahrung vom großen Blackout in New York City vom 13./14. Juli 1977 sollte dieKapazität des Puffers für knapp 48 Stunden reichen (25 Stunden dauerte dieWiederherstellung in New York im Sommer, bei winterlichen Bedingungen müsste man mit einem etwas längeren Zeitraum rechnen.In einem zweiten Schritt sollten Privathaushalte, z.B. über die Bauordnung, angehalten sein,die Versorgung der Umwälzpumpen der Heizungen durch Pufferspeicher abzufedern (wie natürlich auch der Haushaltskühlanlagen). Die Wärmeverteilung erfolgt heute ausschließlich mittels Umwälzung von Warmwasser Es nützt nämlich nichts, wenn der Brennstoff für dieWärmeversorgung (Pellets, Öl, Gas, Koks) vorhanden ist, aber die Wärme nicht verteilt werden kann. Diese Maßnahme könnte man als Vorsorge zur Verhinderung einer ordentlichen Welle von Erkältungen betrachten, die volkswirtschaftlich wegen Krankenständen durchaus merkbar wäre.

Personenaufzüge: Ein Blackout, also ein plötzlicher unvorhergesehener Stromausfall hat zurFolge, dass Lifte nicht funktionieren, ein Teil bleibt während der Fahrt stecken. In diesem Fall ist in Wiener Häusern eine Handkurbel vorgesehen, die zu bedienen früher die Hausbesorger geschult waren. Wie sieht das nun heute aus, zumal es keine Hausbesorger mehr gibt, sondern Hausbetreuungsfirmen? Während in alten Häusern die Liftkabinen sichtbar waren,sind bei Neubauten diese meistens in einem dunklen Schacht, so dass selbst bei Notbeleuchtung mit Klaustrophobie zu rechnen ist. Angenommen wir hätten 10.000 Personenlifte von denen etwa 1-2% wegen eines Stromausfalls während der Fahrt steckenbleiben, so sind eingeschlossene Personen aus etwa 100 bis 200 Liften zu befreien. In welcher Zeitspanne ist das möglich?

Alternative Energien, Einsparung an fossilen Energieträgern:

1 Megawattstunde Fotovoltaik oder Windkraft ins Netz eingespeist ergibt entschieden weniger als das Äquivalent davon fossil eingespart. Leicht lässt sich der Grund hierfür erklären: Der Verbrauch schwankt stochastisch, d.i. zufällig, Fotovoltaik und Windkraft liefern ebenfalls stochastisch, wobei Verbrauch und alternative Einspeisung nicht korreliert sind. Folglich muss konventionelle elektrische Energieproduktion parallel mitlaufen; insofern das parallel laufende Kraftwerk weit unterhalb der konstruktiv ausgelegten Nennleistung mitdrehen muss ohne wesentlich Strom zu erzeugen, verbrennt es fossilen Treibstoff, den der Betreiber bezahlen muss, ohne dafür das Produkt „elektrischer Strom“ verkaufen zu können. Es ist verständlich, dass ein EVU (= Elektrizitäts-Versorgungs-Unternehmen) sich gegen einen von außen aufgedrückten Verlust zur Wehr setzt. Als selbstverständlich wird empfunden, dass der elektrische Strom mit konstanter Spannungund konstanter Frequenz innerhalb sehr enger Toleranzen geliefert wird, während der dahinter stehende Aufwand nicht bemerkt wird.

Zur Veranschaulichung seien zwei Beispiele genannt:

Ein Sägewerk: Wenn die Gattersäge zu schneiden beginnt, steigt die Last momentan und sie wird ebenso abgeworfen, wenn der Schnittvorgang beendet ist. Weder Spannung noch Frequenz dürfen den Toleranzbereich (einige Promille des Nennwertes) verlassen; dasselbe gilt für das Lichtbogenschweißen. Diese Spitzen im Verbrauch abzufangen muss das EVU eine beachtliche Leistung als Reserve vorhalten. Wind und Sonne sind dafür nicht geeignet, im Gegenteil, deren schwankender Anfall muss zusätzlich aufgefangen werden. Für den Spitzenlastausgleich kommen nur zwei technische Methoden in Frage, nämlich dieWasserkraft aus Speicherseen (hydraulisch) und die Gasturbine (thermisch).

Die Bezeichnung „Gasturbine“ wird von Laien meist falsch verstanden: Nicht der vorzüglich geeignete Brennstoff Erdgas ist Namensgeber sondern die erhitzte Luft, die als ideales Gas das strömende Betriebsmittel darstellt. Die Gasturbine kann mit Erdgas, Dieselöl oder bei Flugtriebwerken mit Kerosin (= Petroleum) betrieben werden, nicht aber mit Kohle wegen der Abrasion an den Turbinenschaufeln. „Kohleverstromung“ zur Spitzenlastdeckung ist nichtmöglich. Dem Laien, der selbst bloß einen Topf mit Wasser zum Sieden gebracht hat, leuchtet unmittelbar ein, dass ein Dampfprozess bei dem man mehr als 100 Tonnen Wasser verdampfen muss zur Spitzenlastdeckung, die innerhalb von Minuten abgerufen wird, nichtgeeignet ist.

Das Verbundkraftwerk Mellach gilt als Vorzeigobjekt

Mit Recht, weil es im kombinierten Gasturbinen-Dampfprozess bei Nennleistung einen thermischen Wirkungsgrad von 59% aufweist (Kombinierter Gasturbinen-Dampfprozess heißt, dass das Abgas der Gasturbine als vorgewärmte Verbrennungsluft für den Dampfkessel des Dampfturbinensatzes zugeführt wird). Die Homepages von Verbund und Mellach weisen zwei Turbosätze je 425 MW aus, sagen jedoch nichts über die Einzelleistungen von Gasturbine und Dampfturbine aus, eben so wenig über Temperaturen und Mengen und Teilwirkungsgrade. Da große Fortschritte der Materialtechnologie in den Jahren vor dem Bau dieser Anlagen erzielt wurden, ist es ohne genauere technische Angaben nicht möglich, klare Aussagen zum notwendigen „Stand-by-Leerlauf“ bzw. zur „niedrig effizienten Teillast“ für die Netzstabilität zu machen bei paralleler Einspeisung aus Windturbinen und Fotovoltaik.

Das elektrische Versorgungsnetz kann als System bestehend aus viele Massen und Federnaufgefasst werden, also ein schwingungsfähiges System, das sehr steifgehalten werden muss,um Schwankungen von unzulässiger Größe (Spannung und Frequenz) zu vermeiden. Bei allerEuphorie für grüne Energie muss beachtet werden, dass die Konstanz im Netz nur durchparallel laufende konventionelle thermische Maschinen Sätze, nämlich Gasturbinenermöglicht werden. Die hydraulischen Speicherkraftwerke allein reichen nicht aus!Somit bringt die Einspeisung von 1 MWh (fotovoltaisch oder äolisch) keineswegs die Ersparnis in einem Äquivalent fossiler Energie, ja es kann unter Umständen kontraproduktiv sein.

Was nun?

Bisher noch nicht erwähnt ist die Biomasse-Cogeneration (= Wärme-Kraftkopplung):Der Vorschlag ist uralt, vor 40 Jahren wurde diese von idealistischen Fachleutenvorgeschlagen, forciert, und von den Experten der EVUs belächelt, wobei sie unterstützt wurden von den Kraftwerksausrüstern, weil eben u.a. die Margen im Großmaschinenbau wesentlich günstiger lagen. Im Vergleich zu den großen Schwestern ist wegen der Bringungskosten des Brennstoffes die Anlagengröße beschränkt, was einen schlechteren thermischen Wirkungsgrad zur Folge hat.

Doch dank der modernen Regeltechnik können diese Kleinkraftwerke zur Netzstabilisierung herangezogen werden. Etliche Anlagen sind errichtet worden, nicht immer mit wirtschaftlichem Erfolg. Dazu ist anzumerken, dass es an einer industriellen Anstrengung, abgesehen von politischen Initiativen, gemangelt hat, nämlich für die Entscheidung zu einer Normgröße, zumal der Planungsaufwand erst nach einem Dutzend Anlagen kompensiert sein kann.

Zusammenfassung

Als Vorsorge für Black-outs unserer Stromversorgung sieht der Verfasser die Behörden gefordert mittels des vorhandenen gesetzlichen Instrumentariums (z.B. Betriebsanlagen- Genehmigungen, Bauordnung etc.) vom öffentlichen Netz trennbare kleine batteriegepufferte Netzwerkschleifen für gekühlte Lebensmittel und für die Umwälzpumpen von Heizungen durchzusetzen. Eine solar gestützte Batteriepufferung ist in diesen Fall nützlich, zumal diese es allenfalls ermöglicht die Batteriekapazität herabzusetzen. Die Einspeisung von Fotovoltaik und Windenergie bedarf in jedem Fall einer Prüfung der Anlage auf den Einfluss auf die Netzstabilität. Der Windkraft sind natürliche Grenzen gesetzt, vor Euphorie ist zu warnen. Es ist nicht klug, ein Vorzeigekraftwerk mit einem thermischen Wirkungsgrad von nahezu 60% zu haben, um es dann mit einem Wirkungsgrad von 20% zu betreiben.

Von einer gezielten Förderung der Biomasse-Cogeneration (als technische-kaufmännischesIndustrieprojekt) erwartet der Verfasser einen volkswirtschaftlich messbaren Vorteil bezüglich Umwelt und Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen. Krisen können grundsätzlich nicht vermieden werden, aber es liegt in unserer Hand deren Auswirkungen zu minimieren!

*Der Verfasser (90) hat seine Berufslaufbahn als Entwicklungsingenieur bei der AG BROWN-BOVERI &Cie. begonnen (10 Jahre), als Dampfturbineneinheiten von 100MW auf über 1000MW erweitert wurden, und er war später neben der Tätigkeit an der Universität noch für Saskatchewan Power Corp., Canada beratend tätig; somit erlebte er beide Seiten, sowohl Entwicklung wie auch Betrieb.

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Wann endlich erwacht Europa?

Quand l´Europe se réveillera-t-elle enfin?

When will Europe finally awaken?

Von Graham E. Fuller

Graham E. Fuller war vor seiner Pensionierung Vizepräsident des «National Intelligence Council at CIA», zuständig für die geheimdienstliche Beurteilung der globalen Situation. Und er beobachtet die geopolitische Situation als einer der erfahrensten Kenner auch heute noch sehr intensiv. Jetzt hat er zum Krieg in der Ukraine und zur verheerenden – um nicht zu sagen selbstmörderischen – Politik Europas eine kurze Analyse ins Netz gestellt. (cm)

Der Krieg in der Ukraine hat sich nun lange genug hingezogen, um erste klare Tendenzen zu erkennen. Zuerst zwei grundlegende Tatsachen:

– Putin ist dafür zu verurteilen, dass er diesen Krieg angezettelt hat – wie praktisch jeder Führer, der einen Krieg anzettelt.  Putin kann als Kriegsverbrecher bezeichnet werden – in guter Gesellschaft mit George W. Bush, der allerdings weitaus mehr Menschen getötet hat als Putin.

– Eine zweite Verurteilung gebührt den USA (NATO), die absichtlich einen Krieg mit Russland provoziert haben, indem sie ihre feindselige militärische Organisation trotz Moskaus wiederholter Warnungen vor der Überschreitung roter Linien unerbittlich bis vor die Tore Russlands getrieben haben.  Dieser Krieg hätte nicht sein müssen, wenn die ukrainische Neutralität nach dem Vorbild von Finnland oder Österreich akzeptiert worden wäre. Stattdessen hat Washington zu einer klaren russischen Niederlage aufgerufen.

Wie wird es weitergehen, wenn sich der Krieg dem Ende zuneigt?

Entgegen Washingtons triumphalistischen Verlautbarungen wird Russland den Krieg gewinnen. Die Ukraine hat den Krieg bereits verloren. Ob auch Russland längerfristig Schaden nimmt, ist fraglich.

Die amerikanischen Sanktionen gegen Russland haben sich für Europa als weitaus verheerender erwiesen als für Russland. Die Weltwirtschaft hat sich verlangsamt und viele Entwicklungsländer stehen vor einer ernsten Nahrungsmittelknappheit und der Gefahr einer allgemeinen Hungersnot.

Es gibt bereits tiefe Risse in der europäischen Fassade der so genannten „NATO-Einheit“. Westeuropa wird zunehmend den Tag bereuen, an dem es dem amerikanischen Rattenfänger blindlings in den Krieg gegen Russland gefolgt ist. Tatsächlich handelt es sich nicht um einen ukrainisch-russischen Krieg, sondern um einen amerikanisch-russischen Krieg, der stellvertretend bis zum letzten Ukrainer geführt wird.

Im Gegensatz zu optimistischen Erklärungen könnte auch die NATO am Ende echt geschwächt daraus hervorgehen. Die Westeuropäer werden lange und gründlich über die „Weisheit“ und die hohen Kosten nachdenken, die mit der Provokation tieferer, langfristiger Konfrontationen mit Russland oder anderen „Konkurrenten“ der USA verbunden sind.

Europa wird früher oder später zum Kauf von preiswerter russischer Energie zurückkehren. Russland liegt vor der Haustür, und eine natürliche Wirtschaftsbeziehung zu Russland wird letztlich von überwältigender Logik sein. 

Europa nimmt die USA bereits als eine im Niedergang begriffene Macht mit einer unberechenbaren und heuchlerischen außenpolitischen „Vision“ wahr, die auf der verzweifelten Notwendigkeit beruht, die „amerikanische Führungsrolle“ in der Welt zu erhalten. Amerikas Bereitschaft, zu diesem Zweck Krieg zu führen, ist für andere Staaten aber zunehmend gefährlich.

Washington hat auch deutlich gemacht, dass Europa sich einem „ideologischen“ Kampf gegen China anschließen muss, in einer Art vielschichtigem Kampf „Demokratie gegen Autoritarismus“. Dabei handelt es sich doch in Tat und Wahrheit um einen klassischen Kampf um die Macht in der Welt. Und Europa kann es sich noch weniger leisten, sich auf eine Konfrontation mit China einzulassen – eine „Bedrohung“, die vor allem von Washington wahrgenommen wird, die aber viele europäische Staaten und einen Großteil der Welt nicht überzeugt.

Chinas „Belt and Road“-Initiative ist vielleicht das ehrgeizigste wirtschaftliche und geopolitische Projekt der Weltgeschichte. Sie verbindet China bereits über den Schienen- und Seeweg mit Europa. Der Ausschluss Europas aus dem „Belt and Road“-Projekt wird Europa teuer zu stehen kommen. Man muss dabei beachten, dass der Gürtel und die Straße direkt durch Russland verlaufen. Es ist für Europa unmöglich, sich Russland gegenüber zu verschließen und gleichzeitig den Zugang zu diesem eurasischen Megaprojekt aufrechtzuerhalten. Daher hat ein Europa, das die USA bereits im Niedergang sieht, wenig Anreiz, sich dem Zug gegen China anzuschließen. Das Ende des Ukraine-Krieges wird in Europa ein ernsthaftes Nachdenken über die Vorteile der Unterstützung von Washingtons verzweifeltem Versuch auslösen, seine globale Hegemonie zu erhalten.

Europa wird bei der Bestimmung seiner künftigen globalen Rolle in eine zunehmende Identitätskrise geraten. Die Westeuropäer werden es leid sein, sich der 75-jährigen amerikanischen Vorherrschaft in der europäischen Außenpolitik zu unterwerfen. Im Moment ist die NATO die europäische Außenpolitik, und Europa bleibt unerklärlich zaghaft, wenn es darum geht, eine unabhängige Stimme zu erheben – nur: wie lange noch?

Wir sehen jetzt, wie die massiven US-Sanktionen gegen Russland, einschließlich der Beschlagnahmung russischer Gelder in westlichen Banken, den Großteil der Welt dazu veranlassen, die „Weisheit“, in Zukunft ausschließlich auf den US-Dollar zu setzen, zu überdenken. Eine Diversifizierung der internationalen Wirtschaftsinstrumente ist bereits im Gange und wird die einst dominante wirtschaftliche Position Washingtons und seine einseitige Einsetzung des Dollars als Waffe nur schwächen.

Die heutige Gleichschaltung der Medien und die US-amerikanische Mediendominanz sind einmalig

Eines der beunruhigendsten Merkmale dieses amerikanisch-russischen Krieges in der Ukraine ist die völlige Korruption der unabhängigen Medien. Tatsächlich hat Washington den Informations- und Propagandakrieg bisher haushoch gewonnen und alle westlichen Medien dazu gebracht, bei der Charakterisierung des Ukraine-Krieges aus demselben Gesangbuch zu singen.  Der Westen hat noch nie zuvor eine so umfassende Durchsetzung der ideologisch geprägten geopolitischen Perspektive eines Landes im eigenen Land erlebt. Natürlich kann man auch der russischen Presse nicht trauen. Inmitten einer virulenten antirussischen Propaganda, wie ich sie in meiner Zeit als Kalter Krieger noch nie erlebt habe, müssen ernsthafte Analysten heutzutage tief in die Tasche greifen, um ein objektives Verständnis dessen zu erlangen, was in der Ukraine tatsächlich vor sich geht.

Ich wünschte, diese amerikanische Mediendominanz, die fast alle alternativen Stimmen unterdrückt, wäre nur eine vorübergehende Erscheinung, die durch die Ereignisse in der Ukraine ausgelöst wurde. Aber die europäischen Eliten kommen vielleicht doch langsam zu der Erkenntnis, dass sie in diese Position der totalen „Einstimmigkeit“ gedrängt worden sind. Die Fassade der „EU- und NATO-Einheit“ zumindest bekommt bereits Risse. Die gefährlichere Auswirkung ist jedoch, dass auf dem Weg in künftige globale Krisen eine wirklich unabhängige freie Presse weitgehend verschwindet und in die Hände von konzerndominierten Medien fällt, die den politischen Kreisen nahestehen und nun durch elektronische soziale Medien unterstützt werden, die alle die Berichterstattung zu ihren eigenen Zwecken manipulieren. Da wir uns auf eine vorhersehbar größere und gefährlichere Krise der Instabilität durch die globale Erwärmung, durch Flüchtlingsströme, durch Naturkatastrophen und wahrscheinlich auch neue Pandemien zubewegen, wird die rigorose staatliche und unternehmerische Beherrschung der westlichen Medien in der Tat sehr gefährlich für die Zukunft der Demokratie. Wir hören heute keine alternativen Stimmen mehr zur Ukraine. (Mit Ausnahme von Globalbridge.ch, NachDenkSeiten.de und anderen relativ kleinen Informationsplattformen, die damit aber auch immer wichtiger werden. Anm. der Red.)

Russland wird in die Arme von China gedrängt

Und schließlich hat sich der geopolitische Charakter Russlands höchstwahrscheinlich nun entscheidend in Richtung Eurasien verschoben. Die Russen haben sich jahrhundertelang darum bemüht, in Europa akzeptiert zu werden, wurden aber stets auf Distanz gehalten. Der Westen wird nicht über eine neue strategische und sicherheitspolitische Architektur diskutieren. Die Ukraine hat diesen Trend nur noch verstärkt. Die russischen Eliten haben nun keine Alternative mehr, als zu akzeptieren, dass ihre wirtschaftliche Zukunft im Pazifik liegt, wo Wladiwostok nur eine oder zwei Flugstunden von den riesigen Volkswirtschaften in Peking, Tokio und Seoul entfernt ist. China und Russland sind nun entscheidend enger zusammengerückt, und zwar aus dem gemeinsamen Bestreben heraus, die uneingeschränkte „Freiheit“ der USA zu unilateralen militärischen und wirtschaftlichen Interventionen in der ganzen Welt zu verhindern. Es ist ein Hirngespinst zu denken, die USA könnten die – von den USA induzierte – russische und chinesische Zusammenarbeit aufspalten. Russland verfügt über wissenschaftliche Brillanz, Energie im Überfluss, reiche seltene Mineralien und Metalle, während die globale Erwärmung das landwirtschaftliche Potenzial Sibiriens vergrößern wird. China verfügt über das Kapital, die Märkte und die Arbeitskräfte, um zu einer natürlichen Partnerschaft in ganz Eurasien beizutragen.

Zum Leidwesen Washingtons erweisen sich fast alle seine Erwartungen an diesen Krieg als falsch. Der Westen sollte mit Blick auf diese aktuelle Situation endlich erkennen, dass Washingtons Streben nach globaler Dominanz in immer neue, gefährlichere und schädlichere Konfrontationen mit Eurasien führt. Die meisten anderen Regionen der Welt – Lateinamerika, Indien, der Nahe Osten und Afrika – haben national kaum Interessen an diesem im Grunde genommen amerikanischen Krieg gegen Russland.

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Mit freundlicher Genehmigung übernommen von https://globalbridge.ch

Diese Analyse erschien zuerst auf der Website von Graham E. Fuller. Die deutsche Übersetzung besorgte Christian Müller.

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Ukraine: Es ist nichts so fein gesponnen….

Ukraine : Rien n’est si finement filé….

Ukraine :Nothing is so finely spun…

Es scheint sie also doch zu geben, die ukrainischen Kriegsverbrechen. Und wieder einmal dürfte sich das alte deutsche Sprichwort bewahrheiten: Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen. Als ich vor Monaten an Hand von vom „Mainstream“ unabhängigen Bildberichterstattungen Folter und Totschlag an russischen Kriegsgefangenen und „Kollaborateuren“ zur Kenntnis nehmen mußte, dachte ich, darüber werden unsere großen Medien doch hoffentlich auch berichten. Nichts dergleichen geschah. Und so verwunderte es mich schon gar nicht mehr, als kurze Zeit später dann auch noch  in einem ukrainischen Sender Aufrufe zum Töten von russischen Bürgern und deren Kindern getätigt wurden und ringsum im Medienwald alles still blieb.

Natürlich dachte auch ich an die Möglichkeit von sogenannten „Fakes“, die in Kenntnis der besonderen Bedingungen ja von beiden Seiten gezielt in Umlauf gebracht werden können. Aber dann fiel mir ein, dass ja schon einmal auch in einem öffentlichen Sender, leider wußte ich nicht mehr in welchem, von im Donbass geöteten Zivilisten durch die ukrainische Armee die Rede war. Doch nun bekam ich einen ebenfalls von den meisten Medien damals (als von der späteren russischen Invasion noch keine Rede war)  verheimlichten ARD-Ausschnitt zugesandt in dem Georg Restle eben von solchen Verbrechen im Donbass  berichtet hatte, wo, wie der Journalist bezeugte, das ukrainische Militär die Zivilbevölkerung terrorisiere; Im Klartext: „Es trägt den Krieg mit Artilleriefeuer in Wohn- und Schlafzimmer und nimmt kaum Rücksicht auf die Not der Menschen und auf deren Leben offenbar noch weniger. Dies kann, dies darf Europa nicht dulden.
Sowie Moskau mitverantwortlich ist für eine Soldateska, die Unschuldige entführt foltert und mordet, so tragen Europas Regierungen mit Verantwortung für das rücksichtslose Töten einer Regierung, der sie selbst zur Macht verholfen haben. Deshalb braucht es jetzt eine klare Botschaft an die Machthaber in Kiew.
Der Terror gegen die Zivilbevölkerung muss beendet, der Artilleriebeschuss von
Wohngebieten sofort eingestellt werden. Wenn nicht, macht sich Europa mitschuldig. Dann sind die getöteten Zivilisten im Häuserkampf von Donezk oder Lugansk auch unsere Toten.“

Ein Aufruf des Journalisten, gegen das Regime in Kiew doch endlich vorzugehen, wurde damals von den heutigen Russland-Hassern im Westen selbstverständlich ignoriert, dafür in Kiew und von NATO weiter auf der Eskalationsspirale gedreht. Also darf wohl erwartet werden, dass auch die von Kiew heuchlerisch empört entgegengenommenen aktuellen Anschuldigungen von Amnesty International,  Kriegsverbrechen, zum Beispiel militärische Stützpunkte oder Lager in bewohntem Gebiet, in Schulen und Krankenhäusern zu errichten und von dort Angriffe vorzunehmen, worüber ich früher schon eimnmal berichtet hatte, weiter kein Anlass sein werden, dem US-nahen Marionetten-Regime in Kiew sofort in die Arme zu fallen.

Früher oder später wird es sich aber nicht vermeiden lassen, da der glorreiche Westen (also Washington und seine Vasallen) befürchten muß,  einerseits als Komplize der ukrainischen Schergen vorgeführt zu werden, andererseits, anscheinend ein von Größenwahn befallener Schauspieler an der ukrainischen Staatsspitze gänzlich aus der ihm vorgeschrieben Rolle fallen könnte. Mit allen denkbaren Konsequenzen. US-Präsident Biden und dessen Familie, die in dubiose geschäftliche ukrainische Belange involviert sein sollen, kann kurz vor den Wahlen im November alles andere als depremierende Nachrichten von der ukrainisch-russischen  Front brauchen. Aber abgesehen von Bidens Privatinteressen hat Washington als Ganzes derzeit bereits genug andere Zorres, so dass neben den innenpoltischen und ökonomischen, die viel größeren an der fernöstlichen Front jene in der Ukraine an Bedeutung überlagern und deshalb eine dem nationalen Interesse der USA nützliche  und dringliche Verständigung mit Moskau in den Vordergrund treten lassen könnten.

Das nicht verwunderliche, angeblich bereits vorhandene Mißtrauen Washingtons gegenüber Kiew, und vice versa angeblich ja auch, könnte in Kiew, zusätzlich zu den Enttäuschungen am Schlachtfeld,  die Innenpolitik und jetzt auch noch  die Moral der Truppe belasten. Zelensky und seiner in- und ausländischen Kumpanen Traum, aus der Ukraine so etwas wie ein zweites Israel zu schaffen und in die NATO zu führen, dürfte aus diesen und anderen Gründen vorerst wohl einmal ausgeträumt sein, eine Neutralisierung der Ukraine aber immer wahrscheinlicher werden lassen.

Zum Thema

Für den Inhalt der hier gezeigten Filme kann ich selbstverständlich keine Gewähr für deren Richtigkeit geben. Dementis oder Widerlegungen sind mir allerdings bis dato keine bekannt.

2014: ARD-Meldung https://mediathek.viciente.at/55803/

US-Journalist berichtet https://youtu.be/5HoIfJjcE6c

Aufruf zum Töten https://www.ostsachsen-tv.com/wp-content/uploads/2022/04/video_2022-03-18_16-06-55.mp4?_=3

Ukrainische Heldentaten. Nur für starke Nerven! https://www.ostsachsen-tv.com/wp-content/uploads/2022/04/hinrichtung2a.mp4?_=6

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Wenn politische Verantwortungsträger zu einer Gefahr für Volk und Nation werden

Quand les dirigeants politiques deviennent une menace pour le peuple et la nation

When political leaders become a threat to the people and the nation

„Vorstellungen sind auch ein Leben und eine Welt“ , dies schrieb einmal der geniale Georg Christoph Lichtenberg, Schöpfer köstlicher Aphorismen und in mancher Hinsicht ein Vorgänger Schopenhauers. Das Zitat zu Beginn schien mir insofern aktuell, denn manche unserer Zeitgenossen scheinen ihre realitätsfernen Vorstellungen auch als Erwachsene noch so verinnerlicht zu haben, dass sie Wort und Wirklichkeit noch immer nicht  ganz richtig zu unterscheiden vermögen. Illusionsüchtig noch, aber ehrgeizig genug und von sich selbst übermaßen eingenommen, sich in der Welt der Politik bequem einzurichten. Dort werden sie in ihrer selbstsicheren Unverschämtheit und dank ihres vorlauten Mundwerks rechtzeitig von „Big Money“  entdeckt, gefördert und ihr Denken im Prokustresbett der Herren der Welt passend zugerichtet, um dann als eitle Hilfswillige in eine den Interessen derselben Herren dienliche Position gehievt werden zu können. Willkommen an Bord! In dieser Position aber werden sie logischerweise vielfach zu einem echten Problem für ein nationales Gemeinwesen.

Mit Absicht sind es immer wieder ehrgeizige Schwärmer ohne besondere Fähigkeiten die gesucht und gefunden werden, wie, um ein Beispiel zu nennen, die grünen Minister in Deutschland es sind, aber nicht nur dort und nicht nur Grüne, muß ich dazu sagen. In so einem konkreten Fall aber ist wie gesagt Gefahr im Verzug, für ein Land, für eine Nation. Vor allem auch dadurch, dass dieselben, ob in der Ukraine-, der Energiefrage oder sonst einer Herausforderung, mit ihrem symbolischen Strohdreschen ihre Wähler zu beeindrucken, aber die substanziellen Tatsachen und den Zweck ihres Handelns in den Hintergrund zu verdrängen wissen. Und so überlassen sie dem Volk am Ende  nicht mehr als die Wahl zwischen Stroh und Spreu. Das eine und das andere könnten allerdings Hungernde und Frierende des nächsten Winters dank der  leichtsinnig herbeigeführten Sanktionen noch zu schätzen wissen.

Nun mögen manche einwenden, ist ja alles nicht anders zu machen, wird doch etwa die deutsche Außenpolitik in letzter Konsequenz schließlich nicht in Berlin entschieden, und auch ökonomisch laufe längst nicht mehr alles auf nationaler deutscher Schiene. Somit könnten und müßten die Polit-Lakeien ja ohnehin nur mehr von anderen Vorgedachtes von einem Zettel herunterlesen und exekutieren. Der Wähler hätte eben die Kröte zu schlucken. Eben auch einen wie Minister Habeck. Einer, der den Deutschen bis dato ungewohnte Entbehrungen und gesetzlich verordnetes Frieren empfiehlt, nachdem er, der um sich selbst stets Bemühte, längst vorher im Gleichmarsch mit Brüssel den in Ungnade gefallenen Putin durch harte Sanktionen  bestraft und eigentlich Russland und dessen Volk den Wirtschaftskrieg erklärt hat. Um sich danach darüber zu empören, dass dieses mit gleicher Münze zurückschlägt. Dazu gehört ein gerüttelt Maß Chuzpe.

Gewiss kein Spaßvogel, dieser grüne Mann mit den listigen Äuglein, echt, aber immerhin einer, der schon einmal erkärt haben soll, er könne mit Deutschland und Vaterlandsliebe wenig anfangen, er fände Letztere sogar zum Kotzen. Was im offiziellen Deutschland von heute abnormaler Weise schon einer Empfehlung für ein höheres Amt gleichkommt und für in gesellschaftlichen Fragen gleich Gesinnte keiner großen Überwindung mehr bedarf.

Es war schon einmal anders, sogar links der Mitte. So bewunderte einst ein Kommunist wie der österreichische KP-Führer Ernst Fischer den national-patriotischen ungarischen Feiheitskämpfer Lajos Kossuth. Auch der aufrechte und mutige deutsche Sozialdemokrat Kurt Schumacher wußte die deutsche Nation und Nationales noch zu schätzen, und zuletzt wohl auch Helmut Schmidt. Doch heute hätte eine deutsche Patriotin wie Sarah Wagenknecht bei den Grünen oder einer anderen Systempartei wohl nichts zu melden. Dafür hat man anderen Orts vorgesorgt. Aber Politiker die bewußt oder gezwungenermaßen in Opposition zu den Interessen ihres Vaterlandes stehen und Schaden von ihm nicht abwenden wollen oder können, werden von einem dem atlantischen Finanzkapital hörigen „Mainstream“ zu den beliebesten Politikern Deutschlands hochgejubelt.

In eben dieser nicht nur für Deutsche untergangsgeschwängerten Zeit personifizieren Politiker wie der neue Fixstern, (Genderdeutsch: Fixsternin?) am deutschen Diplomatenhimmel, Analena Baerbock, die charmante Plaudertante (dazu neben anderen auch die schrille Kulturstaatsverdrängerin Claudia Roth)  die neudeutsche Peinlichkeit. Im deutschen Außenamt aber, wie nicht nur ich feststelle, in besonders hervorragender Weise. Deshalb, veehrter Gustav Stresemann in deinem kühlen Grabe, hör dir Analenachens Drauflosplauderei lieber nicht an, anders als zu deiner Zeit als Außenminister wird heute nämlich nur für Unterhaltung statt großem Nachdenken und Besinnung gesorgt. Obzwar, ganz auf Schutzherren-Linie, einige andere das neue Außenpolitikgenie durchaus bewundern, besonders ihren Kindergarten tauglichen Mut, der anläßlich ihres Türkeibesuchs registriert worden sein soll. In einer islamisch dominierten Welt, das dicke Ende nicht bedenkend, den Männern vermeintlich den Marsch blasen zu wollen, ist schon was Tolles.

Die nächsten Schritte Berlins dürfen daher jetzt mit Spannung erwartet werden, Denn nach dem flotten grünen Großsprech auf türkischem Boden werden doch die Taten folgen, oder? Nämlich: Baldige Sanktionen gegen ein Land, das doch, ähnlich wie Russland, ein Nachbarland, in diesem Fall den Irak überfällt, dort Krieg führt, nebenbei Griechenland bedroht und wo, wie in Russland, angeblich Andersdenkende eingesperrt werden. Oder wären da Maßnahmen wie gegen Russland gar gegen jemandes Interessen? Wer könnte denn das nicht goutieren? Nun könnte man ja solche und ähnliche Beispiele natürlich weiterführen. Da fiele ja einem auch noch Saudi Arabien mit seinem Jemen-Überfall ein und womöglich noch Israel mit seiner unbestreibar unmenschlichen Palästina-Politik. Gott, o Gott!,  nicht auszudenken. Genügte ja schon, dass nach Analenas „Show“ in Ankara die erhofften türkischen Reaktionen durchaus anders ausfallen könnten als in Berlin erhofft.

Wie dem auch sei, man könnte doch immer noch hoffnungsfroh sagen, auch die Habecks und Barbocks werden vorübergehen. Doch wird nicht auch Deutschland durch eine vom politischen „Establishment“ in verhängnisvoller Weise betriebenen Politik auf beinahe allen Ebenen, in allen Bereichen, bald einmal verschwinden? Es ginge auch anders, würden nicht in diesem System die Habecks, Baerbocks wie Eierschwammerln, also Pfifferlinge, im Nu nachwachsen. In einem anderen Deutschland hätte ein Staatsmann vom Rang eines Stresemann gegenüber ausländischem Druck Rückgrat bewiesen und etwa in der Ukraine Frage gewiss die Verständigung mit Russland gesucht und in verantwortungsvoller Weise Deutschlands und Europas Interessen vertreten. Wohl zuviel verlangt für in atlantischen „Think Tanks“ indoktrinierte und reichlich besoldete Vasallen zwischen Sizilien und Nordkap.

Wahrlich, wir stehen damit sowohl an einer national- wie auch europapolitischen Zeitenwende. Ob sie angesichts vielfacher Krisen im Interesse eines europäischen Ganzen bewältigt werden wird? Nicht mit dem derzeitigen in kultureller und nationaler Hinsicht unterbelichteten Personal an der einen oder anderen Staatsspitze, vor allem jetzt in Deutschland auch. Einer im Sinne Lichtenbergs und Schopenhauers in der Freiheit des Denkens geschulten  mutigen jungen Generation obläge es in diesem Fall ehebaldigst nicht nur theoretisierend, sondern auch schon realpolitisch gegenzusteuern, denn, wie Reagans ehemaliger Minister David Stockman richtig schreibt: „Europas politische Führer sind in akute geistige Umnachtung verfallen – eine Form des Gruppendenkens, das sich völlig von der Rationalität gelöst hat.“ Und in ihren egozentrischen und verworrenen Vorstellungen somit zu einer tödlichen Gefahr für Volk und Nation geworden sind. Mögen die dafür Verantwortlichen rechtzeitig von ihren antinationalen Sturmläufen erlöst und auf die eine oder andere Art und Weise auf Dauer bald einmal abgelöst werden.

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