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	<title>Helmut Muellers Klartext</title>
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		<title>Wenn österreichische Politiker grinsen</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 15:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt grinsen sie wieder vermehrt von einschläfernden Plakaten. Gerne auch in die Kameras. Wahlen kündigen sich an. Und immer noch glauben viele Wahlberechtigte, sie, &#8220;ihre&#8221; Politiker, würden es in ihrem Sinne schon  richten.                                                            Daß es dann meistens anders kommt als &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/05/19/wenn-osterreichische-politiker-grinsen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2349&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Jetzt grinsen sie wieder vermehrt von einschläfernden Plakaten. Gerne auch in die Kameras. Wahlen kündigen sich an. Und immer noch glauben viele Wahlberechtigte, sie, &#8220;ihre&#8221; Politiker, würden es in ihrem Sinne schon  richten.                                                            Daß es dann meistens anders kommt als erhofft. wird nicht selten durch den  nächsten Politikerlächeln-Wettbewerb schon wieder kompensiert. Bei uns in Österreich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Es gibt natürlich Ausnahmen unter den Politikern. Solche die den Ernst der Lage erkannt haben, aber ihrer besorgten Miene wegen ungern nach vorne gelassen werden. Freundliche Masken sind gefragt.                                                                                             Grundsätze, wie man sie u. a. auch der unschön „gemobbten“ freiheitlichen Politikerin Barbara Rosenkranz*  nachsagt, bremsen eher den Elan einer dem Opportunismus frönenden  Politik. Und die hat Methode.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Folglich  mehren sich auf Seite der verhinderten Gipfelstürmer die Déjà-vus, was nicht verwundern sollte, wenn ein bestimmtes politisches Modell mit Ablaufdatum kopiert wird. Da dürfen schon Wetten abgeschlossen werden, ob der  jetzt propagierte „Zukunftsweg“ ein holpriger oder ein gespaltener sein wird. Farce am Ende oder nicht, das ist jetzt erst recht die Frage.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Einst wurden Politiker angebetet oder gehaßt. Zumindest angebetet wird keiner mehr. Und nur noch das Heer der Leichtgläubigen und Gleichgültigen mag annehmen, daß  das anlaßbezogene, aufgewärmte Lächeln eines politischen Emporkömmlings irgendein Versprechen halten oder gar die bestehende Unordnung ändern könne.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Wie heißt es so schön: Wenn Menschen lügen, versuchen sie es mit einem Lächeln zu verbergen. Erst recht gewisse Politiker. Da biegen sich heute dementsprechend die Balken. Daß nach all den Erfahrungen vom Politiker nicht ernsthaft und mit Nachdruck verlangt wird,  daß er keine Lügen erzählen soll, daß er sagt, was er denkt und fühlt, prolongiert gerade dessen Hinweglächeln. Die Maske ist der Weg, der mit Doppelmoral gepflastert ist. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Ich behaupte, für die meisten Spitzenpolitiker ist Verantwortung ein Fremdwort. Und weil das so ist, nehmen dieselben ihre eigenen Worte auf die leichte Schulter und pfeifen auch auf Glaubwürdigkeit. Daß diese aber von unschätzbarem Wert ist, wollen einige nicht einsehen, ehe sie nicht abgewählt und, gar nicht selten, durch den Medien-Kakao gezogen wurden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Das ist es vielleicht, was der Essayist Joseph Wechsberg** einmal gemeint haben mag: Kann denn  jemand, von einem ethisch-moralischen Standpunkt aus gesehen, intelligent sein, der  verhängnisvollen politischen Paradigmen folgt und, wie es heute vielfach der Fall ist, dabei auch noch ungeniert in die Kamera grinst? Es mag sich in Einzelfällen ja echt auszahlen, aber der Ruf ist danach meist ruiniert. Also intelligent?</span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span lang="DE" style="font-size:12pt;"> </span><span lang="DE" style="font-size:12pt;">*Das schlechte Abschneiden der Freiheitlichen in Niederösterreich hat, anders als die Bundesparteiführung es darstellt, mehrere Väter. Es war aber für diese ein willkommener Anlaß, vom eigenen Versagen abzulenken und sich darüberhinaus eines weiteren deutschnationalen „Urgesteins“ zu entledigen.                                                              Wie Christdemokraten und Sozialdemokraten haben, ähnlich wie Haider, offensichtlich auch die Strache-Freiheitlichen eine ideologische Kernschmelze einzuleiten begonnen. Auf Grund einer kritischen Masse ein unkalkulierbares Risiko. </span> </em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span lang="DE" style="font-size:12pt;"> </span><span lang="DE" style="font-size:12pt;">**Helmut Müllers Klartext:„Gehören unsere Politiker entmündigt?“, 7. Jänner 2011</span> </em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2349/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2349&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Sehr gefährliche und dumme Leute</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 15:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hätte nicht erst der Saatgutverordnung bedurft, um zu ahnen, mit welchen Figuren wir es  in Wirklichkeit in dieser EU zu tun haben. Die EU-Verantwortlichen seien sehr, sehr gefährliche und dumme Leute, sagte schon einmal der sich zunehmender Beliebtheit erfreuende &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/05/11/sehr-gefahrliche-bose-leute/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2343&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Es hätte nicht erst der Saatgutverordnung bedurft, um zu ahnen, mit welchen Figuren wir es  in Wirklichkeit in dieser EU zu tun haben. Die EU-Verantwortlichen seien sehr, sehr gefährliche und dumme Leute, sagte schon einmal der sich zunehmender Beliebtheit erfreuende Europaabgeordnete  Nigel Farage, dessen Partei bei den britischen Kommunalwahlen gerade einen großartigen Erfolg verzeichnen konnte. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Im Vergleich zu dem intelligenten und humorvollen Hugenotten-Nachfahren Nigel wirken die meisten anderen EU-Abgeordneten ohnehin wie lahme Enten. Oder, wenn man will,  gut bezahlte Ja-Sager, aber immerhin, auch dann wenn es um ihre Privilegien geht, mit einer „Hypermoral“ als Abwehrschirm ausgestattet.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Entlarvend geradezu ist, was der  tapfere Brite  von der &#8220;Reformkommunistin&#8221; Merkel zu berichten weiß: Es sei ihnen, also ihr und dem Rest der Gang, vollkommen egal, ob die Jugendarbeitslosigkeit 60 Prozent erreicht oder 25 Prozent der Unternehmen in den nächsten fünf Jahren zusammenbrechen…solange sie das europäische Projekt halten können, soll sie ihm gesagt haben. Das erinnert stark an ein ähnlich gelagertes, borniertes Denken bei Breschnew und Konsorten. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;"> </span><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Eingefleischte EU-Politiker  sind im Grunde eigentlich Fanatiker. „Ihre“  Philosophie von Europa soll unumkehrbare politische Tat werden. Europäische Politik aus ihrer Sicht ist Vollendung der europäischen Geschichte, ist, gewaltsame Mittel nicht ganz ausgeschlossen, die beharrliche Umgestaltung Europas zu einer uneinnehmbaren Festung des Geldadels und dessen  Vasallentums. Schließlich ist nach Hegel bzw. auch Marx, selbst der verbrecherischste Gedanke großartiger als alle Wunder des Sternenhimmels.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">In diesem Sinne verstehen sich die maßgeblichen EU-Spitzenpolitiker als von der Vorsehung auserkorene  Berufsrevolutionäre. Im Irrglauben befangen, ihre Rolle in der Geschichte genau zu kennen und aus ihr heraus unfehlbar zu handeln, waren aber auch die Bolschewisten. Und wie diese, würden EU-Führer, so sie schon könnten, jedes geringe Abweichen von ihrem „europäischem Traum“ (Merkel) wahrscheinlich entsprechend zu ahnden wissen. Vielleicht werden Auschwitz und Mauthausen deshalb so gut in Schuß gehalten. </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2343/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2343/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2343&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Provokation in Budapest</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 10:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Man ist versucht zu sagen, die Israel-Lobby habe ihr Ziel wieder einmal erreicht. Jetzt, wo sich die Lage im Nahen Osten gefährlich zuspitzt und Israel zuletzt an Sympathien eingebüßt hat, muß sich der Judenstaat der Solidarität der Europäer und Amerikaner &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/05/07/provokation-in-budapest/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2339&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">Man ist versucht zu sagen, die Israel-Lobby habe ihr Ziel wieder einmal erreicht. Jetzt, wo sich die Lage im Nahen Osten gefährlich zuspitzt und Israel zuletzt an Sympathien eingebüßt hat, muß sich der Judenstaat der Solidarität der Europäer und Amerikaner wieder absolut sicher sein können. Jetzt,  wo sich, fragwürdigen Umfragen zufolge, die Europäer, besonders Ungarn, als gefährliche Antisemiten „geoutet“ haben sollen, sollte wohl verstärkt jeder, der sich zu Israel- oder allgemeiner Zionismus-Kritik hinreißen läßt, unter dem Motto „Nie wieder  Auschwitz“ als Antisemit oder Feind Israels wieder mundtot gemacht werden können.                                                                                                                    </span></p>
<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">Die  „provokative“ Tagung des Jüdischen Weltkongresses* in Budapest läßt sich ohne weiteres im Sinne der Erkenntnisse Norman Finkelsteins verstehen. „Antisemitismus als politische Waffe“  erfüllt ja zudem den Zweck, die  Tatsache der eigentlich unrechtmäßigen Landnahme in Palästina durch Zionisten, die darauf folgende ethnische Säuberung, fortgesetzten Landraub  und palästinensisches Flüchtlingselend nicht zu sehr in das Bewußtsein der Freunde Israels treten zu lassen.                                                                                                                                                                  Die den erwähnten zionistischen Interessen dienliche Vorführung eines angeblich gefährlichen ungarischen Antisemitismus im von Israelis begehrten und von internatioalen Interessen belagerten Ungarn, scheint also mit Hilfe  eines globalen Mediennetzwerkes gelungen. Vielleicht auch mit Hilfe des einen oder anderen eingeschleusten „rechten“ Provokateurs? Die Spendenmaschine dürfte damit (sicher zum Wohlgefallen der Herren Ronald Lauder, Abraham Foxman und Benjamin Netanjahu, die, abstammungsmäßig, mit den Juden der Bibel ungefähr so viel gemeinsam haben, wie Berlusconi mit der Königin von Saba)  schon wieder  auf Hochtouren laufen.                                                                                                                                                               Gewiß haben ungarische Rechte vornehmlich in diesen Tagen da und dort ein nötiges Maß an politischer Klugheit missen lassen, aber ganz so wie es einige Lohnschreiber schildern, dürfte es in Einzelfällen wohl  nicht immer gewesen sein. Wir kennen das aus früheren Ungarn-Berichten unserer gleichgeschalteten Medien. Man berichtet ja gerne, wie üblich, nur die halbe Wahrheit und  hat damit  dem erwünschtem oder  bestelltem Zustandsbild eben Genüge getan. Zur Lösung eines  Problems trägt eine solche Berichterstattung kaum bei. Aber das soll sie wahrscheinlich auch nicht.</span></p>
<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">Man sollte daher, im Hinblick auf eine bestimmte hochgespielte Empörung, wissen, daß nicht nur in der Verwaltung, sondern auch im ungarischen Parlament Doppelstaatsbürger sitzen. So weit die Fakten. Nun wird aber die Loyalität dieser Leute in bestimmten Fragen von nationalem Interesse von Jobbik-Vertretern angezweifelt.                                    Angebracht?  Vielleicht nicht. Ob das aber schon Antisemitismus ist, darf ruhig einmal hinterfragt werden, schließlich betrifft die Frage der Doppelstaatsbürgerschaft auch nichtjüdische Staatsangehörige im ungarischen Parlament. Natürlich ist das Problem in einem von bestimmter Seite aufgeheiztem innenpolitischem Klima ein sehr heikles.</span></p>
<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">Doch der  Irritationen auf rechter Seite nicht genug: Seit einiger Zeit führt der Umstand, daß, wie es heißt,  israelische Investoren in Budapest massiv Häuser erworben haben und auch ganze Wohnblöcke in der Provinz für unbekannte Zwecke  errichten lassen, zu rechtem Unbehagen. Und wenn es stimmt, daß in Israel schon einmal an Hand  einer Ungarn-Landkarte demonstriert wurde, wie  leicht der Zionistenstaat in der östlichen Puszta eigentlich maßstabgerecht Platz hätte, dann ist das natürlich weiteres Wasser auf die Mühlen ungarischer Patrioten.                                                                                             Dazu  erhebt sich die Frage, wozu Kinder  in Israel an einem, so wird kolportiert, Ungarisch-Unterricht teilnehmen. Wollen sich Israelis im Falle eines apokalyptischen Falles Ungarn als Zufluchtsort sichern, vermeintlichen oder tatsächlichen ungarischen Antisemitismus aber rechtzetig mittels sanftem internationalem Druck domestizieren? Spekulationen, gewiß.</span></p>
<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">Wie auch immer, der ungarische Premier hat sich vor dem Plenum des Jüdischen Weltkongresses, dessen Tagung von israelischen(!) Soldaten abgesichert worden sein soll,  jedenfalls als entschiedener Gegner des Antisemitismus präsentiert. So weit, so gut. Manchem Tagungsteilnehmer schien das zu wenig, aber auch ein ausgesprochener Machtmensch und ehemaliger Soros-Stipendiat wie Orban, in dessen Adern angeblich auch &#8220;jüdisches&#8221; Blut fliessen soll, kann innenpolitisch nicht schalten und walten wie er möchte. Auch wenn unsere Medien es gerne so darstellen.                                                                                                                                                                  Nicht zuletzt sollte man beim Studium der ungarischen Probleme, zumindest so wie sie sich für natioanle Rechte in Ungarn darzustellen scheinen, eines nicht außer acht gelassen werden: Ungarns Judentum hat ja nicht nur große Wissenschaftler und begnadete Künstler hervorgebracht. Oder Ausnahme-Journalisten wie Pulitzer.                               Zwei rote Diktaturen, von Bela Kun bis Janos Kadar, haben unzählige ungarische Opfer gefordert und Leid über die Nation gebracht. Daß dabei, wie in der Sowjetunion, jüdische Kommunisten federführend waren, ist also zu berücksichtigen, will man die &#8220;rechten&#8221; Vorgänge im heutigen Ungarn richtig verstehen..              </span></p>
<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">So viel oder so wenig vielleicht zum besseren Verständnis der freiheitsliebenden ungarischen Seele, die, bei Einmischung von außen (ob durch EU, JWC oder Israel) leicht gereizt werden kann. Ist ja auch verständlich. Übrigens: etwas mehr Patriotismus würde so manchem anderen Volk auch gut anstehen.                                                                       Aber Antisemitismus als politische Waffe in der Hand ungarischer Aktivisten oder Politiker wäre keine gute Idee und eher kontraproduktiv. Da ist eine solche Waffe bei Vertretern der Holocaust-Industrie oder Israels bei weitem besser aufgehoben. Und diese Waffe wird, das weiß nicht nur Norman Finkelstein, zwischen New York und Tel Aviv auch enstprechend geschätzt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size:12pt;">*Zu der Tagung in Budapest schreibt die antizionistische Online-Zeitung „Der Israelit“ unter anderem: </span> </em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;"><em>„Nun, wer sich mit der Geschichte dieses Weltkongresses nur etwas auskennt, weiß, daß diese zionistische Kampf- und Progagandaorganisation in ihrer Geschichte kaum eine Gelegenheit ausließ, um sich gegen die Völker in Stellung zu bringen und das Leben des religiösen Judentums in seinen jeweiligen Heimatländern durch gezielte Provokationen zu gefährden…</em><br />
<em> Das religiöse und nicht-zionistische ungarische Judentum lehnt in entschiedenster Weise irgendwelche Einmischung von außer-ungarischer Seite in die inneren Angelegenheiten des Landes ab. Es betrachtet jeden äußeren Druck auf die nationale ungarische Regierung oder national gesinnte ungarische Parteien als einen dauernden Schaden für sich selbst…</em><br />
<em>  Das authentische Judentum unterstützt die Bestrebungen der nationalen ungarischen Bewegung gegen den wirtschaftlichen und politischen Ausverkauf ihres Landes und erklärt sich insbesondere mit den Zielen und Erklärungen der Proteste einer am 4. Mai in Budapest stattgefundenen antizionistischen Demonstration vollkommen solidarisch…“</em>    </span></p>
<p lang="DE" style="font-size:12pt;font-weight:normal;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2339/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2339/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2339&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Was uns der politische Mai lehrt</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 09:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein geschichtsträchtiger Mai, der in Wien bereits am ersten Tag mit der Vorführung einer Lüge begann. Von wegen sozialer Gerechtigkeit: Kein einziger Bonze hat, wie einzureden versucht wird, das Jahr über das Letzte für das Gemeinwesen, den Arbeiter im Besonderen,  &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/05/03/was-uns-der-politische-mai-lehrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2330&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:12pt;">Ein geschichtsträchtiger Mai, der in Wien bereits am ersten Tag mit der Vorführung einer Lüge begann. Von wegen sozialer Gerechtigkeit: Kein einziger Bonze hat, wie einzureden versucht wird, das Jahr über das Letzte für das Gemeinwesen, den Arbeiter im Besonderen,  getan. Keiner der roten Abzocker hat, während er mit den Abgesandten der Konzerne mauschelte,  sein „letztes Hemd“ für einen der  unzähligen in der Armutsfalle Darbenden gespendet.                                                                                          </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:12pt;">Alle Tugenden und Werte, die die sozialdemokratische Elite heute predigt, wurden von derselben dem persönlichen Vorteil zuliebe längst auf dem Altar der  Hochfinanz geopfert. Aber wider die  schonungslose Realität beteuern die sozialdemokratischen  Großverdiener in aller Scheinheiligkeit gebetsmühlenartig ihre Solidarität mit dem von Steuerbelastungen  und Teuerungswellen drangsalierten „kleinen Mann“. .Ach, es wird schön langsam fad.                                                                                                                                                               </span><span style="font-size:12pt;">Ernste und hervorragende politische Führer hatten einst sich bemüht, die Arbeiterklasse aus ihrem Notstand herauszuführen &#8211; und es auch geschafft. Heute muß nicht nur diese inzwischen schon wieder  ausgebeutete Klasse befürchten, von einer korrupten, in zwei parallelen Universen lebenden Elite auf heimtückische Weise über Schulden, Korruption und Multikulti-Folgen in ein neues Elend gestürzt zu werden. Diese Erkenntnis wird sich voraussichtlich von Mai zu Mai verstärken.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;">Schon in wenigen Tagen erhält aber die gesamte politische und gesellschaftliche Elite in deutschen Landen erneut Gelegenheit sich weiter dem vollständigen Gebrauch der Vernunft, aber auch von Anstand und Würde zu widersetzen. Und, in diesem Zusammenhang, auch einer differenzierten Herangehensweise an ein in diesem Fall mißbrauchtes zeitgeschichtliches Thema.                                                                                                                                                                                                                                                     </span><span style="font-size:12pt;">Was zwischen 1933 und 1945 in exemplarischen Fällen angerichtet wurde,  ist schlimm genug und durch nichts, auch keine alliierten Kriegsverbrechen, zu entschuldigen. Es rechtfertigt aber nicht, in den Chor jener Feinde oder Gegner des deutschen Volkes einzutreten, die mit Verweis auf NS-Untaten das Unrecht an Deutschland wie auch die Verbrechen am deutschen Volk auf verschiedene Weise relativieren oder sogar  noch gutheißen. Was in jedem anderen Fall strafrechtlich geahndet werden würde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;">Wie eben nicht nur tschechische Wortmeldungen, sondern auch britische, aktuelle griechische  und  zuletzt auch französische Reaktionen gezeigt haben, ist man der Pflege eines alten Feindbildes bzw  auch einer kollektiven Schuldzuweisung weiterhin nicht ganz abgeneigt. Nach Bedarf wird die Keule diskret bis ganz unverschämt hervorgeholt. Es wird, um es volkstümlich auszudrücken, die „deutsche Sau“ wieder einmal durch das globale Dorfe getrieben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;">Wie ist es möglich, daß sieben Jahrzehnte nach Ende eines mörderischen Ringens, eben dieses mit seinen furchtbaren Verbrechen noch immer für politische (und geschäftliche) Zwecke instrumentalisiert werden kann und darf? Nun,  man hat sich durch geistige wie materielle „Mast“ eine gefügige Elite herangezüchtet, die reflexartig jede eigenständige oder gar „revisionistisch“ einzustufende Regung als Feindbild erkennt und dieses bekämpft. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;">Solcherart „Gemästeten“ fehlt deshalb natürlich auch das Verständnis, aber auch der politische Wille dafür, unsere „Befreier“ auf einem für sie politisch-strategisch  reservierten und ökonomisch ertragreichen Gebiet herauszufordern.                                        Zum Beispiel auf die Art: Man möge doch endlich  einen Schlußstrich im Rahmen des  noch  ausstehenden, aber doch zugesagten Friedensvertrages* ziehen.                                                                                                                                                                </span><span style="font-size:12pt;">Also bleibt das  nach US-Leseart  weiter besetzte** Nachkriegsdeutschland (völkerrechtlich noch immer Teil des Deutschen Reichs) weiter in einem politisch-rechtlichen Hybridzustand, der es den ehemaligen Alliierten gestattet, mit ihm (bei Gefahr des Ungehorsams auch mit dem nicht mehr ganz so neutralen Österreich) nach Willkür zu verfahren.  Deshalb darf schon am 8. Mai Deutschland als Ganzes (Österreich aus Siegersicht natürlich inklusive) wieder der Stinkefinger gezeigt werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:12pt;"><br />
<i>*Auf der „Drei-Mächte-Konferenz zu Berlin“ (fälschlich „Potsdamer Abkommen“ genannt) am 02.08.1945 fassten die Alliierten den Entschluss, den Staat „Deutsches Reich“ nach einer Besatzungszeit und nach der Schließung eines Friedensvertrages zu einem von den Alliierten zu bestimmenden Datum als souveränen Staat in den Grenzen vom 31.12.1937 wiederherzustellen (s. SHAEF-Gesetz Nr. 52, Artikel VII Nr.9, Abschnitt c.). Daran hat sich bis heute nichts geändert.</i></span></p>
<p class="MsoNormal"><b><i><span style="font-size:12pt;">**</span></i></b><i><span style="font-size:12pt;">Deutschland ist seit dem Ende des zweiten Weltkrieges kein souveräner Staat, sondern militärisch besetztes Gebiet der alliierten Streitkräfte.</span></i><span style="font-size:12pt;"><br />
<i>Es wurde mit Wirkung zum 12.09.1944 durch die Hauptsiegermacht, die Vereinigten Staaten von Amerika beschlagnahmt (vgl. <b>SHAEF</b>-Gesetz Nr.52, Art.1 <b>S</b>upreme <b>H</b>eadquarters <b>A</b>llied <b>E</b>xpeditionary <b>F</b>orces). Alle Vorbehaltsrechte der Alliierten haben bis zum heutigen Tage uneingeschränkte Gültigkeit. Mehr dazu auf</i>: <a href="http://www.friedensvertrag.org"><span style="color:blue;">www.friedensvertrag.org</span></a> </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2330/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2330&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kampf gegen Rechts als Ablenkungsstrategie?</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 21:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p>Universität Wien, Hörsaal 28: Kürzlich ein Gespräch darüber, wie Nationalismen und extreme Rechte in Europas wirksam zu bekämpfen wären. Wieder einmal. Eingeladen hatten u.a. <em>transform! europe</em> und die<em> Fleischerei</em>.* Wobei Letztere, aus zeitgeschichtlicher Perspektive gesehen, eine für ein kommunistisches Projekt erstaunlich mutig-anzügliche „Geschäftsaufschrift“ vorzuweisen hat.                                                                                         Doch allem Anschein zum Trotz wurde es eine eher beschauliche, beinahe nostalgisch anmutende linke Veranstaltung bei der zwar, anders als vor Jahrzehnten in demselben Hörsaal, keinesfalls aufgeregt über die rechte Gefahr doziert wurde, aber bei der auch keine einen nachhaltigen Erfolg versprechende Strategie zur Verhinderung eines weiteren rechten Vormarsches zum Vorschein kam. Politische Programme allein werden nicht genügen.                                                                                                                                                Die Einsicht ist wohl da, daß die derzeitigen gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen vor allem dem Rechtspopulismus in die Hände spielten. Aber, frage ich mich, wie wollen da Linke ohne scheuklappenfreie Kenntnisnahme jener auch einer überstrapazierten Gleichheitsidee geschuldeten Ursachen überhaupt gegensteuern?</p>
<p>Gewiß, noch ist nicht aller Tage Abend. Und man scheint mancherorts die Dinge in gewisser Hinsicht doch etwas anders zu sehen als vor Jahrzehnten, aber, da durch Dogmen anscheinend immer noch gehemmt, noch nicht weit genug. Man kommt wohl, wie bei vielen Rechten auch, zu bereits allgemein gültigen Erkenntnissen, aber dann doch aus dem vorher erwähnten Hinderungsgrund in wichtigen Fragen, etwa jener der Immigration, vorerst noch zu gegensätzlichen Folgerungen und wenig zukunftstauglichen Lösungsvorschlägen.                                                                                                                     Immerhin ließe sich bereits eine wesentliche gemeinsame Erkenntnis linker wie auch rechter revolutionär gestimmter Systemoppositionellen in der Aussage der linken griechischen <em>Syriza</em>-Partei: „Das vorherrschende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem hat versagt und es ist Zeit, es abzulösen!“ durchaus zusammenfassen. Denn daß die heutige Wettbewerbsgesellschaft eines finanzgesteuerten Wirtschaftsmodells gegen unsere Grundbedürfnisse verstoße, unsere Lebensgrundlagen gefährde und daß die organisierte Massengewalt diesem Gesellschaftsmodell eigen sei, werden immer mehr linke wie rechte „Empörte“ so sehen wollen und können.</p>
<p>Dabei kommen die Anleitungen zu mehr als nur Empörung von den Konzernen selbst : Wenn es, zum Beispiel, etwa von Nestle-Seite heißt, genmanipulierte Lebensmittel seien eine unbedenkliche Sache, Wasser kein Menschenrecht, das daher auch von Privaten, also Konzernen, kontrolliert werden sollte, dann wäre auch diese Anmaßung bzw. Bedrohung doch ein Ansatz für eine ideologienübergreifende gemeinsame Abwehr konzerntypischer Gelüste. Und darüberhinaus zu neuen Ufern.                                                                   Vorausgesetzt, es setzt sich einmal die Einsicht durch, daß weder klassische linke Modelle noch solche rechter Bauart längerfristig eine Antwort auf die drängenden Probleme des 21. Jahrhunderts geben können. Aber radikal sollte die Antwort schon sein, müßte sie sein, soll ein Natur und Umwelt gefährdendes, völkermordendes System, im günstigeren Fall basisdemokratisch, überwunden werden. Ein betrügerisches System, daß über Schulden-Anhäufung ein Heer von Lohnsklaven schafft und ohne Gewissensbisse mit Hilfe von Politikdarstellern permanente Arbeitslosigkeit und wachsende Armut in Kauf nimmt. Nicht zuletzt Kriege.</p>
<p>Eine vielen nationalen Rechten in eigener Sache ähnlich distanzierungsscheue gewisse Linke arbeitet also an strategischen Perspektiven für ein anderes Europa. „muß“ sich aber ständig mit dem Kampf gegen „extreme“ Rechte, wo, zugegebenermaßen, weltanschaulich wie gesellschaftspolitisch noch oder schon wieder einiges im Argen liegt, beschäftigen. Wobei die Abgrenzungsbemühungen sowohl da wie dort schon pathologische Züge annehmen.                                                                                                                                         Aber auch hier sollte gelten: manches, was gut gemeint ist, ist oft das Gegenteil von demselben, und alles, was übertrieben wird, wie u. a. die Gleichheit, schadet dem Anliegen dahinter. Im Übrigen würde, und das beiderseits der ideologischen Frontlinie, ein etwas realistischeres Menschenbild und ein selbstkritischerer Blick in die Denkwürdigkeiten der immer noch nahen Vergangenheit solches vermeiden helfen.                                                    So weit scheint man aber dann noch nicht zu sein, und damit zusammen hängt, links wie rechts, eine &#8211; aus soziologischer und politischer Sichtweise – jede gute oder gar gemeinsame Initiative störende oder eine solche verhindernde Fragmentierung des Empörungslagers. Womit, unter Beibehaltung des antiquierten Links-Rechts-Schemas, vorerst gesichert bleibt, daß die multinationalen Machthaber, die gewiß bis zum letzten Cent kämpfen werden, weiter ihrem eigentlich menschenverachtendem Monopoly-Spiel frönen können.                                                                                                                              Aber irgendwann, vermutlich in absehbarer Zeit, nähern wir uns, national wie global, dem berühmten „Point of no return“. Was dann? Werden wir es uns dann noch immer leisten können, in Steinzeitmanier oder jener der dreißiger Jahre gegenseitig an die sprichwörtliche Gurgel zu fahren? Den dann klammheimlich lachenden Dritten kann ich mir heute schon lebhaft vorstellen.</p>
<p>*<em>Neben der gebürtigen Österreicherin Elisabeth Gauthier (Espace Marx, Paris), dem Schweden Mathias Wag (Zentrum für marxistische Studien, Stockholm) und dem ehemaligen Vorsitzenden der KPÖ und jetzigen Koordinator von „transform!“ (25 versch. linke Zeitschriften und „Denkfabriken“) kam in diesem von Eva Brenner (Fleischerei) moderiertem Gespräch auch Hais Triandafillidou (Syriza-Abgeordnete aus Athen) zu Wort. Die junge Dame, besser Deutsch sprechend als so mancher österreichische Politiker, vermittelte ein authentisches Lagebild ihrer Heimat, das, obzwar aus marxistischer Sicht, durchaus glaubwürdig schien. Das Programm von Syriza mutet übrigens über weite Passagen durchaus nationalrevolutionär an.</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2320/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2320/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2320&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Umvolkung&#8221; oder was?</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 18:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es entspricht den beliebig gehandelten Begriffspolaritäten Links und Rechts, daß die vom sorglosen „Establishment“ betriebene Politik“show“ in einem dementsprechend natürlichen Verwandtschaftsverhältnis zum Theater steht, in dem mit Wörter-Tabus und Gender-Ulk politisch korrekter Schwachsinn aufgeführt wird.                                                                                                                                                                 Die &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/04/21/umvolkung-oder-was/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2284&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
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<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span class="st"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Es entspricht den beliebig gehandelten Begriffspolaritäten Links und Rechts, daß die vom sorglosen „Establishment“ betriebene Politik“show“ in einem dementsprechend natürlichen Verwandtschaftsverhältnis zum Theater steht, in dem mit Wörter-Tabus und Gender-Ulk politisch korrekter Schwachsinn aufgeführt wird.                                                                                                                                                                 Die Tatsache, daß die erwähnten Polaritäten nicht mehr richtig positioniert sind und die eine wie die andere oft schon das Gegenteil oder zumindest Halbwahre vom dem aussagt, was früher einmal aus ihnen entnommen werden konnte, macht das Gebotene schwer verdaulich. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span class="st"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Was Links ist und was Rechts, darum geht es aber hier nicht im Einzelnen. Wohl aber um das bestimmte Theater, das, nicht zufällig vermehrt vor Wahlgängen, rund um politisch nicht korrektes Verhalten gegnerischer Mandatare und Funktionäre inszeniert wird und dadurch, etwa bei den Freiheitlichen durch mangelnde politisch-strategische Disziplin der Führung ermöglicht, zu unnötigen und teilweise unwürdigen Parteiausschlüssen geführt hat. Sehr zum Gefallen des gut alimentierten und globalisierten Pharisäertums.                                                                                                                                                           </span></span><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Nun soll hier  nicht über peinlichen vorauseilenden Gehorsam oder vorschnelle Reaktionen  auf mediale Zurufe befunden werden. Auch nicht über linkslastige Pharisäer, die nicht selten schon „rechts“ denken, tiefschürfender räsoniert werden. Es sei aber angemerkt, daß so mancher unerwünschte „rechte“ Sager auch bei vielen Genossen, obzwar mehr hinter der Hand, durchaus Gefallen findet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Als kürzlich ein freiheitlicher Landespolitiker das Wort „Umvolkung“ in den Mund nahm, war die künstliche Aufregung wie üblich groß, allerdings nicht dort, wo der Hausverstand noch zuhause ist, wohlgemerkt.                                                                                                    Im gegenständlichen Fall handelt es sich um einen Begriff, der bereits vor den Nationalsozialisten gebräuchlich gewesen, von Letzteren aber besonders besetzt worden sein soll. Und das genügt bekanntlich. Was so manchen beunruhigen könnte, der gerne Eiernockerln ißt, ohne zu wissen daß diese zu Hitlers Lieblingsspeisen gezählt haben sollen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Ohne mich da, obwohl es Stoff für ein Kabarett böte, zu vertiefen, stellt sich für viele gewiß die Frage, trifft der  inkriminierte Begriff „Umvolkung“ den Kern der Sache oder  nicht? Interessanterweise sind die maßlos Empörten &#8211; die man aufgrund ihres Beharrungsvermögens auch die neuen Konservativen nennen könnte &#8211; überhaupt nicht daran interessiert, öffentlich und sachlich darüber zu diskutieren. Wie bei anderen für sie heiklen Themen ja auch.                                                                                                                                                                                                                                                    </span><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Die Wahrheit ist, auch in diesem Fall, aber sicher nicht zum Leidwesen diesbezüglicher Anstoßgeber, anscheinend doch nicht zumutbar. Aus einem einfachen Grund: Ein ganzes Konstrukt an Luftschlössern könnte auf einmal in sich zusammenfallen. Und die Konfrontation mit der Realität käme einem Sprung in das kalte Wasser gleich, was, wie ich mir vorstellen kann, für die meisten Elfenbeinturmbewohner äußerst unangenehm wäre. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Aber wie dürfen wir denn einen Vorgang benennen, der darin gipfelt, daß eine Schulklasse zu neunzig Prozent aus Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache besteht, sich ganze Straßenzüge in fremder Hand befinden, in gemeindeeigenen Wohnhäusern kaum noch Deutsch gesprochen und weiterer Einwanderung das Wort geredet wird? „Überfremdung“ ist ja auch schon ein böses Wort. Doch nach freundlicher Übernahme oder kultureller Bereicherung sieht es auch nicht gerade aus.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Zerbrechen wir uns nicht den Kopf, es genügt, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Man will überdies mit uns, der Mehrheit, darüber nicht reden. Wir, die Eingeborenen,  haben, die Rassismus- oder Auschwitz-Keule im Nacken, die von Multikulturalisten erdachte „Endlösung“ hinzunehmen.                                                                                                       Vergleicht ein Betroffener recht plakativ unser künftiges Schicksal mit dem der Indianer Nordamerikas, heulen nicht nur vor den Kulissen die Alarmsirenen, besonders der neudeutschen und neuösterreichischen Heuchler</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Wenn überhaupt jemand Begriffe und Vergleiche gefahrlos verwenden oder Tabus brechen darf, dann sind es also ausnahmslos die sattsam bekannten Gleichheitsfanatiker und Globalisierungsfreunde. Darunter finden sich nicht wenige, die aus Überbeschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dessen Verbrechen in wesentlichen Fragen bereits selbst „faschistisch“ infiziert sind und auch so agieren. Die sich, erkenntlich durch ihre Anmaßung und Intoleranz,  in Wirklichkeit mit den NS-Tätern bereits unbewußt zu identifizieren scheinen.                                                                                                                                  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Kurzum, die Realität hat sich nach ihrer Ideologie oder  ihrer  in dieser Hinsicht den Gesetzen des Lebens zuwiderlaufenden Welt- und Menschensicht zu richten. Könnten diese neuen „Faschisten“, mit oder ohne akademischen Grad, einmal im Besitz entsprechender Machtmittel, ihren Haß gegen Andersdenkende dann nicht auch physisch  so richtig triumphieren lassen? Wem an einem Dialog nicht gelegen ist und  dem Tor zur Wahrheit auch hier  einen Riegel vorschiebt,  dem wäre  solches zuzutrauen. </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2284/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2284/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2284&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Systemverbesserung oder Systemüberwindung?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 17:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob schwarz oder rot, Politiker seien immer das gleiche Gesindel, soll Thomas Bernhard gemeint haben. Dieser Meinung scheinen sich, und zwar nicht allein auf die beiden Erwähnten bezogen, immer mehr aufgeklärte Bürger angeschlossen zu haben.                 Fest steht, den traditionellen &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/04/15/systemverbesserung-oder-systemuberwindung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2278&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
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<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Ob schwarz oder rot, Politiker seien immer das gleiche Gesindel, soll Thomas Bernhard gemeint haben. Dieser Meinung scheinen sich, und zwar nicht allein auf die beiden Erwähnten bezogen, immer mehr aufgeklärte Bürger angeschlossen zu haben.                 Fest steht, den traditionellen Parteien steht das Wasser unterschiedlich bis zum Hals, und ob sie auf ihrer bisherigen Erfolgswelle weiter schwimmen können, wird schon der nächste Herbst zeigen, darf aber stark bezweifelt werden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Die Gunst der Stunde nützen daher immer mehr Initiativen und Neugründungen, über deren Chancen zumindest in zwei Fällen, dem des <i>Team Stronach</i> in Österreich und dem der <i>Alternative für Deutschland </i>(<i>ADL</i>), sich schon Zuverlässigeres sagen ließe. Interessanterweise läßt sich bei beiden Neugründungen neben Demokratiefreundlichkeit und rechtsstaatlicher Reformbereitschaft eine nicht unwesentliche ökonomielastige Orientierung und Motivation erkennen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Wie weit nun diese beiden und andere Mitbewerber auch wieder nur Partikularinteressen vertreten, könnte sich noch in aller Klarheit zeigen. Aber unabhängig davon ist natürlich jede Neubelebung des politischen Lagers zu begrüßen. Die traditionellen Parteien haben ausgedient, sind ermattet und orientierungslos. Schlimmer noch: sie sind in ihrem weltanschaulichen Kern derart geschwächt, so daß ihnen der Antriebsstoff im Inneren abhanden gekommen ist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Nun scheint es aber so zu sein, daß der eine oder andere Neo-Parteiführer alles andere als ein erfahrenre politischer Kämpe ist, schon gar nicht ein solcher, der gesamtgesellschaftliche Anstöße im Sinne einer  neuen weltanschaulichen Richtung vorgeben möchte oder könnte.                                                                                                           Wie gesagt, scheint es so. Dazu wäre außerdem, wie zuletzt zwei Beispiele in Österreich gezeigt haben, eine höhere  Kunst der Integrationsleistung erforderlich., was Geld oder Großsprech allein auf Dauer gewiß nicht schaffen können. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Ob es außerdem, wie in einem Fall, genügt, zur Balance und Bündelung einige selbstverständliche moralische oder sonstige Werte als strategischen Punkt voranzustellen? Daß es zwei oder drei entscheidenden Botschaften bedarf, um eine Partei nach vorne zu bringen, ist schon klar. Sind diese aber stark genug um bruchsichere parteiinterne Integration und anhaltende Bindungen zu schaffen? Und wenn, mit welchem gesamtgesellschaftlichem Ziel?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Die Zielfrage des politischen Einsatzes hat jedenfalls mehr zu sein als den EURO in Frage zu stellen oder abzulehnen, hat sogar mehr zu sein als dem Nationalstaat wieder mehr Kompetenzen zu verschaffen. Beides ist wichtig, sogar sehr wichtig, es könnte sich aber an einem entscheidenden Punkt als nicht genügend genug erweisen, dem der Systemfrage. Diese in inhaltlicher wie auch organisatorischer Hinsicht.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Das ist nämlich des Pudels Kern: Wenn, wie Frank Stronach meint, und ich denke bei der <i>ADL</i> wird es ähnlich sein, es nur darum geht „zu einer Systemverbesserung beizutragen“, dann wird eben am Ende gerade jenes System effizienter gemacht und am Leben erhalten, daß uns als Volk und Gesellschaft an den Rand des Abgrundes geführt hat. Also gewissermaßen nicht Systemüberwindung, sondern Systemrettung als Ziel?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Wer aber in der Sackgasse steckt, dem nützt eine Kurskorrektur nicht, er muß umkehren. Er muß die Ursachen einer ganz allgemeinen Fehlentwicklung aufspüren und beseitigen versuchen, die Probleme an der Wurzel anpacken und dazu natürlich  in größeren Zusammenhängen und Zeiträumen denken können.                                                       Spektakuläre Einzelmaßnahmen und spezielle politische Dienstleistungen im Interesse der Verursacher der Krise, die ja in Wirklichkeit total ist,  hielt ich für wenig sinnvoll und noch weniger wünschenswert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Am Ende des Tages harrt die eine Frage einer Beantwortung: Welches Österreich? Welches Deutschland? Schlaraffenland für Spekulanten, Abzocker, Kriminelle und Scheinasylanten? Spielwiese der Globalisierer? Multikulti-Paradies nach Geschmack rot-grüner oder liberaler Weltverbesserer? Oder souveräner Nationalstaat als Wahrer und Garant kultureller wie nationaler Identität, von am Gemeinwohl orientierter ökosozialer Volkswirtschaft, nicht zuletzt von Rede- und Meinungsfreiheit?                                                                                                                              </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="DE" style="font-size:12pt;">Ein solcher, freier und unabhängiger Staat, der bereit ist, in der Besinnung auf die Wurzeln und geschichtlichen Grundlagen der eigenen wie auch der anderen nationalen Kulturen Europas alle geistigen und menschlichen Kräfte für eine wahre europäische Gemeinschaft in einem revolutionärem Ruck  zu mobilisieren, ist gefragt. Von den Neuen auch erwünscht?  Wer den schaffen will, der sollte es laut und deutlich sagen.  Der Glaubwürdigkeit wegen.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2278/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2278&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Deportierte  im Todeszug nach Irgendwo</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 18:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo er recht hat, da hat er recht. Denn, so der wackere Buchautor Thilo Sarrazin, es müsse doch überlegt werden, was wirtschaftlich leistbar und möglich sei. Er persönlich sei der Meinung, daß das älter werdende und geburtenarme Europa letztlich größere &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/04/07/deportierte-im-todeszug-nach-irgendwo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2275&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wo er recht hat, da hat er recht. Denn, so der wackere Buchautor Thilo Sarrazin, es müsse doch überlegt werden, was wirtschaftlich leistbar und möglich sei. Er persönlich sei der Meinung, daß das älter werdende und geburtenarme Europa letztlich größere Einwanderungsströme von wirtschaftlich Bedürftigen nicht verkraften könne, ohne daß sein Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell ernsthaft gefährdet werde.<i>                                   </i>Die Frage laute, so Sarrazin,<i> </i>was seien unsere Interessen und was könnten und wollten wir uns dauerhaft leisten, wir hätten schließlich  genügend ungelöste Probleme. Damit könnte Sarrazin unter Umständen schon mehr gemeint haben, als er öffentlich in die Debatte einzubringen getraut.                                                                                                                                                          Sollte aber Sarrazin damit nur  bestimmte, auch dem oberflächlichen Medienkonsumenten bekannte Probleme gemeint haben, dann wäre dies  allerdings zu wenig, um einem rebellischen oder gar revolutionären Geist auf die Sprünge zu helfen. Es ginge nicht in die Tiefe eines Problemkomplexes, in dessen auf das Ökonomische und Gesellschaftliche einwirkenden Kern sich nicht nur die Umwertung von Werten, sondern auch die Auflösung von Gemeinschaften und Völkern vollzieht.                                                                                 Es scheint  tragischerweise so, als sei  das Sinnverständnis besonders des deutschen Volkes für seine Geschichte bereits erloschen. Wobei Geschichte ja deutlich mehr ist als nur die in einschlägigen Büchern und TV-Serien abgehandelte, zuweilen  von gut bezahlten Schulmeistern verordnete Zeitgeschichte-„Show“.</p>
<p>Während unsere Vorfahren noch Anschluß an vorangegangene Generationen hatten, haben zu viele unter uns bereits den Kontakt zu ihren Vätern oder Großvätern verloren und, nicht unabhängig davon, den Glauben an die Zukunft nicht recht gefunden. Denn damit ursächlich zusammen, aber nicht nur, hängt ja auch die Gebärunlust auch in weiten Teilen Europas, weshalb einige bereits vom Niedergang der „weißen Rasse“ sprechen. Wenn sie diesen wenigstens dessen bewußt und aufrecht vollzöge.                                                        Das verweichlichte. sprich: verwestlichte Umerziehungs- und Manipulationsopfer erkennt nicht mehr den Sinn des Lebens, lebt, besonders in Städten,  nicht mehr in überschaubaren Tradierungsgemeinschaften, empfindet sich nicht als ein Geschöpf unter vielen im Kreislauf der Schöpfung,  und schon gar nicht mehr einbezogen und geborgen im Reich der Mythen und Bilder. Denn, so meinen jene, die uns schulmeistern: dann könnte  es schnell gefährlich werden. Und gar schnell ist man in Einzelfällen jetzt schon mit der NS-Keule zur Stelle. Mit Hilfe jener, die das Volk eigentlich objektiv informieren und aufklären sollten, den Medien. Dieselben heute unbegrenzte Macht über die Worte und Bilder ausüben, und diese Machtausübung unterscheidet sich in ihrer totalitären Ausrichtung kaum von jener, sei sie religiöser oder politischer Natur, vergangener Zeiten.</p>
<p>Wohin also soll die Reise gehen? Das möchten viele, vielleicht sogar die Mehrheit der betroffenen Zeitgenossen, gewiß gerne  wissen. Stellen wir uns das vor unseren Augen ablaufende Schurkenstück bildlich doch so vor: Nach 1945 wurden wir in einen neuen Zug verfrachtet, dessen Strecke, Fahrplan und weitere Zwischenstationen den meisten, auch neu zugestiegenen Mitreisenden nahezu noch unbekannt sind, wie erst recht der endgültige Zielbahnhof auch.                                                                                                          Aber immer mehr munter Gewordene scheinen zumindest eine Ahnung von dem zu Erwartendem zu bekommen, doch tragen zu viele einen Maulkorb oder  es sind ihnen die Hände gebunden. Und wo nicht, ist man blind und taub oder  einfach zu feige. Oder auch nur zu gutmütig und eingeschüchtert, um dem anscheinend Unausweichlichem, und sei es nur durch Gehorsamverweigerung, noch zu entrinnen. Ein oft eigensüchtiges, zumindest kurzsichtiges Verhalten, das einer früheren Kategorie von Deportierten gelegentlich vorgeworfen wurde und noch wird.</p>
<p>Ja, wir sind im Grunde auch Deportierte. Vertrieben aus unserer Geschichte, unseren Idealen und aus den uns vertrauten Denkmodellen, tradierten Sitten und Bräuchen, aus unserer geistig-kulturellen Heimat also. Bald aber auch, dank großzügigem Gebärstreik und ebenso großzügiger Aufnahme Fremder erzwungener Exodus vieler aus ihrer geographischen Heimat?                                                                                                         Sozusagen Deportierte der anderen Art, die (umerzogen und von den gleichgeschalteten Medien mit ablenkendem Zeug unterhalten)  an den Zwischenstationen von den wissenden politischen Fahrdienstleitern des wahrscheinlichen Todeszuges  psychotherapeutisch-propagandistisch behandelt, das heißt, mit endlosen Versprechungen und den immer gleichen Halbwahrheiten und Tricks abgespeist werden.                                                        Der an der Spitze des Zuges aufgepflanzte moralische Geßlerhut, dem  an jeder Station Reverenz erwiesen werden muß, sorgt noch für eine halbwegs disziplinierte Reise, die aber von Station zu Station immer beschwerlicher und bedrohlicher wird. Wer bloß könnte uns ein solches Deportierten-Schicksal an den Hals gewünscht haben? Und wo steht geschrieben, daß wir es hinnehmen müssen?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2275/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2275/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2275&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Europäische Union &#8211; Epizentrum des Irreseins</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 19:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Irresein hat eine gewisse Vorlaufzeit und bricht nicht plötzlich über Nacht aus. Schon beim Stichwort Gurkenkrümmung hätte jeder hellhörig werden müssen, spätestens aber bei der Glühbirnenverordnung. Jetzt aber schlägt es dreizehn: Nun werden auch Duschköpfe und Wasserhähne reguliert. Und weitere &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/04/01/europaische-union-epizentrum-des-irreseins/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2269&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Irresein hat eine gewisse Vorlaufzeit und bricht nicht plötzlich über Nacht aus. Schon beim Stichwort Gurkenkrümmung hätte jeder hellhörig werden müssen, spätestens aber bei der Glühbirnenverordnung. Jetzt aber schlägt es dreizehn: Nun werden auch Duschköpfe und Wasserhähne reguliert. Und weitere Erneuerungskandidaten stehen in der Warteschlange des Richtlinienwunschprogramms der für Planwirtschaft und politischen Dirigismus zuständigen EU-Verantwortlichen. Aber alles in allem noch lästige „Kleinigkeiten“ im Vergleich zu dem, was noch zu erwarten sein dürfte.</p>
<p>Zypern ist zwar noch nicht das ganz große Ding, aber ohne Zweifel war es die  Vorlage für ein solches. Nachdem der  Chef der Euro-Gruppe sich „verplappert“ hatte, worauf ein entsprechendes Dementi folgte, sorgte der holländische Zentralbankchef Klaas Knot, laut <i>Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de</i>,  jetzt  für Klarheit: <b>„<strong>Es gibt an den Aussagen von Dijesselbloem nichts auszusetzen. Der Inhalt seiner Bemerkungen bezieht sich auf einen Weg, der schon länger in Europa diskutiert wird. Dieser Weg wird Teil des Prozesses sein, wie in Europa Banken liquidiert werden.</strong>“  </b>Und Sparer kaltblütig enteignet.</p>
<p>Daß vom Irresein Geplagte gelegentlich Wahres sagen, ist bekannt, aber einhergehend mit Unwahrem oft schwer  als solches zu erkennen. Es ist aber nicht mehr zu verheimlichen, daß der inmitten eines inszenierten Chaos eingeschlagene Weg in Richtung eines zentralistisch gesteuerten ausbeuterischen Modells führt.                                                            Seit längerem durchlaufen wir ja bereits eine Gewöhnungsphase der  leisen Versklavung und „Ver-Sachung“ (Broch) der  Menschen. Das erklärt wohl die Sympathien auch von Grünen und anderen Linken für den Zentralstaat EU. So ist nicht nur deren Verhalten gewiß auch ein Fall für die Psychopathologie. Daß ausgerechnet Liberale auch mit diesem die Freiheit des Einzelnen einengenden zentralistischen Projekt EU kokettieren grenzt eher schon an politische Prostitution.</p>
<h3 align="left">Nun gehe ich einmal davon aus, daß es sich auf allen EU-Ebenen in vielen Fällen um eingepflanztes Irresein handelt, wobei sich dieses mit der üblicherweise bei anwachsender Macht sprießenden Torheit zu vermischen scheint. Wenn aber das Irresein die Verlockungen der Macht, den Größenwahn und die Habgier zusätzlich befeuert, dann gute Nacht. Zwar bliebe irgendwann dieses  der Freiheit und den Völkern wohl eher feindlich gesinnte EU-Projekt  als Utopie der Utopien auf der Wallstatt. Aber, um welchen Preis!</h3>
<h3 align="left">Warum, werden sich viele fragen, können wir uns nicht mehr auf  genügend Politiker verlassen, bei denen sich gesunder Menschenverstand und Vernunft eigentlich noch regen müßten? Weil, von Ausnahmen abgesehen, die meisten anscheinend nur den einen Maßstab im Kopf haben: ihre Wiederwahl, und dazu  ist, besonders wenn es einen an die Spitze zieht, eben skrupelloser Ehrgeiz vonnöten.  Schließlich leben wir nicht bei den Liliputanern, wo Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Mäßigung jedermanns Sache und zumindest induziertes Irresein völlig unbekannt ist.</h3>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/helmutmueller.wordpress.com/2269/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/helmutmueller.wordpress.com/2269/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2269&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Janusgesicht des Faschismus</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 17:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helmut mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Was unsere Vorfahren im Österreich des März 1938 bewegt hat Ein Gastbeitrag von Friedrich Romig* Vorbemerkung: Beim Googeln über Faschismus machten wir im Blog von  Andreas Unterberger (://www.andreas-unterberger.at/2013/03/der-anschluss-die-philharmoniker-und-die-gruene-taktik/) einen Goldfund. Wir stießen auf einen Beitrag zum 75. Jahrestag des Anschlußes &#8230; <a href="http://helmutmueller.wordpress.com/2013/03/26/das-janusgesicht-des-faschismus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=helmutmueller.wordpress.com&#038;blog=16046817&#038;post=2267&#038;subd=helmutmueller&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Was unsere Vorfahren im Österreich des März 1938 bewegt hat</b></p>
<p><b>Ein Gastbeitrag von Friedrich Romig*</b></p>
<p><i>Vorbemerkung: Beim Googeln über Faschismus machten wir im Blog von  Andreas Unterberger (://www.andreas-unterberger.at/2013/03/der-anschluss-die-philharmoniker-und-die-gruene-taktik/) einen Goldfund. Wir stießen auf einen Beitrag zum 75. Jahrestag des Anschlußes 1938, der alle bei den diversen Gedenkfeiern durch die Herren Bundespräsidenten, Bundeskanzler, Vizekanzler und einseitigen Kommentatoren geäußerten Betrachtungen, Würdigungen und Wertungen zur politisch korrekten Makulatur macht. Und ebenso stellt es die niveaulose Reduzierung der Vorgeschichte des Anschlußes auf den österreichischen Antisemitismus nach dem Motto: &#8220;Haust du meinen Judenhaßer (Leopold Kunschak), hau ich deinen Judenhasser (Karl Renner)&#8221; bloß, wie das im STANDARD (12./13. März 2013) durch Kurt Bauer und Franz Schausberger geschah.                                                                                                                  Die Verbreitung dieses Beitrags über &#8220;Das Janusgesicht des Faschismus&#8221; unter der Jugend sollte allen eine Herzensangelegenheit sein, denen an der Versöhnung der Generationen mit der Geschichte ihres Landes liegt. Damit wir alle eins seien &#8211; &#8220;ut omnes unum sint&#8221;. </i></p>
<p>Warum haben die Österreicher in so großer Zahl Hitler und der Deutschen Wehrmacht bei ihrem Einmarsch zugejubelt? Warum war der Anschluß Österreichs an Deutschland vor 70 Jahren  “eine Liebesaffäre und keine Vergewaltigung” (Edgar Bronfman)?  Wie ist die am 10. April 1938 erfolgte überwältigende Zustimmung des Wahlvolkes zu erklären, die weder auf Wahlfälschungen noch auf Pressionen zurückgeführt werden kann (Gerhard Botz)? Niemand, der sich mit der Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befaßt, kann der Frage ausweichen, was denn unsere Vorfahren bewogen hat, sich in hellen Scharen und ganz unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung oder Parteipräferenz faschistischen Bewegungen anzuschließen und ihren diversen &#8220;Führern&#8221;, &#8220;Duces&#8221; oder &#8220;Caudillos&#8221; voll Begeisterung zu folgen.  Für viele Millionen wurde es ein Weg in den Tod und für das deutsche Volk ein “Weg in den Abgrund” (K. Weißmann).<b> </b></p>
<p>Eine kompetente Antwort auf diese Fragen gibt uns einer der neben E. Nolte wohl berühmtesten Faschismusforscher der Gegenwart, der nunmehr emeritierte Professor für Politikwissenschaften der Hebräischen Universität in Jerusalem, Zeev Sternhell.            Sternhell vertrat  in einem Vortrag vor der Siemensstiftung in München zur Überraschung wohl mancher Zuhörer die These, daß der Faschismus die einzige Ideologie sei, welche mit den gravierenden Problemen der Moderne, vor allem dem Versagen der Parteiendemokratie und der Entfremdung der Arbeitermassen von der Gesellschaft, fertiggeworden sei. Diese, vielen zeitgeschichtlichen Untersuchungen und vor allem den &#8220;Politisch Korrekten&#8221; widersprechende These in ihrem sachlichen Gehalt zu verstehen, war Veranlassung, sich wenigstens in das einzige, bislang in deutscher Sprache erschienene Buch Sternhells (et al.) über &#8220;Die Entstehungsgeschichte der faschistischen Ideologie&#8221; (Hamburg 1999) zu vertiefen.                                                                                                         Der Faschismus, so Sternhell, sollte  zuerst und vor allem als eine kulturelle Revolution begriffen werden, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eingesetzt hat , von der Sammlung der nationalen Kräfte im Ersten Weltkrieg gestärkt wurde und in den unmittelbar folgenden Jahren im Italien Mussolinis ihren politisch Durchbruch erzielte.</p>
<p>Die kulturelle Revolution des Faschismus war auf die Ablösung der materialistischen, dekadenten, hedonistischen, egoistischen und individualistischen bürgerlichen Gesellschaft sowie der liberalen Demokratie gerichtet, die durch das Gewicht von Zahl und Quantität der Wählermasse das gesamte Kulturniveau herabzog und mit ihren sich gegenseitig bekämpfenden Parteien zur Spaltung und Schwächung der Nation beitrug. Begründet und getragen wurde die kulturelle faschistische Revolution von den meisten prominenten Philosophen, Sozialwissenschaftern, Schriftstellern, Malern, Musikern sowie auch von vielen Sozialistenführern, die eine &#8220;nichtmaterialistische Revision des Marxismus&#8221; in die Wege leiteten.                                                                                                                                 Wir begegnen hier so bekannten Namen wie  Thomas S. Eliot, Gabriele D´Annunzio, Ezra Pound, W. B. Yeats, D. H. Lawrence, Thomas Ernst Hulme, William James, Wyndham Lewis, Gustave Le Bon, Charles Maurras, Maurice Barrès, André Malraux, Benedetto Croce, Arthur Moeller van den Bruck, Ernst Jünger, Gottfried Benn, Hendrik de Man, Robert Michels, Vilfredo Pareto, Giovanni Gentile, Gaetano Mosca, Pierre Drieu La Rochelle. Als Vorläufer lassen sich Pierre Joseph Proudhon, Charles Péguy, Friedrich Nietzsche und vor allem Georges Sorel anführen. Sie alle verbindet die radikale Ablehnung von Aufklärung, Humanismus und Demokratie.</p>
<p>Der Aufklärung wird die Verabsolutierung des Rationalismus vorgeworfen. Gerade die großen und existentiellen Entscheidungen und Antriebskräfte des Menschen und der Geschichte lassen sich nicht durch die <i>ratio</i> erklären. Sie sind viel eher in irrationalen oder besser: überrationalen Bereichen zu finden, in denen das Unbewußte, die Religion, der Mythos und die Poesie zuhause sind. Sie formen die Völker und ihre Menschen, wecken ihre Begabungen und &#8220;begeistern&#8221; sie ganz im wörtlichen Sinne: Sie schenken ihnen ihre eigentümliche Kultur, ihr Ethos und ihre Tradition.</p>
<p>Der Humanismus macht den Menschen zum Maß aller Dinge, doch das ist er nicht. Sein Maß findet der Mensch im Göttlichen. Das Göttliche übersteigt den Menschen unendlich und verleiht ihm seinen unbeugsamen Willen, seine Würde und seine Unsterblichkeit. Das Göttliche im Menschen gibt dem Leben und Sterben ultimativen Sinn  (“Viva la muerte – es lebe der Tod!”, war der Wahlspruch der Falangisten im Spanischen Bürgerkrieg). In faschistischen Bewegungen ersetzen nicht selten neuheidnische Vorstellungen  christliche Religiosität  und Moral.</p>
<p>Die Demokratie wird radikal abgelehnt, denn sie stellt die Ordnung der Welt auf den Kopf. Sie verneint Führung, Autorität, Hierarchie und Verantwortung. Sie bringt eine bloß schwächliche, hedonistische Ethik hervor, die den Menschen zum Lusttier erniedrigt, statt ihn auf die Höhe der Helden und Heiligen zu heben. Dem Bedürfnis des Menschen, am Ewigen teilzuhaben, wird diese Ethik nicht gerecht.</p>
<p>Diese kurzen Hinweise mögen genügen, um die These Sternhells zu untermauern, wonach &#8220;ein richtiges Verständnis des Faschismus erfordert, daß man ihn zunächst und vor allem als kulturelles Phänomen begreift&#8221; (312).                                                                                     Doch damit dieses kulturelle Phänomen &#8220;Faschismus&#8221; als politische Massenbewegung wirksam wurde, mußte zuerst einmal der konkurrierende Marxismus und Sozialismus einer &#8220;nichtmaterialistischen Revision&#8221; unterzogen werden. Das gelang umso leichter, als die Unwissenschaftlichkeit des Marxismus, insbesondere seiner fundamentalen Mehrwertlehre, durch bürgerliche Ökonomen nachgewiesen wurde &#8211; hier werden von Sternhell u. a. die Arbeiten des  Österreichers E. v. Böhm-Bawerk hervorgehoben.          Vom Theoretischen  aber ganz abgesehen, war für jeden Beobachter der wirtschaftlichen Entwicklung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bereits augenscheinlich, daß die Voraussagen Marxens über die zunehmende Verelendung der Massen, die Polarisierung der Klassengegensätze sowie die Konzentration der Produktionsmittel in wenigen Händen nicht eingetreten waren.</p>
<p>Der Massenwohlstand hatte im 19. Jahrhundert zugenommen, die Klassen- und Interessengegensätze traten in sehr zersplitterter und differenzierter Form zutage, der Mittelstand gewann an Boden. Die eingeleitete Sozialgesetzgebung und Sozialversicherung vermittelten zunehmenden Schutz gegen Notfälle, Krankheit und Arbeitslosigkeit, die Kinderarbeit wurde zurückgedrängt, die Arbeitszeit begrenzt, die Feiertagsruhe geregelt. Von idyllischen Verhältnissen konnte zwar noch lange keine Rede sein, dennoch schien der Marxismus zu diesem Zeitpunkt bereits &#8220;falsifiziert&#8221;.</p>
<p>Die &#8220;nichtmaterialistische Revision des Marxismus&#8221; war vor allem das Werk von Georges Sorel. Er hatte bereits um die Jahrhundertwende klar erkannt, daß das träge Arbeiterproletariat als revolutionäres Subjekt ausfiel. Die Arbeitermassen mußten geführt werden, als aktive Träger der Revolution kam nur eine Elite infrage, die es verstand, Gewalt und Generalstreik als Mittel der Gesellschaftsveränderung und -integration sinnvoll einzusetzen. Sorels &#8220;revolutionärer Syndikalismus&#8221; lieferte dem italienischen Faschismus seine theoretische Begründung, das Buch Sorels &#8220;Über die Gewalt&#8221; (1908) wurde zum Vademecum Benito Mussolinis.</p>
<p>Die notwendige Führung der Massen durch Eliten wurde durch die um die Wende vom 19. zum 20 Jahrhundert vorgelegten Ergebnisse der Sozialwissenschaften eindrucksvoll bestätigt. Le Bons &#8220;Psychologie der Massen&#8221;, Vilfredo Paretos &#8220;Lehre von der Zirkulation der Eliten&#8221; und die bahnbrechenden Untersuchungen der &#8220;Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie&#8221; durch Robert Michels mit der Entdeckung des &#8220;ehernen Gesetzes der Oligarchisierung&#8221; trugen ganz wesentlich zur Festigung des elitären Denkens im Faschismus bei. Eliten, so wurde es ganz allgemein erkannt, zeichnen sich durch adeliges Denken und Verhalten aus, sie verzichten zu Gunsten des Gemeinwesens auf persönliches Glück. Sie sind überzeugt von der Idee, daß der Einzelne geboren ist um der Gemeinschaft zu dienen und für nichtmaterielle Werte zu kämpfen.</p>
<p>Elitäre Eigenschaften und Überzeugungen finden sich in allen Schichten der Gesellschaft, denn was zählt, ist die geistige Verfassung und Ausrichtung, nicht die Stellung im Produktionsprozess. Der Faschismus bewies, &#8220;daß es eine Kultur geben konnte, die sich nicht auf Geburts- oder Geldprivilegien gründete, sondern auf Gemeinschaftsgeist&#8230;&#8221; (315).                                                                                                                                                        Der Gemeinschaftsgeist des Faschismus fand seinen Ausdruck in der alle sozialen Spannungen und Gruppeninteressen überwölbenden Idee der Nation. Der Schlüssel für die gesellschaftliche Ordnung &#8220;lag nicht im Klassenkampf, sondern in der organischen Einheit der Nation&#8221; (314). Der Nation zu dienen, &#8220;die eigenen Interessen mit jenen des Vaterlands zu identifizieren, sich im Kult an heroischen Werten mit anderen zu vereinigen, erlaubte eine stärkere und tiefere Teilnahme, als wenn man einen Wahlzettel in eine Urne warf&#8221; (315).</p>
<p>Der Erste Weltkrieg bewies, welche Kräfte die nationale Idee zu entbinden vermochte, wie sehr die Massen für die Zwecke der Nation zu mobilisieren waren, welche heroischen Tugenden noch im einfachsten Menschen geweckt werden konnten und zu welch unsagbaren Opfern das ganze Volk bereit war. Die Kameradschaft im Krieg verband hoch und niedrig. Menschliche Würde war keine Frage des gesellschaftlichen Rangs mehr, sondern der Bewährung. Ehre und Treue  wurden gelebt und erhielten durch das Leben Inhalt. <b>In der gelungenen Synthese von nationaler und sozialer Idee ist der Grund für die Faszination des Faschismus zu suchen.</b> Das größte Verbrechen Hitlers und seines Nationalsozialismus besteht wohl darin, diese positiven Kräfte zur Vernichtung nicht nur der Juden, sondern sogar des eigenen Volkes mißbraucht zu haben.</p>
<p>Garant für die Einheit der Nation sollte der Staat sein, geführt von der staatstragenden Elite, die durch Erziehung und Ausbildung auf ihr hohes Amt vorbereitet war, sich die zur Führung notwendige Autorität verschaffen konnte und sich im Kampf um die Durchsetzung der sozialen und nationalen Ziele des Faschismus zu bewähren hatte. Die in der Fortentwicklung des Syndikalismus aufgegriffene Organisationsform der Korporation ermöglichte den Aufbau des &#8220;organischen&#8221; Staates, an dem alle Glieder der Gesellschaft tagaus tagein und nicht bloß an Wahltagen partizipieren konnten.</p>
<p>&#8220;Der Korporativismus stellte einen Eckpfeiler für ein Regime dar, dem es gelang, breiten Schichten der Bevölkerung das Gefühl zu vermitteln, daß sich das Leben geändert habe und sich ganz neue Möglichkeiten des Aufstiegs und der politischen Mitgestaltung boten, ohne daß es notwendig gewesen wäre, die sozioökonomischen Strukturen anzutasten&#8221; (314). Ebendarin sieht Sternhell die unbestrittene Leistung des Faschismus, der sich für ihn als eine Revolution darstellt, &#8220;die das Beste aus dem Kapitalismus, der modernen technologischen Entwicklung und dem industriellen Fortschritt&#8221; übernahm ohne &#8220;die Triebkraft der wirtschaftlichen Aktivität anzutasten (das Gewinnstreben), ohne ihr die Grundlage zu entziehen (das Privateigentum) oder ihre notwendige Organisationsform zu zerstören (die freie Marktwirtschaft)&#8221; (18).</p>
<p>Hierin allerdings kann Zeev Sternhell wohl nur bedingt zugestimmt werden, erhielten doch Gewinnstreben, Privateigentum und Marktwirtschaft durch die soziale Verpflichtung, im Dienste des Gemeinwohls wirksam zu werden, eine Orientierung, die der liberal-kapitalistischen Wirtschaft weitgehend fremd war. Zumindest in der Theorie entsprach der Idee der Nation und der &#8220;organischen&#8221; Gesellschaft die berufsständische oder &#8220;korporative&#8221; Wirtschaft. Ihr regulatives Prinzip war nicht die Konkurrenz, sondern die gemeinwohldienliche, &#8220;sozialpartnerschaftliche&#8221; Zusammenarbeit der Unternehmer und der Arbeiter, der Unternehmerverbände und Gewerkschaften, der nationalen Wirtschaft und des Staates. Die organische, &#8220;geschlossene&#8221; Gesellschaft verlangte als wirtschaftliches Pendant den autarken oder &#8220;geschlossenen Handelsstaat&#8221;, der, wie J. G. Fichte gezeigt hat, allein imstande war, das &#8220;Recht auf Arbeit&#8221; zu sichern.</p>
<p>Wirtschaftliche Fragen, darin ist Sternhell sicher beizupflichten, standen im Faschismus allerdings nicht im Vordergrund des Interesses, &#8220;denn wirklich wesentlich am faschistischen Denken ist die Ablehnung des `Materialismus´&#8221;(21f). Dem Faschismus geht es um &#8220;eine neue Werteskala, eine neue Auffassung von Kultur&#8221;, verherrlicht werden von ihm &#8220;die Energie, die Dynamik, die Kraft, die Maschine und die Geschwindigkeit, die Instinkte und die Intuition, die Bewegung, der Wille der Jugend&#8221;. Gepredigt wird &#8220;die absolute Verachtung der alten bürgerlichen Ordnung&#8221;, gepriesen &#8220;die Notwendigkeit und der Glanz der Gewalt&#8221; (20).                                                                                                           Darin finden sich die sorelianischen Präfaschisten mit dem Futurismus, der künstlerischen Avantgarde, lange vor dem ersten Weltkrieg zusammen. &#8220;Man versteht die Anziehungskraft, die diese Bewegung in der ganzen ersten Hälfte des 20. Jahrhundert auf weite Kreise der europäischen Intelligenz ausübte, wenn man in Betracht zieht, daß sie (die Intelligenz) darin den Ausdruck ihres eigenen Nonkonformismus und ihrer eigenen Auflehnung gegen die bürgerliche Dekadenz finden konnte und daß diese Ideologie nicht nur eine neue Auffassung der Beziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft brachte, sondern auch eine neue Vorstellung vom Schönen und Bewundernswerten&#8221; (21).</p>
<p>Philosophisch bedeutete der Faschismus eine ganz klare Absage an das rationalistische, individualistische und utilitaristische Erbe der Aufklärung, die vollständige Ablehnung der von Hobbes bis Kant entwickelten Auffassung  vom Menschen und der Gesellschaft sowie der ”bürgerlichen” Revolutionen, für welche die Französische Revolution zum verhaßten Typus wurde.                                                                                                                                   Bei diesem Generalangriff auf die philosophischen und politischen Grundlagen der bürgerlichen Zivilisation, wurden nicht nur die Relevanz des (individualistischen) Naturrechts und die Gültigkeit gleicher und &#8220;unveräußerlicher&#8221; Menschenrechte bestritten, sondern auch alle institutionellen Strukturen der liberalen Demokratie radikal abgelehnt und bekämpft. Genau wie heute, so wurde bereits vor rund hundert Jahren die &#8220;Demokratie als der Gott&#8221; erkannt, &#8220;der keiner war&#8221; (Hans-Hermann Hoppe: Democracy &#8211; The God That Failed, 5. Aufl., New Brunswick 2003; jetzt auch auf Deutsch).                       In der Schule Sorels wurde die liberale Sozialdemokratie, dieser stets kompromißbereite &#8220;süßliche und weichliche Sozialismus&#8221;, der mit &#8220;seiner demokratische Humanitätsduselei&#8221; und dem widerlichen Pazifismus und Feminismus &#8220;im Parlamentarismus versumpft&#8221;, mit schneidenden Argumenten theoretisch verurteilt und schließlich vom Faschismus mit entschlossener Gewalt von der politischen Bühne gefegt.</p>
<p>Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gewann als später wichtigstes Element des Faschismus der &#8220;völkische&#8221; Nationalismus an Bedeutung, wie er am klarsten in den Werken von Maurice Barrès, Edouard Drumont, Charles Maurras und der &#8220;Action française&#8221; zum Ausdruck kam und die alte, von der Französischen Revolution geprägte Auffassung vom Gemeinwesen als Gesamtheit der Individuen ablöste. &#8220;Die Auffassung der Gesellschaft als geschlossenes, abgeschottetes Ganzes, ein virulenter Antirationalismus sowie der Primat des Unbewußten führten zu einer wahrhaft `völkischen´ Vorstellung von der Nation&#8221; (24f).                                                                                                                                                  Ganz anders als für den jakobinischen Nationalismus war das Volk nach dieser &#8220;organischen&#8221; Auffassung ein Körper, einem Lebewesen vergleichbar, das unabhängig vom Willen des Einzelnen sich behauptete. Dieser völkische Nationalismus mit der Betonung des Vorrangs der Gemeinschaft vor dem Einzelnen brachte eine neue Ethik oder Wertordnung hervor, in der &#8220;Disziplin, Autorität, gesellschaftliche Solidarität, Pflichtgefühl, Opferbereitschaft und Heldentum als notwendige Voraussetzungen für das Überleben des Landes&#8221; ihren verdienten Stellenwert erhielten. (vgl. 27). Die Hindernisse, die der faschistischen Gesellschaftsveränderung im Wege standen, verlangten heroische Kräfte, und es erscheint heute bemerkenswert, daß kein Geringerer als Sigmund Freud den Duce als &#8220;Helden der Kultur&#8221; feierte (315).</p>
<p>Um das Wohlergehen der Nation zu garantieren, waren die Urkräfte und Lebensgeister des Volkes zu aktivieren, &#8220;die nicht vom Gift des Rationalismus und Individualismus verseucht waren&#8221; (25). &#8220;Zwangsläufig leugnete dieser neue Nationalismus die Evidenz jeder universalen und absoluten moralischen Norm: Wahrheit, Gerechtigkeit und Recht existierten nur, um die Bedürfnisse des Gemeinwesens zu befriedigen und die Nation voranzubringen. (24f). Von solchen Gedanken geprägt, kam am Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich die Synthese von Nationalismus und Sozialismus zustande, und &#8220;Barrès gehört (1898) zu den ersten politischen Denkern in Europa (wenn er nicht überhaupt der allererste war), der den Begriff `nationalistischer Sozialismus´ verwandte&#8221; (26).</p>
<p>Überblickt man den Aufbruch zur Neugestaltung der Gesellschaft, den der Faschismus in Europa bewirkte, dann wird man der These Sternhells wohl <i>cum grano salis</i> zustimmen können, der Faschismus sei die einzige adäquate Antwort auf die Probleme der Moderne, die der menschliche Geist bis heute gefunden habe. Blickt man tiefer, so lassen sich im Faschismus Züge entdecken, die in der &#8220;nichtmaterialistischen&#8221; und also &#8220;idealistischen&#8221; Staatslehre von der Antike bis in die Gegenwart ihre unvergängliche Gültigkeit behauptet haben.                                                                                                                                                   Das eigentliche Anliegen des Faschismus, die Synthese von nationaler und sozialer Idee, wird auch in Zukunft zur unverzichtbaren Aufgabe der Politik gehören. In Rußland, China, Israel und vielen asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern wird dies vielfach deutlicher gesehen als im sogenannten &#8220;Westen&#8221;. China, so berichtete Günter Zehm jüngst in seiner „Pankraz-Kolumne“ (JF, 1. März 2013) orientiere sich weit mehr am „Nationalen System der Politischen Ökonomie“ von Friedrich List als an Marx und Engels oder den hochgestochenen, mechanistisch-mathematischen Modellen der Makro- und Mikroökonomie. Dem “Westen” wird vorgeworfen, individualistische Gesellschaftsauffassung, “Globalisierung” und “Europäische Unionisierung” führten zur Auflösung der Nationen und zur Aufhebung jener notwendigen Grenzen, auf denen die Vielfalt der Kultur und Wohlstand in Europa beruhte.</p>
<p>Im Faschismus, wie er in Literatur und Geschichte des 20. Jahrhundert Gestalt gewann, wurden die unvergänglichen und immer gültigen Züge der idealistischen Staatsidee allerdings teilweise überlagert von der Verherrlichung der Gewalt, des Krieges, des Herostratentums, der Zerstörungswut, der Raserei und des futuristischen Wahns. Dadurch reihte sich der Faschismus samt seiner &#8220;kulturellen Revolution” in das Gesamt der Häresien ein, welche genauso wie die mit ihm konkurrierenden Ideologien des Liberalismus, Anarchismus, Demokratismus, Kommunismus, National- und International-Sozialismus durch den „Verlust der Mitte“ (Hans Sedlmayr) und des Maßes den Zerfall der Gesellschaft  nur beschleunigten.                                                                                                   Heute wird langsam begriffen, dass die Bemühungen zur Überwindung der sich abzeichnenden oder bereits wirksam gewordenen krisenhaften Verhältnisse in Europa ohne „Rückkehr zur den Ursprüngen der Politischen Philosophie“ (Christian Machek, 2012) vergebens sein werden. Immer ist es der Geist, der den Körper baut, auch jenen der Gesellschaft und des corpus politicum.</p>
<p><i>Zitate und Seitenangaben aus: Zeev Sternhell/Mario Sznajder/Maia Asheri: Die Entstehung der faschistischen Ideologie. Von Sorel zu Mussolini, Hamburger Edition, Hamburg 1999</i>. <i>Der Titel des vorstehenden Artikels „Das Janusgesicht des Faschismus“ entstammt einer Arbeit von Sekt. Chef Elmar Walter, einem Freund, der am 17. Januar 2013 verstorben ist.</i></p>
<p>*Der Autor ist Dozent für Theoretische Volkswirtschaftslehre und Politik. Seine letzten Publikationen: Die Rechte der Nation (2002), Der Sinn der Geschichte (2011), ESM-Verfassungsputsch in Europa (2012).</p>
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