Von Nobel zu Nobel

Offener Brief von Adolfo Pérez Esquivel* an Corina Machado**

Lettre ouverte d’Adolfo Pérez Esquivel à Corina Machado

Open letter from Adolfo Pérez Esquivel à Corina Machado

Ich sende Ihnen die Grüße des Friedens und des Guten, die die Menschheit und die Völker, die in Armut, Konflikten, Krieg und Hunger leben, so dringend brauchen. Mit diesem offenen Brief möchte ich Ihnen meinen Dank ausdrücken und einige Gedanken dazu teilen.

Ich war überrascht von Ihrer Nominierung für den Friedensnobelpreis durch das Nobelkomitee. Sie erinnerte mich an den Kampf gegen die Diktaturen auf dem Kontinent und in meinem Land die Militärdiktaturen, die wir von 1976 bis 1983 erdulden mussten. Wir widerstanden Gefängnissen, Folter und Exil, mit Tausenden von Verschwundenen, entführten und verschwundenen Kindern und den Todesflügen, deren Überlebende ich bin.

1980 verlieh mir das Nobelkomitee den Friedensnobelpreis; 45 Jahre sind vergangen, und wir arbeiten weiterhin im Dienste der Ärmsten und an der Seite der Völker Lateinamerikas. Ich habe diese hohe Auszeichnung im Namen aller angenommen, nicht wegen des Preises selbst, sondern für mein Engagement an der Seite der Völker, die die Kämpfe und Hoffnungen für einen Neuanfang teilen. Frieden entsteht Tag für Tag, und wir müssen in Worten und Taten beständig sein.

Mit 94 Jahren lerne ich immer noch vom Leben und bin besorgt über Ihre Lage und Ihre gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen. Deshalb sende ich Ihnen diese Gedanken.

Die venezolanische Regierung ist eine Demokratie mit Höhen und Tiefen. Hugo Chávez ebnete den Weg für Freiheit und Souveränität des Volkes und kämpfte für die Einheit des Kontinents; er war ein Erwachen des Großen Vaterlandes. Die Vereinigten Staaten greifen sie ständig an: Sie können nicht zulassen, dass irgendein Land des Kontinents ihrem Einflussbereich und ihrer kolonialen Abhängigkeit entkommt; sie behaupten weiterhin, Lateinamerika sei ihr Hinterhof. Die über 60-jährige Blockade Kubas durch die Vereinigten Staaten ist ein Angriff auf die Freiheit und die Rechte des Volkes. Der Widerstand des kubanischen Volkes ist ein Beispiel für Würde und Stärke.

Ich bin überrascht, wie Sie an den Vereinigten Staaten festhalten: Sie müssen wissen, dass sie keine Verbündeten oder Freunde haben, sondern nur Interessen. Die in Lateinamerika errichteten Diktaturen wurden von ihren Herrschaftsinteressen instrumentalisiert und zerstörten das Leben und die soziale, kulturelle und politische Organisation der Völker, die für ihre Freiheit und Selbstbestimmung kämpften. Wir, das Volk, leisten Widerstand und kämpfen für das Recht auf Freiheit und Souveränität, nicht für das Recht, eine Kolonie der Vereinigten Staaten zu sein.

Die Regierung von Nicolás Maduro lebt unter der Bedrohung durch die Vereinigten Staaten und die Blockade; denken Sie nur an die Seestreitkräfte in der Karibik und die Gefahr einer Invasion Ihres Landes. Sie haben kein Wort gesagt oder unterstützen die Einmischung dieser Großmacht in Venezuela. Das venezolanische Volk ist bereit, sich der Bedrohung zu stellen.

Corina, ich frage Sie. Warum haben Sie die Vereinigten Staaten aufgefordert, in Venezuela einzumarschieren? Als Sie die Bekanntgabe erhielten, dass Sie den Friedensnobelpreis erhalten haben, haben Sie ihn Trump gewidmet. Dem Aggressor Ihres Landes, der lügt und Venezuela beschuldigt, ein Drogenhändler zu sein eine Lüge ähnlich der von George W. Bush, der Saddam Hussein beschuldigte, über Massenvernichtungswaffen zu verfügen. Ein Vorwand, um in den Irak einzumarschieren, ihn auszuplündern und Tausende von Opfern, Frauen und Kindern, zu fordern. Ich war am Ende des Krieges im Kinderkrankenhaus in Bagdad und sah die Zerstörung und die Todesfälle, die von denen angerichtet wurden, die sich selbst als Verteidiger der Freiheit bezeichnen. Die schlimmste Form der Gewalt ist die Lüge.

Vergiss nicht, Corina, dass die Vereinigten Staaten in Panama einmarschiert sind, was Tod und Zerstörung mit sich brachte, um einen ehemaligen Verbündeten, General Noriega, gefangen zu nehmen. Die Invasion forderte 1.200 Tote in Los Chorrillos. Heute versuchen die Vereinigten Staaten erneut, den Panamakanal einzunehmen. Die Liste der Interventionen und des Leids, das die Vereinigten Staaten in Lateinamerika und der Welt verursacht haben, ist lang. Die Adern Lateinamerikas sind noch immer offen, wie Eduardo Galeano sagte.

Es macht mir Sorgen, dass Sie den Nobelpreis nicht Ihrem Volk gewidmet haben, sondern dem Aggressor in Venezuela. Ich denke, Corina, Sie müssen analysieren und wissen, wo Sie stehen, wenn Sie nur ein weiterer Teil des US-Kolonialsystems sind, dessen Herrschaftsinteressen unterworfen, die niemals zum Wohle Ihres Volkes sein können. Als Gegnerin der Maduro-Regierung erzeugen Ihre Positionen und Optionen große Unsicherheit. Sie greifen zum Schlimmsten, wenn Sie die USA zu einem Einmarsch in Venezuela aufrufen.

Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass der Aufbau von Frieden große Kraft und Mut zum Wohle Ihres Volkes erfordert, das ich kenne und sehr liebe. Wo einst in den Bergen Hütten standen, in denen Menschen in Armut und Elend überlebten, gibt es heute angemessenen Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur. Die Würde der Menschen lässt sich weder kaufen noch verkaufen.

Corina, wie der Dichter sagt: Wanderer, es gibt keinen Weg; der Weg entsteht durch Gehen. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, für Ihr Volk zu arbeiten und Frieden zu schaffen, anstatt noch mehr Gewalt zu provozieren. Ein Übel kann nicht durch ein anderes, größeres Übel gelöst werden. Wir werden nur zwei Übel haben und nie eine Lösung des Konflikts.

Öffnen Sie Ihren Geist und Ihr Herz für den Dialog, für die Begegnung mit Ihrem Volk, leeren Sie den Krug der Gewalt und schaffen Sie Frieden und Einheit unter Ihrem Volk, damit das Licht der Freiheit und Gleichheit Einzug halten kann.

*Friedensnobelpreisträger 1980, Friedensaktivist, Freund und Unterstützer vieler Menschenrechtsorganisationen

**Friedensnobelpreisträgerin 2025

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Politiker sind Menschen wie du und ich

Les politiciens sont des gens comme toi et moi

Politicians are people like you and me

Von Rudolf Hänsel*

In den westlichen Demokratien werden alle paar Jahre Politiker in hohe Regierungsämter gewählt und von den Bürgern als respektable Autoritäten angesehen.

Viele Erwachsene reagieren auf diese Politiker wie Kinder in Form eines magischen Autoritätsglaubens, kritiklos und umnebelt von positiven Gefühlen und Glücksverheißungen. Und das hat Folgen:

Die Autoritätsgläubigkeit führt zur Autoritätshörigkeit, die in der Regel einen geistigen Gehorsam und eine Verstandeslähmung auslösen. Vollsinnige Erwachsene können dann nicht mehr selbständig denken und vernünftig urteilen. Sie übergeben die Entscheidungsgewalt Politikern.

Gewählte Politiker verbinden mit ihrer Wahl umgehend Herrschaftsansprüche. Sie schaffen ein Verhältnis der Über- und Unterordnung und setzen gegenüber den Bürgern ihren Willen durch. Oft betreiben sie auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung eine Politik, die es der Macht- und Milliardärs-Elite im Hintergrund ermöglicht, so viele Dollar-Milliarden zusammenzuraffen, dass sie sich alles und jeden kaufen können – auch Politiker.

Hinzu kommt, dass oft Personen zu Politikern gewählt werden, die das Volk belügen und betrügen können (Tolstoi). Was gestern noch gegolten hat, gilt am nächsten Tag bereits nicht mehr; Versprechen werden nicht eingehalten, sondern gebrochen. Das sind nur einige Beispiele für negative Verhaltensweisen von Politikern, die wir Bürger verwerflich und für Vertreter des Volkes in keiner Weise passend finden.

​Nun gibt es zwei Möglichkeiten, dieses Verhalten zu beurteilen: Entweder wir verdammen es und schwören uns, solche verlogenen Personen nie wieder zu wählen. Oder wir solidarisieren uns mit diesen Politikern, weil wir im tiefsten Inneren wissen, dass wir uns in ihrer Situation wahrscheinlich nicht anders verhalten hätten.

Trotzdem bejahen wir ihr Herrschaftsgebaren nicht. Die Tiefenpsychologie ist davon überzeugt, dass der Mensch jegliches Verhalten lernt, auch von einer Bezugsperson abschaut, sich dessen aber nicht bewusst ist. So kann ein zu strenger Vater zum Beispiel bewirken, dass das Kind aus Angst nicht bei der Wahrheit bleibt und zur Lüge greift, um die Gunst des Vaters nicht zu verlieren. Und den Charakter, den der Mensch in der frühen Kindheit erwirbt, schleppt er sein ganzes Leben lang mit.

Wird eine Person nicht in die Position eines Politikers gehievt, kommt dieses überhebliche Verhalten nicht zum Tragen. Das betrifft herrschende Politiker wie auch mögliche Nachfolger. Und wir selbst müssen uns fragen, ob wir in vergleichbaren Situationen nicht ebenso gehandelt hätten. Sind Politiker nicht Menschen wie du und ich?

Was ist zu tun? Wir müssen den Aufforderungen eines Politikers nicht Folge leisten und können NEIN! sagen, denn jeder Mensch besitzt ein natürliches Urteils- vermögen. Er besitzt nicht nur ein natürliches Urteilsvermögen, er ist auch autonom.

Autonomie ist der Zustand und das Lebensgefühl der Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Selbstverwaltung. Philosophisch gesehen ist sie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu sehen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Damit ist sie auch die Kraft zum Nicht-Mitmachen (Adorno).

Ausgestattet mit diesen besonderen Fähigkeiten übergibt der Mensch jedoch ohne Not immer wieder anderen Menschen die Macht über sein Leben und seine Zukunft. Um das zu unterlassen, ist es notwendig, dass er sich selbst erkennt und sein Verhalten richtig beziehungsweise ehrlich einschätzt.

Weiterhin können wir gegen unsachliches Verhalten von Politikern protestieren. Ein Protest ist Ausdruck der Zurückweisung oder des Widerspruchs gegenüber einer bestimmten Art der Politik. Auch können wir gegen gesellschaftliches Unrecht revoltieren (Camus). Jedenfalls dürfen wir keinem die Macht übergeben! Jugendliche, die Erziehungsmethoden erleben, die nicht von Gewalt und übertriebener Autorität geprägt sind, werden der Gewalt abschwören und eine gerechte Sozial- oder Gesellschaftsordnung schaffen, in der Menschen ihre Mitmenschen nicht beherrschen wollen.

*Erziehungswissenschaftler, Psychologe und Buchautor

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Mit Unterberger bis zum Endsieg?

Andreas Unterbergers mangelndes Gespür für die Wirklichkeit oder auch die Gefährlichkeit der ideologischen Alternativlosigkeit der westlichen Geschichtsphilosophie

Von  Erasmus Konsul

Ja, wieder so ein Unterberger. Man könnte sagen, so ist er halt, der ehemalige Chefredakteur der „Die Presse“ und der „Wiener Zeitung“, der jetzt seinen eigenen täglichen Blog schreibt. Aber sein Beitrag bietet doch Anlass, einmal über das Denkgebäude nachzusinnen, das er uns als Grundlage für seine Politikvorschläge bietet. Unterberger schreibt, kurz zusammengefasst, unter der Überschrift „Weidel statt Kickl“:

– Weidel falle durch kluge Wortmeldungen auf, sei ein positives Vorbild wie andere von Meloni bis Milei für Kickl, zeichne sich durch gutes Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen aus. Im Gegensatz dazu kümmere sich Kickl um die Arbeiterschaft, was wg. der Ausländerfrage auch teilweise gelungen sei. In der FPÖ dominiere linkssozialistisches Wirtschaftsverständnis.

-Kickls FPÖ sei nicht bereit, auf äußere Bedrohungen von Cyberspace bis Russland zu reagieren, die Ukraine zu unterstützen, wo jetzt selbst Trump, Meloni  und Milei dies täten und eben auch Weidel in jüngsten Äußerungen Putin aufgefordert hätten, sich zu „bewegen“. Die FPÖ sei die russlandfreundlichste Partei in Westeuropa und verbünde sich mit Leuten wie Fico und Orban, die die Ukraine aufteilen wollten. Alle anderen reagierten im Gegensatz zur FPÖ auf die „wachsenden militärischen Erfolge der Ukraine, die Probleme im Inneren Russlands (Benzin) und die Provokationen Moskaus mit Drohnen, Luftraumverletzungen und im Cyberspace.

– Die FPÖ isoliere sich außen- und wirtschaftspolitisch und werde somit zur „Nachfolgerin der SPÖ, deren Abwärtstrend noch ausbaufähig sei.

– Zugunsten der FPÖ wirkten momentan nur noch im Wesentlichen drei Punkte: Kritik an der Aufarbeitung der Corona – Epidemie, an woken und genderistischen Schwachsinnigkeiten vor allem im ORF sowie an Migration, wo die Hauptschuld aber die europäische und österreichische Judikatur treffe. Zuletzt auch noch ihr Status als einzige relevante Oppositionspartei (!).


Ohne alles aufzugreifen, wäre dazu aus meiner Sicht zu sagen:


Unterberger muss Außenpolitik ja nicht verstehen, aber auch nicht darüber schreiben,  wo die Ukraine in letzter Zeit Gebiete besetzt haben soll, weiß nur er und dass es sich bei Drohnen und Luftraumverletzungen um russische Provokationen gehandelt hat, weiß wieder nur er und wissen nur diejenigen, die vielleicht aus anderen Gründen provoziert haben, um die NATO und die Amerikaner wieder oder weiter in einen Konflikt hineinzuziehen. Dafür gibt es unter den Staaten zwischen Ostseerand und Schwarzem Meer leider unterschiedliche viele, die außenpolitisch unter den Oberbegriff „unguided missiles“ einzuordnen wären, mit einem nahezu kompromisslosen Russlandhass. Zumindest ein Konjunktiv hätte angestanden, wenn Unterberger  über so etwas schreibt, aber vermutlich will er den nicht, weil eben so „unguided“ sein muss, was es „braucht“, damit das Bild wieder stimmt und nicht zu differenziert wird.

Douglas Macgregor (siehe Video) ist unter Berufung auf US-Geheimdienstexperten jedenfalls anderer Meinung als Andreas Unterberger  und könnte hier durchaus andere Zugänge haben als letzterer. Das gilt auch für die weitere Bedrohungsanalyse und ihre Begründung, bei der sich U darauf beschränkt, „Zeugen“ für die „Bedrohung“ durch Russland aufzurufen, das gegen Europa Krieg führe. Interessanterweise lässt Geostratege Unterberger dann durchblicken, man könne die alten Grenzen der Ukraine (wer hat die eigentlich festgelegt?) militärisch wieder gegen russischen Widerstand erreichen. Aha, so schwach ist Russland also, ein Papiertiger, wie Trump auch sagt, aber dann doch wieder eine Bedrohung für Europa? Selbstredend versucht Unterberger  keine differenzierte Sicht auf die Politik Trumps..der ja auch sinngemäß davon gesprochen hat, das müssten dann schon die Europäer machen..

Dass ein Herbert Kickl vielleicht den gegenteiligen Gedanken haben könnte, Europa führe in der Ukraine Krieg gegen Russland, zusammen mit den USA, um dieses zu schwächen oder gar zu zerschlagen (Kaja Kallas, die sich übrigens hier in eine Tradition baltischen Sprachgebrauchs einreiht, der schon seit Jahren zumindest implizit in seiner Schärfe ein „Verschwinden“ Russlands für wünschenswert zu halten scheint). Wenn Unterberger  nun Kickl Alice Weidel als Beispiel für notwendige antirussische Politik vorhält, dann wollen wir erst einmal abwarten, wie diese Äußerung im weiteren Verlauf zu werten sein wird, also der Ansatz zu einer Natofizierung der AfD gemacht werden sollte, dann sollten das Weidel und Kickl sich gut überlegen: Denn der gerade angesprochene Gedanke, wer  gegen wen in der Ukraine Krieg führt, geht nicht nur durch den Kopf von Herrn Kickl, sondern auch durch die Köpfe von Millionen von Deutschen und Österreichern. Ein Einschwenken auf die atlantische Linie dürfte spätestes in Ostdeutschland zu massiven Verlusten für die AfD, aber – im Falle Kickls auch für die FPÖ in Österreich führen! Verdienstvoll ist, dass Unterberger  diese Perspektive der Einbindung der AfD nunmehr indirekt aufwirft und damit ins öffentliche Bewusstsein rückt. 

Letztlich will Unterberger – und wollte vermutlich auch die ÖVP in den gescheiterten Koalitionsverhandlungen – nichts anderes, als dass die FPÖ so eine Art Hilfstruppe der „Schwarzen“ wird. Und wenn man in Deutschland auf die Politik des Herrn Merz  schaut, dann bemerkt man dort mit Ausnahme gewisser rhetorischer „Schwenker“ ja auch nicht einmal den Ansatz konservativer Politik, sondern eine Totalunterordnung aller  Politik im Inneren wie auch im Äußeren unter das „Kriegsziel“, das eben ein atlantisches ist und eine Überlegenheit der Westlichkeit in der Welt durchsetzen soll. Und diese Westlichkeit kommt eben verlässlich nur unter der Regenbogenflagge daher. Deswegen entsteht die bizarre Lage, dass Unterberger  durch seine antirussische Haltung letztlich die Regenbogenpolitik verteidigt. Trump hat dies den Europäern ja gerade vorgeworfen. Im Übrigen ist das auch bei tieferem Nachdenken logisch: Wenn konservatives Denken sich daran festmacht, dass Geschichte offen ist und nicht endlich, vom Menschen nicht beendet werden kann, kann sie sich auch nicht in irgendeinem menschlichen System welcher Art auch immer, und damit natürlich auch nicht dem der Westlichkeit, erfüllen oder erschöpfen. Francis Fukuyama, der selbiges behauptet haben soll, ist mental tot bzw. er hat überhaupt nie gelebt. Gott sei Dank, da alle solche Versuche immer im Totalitarismus enden müssen. Beispiele dafür gab es, aber wir sind noch nicht darüber hinweg. 

Diese Überlegung wird aber noch verstärkt dadurch, dass Unterbeger die soziale Frage nicht mehr versteht. Da befindet er sich in guter Gesellschaft von Macron, Merz, Starmer und Ursula von der Leyen  u.a.: Denn die milliardenteuren Kriegsanstrengungen müssen natürlich auf Kosten des Sozialsystems finanziert werden, irgendwann, spätestens dann wenn die – in Deutschland unter zweifelhaften verfassungsmäßigen Umständen zustande gekommene – Finanzierung über Kredite und Verschuldung an ihre Grenzen stößt. Die Verabschiedung der Sozialdemokratie von der sozialen Frage zugunsten des Regenbogen-Wokismus von Einwanderung, Transgender bis zu Klimaschutz, das Fehlen einer echten „Linken“ hat ein Vakuum auch in der politischen Analyse hinterlassen. Dies ist mehr als bedenklich und führt jenseits von Unterbeger dazu, dass durchaus beruflich kompetente Leute über notwendige Sozialreformen bei uns reden, in einem Staat, der durch nichts so sehr – wenn überhaupt durch etwas anderes – zusammengehalten wird, wie durch das Wohlstandsversprechen für alle, und einfach so tun, als gäbe es die Milliarden gar nicht, die pausenlos an den Dnepr fließen – wofür?

Der Vorwurf an Kickl, sich um die Arbeiterschaft (oder die Reste, die davon noch übrig sind und nach Fortführung der jetzigen Politik noch sein werden), geht also ins Leere. Ganz im Gegenteil, Kickl müsste die Regierenden in Österreich noch viel mehr stellen auf diesem Gebiet, und vor allem die AfD müsste dies in Deutschland tun: Sozialreformen müssen mit einer Vorstellung darüber verbunden werden, was unsere Länder wollen und können (!) und wie sie ihre Position in einer sich verändernden Welt(Ordnung) wahrnehmen. Aber natürlich – wir kommen zurück auf das oben bereits Angesprochene – vielleicht kommt man in den Reihen der CDU irgendwann zu der Meinung, dass es die Einbindung der AfD braucht, um Sozialreform – sprich Einschnitte – und Krieg bzw. um des Krieges Willen durchzusetzen. Diese Gefahr könnte sich in Weidels Äußerung auftun! Herbert Kickl sollte sich davon nicht beirren lassen!

Ich wiederhole schon früher gemachte Aussagen: Staaten mit überalterter Bevölkerung, abrutschender Demographie, werden auf lange Sicht von im Wesentlichen steuerfinanzierten Sozialsystemen abhängig sein und werden keine milliardenschweren Militärluftschlösser errichten können, um zu einem „peer competitor“ von Mächten wie China, Russland und USA zu werden. Aber diese Fragen kommen bei Leuten wie Unterberger – und anderen – ebenso wie die genannten geschichtsphilosophischen Überlegungen gar nicht vor, sie ziehen sich auf den manichäischen Hell-Dunkel-Gegensatz des „Wir Guten gegen die Bösen“ zurück und die Vorstellung, das westliche System wird siegen. Das wird es nicht und die Geschichte wird auch nicht mit dem „Westen“ enden. Aber der Versuch, dies zu erreichen, könnte den „Westen“ beenden. Wenn er es nicht schon ist..?

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Thema: K u l t u r k a m p f

Mitten unter uns:

Ein oft ignorierter Mechanismus

Die Tatsache, dass eine soziale Gruppe gemeinsam moralisch verwerfliche und strafrechtlich verbotene Handlungen begeht, schweißt die Gruppe zusammen und garantiert die Loyalität ihrer Mitglieder gegenüber Nichtmitgliedern und konkurrierenden Gruppen*.

Dies ist ein in der sozialwissenschaftlichen Forschung gut dokumentiertes Phänomen: Zusammenhalt durch gemeinsame Übertretung. Dieser Mechanismus ist in Macht- oder Einflusskreisen und in Geheimgesellschaften sehr verbreitet.

 Dabei kommen mehrere Mechanismen zum Tragen:

Schaffung einer starken Bindung: Das gemeinsame Begehen verwerflicher Handlungen schafft ein gemeinsames Geheimnis und eine kollektive Schuld. Diese intensive und verbotene Erfahrung kann die Mitglieder einer Gruppe viel stärker zusammenschweißen als banale Aktivitäten.

Abschottung nach außen: Das Bewusstsein, gegen das Gesetz oder die allgemeine Moral zu verstoßen, isoliert die Gruppe vom Rest der Gesellschaft. Die Mitglieder wissen, dass sie mit „Uneingeweihten” nicht über ihre Taten sprechen dürfen, was die Grenze zwischen „uns” (der Gruppe) und „ihnen” (den anderen) verstärkt.

Garantie der Loyalität: Die Beteiligung an einer illegalen oder unmoralischen Handlung macht einen Austritt viel riskanter. Ein Mitglied, das die Gruppe verlassen oder sie anzeigen möchte, wird sofort angreifbar, da es selbst schuldig ist. Die Loyalität wird somit durch die Beteiligung an der Übertretung „erkauft”.

Dieses Phänomen lässt sich in verschiedenen Kontexten beobachten: kriminelle Banden, Sekten, korrupte Führungskräfte in Unternehmen oder Institutionen und Geheimgesellschaften

 Grenzen und Gefahren dieses Mechanismus

Obwohl dieser Mechanismus sehr verbreitet ist, weist er grundlegende Grenzen und erhebliche Gefahren auf:

Fragiler, auf Angst basierender Zusammenhalt: Diese Solidarität basiert nicht auf Vertrauen oder positiven Werten, sondern auf Angst (vor der Justiz, vor der Rache anderer Mitglieder, vor Ausgrenzung). Sobald die Bedrohung von außen nachlässt oder sich ein Mitglied innerhalb der Gruppe in Gefahr fühlt, kann die Loyalität zusammenbrechen.

Eskalation der Gewalt: Um diesen Zusammenhalt aufrechtzuerhalten, ist die Gruppe oft gezwungen, immer schwerwiegendere Taten zu begehen, um die Loyalität neuer Mitglieder zu testen oder die Bindungen zwischen den alten Mitgliedern zu stärken.

Fehlen positiver Werte: Einer Gruppe, die sich nur durch gemeinsame Regelverstöße zusammenhält, fehlt oft ein positives Projekt oder ein konstruktiver Daseinszweck. Sie definiert sich hauptsächlich gegen die Gesellschaft und nicht für etwas.

Individuelle Zerstörung: Dieser Prozess ist für die Betroffenen äußerst destruktiv, da er sie in eine Spirale der Schuldgefühle treibt und sie von allen anderen sozialen Netzwerken abschneidet.

Erschienen bei: http://www.terreetpeuple.com

*Anmerkung von mir: Welche sozialen oder gesellschaftlichen Gruppen heute namentlich dafür in Frage kämen, sollte als informierter Zeitgenosse eigentlich schnell fündig werden.

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Israel – ein gescheiterter Staat?

Israel – un Etat défaillant?

Israel – a failed state?

Umfragekaiser Herbert Kickl ist der Meinung, man solle nicht mit dem Finger auf Israel zeigen. Nicht eine noble Geste zur falschen Zeit? Der Völkerrechtler, Historiker und Sachbuchautor Alfred de Zayas hingegen ballt bereits die Faust und  nimmt sich kein Blatt vor den Mund.  Er bringt zum Ausdruck, was immer mehr Menschen, darunter viele Juden, dieser Tage über zionistische Politik denken und die sich dazu auch äußern. Nachstehend sein Kommentar anlässlich aktueller zionistischer Verbrechen, die durch nichts zu rechtfertigen sind und deren Folgen wir Europäer eines Tages noch zu spüren bekommen werden.

Stellungnahme von Alfred de Zayas

„Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda haben uns vergessen lassen, dass Israel aus Terrorismus hervorgegangen ist, aus dem Völkermord der Nakba, dem Bombenanschlag auf das King David Hotel und der Ermordung des UN-Gesandten Graf Fokke Bernadotte. Es hat nicht aufgehört, als Terrorstaat zu agieren.

Martin Luther King Jr. schrieb 1964: „Unser Land wurde aus einem Völkermord heraus geboren“ – damit meinte er unsere Ausrottung der Algonquins, Crees, Cherokees, Dakotas, Irokesen, Mohawks, Sioux … Unsere Vorfahren töteten 10 Millionen „Indianer“, so wie Israel heute die Palästinenser „auslöscht“.

Die Bombardierung der Wohnhäuser der Hamas-Unterhändler in Doha durch Israel ist nicht nur ein empörender Verstoß gegen das Völkerrecht und eine Verletzung der Souveränität Katars, sondern auch ein Akt der Barbarei. Diese israelische Regierung hat kein Recht, sich als „zivilisiert“ zu bezeichnen.

Israel befindet sich nicht nur im Krieg gegen die Palästinenser, sondern auch gegen die Werte des Alten und Neuen Testaments, gegen die Charta der Vereinten Nationen, gegen das Völkerrecht und gegen die Moral.  Wenn wir Netanjahu nicht stoppen, machen wir uns alle mitschuldig am Völkermord.

Netanjahu fügt dem jüdischen Volk, der humanitären Tradition jüdischer Philosophen und Schriftsteller und dem Image Israels als Rechtsstaat kolossalen Schaden zu. Netanjahu hat Israel in einen gescheiterten Staat verwandelt.“

ZUR LAGE

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Sind wir schon ganz von Idioten umgeben oder werden wir bloß von solchen regiert?

Sommes-nous entourés d’idiots ou sommes-nous simplement gouvernés par eux ?

Are we surrounded by idiots or are we merely governed by them?

                                                                   Wer glaubt, die Muslime ließen sich                                        integrieren, hat das Hirn eines Kolibri. (Charles de Gaulle)

Zu der niederschmetternden Erkenntnis, der gesunde Menschenverstand hätte bereits  die Mehrheit unter uns oder zumindest jene, die uns zu regieren glauben, verlassen, könnte einer heutzutage leicht kommen. So ist es natürlich nicht, noch nicht, denn weder sind die meisten unter uns bereits schwachsinnig, noch sind, wie viele meinen, alle Politiker Idioten. Gegen das eine spricht, dass ich noch immer täglich sehr vielen vernünftigen Menschen begegne, gegen das andere, dass es noch immer Politiker gibt, wenn auch zu wenige, denen wahre Verantwortung kein Fremdwort zu sein scheint. Aber reicht das noch oder sind alle heraufbeschworenen Gefahren ohnehin nur eingebildete, die in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung stehen? Tatsache ist aber, mein  Land ändert sich und die für viele neue brutale Wirklichkeit im privaten wie im öffentlichen Bereich kann weder durch noch so spektakuläre „Events“ und brave Sonntagsgebete, noch durch den bald täglich durch den österreichischen Medienboulevard wandernden Elch Emil verdrängt werden.

Weiter im Raum bleibt aber auch die Frage: Wie ist es zu verstehen, dass die Politik, wie es doch den Anschein hat, über Jahrzehnte ein sich abzeichnendes einmaliges Fiasko dadurch zu verhindern versuchte, indem sie, zwar gestärkt durch wiederholt naives Wählervotum, das scheinbar Unvermeidliche einfach ignorierte? Und jetzt, wo es doch längst zwölf geschlagen hat versucht, die vor der Tür stehende  Katastrophe mit Absichtserklärungen und schöner Kosmetik eigentlich nur mehr zur Kenntnis zu nehmen. Kapitulation pur, in hervorragender Weise (pflichtschuldigst, auftragsgemäß?) vorexerziert im Falle des Phänomens der Massenimmigration, insbesondere des anstürmenden Islam mit seinen immer noch ignorierten vielfältigen kulturellen und religiösen Erscheinungsformen, die insgesamt naturgesetzlich und erfahrungsgemäß einer lohnenden Integration auf Dauer praktisch entgegenstehen. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass der große Sündenfall des „Wir schaffen das!“ längst vor Merkel stattgefunden hat, und es war ein Sozialdemokrat, Helmut Schmid, der auch vor den Folgen gewarnt hat.

Trotz unzähliger bekannter Fakten und trotz der Warnungen standfest gebliebener Politiker und vieler Islamkenner hielten ja vor kurzem noch ideologisch verblendete Galionsfiguren diverser Parteien es für besonders angebracht, von allgemeiner „Bereicherung“ (eine deutsche Grüne) durch Massenimmigration zu schwadronieren oder zu behaupten, der Alltag würde sich „durch diese Zuwanderung verbessern“ (ein deutscher Christdemokrat). Klingt im Nachhinein angesichts der Erfahrungen bisher wie blanker Hohn. Dass sie, die dafür verantwortlichen Lemminge,  in ihrem Profilierungswahn von den System-Medien bei diesem politischen Jahrhundertflop dabei unterstützt wurden, sollte nicht unerwähnt bleiben, wie auch deren Bemühen, die Etablierung des Islamismus so darzustellen, als wäre dieser von Ursachen befreit vom Himmel gefallen. Um mit ihm jetzt so zu verkehren gedenken als wäre er, global gesehen, von Haus aus ein einheitlicher Block, was er allerdings mit westlicher Hilfe und trotz aller Lügen und Heuchelei von dieser Seite noch werden könnte.

Der Islamismus einst als Widerstandskraft gegen Kolonialmächte,  später als Ordnungs- und vielfach auch schon (wieder) Eroberungselement  hat, wie der Ukraine- oder der Palästinakonflikt,  selbstverständlich seine Vorgeschichte, aber auch diese wurde immer wieder ignoriert. So gab es ja bereits im 19. Jahrhundert, etwa unter Ahmad Khan in Indien, Ansätze zu einer Reform des Islam, aber diese wie alle nachfolgenden wurden durch geostrategische Arroganz und eine blinde Kolonialpolitik zunichte gemacht, gleichzeitig aber das Aufkommen dem Westen feindlich gesinnter radikaler Kräfte, dazu auch die Moslembrüder gehören, begünstigt, auch schon interessenbewusst gefördert. Diese Radikalen, wie auch ihre wachsende Anzahl von Anhängern, können sich gerade jetzt durch die Haltung des „dekadenten Westens“ in der Palästinenser-Frage nur bestätigt fühlen. Westliche Politik ist wohl die Kunst, sich Feinde zu machen und dabei den nächstliegenden größeren potentiellen Partner in die Arme Chinas zu treiben.  Mit dem Ergebnis einer  „Allianz gegen den Westen“, ein Produkt des selben Politik eben. 

So gesehen, dürfte in Zukunft vermehrt mit stärkerem Gegenwind aus Ost und Süd zu rechnen sein, somit auch aus vom uneinsichtigen Westen sich abwendenden islamischen Staaten deren vereinzelte korrupte Herrscher sich nur durch neue Anpassung halten werden können. Unabhängig davon aber wird im Hinblick auf die islamische Diaspora im Westen, eine vermehrte Unsicherheitslage auf dem Gebiet dieses Stachel-im-Fleisch-der-Nationen befindliche Projekt Europäische Union nicht zu vermeiden sein. Am Ende droht den Völkern Europas aber noch mehr:  Im Zuge eines möglichen sich  anbahnenden Chaos könnte ein politisch längst im Hintergrund tätiges  transatlantisches politisch-militärisches Herrschaftsinstrument wider alle demokratischen Gepflogenheiten als  knallharte übergeordnete innenpolitische Ordnungskraft  ins Spiel gebracht werden. Dass dafür bereits ein Plan vorhanden sein könnte, darf angenommen werden. Kurz gesagt: Durch hausgemachte Unordnung zur NATO-Großraumordnung in Europa. Und Politiker, die da mitspielen möchten, müssten dazu keine Idioten sein. Schlimmstenfalls Bewunderer von Mr.Trump.

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Menschenrechte auf Abwegen?

Emiliano Calemma widmet sich im italienischen Online-Medium  Destra*  dem Thema Menschenrechte in für viele ungewohnter wie auch herausfordernder Weise, was mit Sicherheit nicht nur bei Menschenrechtsaktivisten  Widerspruch und Ablehnung hervorrufen wird. Aber schon Alain de Benoist hatte Jahre zuvor mit fundierter Kritik an dieser heiligen Kuh der Moderne gerüttelt. Ohne Zweifel ein sensibles Thema und als solches für viele ein Tabu, das sich aber gerade im Zuge der Massenmigration und des sich abzeichnenden politischen und gesellschaftlichen Wandels  in seiner derzeitigen Auslegung und Anwendung wohl nicht weiter behaupten wird können.

Der unerträgliche Fanatismus der Menschenrechte“

 L’insupportable fanatisme des « droits de l’homme »

The unbearable fanaticism of human rights

Von Emiliano Calemma

Die Gesellschaft, in der wir leben, hat ein Problem: Sie hat den Kontakt zur Realität völlig verloren und lebt in einer imaginären Welt aus vorgegebenen Solidaritätsgedanken, die unweigerlich zum Ende der westlichen Zivilisation führen werden. Wir können dies als „Fanatismus der Menschenrechte” bezeichnen. Eine Art neo-humanistischer Kult, der den Menschen und seine vermeintliche Freiheit, zu sein, was er will, in den Mittelpunkt des Kosmos stellt. Dabei widerspricht er den Naturgesetzen, ja sogar der Wissenschaft selbst, die je nach den Bedürfnissen derjenigen, die die Regeln des globalistischen Spiels diktieren, nützlich oder nutzlos ist. Die wichtigsten Medien, die weltweit Informationen über Fernsehen und Internet verbreiten, tun ihr Bestes, um zu verhindern, dass die Menschen Nachrichten, Analysen und Kommentare erhalten, die nicht mit dem übereinstimmen, was beschlossen wurde. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die gesamte Öffentlichkeit soll davon überzeugt werden, dass eine auf Multikulturalismus, Atheismus und egalitärem Individualismus basierende Gesellschaft schön und unvermeidlich ist.

Es wird also unmöglich, die Existenz von Rassen zu behaupten, es wird unmöglich, die Existenz von zwei Geschlechtern zu bekräftigen, das Konzept der Familie wird unhaltbar, es wird undenkbar, sich gegen Abtreibung oder Sterbehilfe auszusprechen, es wird unerträglich, sich als Konterrevolutionär zu outen. Es wird sogar unvorstellbar zu glauben, denn der Glaube, so wird uns erklärt, ist eine Erfindung des Menschen, um die Köpfe zu versklaven. Der nihilistische Progressismus hingegen hat, wenn Sie mir den Scherz gestatten, einen Vorteil: Er muss sich nur darum kümmern, Idioten im Zaum zu halten, die sich selbst versklavt haben.

Betrachten wir das Phänomen der Einwanderung. Die Einwanderung wird von den Mafias verschiedener Länder in Zusammenarbeit mit den westlichen Regierungen organisiert und verwaltet, mit einem dreifachen Ziel: die Bräuche, Sitten und Traditionen der europäischen Völker zu zerstören, um jegliche ethnischen/kulturellen/religiösen Ansprüche auszulöschen; Millionen von Billigarbeitern nach Europa zu bringen, um die einheimischen Arbeitnehmer zu vernichten und die Lohnforderungen aller zu senken, was einzig und allein dem Großkapital zugute kommt; die Schaffung einer Weltgesellschaft ohne kulturelle Barrieren zu erreichen, die der Schaffung eines globalen Binnenmarktes vorausgeht, einer Welt ohne Grenzen, in der wenige alles haben und alle nur das Nötigste, um zwanghaft zu konsumieren. Werden Sie jemals eine solche Analyse in einer nationalen Nachrichtensendung finden? Unmöglich. Nicht, dass jemand anfängt, wirklich daran zu glauben…

Die öffentliche Meinung lässt sich leicht täuschen, wenn man über die entsprechenden Mittel verfügt. Die Medienbesitzer sind schlau, viel schlauer als die Menschen, die sich von ihren Produkten „ernähren“. Ein guter Verkäufer von Luftschlössern schafft es nicht nur, Ihnen seine Luftschlösser zu verkaufen, sondern Ihnen auch das Gefühl zu geben, dass Sie diese brauchen, und damit hat er schon gewonnen. Wie kann man jedoch glauben, dass das Recht, in allem selbst zu entscheiden, der richtige Weg ist? Die moralische und natürliche Ordnung der Dinge wurde überwunden. Als Individuen dieser kranken Gesellschaft fühlen sich alle berechtigt, ihr eigenes Leben und das anderer ohne Skrupel, ohne Schuldgefühle und ohne Schwierigkeiten zu untergraben oder zu zerstören. Alles ist erlaubt, bis hin zur Zerstörung dessen, was der Mensch in Jahrtausenden mit großer Mühe aufgebaut hat und was Gott uns geschenkt hat.

Die Feinde des Glaubens scheinen das maximal mögliche Ergebnis erreicht zu haben. Die Feinde der Moral scheinen ohne Schwierigkeiten zu triumphieren. Korruption in all ihren Formen ist die Vorgehensweise des modernen Menschen. Wir können nur zuversichtlich auf ein Urteil warten, das nichts Weltliches an sich hat.

*Erschien erstmals in Destra.it: „ Bugie e potere/ L’insopportabile fanatismo dei “diritti umani”.  Entnommen der Publikation „Terre er Peuple“ /terretpeuple.com

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Europa zwischen Erhabenem und Lächerlichem

L´Europe entre le sublime et le ridicule

Europe between the sublime and the ridiculous

Putin ist anders

Anders jedenfalls als er von einem heuchlerischen westlichen „Mainstream“ porträtiert wird. Da lassen den Mensch Putin, zum Beispiel,  die 2002 erschienenen Erinnerungen eines angesehenen hohen Diplomaten, Albert Rohan, in einem der heutigen Berichterstattung völlig entgegengesetzten Bild erscheinen. Da empfing der Kremlherr den  österreichischen Bundespräsidenten und dessen Gattin in bevorzugter Weise zu einem privaten Essen in seiner Datscha, wo er von seinem Wunsch sprach, mit den USA ein auf „gute Zusammenarbeit abzielendes Verhältnis“ aufbauen zu wollen und dabei eine Mitgliedschaft in der NATO nicht ausschloss. Dass Putin im Gespräch durchaus mit „Charme und Humor“ punkten konnte, mag auch dazu beigetragen haben, dass sich zwischen den beiden Präsidenten eine Freundschaft entwickelt haben soll. Etwas, was heute undenkbar erschiene, zumindest zwischen Putin und Österreichs jetzigem Präsidenten, der, wie viele seiner westlichen Kollegen, völlig NATO-fixiert ist, obwohl es ja ausgerechnet dieses im Angriffsmodus verharrende unaufrichtige Bündnis war, das Putin schließlich zur Abkehr vom Westen und in einen unnötigen verlustreichen  Präventionsschlag zwang. Der Mensch Putin hat sich nicht verändert, aber der Politiker Putin konnte nicht anders. Um nun, trotz westlichem Kriegseifer und Gepolter, seine Politik  in erhabener Position durchzuziehen.

Trump, und noch kein Ende?

Aber immerhin, und das frei nach Shakespeare, ließe sich, nach bisherigem Stand, voraussagen: „Eines Narren Bolzen könnten bald verschossen sein“ (Heinrich V). Wenn auch, anders als in des Dichters anderen Werk (Richard III), „King“ Donald sein Königreich wahrscheinlich nicht gegen ein Pferd eintauschen wird müssen. Ein Trost vielleicht für einen, der die Prinzipien der Kausalität zu ignorieren scheint.  Er mag ja gewiss ein schlauer Immobilienspekulant sein, aber ein weiser Präsident? Zumindest wäre er ein ideales Studienobjekt zu der Frage, inwieweit Politiker ganz allgemein dazu in der Lage sind, in ihrem Amte zu einem, wie es der Soziologe Leopold Rosenmayr einmal formulierte, „von innerer Überzeugung, auch religiösen Bekenntnis getragenen Einsichtsprozess“ zu gelangen. Ich befürchte, bei Donald Trump, und nicht nur bei ihm, sind, wie die deutsche Redewendung lautet:  „Hopfen und Malz verloren“. Aber vielleicht gründet er noch einmal ein Kabarett, um neu durchzustarten.

Europa – Selbstaufgabe oder Umkehr?

Mit Russland wäre in Europa Dynamik eingekehrt, hätte Europa wieder bessere Zukunftsaussichten gehabt. Nun hat sich das Blatt Fortuna längst gewendet. Neue bedrohliche Fronten tun sich auf, und zu verdanken haben „wir“ es auch uns selbst, die Mondsüchtigen gleich schlafwandelnd alles widerstandslos hingenommen haben und weiter hinnehmen. Und „uns“ jetzt erst recht, natürlich NATO-konform und lendenschwach, vorerst weiter an den vermeintlichen Beschützer klammern müssen. Das Erwachen ist bitter, jetzt schon. Nichts zu befürchten allerdings haben die mitverantwortlichen EU-Pleite-Politiker, solange sie nicht abgewählt und zur Verantwortung gezogen werden. Im Übrigen sei bei der Gelegenheit der Abstiegskandidat Europäische Union und deren atlantischer Hausherr an Napoleons Ausspruch erinnert, der bei seinem Rückzug aus Russland die bittere Erkenntnis zog, vom Erhabenen zum Lächerlichen sei es nur ein Schritt. Oder, um es mit einem österreichischen Bonmot etwas anders, besonders in Richtung Brüssel,  zu sagen: Es sind schon Kaiser gestorben.

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Der Spielraum der Europäer wird geringer


La marge de manœuvre des Européens se réduit

The Europeens´ room for manoeuver is becoming smaller

Ein Gastbeitrag von Erasmus Konsul

Die USA ziehen die Zügel in ihrem Imperium an. Daran gibt es keinen Zweifel. Der „Deal“ zwischen ihm und Ursula van der Leyen, die ja ohnehin immer auf Linie der USA war, spricht genauso Bände wie die vielen „intellektuellen“  Absonderungen“ des Gröpaz („Größter Präsident aller Zeiten“), die deutlich machen, dass „Daddy“ zunehmend in seine Rolle hineinwächst. Die Art und Weise der Deals, wie etwa Südkorea Zahlungen abgepresst werden und er dann seine verbale Huld verteilt, oder eben seinen Zorn, wenn Länder wie Indien nicht gleich „parieren“, von Russland gar nicht zu reden. All das zeigt deutlich die Richtung an, in die es geht und weiter gehen wird. Und natürlich ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, die Vasallen werden nachzahlen müssen, um die von ihnen gewünschte Sicherheit zu erhalten. Das Imperium ist finanziell schwer leidend.

Dabei geht es vorwiegend um die Sicherheit der Nomenklatura im Westen, die ihr Schicksal – beruflich und privat – mit den USA untrennbar verbunden hat, wie einstmals ihre Pendants im Osten vor 1989 mit der Sowjetunion. Hinzu kommen diejenigen, die meinen, mit dem Sternenbanner verbunden zu sein, dazuzugehören, weil sie eben so erzogen wurden, es Teil ihrer Jugend war, eben immer so war. Alle, die sich aktiv verweigern, Alternativen zu denken oder gar dem Impetus, dass es Alternativen geben könnte. Summa summarum, die „Generation Merkel“, darunter sogar viele, die Merkel kritisieren, aber eben trotzdem keine Alternativen wollen. Die meinen, dass die immer größere Anzahl der anderen weltweit die Geisterfahrer sind, die ihnen entgegenkommen.

Natürlich wissen wir noch nicht, wer bei dem „Deal“ US-EU wirklich etwas erreicht hat, aber gehen wird es letztlich nur darum, wer aus der atlantischen Fraktion die Oberhand gewinnen wird. Verlierer werden jedenfalls die Völker sein und einiges spricht dafür, dass dies vor allem auch die Deutschen sein werden..die jetzt erst einmal Waffen in USA kaufen dürfen..

Zunehmend wird auch klar, dass der Platz für „Neutralität“ oder „Blockfreiheit“ begrenzt ist, wenn überhaupt noch existent. Das gilt nicht nur für die kleinen Neutralen in Europa, deren Militär zunehmend atlantifiziert wird, „schanghaien“ hätte man vielleicht vor über 100 Jahren gesagt, durch Karriereaussichten in internationalen Stäben, Lehrgänge, Lob und Förderung durch die nationale Politik, die unter der Fuchtel der Atalntiker steht. Es gilt auch für Kolosse wie Indien, das nun vom großen Cowboy unter Druck gesetzt wird, nach allen Regeln der Cowboy-Kunst, das aber vermutlich auch antworten wird, nach allen Regeln der indischen Kriegskunst (Arthashastra) und jahrhundertelanger Erfahrung mit kolonialen Attituden, nun wieder herausgefordert durch eine angelsächsische Macht.

Das zeigt nun aber auch, dass möglicherweise die Phase zu Ende geht, in der die USA sich als Alleinherrscher, als Führer eines unipolaren Weltensystems betrachten (konnten), auch wenn sie den Status einer solchen alleinigen Führerschaft vielleicht insgeheim noch anstreben sollten. Frei nach dem Motto „es könnte ja noch klappen“. So oder so ähnlich hat sich der Donald in Bezug auf weitere Russland-Sanktionen geäußert. Aber vermutlich wird es nun darum gehen, die Grenzlinien der Einflussbereiche abzustecken. Die Aussagen zu Grönland und Kanada werden in ihrem Prinzip jeden Tag bestätigt. Früher hielten sich Herrscher Hofnarren, jetzt macht der Herrscher es gleich selbst. Oder ist er am Ende gar kein Herrscher…???

Jedenfalls verliert der Donald zunehmend die Rolle desjenigen, der die USA angeblich in eine neue multipolare Welt in einer gleichgewichtigen Rolle einbringen will, er wird zunehmend zu einem „Sleepy Joe“, der entweder ihren Machtbereich maximal, in Nullsummenspielen, auf Kosten anderer ausweiten oder gar noch einmal einen Versuch machen will, in die Dirigentenrolle zurück zu rutschen. Das unter bewusstem Verzicht auf alles, was bisher die „Softpower“ der USA ausmachte, die Vorkämpferrolle für Freiheit, die allerdings schon unter seinen Vorgängern zunehmend zu einer „woken“ Parodie derselbigen degradiert war.

Und dann gibt es da auch noch die BRICS: Zum Beispiel Brasilien, das zurzeit einen schweren Stand beim Donald hat, der den brasilianischen Präsidenten vermutlich gern zum Frühstück verspeisen würde. Natürlich folgen da höhere Zölle wie das Amen im Gebet. Freiheit durch den Rohstock des Zolltarifs, damit es alle lernen. Die BRICS sind natürlich kein Block wie die USA und ihre Apologeten, aber eine Gruppierung mit ähnlichen Absichten. Aber vielleicht hat der Donald ja nur einfach seine Rechnung nicht richtig gemacht. Wenn man den Markt beherrscht, kann man seine Marktmacht ausspielen. Das weiß jeder. Aber nicht jeder weiß, wann und inwieweit man noch Marktmacht hat. Das ist das, was viele in den USA und Europa noch nicht begriffen haben. Es ist nicht Sommer 1952, sondern Sommer 2025!. Tempora mutantur et nos mutamur in illis… aber was ist, wenn wir uns gar nicht verändern (wollen)?

PS: Inzwischen rücken die Russen in der Ukraine weiter vor und die Rolle all der, die sich mit dem „Sieg“ in der Ukraine politisches Überleben sichern wollen, wird prekärer. Und im Übrigen geht es immer noch nicht um einen Konflikt der „Werte“ – also all das, was bei uns so diskutiert wird…

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In Freiheit gefesselte Alteingesessene

Autochthones enchaînés en liberté/ Old-established people shackled in freedom

Die Freiheit ist die ewige Jugend der Nationen (Manuel Foy)

In Österreich sollen an die 100.000 Syrer leben, glaubt man einer Tageszeitung, eine offenbar von kriminellen Elementen reichlich unterwanderte Einwanderergruppe. Doch, aufgepasst! – angeblich soll, wie bei Somaliern, auch bei Syrern das Zugehörigkeitsgefühl zu Österreich besonders stark sein. Will heißen: zu unserem Sozialsystem? Ganz im Gegensatz zu den Syrern soll bei Ukrainern in unserem Lande dieses Gefühl eher schwach vorhanden sein. Das spricht für sie. Es werden auch nicht die Ukrainer sein, die einmal in unserem Land für Unruhen sorgen könnten.

Nun gelang es der österreichischen Regierung aber doch noch, in einem geradezu heroischen Akt sage und schreibe einen einzigen dieser unerwünschten Syrer abzuschieben. Anschließend durfte der ansonsten aus nationaler Sicht eher erfolglose Kanzler nach Rom und Paris eilen, um erst mit „Powerfrau“ Giorgia und dann mit Emmanuel I. die üblichen Floskeln und Absichtserklärungen abzusondern. Was er zuvor bereits bei Erdogan grandios bewältigte, ohne auch nur ein Wort über dessen Verfolgung Oppositioneller zu verlieren.

Und so konnte er auch bei dem ebenfalls rüstungsbegeisterten Macron wie auch im situationselastischen Rom, wo er von Fortschritten bei der Südtiroler Autonomie fabulierte und dabei ignorierte, dass der vollmundigen Gastgeberin diese Autonomie schon zu weit gehe, seine Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen. Da wundert es einen schon nicht mehr, wenn seiner Regierung zum 80.Jahrestag der immer noch gültigen verbrecherischen Benesch-Dekrete, die zu Mord, Enteignung und Vertreibung deutschstämmiger Menschen aus ihrer angestammten Heimat geführt haben, nichts einfällt.

Österreich brauche „dringend wieder mehr Kinder“, schreibt die der Industrie nahestehende Presse. Donnerwetter! – wer hätte das gedacht. Tatsächlich aber weiß man das längst und blieb dennoch untätig. Nun brennt es zwar noch nicht in den Städten, unter anderem aber doch der Hut an der Pensionsfront, in den Schulen und im Fachkräftesektor und man hat dazu auch noch eine unglaubliche Staatsschuldenlast zu verantworten. Da man bisher geschludert und geschlafen hat, wird nun der in Wirklichkeit immer noch stattfindende Migranten-Import als Allheilmittel gepriesen. Jeder Protest dagegen wird unterdrückt und verleumdet, hausgemachte Kinderlosigkeit weiter schicksalshaft hingenommen.

Also reicht daher ein Viertel der Bevölkerung mit kulturfremdem Migrationshintergrund als Zeitbombe noch immer nicht? Denn, so die alte Leier, sonst würde ja unser Land „nicht mehr funktionieren“. Und schon wird die schreckliche Gefahr an die Wand gemalt, wir könnten auf das Niveau der Fünfziger Jahre zurückfallen. Waren die so schlecht? Eine Aufbauzeit: ohne Handy, überfremdete Schulklassen, Kinderkriminalität, Vergewaltigungen und Gewaltorgien am laufenden Band. Und die Menschen hatten damals noch viel Hoffnung und Zuversicht. Und genügend Nachwuchs.

Doch Jahrzehnte danach: Zukunftsängste und Schuldkomplexe mit Folgen. Weil wir angeblich noch immer nichts aus der Geschichte gelernt haben, soll uns jetzt ein zentrales Holocaust-Museum vor die Nase gesetzt werden. Dabei gibt es in unserem Land schon genug Erinnerungsstätten zu diesem NS-Verbrechen, um aufzuzeigen, was auch bei uns möglich war und anderswo schon wieder möglich ist. Aber keine einzige gibt es zu den alliierten Verbrechen, und die waren auch schrecklich genug. Will man uns in Freiheit gefesselte Spätgeborene also weiter, dafür aber nachhaltiger als bisher in eine alle Zeiten überdauernde Verantwortung nehmen?

Interessant im Zusammenhang mit dem geplanten Holocaust-Zentrum ist die weiter führende Argumentation, es solle auch junge Migranten auf das „ungeheuerliche Ereignis“ aufmerksam machen. Wie weltfremd man doch zu sein scheint, könnten doch diese vermeintlichen Hoffnungsträger, so sie da bleiben und sich weiter brav vermehren und weitere zuströmen, dereinst die Abrissbirne betätigen und an derselben Stelle ein Mahnmal für Vertreibung und Völkermord in Palästina errichten. Und nicht ganz nebenbei würde diese „Abrissbirne“ dann wohl auch bei einigen liberalen Errungenschaften der Gegenwart zum Einsatz kommen. Vom Wohlstand Berauschte wollen oder können diese Möglichkeit nicht zur Kenntnis genommen.

Souveränität einer Nation, etwas das die Nutznießer des herrschenden Systems im Westen gerne für immer aus der Welt schaffen möchten. Mit dem Verlust der Souveränität schwindet aber auch unsere Freiheit. Die Anstrengungen dazu sind zwar in der benachbarten Bundesrepublik ausgesprochen allgegenwärtig, doch darf man dabei nicht übersehen, dass es auch in Österreich ähnliche Bestrebungen gibt. Zwar verdächtigt man auch die Freiheitliche Partei seit jeher mehr von dieser Souveränität anzustreben, doch erlaubt es ihre gemäßigte Positionierung in dieser Frage nicht wirklich, um ihr einen Strick daraus drehen zu können. Noch nicht. Anlässe dazu wird man immer finden. Mittel und Methoden, um Patrioten zu denunzieren, zu diskriminieren oder wirtschaftlich zu schädigen ähneln sich ja von Land zu Land bereits, krasse Beispiele mit totalitärem Anstrich kennen wir aus bundesdeutschen und französischen Landen.

Eine der bewährten Repressalien sind Kontosperren und weitere Kontoeröffnungen in dieser „Friedens“-Union zu verunmöglichen. So hat man es auch den Identitären Österreichs beinahe unmöglich gemacht, irgendwo in Europa noch ein Bankkonto zu eröffnen. Da fragt sich ein Freiheit und Gerechtigkeit affiner Mensch doch: Was haben diese jungen Leute oder Politiker wie Weidel und Höcke denn verbrochen außer ein Bekenntnis zu ihrer Nation abgelegt zu haben? Souveränität geht nicht mehr, sagen NATO und Brüssel, und deren Claqueure in Politik und Medien transportieren bereits praktiziertes Unrecht weiter.

Aber, fragen sich jetzt viele bereits, leben wir dann noch in einer freien Republik, in einem Rechtsstaat? Ein dem linken Lager in Österreich zugeneigter hoch anerkannter Verfassungsexperte hat Letzteres bereits einmal vor Jahren im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Wien verneint. Da müssten ihm ja inzwischen die verbliebenen Haare zu Berge stehen, und „Linken“ jeder Spielart doch längst die Erkenntnis gekommen sein, eine für das Überleben einer Nation und die Freiheit ihrer Bürger wichtige Frage den so genannten „Rechten“ überlassen zu haben.

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