Ami go home!

In diesen Tagen gedenkt man des Wiener Kongresses, der vor 200 Jahren  in der Hauptstadt des ehemaligen österreichischen Kaiserreiches stattgefunden hat. Vergleicht man die damaligen Hauptakteure des Kongresses mit den heute in der Europäischen Union verantwortlichen Politikern, dann könnte einen zum Weinen zumute sein. Wie sollte man sich von diesen Marionetten eine von europäischem Geist getragene Neuordnung des Kontinents, damit auch ein Ende der Besetzung Deutschlands erhoffen dürfen? Dieselben Politiker hätten den Metternichs und Talleyrands bestenfalls in Sachen Intrigen und Skandale auf Augenhöhe begegnen können.

Ging es 1814 immerhin um eine Friedensordnung, so werden heute fortwährend Krisen und Kriege aufgetischt, die zu bewältigen und zu bezahlen die vielfach belogenen und betrogenen Unionsbürger und die zu lösen oder zu beenden die nächsten Generationen auserkoren sind. Die heutige kann vorerst noch mit den stets gleichen Durchhalteparolen und billigem Fronttheater – ja, es ist Krieg! nur wir merken es nicht – zu  verdeckten Tributzahlungen angespornt werden. Doch wie lange noch? Schon stellt eine Tageszeitung fest, daß unsere Gesellschaft immer aggressiver werde. Nicht ohne Grund, aber dem geht weder diese Zeitung noch irgendeine Partei näher nach, müßte sich die Politik dann doch um 180 Grad drehen. Diese Nicht-zur-Kenntnisnahme der tieferen Ursachen einer bestimmten gesellschaftlichen Malaise wird aber Folgen haben. Genauso wie die Weigerung Brüssels, eine Bürgerinitiative gegen unsittliche Freihandelsabkommen zuzulassen. Damit könnte sich die Aggression einmal gegen die da oben oder da draußen wenden.

Von welch selektivem Geist europäische Politik heute getragen wird, dazu braucht man sich nur in die Niederungen der heutigen österreichischen Außenpolitik zu begeben. Was da etwa Außenminister-Lehrling Kurz von sich gibt, offenbart nicht nur dessen Ohnmacht und Inkompetenz, sondern läßt ihn, den „Neutralen“, ganz klar als williges Sprachrohr fremder Interessen erscheinen. Die beiden Brandstifter Brüssel und Washington ignorierend, erklärte er im Brustton der Überzeugung: „Na ja, derjenige, der den Konflikt gestartet, das ist schon Präsident Putin“. Hoffentlich bekommt der hinter den Ohren noch feuchte Hoffnungsträger der ÖVP einmal die Chance selber zu denken.

Auf europäischer Ebene werden wir also US-Amerika immer ähnlicher: ferngesteuerte Politiker, gleichgeschaltete Medien, desinformierte Bürger, zunehmende Gewalt in der Gesellschaft. Unter diesen Bedingungen  könnte, falls je angedacht, selbstverständlich kein neuer Wiener Kongress stattfinden, der das Prädikat europäisch verdiente. Denn im Unterschied zu heute bestimmte eben damals keine außereuropäische Macht maßgeblich das politische und ökonomische Geschehen Europas. In Folge dessen drohen uns aber via Schoßhund EU allumfassende Diktate, Kontrolle und totale Manipulation, die uns endgültig unserer inneren wie äußeren Freiheit berauben würden. Daher: Raus aus EU und NATO, hinein in die Freiheit! Will heißen: Ami go home!

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Die Selbstbestimmung und ihre Feinde

L´auto-détermination et leurs ennemis                                                                               The self-determination and their enemies

Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung, Selbstverwaltung, waren das nicht einmal hehre 68er-Träume? Ja, aber der Junglinken marxistisch unterfütterter Sturm und Drang kam ins Stocken, und als man schließlich den Marsch durch die Institutionen angetreten hatte, begann nach und nach die opportunistische Häutung. Karriere durch Anpassung war fortan für viele angesagt, und inzwischen haben sich dieselben derart den von ihnen einst bekämpften kapitalistischen Ausbeutern unterworfen und sich dem einstigen Feindbild USA angenähert, daß sie inzwischen als deren ergebenste Diener und Propagandisten gesehen werden können.

Als typischer Vertreter dieser opportunistisch gehäuteten Linken könnte der an einer dem Spekulanten Soros nahestehenden Universität wirkende Politologe Anton Pelinka* angesehen werden. Die „Emanzipation der Politik vom Nationalstaat“ ist ihm – den man schon einmal (1994) an der Seite einer RAF-Aktivistin gesichtet haben will und in dessen Institutsräumen Linksextremisten sich einst die Hand gegeben haben sollen – ein dringliches Anliegen. Dafür biete, seiner Meinung nach, die Europäische Union das ideale institutionelle Gefüge. Gewiß, gewiß, und die Emanzipation des Bürgers vom Bei-sich-sein folgt auf dem Fuße

Aus diesem Blickwinkel muß Anton Pelinka das Selbstbestimmungsrecht, etwa der Südtiroler, tatsächlich als „gefährlicher Unfug“ erscheinen. So nämlich äußerte er sich am 5. September in der Tageszeitung online. Nach Pelinkas Auffassung ist es schon deshalb ein Unfug, weil ja, wie er betont, nicht klar ist, was ein Volk sei und, seiner Meinung nach, in Europa ja bereits eine „multikulturelle Gemengelage“ herrsche. Das heißt, Schotten, Katalanen, Südtiroler, Oberschlesier und viele andere hätten sich der Globalisierung zu fügen (und den ermordeten und gefolterten Südtiroler Freiheitskämpfern wäre demnach recht geschehen?)

Wozu noch Widerstand, da wir doch, wie der unabkömmliche Ezzesgeber Pelinka meint, ohnehin bereits auf dem Wege seien, Amerikaner zu werden. Dieser Logik folgend ergibt sich natürlich in der EU die Notwendigkeit eines Staatsvolkes à la USA. Daß für Pelinka die Vereinigten Staaten den Sinn der Geschichte verkörpern, darf daher stark vermutet werden. Nebenbei bemerkt wurde er in einem Beitrag der Hermann-Klahr-Gesellschaft schon als Propagandist des Imperialismus ausgewiesen, und es muß ja nicht alles falsch sein, was Kommunisten sagen.

Pelinka und Konsorten im Geiste scheint also nicht klar zu sein, was ein Volk ist, den Vereinten Nationen schon: „Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.“ ** Dasselbe Recht aber ist, wie auch das Heimatrecht, dazu das Recht auf eigene Identität gehört, für der Amerikanisierung zuneigende Intellektuelle in Staat und Gesellschaft natürlich Makulatur.

Selbst wenn der gelegentlich als Gutachter auftretende Herr Professor aus katholischem Elternhaus noch immer „von einer eindeutig marxistisch geprägten Geschichtsinterpretation geprägt“ sein mag, wie vor Gericht einmal festgestellt wurde, so ist dies dennoch mit seinem Faible für den ehemaligen Klassenfeind vereinbar. Gibt es doch zwischen dem (liberal-) kapitalistischen und dem kommunistischen System durchaus einige Gemeinsamkeiten, wobei eine davon, der Gleichheitswahn, sehr maßgeblich hervorsticht. Derselbe sich bei gewissen Menschen mit Verhaltensauffälligkeit, psychologisch durchaus verständlich, großer Beliebtheit erweist. Links, aber, so paradox es einigen klingen mag, auch rechts der Mitte. Wobei natürlich der Wahn auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommt und auf unterschiedlichen Wegen zum jeweils erwünschten Ziele führen kann.

*Anton Pelinka ist seit September 2006 Professor für Politikwissenschaft und Nationalismusstudien an der englischsprachigen Central European University in Budapest. Davor wirkte er an der Universität Innsbruck.                                                 **Menschenrechtspakte von 1966 (Pakt I über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, Pakt II über bürgerliche und politische Rechte, Artikel 1, Absatz 1.)

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Europäische Union, ein Verhängnis für Europa

UE: Une fatalité pour l´Europe / EU: A disaster for Europe

Mit seiner tölpelhaften Vorgangsweise im Zuge der Verhandlungen mit Kiew wollte das von den Konzernen gelenkte Brüssel die Ukraine so mir nichts dir nichts in den atlantischen Machtbereich quasi entführen und, entgegen früheren Zusagen, Moskau vor einen fait accompli stellen. Das ist einmal um den Preis von ukrainischem Blut und Tränen gewaltig mißlungen. Da waren nicht nur in Brüssel mutmaßliche Idioten und Lügenbeutel am Werk, die von verantwortungsvoller Diplomatie nichts zu verstehen scheinen, aber ständig mit ihrem Nichtwissen oder vermeintlichen Schlausein brillieren. Da in der Diplomatie aber alles auf das Wissen ankommt, war das Scheitern dieses dümmlichen Überfalls vorprogrammiert.

Wer nur in einer Seifenblase-Diplomatie manövriert, versucht daher einen geplatzten politischen Vorstoß  mit Schlimmerem am Boden wettzumachen. Sanktionen und militärische Drohungen wurden in Folge auf Geheiß Washingtons ins Treffen geführt. Obwohl die Anwesenheit einer raumfremden Macht auf europäischem Boden allein schon einer Drohung gleich kommt. Dieser Machttatsache trägt die Prätorianergarde der Hochfinanz, in diesem Fall die NATO, militärisch entsprechend Rechnung. Damit es für die breite Öffentlichkeit nicht zu US-amerikanisch aussieht, werden einige europäische Puppen in die tagespolitische Auslage gestellt, deren Aufgabe es auch ist, die Nettozahler auf sie zukommende neue Opfer gnädig zu stimmen.

Wer will kann sich die Folgen der am Potomac ausgetüftelten außenpolitischen Strategie der USA bereits an einigen Beispielen zu Gemüte führen. Nach völkerrechtswidrigen Angriffen und Zerschlagung staatlicher Strukturen ist etwa Libyen heute ein „failed state“, ein gescheiterter Staat. Irak und Syrien sind auf dem besten Wege dahin. Wem wohl zum Vorteil? In allen diesen Fällen haben sich die EU-Marionetten, vielleicht auch durch Bestechung und Erpressung, dafür zur Verfügung gestellt und tatkräftig oder passiv an der Zerstörung von Staat und Gesellschaft in diesen Ländern mitgewirkt. Inklusive Flüchtlingselend. Da können sich die einzelnen Regierungen, unabhängig vom Ausmaß ihrer jeweiligen Schuld, nicht einfach ihrer Verantwortung entziehen.

Auch wenn untergründiger Widerstand von einzelnen EU-Politikern oder eines Verbündeten der USA noch nicht nennenswert spürbar ist, so wird früher oder später doch eine in Ansätzen da und dort bereits wahrnehmbare vereinzelt wachsende Distanz die US-amerikanische Position schwächen. Worauf wohl auch der, laut Die Presse, „hartgesottene Zyniker“ Putin, setzen mag. Aber nicht nur er. Mag die ferngesteuerte Journaille schreiben was sie will, je mehr Europäer in die Lage versetzt werden, die für sie fatale, eigentlich unausgegorene Gesamtstrategie der USA zu erkennen, desto eher wird eine authentische europäische Gesamtstrategie eine Chance bekommen.                                                                 

Daß heute keine europäische Gegenposition erkenntlich ist, hat, entsprechend dem vorher Gesagtem, nicht überraschend eben auch mit dem derzeit zur Verfügung stehenden politischen Bodenpersonal zu tun, das, wie dieser seltsame Herr Schäuble, unbeirrt von Außen zukommende Vorgaben durchzusetzen versucht. Das wird auch unter neuen Parteiköpfen oder Parteien in einer Regierung nicht anders gehandhabt werden. Wer gerne Illusionen anhängt, möge es anders sehen.

Europapolitisch und gesamtstrategisch gesehen ist es längst völlig gleichgültig, welche Partei oder welcher Politiker am Ruder ist. Widerstand aus dem Inneren heraus ist von bei der atlantischen Machtelite auf die eine oder andere Weise im Sold stehenden politischen Hilfstruppen kaum zu erwarten. Und wenn, dann sorgen entsprechender Druck, und, falls dieser nichts fruchtet, mitunter exemplarische Exekutionen für die nötige Ruhe. Zur Verdeutlichung: Als Ex-Bundesbankchef Ackermann gefragt wurde, ob er nicht, die Euro-Krise betreffend, wie einer seiner Vorgänger einen Forderungsverzicht seitens der Banken in den Raum hätte stellen können, soll er geantwortet haben: „Ich glaube, es wäre mir genauso ergangen wie Herrn Herrhausen“. Oder wie Jörg Haider? Wir sehen, nationale Interessen haben da ihre Grenzen, wo jene des „Befreiers“ oder eines mächtigen Erpressers berührt werden.

Daraus ergibt sich, daß ein anderes Europa, als Staatenbund etwa, selbstverständlich eine auch politische und militärische Großmacht werden muß, will es seinem geschichtlichen und kulturellen Erbe, aber auch seinem Raumimperativ gerecht werden. Diesem Machtwillen, so er vorhanden, stehen vorerst noch die im herrschenden fremdbestimmten System wirkenden und diesem bereits innewohnenden verschiedenen Machtarten des Dollarimperiums, das kein anderes Reich neben sich duldet, entgegen. Woraus geschlossen werden kann, daß ohne neue Politikergeneration und ohne Überwindung dieses korrupten Systems kein neues, und damit auch kein freies Europa seinen Platz an der Sonne wieder einnehmen wird können. Nur der Verlust der Machttotalität der einen Seite böte zugleich Herausforderung und Chance für die andere, europäische. Einigkeit und Recht und Freiheit auch für Europa! Dazu wird es aber mehr bedürfen als nur eines möglicherweise angedachten Marsches auf Brüssel.

Zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=QAWvxF38tqQ
http://www.youtube.com/watch?v=f67c2UKKMAw
https://www.youtube.com/watch?v=JXcWVTpQF3k#t=164                                                                                https://www.youtube.com/watch?v=sYRGDbAwODU&feature=player_detailpage#t=118

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Bruchlinien in der nationalistischen Szene.

Lignes de fracture dans la scène nationaliste                                                                                                            Fracture lines in the nationalist scene

Globalisierung, Wirtschafts- und Währungskrise, EU-Zentralismus, Fremdherrschaft, Einwanderung und damit einhergehende gesellschaftliche, soziale und ökonomische Verwerfungen lassen seit längerem bei den dafür Verantwortlichen die Angst vor einer Renationalisierung aufkommen. Die Erfolge rechtspopulistischer Gruppierungen ließen dergleichen möglich erscheinen, wenn auch einige dieser Parteien auf Grund ihrer Systemtreue (z. B. Ja zur EU) eher das Prädikat pseudonational verdienen und von daher kein Garant für das Wiedererwachen eines souveränen Nationalstaates sein können. Ein solcher ist ohne Systemüberwindung (also eben auch raus aus der fremdbestimmten EU), ohne Unabhängigkeit der Nationalkultur und ohne nachhaltige Lösung der ökonomischen Frage (u. a.: Nein zu Konzernfürstentümer) nicht denkbar. Über den dazu nötigen Freiheitskampf hinausgehend sind auch die Frage nach dem tieferen Sinn eines Nationalstaates und sein Verhältnis zu Volk, Individuum und anderen Völkern bzw. Nationen zu beantworten.

Klar sollte in diesem Zusammenhang sein, daß weder die farblose Unbestimmtheit eines multikulturellen Weltbürgertums noch die fanatische Selbstvergötterung der eigenen Nation das Ziel der nationalen Geschichte sein könne. Eine aus berechtigter Empörung ausfließende neue Ordnung sollte von einem solidarischen und humanistischen nationalen Geist getragen werden. Etwa im Sinne Kleists: Hochschätzung jeder Kultur, aber auch Freiheit „jeder Volksnatur“. Wer sich den Idealen der großen Geister der deutschen Nation verbunden zu glauben fühlt, der sollte, um authentisch zu sein, als zoon politikon diese Ideale auch leben.

Was nun diese Fragen betrifft, gibt es dazu in der nationalistischen Szene durchaus unterschiedliche Auffassungen in Einzelpunkten, die besonders in den Bereichen der Gesellschaftspolitik und des Ökonomischen, aber auch jenem der Außenbeziehungen, dem jeweiligen Menschen- und Weltbild zu schuldende Bruchlinien offenbaren. Ein ideologischer „Röstigraben“ , zum Beispiel, im Falle der Beurteilung von Putins Rußland. Hier finden wir etwa „Sache des Volkes“ (Plattform für sozial- und nationalrevolutionäre Politik) auf der einen Putin-verstehenden Seite und „Europäische Aktion“ (Bewegung für ein freies Europa) auf der anderen (Moskau angeblich am Nasenring der britischen Politik). Die einen: basisdemokratisch orientierte National- bzw. Sozialrevolutionäre, die anderen: Nationalkonservative mit, wie es scheint, u. a. Hang zur Verherrlichung der eigenen Rasse (daher auch anti-eurasisch).

Unabhängig von gutmeinenden Vorschlägen und einzelnen sachlich richtig gesehenen Einschätzungen (z. B. Abstieg der Europäer, unfreies Deutschland etc.) durch „Europäische Aktion“ und ähnliche Strömungen ist wegen deren Neigung zu Vereinfachungen und starker Rückwärtsgewandtheit sowie nicht erkennbaren mehrheitsfähigen, zeitgemäßen gesellschaftspolitischen Alternativen ein durchschlagender Erfolg nur schwer vorstellbar. Unter anderem dürfte dies den Sprecher von „Sache des Volkes“, Jürgen Schwab, zu einem Offenen Brief an einen der Verantwortlichen der „Europäischen Aktion“, Rigolf Hennig, veranlaßt haben. Dieser Offene Brief ist einigermaßen interessant und informativ und soll daher hier nachstehend wiedergegeben werden.

Offener Brief eines Putin-Verstehers an Dr. Rigolf Hennig
Lettre ouverte d´un Poutin-„Versteher“ a M. Dr. Hennig Rudolf
Open letter of a Putin-“Versteher” to Dr. Hennig Rigolf

Lieber Kamerad Hennig,

seit mehreren Jahren bin ich in Ihrem Post-Verteiler, erhalte auch das sehr informative „Mitteilungsblatt der Europäischen Aktion“, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte. Da dieses Organ, das scheinbar nur in gedruckter Form vorliegt, von Ihnen als presserechtlich Verantwortlichem herausgegeben wird, ist dieses also sowieso öffentlich, kann somit auch von mir öffentlich kritisiert werden. Daß unter anderem Ihr Mitteilungsblatt wahrscheinlich von allen möglichen Behörden und Geheimdiensten ausgewertet wird, bedarf eigentlich keiner weiteren Erwähnung. Meine öffentliche Kritik an dieser Stelle ist in dieser Hinsicht also belanglos.

In Ihrer Ausgabe vom Juni 2014 („E u r o p a r u f t“. Mitteilungsblatt der Europäischen Aktion, S. 2-3) befassen Sie sich auf den Seiten 2 und 3 mit dem „Rätsel Putin“. Für mich, der ich mich zu den Putin-Verstehern zähle, ist es eigentlich ein Rätsel, daß man als politischer Mensch in Putin ein „Rätsel“ sehen kann. Putin ist nach meiner Überzeugung ein russischer Mensch, ein russischer Patriot, ein russischer Machtstaatspolitiker und ein russischer Reichsstratege. Insofern decken sich Putins Positionen mit unseren Standpunkten, der deutschen Nationalisten, zu 80-90 Prozent; aber eine völlige Interessenübereinstimmung werden wir mit ihm wie mit anderen russischen Patrioten und Nationalisten freilich nicht erzielen können.

Daß der russische Patriot Putin heute noch den Sieg der Sowjetunion über „Nazi-Deutschland“ feiert, worüber Sie sich aufregen, ist doch selbstverständlich. Andernfalls wären Rußland, die Ukraine und gesamt Osteuropa deutsche Kolonien geworden – mit allen weiteren Folgen für die Bevölkerung. Putins Vater kämpfte in der Marine der Sowjetarmee gegen die deutsche Wehrmacht, seine Mutter war Fabrikarbeiterin in Leningrad (St. Petersburg). Daß sich Putin darüber freut, daß die Armee, in der sein Vater gedient hatte, gesiegt hatte und nicht die feindliche deutsche Armee, ist für Sie ein Rätsel? Oder daß sich Putin darüber freut, daß seine Mutter, Fabrikarbeiterin in Leningrad, nicht von der Wehrmacht ausgehungert wurde, was ja erst die Voraussetzung dafür war, daß ihr Sohn Wladimir nach dem Zweiten Weltkrieg geboren werden konnte, das ist für Sie ein Rätsel? Ich dachte immer, gerade Mediziner wie Sie zeichneten sich besonders durch Menschenkenntnis aus.

In Ihrem o. g. Artikel wimmelt es nur so von Mutmaßungen und Verschwörungstheorien, für die Sie keine Belege anführen. Putins Mutter soll also keine russische Fabrikarbeiterin aus Leningrad (St. Petersburg) sein, sondern eine Jüdin, die ihn in Israel zur Welt brachte und in Georgien aufzog. Aber möglicherweise, so schreiben Sie, sei diese Dame nur Putins Pflegemutter gewesen. Somit wäre Wladimir Putin nur jüdisch erzogen worden, andernfalls wäre er ethnisch Jude, wenn seine leibliche Mutter Jüdin ist.

Zur Biographie Putins siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wladimirowitsch_Putin

Für mich sind diese Verschwörungstheorien belanglos, da Stalin als Georgier auch kein ethnischer Russe gewesen war, sich aber selbst als Kommunist georgischer Herkunft auch in den Dienst des damaligen russischen Staates und des russischen Imperiums stellte. Oder nehmen Sie Napoleon Bonaparte, der als Korse auch eher Italiener als Franzose gewesen war. Aber auch Napoleon wollte den französischen Staat und das französische Imperium stark machen – was ihm viele Jahre lang auch gelang. Oder nehmen Sie unseren Kameraden Safet Babic, der sich auch immer wieder auf Altermedia anhören muß, daß er keine deutschen Eltern hat. Andere meinen dann als Entkräftung, Babic habe blaue Augen und sei in seiner Jugendzeit blond gewesen. Tatsache ist, daß sich Babic in den Dienst des deutschen Nationalismus stellt. Daß die Fälle Babic, Napoleon und Stalin nur für den Ausnahmefall vorgesehen und möglich sind, nicht aber für gesamte, kulturfremde Einwanderungsgruppen, das versteht sich von selbst.

Dieser Exkurs nur zu der von Ihnen aufgeworfenen Frage, ob Putins Mutter Russin, Jüdin oder jüdische Pflegemutter ist bzw. gewesen war. Für mich ist eigentlich nur interessant, was Putin a) sagt bzw. schreibt und b) noch viel mehr, was er als Staatsmann macht.

Putin ist ein russischer Machtstaatspolitiker, der den russischen Staat und das russische Imperium stark machen möchte, wobei die Frage der Moral seiner Mittel nur die Schwachen interessiert, um es einmal mit Nietzsche auszudrücken.

In der BRD werden Hitler-Verehrer nicht deshalb verfolgt, wie sie meinen, weil sie politisch ernst zu nehmen wären und kurz vor der Machtergreifung stünden, sondern weil sie gerade im Ausland Negativschlagzeilen über Deutschland bewirken. In der BRD bildet sich seit Jahren ein „neuer Patriotismus“ heraus, zu dem freilich auch der „deutsche“ Weltmeister Mesut Özil seinen Beitrag leisten darf, ohne die Nationalhymne mitsingen zu müssen. Aber deutsche Neonazis dürfen sich nicht an dem „neuen Patriotismus“ beteiligen, da diese vom deutschen Bürgertum als peinlich empfunden werden. Deutsche Neonazis machen hierzulande mit ihrer Hitler-Verehrung („18“, „88“ usw.) nur den Zentralrat der Juden stark, der dann seinen „moralischen“ Druck auf Merkel & Co. mittels „Vergangenheitsbewältigung“ erhöhen kann. Schauen Sie, Dr. Hennig, in Rußland ist das ähnlich. Stellen Sie sich vor, Putin würde den russischen Neonazis keine Schranken setzen, was da los wäre? Die westlichen, antirussischen Medien, wie die Springer-Presse bei uns, würden Putin dafür angreifen, ihn verdächtigen, er selbst sympathisiere mit den russischen Neonazis, er sei am Ende selber einer!

Ob das gerecht ist, Neonazis in Rußland oder Deutschland zu verfolgen, diese Frage stellen sich nur die Neonazis selbst. Das interessiert sonst kaum einen. Zudem sind russische Hitler-Verehrer schon komische Erscheinungen. Zumindest bei mir ist es so, daß sich mein Selbstwertgefühl auch darin ausdrückt, daß Politiker nicht meine Vorbilder sein können, die meine Vorfahren als „Untermenschen“ bezeichnen. Und Hitler ließ eben die Slawen als „Untermenschen“ bezeichnen. Russische Neonazis sind also sowieso keine politischen Größen, mit denen man sich weiter befassen sollte. Bei unseren deutschen Neonazis ist das etwas anderes, die sich, ob blond oder dunkelhaarig, nach Hitlers Logik zur „Herrenrasse“ zählen dürfen. Mit diesen Leuten sollte man sich aus deutscher nationaler Sicht noch einmal befassen.

Lieber Dr. Hennig, Sie begehen den grundsätzlichen Fehler, Wladimir Putin zu einseitig aus Ihrer eigenen deutsch-völkischen Position heraus zu beurteilen. Ihre „Analyse“ ist mir zu subjektiv; mehr Objektivität oder das Streben danach, wäre bei Ihnen angebracht. So werfen Sie Putin vor, zu wenig die völkische und rassische Komponente zu vertreten. Auch Alexander Dugin sei zu sehr auf das „Eurasische“ fixiert. Putin und Dugin sind nach meiner Einschätzung weniger russisch-völkisch oder weiß-großrassisch geprägt als auf die russische Reichsidee ausgerichtet – und die ist nun einmal eurasisch.

Um das russische Imperium, das in der Tradition sowohl des Zaren-Reiches als auch der Sowjetunion steht, zu erhalten und zu stärken, müssen Putin, Dugin usw. auch die anderen Stämme und Völker dieses Imperiums für sich gewinnen. Die USA sind ja gerade dabei, die Tschetschenen und anderen nicht-russischen Völker, die dem russischen Reich angehören, gegen die Zentrale in Moskau aufzuhetzen.

Stellen Sie sich einmal vor, Putin würde sich offen „rassistisch“ gegen die asiatischen Völker und Stämme äußern, was dies bewirken würde? Das russische Imperium würde in wenigen Jahren wie ein Kartenhaus zusammenfallen, die USA und ihre Verbündeten könnten dann endlich die russische Konkursmasse unter sich aufteilen – die Rohstoffquellen, die Landwirtschaftsgebiete, die großen Märkte und die Arbeitskräfte. Genau dies will Putin verhindern. Deshalb umschmeichelt er auch die Kaukasier und die anderen asiatischen Völker und Stämme. Ob dies irgendwelchen Rassentheoretikern, Zoologen usw. in der Schweiz und anderswo gefällt, interessiert Putin nicht, ihm geht es nur um den russischen Machtstaat und das russische Imperium. Putin ist – auch wenn er von diesen Schriftstellern kein Wort gelesen haben sollte – bei Hegel, Machiavelli und Carl Schmitt in die Lehre gegangen. Alexander Dugin, davon können wir ausgehen, hat diese Autoren gelesen und verstanden.

Und weil es Putin um die russische Macht geht, duldet er auch russische Juden, die sich ihm nicht in den Weg stellen. Genau das hätte Hitler auch machen sollen, sich mit den „guten Juden“ gegen die ihm feindlich gesonnenen Juden zu verbünden. Aber er hat es eben nicht getan, aber wir heutigen Deutschen können aus seinen Fehlern lernen.

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbund_j%C3%BCdischer_Frontsoldaten

Was viel zu wenig beachtet wird, sind die west- und mitteleuropäischen Bündnispartner Putins. Putin steht der Partei „Einiges Rußland“ nahe, deren Vorsitzender er einmal gewesen war.

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Einiges_Russland

Putin wie sein politisches Umfeld sehen in folgenden west- und mitteleuropäischen Parteien ihre Bündnispartner: im Front National (Frankreich), in der Lega Nord (Nord-Italien) und in der FPÖ (Österreich).

Siehe:
http://kurier.at/politik/inland/heilige-allianz-geheimtreffen-der-eurasier-und-rechten-in-wien/68.660.733

Wie die FPÖ nicht in jedem Fall völkisch argumentiert, sondern pragmatisch (oder opportunistisch?), so auch Putin. Auch ein Jude oder ein Kaukasier, der sich ihm unterordnet oder sich mit ihm arrangiert, darf bei ihm mitmachen. Ansonsten ist Putin marktwirtschaftlich orientiert wie die FPÖ, wobei der Markt freilich durch den Staat gelenkt werden soll. Um die Wiedereinführung des Bolschewismus in Staat und Wirtschaft, wie dies Bernhard Schaub vermutet, geht es Putin nicht. Während Putin den Markt durch den Staat lenken läßt, geht es Patrick Wieschke von der NPD darum, „Eingriffe des Staates in den freien Markt“ zu verhindern.

Siehe (ab Minute 2:20):
https://www.youtube.com/watch?v=advdn8lX2_Y&feature=youtu.be

Wer also möchte, daß der Staat in den Markt eingreift, ist nach Auffassung von Wieschke ein „Bolschewist“ wie in der DDR. Was dann mit solchen Leute geschehen soll nach der faschistischen Machtergreifung – das ist ohnehin klar! Aber keine Angst, Wieschke, Heise usw. möchten zwar an den Fleischtöpfen des Systems ankommen, werden aber von den Systemkräften zumindest als Koalitionspartner nicht gebraucht – allenfalls zur Schwächung des Nationalen Widerstands.

Lieber Kamerad Hennig, ich stimme mit Ihnen, Bernhard Schaub und den anderen in der „Europäischen Aktion“ darin überein, daß „Rasse“ und „Juden“ wichtige Themen sind, um die deutsche Lage und die Weltpolitik zu begreifen. Aber es gibt eben auch andere Themen, die ebenso wichtig sind: wirtschaftliche Interessen, Geopolitik, Staatsformen- und Regierungssysteme, Kultur, Sprache, Geschichte usw. usf. Vor allem sollte man nicht alles, was uns nationalen Deutschen nicht gefällt, von einer „Jüdischen Weltverschwörung“ ableiten. Dabei kann nur Unsinn herauskommen, mit dem wir uns bei politisch interessierten Deutschen und anderen intelligenten Menschen lächerlich machen. Ist es nicht komisch, daß die „Europäische Aktion“ für alle Äußerungen und Entscheidungen Putins, die uns nicht gefallen, einen jüdischen Einfluß, gar eine angeblich jüdische Herkunft Putins verantwortlich machen muß? Oder liegt es nicht einfach daran, daß der russische Patriot Putin nicht immer so tickt wie wir deutschen Nationalisten und Patrioten?

Siehe hierzu auch:
http://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/08/21/dummfaschisten-20/

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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Ukraine-Krise: Erstens ist es anders, zweitens als man denkt

 

D’abord il est différent, d’autre part qu´on pense                                                                                                           First, it is different, secondly as you think                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Wenn die Journaille ihre Hochzeit hat, heißt es, sich in der Leseecke fest anschnallen: „EU muß Kriegstreiber im Kreml stoppen“ fordert einer dieser bemitleidenswerten Auftragsschreiber in der so genannten „unabhängigen“ österreichischen Tageszeitung Kurier. Tage zuvor kam ein dem Einschleimen anscheinend ebenfalls zugeneigter Kommentator des mindestens so „unabhängigen“ Blattes Standard zu dem Schluß: „Putins Rußland ist ein Gegner, kein Partner“. Na dann, auf in den Krieg! Da will oder kann keines der Systemmedien aus der Anti-Putin-Liga ausscheren, ist doch zwischen Hamburg und Wien längst, wie die Salzburger Nachrichten im Falle des offensichtlich der Vergessenheit anheimgefallenen Abschußes von MH17 meinten, alles „hinreichend klar“.                                                                                                       

Da braucht man dann auch keine Beweise mehr. Wer da noch entgegnen möchte, fällt zwar noch nicht unter ein Verbotsgesetz, wird aber im Handumdrehen als “Putinversteher” an den Pranger gestellt. Nein, verstehen sollen das ganze wirklich die wenigsten, sonst müßte man ja das ganze Drehbuch samt Erstschlag-Szenario gleich wieder umschreiben. Also bleibt vorerst alles beim alten Schmäh. Dieser lautet, der Putin (Anmerkung von mir: liebt übrigens Deutschland, was von deutschen Politikern nicht gesagt werden kann) ist ja wirklich ein schlimmer.

Putin, der „Brandstifter“ (Der Spiegel), erdreistet sich also, Rußlands Ressourcen und Industrie nicht den US-Konzernen  gleich frei Haus zu liefern, dann ist er auch noch verstimmt über die Pläne Washingtons, an Rußlands Grenzen Raketenabwehrsysteme zu errichten, regt sich auf, daß die EU im Auftrag Washingtons die Ukraine dem Einflußbereich Moskaus abspenstig machen möchte, um schließlich die Krim „heimzuholen“, nachdem ruchbar geworden war, daß die ukrainische Regierung der NATO bereits eine Marinebasis dort in Aussicht gestellt haben soll.                                                            

Was geht denn das alles den Putin an, nicht wahr? Wenn die friedensliebenden Amis nach Osteuropa auch Rußland in ihre gierigen Klauen bekommen möchten, ist das doch in Ordnung. Meinen die, die jetzt Putin als „Kriegstreiber“ denunzieren. Vielleicht blasen sie demnächst aber schon wieder zum Rückzug.

In Wirklichkeit sitzen ja die Kriegstreiber ganz wo anders, und John J. Mearsheimer ( „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“) hat es in der Zeitschrift Foreign Affairs absolut richtig erkannt: Die Einkreisung Rußlands durch die NATO, die Expansion der EU und der vom Westen unterstützte Putsch in Kiew haben die Krise erst ausgelöst. Von Mearsheimer auf den Punkt gebracht: „…the United States and its European allies share most of the responsibility for the crisis”. Die USA und Europa stünden nun vor der Wahl, so Mearsheimer, ihre bisherige Politik der Feindseligkeiten gegenüber Rußland und der Zerstörung der Ukraine fortzusetzen, wobei alle nur verlieren könnten, oder die Entwicklung einer gedeihlichen und neutralen Ukraine zum Vorteil aller einzuleiten.                                                                                                                   

Dies bedeutete keine Gefährdung für Rußland und würde die Beziehungen mit Moskau wieder normalisieren. Aber wird dies in Washington zur Kenntnis genommen, denn wie Mearsheimer in einem Interview* richtig sagt: “Die anderen sehen die Welt anders als wir (Amerikaner) es tun”.

Nun kann man sich fragen, was das im Auftrag der wichtigen US-Denkfabrik Council on Foreign Relations herausgegebene Blatt bewogen  haben mag, mit der Wahrheit herauszurücken. Ist man sich in Washington der Gefährlichkeit des eigenen üblen Spiels erst jetzt so richtig bewußt geworden? Glaubte man Putin in die Knie zwingen zu können und ist jetzt ratlos? Es ist wohl noch zu früh um die Hintergründe, die zur Veröffentlichung dieses Beitrages, der ja besonders auch die Lakeien in Europa irritieren müßte, geführt haben, zu kennen. Möglich ist ja, daß eine Mearsheimer nahestehende Minderheitsfraktion innerhalb der Denkfabrik und des State Departements die Veröffentlichung durchsetzen konnte, die Mehrheit der Entscheidungsträger aber doch am eingeschlagenen Weg festhalten möchte. Mit Herrn Obama und Frau Merkel im Schlepptau.                                                                                                                                                                               

Noch wird ja die Drohkulisse aufrechterhalten, ja sogar erweitert. Neue, härtere Sanktionen gegen Rußland stehen im Raum und eine Art NATO-Eingreifsoldateska wird auch schon angedacht. Krieg um jeden Preis? Und wenn, sollte ein Dritter Weltkrieg den Dollar retten und auch gleich die drohende Deflation „bekämpfen“? Was wären das bloß für kranke Hirne, die sich so etwas ausdenken? Haben wir es mit Verbrechern zu tun? Man wird dabei an eine Rede Kennedys** erinnert, darin es heißt: “Denn wir stehen rund um die Welt einer monolithischen und ruchlosen Verschwörung gegenüber, die sich vor allem auf verdeckte Mittel stützt, um ihre Einflusssphäre auszudehnen – auf Infiltration anstatt Invasion; auf Unterwanderung anstatt Wahlen; auf Einschüchterung anstatt freier Wahl; auf nächtliche Guerillaangriffe anstatt auf Armeen bei Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine eng verbundene, komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen kombiniert.“                                                                                                                                   

Sollte Kennedy damals die UdSSR im Sinne gehabt haben, sind dann die USA nicht dabei, unter kapitalistischem Vorzeichen zwar, deren Machtpolitik und globale Strategie zu verinnerlichen? Damit wäre im Extremfall zwar das bittere Ende nicht nur dieser Supermacht besiegeltt. Aber um welchen Preis?

*https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=PIvaSrk5KQE#t=7   
** https://www.jfklibrary.org/Historical+Resources/Archives
Ebenfalls zum Thema: https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=0T9Upb-QE3E#t=5

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Wer den Frieden will, kann kein Verständnis für Israels Politik haben.

Celui qui veut la paix, ne peut avoir aucune compréhension de la politique israélienne

Whoever wants peace, can have no unterstanding of israeli politics

Einige Hundert Juden, bei denen das loyale Gewissen noch funktioniert, verurteilen in einem ganzseitigen Inserat in der New York Times die „Massaker an den Palästinensern“. Dutzende deutsche Nahost-Experten prangern in einem Schreiben an Merkel und Co. die Politik Israels gegenüber den Palästinensern an und fordern eine gerechte Nahost-Ordnung. Neturei-Karta-International, eine Organisation orthodoxer Juden, verlangt gar die vollständige Auflösung Israels, dessen Gründung auf Kosten der Palästinenser eine Fehlentscheidung gewesen sei. Herrn Netanjahu wird das so wenig beeindrucken wie Hitler die internationalen Proteste nach der vollständigen Besetzung der Tschechoslowakei. Wie Netanjahu tickt, offenbart folgendes vor wenigen Jahren mit versteckter Kamera aufgenommene Gespräch mit israelischen Siedlern.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zdcWE5jO-KM#t=9

Nun ist Netanjahu gewiß nicht Hitlers Nachfolger, auch regieren in Israel nicht die Nationalsozialisten, aber die Zionisten scheinen von ihnen einiges gelernt zu haben, sind aber eine Spur schlauer. Großdeutschland heißt hier zwar Groß-Israel vom Nil bis zum Euphrat, aber man hängt es nicht an die große Glocke und geht mit Chuzpe vor: „Aus der arabischen Welt muss ein Mosaik ethnischer und religiöser Gruppen gemacht werden. Durch die Zerstückelung sind sie schwach und können so leichter manipuliert werden” hieß es bereits 1982 im so genannten Yinon-Plan*. Daß die islamistischen Hilfstruppen um einiges grausamer sind als die SS es je gewesen sein dürfte, spielt dabei keine Rolle. Doch aufgepaßt! in Sachen Unmenschlichkeit weiß sich auch Israels Militär auszuzeichnen, wie nachstehende Aufnahmen zeigen.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=fakJdN8kyrs#t=24

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=59Vjd1uzb8k#t=8

Nicht alle kann das beeindrucken. So wurde mir von Freunden Israels zuletzt vorgeworfen, ich sei, wo doch die Hamas so grausam sei und Kinder als Schutzschilder benütze, zu einseitig, zu israelkritisch. Liebe Blauäugige, nicht nur die Hamas benützt, sofern es stimmt, solche Schutzschilder. So hat die unabhängige Journalistin Rania Khalek den Fall der Familie Qdeih und den des 17jährigen Jamal Abu Reda bekannt gemacht, die von israelischen Soldaten als menschliche Schutzschilder mißbraucht worden seien. Im nachfolgenden von Euro-Mid-Observer for Human Rights freigegebenen Video erzählt der Sohn des erschossenen Familienoberhaupts Mohammed Qdeih von den schlimmen Stunden als Geiseln der israelischen Aggressoren.                                                                                                                                    

https://www.youtube.co/watch?feature=player_embedded&v=lyFf-ELO5g0#t=1                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       So, und nun gibt es nicht wenige, die von diesen nationalzionistischen Exzessen auch noch begeistert sind. Oder zumindest diesen im Stillen zustimmen und zwecks Ablenkung dann auf den wachsenden Antisemitismus in Europa hinweisen. So als hätte das eine mit dem anderen nichts zu tun. So ist es aber bekanntlich nicht. Zum einen ist es gerade die durch die „Teile und herrsche-Politik“ Israels und der USA verursachte Unruhelage in der arabischen Welt, an der die mutmaßliche CIA/Mossad- Erfindung IS reichlich Anteil hat. Zum anderen eben das von vielen instrumentalisierte Urproblem Palästina, das dem Antisemitismus seit jeher Auftrieb gibt, auch zum Vorteil gerade jener, die ihn am entschiedensten und lautstark verurteilen.

Und mitten drinnen, wie zwischen Mühlsteinen, das palästinensische Volk. Seit Jahrzehnten lebt nun dieses in Not und Elend, in einer Existenz ohne jede Würde, ein Volk ohne Heimat, ohne eigenen Staat, Spielball der Machtpolitik. Unter solchen Bedingungen kann es keinen dauerhaften Frieden geben. Einen solchen wollen anscheinend auch jene nicht, die für die Gewaltpolitik des Zionistenstaates Verständnis aufbringen und Kritiker in die Schranken zu weisen versuchen.

*1982 veröffentlichte die Zionistische Weltorganisation (World Zionist Organisation, WZO) einen Aufsatz des Israeli Oded Yinon, der den Plan zum Inhalt hat, Israel zu einer regional-imperialen Macht zu machen.

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Europa muß wachgerüttelt werden!

L’Europe doit être réveillé !                                                                                               Europe must be roused !

Noch sind sich anscheinend nicht alle europäischen Bürger im Klaren an wen sie von ihrer jeweiligen Regierung mit dem Beitritt zur EU ausgeliefert wurden. Ist doch diese auf Zuruf der Banken und Konzerne funktionierende technokratische, daher auch sterbliche Hydra mit ihren 26 Wasserköpfen nichts anderes als “ein Teil des US-Imperiums“ (Paul Craig Roberts) oder, wie Zbigniew Brzeziński es einmal klar formulierte, bloß „ein US-Protektorat“. Und damit zu Tributzahlungen und, als NATO-Geisel, zu Beistandsleistungen in unzähligen Konflikten und Kriegen verdammt. Mit allen Konsequenzen.

Dazu Paul Craig Roberts:                                                                                   https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=lrr0vhbT_YE#t=11

In vielerlei Hinsicht Opfer der von der Hochfinanz vorangetriebenen Globalisierung und militärischen Interventionen spürt Europa deren unmittelbare Folgen. Zum Beispiel: Nicht enden wollende Flüchtlingsmassen, Integrationschaos und Überfremdung. Dazu schreibt mir ein besorgter Freund u. a. : >Eine unglaubliche Zahl von fast 20.000 Asylbewerbern in Deutschland nur im Monat Juli. Gefragt sind Quartier, Essen, Medizinversorgung, Kleidung, Kinderbetreuung, Taschengeld, Deutschkurse usw. Dazu Deutschkurse, Berufsschulungen etc. Und die Asylverfahren dauern oft Jahre… Unzählige driften in die Illegalität und/oder Kriminalität ab. Oder werden, wie viele perspektivlose „Integrierte“ bereits, so genannte Dschihadisten und kommen als islamische Stadtguerillas irgendwann zurück.< Ja, so ist es, und  es wird seine fatalen Folgen noch zeitigen.

Gotteskrieger:                                                                                                          https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=tPVfpulvbPE#t=82

Damit kommen wir aber unweigerlich auch zu der Erkenntnis: Hätten die Regierungen nicht eine so große Anzahl Fremder, vor allem Muslime, aufgenommen, stellte sich jetzt auch nicht dieses Problem, noch jenes einer von vielen befürchteten Islamisierung. Diese stellt zwar als eines der Überfremdungsprobleme nicht die einzige Gefahr dar, scheint aber, neben der US-Kriegstreiberei, für immer mehr Einheimische zu den bedrohlichsten zu gehören. Natürlich begünstigt durch die Dekadenz der europäischen Verantwortungsträger und das Hochkommen der von ihnen geförderten gesellschaftlichen Anomalien, dazu die Gender-Auswüchse zählen.*

Die vielen schier aussichtslos scheinende Lage Europas, begünstigt durch die Selbstsucht seiner Eliten und den Selbsthass seiner Entwurzelten, ermöglicht aber auch durch Schuldgefühle (Auschwitz da, Kolonialerbe dort),bedrückt ja nicht nur immer mehr Europäer, sondern ruft bei vielen unter ihnen, je nach Bewußtseins- und Gefühlslage, sehr unterschiedliche Reaktionen hervor. Dominique Venner, französischer Historiker und Schriftsteller, ein unbeugsamer Europäer und, o Gott! ein Rechter, wollte ein besonderes Widerstandszeichen gegen die Veruntreuung des europäischen Erbes setzen, er wählte den Freitod.**  Das System hat es nicht erschüttert, gewiß, aber sein Geist und seine Worte werden, ohne Zweifel, nachhaltig wirken.

Ein großer Europäer (leider keine deutschesprachigen  Untertitel verfügbar):    https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=DgSaHWHOyFQ#t=130

Ehe er nämlich diesen Schritt am 12. Mai 2013 setzte, verfasste der „Rebell aus Treue“ neun Tage zuvor sein geistiges Testament, in dem er nicht nur den morbiden Zeitgeist in Staat und Gesellschaft aufs Korn nimmt, sondern dem Europäer auch eine Rückbesinnung auf ein anderes, seiner Geschichte und Berufung würdiges Europa anbietet. Dieses „Brevier eines Unbeugsamen“ mit dem Titel „Ein Samurai aus Europa“ *** offenbart eine von individuellen Begierden und seelenzerstörenden Giften freie europäische Weltanschauung, wie sie für viele „;Mainstream-“ und andere Gläubige schockierender nicht sein könnte und, aus anderen Gründen, besonders bei religiösen Fundamentalisten oder linken Gralshütern gewiß für Irritationen sorgen muß. Und das ist vielleicht gut so, könnten sie dadurch doch wachgerüttelt werden.

Wenn nun Dominique Venner im Klappentext schreibt: „Vor dem Abgrund, der sich vor unseren Füßen auftut, vor der irren Gefräßigkeit des Finanzsystems sowie der drohenden Gefahr eines Kampfes der Kulturen auf unserem eigenen Boden hat sich das vorliegende „Brevier“ zur Aufgabe gemacht, unser Gedächtnis wachzurütteln und uns neue Wege zu eröffnen, anders zu denken, zu leben und zu handeln. Nur so wird ein jeder, in der Lage sein, sich in der Treue zu höheren Vorbildern wieder aufzubauen“, dann ist das ja als Aufruf eines großen Geistes an alle Aufrechten zu einem gemeinsamen Handeln im Sinne und im Dienste eines identitären europäischen Ganzen zu verstehen. Was in Anbetracht der späten Stunde wahrlich nötig erschiene.

Anmerkungen:                                                                                                                                                                      *In diesem Zusammenhang ist es wert, das Schreiben einer besorgten deutschen Bürgerin an die Direktion des Schelztor-Gymnasiums wiederzugeben, das Bezug nimmt auf den beispiellos dummen Genderfimmel. Da heißt es: >Sehr geehrte Frau Alf-Dietz, die an Ihrer Schule durchgeführte karnevaleske, alberne Aktion des Geschlechter-Austauschs könnte man belächeln, wenn sie nicht unterschwellig eine höchst gefährliche Botschaft an Heranwachsende enthielte. Unter dem Vorwand, Toleranz zu bewirken wird die Identitätsfindung der Jugendlichen erschwert und ihr Selbstbild erschüttert. Seelische Gesundheit und das Heranreifen eines gesunden Selbstbewußtseins hängt auch davon ab, ein intaktes Bild von sich selbst zu entwickeln. Ich erinnere mich, daß meine Großmutter, wenn sie vollkommen durcheinander war und von den Ereignissen überwältigt, scherzhaft stöhnte: „Ich wußte nicht, ob ich Männlein oder Weiblein war“. Was sollte diese Aktion bewirken ? Will man die Identität des einzelnen destabilisieren? Will man lauter Conchita Würste heranziehen ? Sollen die Schüler frühzeitig auf die Idee gebracht werden, Bisexualität auszuprobieren ? Diese abwegige Aktion stößt jedenfalls bei allen Bekannten, die ich damit konfrontierte, auf Ablehnung und Kopfschütteln. Ich halte sie für unmoralisch und jugendgefährdend. Mit freundlichen Grüßen Brigitte Bean-Keiffenheim.<

**Wikipedia notiert: “Am 21. Mai 2013 erschoss sich Venner in der Kathedrale Notre Dame de Paris In seinem Weblog hatte er zuvor geschrieben « … nous entrons dans un temps où les paroles doivent être authentifiées par des actes … » („… wir treten in eine Zeit ein, in der Worte durch Taten bekräftigt werden müssen …“), mit dem Ziel, „die Bewusstlosen aufzuwecken“ (« ébranler les somnolences »). Die Parteivorsitzende des Front National Le Pen drückte auf Twitter ihren Respekt für diesen „eminent politischen Akt“ aus, mit dem Venner die Franzosen habe wachrütteln wollen. Politiker der Linken äußerten sich dagegen bestürzt und sprachen von der Geste eines Einzelnen am extremen rechten Rand der Gesellschaft. Der Suizid wurde in der Öffentlichkeit mit Venners Kritik an einem islamischen Einfluss und der Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Frankreich in Verbindung gebracht, welche er auch in seinem letzten Blogeintrag geäußert hatte.”

***Dominique Venner: Ein Samurei aus Europa – Das Brevier eines Unbeugsamen, Thule-Bibliothek – Ahnenrad der Moderne, 2014, Bad Wildungen, ISBN:978-3-935562-14-0, 310 Seiten, Euro 19,90. Ebenfalls erhältlich ist eine Videoaufnahme von der Ehrung für Dominique Venner am 31. Mai 2013 in Paris. Preis: Euro 25.- Bezug: e-Post: ahnenrad@t-online.de oder Ruf:49/05621 9690410

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